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Disentis: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 10. November 2019, 09:55 Uhr


Disentis/Mustér
Disentis
Lage
Lage von Disentis/Mustér
Disentis/Mustér
Disentis/Mustér
Kurzdaten
Bevölkerung: 2'250 (Dez. 2014)
Fläche: 90.98 km²
Höhe über NN: 920-3614 m.ü.M. (Piz Tödi)
Koordinaten: 46° 42' 16" N, 8° 51' 16" O 
Vorwahlnummer: 081
Postleitzahl: 7180

{{if|test=http://www.disentis.ch%7Cthen=%7C-

Website: offizielle Webseite von Disentis/Mustér

{{if|test=http://www.disentis-sedrun.ch%7Cthen=%7C-

Website: Tourismusseite
Im Notfall
Polizei: 117
Feuerwehr: 118
Notarzt: 144





Disentis, offiziell Disentis/Mustér ist einer der größeren Ortschaften / Dörfer im Kanton Graubünden in der Schweiz. Das Dorf mit rund 2400 Einwohnern steht an der Kreuzung Oberalppass/Lukmanierpass auf rund 1200 m.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Einheimischen sprechen Rätoromanisch, die vierte Landessprache der Schweiz, welche gleichzeitig offizielle Amtssprache in der Gemeinde ist. Disentis ist ein Kur- und Tourismusort und blickt auf eine 150 Jahre alte Tourismusgeschichte zurück: im Sommer stehen viele Kilometer Wege für Wanderer, Biker, Bergsteiger und Naturliebhaber zur Verfügung. Auch Goldschürfen im jungen Vorderrhein ist möglich. Im Winter führen Luftseilbahn und Sessellifte bis hoch hinauf auf fast 3000 m wo man eine wunderbare Aussicht auf die Bündner Bergwelt hat.

Disentis blickt auf eine 1400jährige Geschichte zurück. Damals, um 610 gründete der fränkische Mönch Sigisbert eine Einsiedelei an der Weggabelung Lukmanier- und Oberalppass. Daraus entstand ein Kloster, das bis heute von Mönchen bewohnt wird. Unter den deutschen Kaisern blühte das Kloster auf, erhielt immer mehr Macht und Einfluss. Im Mittelalter wurde die Klosterschule gegründet. Diese Ausbildungsstätte bietet noch heute einheimischen, aber auch auswärtigen Schülern die Möglichkeit, die Matura (Abitur) abzuschliessen. Das Kloster investiert regelmässig grosse Summen, damit Anlagen modernisiert werden können. So bietet das Haus für Schüler, aber auch Gäste, moderne Räumlichkeiten, sei es um sich aus- oder weiterzubilden oder einfach um die Klosterruhe zu geniessen. Disentis wurde 1872 zum Kurort, den die stärkste Radonquelle Europas linderte Gicht und Rheuma. So erbaute man das Kurhotel Disentiserhof. Das Hotel, im klassizistischem Stil erbaut, wurde Ende der 1970er leider abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Nach den neusten Plänen soll wieder ein Kurbad entstehen und Disentis kann den alten Glanz vielleicht wieder zurückerobern. Die Eröffnung ist für 2018 geplant. Weiter zur Geschichte unter [[1]

Anreise[Bearbeiten]

Die Anreise ist über drei Wege möglich. Von Nordosten her über ZürichChur – Reichenau - Flims. Diese Verbindung ist ganzjährig offen. Von Süden her über den Lukmanierpass via Lugano - Bellinzona - Biasca (Autobahn A2 Richtung Luzern/Basel, Ausfahrt Biasca). Diese Verbindung ist wetterabhängig und im Winter meistens möglich. Im Frühling bis späten Herbst ist zudem eine Verbindung gegen Westen offen, nämlich über den Oberalppass, also via Luzern - Göschenen - Andermatt (Autobahn A2 Richtung Lugano/Chiasso, Ausfahrt Andermatt).

Mit der Bahn ist Disentis via Zürich - Chur - Umsteigen auf die Rhätische Bahn - nach Disentis (Endstation), auf der anderen Seite via Lausanne - Brig - Umsteigen auf die Matterhorn Gotthard Bahn bis Disentis (Endstation) erreichbar. Auch der berühmte Glacier Express hält in Disentis.

