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Titicaca-See: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Titicaca-See''' ist ein See in [[Peru]].
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Der '''Titicaca-See''' liegt in [[Peru]] und [[Bolivien]].
  
== Hintergrund ==
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== Regionen ==
Wieder in [[Puno]] zurück, begebe ich mich am nächsten Tag in Richtung Hafen um mir eine Bootsfahrt auf dem See schlechthin zu organisieren. Als Ziel habe ich die Urus, die sog. schwimmenden Inseln ausgemacht. Anbieter gibt es genug und somit brauche ich nicht allzu lange zu warten. Viel Schilf lagert an Rand des Sees, strahlend blau glänzt seine Oberfläche in der Sonne. Das andere Seeufer ist von hier aus nicht zu sehen, eine meerähnliche Weite breitet sich vor mir aus. Dazu passt ein strammer Wind, welcher die Seeoberfläche bewegt, die Wärme der ja vorhandenen Sonne hingegen, breitet sich recht langsam aus.
 
Der Titicacasee ist mit seinen 3800 Metern Höhe der höchste schiffbare See der Welt, und gehört zu etwa zwei Dritteln [[Peru ]] und zu einem zu [[Bolivien]]. Mit einer Fläche von 8562 qkm ist er fast 13 Mal größer als der [[Bodensee]]. Er liegt vollständig auf der Hochebene des Altiplano, und ist weder mit dem Atlantischen, noch mit dem Pazifischen Ozean direkt verbunden. Die Engstelle Estrecho de Tiquina teilt den 304 Meter tiefen See in den größeren Chucuitosee ( 25 Inseln), und den sechsmal kleineren Winaymarkasee mit sechs Inseln.
 
  
=== ggf. Geschichte ===
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== Orte ==
Nach der letzten Eiszeit erstreckte sich der See noch über 400 Kilometer weiter nach Süden, und bedeckte fast den kompletten Altiplano. Heute sind dort nur noch zwei vergleichsweise kleine Seen übriggeblieben, nämlich der Lago Poopoo und der Lago Uro Uro, beide noch über den Rio Desaguadero mit dem Titicacasee verbunden.
 
  
Auch zahlreiche Legenden ranken sich um den vielbeschriebenen See.
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* [[Puno]]
Zum Beispiel soll einst der Gott Con Ticci Wiracocha aus dem Titicacasee gestiegen sein, und die Sonne erschaffen haben. Dazu dann in Tiwanaku die Welt und die Menschen. Tiwanaku (100v.Chr.- 1200n.Chr.) ist nach wie vor eine der geheimnisvollsten Kulturen Südamerikas. Die ehemalige Hauptstadt Tiwanakus liegt ca. 20 km im Landesinneren Boliviens, auch die Sonnen- und die Mondinsel gehörten früher zum Reich. Möglicherweise lag Tiwanaku vormals direkt am Seeufer, da der See früher größer war.
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* [[Copacabana]]
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== Weitere Ziele ==
  
Angeblich haben nach der Eroberung des Inkareiches durch die Spanier, Tempelwächter der Sonneninsel den nie gefundenen Schatz im Titicacasee versenkt, wo er auch immer wieder erfolglos gesucht wurde.
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* [[Schwimmende Inseln (Peru)|Schwimmende Inseln]]
  
Als die Inka das Gebiet im 13. Jahrhundert eroberten, erhoben sie die damalige Insel Titicaca zur Sonneninsel, ohne aber die Bräuche und Sprache der dort ansässigen Aymara auszulöschen. Nur die Adelskaste durfte diesen heiligen Ort betreten. In einem höhlenartigen, und völlig mit Gold ausgekleideten, Labyrinth wurden höchste Riten durch den Inka selbst vollzogen, um dem Sonnengott Inti zu huldigen.
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== Hintergrund ==
 
 
Titicaca ist aus zwei Aymara Wörtern zusammengesetzt, Titi bedeutet Puma und Caca Fels, also Pumafelsen.
 
