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{{QuickbarStadt
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|Stadt=Nürnberg
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Wenn du Hilfe zum Lesen oder Schreiben in Wikitravel benötigst, bist du hier an der richtigen Stelle. Hier werden einige wichtige Artikel über Wikitravel und seine Benutzung vorgestellt. Falls du noch Fragen hast, die hier nicht beantwortet werden, versuche es mit den [[Wikitravel:FAQ|FAQs]] oder stell die Frage am [[Wikitravel:Stammtisch|Stammtisch]].
|Bild=[[Image:Nuremberg hl geist pegnitz f w.jpg|noframe|300px]]
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|Bevölkerung=501.620 <small>(Januar 2007)</small>
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'''Nürnberg''' ist die größte Stadt in [[Franken]] und mit gut 500.000 Einwohnern die zweitgrößte im Bundesland [[Bayern]].
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==Allgemeine Info==
  
== Stadtteile ==
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*[[Wikitravel:Über uns|Über Wikitravel]]
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*[[Wikitravel:Herzlich willkommen|Herzlich willkommen]]
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*[[Wikitravel:Herzlich willkommen, Wikipedianer|Herzlich willkommen, Wikipedianer]] --- '''Bitte lesen!'''
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*[[Wikitravel:FAQ|FAQ]]
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*[[Wikitravel:Copyleft|Copyleft]]
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*[[Wikitravel:Wie du Wikitravel helfen kannst|Wie du Wikitravel helfen kannst]]
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*[[Wikitravel:Tips für neue Autoren|Tips für neue Autoren]]
  
Die Pegnitz teilt die Nürnberger Altstadt in zwei Hälften. Nach ihren Hauptkirchen wird die Nordseite Sebalder und die Südseite Lorenzer Altstadt genannt. Beide Teile der Altstadt werden von der Stadtmauer umschlossen.
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== Gewusst wie ==
  
* '''[[Nürnberg/Lorenz|Lorenzer Altstadt]]'''
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*[[Wikitravel:Wie du einen Benutzer-Account anlegst|Wie du einen Benutzer-Account anlegst]]
* '''[[Nürnberg/Sebald|Sebalder Altstadt]]'''
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*[[Wikitravel:Wie du eine Seite bearbeitest|Wie du Seiten bearbeitest]]
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*[[Wikitravel:Wiki Markup|Wie du das Wiki Markup verwendest]]
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*[[Wikitravel:Wie du eine neue Seite anfängst|Wie du eine neue Seite anfängst]]
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*[[Wikitravel:Wie eine Seite gelöscht wird|Wie eine Seite gelöscht wird]]
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*[[Wikitravel:Wie du eine Seite umbenennst|Wie du eine Seite umbenennst]]
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*[[Wikitravel:Wie du eine Seite weiterleitest|Wie du eine Seite weiterleitest (Redirect)]]
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*[[Wikitravel:Wie du Dateien hochlädst|Wie du Dateien hochlädst]]
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*[[Wikitravel:Wie du ein Bild einfügst|Wie du Bilder einfügst]]
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*[[Wikitravel:Diskussionsseiten verwenden|Wie man Diskussionsseiten verwendet]]
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*[[Wikitravel:Wie du eine Seite wiederherstellst|Wie du den früheren Zustand eines Artikels wiederherstellt]]
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*[[Wikitravel:Umgang mit unerwünschten Veränderungen|Umgang mit unerwünschten Veränderungen]]
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*[[Wikitravel:Wie Wikitravel-Inhalte weiterverwendet werden können|Wie Wikitravel-Inhalte weiterverwendet werden können]]
  
Um die Altstadt gruppieren sich die andere Stadtteile. Im Uhrzeigersinn, ausgehend von der westlichen Pegnitz sind das im Norden:
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==Die technischen Möglichkeiten von Wikitravel==
  
* '''[[Nürnberg/Johannis|St. Johannis]]''' berühmt durch seinen Friedhof
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*[[Wikitravel:Hilfe zu den Einstellungen|Hilfe zu den Benutzereinstellungen]]
* '''[[Nürnberg/Knoblauchsland|Knoblauchsland]]''' werden die Dörfer nördlich der Stadt genannt (unter anderem Schniegling, Wetzendorf, Thon, Buch, Kraftshof, Neunhof, Boxdorf und Großgründlach)
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*[[Wikitravel:Hilfe zur Beobachtungsliste|Hilfe zur Beobachtungsliste]]
* '''[[Nürnberg/Nordstadt|Nordstadt]]''' die Stadtteile Gärten hinter der Veste und Maxfeld
+
*[[Wikitravel:Hilfe zu älteren Seitenversionen|Hilfe zu früheren Versionen einer Seite]]
* '''[[Nürnberg/Ziegelstein|Ziegelstein]]''' mit Buchenbühl und Herrnhütte
+
*[[Wikitravel:Hilfe zu den letzten Änderungen|Hilfe zu den letzten Änderungen]]
* '''[[Nürnberg/Schoppershof|Schoppershof und Rennweg]]'''
+
*[[Wikitravel:Hilfe zur Benutzerseite|Hilfe zur persönlichen Benutzerseite]]
* '''[[Nürnberg/Wöhrd|Wöhrd]]'''
+
*[[Wikitravel:Hilfe zur Suche|Hilfe beim Suchen]]
* '''[[Nürnberg/Erlenstegen|Erlenstegen]]'''
+
*[[Wikitravel:Namensräume|Hilfe zu Namensräumen]]
  
Und im Süden:
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==Siehe auch==
  
* '''[[Nürnberg/Mögeldorf|Mögeldorf, Zabo, Laufamholz]]''' mit dem Tiergarten
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*[[Wikitravel:Nützliches|Nützliches{{Linkt raus}}]] - eine Liste wichtiger Meta-Artikel
* '''[[Nürnberg/Südstadt|Südstadt]]''' die Stadtteile Gleißhammer, St.Peter, Lichtenhof, Steinbühl, Gibitzenhof, Werderau
+
*[[Wikitravel:Über uns|Über uns{{Linkt raus}}]]
* '''[[Nürnberg/Langwasser|Langwasser]]''' mit dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände, der Messe und dem Stadion
+
*[[Wikitravel:Regeln und Richtlinien|Regeln und Richtlinien{{Linkt raus}}]]
* '''[[Nürnberg/Fischbach|Fischbach und Altenfurt]]'''
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*[[Wikitravel:Stilhandbuch|Stilhandbuch{{Linkt raus}}]]
* '''[[Nürnberg/Süd|südliche Vororte]]''' von Eibach bis Kornburg
+
*[[Wikitravel:Organisation|Organisation{{Linkt raus}}]]
* '''[[Nürnberg/Schweinau|Schweinau und Röthenbach]]'''
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[[en:Wikitravel:Help]]
* '''[[Nürnberg/Gostenhof|Gostenhof]]''' und die anderen Stadtteile an der Fürther Straße
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[[es:Wikitravel:Ayuda]]
 
