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Istanbul

3.564 Bytes hinzugefügt, 21:23, 15. Feb. 2013
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'''Istanbul''' (Türkisch: İstanbul, früher Konstantinopelund davor Byzanz) ist sowohl aus kultureller, als auch aus wirtschaftlicher Perspektive die wichtigste und vielseitigste Stadt der [[Türkei]]. Die Stadt breitet sich zu beiden Seiten des Bosporus aus und erstreckt sich somit über zwei Kontinente. Über die Einwohnerzahl herrscht mehr oder weniger Unklarheit, Schätzungen liegen zwischen etwa 12 und 16 Millionen Einwohnern, was bedeutet, dass Istanbul auch eine der größten Städte Europas und der Welt ist. Bis zur Republikgründung war Istanbul die Hauptstadt des Osmanischen Reiches, dies wurde nun aus strategischen Gründen [[Ankara]]. Aufgrund der römischen, griechischen und osmanischen Geschichte bietet Istanbul eine Vielzahl an kulturellen Attraktionen.
== Stadtteile ==
* [[Istanbul/Zeytinburnu|Zeytinburnu]]
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Eine gute Quelle für Infos:
[http://istanbul-tourist-information.com/
]
== Hintergrund ==
Auf Grund seiner strategisch günstigen Lage an der Meerenge zwischen Schwarzem und Marmara Meer mit dem Goldenen Horn als natürlichen Hafen gründeten die Griechen um 660 v. Chr. die Stadt Byzantion. In den folgenden Jahrhunderten stand die Stadt unter verschiedenen Einflüssen, bis es sich um 146 v. Chr. als freie Stadt mit Rom verbündet. Unter Kaiser Konstantin dem Großen (306 - 337 n. Chr.) wurde das Christentum zur Staatsreligion und die Stadt zum "Neuen Rom", wenig später setzte sich der Name Konstantinopel durch. 476 n. Chr. zerfiel das Weströmische Reich, hingegen blieb das Oströmische Reich mit Konstantinopel als Hauptstadt noch knapp 1000 Jahre bestehen. Während der Kreuzzüge (1095 - 1204) wurde die Stadt von den "christlichen Rittern" geplündert. Später rückten Völker aus dem Osten in Kleinasien vor und eroberten weite Teile des Oströmischen Reiches, bis letztendlich nur mehr Konstantinopel übrig blieb, welches schließlich 1453 von den Türken eingenommen wurde und von nun an İstanbul hieß. Nun wurde das Osmanische Reich zur Weltmacht, deren Expansion erst mit der fehlgeschlagenen Belagerung von Wien um 1683 endete. Im 19. Jhdt. musste das Osmanische Reich zahlreiche Niederlagen einstecken und verlor weite Gebiete, Griechenland wurde unabhängig, die Balkanstaaten etablierten sich. Während des Ersten Weltkrieges stand die Türkei an der Seite Deutschlands und seiner Verbündeten und wurde schlussendlich von alliierten Truppen besetzt und sollte komplett zerschlagen werden. Unter dem türkischen General Mustafa Kemal Paşa (Atatürk) organisierten die Türken erfolgreich den Widerstand und gründeten 1923 die Türkische Republik. Die Türkei bekam eine moderne Verfassung nach westeuropäischem Vorbild, İstanbul verlor seinen Status zugunsten von Ankara als Hauptstadt der jungen Republik. Jahrzehntelang dämmerte İstanbul nun im Halbschlaf vor sich hin, ehe in den 1990er Jahren ein Aufschwung begann, der sich bis heute stark beschleunigt und die Stadt bezüglich Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum weltweit in das Spitzenfeld gebracht hat.
== Anreise ==
Istanbul-Atatürk (türkisch: ''Atatürk Hava Limanı'') ist der größte und wichtigste Flughafen der Stadt und des Landes und liegt im europäischen Teil etwa 18 km westlich des Stadtzentrums. Er dient unter anderem als Drehkreuz der nationalen Fluggesellschaft ''Turkish Airlines''.
