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Iran

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Masjed-e-Sheikh lotfollah serré.jpg
Lage
noframe
Flagge
Ir-flag.png
Kurzdaten
Hauptstadt: Teheran
Staatsform: Islamisch-Präsidiale Republik
Währung: 1 Iranischer Rial (RI)
= 100 Dinar
Fläche: 1,648 Mio km²
Bevölkerung: 75.149.669 (2011)
Sprachen: Offizielle Sprache Persisch, daneben werden Turksprachen, Kurdisch, Arabisch, Belutschisch und andere gesprochen
Religionen: Mehr als 98% Muslime (davon ca. 90 % Schiiten, 10 % Sunniten); daneben Christen, Zarathustrier, Baha'i, Juden
Telefonvorwahl: +98
Internet TLD: .ir
Zeitzone: UTC+3:30

UTC+4:30 (März bis Oktober)

Website: Tourismusseite


Karte von Iran

Der Iran ist ein Land im Nahen Osten. Es grenzt im Norden an Armenien, Aserbaidschan, das Kaspische Meer und Turkmenistan, im Osten an Afghanistan und Pakistan, im Süden an den Golf von Oman und den Persischen Golf und im Westen an den Irak und die Türkei.

Städte[Bearbeiten]

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Iran ist seit dem 1. April 1979 eine Islamische Republik.

Anreise[Bearbeiten]

Visum[Bearbeiten]

Die Visa-Prozedur ist drastisch vereinfacht worden. Noch immer ist es möglich, mit dem Pass bei der Botschaft vorzusprechen und ein Visum direkt in Deutschland zu erhalten. Einfacher ist jedoch das Visa on Arrival. Dieses kann direkt am Flughafen beantragt werden. Sicherer und zeitsparender ist allerdings die elektronische Beantragung über die Website der iranischen Botschaft. Am Ende des Prozesses erhält man per E-Mail ein Dokument mit Strichcode zugeschickt, das man in ausgedruckter Form am Visa-Schalter am Flughafen vorlegt. Nach Vorlage zahlt man die derzeit (2018) 75 Euro Gebühr und erhält nach wenigen Minuten seinen Pass zurück und kann durch die Passkontrolle. Die Prozedur ist unbürokratisch und schnell. Wichtigstes Dokument neben dem Reisepass ist eine Bestätigung über die Auslandskrankenversicherung. Vom Versicherer muss man sich ein Schreiben in englischer Sprache ausstellen lassen, das bestätigt, dass die Versicherung auch im Iran gültig ist. Formulierungen wie "all countries" werden nicht akzeptiert.

Islamische Gesetze[Bearbeiten]

Frauen dürfen das Flugzeug nur mit einem Kopftuch verlassen. Die Einfuhr von Schweinefleisch, Alkohol, Drogen und Pornografie - darunter fallen auch Bilder von leicht bekleideten Frauen - ist streng verboten und wird bestraft. Gepäckkontrollen finden allerdings nicht statt.

Flugzeug[Bearbeiten]

Immer mehr Fluggesellschaften fliegen von Deutschland und Österreich nonstop in den Iran, zum Beispiel Lufthansa, Germania, Austrian Airlines, Iran Air und Mahan Air. Der Flughafen Shiraz wird auch von Turkish Airlines mit Umsteigen in Istanbul angeflogen. Bei iranischen Fluggesellschaften müssen Frauen bereits im Flugzeug ein Kopftuch tragen.

Bahn[Bearbeiten]

Eine Anreise per Bahn über die Türkei von Istanbul ist mit dem einmal in der Woche verkehrenden Trans Asya Zug möglich. Von Van aus der Osttürkei nach Tabriz fährt auch einmal die Woche ein Zug. Beide Züge fahren über die Grenzstation bei Razi. Nähere Infos und Zeiten findet man bei der staatlichen türkischen Bahngesellschaft TCDD.

Bus[Bearbeiten]

Man kann mit dem Bus bis in die türkische Stadt Van fahren. Von dort nimmt man ein Sammeltaxi bis Yüksekova. Dann nimmt man ein Taxi bis an die Grenze. Dort steigt man aus, läuft über die Grenze nach Iran, nimmt sich wieder ein Taxi bis zur Grenzstadt Bazergan oder der nächsten Stadt Maku und von dort aus gibt es Busse in die Städte Tabriz und Urumiye und im Anschluss in alle Teile des Landes.