Mobilität[Bearbeiten]

Disentis ist sehr gut auf der Strasse und mit der Bahn erreichbar. So treffen sich in Disentis die beiden Bahnen Rhätische Bahn RhB (von Osten) und Matterhorn Gotthard Bahn MGB (von Westen). Die Bahnverbindungen sind ganzjährig offen. Gegen Süden führt eine Postautoverbindung ins Tessin. Diese ist aber im Winter geschlossen. Während der Saison im Winter und Sommer fährt ein Gratis-Ortsbus, zudem können Logiergäste mit der Gästekarte gratis von der Seilbahn Disentis - Caischavedra und der Matterhorn Gotthardbahn (bis Oberalppass) Gebrauch machen.

Im Dorf selber steht seit Juni 2015 eine neue Signalisation für Gäste. Folgen sie den verschiedenen Wegen und entdecken Sie das Dorf und die Region. Tipps für die Mobilität im Dorf/in der Region:

  • Zum Sportzentrum oder zu den Bergbahnen: nimmt man die MGB bis zur Haltestation Acla da Fontauna (Halt auf Verlangen) In der Saison Ortsbus nehmen!
  • Segnas und Mumpé Tujetsch erreichen Sie ebenfalls mit der MGB
  • Das Postauto Richtung Lukmanierpass hält beim Klosterhof Salaplauna und beim Camping
  • einige Hotels und die REKA bieten Transportmöglichkeiten an
  • auch ein Taxiunternehmen gibt es im Ort

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Das älteste Benediktinerkloster der Schweiz wandelte Disentis zum kulturellen und politischen Zentrum der Region. Vor 1400 Jahren gegründet, beeinflusste es die Geschichte des Dorfes, der Gemeinde und der Region. Heute bietet das Kloster ein breites Angebot für Jung und Alt an sowie ein Gymnasium mit Matura-Abschluss. Im Laufe des Jahres 2015 wird die alte Plazidus Krypta der Öffentlichkeit zugängig gemacht. 2019, am Fest des Heiligen Martin, wird die Klosterkirche, nach dreijähriger Bauzeit, wieder für die Öffentlichkeit geöffnet. Es handelt sich um einer der ältesten Sakralbauten der Schweiz, wenn auch nur in den Grundmauern erhalten.

Benediktinerkloster Disentis
Hauptkirche St. Johann der Täufer
Russeinerbrücke: neue Strassen- und RhB-Brücke

Zu erwähnen sind aber noch weitere Sakralbauten: die größte barocke Pfarrkirche des Kantons Graubünden, die romanische Kapelle St. Agatha am Dorfrand, auf der alten Lukmanierroute, die barocke Kapelle in Acletta, die ganz spezielle Bauform der Kapelle in Disla mit ihrer oktagonallen Grundform. Insgesamt 14 Kirchen und Kapellen sind auf dem Gemeindegebiet zu finden, jedes Gotteshaus mit seinem eigenen Charme.

Architektonisch wichtig ist aber auch die im Jahre 1857 erbaute Russeinerbrücke, wie verschiedene Patrizierhäuser im Dorf. Da Disentis aus verschiedenen Weilern besteht, sind auch diese sehenswert. Oft sind dort alte oberländische Bauernhäuser anzutreffen, im Sommer meistens mit vielen Blumen geschmückt. Die vielen Ställe geben den kleinen Dörfern eine ganz spezielle Stimmung.

Im Mineralienmuseum Cristallina sind wunderschöne Bergkristalle aus der Region zu sehen und das Klostermuseum zeigt Leben und Werken in der Region. Nicht zuletzt soll auch die unberührte Bergwelt genannt werden: vielfältige Fauna und Flora, teilweise unter Naturschutz, eine imposante Bergwelt mit Quarz und Granit, Gletscher und Wälder bieten jedem die beste Voraussetzung, in sich einzukehren oder einfach zu genießen. Wilde Bäche und ruhige Bergseen laden zum verweilen ein, aber dienen auch, den Durst zu löschen.

