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Vulkanpark Eifel

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Der Vulkanpark Eifel liegt in der östlichen Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz

Logo des Vulkanparks im Landkreis Mayen-Koblenz
Karte des Vulkanparks mit den einzelnen Stationen
Geysir Andernach
Das Römerbergwerk Meurin bei Kretz
Die Lavakeller 32 m unter Mendig
Die Wingertsbergwand nahe dem Laacher See
Rekonstruktion des Tumulus von Nickenich

Regionen[Bearbeiten]

Der Vulkanpark im Landkreis Mayen-Koblenz ist ein Zusammenschluss aus 5 musealen Einrichtungen und 20 Landschaftsdenkmälern. Das Gebiet ist geprägt durch zahlreiche Vulkanausbrüche und Steinbrüche. Hier entstand mit dem Ausbruch des Laacher-See-Vulkans vor 13.000 Jahren Deutschlands jüngste Vulkanlandschaft. Heute informiert der Vulkanpark in 5 musealen Einrichtungen über die Geschichte der vulkanischen Osteifel und über den Abbau vulkanischen Gesteins. An 20 Landschaftsdenkmälern kann man sich die Zeugnisse der vulkanischen Geschichte unter freiem Himmel anschauen.

Anreise[Bearbeiten]

Anfahrt zum Infozentrum Das Infozentrum in Plaidt/Saffig erreichen Sie über die A 61 Abfahrt Plaidt (36) und über die A 48 Abfahrt Ochtendung (8). Folgen Sie den braunen Schildern Vulkanpark i-Zentrum.

Anfahrt zum Römerbergwerk Sie erreichen das Römerbergwerk über die A 61 Abfahrt Kruft (35). Folgen Sie auf der B256 den braunen Schildern „Route blau“. In Höhe des Ortes Kretz weist ein Schild (Vulkanpark Römerbergwerk Meurin) den Weg. Ihre Anfahrt zum Lava-Dome mit Lava-Kellern Fahren Sie auf der A 61 bis zur Ausfahrt Mendig (34) und verlassen Sie hier die Autobahn. Ab hier folgen Sie bitte der Beschilderung „Route Rot“ bzw. Lava-Dome. Von der A 48 kommend nehmen Sie die Abfahrt Mayen und fahren Richtung Mayen und Mendig. Auch hier weisen Hinweisschilder den Weg.

Anfahrt zum Geysir Andernach Aus Richtung Köln: Fahren Sie die A61 in Richtung Koblenz. Verlassen Sie die A61 an der Ausfahrt Kruft/ Neuwied/ Weissenthurm/ Andernach und folgen Sie der B256 in Richtung Andernach. Diese mündet später in die K47. Fahren Sie auf der Koblenzer Straße in Richtung Stadtmitte. Biegen Sie rechts ab auf die Konrad-Adenauer-Allee. Aus Richtung Frankfurt: Fahren Sie die A3 bis zum Autobahndreieck Dernbach. Wechseln Sie auf die A48 in Richtung Koblenz. An der Anschlussstelle Koblenz Nord wechseln Sie auf die B9 in Richtung Koblenz Nord/ Bonn/ Andernach/ Mülheim-Kärlich. Nehmen Sie die Abfahrt Mayen/ Andernach-Ost/ Weissenthurm-Nord und wechseln auf die K47 in Richtung Andernach. Fahren Sie auf der Koblenzer Straße in Richtung Stadtmitte. Biegen Sie rechts ab auf die Konrad-Adenauer-Allee. Aus Richtung Mainz/ Ludwigshafen: Fahren Sie die A61 in Richtung Koblenz. Wechseln Sie am Autobahnkreuz Koblenz auf die A 48 in Richtung Frankfurt/ Koblenz. An der Anschlussstelle Koblenz-Nord wechseln Sie auf die B9 in Richtung Bonn/ Andernach. Nehmen Sie die Abfahrt Mayen/ Andernach-Ost/ Weißenthurm-Nord und wechseln auf die K47 in Richtung Andernach. Fahren Sie auf der Koblenzer Straße in Richtung Stadtmitte. Biegen Sie rechts ab auf die Konrad-Adenauer-Allee.

