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Yosemite-Nationalpark: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 16. Juni 2009, 15:08 Uhr

Yosemite Tunnel View

Yosemite ist ein Nationalpark in der Sierra Nevada (Kalifornien, USA). Er besitzt eines der schönsten Granitplateaus der Erde.

Inhaltsverzeichnis

Hintergrund

Der Yosemite Nationalpark ist einer der populärsten in den USA, was sich auch in einer enormen Besucherzahl von ca. 4 Millionen pro Jahr ausdrückt. Dabei ist der Park vor allem in der Ferienzeit Juli/August völlig überlaufen, auch Wochenenden sind wegen der zahlreichen Wochenendausflügler aus dem Gebiet um San Francisco bzw. Los Angeles kaum zu empfehlen. Allerdings konzentrieren sich etwa 90 % der Besucher auf das mit dem Auto bequem zu erreichende Yosemite Valley.

Geschichte

Durch den US-Senat wurden im Gebiet von Yosemite am 1. Oktober 1890 1.500 Quadratmeilen unter besonderen Schutz gestellt, schon bald danach als Yosemite Nationalpark beschrieben. Im Jahr 1906 erfolgte die Erweiterung des Gebietes um Yosemite Valley und Mariposa Grove. Formell ist damit der Yellowstone Nationalpark älter, jedoch wurde der Schutz von Yosemite bereits am 30. Juni 1864 durch die Unterzeichung des Yosemite Grant durch Abraham Lincoln bekräftigt.

Landschaft

Flora und Fauna

Die Vegetation ist mit allein 37 hier gezählten Baumarten, darunter bis zu 3.000 Jahre alten Mammutbäumen, sehr vielfältig. Eine große Anzahl von Kräutern und Wildblumen ist auf den Bergwiesen angesiedelt. Während der Mensch manche Tierarten wie den Grizzly und den Wolf ausgerottet hat, sind noch in großer Zahl Schwarzbären, Erd- und Backenhörnchen, Fischmarder, Maultierhirsche, Pumas und Pfeifhasen anzutreffen.

Klima

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Die Wettervorhersage für Yosemite-Nationalpark von NOAA.

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Im Sommer ist es im Park warm und trocken. Im Winter kann es allerdings ziemlich kalt werden. Zwischen Dezember und März sind die meisten Niederschläge.

Anreise

Karte des Parks

Der Park hat vier Eingänge:

  • Aus dem Nordwesten, z. B. San Francisco/Bay Area über die 120
  • aus westlicher Richtung, z. B. Merced über die 140,
  • aus Richtung Süden, z. B. Fresno über die 41 oder...
  • aus der Sierra im Osten über den Tioga-Pass (120); diese Straße ist aber nur im Sommer (Juni-Oktober) geöffnet.

Amtrak wirbt mit einem Direktzug von der Bay Area nach Yosemite um Kunden. Der Zug verkehrt nach Merced, wo man in einen Bus umsteigen muss, der nach zwei Stunden den Park erreicht. Da alleine der Zug von Emeryville aus 4 Stunden benötigt, das Auto oder der Bus aber nur 2, ist diese Anreisemöglichkeit ziemlich langwierig. Nichtsdestominder ist diese Möglichkeit für Fernzugreisende und Eisenbahnliebhaber eine gute Wahl.

Gebühren/Permits

An allen Eingängen muss eine Einfahrtsgebühr bezahlt werden, die für 7 Tage zu beliebig vielen Ein- und Ausfahrten berechtigt. Im Oktober 2008 betrug die Gebühr 20 US$ pro Auto incl. Insassen. Für Fußgänger, Buspassagiere, Fahrradfahrer oder Motorradfahrer 10 US$. Der Jahrespass kostet 40 US$. Als Alternative bietet sich noch der America the Beautiful – National Parks and Federal Recreational Lands Pass an, der ein Jahr gilt und zum Besuch sämtlicher US-amerikanischer Nationalparks berechtigt und 80 US$ kostet.

Darüber hinaus sind für Wanderungen in die Wildnis des Parks sogenannte wilderness permits erforderlich, diese sind kostenlos an den Eingängen des Parks, bzw. außerhalb der Saison im Besucherzentrum in Yosemite Village erhältlich. Obligatorisch sind beispielsweise spezielle bärensichere Lebensmittelbehälter die ggf. ausgeliehen werden können.

Mobilität

Sehenswürdigkeiten

  • El Capitan - Der insgesamt 2307 m hohe Granitfelsen ragt steil aus dem Yosemite Valley empor. Seine über 1000 m senkrechte Felswand ist Amerikas beliebteste Kletterstrecke.
  • Glacier Point - Gigantischer Aussichtspunkt auf einer Berghöhe. Entweder mit dem Auto zu erreichen oder aber auf dem so genannten 4-Mile-Trail zu Fuß. Dieser anstrengende Weg führt nach ca. 3 - 5 Stunden Wanderung direkt zum Aussichtspunkt am Glacier Point und lässt die Aussicht angesichts der zurückgelegten Höhenmeter noch schöner erscheinen. Die Mühe lohnt sich!
  • Tioga Pass - Diese im Norden des Parks liegende Passstraße ist wohl die schönste mit dem Auto erreichbare Strecke des Nationalparks. Für die 55 Meilen lange Strecke sollte man mit Rückweg einen ganzen Tag einplanen. Die Straße ist nur im Sommer befahrbar und man sollte berücksichtigen, dass die Strecke bis auf 3.000 m ansteigt, was durchaus zu gesundheitlichen Problemen führen kann.
  • Yosemite Falls - Nordamerikas höchste Wasserfall im Yosemite Valley, allerdings im Herbst häufig ausgetrocknet und dann nicht wirklich sehenswert.
  • Yosemite Village - Das Besucherzentrum befindet sich in dieser kleinen Touristenstadt im zentral gelegenen Yosemite Valley. Sie erhalten dort Informationen über Sehenswürdigkeiten, Geschichte, Tiere, Pflanzen und Geologie des Parks.
  • Mirror Lake - Ein saisonaler See, in dem sich die umliegende Bergwelt spiegelt. Ein Besuch lohnt sich allerdings nur im Frühjahr oder eventuell noch im Frühsommer, da er ansonsten ausgetrocknet ist.
  • Vernal Falls und Nevada Falls - Diese beiden Wasserfälle sind ein tolles Ziel für eine nicht allzu anstrengende Tageswanderung, bei der man immer wieder schöne Ausblicke genießen kann. Für den Aufstieg empfiehlt sich der Mist-Trail (teilweise recht steil, Granitstufen), für den Rückweg der etwas längere aber flachere John-Muir-Trail.
  • Tunnelview Overlook - Wunderschöne Aussicht (siehe Bild am Anfang des Artikels). Laut National Geographic die am meisten fotografierte Aussicht der Welt.
  • Sequoias, riesige Mammutbäume, am südlichen Ende des Nationalparks bei Wawona.