  
Weniger schlagkräftig als ein Puma ist die bolivianische Marine, welche mangels Ozeanzugangs ebenfalls im Titicacasee stationiert ist. Wahrlich ein perfekter Ort um Angriffe vom Meer aus abzuwehren, vor allem aber auch um Weltweit einsatzfähig zu sein, denn fast alle wichtigen Seeschlachten der jüngeren Geschichte wurden ja bekanntlich auf dem Titicacasee geschlagen. Gerade in einem solch armen Land wäre es sicher sinnvoller die vorhandenen Gelder dem Volk zukommen zu lassen, als sie in nutzlose Statussymbole für das eigene Ego zu investieren.
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Der Titicacasee ist mit seinen 3800 Metern Höhe der höchste schiffbare See der Welt, und gehört zu etwa zwei Dritteln [[Peru ]] und zu einem zu [[Bolivien]]. Mit einer Fläche von 8562 qkm ist er fast 13 Mal größer als der [[Bodensee]]. Er liegt vollständig auf der Hochebene des Altiplano, und ist weder mit dem Atlantischen, noch mit dem Pazifischen Ozean direkt verbunden. Die Engstelle Estrecho de Tiquina teilt den 304 Meter tiefen See in den größeren Chucuitosee (25 Inseln), und den sechsmal kleineren Winaymarkasee mit sechs Inseln. Nach der letzten Eiszeit erstreckte sich der See noch über 400 Kilometer weiter nach Süden, und bedeckte fast den kompletten Altiplano. Heute sind dort nur noch zwei vergleichsweise kleine Seen übriggeblieben, nämlich der Lago Poopoo und der Lago Uro Uro, beide noch über den Rio Desaguadero mit dem Titicacasee verbunden.
  
=== Landschaft ===
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Titicaca ist aus zwei Aymara Wörtern zusammengesetzt, ''Titi'' bedeutet Puma und ''Caca'' Fels, also Pumafelsen. Auch zahlreiche Legenden ranken sich um den vielbeschriebenen See. Zum Beispiel soll einst der Gott ''Con Ticci Wiracocha'' aus dem Titicacasee gestiegen sein, und die Sonne erschaffen haben. Dazu dann in Tiwanaku die Welt und die Menschen. Tiwanaku (100v.Chr.- 1200n.Chr.) ist nach wie vor eine der geheimnisvollsten Kulturen Südamerikas. Die ehemalige Hauptstadt ''Tiwanakus'' liegt ca. 20 km im Landesinneren Boliviens, auch die Sonnen- und die Mondinsel gehörten früher zum Reich. Möglicherweise lag Tiwanaku vormals direkt am Seeufer, da der See früher größer war. Angeblich haben nach der Eroberung des Inkareiches durch die Spanier, Tempelwächter der Sonneninsel den nie gefundenen Schatz im Titicacasee versenkt, wo er auch immer wieder erfolglos gesucht wurde. Als die Inka das Gebiet im 13. Jahrhundert eroberten, erhoben sie die damalige Insel Titicaca zur Sonneninsel, ohne aber die Bräuche und Sprache der dort ansässigen Aymara auszulöschen. Nur die Adelskaste durfte diesen heiligen Ort betreten. In einem höhlenartigen, und völlig mit Gold ausgekleideten, Labyrinth wurden höchste Riten durch den Inka selbst vollzogen, um dem Sonnengott Inti zu huldigen.
195 km lang und 65 km breit ist der See heute, mit einer Temperatur von 10 bis 12 Grad zwar recht kühl, trotzdem aber als Wärmespeicher der umliegenden Äcker durch seine Größe unverzichtbar.  
 
=== Flora und Fauna ===
 
So gedeihen um ihn herum Erbsen, Quinoa, Mais, Gerste und Kartoffeln, wobei der Titicacasee als Ursprung des Kartoffelanbaus gilt. Zudem ist der See für seinen Fischreichtum bekannt. Suche, Carachu, Ispi, Mauri und Boga kommen hier vor, seit 1937 wurden auch Forellen und Lachse eingesetzt, welche sich hervorragend entwickelten, und heute die Nahrungsgrundlage für die zahlreichen Fischer der Region bilden. Enten, Ibise, Reiher und Kormorane sind hier ebenfalls heimisch, und um den See herum leben von Meerschweinchen über Chinchillas, Pumas, Lamas, Vikunas, Alpacas und Guanakos fast alle bekannten Tierarten der Andenregion.  
 
