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Sri Lanka

2.117 Bytes hinzugefügt, 23:14, 22. Dez. 2013
Sicherheit
* '''[[Jaffna]]''' - Tamilenhochburg im äußersten Norden
* '''[[Punguduthivu]]'''
* '''[[MannarKatunayake]]'''- Ort am Flughafen CMB
* '''[[Colombo]]''' - Hauptstadt an der Westküste
* '''[[Galle]]''' - Hafenstadt mit holländischem Fort
Die Ureinwohner Sri Lankas sind die Veddas, ein Jägervolk, das in Clans mit monarchischen Strukten lebte. Heute sind die Veddas vom Aussterben bedroht, da es nur noch wenige hundert von Ihnen gibt.
Ab dem 5. Jh. v. Chr. wanderten nordindische Siedler unter König Vijaya ein und begannen so die singhalesische Geschichte. Kurz darauf folgten ihnen südindische Tamilen. Im 2. Jh. v. Chr. kam zwar der Buddhisms Buddhismus von Inden aus auf die Insel, war aber noch nicht so verbreitet wie heutzutage. Tamilen und Singhalesen bildeten in der Folge Königreiche, die von prächtigen Tempeln aus regiert wurden. Die Singhalesen errichteten buddhistische Königreiche, die Tamilen hinduistische. Beide Gruppen kämpften lange Zeiten um die Vormachtssellung im Land und lebten zu anderen Zeiten friedlich miteinander und vermischen sich. Im Laufe dieser Konflikte kam es auch zur Konzentration von Tamilen im Norden und Singhalesen im Süden.
Ab 1500 begann die Kolonialzeit mit den [[Portugal|Portugiesen]]. Im 17. Jahrhundert wurde Sri Lanka [[Niederlande|niederländisch]] und im 18. Jahrhundert [[Vereinigtes Königreich|britisch]]. Insbesondere die britische Kolonialzeit hat das Land bis heute geprägt, denn in dieser Zeit entwickelte sich das Land stark: Die Infrastruktur wurde aufgebaut bzw. verbessert, Teeplantagen wurden angelegt, ein Schulsystem sowie die britische Verwaltung eingeführt, etc. Vieles im heutigen Sri Lanka erinnert an die Zeit unter britischer Herrschaft. Die Briten holten im Laufe der Zeit Tamilen als günstige Arbeitskräfte auf die Insel, was aufgrund der starken Gegensätze wieder zu bekannten Problemen geführt hatte.
Da dieser Konflikt schon lange dauert, viel Geld und Resourcen aufbraucht und die Menschen in Unsicherheit leben läßt sehnen sich viele Singhalesen und Tamilen nach einem dauerhaften Frieden - notfalls auch mit Verlust der Tamilenprovinzen (Northeast). Irrsinnigerweise protestieren gerade die buddhistischen Mönche dagegen, da sie eine weitere Landnahme durch die Tamilen befüchten und Angst haben kulturelle Denkmäler wie Tempel und heilige Stätten 'aus der Hand zu geben'. Die Stimmungmache der einflußreichen Mönche ist eine ernsthafte Bedrohung für den Friedensprozess durch Landzuweisung.
Sri Lanka Im Mai 2009 wurden die tamilischen Befreiungstiger von den Regierungstruppen militärisch besiegt und der nahezu drei Jahrzehnte andauernde Konflikt beendet. Die Gefahr von möglichen weiteren Anschlägen oder Attentaten wurde damit erheblich verringert, was sich auch anhand der entspannteren Sicherheitsvorkehrungen erkennen läßt. Insbesondere bei Reisen in die früheren Konfliktregionen im Osten des Landes (Trincomalee, Batticaloa, Pottuvil) ist auf einem guten Weg: Als Schwellenland mit stark ansteigendem Tourismus weitaus weniger Einschränkungen und bei Beilegung des Tamilenkomfliktes wird Sri Lanka Verzögerungen zu rechen. Im Stadtbild Colombos ist ebenfalls eine schnelle Entwicklung vorausgesagtdeutliche Entspannung zu erkennen und viele der zuvor gesperrten Straßen und Plätze sind wieder geöffnet und frei zugänglich.
== Anreise ==
Da Die Anreise nach Sri Lanka eine Insel ist und der Fährverkehr aus Indien zur Zeit eingestellt ist, erfolgt die Anreise fast ausschließlich per Flugzeug via Bandaranaike Airport in Katunayaka nahe Colombo. Eine Anreise per Bahn, Bus oder Auto ist nur bis Südindien möglich, von Chennai (Madras) bestehen dann regelmäßige Flugverbindungen nach Colombo.