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[[fi:Wikitravel:Ohje]]
== Hintergrund ==
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[[fr:Wikitravel:Aide]]
 
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[[he:ויקיטיול:עזרה]]
== Anreise ==
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[[hu:Wikitravel:Segítség]]
 
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[[it:Wikitravel:Aiuto]]
=== Flugzeug ===
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[[ja:Wikitravel:ヘルプ]]
 
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[[ko:Wikitravel:도움말]]
Der internationale [http://www.airport-nuernberg.de Flughafen Nürnberg] bietet zahlreiche Linienverbindungen zu europäischen Zielen und viele Charterverbindungen. Air Berlin dient er als Drehkreuz. Der Flughafen hat direkten U-Bahn Anschluß mit der Linie 2 zum Hauptbahnhof. Anschluß an das Netz der Deutschen Bahn besteht dagegen nicht.
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[[nl:Wikitravel:Help]]
 
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[[pl:Wikitravel:Pomoc]]
=== Bahn ===
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[[pt:Wikitravel:Ajuda]]
 
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[[ro:Wikitravel:Ajutor]]
Von Nürnberg gibt es direkte ICE-Verbindungen in die Richtungen Augsburg-München, Frankfurt-Köln, Kassel-Hannover-Hamburg, Leipzig-Berlin und Regensburg-Wien, sowie IC-Verbindungen Richtung Stuttgart-Karlsruhe, Bayreuth-Hof-Chemnitz-Dresden, Prag und Ingolstadt. Der Hauptbahnhof liegt direkt vor den Toren der Altstadt und ist ein Knotenpunkt des öffentlichen Verkehrs mit zwei U-Bahn- und vier Straßenbahnlinien, hier liegt auch der Knotenpunkt der S-Bahnlinien.
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[[ru:Wikitravel:Справка]]
 
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[[sv:Wikitravel:Hjälp]]
Seit 2006 gibt es die ICE Hochgeschwindigkeits-Neubaustrecke Nürnberg-Ingolstadt(-München), die im Nürnberger Vorort Feucht beginnt. Dadurch beträgt die Reisezeit von München nach Nürnberg ca. 63 Minuten (alte Strecke ca. 1:45h). Die Reisezeit zwischen Nürnberg und Ingolstadt beträgt nur noch 32 Minuten.
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[[zh:Wikitravel:帮助]]
 