Auto[Bearbeiten]

Die Einreise per Landweg ist über die Türkei beim Grenzübergang bei Bazargan möglich. Eine Einreise mit dem eigenen Auto erfordert ein Carnet de Passage.

Der südliche Grenzübergang bei Esendere ist ebenfalls offen für Touristenfahrzeuge. Dieselpreis umgerechnet 1,3 Cent pro Liter (Stand 2009). Neuerdings muss man an der Grenze eine Tank-Karte kaufen. Aufgeladen für 500 Liter Diesel haben Touristen dafür kürzlich 400 US-Dollar gezahlt. Der Preis scheint Verhandlungssache zu sein. Haftpflichtversicherung wird angeboten, aber nicht Pflicht. Es ist fraglich, ob die im Schadensfall zahlt. Helfer erleichtern und beschleunigen die komplizierte Abwicklung bei Ein- und Ausreise. Aber unbedingt vorher auf Preis einigen. Kostet in der Regel nicht mehr als 5 US-Dollar.

Die Grenzer sagen, das Fahrzeug muss iranische Kennzeichen haben, die man in der nächst größeren Stadt kaufen soll. Von 80 US-Dollar pro Paar war die Rede. Kann man aber ignorieren, wurde im Land bei Kontrollen bisher (2009) nie beanstandet.

Schiff[Bearbeiten]

Regionen[Bearbeiten]

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Das Land Iran besteht aus 31 Provinzen:

Mobilität[Bearbeiten]

Flugzeug[Bearbeiten]

Inlandsflüge sind sehr günstig und kosten teilweise weniger als zehn Euro. Sie lassen sich oft noch kurz vor Abflug am Flughafen kaufen. Allerdings sind durch die Sanktionen die Flugzeuge sehr alt. Iranische Fluggesellschaften verzeichnen besonders viele Abstürze. Bus und Bahn sind also immer die bessere Wahl, wenn es die Entfernung zulässt.

Bus[Bearbeiten]

Das Busnetz im Iran ist sehr gut ausgebaut, und es existieren regelmäßige Verbindungen zwischen den größeren Städten und zumindest eine tägliche Verbindung zwischen den kleineren Städten des Landes. Es gibt zwei Busklassen: Normale Reisebusse, die von Oldtimern bis zu den auch in Europa fahrenden Modellen reichen und VIP-Busse. Letztere dominieren die Verbindungen zwischen weiter entfernten größeren Städten. VIP-Busse sind äußerst komfortabel mit 1+2-Bestuhlung, breiten Sesseln und kostenlosen Snacks und Getränken. Meistens wird man die VIP-Busse nutzen, die trotz des Komforts sehr günstig sind, rund ein bis zwei Euro pro 100 Kilometer.

Busbahnhöfe liegen meistens etwas außerhalb der Innenstädte. Dort kann man auch Tickets kaufen. Dafür geht man einfach an einen der Schalter der verschiedenen Busunternehmen. Die Busbahnhöfe wirken oft chaotisch, ausschließlich persische Schrift erschwert die Orientierung. Allerdings sind die meisten Iraner äußerst hilfsbereit, so dass man mit Fragen unproblematisch ans Ziel kommt. Fahrkarten für weitere Entfernungen sollte man im Voraus kaufen. Außerhalb der Feiertage reicht dafür ein bis zwei Tage vor Abfahrt. In der Regel bekommt man aber am selben Tag noch ein Ticket. Einige Reisebüros bieten einen Online-Service an, bei dem das Ticket zum Ausdrucken per E-Mail zugesandt wird. Allerdings gibt es hier extreme Preisunterschiede, einige Anbieter verlangen das Zehnfache des tatsächlichen Preises, andere nehmen moderate 20 Prozent Provision.