=== Flugzeug ===
Die einzigen Direktverbindungen einzige Non-Stopverbindung von Deutschland aus bieten bietet SriLankan Airlines und Condor fünf mal die Woche von Frankfurt nach Colombo an. Mit Qatar Airways besteht die Möglichkeit ab Frankfurt/Main, jeweils von München und Berlin ebenso wie Wien und Zürich mit Umsteigen in Doha nach Colombo zu fliegen. Oman Air fliegt ab München und Frankfurt über Muscat nach Colombo. Darüberhinaus verbindet Emirates über Dubai Colombo mit mehreren deutschen Flughäfen.Seit Februar 2013 fliegt auch Turkish Airlines via Istambul und Male nach Sri Lanka.
=== Schiff ===
Die aus Richtung Nach dem wegen des Bürgerkriegs die Fährverbindung zwischen Indien verkehrenden Fähren nach und Sri Lanka fast 30 Jahre lang eingestellt war, verkehrte seit Mitte 2011 wieder ein Fährschiff zwischen Südindien und Colombo, z.BEine weitere Verbindung war geplant. auf der Strecke Tuticorin-ColomboDas Schiff wurde jedoch beschlagnahmt, sind momentan da die Betreiberfirma verschuldet sei. Daher gibt es zur Zeit (September 2006Stand: 2012) eingestelltkeine Fährverbindung von Indien nach Sri Lanka.
== Mobilität ==
<div style="float: right; margin: 0 0 1em 1em">
{| style="float: right; style="background:#F0F0F0"
<caption>'''Preisbeispiele Juni 2005Februar 2012'''</caption>
|---- bgcolor="#F0F0F0"
|Tuktuk: || 150 Rs. (bis 5 4 km)
|---- bgcolor="#F0F0F0"
|Bus: || 25 45 Rs. (Colombo-Flughafen)
|---- bgcolor="#F0F0F0"
|A/C Bus: || 50 100 Rs. (Colombo-Flughafen), 150 200 Rs. Beruwela-Colombo
|---- bgcolor="#F0F0F0"
|Zug: || 3. Klasse: 19 20 Rs. für 80 35 km (ColomboElla-AluthgamaHaputale)
|---- bgcolor="#F0F0F0"
| || 2. Klasse: 60 190 Rs. (Kandy-Colombo)
|---- bgcolor="#F0F0F0"
| || 2. Klasse: "Expresszug" 120 220 Rs.(AluthgamaKandy-KandyColombo)
|}
</div>
=== Tuk-Tuks ===
[[Bild:Sri_lanka_-_tuk_tuk.JPG|thumb|300px|Ein ziemlich neues Tuk-Tuk]]
'''Three-Wheeler''' = Tuck-Tucks (Tuk-Tuk) sind dreirädrige Fahrzeuge mit einem Zweitaktmotor ähnlich einem Mofa und mit einer Rückbank für zwei drei zusätzliche Personen zum Fahrer. Sie haben zwar ein Verdeck, sind aber an den Seiten offen, was zwar einerseits auf kurzen Strecken die Klimaanlage unnötig macht, andererseits jedoch gerade in größeren Ortschaften die Insassen vielen Abgasen aussetzt. Sie sind das Taxi des kleinen Mannes. In Indien hergestellt, gibt es die Vehikel der Firma Bajajauto überall in Asien. "Sparsam", "klein" und "unkaputtbar" beschreiben diese Mischung aus Auto und Roller wahrscheinlich am besten. Fahrpreise sind Verhandlungssache.Neuerdings werden in Colombo auch sogenannte 'Meter - Taxis' oder 'Meter - Tuc-Tucs' angeboten, bei denen die Gefährte mit einem Taxometer ausgestattet sind und wesentlich billiger als die normalen Taxis oder jeder noch so günstig ausgehandelte Preis im normalen Tuc sind.
=== Taxis/Vans ===
Die '''Orientierung''' ist durch die weite Verbreitung der singhalischen Sprache und vor allem Schrift nicht immer einfach. Orte gehen mitunter direkt ineinander über, da praktisch jede Straße von kleinen Geschäften gesäumt ist. Viele davon haben eine überdimensionale Werbung anstatt eines Ladenschildes. In der "Fußzeile" ist der Name des Inhabers und auch die Adresse angegeben. So verliert man nicht ganz die Orientierung. Die seltenen blauen Straßenschilder oder Wegweiser sind häufig auch schwarz auf weißem Grund und gehen so leicht in der bunten Umgebung etwas unter.
'''Unterschiede zwischen Stadt und Land''': In der Stadt gibt es durch den stark ansteigenden Verkehr Zeiten, in denen es länger dauert, von A nach B zu kommen. Auch die Preise für den Individualverkehr sind in [[Colombo]] zu bestimmten Zeiten (besonders Nachts) höher.