Folgende Fluggesellschaften fliegen Istanbul-Atatürk aus dem deutschsprachigen Raum direkt Raum an:
* '''Austrian Airlines''' aus Wien
* '''Lufthansa''' aus Frankfurt am Main, Berlin, München und Düsseldorf
* '''Swiss''' aus Zürich
* '''Turkish Airlines''' aus Berlin-Tegel, Bremen ''(ab April 2012)'', Köln/Bonn, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Leipzig/Halle ''(ab Mai 2012))'', München, Nürnberg, Stuttgart, Wien , Basel und Zürich Vom Atatürk Flughafen aus gibt es verschiedene Möglichkeiten, um in die Stadt zu gelangen. Ein Taxi kostet etwa 35 TL (ca. 18 Euro), der Expressbus ''Havaş Otobüs'' fährt alle halbe Stunde nach Taksim und kostet etwa 5 Euro. Außerdem startet von hier die ''Hafif Metro''. Vor allem bei starkem Verkehr und dem häufigen Stau auf Istanbuls Straßen ist diese eine schnelle und preiswerte Alternative. Für 6.00 TL (umgerechnet etwa 2,60 Euro) kann man mit der ''Hafif Metro'' und der Tram innerhalb von weniger als einer Stunde vom Flughafen aus die Innenstadt erreichen. Man folgt den Anzeigetafeln zur Hafif Metro und kauft sich beim Automaten pro Person zwei Jetons, hier "Token" genannt um je 3.00 TL. (Der Automat nimmt auch Scheine, da der Automat aber die häufig zerknitterte Scheine nicht akzeptiert, ist es empfehlenswert sich am Flughafen gleich auch Münzen einzutauschen.) Nach Einwuf eines Jetons kann man das Drehkreuz passieren. Man steigt beim sechsten Stop '''Zeytinburnu''' aus und hält sich rechts, dann passiert man nach Einwurf des zweiten Jetons das Drehkreuz zur Tram, die von hier aus in die Innenstadt startet. Nach etwa einer Dreiviertelstunde erreicht man das historische Zentrum '''Sultanahmet''', wenige Minuten später ''Eminönü'' (Hafen links und rechts der Galatabrücke am Südufer des Goldenen Horns) und schließlich die Endstation ''Kabataş'' nördlich des Goldenen Horns am Bosporus. Die Stationen werden vor jedem Stop durchgesagt, außerdem ist die Reihenfolge der Haltestellen in der Tram angeschlagen. (Stand vom Oktober 2010)
Vom Atatürk Sollte man sich mal für eine längere Zeit am Flughafen aus gibt es verschiedene Möglichkeitenaufhalten müssen sei geraten, um in die Stadt zu gelangen. Ein Taxi kostet etwa 35 TL Terminal B (ca. 18 Euronational)aufzusuchen, der Expressbus ''Havaş Otobüs'' fährt alle halbe Stunde nach Taksim und kostet etwa 5 Euro. Außerdem startet von hier denn dort sind die ''Hafif Metro''. Vor allem bei starkem Verkehr Preise für Getränke und dem häufigen Stau auf Istanbuls Straßen ist diese eine schnelle Speisen billiger und preiswerte Alternative. Für 3.00 TL (umgerechnet etwa 1,50 Euro) kann man mit der ''Hafif Metro'' und der Tram innerhalb von weniger als einer Stunde vom Flughafen aus die Innenstadt erreichen. Man folgt den Anzeigetafeln zur Hafif Metro und kauft sich beim Automaten pro Person zwei Jetons, hier "Token" genannt um je 1.75 TL. (Der Automat nimmt auch Scheine, da der Automat aber die häufig zerknitterte Scheine nicht akzeptiert, ist es empfehlenswert sich am Flughafen gleich auch Münzen einzutauschen.) Nach Einwuf eines Jetons kann man das Drehkreuz passieren. Man steigt bem sechsten Stop '''Zeytinburnu''' aus und hält sich rechts, dann passiert man nach Einwurf des zweiten Jetons das Drehkreuz zur Tram, die von hier aus in die Innenstadt startetgibt kostenloses W-Lan. Nach etwa einer Dreiviertelstunde erreicht man das historische Zentrum '''Sultanahmet''', wenige Minuten später ''Eminönü'' (Hafen links und rechts der Galatabrücke am Südufer des Goldenen Horns) und schließlich die Endstation ''Kabataş'' nördlich des Goldenen Horns am Bosporus. Die Stationen werden vor jedem Stop durchgesagt, außerdem ist die Reihenfolge der Haltestellen in der Tram angeschlagen. (Stand vom Oktober 2010)
==== [http://www.sgairport.com/ Flughafen Istanbul-Sabiha Gökçen (SAW)] ====
Seit 2001 gibt es auf der asiatischen Seite, etwa 30 km südöstlich des Stadtteiles ''Üsküdar'', den Flughafen Istanbul-Sabiha Gökçen (türkisch: ''Sabiha Gökçen Hava Limanı''), der vorwiegend von Billig- und Charterfluggesellschaften angeflogen wird und darüberhinaus auch dem Inlandsverkehr dient.