Im neu eröffneten Festungsmuseum erhalten die Besucher Einblick in die Festungsanlagen der Stalusa. Dise Festungen wurden im ersten und zweiten Weltkrieg erbaut und gehörten zum Verteidigungsreduit der Schweiz. Ein Verein sorgt für die Instandstellung und ergänzt die Ausstellung immer wieder mit Waffen, die ebenfalls ausgestellt sind.

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Disentis als Sport- und Kurort bietet viele Freizeitmöglichkeiten. So steht vor allem ein breites Sportangebot auf dem Programm. Neben den üblichen Sportarten im großen Sportzentrum, welches ganzjährig offen ist, kann man im Sommer sehr gut wandern, klettern und biken. Rund 100 km Wanderwege in unberührter Natur, mit einer Fauna und Flora, in einer Bergwelt, gilt es zu erkunden. Ganz speziell sind Kletterabenteuer, aber auch Goldwaschen im Vorderrhein, denn dort gibt es natürliches Gold. Reich wird man sicher nicht, doch ein oder mehrere Goldplättchen sind schon zu finden. Zum Baden lädt auch der Fontanivassee beim Camping ein. Neben einem Wasserspielplatz, kann man natürlich auch schwimmen. Disentis gilt als Mekka für Paraglider. In den letzten Jahren fanden verschiedene Schweizer- wie Weltmeisterschaften statt. Die neue Seilbahn von Sedrun nach Cuolm da Vi, isn Skigebiet von Disentis, eröffnet neue Wandermöglichkeiten und fürht zu einer Aussichtsplattform mit Ausblick auf die gesamte Surselva nach Osten, und bis zum Gotthardgebiet nach Westen.

Für Kulturinteressierte gibt es Konzerte, Ausstellungen und Vorträge. Bekannt sind die Klosterforen, wo regelmäßig Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland auftreten.

Im Winter steht vor allem der Schneesport auf dem Programm. Doch auch nicht Skifahrer kommen zum Zug: Winterwanderwege, Schneeschuhwandern, Schlitteln (Rodeln), Iglus bauen sind nur einige der Möglichkeiten, die der Ort bietet. Das Skigebiet ist schneesicher, somit steht dem Alpinsportler Naturschnee bis auf 3000 M zur Verfügung. Bei guten Schneeverhältnissen im Dorf ist die längste Abfahrt vom Péz Ault nach Sontga Catrina offen. Ganze 12 km Abfahrtspiste sind dann zu bewältigen. Für die Kleinen steht in Sax eine Übungsanlage zur Verfügung. Disentis ist ein Geheimtipp für Freerider (oder eben auch nicht mehr). Seit Winter 2019/20 besteht eine Seilbahnverbindung von Sedrun zum Skigebiet. Somit ist das Gebiet von zwei Seiten erschlossen und mit der grossen Skiarena Sedrun- Andermatt verbunden. Hunderte Kilometer Pisten, wunderbare Aussichten und ein riesiges Skigebiet stehen dem Skisportler zur Verfügung. Die Schneesportschule bietet jedem Interessierten ein Programm an, darunter auch Skitouren. Disentis ist ein Geheimtipp für Freerider. Am Abend ist vielleicht Curling oder Eislaufen angesagt. Auch für nordische Sportler bietet Disentis Langlaufloipen an, darunter die berühmte Loipe Cadi von Disentis nach Trun, entlang des Vorderrheins, die durch wunderschöne Naturschutzgebiete führt.

Besonders zu empfehlen sind:

  • Klostermuseum
  • Mineralienmuseum Cristallina
  • Bergfahrt nach Caischavedra
  • Bergfahrt nach Cuolm da Vi (von Sedrun aus), im Sommer kombiniert mit einer Wanderung im hochalpinen Gebiet nach Caischavedra
  • Besuch romanische Kapelle St. Agatha
  • Besuch barocke Kapelle in Acletta
  • älteste Wollkarderei der Schweiz
  • auf Saumpfaden über die Via Lucmagn
  • Klosterhof Salaplauna (Besucherstall)
  • Festungsmuseum Stalusa

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Im Dorf gibt es mehrere Einkaufsmöglichkeiten. Neben COOP und Eurospar, Volg (hat lange und auch an Sonntagen geöffnet) gibt es Metzgereien und eine Bäckerei. Auch Mode- und Schuhgeschäfte, sowie mehrere Sportgeschäfte sind vorhanden. Post und Banken, sowie Vertretungen mehrerer Versicherungen sind auf Platz. Rund 50 KMUs runden das Angebot ab, sodass von der Informatik, Werkstätten und andere Leistungen alles abgedeckt ist.

