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La Gomera

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* Los Organos. Hierbei handelt es sich um einen freigewitterten Lavaschlot. Die typische sechseckige Struktur entstand durch Risse beim Abkühlen der Lava.
  
 
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Version vom 5. März 2007, 09:28 Uhr

Die Insel La Gomera ist (nach El Hierro) mit 25 km Durchmesser die zweitkleinste der Kanarischen Inseln.

Rathaus von San Sebastián

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Hintergrund

La Gomera ist - wie auch die anderen Kanareninseln - vulkanischen Ursprungs, wobei sich die Vulkantätigkeit auf den Kanaren von Ost nach West entwickelt hat. Das heißt, La Gomera ist entstehungsgeschichtlich jünger als die östlichen Inseln Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa, aber älter als die westlicheren Inseln La Palma und El Hierro. Besiedelt wurde das Land vermutlich zwischen dem 5. und 3. Jhdt. v. Chr. von Berbern aus Nordafrika. Darauf weist die ursprüngliche Sprache der Guanchen (Ureinwohner der Kanaren) hin.

Ob Phönizier, Griechen und Römer die Inselgruppe kannten, ist unklar, es wird jedoch in diversen Schriften der Antike immer wieder auf eine Inselgruppe gleichen Namens Bezug genommen, oft in Zusammenhang mit dem sagenhaften Land Atlantis. Auch in zahlreichen arabischen, byzanthinischen und europäischen Schriften des Mittelalters wird auf die Inseln Bezug genommen.

Eroberungen begannen allerdings erst Anfang des 15. Jahrhunderts. Jean de Béthencourt, der im Auftrag der spanischen Krone bereits Lanzarote und Fuerteventura eingenommen hatte, scheiterte 1404 beim Versuch, La Gomera zu erobern, am massiven Widerstand der Ureinwohner. Beim zweiten Versuch der Eroberung unterwarfen sich ihm zwei der damals vier gomerischen Stämme, die anderen beiden Stämme leisteten allerdings noch bis zum Ende des Jahrhunderts erbitterten Widerstand.

Ab 1447 wurde die Familie Peraza vom spanischen König mit der "Grafschaft Gomera" belehnt, ab 1477 regierte Hernán Peraza d. J. Gegen dessen Schreckensregiment rebellierte die Bevölkerung 1488 und ermordete Hernán, woraufhin ihm seine Frau Beatriz de Bobadilla nachfolgte. Christoph Kolumbus, der widerholt vor seinen Reisen nach Amerika auf Gomera an Land ging, soll in die schöne Beatriz verliebt gewesen sein und seine Abreise aus diesem Grund wiederholt hinausgezögert haben.

Sprache

Spanisch. Allerdings wird in fast allen Geschäften und Restaurants auch Deutsch gesprochen. Vor allem im Valle Gran Rey und San Sebastián leben viele Deutsche und viele Geschäfte werden von Deutschen betrieben. Hin und wieder ist auch Englisch hilfreich.

Anreise

Internationale Fluglinien fliegen La Gomera nicht direkt an. Man erreicht die Insel am besten über Teneriffa mit der Fähre oder dem Schnellboot. Von Los Christianos aus fahren drei Gesellschaften mehrmals täglich nach San Sebastian auf Gomera. Am schnellsten ist die Überfahrt mit dem Fred Olsen Express, der außerdem die größten Schiffe betreibt und damit für potentielle SeekrankheitskandidatInnen sicherlich die beste Wahl ist. Alternative hierzu ist die im Juni 2006 in Betrieb genommene Fähre von Naviera Armas. Die Personenfähre Garajonay Express fährt allerdings neben San Sebastián auch dreimal täglich nach Playa de Santiago und Valle Gran Rey weiter.

Der kleine Flughafen bei Playa de Santiago wird nur von Gran Canaria und Teneriffa-Nord und nicht von Teneriffa Süd aus angeflogen.

Mobilität

Leider gibt es im Landesinneren nur wenige Busverbindungen. Das bequemste und beweglichste Verkehrsmittel ist sicher ein Mietauto, das man auf La Gomera kostengünstig bei verschiedenen Anbietern mieten kann. Aber Wanderungen mit Bus oder Autostop sind recht mühsam und mit Taxis auf die Dauer ziemlich teuer.

Sehenswürdigkeiten

  • Los Organos. Hierbei handelt es sich um einen freigewitterten Lavaschlot. Die typische sechseckige Struktur entstand durch Risse beim Abkühlen der Lava.

Aktivitäten

Wandern

Ein Muss für jeden Wanderer ist der Goldstadt Wanderführer. Rund 50 Wanderungen sind ausführlich beschrieben, und es gibt auch eine Wanderkarte dazu. Für Wanderer ist La Gomera ein Paradies!

