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Weißenburg in Bayern

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Weißenburg in Bayern

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Weißenburg in Bayern
Das Kulturzentrum (links) vom Kaiser-Ludwig-Brunnen aus gesehen
Lage
Lage von Weißenburg in Bayern
Weißenburg in Bayern
Weißenburg in Bayern
Kurzdaten
Bevölkerung: 17. 800 (2012)
Fläche: 97,55 km²
Höhe über NN: 422 m
Koordinaten: 49° 0' 54" N, 10° 34' 54" O 
Vorwahlnummer: 09141
Postleitzahl: 91781
Website: offizielle Webseite von Weißenburg in Bayern
Website: Tourismusseite
Im Notfall
Notruf: 112
Polizei: 110
Feuerwehr: 112
Notarzt: 19 222





Weißenburg in Bayern ist eine Stadt in Mittelfranken. Die ehemalige Römer- und Reichsstadt ist mit rund 18.000 Einwohnern die größte Stadt im südlichen Franken. Weißenburg liegt sowohl im nördlichen Naturpark Altmühltal, als auch im Fränkischen Seenland.

Hintergrund[Bearbeiten]

Weißenburg liegt in der Mitte des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Um das Jahr 90 n. Chr. bauten die Römer das Kastell Biriciana mit seinen Thermen, das zum UNESCO-Welterbe Limes gehört. Im 9. Jahrhundert wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Vom 13. Jahrhundert bis zum Jahr 1802 war Weißenburg eine Freie Reichsstadt. Heute zeugen das historische Stadtbild mit der weitgehend erhaltenen Stadtmauer, dem gotischen Rathaus, der Stadtkirche und dem Ellinger Tor von der Zeit als Handelsstadt und der Nähe zum wohlhabenden Nürnberg. Weißenburg hat eine guterhaltene Altstadt aus dem Mittelalter mit barocken und gotischen Bürgerhäusern, Fachwerkhäusern und Kirchen.

Anreise[Bearbeiten]

Auto[Bearbeiten]

Nördlich von Weißenburg fließt die B13 in die B12 ein und bildet eine Umgehungsstraße.

Flugzeug[Bearbeiten]

Die nächsten Flughäfen befinden sich in Nürnberg und München.

Bahn[Bearbeiten]

Weißenburg verfügt über einen eigenen Bahnhof an der Hauptstrecke Nürnberg-Augsburg mit halbstündlichem Halt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Ellinger Tor: Das Ellinger Tor aus dem 14. Jahrhundert ist das letzte noch vorhanden Tor der Stadtmauer und zierte schon zwei Briefmarken der Bundespost. Man kann es nur von außen besichtigen.
  • Altes Rathaus: Das Alte Rathaus befindet sich in der geografischen Mitte der Altstadt und wurde 1470 im gotischen Stil erbaut. Die Fassade des Gebäude reichlich geschmückt. Das Gebäude ist nicht öffentlich zugänglich.
  • Festung Wülzburg: Vor den Toren der Stadt befindet sich auf einem 643,8 m hohen Berg die im Jahr 1588 von den Hohenzollern erbaute Festung Wülzburg. Es zählt zu den schönsten Renaissance-Festungen Deutschlands und ist daher seit 1968 ein National bedeutendes Baudenkmal.
  • Bismarckturm: An einem steilen Hang des Rohrbergs befindet sich der 1911 vollendete Bismarckturm. Der Eintritt ist frei. Vom Turm hat man eine wunderschöne Aussicht auf das gesamte Weißenburger Umland.
  • Blaues Haus: Das Blaue Haus ist ein 1767 gebautes, in der Farbe Blau gehaltenes Gebäude. Im Gebäude befinden sich seit 1799 die Einhorn-Apotheke und seit einigten Jahren das Apothekenmuseum.
  • Wildbad Weißenburg: Das Wildbad wurde 1868 im klassizistischen Stil erbaut und dient heute als Veranstaltungssaal.
  • Lebküchnerhaus: Eine Lebküchnerei gab dem 1558 erbauten Fachwerkhaus Lebküchnerhaus seinen Namen. Das Gebäude ist bekannt für seine sehr geringe Grundfläche.
  • Alte Lateinschule: Das Fachwerkhaus der Alten Lateinschule mit seinen Renaissancefarbgebungen wurde 1580 erbaut und hatte den berühmten Johann Alexander Döderlein als Rektor.
  • Goldener Stern: Der Goldene Stern (Luitpoldstraße 16) wurde um 1315 erbaut und ist damit das älteste Bürgerhaus der Stadt. Im Haus befindet sich das Restaurant Goldener Stern.

Römische Bauwerke[Bearbeiten]

  • Kastell Biriciana: Das Römerkastell Biriciana wurde um das Jahr 90 erbaut und ist heute ein Teil des UNESCO-Welterbe Limes. Es befindet sich mitten im Stadtgebiet, ist für jedermann kostenlos und hat ein rekonstruiertes Tor, das zu einen der Wahrzeichen der Stadt geworden ist.
  • Römerthermen: Die Römerthermen wurden 1977 entdeckt und sind seit 1983 zu einem Museum ausgebaut. Die durch Rekonstruktionsarbeiten und Dokumentationen aufbereiteten Ruinen liegen unter einer der größten Zeltdachkonstruktionen Bayerns; die Anlage ist auf einem festen Rundweg begehbar.