Folgende Fluggesellschaften fliegen Istanbul-Sabiha Gökçen aus dem deutschsprachigen Raum direkt Raum an:
* '''easyJet''' aus Basel
* '''germanwings''' aus Berlin-Schönefeld, Dortmund, Köln/Bonn, und Stuttgart''(jeweils saisonal)''
* '''Pegasus Airlines''' aus Basel, Berlin-Schönefeld, Köln/Bonn, Düsseldorf, Frankfurt am Main, München, Stuttgart, Wien und Zürich
* '''SunExpress''' aus Berlin-Schönefeld, Berlin-Tegel, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Münster/Osnabrück, München, Stuttgart, Wien und Zürich
* '''Turkish Airlines''' aus Frankfurt am Main, Stuttgart, Düsseldorf und Zürich
Auch vom Flughafen Sabiha Gökçen aus gibt es Flughafenbusse ([http://www.sabihagokcen.aero/flashes/UlasimHaritasiEN.swf Karte: Havaş-Busrouten]) zum Taksim-Patz. Der Bus E10 KADIKÖY-KURTKÖY fährt für 3 TL zum Hafen in Kadiköy ([http://harita.iett.gov.tr/en/?hat=10E# Fahrplan]), von wo man mit der [[#Mobilität|Fähre]] auch den europäischen Teil zügig erreichen kann.
=== Bahn ===
Die Zeiten einer direkten Verbindung von Deutschland über Österreich nach Istanbul (Istanbul-Express) sind seit der Jugoslawien -Krise vorerst einmal vorbei. Die internationalen Züge aus Europa kommen am Sirkeci -Bahnhof im Stadteil [[Sultanahmet]] an.
Von München aus erreicht man Istanbul mit der Bahn am schnellsten über Wien nach etwa 39,5 Stunden mit zweimaligem Umsteigen in Budapest und Sofia.
Direkte Bahnverbindungen nach bzw. von Istanbul gibt es nach Belgrad (ca. 23 Std.), Sofia (ca. 12,5 Std.), Bukarest (ca. 19,5 Std.) und Thessaloniki (ca.12,5 Std. mit dem Nachtzug "Dostluk Ekspress", Freundschafts Express, ca. € 48.--). Seit dem 13. Februar 2011 hat die Griechische Eisenbahn, wegen der griechischen Finanzkrise, alle Zugverbindungen ins Ausland auf unbestimmte Zeit eingestellt.
Züge nach Asien fahren am Haydarpaşa -Bahnhof ab. Um von dem einen zum anderen Bahnhof zu gelangen, muss man mit der Fähre über den Bosporus fahren. Zur Zeit ist ein Eisenbahntunnel unter dem Bosporus durch in Bau, dessen Fertigstellung (2014) sich verzögert, da bei den Bauarbeiten sensationelle archäologische Funde gemacht wurden. Von Haydarpaşa aus startet der sogenannte "Trans-Asia-Express" einmal die Woche (Dienstag Nacht 23.30 Uhr) nach Teheran, eine gute Gelegenheit, um in den Osten der Türkei zu gelangen. Gute Verbindungen gibt es mehrmals täglich nach Ankara, teilweise schon über eine neue Hochgeschwindigkeitstrasse, auf der moderne Züge eine Geschwindigkeit von 250 km/h erreichen. (Stand 2010)
=== Bus ===
Nach wie vor wirkt der Straßenverkehr in Istanbul auf einen Mitteleuropäer völlig chaotisch. Der Innenstadtbereich ist geprägt von engen und oft steilen Gassen mit Kopfsteinpflaster und Schlaglöchern. Nur wenige breite und mehrspurige Straßen müssen den teilweise sehr starken Verkehr aufnehmen, oft gibt es Stau und man kommt nur sehr langsam voran. Der Fahrstil ist rasant, Verkehrsregeln werden kaum beachtet, selbst rote Ampeln werden oft überfahren, Geschwindigkeitsbegrenzungen so gut wie nie eingehalten. Man kann nicht sagen, dass aggressiv gefahren wird, irgendwie passt jeder auf jeden auf, aber es wird erwartet, dass man - wenn man nicht gerade staubedingt steht - im Verkehrsstrom ebenso rasant "mitschwimmt". Für einen ortsunkundigen Fahrer bedeutet dies Stress pur, da man, wenn man "zu langsam" unterwegs ist, ständig angehupt, (oft sehr knapp) überholt und geschnitten wird. Es ist dringend zu empfehlen, wenn man mit dem eigenen Fahrzeug nach Istanbul gefahren ist, dieses auf einem sicheren Parkplatz abzustellen und sich anderweitig fortzubewegen. Autobahnen und die Bosporusbrücken sind mautpflichtig.