=== Busse ===
Es gibt gelbe Busse (staatliche), auch CTB Busse genannt (Ceylon Transport Board). Diese Busse sind ausnahmslos billig (zumeist weit unter 50 Rs), der . Der Komfort läßt aber zu wünschen übrig; einen CTB Bus kann man jederzeit und überall anhalten, auch ist es möglich an jedem Baum auszusteigen. Dazu einfach an der Klingelschnur ziehen oder Taster drücken. Für Reisende in der Monsunzeit wichtig: Fenster sind nicht immer vorhanden. <br>Sog. Intercity-Busse (Lux.-Bus) sind privat betrieben, haben weitgehend Vorhänge vor den Fenstern und sind häufig mit Klimaanlage (A/C) ausgestattet. Außerdem scheinen sie eine "eingebaute Vorfahrt" zu haben und fahren wie die "Henker". Preisbeispiele: Colombo-Pettah <-> Hikkaduwa 350Rp250Rp. (Stand FebNov.0812)
Es gibt nur sehr selten feste Fahrpläne für Busse. Fahrtziel in der Windschutzscheibe und durch lauten Ausruf des Kassierers. Abfahrt wenn ein geeigneter "Füllstand" erreicht ist. Gelegentlich bedeutet dies eine qualvolle Enge im Bus mit einem gewissen Grad an "Körperkontakt" (auf Gepäck und Wertsachen achten). Die ersten Sitze sind für Mönche reserviert ("for Clergy"), sollten welche einsteigen, was auch stark respektiert wird. Man kann einen Bus einfach besteigen und sich einen Platz suchen, der "Kontrolleur" meldet sich während der Fahrt und kassiert den Fahrpreis.
Das sicherlich beste Mittel durch Sri Lanka zu reisen ist der '''Zug'''. Als bleicher Europäer ist man zwar Exot im Zug und muss den kontaktfreudigen Singhalesen dementsprechend Rede und Antwort stehen ("Wo kommst Du her?", "Wie oft warst Du schon in Sri Lanka?", "Wie lange willst Du bleiben?"). Kontakte ergeben sich so automatisch.
Die 3. Klasse gibt es in zwei Varianten: Die S-Bahn-Variante hat harte Plastikbänke, die alten 3.-Klasse-Züge haben gepolsterte Sitze. In der zweiten Klasse gibt es gepolsterte "Einzelsitze" (die Armlehnen sind der Unterschied). Dazu gibt es in der Saison auf einigen Strecken noch den "Observer-Wagon" der ersten Klasse im letzten Wagen des Zuges; dieser ist verglast und gestattet den Blick in die Landschaft (Colombo-Kandy, Intercity, 250 350 Rs, September 2005Januar 2012). Neben den normalen Zügen gibt es Intercity-Züge auf ausgewählten Strecken, die nicht ganz so häufig halten und daher eine moderate Geschwindigkeit erreichen (Colombo - Kandy in ca. 2,5h). Diese Züge fahren vergleichsweise selten (zweimal pro Tag zwischen Colombo und Kandy), sind reservierungspflichtig und häufig ausgebucht. Tickets sollten so früh wie möglich direkt am Bahnhof gekauft werden.
== Sprache ==
siehe [http://www.srilanka-insider.de]
Man sollte sich nicht zu sehr über '''unterschiedliche Preise''' für "locals" und "tourists" wundern. Diese Unterscheidung wird unumwunden zugegeben und lässt sich nur teilweise wegdiskutieren. Gerade beim Besuch von Museen oder bestimmten Tempelanlagen wird dies sehr deutlich und ist dort auch nicht verhandelbar (Beispiel: Eintrittskarte zum Felsen in Sigiriya: 2000 3600 Rs für Touristen(bzw. 30$, Stand April 2012), ca. 200 Rs für Einheimische).
== Küche ==
== Arbeiten ==
[[Bild:Sri_lanka_-_kalutara_wasserbueffel.JPG|thumb|300px|Wasserbüffel eines Bauern]]
Arbeiten ist ein in einem Land das offiziell als "Schwellenland" eingestuft wird, ist etwas anderes als arbeiten in Deutschland.
Die Singhalesische Regierung spricht von ca. 20 % Arbeitslosen. Die Realität sieht anders aus, längst nicht jeder fünfte hat einen normalen Job.
== Sicherheit ==
Sri Lanka ist ein armes Land mit einem niedrigen Durchschnittseinkommen.und einer hohen Arbeitslosigkeit. In vielen Ländern ist dies gleichbedeutend mit einer hohen Kriminalitätsrate, aber nicht so in Sri Lanka. Die Menschen sind sehr friedliebend, was einem Touristen sehr entgegenkommt.