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[[wts:Help]]
=== Bus ===
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[[Kategorie:Wikitravel:Hilfe|Hilfe]]
Fernbusse steuern meist den Zentralen Omnibusbahnhof an, der sich etwa 200 Meter östlich des Hauptbahnhofs (an der Bahnhofstraße und dem Willy-Brand-Platz) befindet.
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=== Auto ===
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Die Stadt liegt verkehrsgünstig am Schnittpunkt wichtiger Bundesautobahnen. Im Südosten des Stadtgebiets kreuzen sich die Autobahnen A 3 Köln-Frankfurt-Passau-Wien und die A 9 München-Berlin. Beide Autobahnen werden im Süden der Stadt von der A 6 Saarbrücken-Mannheim-Prag gekreuzt. Ferner beginnt südlich der Stadt als Abzweig der A 9 bei Feucht der Frankenschnellweg, die A73 in Richtung Bamberg, deren Fortsetzung über Suhl bis nach Erfurt geplant ist. Durch das Stadtgebiet führen die Bundesstraßen B 2, B 4, B 8 und B 14 in alle Himmelsrichtungen, dabei führt die B 4R in einem großen Ring um die Kernstadt.
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=== Schiff ===
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Die Anreise per Schiff über den Rhein-Main-Donau-Kanal ist eher exotisch.
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== Mobilität ==
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Die Nürnberger Altstadt erkundet man am besten zu Fuß. Die Entfernungen in der Altstadt sind nicht so groß, dass es lohnt Bus, U-Bahn oder Auto zu nehmen. Aufgrund der Verkehrsberuhigung ist Auto fahren in der Altstadt ohnehin nicht zu empfehlen.
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=== Virtuell ===
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Wer sich "virtuell" in Nürnberg zurechtfinden möchte, dem sei neben [http://maps.google.de/maps?f=q&hl=de&q=Nürnberg Google Maps] vorallem der [http://online-service.nuernberg.de/stadtplandienst/spa/main.php?myClient=large&myLayer=Strassen Stadtplandienst Nürnberg] dringend empfohlen. Dort kann man sich beispielsweise alle Haltestellen der Stadt anzeigen lassen und hat gleich einen zielgenauen Link auf die excellenten Nürnberger Nahverkehrsnetz-Seiten der jeweiligen Haltestelle.
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=== Auto ===
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Die Altstadt ist für den Autoverkehr in fünf Bereiche eingeteilt ("Schleifenlösung"). Wenn man mit dem Auto von einem Bereich in den anderen will, muss man aus der Altstadt  hinaus und zu einem anderen Tor wieder hineinfahren. Im Bereich der Burg gilt ein Nachtfahrverbot. Viele Parkplätze sind für Anwohner reserviert. Freie Parkplätze sind knapp und oft mit Parkuhren versehen. Es gibt jedoch verschiedene Parkhäuser und ein Parkleitsystem, das die Anzahl der freien Plätze schon vor der Einfahrt in die Altstadt anzeigt.
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=== Fahrrad ===
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Die Altstadt ist wegen Kopfsteinpflasters und der großen Fußgängerzone nur bedingt zum Radfahren geeignet. Abends ist die Fußgängerzone allerdings für den Radverkehr geöffnet. Außerhalb der Altstadt gibt es nur ein lückenhaftes Radwegenetz. Allerdings gibt es einige ausgeschilderte Radrouten. Gut ausgebaut sind die Radwege im Pegnitztal (West-Ost-Richtung).
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=== Bus und Bahn ===
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Die öffentlichen Verkehrsmittel in Stadt und Region sind im [http://www.vgn.de  Verkehrsverbund Großraum Nürnberg] zusammengeschlossen. In Nürnberg gibt es zwei (ab 2007 drei) U-Bahn-, sechs Straßenbahn- und zahlreiche Buslinien. Die wichtigsten Umsteigeknoten Hauptbahnhof und Plärrer werden von beiden U-Bahnlinien bedient. Die Linie 1 fährt unter anderem zur Messe und in die Nachbarstadt Fürth, die Linie 2 zum Flughafen.
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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=== Schiff ===
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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* von Gdynia nach Helsinki, Oxelösund und Malmö
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== Mobilität ==
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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== Sehenswürdigkeiten ==
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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=== Kirchen ===
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==== Johanneskathedrale ====
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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==== Andere Kirchen ====
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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=== Schiff ===
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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* von Gdynia nach Helsinki, Oxelösund und Malmö
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== Mobilität ==
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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== Sehenswürdigkeiten ==
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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=== Kirchen ===
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==== Johanneskathedrale ====
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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==== Andere Kirchen ====
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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=== Schiff ===
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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* von Gdynia nach Helsinki, Oxelösund und Malmö
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== Mobilität ==
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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== Sehenswürdigkeiten ==
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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=== Kirchen ===
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==== Johanneskathedrale ====
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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==== Andere Kirchen ====
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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=== Schiff ===
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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* von Gdynia nach Helsinki, Oxelösund und Malmö
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== Mobilität ==
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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== Sehenswürdigkeiten ==
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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=== Kirchen ===
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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==== Andere Kirchen ====
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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=== Schiff ===