  
=== Klima ===
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Auch vor diesem heiligsten aller Seen macht die Umweltverschmutzung nicht halt. Die Seeoberfläche kann bis zu 6 Metern im Jahr variieren, trotz 25 verschiedenen Zuflüssen gibt es nur einen wirklichen Abfluss, den Rio Desaguadero. Dieser ist aber nicht das ganze Jahr über wasserführend, und trägt nur magere 5 % zur Entwässerung des Sees bei. Der Rest verdunstet aufgrund der starken Höhensonne, und überzieht das umliegende Land mit Salzrückständen. Der Verlust der umgebenden Vegetation durch Überweidung und Erosion, Reduzierung der Wasservegetation, abnehmende Fischpopulationen, und die Kontaminierung der Bucht von Puno durch biologische Abwässer sind die Folge.  Dabei bleiben die Schadstoffe, hauptsächlich aus Abwässern der Großstadt Puno, und von Schwermetallen der nahegelegenen Minen hervorgerufen, im See. Das Algenproblem hingegen wird von den Medien aufgebauscht, es beschränkt sich allein auf die Bucht von Puno, der Rest des Sees glänzt in strahlendem Blau. Die europäische Union versucht mittlerweile die Lebensbedingungen der Anrainer zu verbessern und die Ressourcen zu schützen. Vernünftige Wasserregulierung durch Kleindämme am Rio Desaguadero in Verbindung mit bewässerter Landswirtschaft sollen Abhilfe schaffen.
1986 zeigte sich, das der See die Hochlandbewohner nicht nur ernährt, sondern ihnen auch gefährlich werden kann. Durch die heftigsten Regenfälle seit Menschengedenken trat der See über die Ufer und überschwemmte zahlreiche Dörfer und Strassen.
 
  
Leider gibt es noch mehr Negatives vom Titicacasee zu berichten, auch vor diesem heiligsten aller Seen macht die Umweltverschmutzung nicht halt. Die Seeoberfläche kann bis zu 6 Metern im Jahr variieren, trotz 25 verschiedenen Zuflüssen gibt es nur einen wirklichen Abfluss, den Rio Desaguadero. Dieser ist aber nicht das ganze Jahr über wasserführend, und trägt nur magere 5 % zur Entwässerung des Sees bei. Der Rest verdunstet aufgrund der starken Höhensonne, und überzieht das umliegende Land mit Salzrückständen. Der Verlust der umgebenden Vegetation durch Überweidung und Erosion, Reduzierung der Wasservegetation, abnehmende Fischpopulationen, und die Kontaminierung der Bucht von Puno durch biologische Abwässer sind die Folge.  Dabei bleiben die Schadstoffe, hauptsächlich aus Abwässern der Großstadt [[Puno]], und von Schwermetallen der nahegelegenen Minen hervorgerufen, im See. Das Algenproblem hingegen wird von den Medien aufgebauscht, es beschränkt sich allein auf die Bucht von Puno, der Rest des Sees glänzt in strahlendem Blau. Die europäische Union versucht mittlerweile die Lebensbedingungen der Anrainer zu verbessern und die Ressourcen zu schützen. Vernünftige Wasserregulierung durch Kleindämme am Rio Desaguadero in Verbindung mit bewässerter Landswirtschaft sollen Abhilfe schaffen.
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== Sprache ==
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Es wird Spanisch und vor allem von der älteren Bevökerung die alte Sprache Aymara gesprochen
  
 
== Anreise ==
 
== Anreise ==
 
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Die Anreise ist per Bus oder Zug möglich. Auch per Auto ist die Gegend gut zu erreichen.
== Gebühren/Permits ==
 
  
 
== Mobilität ==
 
== Mobilität ==
  
 
== Sehenswürdigkeiten ==
 
== Sehenswürdigkeiten ==
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Die größte und bekannteste Sehenswürdigkeit sind die Schilfinseln der Uro Indianer auf dem See.
  
 
== Aktivitäten ==
 
== Aktivitäten ==
  
== Kaufen ==
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== Küche ==
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frischer Fisch ist hier an der Tagesordnung, da auf dem Titicaca-See Fischfang in großem Stil betrieben wird.
  