Im historischen Zentrum, das teilweise durch zahlreiche Polleranlagen verkehrsberuhigt wurde, ist es eine gute Idee, sich als '''Fußgänger''' mit Hilfe eines guten Stadtplanes fortzubewegen. Die Orientierung fällt auf Grund der Hügelstruktur relativ leicht. Auf der Spitze jedes Hügels steht zumeist eine bekannte Moschee, Richtung "hinunter" landet man früher oder später am Meer. Vorsicht vor Autos, auch in den engsten Gassen, meist wird man rechtzeitig angehupt. Vorsicht auch vor ungesicherten Baugruben und Eingängen in im Keller gelegenen Geschäften und anderen Räumlichkeiten, die schmalen und steilen Treppen sind praktisch immer völlig ungesichert und wären im EU-Europa auf Grund der herrschenden Gesetzte und Vorschriften streng verboten. Ansonsten hat das "sich treiben lassen" durch die Gassen in ungefähre Richtung seines Zieles seinen ganz besonderen Reiz, da man hinter vielen Ecken oft interessante Details entdeckt und Überraschungen erlebt. Im Übrigen sind die Türken sehr freundlich und hilfsbereit, sollte man einmal nicht mehr weiter wissen. Das Überqueren einer der mehrspurigen Autostraßen, wenn weit und breit keine (oder nur eine abgeschaltete) Ampelanlage oder Unterführung da ist, kann zum Abenteuer werden. Freiwillig bleibt kaum ein Autofahrer stehen, man muss sich quasi mit einer gewissen Todesverachtung auf die Fahrbahn treten und gut abschätzen können, ob der Bremsweg für das heranbrausende Fahrzeug ausreicht, bzw. genug Platz zum Ausweichen ist.[[Image:IstanbulTaksi.jpg|thumb|Taxi in einer typischen engen Gasse in der Altstadt]]
Mit dem '''Taxi''' kommt man schnell und günstig herum. Eine Fahrt von [[Taksim]] nach [[Sultanahmet]] sollte nicht mehr als 10 12 Lira kosten. Man hält eines der gelben Taxis per Handzeichen an. Man sollte darauf achten, dass das Taxameter eingeschaltet ist. Der früher geltende Nachttarif, der teurer war als der Tagtarif, wurde im Herbst 2009 abgeschafft.
Ein '''Dolmuş''' ist ein Sammeltaxi (Kleinbus) und kostet etwas mehr als die normalen Stadtbusse, aber weniger als ein Taxi. Sie sind leicht zu erkennen, da sie wie die Taxis gelb sind und ein Dolmuş-Zeichen auf dem Dach haben. Dolmuş fahren auf festgelegten Routen durch die Stadt, sind aber flexibler und fahren auch mal kurze Schlenker um jemanden abzusetzen; außerdem kann man jederzeit aus- und zusteigen. Das Ziel steht auf einem Schild hinter der Windschutzscheibe und man zahlt je nach Entfernung (man sollte Erkundigungen bei einheimischen Mitfahrern einholen).
Das '''Busnetz''' der Stadt ist sehr eng und mit westeuropäischen Systemen zu vergleichen. Eine Fahrt kostet etwa 1,5 2 TL. Es gibt auch Wochen- und Monatskarten, sowie größere Mengen an Einzelfahrscheinen.
Entlang des Goldenen Horns und zwischen dem europäischen und dem asiatischen Teil der Stadt verkehren auch '''Schiffe'''. Eine Fahrt kostet 1,5 2 TL und bietet sehr schöne Ausblicke auf die Stadt. An den einzelnen Stationen erhält man an Kiosken oder Automaten Jetons, mit denen man dann die Drehkreuze passieren kann.