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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* von Gdynia nach Helsinki, Oxelösund und Malmö
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== Mobilität ==
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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== Sehenswürdigkeiten ==
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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=== Kirchen ===
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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==== Andere Kirchen ====
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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=== Schiff ===
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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* von Gdynia nach Helsinki, Oxelösund und Malmö
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== Mobilität ==
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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== Sehenswürdigkeiten ==
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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=== Kirchen ===
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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==== Andere Kirchen ====
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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=== Schiff ===
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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* von Gdynia nach Helsinki, Oxelösund und Malmö
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== Mobilität ==
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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== Sehenswürdigkeiten ==
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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=== Kirchen ===
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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==== Andere Kirchen ====
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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=== Schiff ===
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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* von Gdynia nach Helsinki, Oxelösund und Malmö
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== Mobilität ==
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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== Sehenswürdigkeiten ==
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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=== Kirchen ===
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==== Johanneskathedrale ====
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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==== Andere Kirchen ====
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Die nördliche Altstadt (Sebalder Altstadt) erreicht man am besten mit der Buslinie 36 (zwischen den U-Bahnhöfen Plärrer und Rathenauplatz, Ost-West-Richtung) und den Buslinien 46/47 ab Heilig-Geist-Spital/Lorenzkirche (Nord-Süd-Richtung).  Die südliche Altstadt (Lorenzer Altstadt) ist sehr gut mir der U-Bahn erschlossen (Bahnhöfe Lorenzkirche (U1), Weißer Turm (U1) und Opernhaus (U2)).
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Einen ersten Überblick über die Sehenswürdigkeiten in Nürnberg bietet eine Fahrt mit der Linie 36 (Plärrer - Rathenauplatz - Doku-Zentrum). In deren Bussen liegt ein Faltblatt mit 36 Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke aus.
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'''Sehenswerte U-Bahnhöfe'''
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Sehenswert sind vor allem die U-Bahnhöfe der U2 sowie der U1 zwischen Fürth-Rathaus und Fürth-Klinikum, insbesondere die Mosaiken am Rathenauplatz, das Graffiti am Rennweg, die verfremdete Panoramafotografie in Fürth-Rathaus und die überlebensgroße DNS-Doppelhelix in Fürth-Klinikum.
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Die U-Bahnlinie U1 fährt zwischen den Bahnhöfen Plärrer und Stadtgrenze auf (bzw. unter) der Strecke der ersten deutschen Eisenbahn, der Ludwigseisenbahn. Der Nürnberger Bahnhof der Ludwigsbahn lag am Plärrer wo heute das "EWAG-Hochhaus" steht. Der Führter Bahnhof der Ludwigsbahn lag am Führter Rathaus.
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'''Fahrkarten'''
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Für Fahrten innerhalb von Nürnberg gilt grundsätzlich die Preisstufe 2. An jeder Haltestelle hängt eine Liste mit Zielen, die man von dieser Haltestelle mit einer Kurzstreckenfahrkarte (Preisstufe K) erreichen kann. Fahrkarten gelten für die gelöste Stecke in allen Verkehrsmitteln (Bus, Straßenbahn, U-Bahn, S-Bahn, Zug (nicht IR/IC/ICE)), beim Umsteigen muß keine neue Fahrkarte gelöst werden. Einzelfahrkarten, Steifenkarten und Tageskarten müssen vor der Fahrt entwertet (gestempelt) werden (Tageskarten nur einmal vor der ersten Benutzung). Dazu stehen bzw. hängen in allen Straßenbahnen und Bussen und an den Eingängen der U-Bahn, der S-Bahn und der Bahnhöfe der Deutschen Bahn ''Entwerter'' (Orange, rote oder grüne Kästen mit einem Schlitz. Fahrkarte in den Schlitz stecken, bis ein deutliches "Klick" hörbar ist. Auf der Karte sollte dann ein Stempel sein). Fahrkarten werden an Fahrkartenautomaten und bei Busfahrern verkauft (Im Bus nur Einzel- und Tageskarten). ''Achtung: In der Straßenbahn und den Zügen der U-Bahn, der S-Bahn und der DB kann man keine Fahrkarten kaufen, aber an jeder Haltestelle ist ein Automat. Auch zum Betreten der Bahnsteige in der U-Bahn braucht man schon eine gültige Fahrkarte.''
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* Eine '''Einzelfahrt''' Preisstufe 2 in Nürnberg und Fürth kostet 1,80 EUR/0,90 EUR (Erw./Kind) (*). Kurzstrecken 1,40 EUR/0,70 EUR
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* Eine '''Streifenkarte''' kostet 8,30 EUR/4,10 EUR (10 Streifen, für jede Preisstufe einen Streifen (mind. 2 Streifen) stempeln), eine '''Streifenkarte Kurzstrecke''' kostet 5,90 EUR/2,90 EUR (5 Streifen, für jede Kurzsteckenfahrt einen Streifen stempeln)
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* Eine '''Tageskarte''' kostet 3,60 EUR für einen Erwachsenen oder 6,30 EUR für bis zu 6 Personen, davon maximal 2 Erwachsene. Kauft man eine Tageskarte am Samstag, gilt sie auch am folgenden Sonntag.
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*Viele Hotels bieten besondere '''3-Tages-Tickets''' an.
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*Für längere Aufenthalte bietet sich die [http://mobicard.vgn.de/ '''MobiCard'''] an:
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**Die MobiCard ist in 3 Varianten erhältlich: 7 Tage ganztägig gültig (16,30 EUR für Preisstufe 2), 31 Tage ganztägig gültig (51,50 EUR für Preisstufe 2) und 31 Tage ab 9 Uhr gültig (40,70 EUR für Preisstufe 2).
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**Die Gültigkeit kann an jedem beliebigen Kalendertag begonnen werden (ersten Gültigkeitstag beim Kauf angeben).
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** Alle MobiCard sind übertragbar (Kein Foto nötig)