== Essen ==
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== Ausgehen ==
  
== Trinken ==
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== Sicherheit ==
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Im Zentrum Punos patrouliert auf den Strassen regelmäßig die Polizei. In der Fußgängerzone herrscht auch Abends ein reges Treiben.
  
== Schlafen ==
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== Klima ==
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195 km lang und 65 km breit ist der See heute, mit einer Temperatur von 10 bis 12 Grad zwar recht kühl, trotzdem aber als Wärmespeicher der umliegenden Äcker durch seine Größe unverzichtbar. So gedeihen um ihn herum Erbsen, Quinoa, Mais, Gerste und Kartoffeln, wobei der Titicacasee als Ursprung des Kartoffelanbaus gilt. Zudem ist der See für seinen Fischreichtum bekannt. Suche, Carachu, Ispi, Mauri und Boga kommen hier vor, seit 1937 wurden auch Forellen und Lachse eingesetzt, welche sich hervorragend entwickelten, und heute die Nahrungsgrundlage für die zahlreichen Fischer der Region bilden.  Enten, Ibise, Reiher und Kormorane sind hier ebenfalls heimisch, und um den See herum leben von Meerschweinchen über Chinchillas, Pumas, Lamas, Vikunas, Alpacas und Guanakos fast alle bekannten Tierarten der Andenregion.
  
=== Hotels und Herbergen ===
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1986 zeigte sich, das der See die Hochlandbewohner nicht nur ernährt, sondern ihnen auch gefährlich werden kann. Durch die heftigsten Regenfälle seit Menschengedenken trat der See über die Ufer und überschwemmte zahlreiche Dörfer und Strassen.
  
=== Camping ===
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== Weiter geht's ==
  
== Sicherheit ==
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* [[Uros Inseln]] - auch die ''Schwimmenden Inseln'' genannt.
 
 
== Weiter geht's ==
 
  
== Weblinks ==
 
  
{{stub}}
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{{Lage|Peru}}
  
 
[[en:Lake Titicaca]]
 
[[en:Lake Titicaca]]
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[[it:Lago Titicaca]]
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[[ja:チチカカ湖]]
 
[[WikiPedia:Titicaca-See]]
 
[[WikiPedia:Titicaca-See]]

Aktuelle Version vom 24. September 2015, 19:56 Uhr

Der Titicaca-See liegt in Peru und Bolivien.

Regionen[Bearbeiten]

Orte[Bearbeiten]

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Titicacasee ist mit seinen 3800 Metern Höhe der höchste schiffbare See der Welt, und gehört zu etwa zwei Dritteln Peru und zu einem zu Bolivien. Mit einer Fläche von 8562 qkm ist er fast 13 Mal größer als der Bodensee. Er liegt vollständig auf der Hochebene des Altiplano, und ist weder mit dem Atlantischen, noch mit dem Pazifischen Ozean direkt verbunden. Die Engstelle Estrecho de Tiquina teilt den 304 Meter tiefen See in den größeren Chucuitosee (25 Inseln), und den sechsmal kleineren Winaymarkasee mit sechs Inseln. Nach der letzten Eiszeit erstreckte sich der See noch über 400 Kilometer weiter nach Süden, und bedeckte fast den kompletten Altiplano. Heute sind dort nur noch zwei vergleichsweise kleine Seen übriggeblieben, nämlich der Lago Poopoo und der Lago Uro Uro, beide noch über den Rio Desaguadero mit dem Titicacasee verbunden.

Titicaca ist aus zwei Aymara Wörtern zusammengesetzt, Titi bedeutet Puma und Caca Fels, also Pumafelsen. Auch zahlreiche Legenden ranken sich um den vielbeschriebenen See. Zum Beispiel soll einst der Gott Con Ticci Wiracocha aus dem Titicacasee gestiegen sein, und die Sonne erschaffen haben. Dazu dann in Tiwanaku die Welt und die Menschen. Tiwanaku (100v.Chr.- 1200n.Chr.) ist nach wie vor eine der geheimnisvollsten Kulturen Südamerikas. Die ehemalige Hauptstadt Tiwanakus liegt ca. 20 km im Landesinneren Boliviens, auch die Sonnen- und die Mondinsel gehörten früher zum Reich. Möglicherweise lag Tiwanaku vormals direkt am Seeufer, da der See früher größer war. Angeblich haben nach der Eroberung des Inkareiches durch die Spanier, Tempelwächter der Sonneninsel den nie gefundenen Schatz im Titicacasee versenkt, wo er auch immer wieder erfolglos gesucht wurde. Als die Inka das Gebiet im 13. Jahrhundert eroberten, erhoben sie die damalige Insel Titicaca zur Sonneninsel, ohne aber die Bräuche und Sprache der dort ansässigen Aymara auszulöschen. Nur die Adelskaste durfte diesen heiligen Ort betreten. In einem höhlenartigen, und völlig mit Gold ausgekleideten, Labyrinth wurden höchste Riten durch den Inka selbst vollzogen, um dem Sonnengott Inti zu huldigen.