([http://www.turkeytravelplanner.com/go/Istanbul/Transport/turyol.html engl. Info])
Ístanbul hat vier '''Straßenbahn'''linien (Tramvay) die wichtigste für Touristen ist die T1, die von Zeytinburnu nach Kabataş fährt.
Eine Fahrt mit den meisten schienengebundenen Verkehrsmitteln kostet ebenfalls 1,5 2 TL, man bezahlt mit Jetons - Token genannt -, die man an Automaten oder Kiosken bekommt mittels derer man dann die Drehkreuze passieren kann.
Beim Umsteigen muss jedes Mal ein weiterer Jeton verbraucht werden. Achtung: Die Jetons zwischen Schienenfahrzeugen und Schiffen sind unterschiedlich! Es gibt auch ein elektronischen Abbuchungssystem, "Akbil" genannt, mit dem man etwas günstiger fährt, man muss jedoch ein entsprechendes Gerät gegen eine Kaution erwerben, dieses kann man immer wieder aufladen.
Weiters führt die Türkische Staatsbahn '''Vorortzüge''' (Banliö Hatti, auch als LRT - Light Metro System bezeichnet) sowohl im europäischen (Hauptbahnhof Sirkeci) als auch im asiatischen (Hauptbahnhof Haydarpasa) Teil der Stadt.
Das vor kurzem eröffnete '''Metrobusnetz''' hat erheblich zur Verringerung des Individualverkehrs geführt. Die Metrobusse fahren von 06.00 h bis Mitternacht auf eigenen Verkehrsflächen von Avcılar auf der europäischen, nach Kadıköy (Sögütlüceşme ) auf der asiatischen Seite. Dabei überqueren sie auch den ''' Bosporus'''.
== Sehenswürdigkeiten ==
* '''Dolmabahçe Sarayı''', seit 1853 Hauptresidenz des Sultans, Eintritt TL 20.-- [http://www.dolmabahce.gov.tr/source.cms.docs/dolmabahce.gov.tr.ce/dolmabahce.html]
*'''Beylerbeyi Sarayı''' (Beylerbeyi-Palast), diente als Sommerresidenz für Sultan Abdülaziz , Eintritt TL 20.-- nur mit Führung [http://de.wikipedia.org/wiki/Beylerbeyi-Palast]
===Weitere Moscheen===
*'''Fethiye Camii''' (ehemalige Pammakaristos Klosterkirche), im Stadtteil Fener gelegen, ein Teil wird heute als islamisches Gebetshaus genützt, in einem anderen Teil sind sehr schöne Mosaike zu besichtigen, Voranmeldung (bei Hagia Sophia) notwendig.
*'''Küçük Ayasofya''' (Kleine Hagia Sophia, ehemals Sergios und Bakchos Kirche), zwischen Blauer Moschee und Marmarameer gelegen, war ein Teil des Palastes von Kaiser Justinian.
*'''Kapalı Çarşı''' (Bedeckter Basar), etwa 4500 Geschäfte bieten ein lebendiges und farbenfrohes Bild, leider heute sehr auf Touristen ausgerichtet, man findet aber vereinzelt noch kleine (Kunst-)Handwerksbetriebe. Näheres unter "Einkaufen".[http://www.istanbulpark.de/c/content/content.php?content.66 Großer Basar, Grand Basar Istanbul]
*'''Theodosianische Stadtmauer''', ca. 6700 m langes spätantikes Festungsbauwerk vom Marmarameer bis zum Goldenen Horn, zahlreiche Tore (Edirne Kapı, Sulukule Kapı, Top Kapı etc.), Yedikule (Sieben Türme Festung) am Marmarameer[[Image:TheoStadtmauer.jpg|thumb|Blick von der Theodosianischen Stadtmauer auf das Häusermeer von Istanbul]]
*'''Tekfur Sarayı''' (Tekfur Palast), an der Theodosianischen Stadtmauer nahe der Chora-Klosterkirche (Kariye Camii Müzesi) gelegen, Ruinen eines ehemaligen Kaiserpalastes[[Image:TekfurPalast.jpg|thumb|In den Ruinen des Tekfur Palastes]]
Dieser Ablauf kann je nach Hamam etwas variieren und sollte zumindest etwa 2 Stunden dauern. Traditionell sind die Geschlechter streng getrennt, wobei es in der Frauenabteilung manchmal keine hauptamtlichen Wäscherinnen gibt, sondern sich die Besucherinnen gegenseitig waschen und massieren. Frauen können hier völlig nackt sein, Männer hingegen tragen immer ihren Peştamal um die Hüften (und werden in dieser Region auch nicht vom Wäscher oder Masseur berührt). Neuerdings gibt es für Touristen auch Hamams für Männer und Frauen gemischt, Frauen bekommen hier in der Regel einen Bikini im Design des Peştamals gestellt, das Badepersonal kann hier aus Männern und Frauen, aber auch nur aus Männern bestehen. Die Preise in solchen Hamams sind in der Regel aber deutlich höher.