Sammeltaxis[Bearbeiten]

Zwischen Städten, die nahe beieinanderliegen, und von Teheran in Richtung Kaspisches Meer verkehren oft Minibusse oder größere Pkw als Sammeltaxis (Savaris). Sie sind etwas teurer als Busse aber dafür oft schneller. Allerdings ist der Komfort begrenzt. Die Fahrzeuge fahren ab, wenn sie voll sind. Dabei zahlt jeder Fahrgast für einen Sitz. Als Tourist wird einem oft der Beifahrersitz angeboten, der in der Regel aber doppelt so teuer ist, wie ein Sitz in der hinteren Reihe. Die Fahrer rufen ihr Ziel aus. Für die Fahrt nach Teheran nach Qom (ca. 2 Stunden) zahlt man etwa 2 Euro. Möchte man ein Sammeltaxi allein benutzen, sagt man dem Fahrer "dar bast" (geschlossene Tür), muss dann aber für sämtliche Plätze im Wagen bezahlen.

Eisenbahn[Bearbeiten]

Das Bahnnetz des Iran ist ziemlich weitmaschig und verbindet alle Landesteile miteinander, es sind sogar einige neue Bahntrassen in Planung. Weitere Infos unter RAJA wo man eine Übersicht des Streckennetz und Fahrzeiten abfragen kann. Die Eisenbahn ist oft langsamer als der Bus, gerade über Nacht aber viel komfortabler. Manchmal ist die Bahn allerdings schneller, zum Beispiel auf der Strecke Teheran-Qom. Bahntickets sind günstiger als Buskarten. Man sollte zumindest Karten für Nachtzüge im Voraus kaufen. Das Ticket muss man sich bei der Pass-Polizei vor Abfahrt mit Vorlage des Reisepasses abstempeln bzw. bestätigen lassen. Auch für den Fahrkartenkauf benötigt man den Reisepass.

Stadtbusse[Bearbeiten]

Innerhalb der Städte gibt es ein gutes Bussystem, das jedoch für Touristen schwierig zu benutzen ist, da die Busse ausschließlich auf Farsi beschrieben sind. Die Preise liegen selten über 5 Eurocent für eine Busfahrt. Bustickets kauft man vorher bei kleinen Ticketkiosks und gibt das Ticket beim Aussteigen dem Busfahrer. Geschlechter in Bussen sind streng getrennt. Frauen sitzen im hinteren Bereich. Um dem Fahrer das Ticket zu geben, müssen sie hinten aussteigen und vorne wieder kurz zum Fahrer. Einfacher zu benutzen sind die Schnellbusse in Teheran, die auf eigenen abgesperrten Spuren verkehren. Hier müssen Frauen allerdings vorn einsteigen.

Taxis[Bearbeiten]

Taxis sind allgegenwärtig und einfach zu nutzen. Auch viele Privatpersonen verdienen sich als Taxifahrer etwas dazu. Preise sollten vorher ausgehandelt werden. Da Touristen im Iran nur selten abgezockt werden, ist die Verhandlung meist kein Problem, und die Preise sind sehr niedrig. Eine Innenstadtfahrt kostet selten mehr als ein bis zwei Euro. Mit der Phrase "dar bast" (geschlossene Tür) kann man aus einem Sammeltaxi ein privates Taxi machen.

U-Bahn[Bearbeiten]

In Teheran und zunehmend in anderen Großstädten gibt es U-Bahnen. Die Ticketpreise sind sehr niedrig, in Teheran weniger als zehn Euro-Cent. Während des Berufsverkehrs ist die Teheraner Metro oft überfüllt, auch weil ihr Taktzeiten sehr groß sind. Der vordere und hintere Teil des Zugs ist für Männer gesperrt, Frauen können in jedem Waggon mitfahren. Fahrkarten werden als Einzeltickets oder als aufladbare Chipkarte verkauft.

Sprache[Bearbeiten]

Amtssprache Farsi (Persisch), Aseri (Türkisch), Kurdisch, Arabisch, Masandarani, Gilaki.
und viele Dialekte wie z.B. Yazdi, Isfahani, Balochi, Lori, Dezfuli,...

