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Meißen

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Meißen
Dom und Albrechtsburg
Lage
Lage von Meißen
Meißen
Meißen
Kurzdaten
Bevölkerung: 27.700
Fläche: 31 km²
Höhe über NN: 106 m
Koordinaten: 51° 9' 54" N, 13° 28' 25" O 
Vorwahlnummer: 03521
Postleitzahl: 01662

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Website: offizielle Webseite von Meißen

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Website: Tourismusseite




Meißen ist eine der ältesten Städte Sachsens. Sie liegt nordwestlich von Dresden, an der Mündung der Triebisch in die Elbe. Die Stadt war einst Bischofssitz und besitzt einen riesigen Dom sowie ein Schloss. Weltweit bekannt ist sie vor allem als Standort der ältesten europäischen Porzellanmanufaktur.

Hintergrund[Bearbeiten]

Meißen wurde von König Heinrich I. um 928 als Zwingburg gegen die Slawen erbaut und blühte als Sitz des Markgrafen, des Burggrafen und des Bischofs empor. Im 15. Jh. litt es durch die Hussiten. Im Jahre 1548 fanden hier Beratungen über das Interim statt. Im Schmalkaldischen Krieg (1547) wurde Meißen von den kaiserlichen Truppen besetzt, im Dreißigjährigen Krieg 1637 von den Schweden überrumpelt und zum großen Teil verbrannt, 1645 von denselben erobert. Auch im Siebenjährigen Krieg erlitt die Stadt mehrfache Drangsale. Am 13. März 1813 ließ der französische Marschall Davoul die Elbbrücke abbrennen; am 15. Juni 1866 wurde dieselbe beim Einmarsch der Preußen von den Sachsen gesprengt.

Anreise[Bearbeiten]

Meißen liegt an der Bahnlinie LeipzigDöbelnDresden. Von Dresden aus besteht ein halbstündiger S-Bahn-Anschluss.

Mobilität[Bearbeiten]

  • Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Altstadt rund um den Burgberg sind gut zu Fuß zu erreichen. Seit 2011 fährt ein Panoramaaufzug zum Burgberg, der seither Menschen mit Gehbehinderung oder Eltern mit Kleinkindern den Zugang erleichtert.
  • Wer über den Elberadweg mit dem Fahrrad nach Meißen kommt, kann damit bis in die Altstadt hineinfahren. Dort empfiehlt es sich aber, das Rad in einen der vielen Fahrradständer zu stellen und zu Fuß weiterzugehen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Zu Meißens berühmtesten Bauwerken gehört der Dom, ein Meisterstück gotischer Baukunst, mit einer 80 m hohen Turmpyramide von sehr zierlich durchbrochener Arbeit; die beiden Haupttürme sind 1547 durch Blitz zerstört worden. Der erste Gründer des Doms ist Kaiser Otto I., nachdem aber das ursprüngliche Gebäude zu Anfang des 13. Jhs. durch Feuer zerstört wurde, wurde das gegenwärtige von 1372 bis Mitte des 15. Jhs. erbaut. Das schöne figurenreiche Hauptportal wird leider durch die von Kurfürst Friedrich dem Streitbaren als Erbbegräbnis seines Stammes erbaute Fürstengruft verdeckt; dieselbe enthält mehrere aus P. Vischers Werkstatt stammende Grabschriften. Einen zweiten Anbau bildet die Grabkapelle Herzogs Georgs des Bärtigen und seiner Gemahlin Barbara.

Das neben der Domkirche stehende Schloss, eines der edelsten und großartigsten Profanbauwerke spätgotischen Stils, wurde 1471 bis 83 unter Kurfürst Ernst und Herzog Albrecht durch Meister Arnold von Westfalen erbaut, unter Johann Georg II. im 17. Jh. restauriert und Albrechtsburg genannt.

Die weltbekannte Porzellanmanufaktur Meissen besitzt ein Muesum und Schauwerkstätten, die besichtigt werden können.

In der Anlage der Klosterruine Heilig Kreuz steht die mit ca. 150 Jahren älteste Traminer-Rebe des sächsischen Weinbaugebietes [1]. .

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

  • Meissen liegt am 1220 km langen Elberadweg, der den Fluss von seiner Quelle bei Spindleruv Myln im tschechischen Riesengebirge bis zu dessen Mündung bei Cuxhaven in die Nordsee begleitet.
  • Meissen ist ebenfalls ein Etappenziel auf dem sächsischen Weinwanderweg. Über sechs jeweils etwa 16 Kilometer lange Abschnitte gelangt man von Pirna über Dresden und Radebeul nach Meissen.

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Ohne nennenswerten Nährwert, aber ein typisch meissnerisches Backwerk ist die Meißner Fummel. Erfunden wurde sie zur Zeit August des Starken, als die Kuriere, die zwischen Meißen und Dresden verkehrten, die zu befördernden Dokumente regelmäßig in erbärmlichem Zustand am Hof ablieferten. Daher befahl der Kurfürst 1710 der Meißner Bäckerzunft, ein zerbrechliches Gebäck herzustellen, dessen Zustand jeder Kurier bei der Ankunft in Dresden vorzuzeigen hatte.

Meißen liegt mitten im sächsischen Weinbaugebiet, weshalb sächsische Weine zur lokalen Küche zu zählen sind. Die Meißner Innenstadt beherbergt zahlreiche Weinstuben und -lokale ortsansässiger Winzerfamilien.

Ausgehen[Bearbeiten]

In Meißen gibt es eine Vielzahl von Kneipen, Bars und Restaurants. Das Angebot reicht von Diskotheken bis hin zu Tanzbars. Die folgende Liste bietet eine kleine Auswahl.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

  • Hotel Goldenes Fass (auch mit empfehlenswertem Restaurant), Vorbrücker Straße 1, 01662 Meißen (Innenstadt)
  • Herberge Orange (Jugendherberge, Hostel direkt an der Elbe), Siebeneichener Straße 34, 01662 Meißen

Weiter geht's[Bearbeiten]

  • Lommatzsch (14 km) - hier hielt sich während des Zweiten Weltkrieges der Schauspieler Terence Hill auf.
  • Nossen (17 km) - kleine Industriestadt an der Freiberger Mulde, sehenswertes Schloss.