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**Alle MobiCards gelten Wochentags ab 9 Uhr und am Wochenende ganztägig für 6 Personen, davon maximal 2 Erwachsene. Die ganztägig gültigen Varianten der MobiCard gelten Wochentags vor 9 Uhr nur für eine Person.
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**Mobicards können an vielen (aber nicht allen!) Fahrkartenautomaten, bei den Kundencentern der VAG am Nürnberger und Fürther Hauptbahnhof (Zwischengeschoss) und am Plärrer (Zwischengeschoss) und bei allen Fahrkartenausgaben der Deutschen Bahn im Verbundsgebiet erworben werden. Für Nürnberg werden die Zonen 100 und 200 benötigt.
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* '''Hunde''' und '''Fahrräder''' brauchen immer eine Kinderfahrkarte (können auch auf 6-Personen-Tageskarte und MobiCard mitgenommen werden)
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* '''Schönes-Wochenende-Tickets''' und '''Bayerntickets''' gelten im gesamten Verkehrsverbund als Tageskarte und können in allen Verkehrsmitteln benutzt werden.
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(* = alle Angaben Stand 11.12.2005, Preise notiert als Erwachsener/Kind sofern Kinderfahrkarten erhältlich)
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== Sehenswürdigkeiten ==
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Die Pegnitz teilt die Nürnberger Altstadt in zwei Hälften. Nach ihren Hauptkirchen wird die Nordseite ''Sebalder-'', die Südseite ''Lorenzer Altstadt'' genannt. Beide Teile der Altstadt werden von der Stadtmauer umschlossen.
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* Die Nürnberger '''Stadtmauer''' war ursprünglich fünf Kilometer lang und hatte fünf Tore: Laufer, Spittler-, Frauen-, Neu- und Tiergärtner Tor. Vom 13. bis zum 16. Jahrhundert wurde die Befestigung ständig ausgebaut und hat mit dazu beigetragen, dass die Stadt in dieser Zeit allen feindlichen Angriffen standhalten konnte. Heute stehen noch immer knapp vier Kilometer Mauer, allerdings finden klaffen auf der Ostseite zwischen Frauentor am Hauptbahnhof und Laufer Tor am Rathenauplatz einige Lücken. Der Stadtgraben, der nie mit Wasser gefüllt war, ist noch auf etwas mehr als zwei Kilometer in voller Breite erhalten und heute auf einem ruhigen Spazierweg zu erkunden. Auf dem kurzen Stück zwischen Färber- und Spittlertor, letzteres am Plärrer, befindet sich innerhalb der Mauern der Nürnberger Rotlichtbezirk. Ungefähr die Hälfte der Stadtmauer kann man von der Straßenbahn aus besichtigen: Linie 4 zwischen Plärrer und Tiergärtnertor sowie Linien 8 und 9 zwischen Hauptbahnhof und Rathenauplatz. Der U-Bahnhof Opernhaus (U2) ist in den ehemligen Stadtgraben eingebaut und im Stil der Stadtmauer mit Sandstein und schmiedeeisernen Gittern gehalten.
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===Sebalder Altstadt===
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* '''Burg''', Burgstraße (''Straßenbahnlinie 4, Haltestelle "Tiergärtnertor"''), 24 46 59-0, Täglich Apr-Sep 9.00-18.00, Okt-Mär 10.00-16.00. In der Nordwestecke der Altstadt ragt auf einem Felsen die Burg auf. Im Westen (von der Stadt aus rechts) beginnt die Anlage mit dem Turm ''Luginsland''. Zwischen diesem und dem fünfeckigen Turm fügt sich die ''Kaiserstallung'' ein. Sie wurde 1495 in nur einem Jahr erbaut, diente ursprünglich als Kornspeicher und heute als Jugendherberge. Der ''fünfeckige Turm'' entstand bereits vor 1050 und ist das älteste Gebäude von Burg und Stadt. Weiter östlich befindet sich der Zugang zum Burggarten und das Vestnertor. Vom Vestnertor gelangt man zur Freiung die einen der besten Blicke über die Stadt bietet. Wer noch mehr sehen will kann, auf den ''Sinwellturm'' im anschließenden Vorhof der Burg steigen. Dort befindet sich auch der ''Tiefe Brunnen''. Neben dem Tor zum Haupthof steht der Heidenturm mit der romanischen ''Doppelkapelle''. Im Haupthof befindet sich rechts die Kemenate, links der ''Palas'' mit dem ''Kaiserburgmuseum''. Weitere Räume des Palas und die Doppelkapelle können im Rahmen einer Führung besichtigt werden. 6EUR (''Museum, Führung, Tiefer Brunnen und Sinwellturm. Außenanlagen kostenlos.'')
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* Im '''Burgviertel''' haben nur wenige alte Häuser den zweiten Weltkrieg überstanden, einige wurden wieder aufgebaut. Die ''Füll'' ist mit ihren Sandsteinhäusern eine typische Kaufmannstraße. Die Handwerker in der ''Weißgerbergasse'' wohnten dagegen in Fachwerkhäusern. Weitere restaurierte Fachwerkhäuser findet man in den Krämergassen. In der ''Unteren Krämergasse 16'' kann man oft einen Blick in den kleinen Innenhof werfen.
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* [http://www.museen.nuernberg.de/duerer/ '''Dürerhaus'''] Albrecht-Dürer-Straße 39 (''Straßenbahnlinie 4, Haltestelle "Tiergärtnertor"''), 231- 2568. Di-So 10.00-17.00 (''Do -20.00, Jul, Aug, Dez Mo geöffnet''). Der Maler Albrecht Dürer lebte in diesem Haus von 1509 bis 1528. Ausstellung über das Leben im Haus und Dürers Arbeitsweise. 5EUR (''Tageskarte für alle städtischen Museen'')
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* Die gotische Kirche '''St. Sebald''' wurde im 13.-15. Jahrhundert erbaut. Im Zentrum der Kirche steht das Sebaldusgrab von Peter Vischer. Das Grabmal zeigt Szenen aus dem Leben des Stadtheiligen.
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* Rathaus
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* Unter dem Rathaus sind die [http://www.museen.nuernberg.de/lochgefaengnis/ '''Lochgefängnisse'''] Rathausplatz 2, 231-2690. In den Sommermonaten Di-So 10.00-16.30 (Führung, Dauer etwa 20 Minuten).  Im Mittelalter dienten sie als Untersuchungsgefängnis und Folterkammer. Zu sehen gibt es ein paar alte Gewölbe und nachgebaute Folterwerkzeuge- man darf seine Vorstellung spielen lassen, um sich die Qualen der Gefangenen vorzustellen, wenn man sich unbedingt Albträume herbeisehnen will. 3EUR
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* Hauptmarkt und Schöner Brunnen
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* Die [http://www.felsengaenge-nuernberg.de/ '''Felsengänge'''] sind ein weitverzweigtes Labyrinth, bestehend aus teilweise mehrstöckigen Kelleranlagen unterhalb der Nürnberger Altstadt. Mit deren Bau wurde bereits im 14. Jahrhundert begonnen, sie dienten lange Zeit als Lagerraum für Bier. Die Öffnungszeiten sind von Mo - So  11, 13, 15 und 17 Uhr. Dauer der Führung ca. 1 Stunde.
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* Der [http://www.museen.nuernberg.de/kunstbunker/index_kunstbunker.html '''Historische Kunstbunker'''] ist ein während des zweiten Weltkrieges von umsichtigen Nürnbergern bombensicher ausgebauter Felsenkeller in der Nähe des Dürerhauses. In ihm wurden Kunstschätze aus den Nürnberger Museen und Kirchen verwahrt, und so vor der Zerstörung durch die Bombenangriffe gerettet. Hier wurde auch der weltberühmte Marienaltar von Veit Stoß aufbewahrt, den die Nazis 1939 aus [[Krakau]] geraubt haben. Führung Täglich 15 Uhr (außer 24.12 und 31.12.) durch den [http://www.felsengaenge-nuernberg.de/ '''Förderverein Nürnberger Felsengänge''']
