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Teneriffa

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Teneriffa

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Teneriffa ist die größte der Kanarischen Inseln. Sie ist ein hervorragendes Urlaubsziel und wird vor allem von deutschen und britischen Touristen in Anspruch genommen. Amerikanische Urlauber sind hingegen seltener anzutreffen. Beliebt ist die Insel außerdem bei Urlaubern vom spanischen Festland, besonders während der Osterzeit.

Teneriffa aus dem Weltall

Regionen

Im Süden der Insel befindet sich das Feriengebiet Playa de las Americas an der Costa Adeje. Hier scheint die Sonne öfter und länger als in anderen Teilen der Insel. Der Ort bietet Hotels und Ferienanlagen, Kneipen, Bars, Diskos und Nachtclubs. Die weitläufigen Badebuchten sind durch Molen geschützt und man findet dort schöne Sandstrände.

Die Ostküste ist durch die starke Abholzung in den vergangenen Jahrhunderten stark mitgenommen worden. Dennoch hat gerade dieser Landesteil seine Reize, da hier nicht so viele Pauschaltouristen zu finden sind. Hier kann man das Hinterland sehr schön kennen lernen.

Orte

Nordküste:

Weitere Ziele

Auf der Insel befindet sich der höchste Berg von ganz Spanien, der 3.718 m hohe Teide. Der Teide ist über eine Luftseilbahn erreichbar, die am Parkplatz im Teide-Nationalpark beginnt und auf einer Höhe von 3.550 m endet. Um den Gipfel zu besteigen, ist ein Permit erforderlich, das in Santa Cruz de Tenerife leicht zu erhalten ist. (Als ich im Sommer 2006 da war, gab es aus ökologischen Gründen KEINE Erlaubnis mehr. Als Alternative wurde ein Marsch zur Schutzhütte angeboten. Es wurde auch erwähnt, daß das in Zukunft so bleiben solle.) Von der Spitze hast du einen hervorragenden Blick über die gesamte Insel. Die Besteigung ist nur für fortgeschrittene Bergsteiger zu empfehlen, auch wenn die Höhendistanz nur 200 m beträgt. Ein kalter Wind ist ebenfalls vorhanden, da der Teide weit über den Wolken liegt.

Neben dem Teide-Nationalpark verfügt die Insel über weniger bekannte, aber ähnlich eindrucksvolle Naturwunder, die sich von "Geheimtipps" nach und nach zu beliebten touristischen Ausflugszielen entwickeln:

  • Das Teno-Gebirge im Nordwesten mit seiner üppigen Vegetation, bizarren Felsschluchten und dem malerischen Bergdorf Masca
  • Das Anaga-Gebirge im Nordosten mit dichtem Lorbeer-Urwald, vielen spektakulären Aussichtspunkten, grünen Wiesen und einer an Nordamerika oder die Alpen erinnernden Landschaft
  • Der Bergrücken Cumbre Dorsal, auf dem man von der Nordostspitze der Insel bis zum Teide fast alle Vegetationszonen der Erde durchquert
  • Der bei Surfern beliebte Ort El Médano mit dem felsigen Nationalpark Montana Roja
  • Der riesige Drachenbaum in Icod de los Vinos
  • Die vielseitige Hafenstadt Puerto de la Cruz mit vielen Bauten im Kolonialstil und einer riesigen, künstlichen Badelandschaft
  • Die Metropole Santa Cruz mit ihrem neuen Wahrzeichen, dem Opernhaus und dem neugestalteten frei zugänglichen botanischen Park "Sanabe" mitten in der Stadt.
  • Der an die Copacabana erinnernde Palmenstrand Las Teresitas nördlich der Hauptstadt Santa Cruz
  • Die malerische Bucht von Puerto Santago mit dem pechschwarzen Strand, wenige kilometer nördlich die beeindruckenden Klippen von Los Gigantes

Hintergrund

Die tropische Insel ist von der Schönheit her mit Jamaika vergleichbar und wirbt Europäern gegenüber mit einer angenehmen Urlaubszeit und schmackhaftem Essen. (Das man aber in der ganzen Las Americas- und Los Cristianos -Megasiedlung praktisch nicht mehr findet) Der Fremdenverkehr konzentriert sich vor allem auf die Nordküste um Puerto de la Cruz und den Süden bei Los Cristianos. Während die Südseite einen Wüstencharakter besitzt, ist die Nordseite besonders für Pflanzenliebhaber ein Paradies.