Die Qualität der gebotenen Leistungen und die Preise variieren zwischen den einzelnen Hamams stark. Es empfiehlt sich, auf die entsprechende Website (leicht über Google zu finden) der einzelnen Hamams zu schauen und auch die Bewertungen im Internet - ähnlich derer für Hotels - zu studieren.
Ein Besuch in einem guten Hamam ist ein Erlebnis für sich, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Man fühlt sich anschließend wie "neugeboren", und hat das Gefühl, noch nie so sauber gewesen zu sein.
* Çemberlitaş Hamami, der Eintritt kostet dort mit Seifenmassage TL 40.-- (ca. € 20.--)
* Şifa Hamami ist ein kleines Hamam aus dem Jahre 1777 und liegt unweit von der Blauen Moschee Eintritt kostet TL 3040.-- ohne Massage und TL 4050.-- mit Massage. Es wird auch noch eine Ölmassage zu TL 80.-- angeboten. Shuttleservice zum Hotel ist möglich, der Rezeptionist kann den Anruf erledigen. Sifa Hamami Sokak No. 24 - Sultanahmet, Istanbul, 0212 6383849
* Cağaloğlu Hamami
* Galatasary Hamami
Allgemein zeichnet sich die türkische Küche durch variantenreich zubereitetes Gemüse aus. Eine Besonderheit ist hier auch die Verwendung von Yoghurt. Fleischgerichte bestehen meist aus Geflügel, Lamm und auch Rindfleisch. Schweinefleisch fehlt naturgemäß, es wird nur in sehr touristisch ausgerichteten Restaurants angeboten, wobei die Qualität aber oft nicht mit den Preisen konform geht. Frische Fische und Meeresfrüchte werden zahlreich und verhältnismäßig günstig angeboten. Für Leckermäuler: Es gibt eine Unzahl traumhafter Süßspeisen!
Auf der Suche nach einem guten Restaurant wird man oft schon vor dem Restaurant angesprochen und gebeten hineinzukommen. Stets wird dabei gepriesen, dass es dort den besten Preis und das allerbeste Essen Istanbuls gäbe. Dabei herrscht ein regelrechter Wettkampf unter den oft beieinander gelegen Restaurants. Nach einiger Zeit kann dies jedoch sehr störend sein. Man sollte mit einem freundlichen "Nein" antworten und sich ein eigenes Bild machen. Oft gibt es das beste Essen nicht in den teuren Touristenrestaurants, sondern in den kleinen Lokantas in denen auch die türkische Bevölkerung essen geht. Die Kosten für eine Mahlzeit differieren sehr stark. Fast überall kann man in Garküchen ("Lokanta") - hier werden die Gerichte in flachen Metall-Behältnissen warm gehalten und können nach Besichtigung geordert werden - für ca. umgerechnet etwa € 5.-- ausgiebig (Suppe und Hauptspeise mit Salat, gegebenenfalls auch Nachtisch) essen und trinken. Brot und Leitungswasser sind üblicherweise kostenfrei, für Mineralwasser, LimonadenLimoinaden, Fruchtsäfte und alkoholische (diese sind nicht überall erhältlich) Getränke muss extra bezahlt werden. Ein Glas Tee kostet meist TL 1.-- (ca. € --.50). Die Preise hängen natürlich auch stark von der Lage des jeweiligen Lokals ab, weshalb es sich empfiehlt, diese zu vergleichen; meist sind sie schon vor dem Lokal auf großen Speisekarten angeschlagen. Die Qualität des Essens ist fast immer sehr gut, auch in den einfacheren Lokalen, die vornehmlich von den Einheimischen frequentiert werden.