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* Rund um den Trödelmarkt (der auf einer Insel in der Pegnitz liegt) befinden sich viele kleine Gassen, Brücken und Cafes, die viele schöne Ausblicke auf die Pegnitz und die umliegenden Häuser bieten. Sehr gut für romantische Spaziergänge zu zweit geeignet. Den Trödelmarkt kann man von Hauptmarkt aus erreichen, wenn man vor der Fleischerbrücke die kleine Treppe unter dem Ochsen hinunter am ehemaligen Schlachthaus - jetzt Kaffeehaus - vorbeigeht. Es bietet sich dann ein Rundweg an, bei dem man über den Henkersteg und den Kettensteg die schönen Ausblicke auf die Pegnitz und die umliegenden Fachwerkhäuser genießen kann.
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===Lorenzer Altstadt===
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* Die gotische Kirche '''St. Lorenz''' wurde im 13.-15. Jahrhundert erbaut. Unter den zahlreichen Kunsstschätzen ist das ''Sakramentshäuschen'' von Adam Kraft und der ''englische Gruß'' von Veit Stoß hervorzuheben.
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* Das '''Nassauer Haus''' ist ein Turmhaus gegenüber der Lorenzkirche. Es ist eines der ältesten Gebäude der Stadt.
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* Vor der Lorenzkirche steht der '''Tugendbrunnen''', dessen Figuren die sieben Tugenden verköpern.
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===Vororte===
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* '''St. Johannis''' die alte Vorstadt im Westen der Sebalder Altstadt, erkundet man am besten mit einem ca. halbstündigen Spaziergang vom Tiergärtner- zum Hallertor. (''Straßenbahnlinie 4, Haltstelle "Tiergärtnertor". Durch Johannis fährt die Straßenbahnlinie 6, mit den Haltestellen "Hallertor", "Hallerstraße" und "Brückenstraße"''). Noch innerhalb der Altstadt steht gegenüber dem Dürerhaus das sogenannte ''Pilatushaus''. Hier beginnt der ''Kreuzweg von Adam Kraft'' dem wir bis zum Johannesfriedhof folgen. Zunächst geht es durch das Tor und über die Hauptstraße der wir noch ein kurzes Stück nach links folgen. Dann biegen wir rechts in die Burgschmietstraße. Nach einiger Zeit treffen wir auf die Johannisstraße in der noch einige Fachwerkhäuser erhalten sind. Sie führt uns zum ''Johannisfriedhof'' auf dem zahlreiche berühmte Nürnberger bestattet sind. Nach einem Rundgang über Friedhof gehen wir die Lindengasse bergab und biegen links in den Riesenschritt. Von hier haben wir Zugang zu den ''Hesperidengärten'', kleinen Barockgärten. Am unteren Ende des Riesenschritts kann man noch durch die romantischen Gässchen von ''Groß- und Kleinweidenmühle'' streifen. Durch die Parkanlage Hallerwiese kommt man schließlich zurück in die Altstadt.
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* [http://www.museen.nuernberg.de/reichsparteitag '''Reichsparteitagsgelände''']  Dokumentations Zentrum, Bayernstraße 110 (''Straßenbahn 9 (ab Hbf.) oder 6 (ab Plärrer) oder Bus 36 (ab Hauptmarkt) nach Doku-Zentrum''), 231- 5666. Mo-Fr 9.00-18.00, Sa/Su 10.00-18.00. Schon kurz nach der Machtergreifung machten die Nationalsozialisten Nürnberg zum Ort ihrer jährlichen Parteitage. Um ihre Macht zu demonstrieren, planten sie eine Reihe monumentaler Bauwerke. Zum Großteil wurden diese nicht fertiggestellt. Das Dokumentationszentrum zeigt eine Ausstellung zu den Themen: Aufstieg des Nationalsozialismus, Organisation der Reichsparteitage, Zusammenhang mit Judenverfolgung und Zweitem Weltkrieg. 5EUR (''Tageskarte für alle städtischen Museen.'')
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* Um das gesamte Reichsparteitagsgelände zu besichtigen empfiehlt es sich, ein bis zwei Stunden einzuplanen. Das Dokumentationszentrum bietet einen guten Ausgangspunkt.
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* [http://www.tiergarten.nuernberg.de/ '''Tiergarten''']. Am Tiergarten 30 (''Straßenbahn 5 (ab Hauptbahnhof)''), 54546. Sommer tägl. 8.00-19.30, Winter 9.00-17.00. Der Nürnberger Tiergarten befindet sich in alten Steinbrüchen im Reichswald. Er ist mit fast 70 ha Fläche einer der größten europäischen Zoologischen Gärten und als Landschaftszoo angelegt. Einer der vielen Anziehungspunkte ist das Delphinarium. Hunde sind nicht erlaubt. 6.50EUR, Familien 15EUR.
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* '''Wehrkirche Kraftshof''', Kraftshof (''Straßenbahn 9 (ab Hauptbahnhof) oder 4 (ab Plärrer) nach Thon. Weiter mit Bus 31. Oder mit dem Rad: Von der Burg der Beschilderung Richtung Almoshof/Erlangen folgen. In Almoshof über die Irrhainstraße nach Kraftshof''). Im Mittelalter hatten nur Städte das Recht, sich mit einer Mauer zu schützen. Zahlreiche Dörfer errichteten daher Mauern um Kirche und Friedhof. Kraftshof ist ein gutes Exempel dafür (mit Wehrgang und kleinen Türmchen). Von Kraftshof kann man in einer halben Stunde nach Neunhof spazieren.
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* [http://www.gnm.de/Sammlungen/Neunhof.htm '''Schloß Neunhof'''], Neunhofer Hauptstraße (''Straßenbahn 9 (ab Hauptbahnhof) oder 4 (ab Plärrer) nach Thon. Weiter mit Bus 31''). Ostern-Sept Sa, So 10.00-17.00. Schönes Beispiel eines Nürnberger Patrizierschlosses mit kleinem Barockgarten.
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===Museen===
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* [[:WikiPedia:Germanisches Nationalmuseum|Germanisches Nationalmuseum]][http://www.gnm.de], Kartäusergasse 1 (''U-Bahnhof Opernhaus (U2/U21)''),13310. Di-So 10.00-18.00, Mi -21.00. Eines der größten Museen für Kunst und Kunsthandwerk in Deutschland. Der Begriff ''Germanisch'' verweist darauf, dass das Sammlungsgebiet des Museums alle deutschsprachigen Länder umfasst. Außerhalb des Museums setzt die [[:WikiPedia:Straße der Menschenrechte|Straße der Menschenrechte]] ein Zeichen der Versöhnung. 4EUR (''5EUR während größere Sonderaustellungen. Mi ab 18.00 Eintritt frei.'')
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* [http://www.museen.nuernberg.de/spielzeug/ '''Spielzeugmuseum'''], Karlstraße 13-15, 231 - 3260. Di-Fr 10.00-17.00, Sa/So 10.00-18.00 (''während Christikindlesmarkt und Spielwarenmesse täglich geöffnet''). Nürnberg ist eines der Zentren der deutschen Spielwarenindustrie. Das Museum zeigt Holz- und Blechspielzeug, Puppen und Puppenhäuser, Modelleisenbahnen und moderne Spielwaren. 5EUR (''Tageskarte für alle städtischen Museen'')
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* '''Verkehrsmuseum''', Lessingstraße 6 (''U-Bahnhof Opernhaus (U2/U21)''), 230 880. Di-So 9.00-17.00. Zwei Museen in einem Haus: Das [http://www.dbmuseum.de/ '''DB Museum'''] und das [http://www.museumsstiftung.de/nuernberg/d411_rundgang.asp '''Museum für Kommunikation''']. Das DB Museum zeigt die Entwicklung der Eisenbahn von 1835 (erste deutsche Bahnstrecke von Nürnberg nach Fürth) bis heute. Es zeigt eine Reihe historischer Fahrzeuge und eine große Modelleisenbahn. Der umfangreiche Kinderbereich macht es zu einem interessanten Ziel für Familien. Das Kommunikationsmuseum stellt die Entwicklung der bayrischen Post und verschiedene Aspekte moderener Telekommunikation dar. 3 EUR
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* [http://www.nmn.de/ '''Neues Museum'''], Staatliches Museum für Kunst und Design in Nürnberg, Klarissenplatz (''5 Min zu Fuß vom Hauptbahnhof''), 240 200. Di-Fr 10.00-20.00, Sa/So 10.00-18.00. Kunst und Design seit 1945. 3,50 EUR (''Sonntags Eintritt frei'')