Anfahrt zu Terra Vulcania Aus nördlicher Richtung über die A61, Abfahrt Mendig, B258 bis Ausfahrt Mayen/Ost, K 26 Richtung Mayen-Zentrum, am 1. Kreisel 1. Ausfahrt rechts in Richtung Lokhallen, Straße "Am Wasserturm" bis Abzweigung rechts "An den Mühlsteinen". Von der A48, Abfahrt Mayen, B262 bis Ausfahrt Mayen/Ost, K 26 Richtung Mayen-Zentrum, am 1. Kreisel 1. Ausfahrt rechts in Richtung Lokhallen, Straße "Am Wasserturm" bis Abzweigung rechts "An den Mühlsteinen".

Landschaftsdenkmäler[Bearbeiten]

Zu den 5 Museen gehören auch 19 Landschaftsdenkmäler zum Vulkanpark. Diese sind alle jederzeit frei zugänglich. Anfahrt zu den Landschaftsdenkmälern Da die Landschaftsdenkmäler keine Adressen haben, sondern – wie der Name schon sagt – frei in der Landschaft stehen, haben wir für Sie die GPS-Koordinaten zusammengetragen, mit Hilfe derer Sie zu den jeweiligen Parkplätzen in der Nähe der Denkmäler gelangen:

Orte[Bearbeiten]

Infozentrum Plaidt/Saffig[Bearbeiten]

Das Vulkanpark Infozentrum in den Ortgemeinden Plaidt und Saffig ist die erste Anlaufstelle für Besucher des Vulkanparks. Von hier aus lässt sich der Aufenthalt in der vulkanischen Osteifel planen und man erhält einen ersten Einblick in die Geschichte des Vulkanismus und des Gesteinsabbaus.</nowiki> Die Ausstellung ist in mehrere Teilbereiche gegliedert. Der erste Bereich beschäftigt sich mit der Entstehung der Osteifel durch verschiedene Vulkanausbrüche. Anhand großer Leuchtbilder und einem Film erfährt der Besucher viel Wissenswertes über die Ausbrüche vor 200.000 Jahren und dem schweren Ausbruch des Laacher-See-Vulkans vor 13.000 Jahren. Viele Original-Exponate wie z.B. eine Basaltbombe sind ausgestellt und mit vielen Informationen versehen. Im zweiten Teil der Ausstellung dreht sich alle um die 7.000 jährige Geschichte des Gesteinsabbau in der Osteifel. Ein 3D-Bild auf dem Boden mitten im Raum erweckt den Anschein, als könne man von hier aus direkt unter die Erde gehen. Auch hier gibt es spannende Ausstellungsgegenstände wie z.B. ein Nachbau eines römischen Lastenschiff. Auch ein Außengelände ist vorhanden. Der sogenannte Stein- und Erlebnisgarten hinter dem Hauptgebäude animiert zum Mitmachen. Ein Summstein, eine riesige Basaltbombe und ein Steinxylophon können ausprobiert werden.

  • Infozentrum Plaidt/Saffig, Rauschermühle 6, 56637 Plaidt, 02632-98750 (). Sommer 16.03. – 03.11. Montags geschlossen, Montags in den Schulferien RLP + NRW 09.00 – 17.00 Uhr, Dienstags – Sonntags, Feiertags 09.00 – 17.00 Uhr, Winter 03.11. – 15.03. Montags geschlossen, Dienstag bis Sonntag 11.00 – 16.00 Uhr, Montags in den Schulferien RLP + NRW.  edit

Römerbergwerk Meurin[Bearbeiten]

Das Römerbergwerk Meurin bei Kretz ist das größte Untertage-Tuffbergwerk nördlich der Alpen. Im 2.000 Jahre alten Bergwerk wurde weißer Tuffstein abgebaut, der aus den Ablagerungen des Laacher-See-Vulkans entstanden ist. Die freigelegten Stollen befinden sich unter einer futuristischen freitragenden Kuppel. Durch einen kleinen Tunnel gelangt man in das Innere des Bergwerks. Man kann sich an der Kasse einen Audio-Guide ausleihen und so an 29 Erzählstationen selbstständig durch die originalen Schächte und Gänge gehen. In einem Stollen wird ein Film über das Leben und Arbeiten der alten Römer im Tuffbergwerk gezeigt. Von einem großen Holzsteg aus kann man das ganze Bergwerk überschauen und gelangt schließlich in den Außenbereich. Hier bekommen die Besucher anhand der Steinmetzhütte, Werkzeugschmiede und einer original rekonstruierten Krananlage einen lebhaften Eindruck von der antiken Arbeitsweise.