Kaufen[Bearbeiten]

Geld tauschen[Bearbeiten]

Der iranische Rial unterliegt einer extremen Inflation. Es lohnt sich daher, nicht das gesamte Geld zu Beginn der Reise zu tauschen, da sich innerhalb einer Woche spürbare Kurs- und Preisunterschiede entwickeln können. Wegen der Sanktionen ist Iran nicht an den internationalen Zahlungsverkehr angeschlossen. Das heißt, dass Kredit- und EC-Karten an den Automaten nutzlos sind, alles Geld muss in bar mitgenommen und vor Ort getauscht werden. Der tatsächliche Wechselstuben-Kurs unterscheidet sich drastisch vom internationalen Kurs, den man zum Beispiel auf den einschlägigen Währungsrechnern im Internet findet. Für Touristen ergeben sich so deutlich günstigere Preise. (Beispiel Juni 2018: offizieller Bankenkurs bei 1:45.0000, Wechselstubenkurs bei 1:75.000)

Der Kurs der Wechselstuben am Flughafen Teheran ist extrem schlecht. Die Taxifahrer nehmen allerdings ohnehin viel lieber Euro oder Dollar als Rial, so dass man auch ohne Bargeld in die Innenstadt kommt.

Bester Tauschort sind die Wechselstuben, die sich in den Städten meist nebeneinander in einer bestimmten Straße befinden. Dollar und Euro werden gern genommen. Der Tausch auf der Straße ist ebenfalls üblich, Geldhändler sitzen oft mit einem Tischchen voller Scheine auf dem Gehweg und warten auf Kunden. In der Nähe der Wechselstuben warten auch viele Privattauscher auf Gelegenheit. Hier sollte man aber unbedingt darauf achten, die richtige Summe zu erhalten. Die Euro-Scheine sollten erst nach Erhalt der kompletten Rail-Summe übergeben werden. Hotelrechnungen kann man zum normalen Wechselstubenkurs auch problemlos in Euro begleichen.

Für den Fall, dass man gar kein Geld mehr besitzt, besteht seit Lockerung der Sanktionen die Möglichkeit, dass man der Iranischen "Melli Bank" mit Sitz in Hamburg Geld überweist und ein Formular ausfüllt, auf dem man die Filialnummer einer Melli Bank im Iran angibt. Sobald das Geld überwiesen wurde, kann man das Geld in Iranischen Rial in dieser Filiale abholen. Achtung: Es handelt sich dabei um einen langwierigen Prozess.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

In jeder Stadt wird man Kababis finden, die vor allem eines, nämlich diverse Kebabs im Angebot haben, meist auch ein oder zwei Khorescht (Schmorgericht mit Fleisch, etwas Gemüse und viel Soße). Kebabs werden als Spießchen serviert, dazu gibt es eine Portion Reis. Des Weiteren findet man in vielen Städten Restaurants, die eine iranische Version von Pizza im Angebot haben sowie viele Stände, die Sandwiches oder Hamburger verkaufen. In den Teehäusern kann man neben Tee und Wasserpfeife auch oft ein Dizi bestellen, eine Art Suppe mit Gemüse, das zusammen mit Fladenbrot gegessen wird. Um andere Gerichte kennenzulernen, muss man in der Regel zu jemandem nach Hause eingeladen werden. Das Frühstück besteht oft aus Fladenbrot mit Käse, Honig oder Konfitüre. Das Fladenbrot lässt sich in verschiedene Arten unterteilen. So ist zum Beispiel eines der besten das Sangak, auf heißen Kieseln gebacken, welches knusprig, frisch und sehr warm verzehrt wird.

Ausgehen[Bearbeiten]