Öffnungszeiten: April und Mai 09.00 bis 17.00 Uhr; Juni bis September 09.00 bis 18.00 Uhr; Oktober bis 06. November 09.00 bis 17.00 Uhr; Eintrittspreise: Erwachsene 1, 50 €; Kinder 1 €

Kirchen[Bearbeiten]

  • Stadtkirche St. Andreas: Die gotische St. Andreaskirche ist Weißenburgs höchstes Bauwerk, wurde 1327 erbaut und ist mit seinem extrem hohen Hallendach ein Meisterwerk der Süddeutschen Gotik. In der Kirche befindet sich die sog. Schatzkammer, wo man gratis die wertvollen Schätze der Kirche bewundern kann. Im Inneren der Kirche befindet sich auch das Weißenburger Konfessionsbild, das 1606 von Wolf Eisenmann gezeichnet wurde. Der Andreasturm, der Ostturm der Kirche, kann umsonst besichtigt werden, wenn man im benachbarten Römermuseum nach den Schlüsseln fragt.
  • Spitalkirche: Die Spitalkirche zum Heiligen Geist wurde 1447 erbaut, 1729 von Gabriel de Gabrieli barockisiert und zuletzt 2003 renoviert. Der Kirchturm, Spitaltor genannt, war früher eines der Tore der Stadt, der nach einer Stadterweiterung im 14. Jahrhundert sich innerhalb der Altstadt befand und deswegen nutzlos wurde, weswegen man es als Kirchturm umfunktionierte. Die Kirche ist mit Fresken und Secco-Malereien geschmückt.
  • Heilig-Kreuz-Kirche: Die Heilig-Kreuz-Kirche wurde 1964 durch den Architekten Alexander von Branca in Form eines griechischen Kreuzes erbaut.
  • Karmeliterkirche: Die 1729 barockisierte Kirche des ehemaligen Karmeliterklosters gehört seit 1976 der Stadt und lies 1983 das Kulturzentrum Karmeliterkirche mit Tagungs-, Ausstellungs- und Kongressgebäude eröffnen.

Brunnen[Bearbeiten]

In Weißenburg gibt es mehrere Brunnen. Die ältesten und bekanntesten sind der Schweppermannsbrunnen (um 1550 erbaut, mit denkmalgeschützter Reiterfigur von Seyfried Schweppermann) und der Kaiser-Ludwig-Brunnen (1903 erbaut zu Ehren von Ludwig dem Bayern).

Museen[Bearbeiten]

  • Apothekenmuseum: Im Kellergewölbe des Blauen Hauses befindet sich das Apothekenmuseum, der eine Apothekeneinrichtung aus dem 19. Jahrhundert zeigt. Darunter befinden sich die Materialien des Apothekers und Limesforschers Wilhelm Kohl und eine umfangreiche handgeschriebene Rezeptsammlung, die bei Umbauarbeiten gefunden wurden.

Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag:11.00 Uhr und 14.30 Uhr; Mittwoch und Samstag: 11.00 Uhr; Besichtigung nur mit Führung.

  • Reichsstadtmuseum: Im Reichsstadtmuseum wird die Heimatgeschichte Weißenburgs erzählt. Die Eintrittskarten kann man im benachbarten Römermuseum kaufen.

Öffnungszeiten: Mo - So 10 bis 17 Uhr; ohne Führung

  • Römermuseum: Durch den 1979 gefunden „Weißenburger Römerschatz“, der aus mehr als 120 Spitzenprodukten antiken Kunsthandwerks, zu einem großen Teil aus Metallartefakten, besteht, beschloss man den Römermuseum zu gründen, mit den Schwerpunkten der vor- und frühgeschichtlichen Kulturen der Region.

Öffnungszeiten: täglich 10.00 - 12.30 und 14.00 - 17.00 Uhr; Januar und Februar geschlossen; ohne Führung

Plätze[Bearbeiten]

Die drei großen Plätze der Stadt sind der Platz Am Hof, der Marktplatz und die Luitpoldstraße.

Mobilität[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Die Weißenburger Kirchweih wird seit 1455 gefeiert und gehört daher zu den ältesten Volksfesten in Mittelfranken. Mit geschätzten 70.000 Besuchern ist es die größte Kirchweih im südlichen Franken. Während der Kirchweihzeit finden viele Veranstaltungen (Radrennen, Boxkämpfe, Hunderennen…) statt.
  • Der Festspielsommer im Bergwaldtheater findet jährlich im 1928 erbauten und aus 1232 Plätzen bestehenden Bergwaldtheater am Rande der Stadt statt.
  • An Weihnachten findet immer der Andreasmarkt, ein Weihnachtsfest am Vorplatz der Stadtkirche, statt.

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Weiter geht's[Bearbeiten]