Aktivitäten

  • The Yosemite Valley Railroad [1] - ja, der Nationalpark hatte auch mal einen eigenen Bahnanschluss, und zwar bis 1945. Nach diversen Naturkatastrophen wurde die Strecke, wie so oft in den USA, einfach stillgelegt. Heute wünschen sich viele Besucher die Bahn wieder zurück, denn die Straße von Merced hat mit zunehmenden Kapazitäts- und Umweltproblemen zu kämpfen.

Kaufen

Am südlichen Ein- bzw. Ausgang ist etwa nach einem km ein kleines Dorf. Dort kann man einen kleinen Mammutbaum kaufen. Er ist ca. 5 cm groß und ist in einer kleinen Plastic Box verschlossen. Ich habe einen mit nach Deutschland mitgenommen und der ist heute (nach 5 Jahren) schon 2 Meter groß und ist eine Zierde in meinem Garten.

Küche

Trinken

Yosemite Pale Ale ist ein regionales Ale und (auch für europäischen Geschmack) sehr lecker. Wie gutes Bier in US oft auch sehr teuer, in Curry Village für $7 (Stand 2006).

Unterkunft

Hotels und Herbergen

Übernachtungen sind in Yosemite generell sehr teuer. Wer etwas günstiger übernachten möchte, fährt aus dem Nationalpark heraus und nimmt ein Motel in einer der nächsten Städte. Auf dem Highway 120 folgt am Westausgang nach etwa einer Stunde Mariposa, auf der 120 nach Osten folgt etwa eine halbe Stunde hinter Yosemite der Ort Lee Vining.

  • The Ahwahnee, [2]. Spektakuläres Grand Hotel mitten im Yosemite Valley. Es heisst man müsse mindestens ein Jahr im voraus buchen.
  • Cedar Lodge, (Motel in El Portal nahe dem Eingang zum Nationalpark am Highway 140 gelegen), [3]. Schön gelegenes Motel mit etwas lieblos und düster ausgestatteten Zimmern. Das vergleichsweise gute Frühstückbuffet kann hier einiges gut machen.
  • Tioga Pass Resort, [4]. Nahe dem Tioga Pass gelegen auf knapp 3.000 m Höhe grade außerhalb der Nationalparkgrenze mitten im schönsten Hochgebirge wohnt man in kleinen Holzhäuschen.
  • Curry Village. Curry Village bietet Übernachtungen ab $40 für zwei Personen in ungeheizten Zeltkabinen (das kann nachts empfindlich kalt werden) sowie weitere deutlich teuere feste Unterkünfte auf einer Anlage ähnlich einem Campingplatz. Frühstück und Dinner wird als Büffet angeboten (ca. $10 und $12).

Camping

Im Nationalpark selber gibt es mehrere Campingplätze. Über die Belegung informiert das Visitor Center in Yosemite Village. Achtung: Die Plätze sind auch in der Nachsaison extrem stark ausgelastet.

Sicherheit

  • Bären: Im Nationalpark gibt es viele Schwarzbären, die direkt für den Menschen nicht gefährlich sind. Allerdings gehen die Tiere mit großer Zerstörungskraft auf Futtersuche und können dabei Zelte zerfetzen und auch verschlossenen Autos schwere Schäden zufügen. Daher sind im Nationalpark alle Lebensmittelvorräte in speziellen Vorratsbehältern zu lagern. Fest installiert sind diese an Parkplätzen und Zeltplätzen. Ansonsten sind kleine transportable Behälter ausleihbar. Durch diese Maßnahmen konnte die Zahl der Bärenzwischenfälle in den letzten Jahren gesenkt werden, die liegt aber immer noch weit über 100 Zwischenfälle pro Jahr.
  • Berglöwen: Als mountain lion werden gemeinhin die im Nationalpark vorkommenen Pumas bzw. Panther bezeichnet. Im Falle einer solchen seltenen Begegnung stehen bleiben und langsam den Rückzug antreten, ggf. laut schreien und Lärm machen, nicht schnell weglaufen - im Regelfall werden Menschen jedoch nicht angefallen.
  • Waldbrände: Im Herbst gibt es durch die langdauernde Trockenheit im Sommer meist eine sehr hohe Waldbrandgefahr. Zu unterscheiden von solchen ungeplanten Feuern, sind die geplanten Feuer, die von den Rangern jedes Jahr in bestimmten wechselnden Gebieten entzündet werden. Über solche Feuer und den damit verbunden Nutzen für die Natur wird man überall informiert, ggf. sind dadurch zeitweise bestimmte Wanderwege gesperrt.

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