Ausgangsmöglichkeiten sind sehr beschränkt im Iran. Es gibt in jeder Stadt Kinos, die fast ausschließlich iranische Produktionen zeigen (ohne Untertitel). In vielen Städten gibt es auch Theateraufführungen. Discos gibt es im Iran nicht. Der Ausgang der Iraner besteht im Wesentlichen darin, die Verwandten zu besuchen. Sehr beliebt im Iran ist das Picknick, besonders am Freitagabend (das iranische Wochenende ist am Donnerstag und am Freitag) sind die Parks voll von picknickenden Familien, sehr schön auf dem Imam-Platz in Isfahan. Gewisse gehobener Restaurants bieten Live-Musik an.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Das Angebot an Unterkünften ist vielfältig und wächst stetig. Durch den wachsenden Tourismus eröffnen stetig neue Hotels und Gästehäuser. Empfehlenswert sind die "Traditional Houses". Dabei handelt es sich um typisch iranische historische Häuser, die sich zum Innenhof öffnen. Sie verfügen über Zimmer in allen Standards, von Luxus bis zum Hostel-Schlafsaal. Ein einfaches Doppelzimmer mit Dusche und Toilette ist je nach Ort schon ab etwa 25 Euro zu haben. Vor allem Teheran hat aber auch große Hotels der Luxusklasse im Angebot. Hier stehen die Übernachtungspreise denen in Westeuropa in nichts nach. Vorschriften, zum Beispiel, dass unverheiratete Paare oder zwei Männer kein gemeinsames Zimmer erhalten, spielen keine Rolle mehr.

Die Ausstattung, vor allem der Hotels mit zwei Sternen und weniger, entspricht manchmal nicht westlichen Standards. So ist zum Beispiel die westliche Sitztoilette in dieser Klasse nicht immer anzutreffen. Traditional Houses sind in dieser Hinsicht besser ausgestattet, da sie klar auf westliche Touristen ausgerichtet sind. Wer bei der Toilette empfindlich ist, sollte sich aber vorher erkundigen.

Buchung[Bearbeiten]

Aufgrund der stark steigenden Touristenzahlen kann das Angebot nicht immer mit der Nachfrage mithalten. Reservierungen im Voraus sind daher ratsam. Allerdings lassen sich wegen der Sanktionen nur wenige Unterkünfte über internationale Buchungsplattformen reservieren. Hier ist zu beachten, dass die dort angezeigten Preise in der Realität viel niedriger sind, da Seiten wie booking.com den offiziellen Bankenkurs zur Umrechnung in Euro heranziehen. Vor Ort ist aber der günstigere Wechselstubenkurs maßgeblich. Eine iranische Eigenheit ist, dass sich Unterkünfte nicht sehr lange im Voraus buchen lassen. Viele Hotels öffnen ihre Reservierung erst einen Monat vor dem gewünschten Ankunftsdatum. Grund ist möglicherweise die starke Inflation, die eine ständige Anpassung der Zimmerpreise notwendig macht. Mittlerweile gibt es zahlreiche iranische Buchungsdienste, über die per E-Mail reserviert werden kann. Bezahlt wird dann in bar vor Ort.

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Feiertage[Bearbeiten]

Termin Name Bedeutung
11. Februar Tag der Islamischen Revolution Nationalfeiertag
1. April Tag der Gründung der Islamischen Republik Nationalfeiertag

Sicherheit[Bearbeiten]

Von Reisen in den Osten der Provinz Kerman und Sistan-Belutschistan sowie in die Grenzgebiete Irans mit Pakistan und Afghanistan wird dringend abgeraten. In diesen Gebieten besteht ein erhebliches Entführungs- und Anschlagsrisiko. Dies betrifft insbesondere das Gebiet im Dreieck zwischen den Städten Zabol, Bam und Chabahar.

Von nicht notwendigen Individual- oder Trekkingreisen in die Kurdengebiete im Nordwesten Irans, insbesondere entlang der türkischen und irakischen Grenze, wird grundsätzlich abgeraten. Gelegentlich werden die Grenzübergänge zur Türkei und zum Irak geschlossen.

Es wird dringend davon abgeraten, auf dem Landweg, insbesondere mit dem Fahrrad oder Motorrad, nach Pakistan oder Afghanistan zu reisen. Auf der Strecke Zabul-Zahedan besteht ein Überfall- und Entführungsrisiko, auf der Strecke Kerman-Bam wurden nach Errichtung einer Straßensperre Reisende von Mitgliedern einer terroristischen Gruppierung erschossen.

Für Afghanistan, Irak und die an Iran grenzende pakistanische Provinz Belutschistan bestehen Reisewarnungen.