Ein guter Ausgangspunkt ist das klimatisch sehr ausgeglichene Valle Gran Rey (der touristisch am besten erschlosse Ort auf La Gomera). Von dort aus lassen sich einige schöne Wanderungen machen und mit Bus, Mietauto oder Taxi ist man auch relativ schnell in den Bergen. Es empfiehlt sich aber auch, einige Tage den Norden als Ausgangspunkt für Wanderungn zu wählen (z.B. Hermigua, Agulo, Vallehermoso)

Zur Ausrüstung gehören unbedingt Wanderschuhe, warme Kleider und Regenschutz. In den Bergen kann es bei schlechtem Wetter empfindlich kühl werden! Des weiteren empfiehlt sich die Mitnahme eines Handys.

Einige interessante Wanderungen:

  • San Sebastian - Lomo Fragoso - San Sebastian
  • Degollada de Peraza (Höhenstrasse) - La Laja - Cruce de la Zarcita
  • Agulo - La Palmita - Agulo
  • La Calera - Arure
  • Chipude - Fortaleza - Alto de Garajonay - Chipude
  • Höhenstrasse - El Cedro - Höhenstrasse

2004/2005 wurden zahlreiche Wanderwege auf Gomera neu markiert. Zwei Hauptwege (Rund um die Insel und mitten über die Insel) sind rot-weiss markiert. Weitere Wege gelb-weiss. An allen wichtigen Startpunkten für Wanderungen wurden ausführliche Informationstafeln aufgestellt.

Whale Watching

La Gomera hat eine der größten Walpopulationen der Welt. Es gibt das ganze Jahr über die Möglichkeit, "sanftes Whalewatching" zu betreiben, das heißt, die Veranstalter verpflichten sich, bestimmte Richtlinien (Mindestabstand, kein laufender Motor in unmittelbarer Nähe der Wale und Delphine, keine Berührungen, kein Schwimmen, etc.) einzuhalten und außerdem eine Teil ihres Gewinnes an Organisationen zum Schutz von Walen abzuführen. Es gibt außerdem Bestrebungen, in den Küstengewässern von La Gomera ein Walschutzgebiet einzurichten. Generell ist anzuraten, sich vorher über den Betreiber zu informieren, ob er die Auflagen des sanften Whalewatchings erfüllt und gegebenenfalls lieber auf die Fahrt zu verzichten.

Walsichtungen sind beinahe garantiert, wobei es sich hauptsächlich um Grind- oder Pilotwale handelt, oft aber auch Delphine. Mit Glück kann sogar ein Pottwal gesichtet werden.

Küche

Ausgehen

Schlafen

Die Anzahl der Übernachtungsorte ist relativ beschränkt. Für Wanderer empfiehlt sich das Valle Gran Rey. Einige Übernachtungsmöglichkeiten gibt es auch im Norden der Insel (z.B. in Hermigua). Gute Hotels gibt es relativ wenige, gute Erfahrungen hat der Autor mit dem Hotel Parador **** (relativ teuer) in San Sebastian und dem Ibo Alfaro in Hermigua gemacht. Eine Buchung im voraus ist empfehlenswert, v.a. am Wochenende können freie Hotelbetten ausgesprochen rar sein und man muss nehmen, was es noch gibt. Auch ein **-Hotel kann ausgesprochen lausig sein (z.B. die fensterlose Pension Colon in San Sebastián).

Appartement und Studios/Zimmer mietet man am besten vor Ort. Man sollte sie unbedingt vorher genau ansehen, will man sich vor Überraschungen betreffend Sauberkeit, Ungeziefer, Lärm, etc. schützen. In der Hochsaison (um Weihnachten und Ostern) empfiehlt sich allerdings eine vorherige Buchung, will man die Nächte nicht im Auto oder in irgendeiner scheußlichen Absteige verbringen. Risikoreich sind auch Vermittlungsbüros. Sie können die schönsten Versprechungen machen und schlussendlich erhält man eine teure, aber erbärmliche Wohnung. Am besten nimmt man sich genug Zeit und klopft an die Türen von Häusern, die interessant scheinen.

Sicherheit

Klima

La Gomera hat ein sehr ausgeglichenes Klima: relativ milde Winter und nicht allzu heiße Sommer. Die durchschnittlichen Temperaturen schwanken über das Jahr nur um rund 5 bis 10 Grad und befinden sich fast immer im Bereich zwischen 18 und 26 Grad. Das gleiche gilt für die Schwankung zwischen Tages- und Nachttemperatur. Im Norden ist es allerdings auch öfters bewölkt und die zentralen Teile der Inseln können sogar als feucht eingestuft werden, weil dort die Wolken häufig hängen bleiben. Dies führt auch zu einer ausgesprochen Besonderheit der Insel - dem Regenwald.

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Weblinks

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