Auch auf der Straße bekommt man an allen Ecken und Enden Essbares und Trinkbares angeboten: Frisch gepresste Fruchtsäfte, Esskastanien, gegrillte Maiskolben, natürlich Döner-Kebap, in der Nähe des Goldenen Horns auch Muscheln und Fischbrötchen. Denken Sie hier daran, dass der hygienische Standard möglicherweise Ihrem mitteleuropäischem Magen Probleme bereiten kann und achten Sie auf frische Zubereitung. Für den ganz schnellen Imbiss wärmstens empfohlen werden können die überall erhältlichen Sesamkringel, Simit genannt, die um TL --.75 verkauft werden. (Stand Oktober 2010) [[Image:MobilEssen.jpg|thumb|Schnelles Essen und Trinken bekommt man überall an mobilen Ständen ]]
Zahlreiche Fischrestaurants findet man in der Altstadt - in Richtung Marmarameer - im Stadtteil Kumkapı. Abends gibt es in fast allen Lokalen Livemusik, teilweise nehmen Einheimische ihre Instrumente mit, teils spielen Roma-Bands. Hier fließt der Raki (Anisschnaps) in Strömen. [[Image:FischmarktKumkapi.jpg|thumb|Fischmarkt in Kumkapı]]
Das Bohemienviertel im Stadtteil Beyoğlu befindet sich links und rechts der Fußgängerzone "Istiklal Caddesi" zwischen Tünel und Taksim-Platz auf der europäischen Seite nördlich der Galatabrücke, unzählige Restaurants, Cafes (insbesondere in der Fransiz SokagiFransız Sokağı), Bars, Diskotheken und Kneipen, für jedes Portemonnaie, für jeden Geschmack und jede Orientierung ist etwas dabei. Die Atmosphäre ist ausgelassen, jeder Kleidungsstil erlaubt. Gilt als Stadtteil mit dem intensivsten Nachtleben Europas. Hier gibt es auch Straßenmusik und hervorragende Jazz-Clubs.
Nördlich von Taksim in Nisantasi und Levent gibt sich der Istanbuler und der Internationale Jet-Set ein Stelldichein. Die Preise sind dementsprechend, die Bars könnten genauso in Manhattan sein, z.B. die Buz-Bar.
Istanbul besitzt zahlreiche Hotels in allen Preiskategorien. Es ist zu empfehlen, sich in einem Internetportal für Hotelreservierungen, die oft auch Bewertungen durch die Gäste enthalten, zu informieren. Die Lage des Hotels ist ein nicht unwesentlicher Faktor, ein Hotel im historischen Zentrum Sultanahmet erspart viel Zeit, vor allem dann, wenn man hauptsächlich an den Museen und Baudenkmälern interessiert ist.
 
* '''Best Western Empire Palace''' (Sultanahmet, Hüdavendigar Cad.), ca. 160YTL für Doppelzimmer pro Nacht (Stand Mai 2006), das Hotel liegt ganz in der Nähe des Gülhane Parki und der Agia Sophia. Ist in Deutschland z.B. über LTU buchbar. Ordentliches Hotel mit nur 35 Zimmern und Frühstücksraum auf dem Dach
* '''Orient Hostel''' (Sultanahmet), ein recht günstiges Bed & Breakfast Hostel mit nettem Personal. Ein Bett in einem 4er-8er-Schlafraum kostet 18-20 YTL (ca. 10-11 Euro), ein Einzelzimmer 40 YTL (ca. 22 Euro) und ein Doppelzimmer 50 oder 70 YTL (ca. 27-38 Euro), je nachdem ob mit oder ohne internem Bad. (Stand Mai 2007) Um einen besseren Eindruck zu gewinnen, besucht ihr am besten die [http://www.orienthostel.com/ Internetseite] des Orient Hostels.
== Klima ==
Günstige Zeiten für einen Besuch von Istanbul sind die Monate Mai, Juni, September und Oktober. Auch im November kann es noch durchaus angenehme Tage geben. Im Hochsommer ist es heiss und feucht, im Winter kann ist es unangenehm nasskalt werden und zeitweise es kann auch schneienund Frost geben.