Iran ist generell ein sehr sicheres Reiseland, und das Reisen gestaltet sich in der Regel problemlos, solange man sich an gewisse Regeln hält:

  • Das Gepäck nicht unbeaufsichtigt lassen.
  • Den Pass, die Identitätskarte oder den Personalausweis nie aus den Händen geben (in vielen Hotels wird jedoch verlangt, dass der Pass an der Rezeption hinterlegt wird). Es lohnt sich, eine Kopie des Passes und Visums anzufertigen.
  • Nicht in den Konflikt mit dem iranischen Gesetz kommen (besonders Alkohol und Drogen jeglicher Art, die Strafen sind sehr hoch).
  • Sich entsprechend kleiden: Frauen mit bedeckten Schultern, Armen und Beinen und mit Kopftuch, Männer mit Hemd oder T-Shirt, auf keinen Fall kurze Hosen.
  • Als Frau sollte man vorsichtig sein, wenn man mit Männern spricht. Einige Männer könnten einen als "Freiwild" betrachten. Umgekehrt sollte man als Mann auch eher darauf warten, dass Frauen einen ansprechen.
  • Homosexualität ist im Iran verboten.

Solange man sich an diese Regeln hält, werden die Iraner einen freundlich und herzlich empfangen, und man wird sich wahrscheinlich sicherer fühlen als in der Heimat. Hält man sich nicht an die Gesetze, kann es jedoch zu schlimmen Strafen führen, da im Iran die Scharia gilt.

Vorsicht bei Kontrollen von Polizei in Zivil! Es gibt Banditen, die sich als Polizisten ausgeben und Touristen ausrauben. Man erkennt die falschen Polizisten am aufdringlichen bis aggressiven Auftreten. Echte Polizisten sind freundlich. Oder bevor man den Pass zeigt, andere Einheimische hinzuholen.

Straßen durch die beiden Wüstengebiete sind sicher und in gutem Zustand. Abgelegene Pisten können problematisch sein. In der Wüste gibt es „geheime“ Militär-Sperrgebiete. Wer dort auftaucht, muss damit rechnen, als Spion behandelt zu werden - auf keinen Fall Fotos in Nähe des Militärs machen. Außerdem werden manche Pisten von Drogenschmugglern aus Afghanistan befahren, denen man besser nicht begegnet.

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Die medizinische Versorgung ist in weiten Landesteilen unzureichend und entspricht medizinisch, hygienisch, technisch und organisatorisch meist nicht europäischem Standard. Sprachbarrieren können gerade auf dem Land die Kommunikation erheblich erschweren. In Teheran ist die medizinische Versorgung in allen Fachdisziplinen meist auf einem mittleren bis hohen Niveau. Bei schweren Erkrankungen muss deshalb ggf. eine medizinische Evakuierung in eine der großen Kliniken Teherans oder ins Ausland, z.B. nach Dubai, erwogen werden. Dort wird ggf. vom Patienten erwartet, vor Behandlungsbeginn eine erhebliche Anzahlung zu leisten, was das Budget eines durchschnittlichen Reisenden bei schweren Erkrankungen und intensivpflichtigen Behandlungen oft sprengt.

Klima und Reisezeit[Bearbeiten]

Der Iran ist groß und hat sehr verschiedene Klimazonen. Eine Übersicht: Kaspisches Meer am Nordhang des Elburz-Gebirges: Regnerisch, milde Winter, warme Sommer. Beste Reisezeit April bis Oktober. Teheran und südlich des Elburz: Trockenes Kontinentalklima, kalte Winter, heiße Sommer. Im Winter schneit es oft. Beste Reisezeit März bis Mai und September bis November. Zentrales Hochland: Kontinentalklima, kalte Winter und heiße Sommer. Beste Reisezeit März bis Mai und September bis November. Die Winter können sehr kalt sein. Nördliches und westliches Gebirge: Teilweise alpines Kontinentalklima, sehr strenge Winter, milde Sommer. Beste Reisezeit zwischen April und September. Östliche Wüstengebiete: Trockenes Wüstenklima, kühle Winter, heiße Sommer. Beste Reisezeit Februar bis Mai und September bis Dezember. Im Winter kann es manchmal schneien. Küste des Persischen Golfs: Warme Winter, sehr heiße Sommer, ganzjährig niederschlagsarm. Beste Reisezeit ist das Winterhalbjahr.

