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Šuto Orizari

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Šuto Orizari, auch Šutka genannt, ist ein Stadtteil von Skopje. Es ist eine der größten Roma-Siedlungen der Welt mit ca. 30.000 Einwohnern.

Junge Roma transportieren einen Betonmixer mit einer mobilen Kreissäge
Notunterkunft seit 1963
Šuto Orizari ist weder pittoresk noch romantisch. Dennoch ist es einen Besuch wert für Menschen, die an der Kultur und Lebensweise der Roma interessiert sind. Die Siedlung hat sich aus einem kleinen Dorf entwickelt, in dem vor 1963 nur einige wenige Roma-Familien ansässig waren. Nach dem großen Erdbeben, das 1963 Skopje großteils zerstörte, siedelten sich viele Roma, die ihre Wohnungen verloren hatten, dort an - bzw. wurden dort angesiedelt. Von den Wellblechbaracken, die damals von ausländischen Hilfsorganisationen als provisorische Wohnstätten zur Verfügung gestellt wurden, sind viele immer noch bewohnt. Nach der Schließung der großen staatlichen Fabriken ist die Arbeitslosigkeit unter den Roma von Skopje besonders hoch. Nur höchstens 30% der arbeitsfähigen Bewohner von Šutka sind in einem Arbeitsverhältnis. Der Rest macht Gelegenheitsarbeiten (Z.B. auf dem Bau), ist im formellen oder informellen Dienstleistungssektor tätig (z.B. Friseur, Autowäsche, Reparaturen aller Art), treibt Handel (vom Hausierer bis zum internationalen Textilhandel) oder sammelt und verkauft Altmaterial. Viele Familien sind auf Sozialhilfe angewiesen.

Wirtschaftliches Zentrum ist der große Textilmarkt, der von Kunden aus ganz Mazedonien besucht wird.

Die Armut in Šuto Orizari ist groß, doch kann man es nicht generell als Slum bezeichnen. Es gibt hier auch fast palastartige Häuser von reichen Händlern und Musikern, es gibt nette Einfamilienhäuschen mit Gärten (oft gehören Sie Familien, die als Gastarbeiter im Ausland tätig sind oder waren), es gibt die schon erwähnten Baracken und Container und an den Rändern auch absolut triste Slumgebiete.

Anreise[Bearbeiten]

Bus Linie 19 (städtisch oder privat)

Mit dem Taxi vom Zentrum aus ca. 150 Denar

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Textilmarkt

Kirchen[Bearbeiten]

Šuto Orizari verfügt über eine große und zwei kleine Moscheen.

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Denkmäler[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

Parks[Bearbeiten]

Verschiedenes[Bearbeiten]

14. Jänner: Vasilica, Neujahrsfest, wird im Kreis der Familie gefeiert.

Die Familie stellt ihr geopfertes Schaf aus
5. bis 8. Mai: Herdelezi oder Djurdjevden - Frühlingsfest. Wird im Kreis der Familie und auf der Straße gefeiert, zum Abschluss meist ein großes Freiluftkonzert.

Nach Herdelezi beginnt die Zeit der Hochzeiten. Fast jeden Tag kann man einem Hochzeitszug begegnen. Auch die Brautgeschenke werden mit Musikbegleitung ins Haus der Braut gebracht.

Bei all diesen Anlässen sollte man Fotoapparat und Videokamera eingepackt lassen. Erst, wenn man mit den Menschen persönlich Bekanntschaft geschlossen hat, soll man fragen, ob man auch fotografieren darf.

In der Umgebung kann man ausgedehnte Spaziergänge durch Felder und Weingärten unternehmen oder auch Wanderungen in die nahen Berge. Auch für Radtouren ist das Umland sehr zu empfehlen.

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Billige Textilien und Schuhe.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Günstig[Bearbeiten]

Gegenüber dem Marktplatz gibt es eine nette Bar, wo das Bier gut gekühlt ist. Entlang der Hauptstraße gibt es ein paar Auskochereien und kleine Restaurants, wo man die üblichen Balkanspezialitäten (Cevapcici, Pleskavica, Spießchen etc.) bekommt (Sandwich mit Pleskavica und Pommes zum Mitnehmen: 30 Denar). In der Konditorei an der wichtigsten Kreuzung (ul. Šuto Orizari und ul. Novi Život) gibt es einen ausgezeichneten Espresso, Baklava und süße, fette Cremetorten.

Mittel[Bearbeiten]

Gehoben[Bearbeiten]

Nachtleben[Bearbeiten]

Unterhalb des Sportplatzes gibt es an den Sommer-Wochenenden eine Freiluft-Disco.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Um die Bewohner von Šuto Orizari kennenzulernen gibt es keinen bessseren Weg als dort zu übernachten. Es gibt keine Pensionen und Hotels, nur Privatzimmer. Hier wird man liebevoll betreut und bekocht und nimmt am Familienleben teil.

Kommunikation[Bearbeiten]

Postamt, Internetcafés

Weiter geht's[Bearbeiten]