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* [http://www.museen.nuernberg.de/fembohaus/ '''Stadtmuseum Fembohaus'''], Burgstraße 15, 231-2595. Di-Fr 10.00-17.00, Sa/So 10.00-18.00. Das Stadtmuseum befindet sind in einem um 1600 erbauten Patrizierhaus. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden einglagerte Zimmereinrichtungen zerstörter Häuser hier wieder aufgebaut. Das Haus stellt verschiedene Epochen der Stadtgeschichte dar. 5EUR (''Tageskarte für alle städtischen Museen'')
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* [http://www.museen.nuernberg.de/industriekultur/ '''Museum Industriekultur'''], Äußere Sulzbacher Straße 62 (''Straßenbahnlinie 8, Haltestelle "Tafelwerk"''), 231-3875. Entlang der Museumstraße wird gezeigt, wie die industrielle Revolution Wohnbedingungen, Sozialleben und Technik veränderte. Außerdem verschiedene Spezialsammlungen: Motorrad- und Fahrradmuseum, Schulmuseum, Geschichte der Feuerwehr, der Lebkuchenindustrie, usf. 2006 findet im Museum Industriekultur die bayrische Landesausstellung statt. 5 EUR (''Tageskarte für alle städtischen Museen, während Sonderausstellungen höhere Eintrittspreise'')
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* [http://www.kunsthalle.nuernberg.de '''Kunsthalle Nürnberg'''], Lorenzer Straße 32 (''Haltestelle Marientor, Straßenbahnlinien 8 und 9''), 231 2853. In der Kunsthalle finden abwechselnd Kunstausstellungen statt.
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* [http://www.naturhistorischesmuseumnuernberg.de/ '''Naturhistorisches Museum in der Norishalle'''], Marientorgraben 8  (''U-Bahn-Haltestelle Wöhrder Wiese (Linie U2) oder Haltestelle Marientor, Straßenbahnlinien 8 und 9''), 0911/22 79 70. Das Museum der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg e.V. beinhaltet viele Einzelstücke (Ausgrabungen) und anschauliche Darstellungen zur Vor- & Frühgeschichte in Franken, sowie zur Höhlen- & Karstkunde und Geologie. Zusätzlich finden sich hier auch Exponate zur Völkerkunde (von Südsee bis Sibirien) und zur Archäologie des Auslands. 2,50 EUR (''Während Sonderausstellungen höhere Eintrittspreise'')
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<font size="3">'''Architektur'''</font>
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Nürnberg bietet neben der Burg eine großartige Vielfalt von interessanten Bauwerken verstreut über die verschiedenen Epochen hinweg. Eine ideale Möglichkeit sich darüber einen Überblick zu verschaffen bietet die Webseite [http://www.baukunst-nuernberg.de '''Baukunst Nürnberg'''] und die Webseite [http://www.architektur-nuernberg.de '''Architektur Nürnberg'''] welche Neuigkeiten, Links, Events und einen Architekturführer (eher moderne Gebäude) bietet.
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== Aktivitäten ==
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===Kulturelle Ereignisse===
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In Nürnberg gibt es zahlreiche Veranstaltungen über das Jahr verteilt, die Stadt Nürnberg stellt die Highlights auf folgender [http://www.nuernbergkultur.de/ Homepage] das Sommerprogramm bzw. Winterprogramm vor.
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* ''[http://www.blauenacht.nuernberg.de Die Blaue Nacht]'': Seit 2000 findet jedes Jahr an einem Samstag Mitte Mai die Blaue Nacht statt, eine Kulturnacht mit geöffneten Museen, Kunstprojekten, Performances und Musik in der gesamten Innenstadt
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* ''[http://www.bardentreffen.de Bardentreffen]'': Am ersten Wochenende der bayerischen Sommerferien (Ende Juli) spielen mehr als 50 Bands und Einzelinterpreten unterschiedlichster Stilrichtungen aus Deutschland und der ganzen Welt auf sieben Bühnen in der Altstadt. Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei. An diesem Wochenende spielen meist auch an allen Ecken der Stadt Straßenmusiker an den Abenden ohne das dies zum offiziellen Programm gehört.
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* ''[http://www.klassikopenair.de/ Klassik Open Air]'': Jedes Jahr (Ende Juli/Anfang August) spielen die beiden großen Orchester Nürnbergs, die Nürnberger Philharmoniker und die Nürnberger Symphoniker auf dem Luitpoldhain. Mittlerweile hat das Konzert, welches als "Woodstock" der klassischen Musik bezeichnet wird, Zuscherzahlen um die 100.000 erreicht. Die Konzerte sind umsonst und man kann Picknickdecke usw. mitbringen.
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* ''[http://www.christkindlesmarkt.de/ Christkindlesmarkt]'': Vom Freitag vor dem ersten Advent bis zum 23. Dezember findet der berühmte Weihnachtsmarkt auf dem Hauptmarkt statt. An den Wochenenden oft überfüllt, an Werktagen vor allem Abends aber immer noch stimmungsvoll und dann auch nicht so überlaufen.
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===Sportliche Ereignisse===
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* ''[http://www.norisring.de/ DTM - Norisringrennen]'': Jedes Jahr (Mitte Juli) findet das Norisring-Rennen der DTM am Dutzendteich statt.
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* ''[http://www.radrennen.de/ Rund um die Nürnberger Altstadt]'': Stellt ein Internationales Radrennen mit Internationalen Radsportlern rund um die Nürnberger Altstadt dar.
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===Stadtführungen===
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Verschiedene Organisationen bieten Stadführungen durch Nürnberg an. Neben der Tourismuszentrale sind hier [http://www.geschichte-fuer-alle.de Geschichte für Alle], die [http://www.altstadtfreunde-nuernberg.de Altstadtfreunde] und der [http://www.nuernberg-tours.de Verein der Gästeführer] mit regelmäßigen Führungen, Themenführungen für Gruppen und vielen Sonderaktionen aktiv.
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'''Dürer-Weg''' stellt ein Rundgang auf den Spuren '''Albrecht Dürers''' durch seine Heimatstadt mithilfe eines Minicomputers dar. Dieser führt Sie mit Ton und Bild durch die Altstadt. Nürnberg ist damit die erste Stadt, die ein audiovisuelles Führungssystem im Freien einsetzt.
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An einem Wochende im Jahr finden die Stadtverführungen statt, zahlreiche Gruppen bieten dann Führungen zu verschiedensten Aspekten des städtischen Lebens an.
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== Einkaufen ==
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Nürnbergs wichtigste '''Einkaufsstraßen''' liegen in der Lorenzer Altstadt. Vom Weißen Turm führen drei Einkaufsstraßen in Richtung Lorenzkirche: In der ''Breiten Gasse'' finden sich eher die billigen Geschäfte aber auch die junge Mode, in der ''Karolinenstraße'' liegen Geschäfte mittlerer Preislage und in der ''Kaiserstraße'' bekommt man Luxusgüter. Im Osten sind die drei Straßen durch die ''Königstraße'' verbunden, die vom Hauptbahnhof über die Lorenzkirche zum Hauptmarkt führt. Hier liegen die größten '''Kaufhäuser''': ''Karstadt'' und ''Kaufhof''.