  • Römerbergwerk Meurin, Nickenicher Straße (an der B256) 56630 Kretz, 02632-9875-0 (), [1]. Öffnungszeiten Sommer 16.03. – 03.11., Montags geschlossen, Montags in den Schulferien RLP + NRW 09.00 – 17.00 Uhr, Dienstags – Sonntags, Feiertags 09.00 – 17.00 Uhr, Winter bis 22.3. geschlossen, Für Gruppen nach vorheriger Anmeldung geöffnet.  edit

Lava-Dome und Lavakeller Mendig[Bearbeiten]

Der Lava-Dome in Mendig ist ein Erlebnismuseum rund um das Thema Vulkanismus. Aufgeteilt in verschiedene Bereiche beginnt man als Besucher mit einem interaktiven Film. Hier wird die Geschichte der Vulkanausbrüche in der Osteifel mit einem „echten“ Vulkanausbruch inszeniert.

Der zweite Teil der Ausstellung ist zum aktiv mitmachen. An großen Experimentiertischen können die Besucher selber erleben, wie Vulkane funktionieren. Für Kinder gibt es Mini-Vulkane zum Klettern und eine Stein- und Mineraliensammlung. Der letzte Teil der Ausstellung, der Bereich „Zeit der Vulkane“, wartet mit sprechenden Steinen und einem Rundkino auf, in dem eine inszenierte Nachrichtensendung den nächsten Vulkanausbruch ankündigt.

Nach der Ausstellung besteht die Möglichkeit, in die berühmten Lavakeller von Mendig zu gehen. Hier kann man allerdings nur mit einer Führung runter. 30 Meter unter der Erde erstreckt sich hier ein Netz aus Gängen auf einer Fläche von fast 3 Quadratkilometern. Hier steht der Besucher mitten in einem erkalteten Lava-Strom und kann sich die Spuren des frühen Basaltabbaus ansehen. Hier lagerte einst das Bier von den 28 Brauereien aus Mendig.

  • Lava-Dome und Lavakeller Mendig, Brauerstraße 1, 56743 Mendig, 02652 9399222, [2]. Montags geschlossen, Montags in den Schulferien RLP + NRW 10.00 – 17.00 Uhr, Dienstags – Sonntags, Feiertags 10.00 – 17.00 Uhr, Der Lava-Dome ist geschlossen: vom 9. Dezember bis einschl. 25. Dezember (Gruppen auf Anfrage), am Neujahrstag, ab Ende der Weihnachts-/Winterferien (RLP+NRW) bis einschl. 31. Januar und Karneval von Schwerdonnerstag bis einschl. Veilchendienstag.  edit

Geysir Andernach[Bearbeiten]

In Andernach erwartet den Besucher eine dreiteilige Attraktion aus Erlebniszentrum, Schifffahrt und Geysir. Die Tour beginnt im Erlebniszentrum Geysir Andernach wo man sich auf die Reise eines CO2 Moleküls beginnt. Die erste Station ist die Fahrt mit einem Fahrstuhl „4000 Meter unter die Erde“. In den verschiedenen Ausstellungsbereichen erfährt man alles über die Funktionsweise von Geysiren aber auch über den Vulkanismus im Allgemeinen und die Bedeutung von CO2. Das Museum ist zum Mitmachen gedacht. So gut wie alle Exponate können ausprobiert werden wie Beispielsweise die Funktionsweise des Kaltwassergeysirs an großen Wassersäulen oder der Weg des CO2 Moleküls durch einen dunklen engen Gang.

Nach der Ausstellung geht es mit dem Schiff über den Rhein zum auf einer Halbinsel gelegenen Naturschutzgebiet Namedyer Werth. Die Fahrt dauert nur. 15 Minuten. Auf der Halbinsel befindet sich dann der größte Kaltwassergeysir der Erde. Auf einem kleinen Fußweg durch das Naturschutzgebiet gelangt man zu dem Geysir Andernach. Nach kurzer Wartezeit schießt dieser dann auch bis zu 60 Meter in die Höhe und spuckt für mehrere Minuten Wasser. Danach geht es mit dem Schiff wieder zum Erlebniszentrum.