Die Insel war den Europäern seit dem 14. Jahrhundert bekannt. Die Ureinwohner (Guanchen) wurden nach dem Sieg der Spanier bei La Laguna im Jahre 1496 ausgerottet. Eine Blütezeit erlebte Teneriffa während der Aufklärung. Bedeutende Persönlichkeiten wie Alexander von Humboldt besuchten die Insel. Trotzdem konnte sich Teneriffa nicht von der vorherrschenden feudalistischen Gesellschaftsordnung lösen, so dass es erst im 19. Jahrhundert zu Reformen kam.

Die ersten Jahre des 20. Jahrunderts waren geprägt von einer fortschreitenden Radikalisierung. 1936 startete General Franco seinen Putsch von Teneriffa aus. Der Spanische Bürgerkrieg erreichte Teneriffa nicht, jedoch wirkte sich die wirtschaftliche Isolierung unter der Diktatur sehr negativ aus. Das einzige Exportgut waren Bananen für das Festland. Nach der Demokratisierung ab 1975 erhielten Teneriffa und alle anderen Inseln des Archipels Autonomie, und der Tourismus gewann immer mehr an Bedeutung.

Übrigens besuchten 1885 zum ersten Mal 350 Touristen aus England die Insel. Sechs Jahre später kamen schon 5.000 Gäste im Jahr, und 2001 waren es 4,8 Millionen.

Sprache

spanisch

Anreise

Teneriffa besitzt zwei Flughäfen, Aeroporto Reina Sofia im Süden, der von den meisten Ferienfliegern angesteuert wird, und Tenerife Norte im Norden, von wo Flugzeuge zu den anderen kanarischen Inseln starten.

Mobilität

Als billigste Verkehrsmittel gelten die grünen, meist (über)klimatisierten Linienbusse (Guaguas) der "Transportes Interurbanos de Tenerife S.A.U." (kurz TITSA ). Sie fahren viele Ortschaften auf der Insel an und sind, insbesondere mit den praktischen "Bono-Bus"-Sparkarten, sehr günstig. Die Fahrten über kleine Ortschaften dauern aufgrund der zahlreichen Zwischenhalte aber selbst bei kurzen Strecken meist recht lang. Zwischen Playa Las Americas und Santa Cruz fahren allerdings Direktbusse (ca. 50 Minuten). Ebenfalls nach Puerto und in den Teide Nationalpark (Für 2 Euro inkl. Mountainbike im Gepäckstauraum! - Stand 2006)

Für kürzere Strecken kommt man auch mit dem Taxi ganz günstig durch die Gegend.

Alle grosse und viele lokale Autovermieter sind auf Teneriffa vertreten. Das Straßennetz ist in streckenweise in mäßigem Zustand, es gibt viele Baustellen und Umleitungen. Die Strassen in den Bergen sind sehr eng und kurvig (z.B. die Straße nach Masca im Teno-Gebirge).

Sehenswürdigkeiten

  • Der botanische garten von Puerto de la Cruz, mit seiner tollen Würgefeige
  • Die Pyramiden von Guimar, ein faszinierender Ort, der den Wissenschaftlern noch immer Rätsel aufgibt.

Aktivitäten

Neben der landschaftlichen Schönheit und Vielfalt beitet die Insel hervorragende Abwechslung bei Aktivitäten. Im "Winter" kannst du zum Teide hochfahren und eine Schneeballschlacht veranstalten, danach in den Süden der Insel zurückkehren und dich am Strand sonnen oder im Meer schwimmen - und das alles im Rahmen von zwei Stunden (Realistischweise: 8!). Es existieren einige wunderschöne Rundfahrtrouten mit atemberaubender Szenerie. Außerdem sind einige sehr gute Freizeitparks wie der Loro Parque bei Puerto de la Cruz vorhanden.