Auch vor diesem heiligsten aller Seen macht die Umweltverschmutzung nicht halt. Die Seeoberfläche kann bis zu 6 Metern im Jahr variieren, trotz 25 verschiedenen Zuflüssen gibt es nur einen wirklichen Abfluss, den Rio Desaguadero. Dieser ist aber nicht das ganze Jahr über wasserführend, und trägt nur magere 5 % zur Entwässerung des Sees bei. Der Rest verdunstet aufgrund der starken Höhensonne, und überzieht das umliegende Land mit Salzrückständen. Der Verlust der umgebenden Vegetation durch Überweidung und Erosion, Reduzierung der Wasservegetation, abnehmende Fischpopulationen, und die Kontaminierung der Bucht von Puno durch biologische Abwässer sind die Folge. Dabei bleiben die Schadstoffe, hauptsächlich aus Abwässern der Großstadt Puno, und von Schwermetallen der nahegelegenen Minen hervorgerufen, im See. Das Algenproblem hingegen wird von den Medien aufgebauscht, es beschränkt sich allein auf die Bucht von Puno, der Rest des Sees glänzt in strahlendem Blau. Die europäische Union versucht mittlerweile die Lebensbedingungen der Anrainer zu verbessern und die Ressourcen zu schützen. Vernünftige Wasserregulierung durch Kleindämme am Rio Desaguadero in Verbindung mit bewässerter Landswirtschaft sollen Abhilfe schaffen.

Sprache[Bearbeiten]

Es wird Spanisch und vor allem von der älteren Bevökerung die alte Sprache Aymara gesprochen

Anreise[Bearbeiten]

Die Anreise ist per Bus oder Zug möglich. Auch per Auto ist die Gegend gut zu erreichen.

Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Die größte und bekannteste Sehenswürdigkeit sind die Schilfinseln der Uro Indianer auf dem See.

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

frischer Fisch ist hier an der Tagesordnung, da auf dem Titicaca-See Fischfang in großem Stil betrieben wird.

Ausgehen[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Im Zentrum Punos patrouliert auf den Strassen regelmäßig die Polizei. In der Fußgängerzone herrscht auch Abends ein reges Treiben.

Klima[Bearbeiten]

195 km lang und 65 km breit ist der See heute, mit einer Temperatur von 10 bis 12 Grad zwar recht kühl, trotzdem aber als Wärmespeicher der umliegenden Äcker durch seine Größe unverzichtbar. So gedeihen um ihn herum Erbsen, Quinoa, Mais, Gerste und Kartoffeln, wobei der Titicacasee als Ursprung des Kartoffelanbaus gilt. Zudem ist der See für seinen Fischreichtum bekannt. Suche, Carachu, Ispi, Mauri und Boga kommen hier vor, seit 1937 wurden auch Forellen und Lachse eingesetzt, welche sich hervorragend entwickelten, und heute die Nahrungsgrundlage für die zahlreichen Fischer der Region bilden. Enten, Ibise, Reiher und Kormorane sind hier ebenfalls heimisch, und um den See herum leben von Meerschweinchen über Chinchillas, Pumas, Lamas, Vikunas, Alpacas und Guanakos fast alle bekannten Tierarten der Andenregion.

1986 zeigte sich, das der See die Hochlandbewohner nicht nur ernährt, sondern ihnen auch gefährlich werden kann. Durch die heftigsten Regenfälle seit Menschengedenken trat der See über die Ufer und überschwemmte zahlreiche Dörfer und Strassen.

Weiter geht's[Bearbeiten]