Geheimtipp: viele Bauern verkaufen Hofprodukte direkt ab Hof. In Segnas können beim Bauernbetrieb Bucheli neben der Kirche frische Hofprodukte, bei der Fleischtrocknerei Sialm Bündner-Spezialitäten täglich gekauft werden. Auch die Sennerei in Salaplauna verkauft Berg- und Alpkäse.

Souvenirs, Bücher und Andenken erhalten sie in der Buchhandlung Hosang oder just daneben in der Boutique Fry. Ansichtskarten gibt es ebenfalls in der Papeterie, an den Kiosken, bei der Post oder in den Restaurants und Hotels.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Typisch ist die bündneroberländische Küche mit Capuns, Bizochels und weiteren Spezialitäten, die unbedingt probiert werden müssen. Die besten Capuns erhalten Sie im Hotel Alpsu, in der Stiva Grischuna, im Hotel La Furca oder im Hotel Rhätia. Versuchen Sie aber auch die Restaurants in Disla, Fontanivas und Segnas. Diese Familienbetriebe bieten ebenfalls lokale Spezialitäten an. Im Hotel Catrina bäckt ein Europameister die besten Pizzas und natürlich gibt es weitere Speisen im frisch renovierten Hotel. Ganz speziell ist sicher auch die St. Plazistube im Kloster Disentis. Serviert werden Eingenprodukte aus der Klosterbäckerei. Im Pilgersaal kann gut und günstig gegessen werde. Auch Trockenfleisch (Bündnerfleisch, Andutgel), sowie Nusstorten und weitere Spezialitäten gehören zur Auswahl. Serviert werden die Köstlichkeiten in den Restaurants und Hotels der Region, zu kaufen gibt es vor allem das Trockenfleisch in Disentis (Fleischtrocknerei Lozza oder Venzin) selber oder Segnas (Fleischtrocknerei Sialm).

Weitere Restaurants mit einer guten Küche finden man im Restaurant Cruna, im Bahnhofbuffet und im Surselva. Jedes Haus hat seine Spezialitäten, die sich lohnen, zu kosten. Wer hoch hinaus möchte, dem sei die neue Stiva Pius im Bergrestaurant Caischavedra empfohlen.

Auch das Kloster betreibt eine Pilgerstube, wo vor allem die Klosterbäckerei Leckerbissen zum Naschen bereitstellt, alles zu einem echten Klosterbier oder -wein.

Ausgehen[Bearbeiten]

Disentis ist sehr familienfreundlich. Das Angebot ist dementsprechend groß. Am Abend läuft eher weniger. Jugendliche treffen sich im Nanjiala oder in der Bar Catrina. Immer wieder finden jedoch größere Veranstaltungen im Sportzentrum statt.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Als Tourismusort besitzt Disentis mehrere Unterkünfte in Hotels und anderen Herbergen. Vom einfachen Ferienhaus bis zum gehobenen Zimmer ist alles vorhanden. Auch Gruppen finden ihren Platz. So stehen Plätze für kleine und große Gruppen zur Verfügung. Verschiedene Einheimische vermieten Ferienwohnungen in und um Disentis. Seit einigen Jahren betreibt die schweizerische Reisekasse REKA ein Feriendorf in Acletta. Vom Frühling bis zum späten Herbst ist zudem der Campingplatz Fontanivas geöffnet. Dieser Platz, umgeben von Wald und Wasser steht in der Nähe des jungen Vorderrheins Rheins und ist ein Geheimtipp für Camper.

Weiter geht's[Bearbeiten]

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