Respekt[Bearbeiten]

Kommunizieren[Bearbeiten]

Hauptverkehrssprache im Iran ist Persisch (Farsi). Englisch wird von vielen jungen Leuten in unterschiedlichem Maß gesprochen. Es kann durchaus passieren, dass man Iraner trifft die auch perfekt Deutsch oder Französisch sprechen. Im Allgemeinen ist es jedoch empfehlenswert ein paar Brocken Farsi zu verstehen.

kh entspricht dem deutschen ch; gh entspricht in etwa dem französischen r; r ist eine gerolltes r

Zahlen

1 yek; 2 do; 3 se; 4 tschaar; 5 pandsch; 6 schisch; 7 haft; 8 hascht; 9 nou; 10 dah; 11 yazdah; 12 dawazdah

Ja: bale, aré; Nein: Na (verstärkt durch ein heben des Kopfes/Kinn, das leicht mit einem Nicken verwechselt werden kann, beziehungsweise durch ein Schnalzen); Entschuldigung: bebakhschid; Bitte: lotfan; Danke: Mersi; taschakkor; Wo ist...? : ... kodscha hast?; Wieviel kostet? : ... tschand hast?; Hotel: Hotel; Mosaferkhaneh (einfaches Hotel); Zimmer: otagh; Haben Sie ein Zimmer? : Shoma otagh darid?; Essen: ghaza; Ich verstehe nicht: nemifahmam; Ich verstehe: mifahmam; Hilfe: Komak

Telekommunikation[Bearbeiten]

Im Iran gibt es mittlerweile 5 Mobilfunknetze:

  1. Irancell Telecommunications Services Company (MTN Irancell), Versorgung Landesweit, aber nur in Ballungszentren. SMS als Service möglich MMS ab 2009.
  2. MCI / MobileCell Iran, Versorgung Landesweit und nahezu Flächendeckend, SMS als Service möglich MMS ab 2009.
  3. Mobile Telecommunications Company of Esfahan (MTCE), Versorgung in Teheran und Isfahan, SMS und MMS möglich.
  4. Rafsanjan Industrial Complex (Coop) (Taliya), Versorgung in Teheran, Isfahan und einigen anderen Städten, SMS als Service möglich MMS nicht.
  5. KFZO (TKC) / IR-Kish, Versorgung auf Kish-Island mit einem zusätzlichen 3G / UMTS Netz, SMS, MMS und mobiles Surfen möglich.

Alle deutschen und österreichischen Mobilfunkanbieter haben mindestens mit dem größten Anbieter MCI ein Roamingabkommen. E-Plus und T-Mobile auch mit Irancell und IR-Kish.

MCI versorgt zwar das ganze Land, an manchen Stellen muss aber eine manuelle Wiedernetzeinwahl durchgeführt werden, da sich das Mobiltelefon nicht von alleine bei manchen Sendetürmen anmelden kann. (besonders in der Region am Kaspischen Meer)

Die Preise bewegen sich je nach Netz und Provider zwischen z.B.: 1,20 EUR bei E-Plus 2,99 EUR bei o2 bis 3,20 bei Vodafone. Diese Preise können sich jederzeit ändern. Ankommende Gespräche werden zusätzlich, neben der Gebühr des Heimatproviders, mit ca. 0,12 EUR pro Minute durch den Roamingpartner im Iran abgerechnet.

Prepaidkarten sind für Irancell, MCI und MTCE zu haben. Man braucht lediglich eine Kopie des Passes. Das Telefonieren hiermit ist sehr günstig.

Internet[Bearbeiten]

Unterkünfte bieten in der Regel kostenloses W-Lan, allerdings in sehr unterschiedlicher Qualität. Öffentliches W-Lan ist die Ausnahme. Das iranische Regime hat diverse Seiten gesperrt. Das betrifft sowohl westlichen Journalismus, zum Beispiel bbc.co.uk, als auch soziale Netzwerke. Wer Facebook nutzen möchte, benötigt dringend ein VPN. VPN sind im Iran zwar offiziell verboten, werden aber von praktisch allen jüngeren Menschen genutzt, um die Zensur zu umgehen. WhatsApp ist ohne VPN nutzbar.