Man kann sich absolut in der Regel frei bewegen: Zug fahren, Auto fahren, nachts am Strand schlafen, in einem offenen Boot in den Mangroven übernachten. Natürlich sollte man im Zug auf sein Gepäck aufpassen, aber das sollte man überall auf der Welt. Frauen sollten nicht alleine reisen, wenn sie nicht belästigt werden wollen und einsame Orte und Strände meiden.
Generell kann man sagen, dass man nicht leichtgläubig sein sollte und nichts tun sollte, was man nicht auch zu hause täte. Im Netz liest man Stories von Urlaubern (größtenteils Pauschaltouristen), die durch einen öffentlich-verschwenderischen Umgang mit Geld, die Unwissenheit über den Wert des Geldes und eine gehörige Portion Naivität die Nepper, Schlepper und Bauernfänger geradezu magisch angezogen haben.
Beim Thema Sicherheit kommt man zwangsläufig auch auf das Thema Tamilenkonflikt bzw. "Nord- und Ostprovinzen".
Die Tamilen möchten gerne einen Staat "Tamil Eelam" haben, die eigentliche Regierung Sri Lankas aber nicht. In der Folge hat es einen Bürgerkrieg gegeben, der zwischen der '''LTTE (Tamil Tigers)''' und den regierungstreuen Militärs ausgetragen wurde. Der Höhepunkt war die Vernichtung der gesamten Flotte der Sri Lankan Airlines.
 
Der Konflikt wurde 2009 beendet, seitdem ist eine deutliche Entspannung zu erkennen. Die Gefahr von Anschlägen ist wesentlich geringer.
== Gesund bleiben ==
Sri Lanka ist ein Land in der '''Nähe des Aquätors''' und kann somit über einen starken Waldbewuchs nicht klagen. Der Dschungel ist nicht grade das beste Terrain um eine Infrastruktur (also auch Telefonleitungen) aufzubauen. Seit langer Zeit gibt es in Lanka die sog. '''Wireless Local Loops''', das sind Festnetztelefone, die in einer bestimmten Funkzelle funktionieren. Diese Technik war lange Zeit die einzige Möglichkeit einen Telefonanschluß im Dschungel zu bekommen.
Heute haben '''Mobiltelefone''' Sri Lanka fest im Griff. Die Vorteile liegen auf der Hand: Keine Kabel, Antennenmasten standen vielerorts durch die WLL Technik zur Verfügung, günstige Endgeräte, etc. Es gibt zwei große Provider, '''Dialog''' und '''Celltel''' sowie kleinere wie '''Etisalat''' und '''Mobitel''' die zum Teil aber nur als Wiederverkäufer agieren. Das Netz von Dialog ist wesentlich besser (Stand Juni 2005) als das Celltel-Netz. Es lohnt sich, ab der ersten Minute eine Prepaidkarte anzuschaffen, da die SMS-Gebühren sehr niedrig sind (3 ct./SMS) und so keine Roaminggebühren entstehen. Dialog bietet eine Prepaidkarte namens '''kit''' an (Vorwahl 077), die Aufladekarte heißt "ezLoad"; Celltel's Pendant heißt '''cellcard'''.
<font size="3">'''Internet'''</font>
<font size="3">'''Preise'''</font>
Die Celltelkarte (Prepaid - Vorwahl 072) kostet 800 Rs. (6€) und enthält Guthaben für 400 Rs (3€) Aufladekarten gibt es in den Größen 150, 400 oder 1000 Rs (1,20€ 3€ oder 8€). Eine Stunde Internetnutzung sollte zwischen 100 Rs in einfachen Internet-Cafes und 500 Rs in Hotels zu bekommen sein. Die Preise sind vom Juni 2005.Am Flughafen Colombo kann man nach dem Zoll die verschiedenen SIM Karten erwerben. Öffnungszeiten rund um die Uhr. SIM-Karte mit 400RS Guthaben von Etisalat 10U$ (Stand 3/2013)
== Literatur ==
Claudia Ackermann: [http://www.krokodilfelsen.de Der Krokodilfelsen. Sehnsucht nach Sri Lanka]. Ein Reiseroman. ISBN-10: 3-937274-29-4. Traveldiary.de Reiseliteratur-Verlag. 2006.]
Christine Peinsteiner: [http://www.lanka.at/frontend/scripts/index.php?groupId=99&productId=1343&setMainAreaTemplatePath=mainarea_productdetail.html&query=]. Bildband über Sri Lanka. ISBN 978-3-9503237-3-3]
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