  • Geysir Andernach, Konrad-Adenauer-Allee 40, 56626 Andernach, 02632-9580080 (), [3]. Ende März - 31. Oktober Montag - Sonntag 09:00 – 17:30 Uhr. Die Abfahrtszeiten des Schiffes sind: 11:15 Uhr, 13:05 Uhr, 15:00 Uhr und 17:00 Uhr.  edit

Terra Vulcania in Mayen[Bearbeiten]

Das Erlebniszentrum Terra Vulcania in Mayen widmet sich der 7.000-jährigen Geschichte des Basaltabbaus. In der Ausstellung wird der Besucher zum Bergarbeiter und kann die verschiedenen Arbeitsschritte des Gesteinsabbaus selber testen. Viele Originalexponate der früheren Layer werden ausgestellt und in einem kleinen wird in einer Mischung aus Daumenkino, Zeichentrick- und Realfilm sowie Computer-Animationen gezeigt, wie der Mensch die durch Vulkanausbrüche geprägte Landschaft nutzte und immer wieder veränderte. Zum Abschluss kann sich der Besucher in ein Klassenzimmer setzen und die Prüfung zum Bergarbeiter ablegen. Die in der Ausstellung inszenierte Vulkanlandschaft befindet sich auch ganz real gleich nebenan: Das Freigelände im Mayener Grubenfeld führt in eine bizarre Bergbaulandschaft mit Abbauspuren unterschiedlicher Epochen, den Skulpturenpark Lapidea und den Silbersee. Hier kann man sich frei aufhalten und Abbauspuren selber entdecken.

  • Terra Vulcania, An den Mühlsteinen 7, 56727 Mayen, 02651-491506 (). Öffnungszeiten vom 15.02.2013 – 31.10.2013, Montags geschlossen,vMontags in den Schulferien RLP + NRW 10.00 – 17.00 Uhr, Dienstags – Sonntags, Feiertags 10.00 – 17.00 Uhr.  edit

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Neben den kulturellen Aktivitäten bieten sich vor allem ausgedehnte Rad- und Wandertouren im Vulkanpark an. Der Vulkanpark-Radweg führt auf 33 Kilometern entlang vieler der Landschaftsdenkmäler und verbindet die 5 Museen auf schöne und entspannte Weise. Start ist das Rheinufer in der Bäckerjungenstadt Andernach, direkt beim Geysir Andernach. Über Mendig geht es nach Mayen ins Zentrum der vulkanischen Osteifel. Gerade für Familien mit Kindern ist der Radweg bestens geeignet, denn die weitgehend autofreie Strecke führt über meist asphaltierte Radwege, gut zu befahrende Wirtschaftswege und kleinere Straßen.

Wandern ist im Vulkanpark auch ein großes Thema. Hier befinden sich unteranderem Touren der „Traumpfade“, also ausgezeichnete Wanderwege auf überwiegend naturnahen Pfaden.

Der „Vulkanpfad“ führt entlang der Lava-Ströme des Bellerbergvulkans und lädt zu einer genussvollen Reise in die Entstehungsgeschichte der Osteifel und die Zeit der Steinindustrie ein.

• Länge: 6,6 km • Gesamtaufstieg: 234 Höhenmeter • Dauer 2:00 Stunden • Parkmöglichkeit und empfohlener Start: Ettringer Hochsimmerhalle

Der Traumpfad „Booser Doppelmaartour“ führt durch eines der größten Naturschutzgebiete in Rheinland-Pfalz. Traumhafte Ausblicke auf weite Maare, Vulkankuppen in reizvoller Eifellandschaft und eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt erwarten die Wanderer bei dieser Rundtour. • Länge: 9,1 km • Gesamtaufstieg: 146 Höhenmeter • Dauer 2:40 Stunden • Parkmöglichkeit und empfohlener Start: Vulkanparkstation Booser Doppelmaar

Der "Pellenzer Seepfad" bietet nicht nur Wandervergnügen auf hohem Niveau, sondern auch einzigartige Einblicke in die vulkanische Vergangenheit am Eppelsberg. Am Ufer des Laacher Sees gibt es schließlich Vulkanismus live: Hier blubbert CO2 aus der unterirdischen Magmakammer empor. Ein Weg voller Abenteuer! • Länge: 16 km • Gesamtaufstieg: 594 Höhenmeter • Dauer 5:45 Stunden • Parkmöglichkeit und empfohlener Start: Parkplatz am Tumulus in Nickenich

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Weiter geht's[Bearbeiten]