Mountainbikes sind äusserst empfehlenswert - Bergfitness vorausgesetzt (ansonsten ist die Mitnhame eines billiges Klapprades eine gute Idee) - und werden von den Fluggesellschaften für 20 bis 30 Euro pro Strecke - nach Voranmeldung mitgenommen. Fast verlustloser Privatverkauf eines preiswerten Gebrauchten (am besten an Dauertouristen) ist mit ein bischen Talent auch möglich. Bei vielen Bussen kann man die Räder gratis ins Gepäckfach schmeissen - sie sollten relativ robust sein und an vermehrten Kratzern sollte man sich nicht stören. Die Einheimischen machens meist am Wochenende mit ihren extremen Downhill Rädern auch so.

Küche

Ausgehen

Feiertage

Dies sind die Feiertage für das Jahr 2005:

Termin Name Bedeutung
1. Januar Año Nuevo Neujahr
6. Januar Los Reyes Heilige Drei Könige
19. März San Josê Josephstag
1. Mai Día del Trabajo Tag der Arbeit
30. Mai Día de las Islas Canarias "Tag der Kanaren"
Juni Cuerpo del Señor Fronleichnam
25. Juli Santiago Apostol Apostel Jakobus
15. August Asunción Mariä Himmelfahrt
12. Oktober Día de la Hispanidad Feiertag zu Ehren der Entdeckung Amerikas
1. November Todos los Santos Allerheiligen
6. November Día de la Constitución Tag der Verfassung
8. Dezember Immaculada Concepción Mariä Empfängnis
25. Dezember Navidad Weihnachten

Der Feiertagskalender kann geringfügige Abweichungen aufweisen, denn er wird Jahr für Jahr von den einzelnen autonomen Regionen Spaniens neu festgelegt. Fällt beispielweise ein Feiertag auf einen Sonntag, wird in manchen Fällen der darauffolgende Montag oder der vorangehende Freitag ebenfalls zum Feiertag bestimmt.

Die Gemeinden können zusätzlich zu den normalen gesetzlichen Feiertagen zwei weitere Tage ihrer Wahl zu örtlichen Feiertagen erklären, wobei einer zumeist dem Schutzpatron oder der Schutzpatronin des Ortes gewidmet ist. So erklären sich auch die vielen örtlichen Feiern auf den Inseln.

Sicherheit

Bewaffnete Kriminalität ist auf Teneriffa kaum ein Problem. Vorsichtig sein sollte man in den Ballungszentrem allerdings vor Taschendiebstahl, auch sollte man Wertsachen nicht offen liegen lassen.

Klima

Teneriffa weist wie alle anderen Inseln des Kanarenarchipels ganzjährig milde Temperaturen auf. Die südlich der Rossbreiten entstehenden Nordost-Passatwinde saugen sich mit Feuchtigkeit aus dem relativ kühlen Kanarenstrom auf und halten somit die heiße Saharaluft fern. Diese Winde haben ihren Ursprung im Azorenhoch, das sich im Winter über Madeira befindet, im Sommer jedoch weiter nach Norden zu den Azoren wandert. Dann haben die Passatwinde auch genügend Platz, um sich bis Teneriffa mit Atlantikwasser vollzusaugen. Während sie nachts von der Insel ferngehalten werden, ziehen sie tagsüber bis an das Teidemassiv heran. Es bilden sich in etwa 1.000 bis 1.500 m Höhe Wolken, die beim Kontakt mit den dortigen Loorbeer- und Kiefernwäldern zu feinem Nieselregen kondensieren. Dieser Umstand bringt in den sonst ausgesprochen trockenen Sommermonaten der Landwirtschaft auf Nordseite der Insel entscheidende Vorteile.

Monat J F M A M J J A S O N D
Ø Sonnenstunden/Tag 5,9 6,6 7,1 7,7 8,8 9,8 10,6 9,8 8,5 6,9 5,9 5,5
Luft [°C] 17,9 17,9 18,6 19,0 20,4 22,2 24,3 25,0 24,3 22,8 20,6 18,7
Wasser [°C] 19 18 18 18 19 20 21 22 23 23 21 20
Ø Regentage 5 5 5 3 1 0 0 1 1 3 5 6

Auf der Südseite existiert ein beständiger Sommer mit wenig oder gar keinem Wind und hervorragendem Badewetter. Die meisten Touristen zieht es deswegen auf die Südseite. Die Nordseite ist etwas feuchter und vermittelt mehr einen ganzjährigen spanischen Frühling. Das Wetter ist hier weniger konstant, meistens jedoch auch sehr angenehm.

Weblinks

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