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Das Türkische ist grundsätzlich eine sehr logisch aufgebaute Sprache, auch die Aussprache ist für Menschen deutscher Muttersprache relativ leicht; man spricht auch genau so, wie man schreibt. Das ist darauf zurückzuführen, dass im Jahre 1928 das bis dahin verwendete arabische Alphabet durch das lateinische ersetzt wurde. Dringt man aber weiter in die Grammatik der türkischen Sprache ein, so wird einem sehr bald bewusst, dass der Aufbau dieser Sprache sich sehr von der unseren unterscheidet. So gibt es wesentlich mehr Formen für das Verb als im Deutschen, die teilweise sogar miteinander kombiniert werden können. Eine "eins-zu-eins Übersetzung" ins Deutsche ist somit oft nicht möglich. Die feine Nuancierung im Ausdruck, die die türkische Sprache bietet, kann nur mit vielen Umschreibungen mehr oder weniger gut übersetzt werden.
 
Vorsicht vor dem beliebten "Bürstentrick" einiger Schuhputzer, besonders in den touristischen Gegenden von Sultanahmet und um die Süleymaniye-Moschee: Der Trick besteht darin, dass Schuhputzer im Gehen ihre Bürste fallen lassen - vorgeblich aus Versehen. Der unbedarfte Tourist ruft dem Schuhputzer natürlich hinterher und hebt die Bürste vielleicht auch auf, um sie ihm zurückzugeben. Als Dank dafür gibt es einen überschwänglichen Händedruck und natürlich eine Schuhreinigung samt Small Talk, während dem man viel vom harten Leben des Schuhputzers, seinen kranken Kindern usw. erfährt. Ob man sich entscheidet, im Anschluss 5 oder 10 TL Trinkgeld zu geben, ist gleichgültig - denn die Dienstleistung war weder ein Dankeschön für die aufgehobene Bürste noch kostenlos. Vielmehr wird man mit erstauntem Blick auf den 10-TL-Schein aufgefordert, die angeblich regulären 25 TL zu zahlen - pro Schuh. Wer neu in der Stadt ist, noch nicht mit Preisen und Umgangsformen vertraut oder einfach nur nicht unhöflich werden möchte, beißt in den sauren Apfel, für eine Schuhreinigung das 20-fache des normalen Preises zu zahlen, und ärgert sich den Rest des Tages über diese gnadenlose Abzocke. Wer darauf besteht, die Reinigung sei doch kostenlos gewesen oder würde nur die üblichen 2-3 TL kosten, muss damit leben, unter den Blicken der vorbeigehenden Touristen mit lautstarken Beschimpfungen und Flüchen verabschiedet zu werden. Deswegen gilt hier wie überall sonst in Istanbul die unerlässliche Regel: Vor Inanspruchnahme einer Dienstleistung immer, aber auch immer einen (angemessenen) Preis vereinbaren.
== Kommunizieren ==
In der Innenstadt gibt es zahlreiche öffentliche Festnetztelefone. Das Handy ist bei vielen Türken ständiger Begleiter, über den günstigsten Roamingtarif informiert Ihr nationaler Netzbetreiber. Es gibt zahlreiche Internetcafes, in den meisten Hotels gibt es kostenfreien Zugang zum Internet, sowohl über einen stationären Computer als auch über WLAN. Istanbul ist Kulturhauptstadt Europas 2010 und in der Innenstadt gibt es öffentlichen kostenfreien drahtlosen Zugang zum Internet.
 
Eine gute Quelle für Infos:[http://istanbul-tourist-information.com] Tourist Information
== Weiter geht's ==
Etwa 250 km nordwestlich von Istanbul an der bulgarischen Grenze gelegen ist die Stadt [[Edirne]] ein lohnendes Ziel. Hier steht eines der besten Bauwerke des Architekten Sinan, die berühmte Selimiye-Moschee.
Ebenfalls empfehlenswert ist ein Besuch der etwa 100 km südlich von Istanbul über dem Marmara Meer gelegenen Stadt [[Bursa]]. Neben bemerkenswerten Baudenkmäleren und Museen gibt es hier Thermalquellen und ein zum Wandern und im Winter auch zum Schifahren Skifahren einladendes Gebirge, den Ulu Dağ (Großen Berg).
[[İznik]], das antike Nikaia (Nizäa) ist ein am gleichnamigen See (İznik Gölü) gelegenes, knapp 200 Straßenkilometer südöstlich von Istanbul gelegenes Städtchen mit einer gut erhaltenen Stadtbefestigung aus griechischer, römischer und seldschukischer Zeit.

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