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Neben der Altstadt gibt es noch zwei größere Einkaufszentren. Das mercado Nürnberg befindet sich an der Äußeren Bayreuther Straße im Nordosten der Stadt (''U-Bahnlinie U2, Nordostbahnhof''). Das Franken Einkaufszentrum befindet sich in dem Trabantenstadtteil Langwasser (''U-Bahnlinie U1, Langwasser Mitte'').
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In den verschiedenen Einkaufsstraßen und -zentren außerhalb der Altstadt ist das Angebot nicht so groß. Ihr Besuch lohnt nur, wenn man zu einem bestimmten Geschäft will.
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===Mitbringsel===
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* '''Lebkuchen''' (siehe Küche).
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* '''Bratwürste''' (für längere Reisen in Dosen erhältlich)
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== Küche ==
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'''Nürnberger Rostbratwürste''': In der Stadt werden vor allem Nürnberger Rostbratwürste verkauft, im Umland Fränkische. Echte Nürnberger Rostbratwürste dürfen nur innerhalb des Nürnberger Stadtgebietes hergestellt werden. Nürnberger sind etwa halb so groß wie Fränkische und andersartig gewürzt- der besondere Geschmack Nürnberger Bratwürste führt zu unlauteren Kopien weltweit, so zum Beispiel am Wenzelsplatz in Prag, wo die fränkische Spezialität als "Deutsche Würste" verkauft wird. Im Restaurant ißt man üblicherweise drei Fränkische oder sechs (neun, zwölf) Nürnberger Bratwürste mit Sauerkraut oder fränkischem Kartoffelsalat; man beachte, weder Nürnberger noch Fränkische Bratwürste werden jemals mit Ketchup verzehrt: Senf ist die gebräuchlichste Würze, Eingeweihte verlangen "Kren", eine Zubereitung aus Meerrettich. Auf der Straße werden ''3 im Weggla'' (3 Nürnberger Bratwürste im Brötchen) verkauft. Die nicht ganz so traditionellen Bratwurststände verkaufen meist neben 3 Nürnbergern auch feine ("normale") Bratwürste, Thüringer Bratwürste und "Bauernseufzer" (Eine geräucherte, stark gewürzte fränkische Bratwurst). Alle Bratwurstsorten sind in Nürnberg allgemein von ausgezeichneter Qualität und sollten bei einem Besuch in Nürnberg (oder Franken) nicht ausgelassen werden.
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Eine weitere Art, Nürnberger Bratwürste zu genießen, besteht darin, die gebratenen Würste zu sulzen. Als Bratwurstsülze sind sie zusammen mit Röstkartoffeln ein wahrer Leckerbissen.
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Wer anstatt der gebratenen Wurst gerne eine Alternative hätte, dem kann zu den "Sauren Zipfeln" geraten werden. Hier wird die Nürnberger Bratwurst in einem Sud aus Essig, Zwiebeln und Gewürzen eingelegt - was zunächst etwas merkwürig erscheinen mag, jedoch überzeugt der überraschend leckere Geschnack.
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''' Weitere Würste'''
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* Neben der Rostbratwurst findet in Nürnberg auch die Nürnberger Stadtwurst großen Zuspruch. Es gibt sie als "geräucherte", "Weiße" oder "Hausmacher" und wird gerne mit einem fränkischen Bauernbrot zum Bier verzehrt. Empfehlenswert: Stadtwurst mit Musik (Stadtwurst in grobe Scheiben geschnitten, mit Essig & Zwiebeln angemacht).
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* Ein typisches Nürnberger Gericht sind auch geräucherte Leberwürste und Blutwürste, welche im Sauerkraut erhitzt werden und dann mit dem Kraut serviert werden (Die Leberwurst/ Blutwurst wird dann aus der Pelle in das Kraut gedrückt und dann durchgemischt). Dieses Gericht findet man inzwischen jedoch selten, in traditionellen Nürnberger Gaststätten wird dieses jedoch noch angeboten.
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* Nicht vergessen sei der Pressack (rot & weiss), wobei hier große Unterschiede im Geschmack und Qualität vorhanden sind. So ist der Pressack aus dem Supermarkt leider nur selten zu empfehlen; in einem richtigen Nürnberger Wirtshaus kann man aber davon ausgehen, das Geschmack und Qualität stimmt. Der Pressak wird mit Senf gegessen.
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''' Schäufele'''
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Nicht eine reine Nürnberger Spezialität, sondern eher eine "Fränkische Instituion" erster Klasse. Einfach ausgedrück: Eine im Ofen mit viel Liebe gebratene Schweineschulter mit knuspriger Speckschwarte- sehr lecker. Wird mit einer dunklen Sauce und Nürnberger Klöße serviert. Das Schäuferla ist dem Nürnberger (Franken) fast schon eine religiöse Sache und hat zu langen theokratischen Diskursen geführt. Um dem Leser dies hier im Wiki zu ersparen, möge er sich bitte auf die Webseite des Vereines [http://www.schaeufele.de/ '''Freunde des fränkischen Schäuferla n.n.e.V.'''] zwecks Detailinformationen rund um das 'Schäuferla' begeben. Der Normalesser herkömmlicher Fleischmengen, so sei hier ergänzt, möge sich nicht abschrecken lassen durch die schiere Menge an Fleisch: in den allermeisten Wirtshäusern ist man gerne bereit, die Reste des Essens zur Mitnahme einzupacken.
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'''Lebkuchen''': Nürnberg ist berühmt für seine Lebkuchen, die von mehreren großen Herstellern und zahlreichen kleinen Bäckereien hergestellt werden. Insbesondere zur Zeit des Christkindlesmarktes sind die echten Nürnberger Elisenlebkuchen sehr beliebt: sie sind die besten Lebkuchen und enthalten kein Mehl. Einige Hersteller verkaufen ''Bruch'', dieser enthält jedoch selten zerbrochene Lebkuchen. Vielmehr eignen sich diese Packungen kaum als Geschenk und sind daher preiswerter als Lebkuchen in Schmuckdosen. Bei kleineren Bäckereien ist die Qualität der Lebkuchen oft besser als bei den Fabriken, sie sind jedoch auch teurer. Nicht unterschätzen sollte man den Nährwert dieser süßen Leckereien.
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'''Weitere Teig & Backwaren'''
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* „Nürnberger Eierzucker” ist ein weißes, zartes Eiergebäck, welches seine Form durch geschnitzte Modeln erhält. Diese „Modele”können verschiedene Formen haben wie beispielsweise „Springerle” (Pferdchen). Sie sind meist „mundgerecht”, können aber auch zu größeren Figuren gestaltet sein.
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* Kirschenmännla - Eine Kirschauflauf mit lockerem Teig.
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* Schneeballn - Vom Prinzip her die gleiche Machart wir die Schneebälle, welche nun überall in Deuschland verkauft werden. (Dünner Teig in Schmalz gebacken) - nur das die Nürnberger etwa 20 cm Durchmesser haben und mit Puderzucker versehen sind. Werden gerne zur Kommunion / Konfirmation / Hochzeit / Taufe / etc. als Dankeschön an die Gäste verteilt.
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===Bier===
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Franken hat die höchste Brauereidichte der Welt. Unzählige kleine Privatbrauerein produzieren hier hervorragende Biere, welche (zum Glück für uns Franken) jeweils nur im 20-Km-Umkreis bekannt werden.  Nur leider sieht es hier im Herzen von Franken (Nürnberg) mit den kleinen Privatbraueren etwas "mau" aus. Hier gibt es Tucher und andere Großbrauereien mit guter Qualität, jedoch nichts mehr, was den Kenner glücklich machen könnte. Die Ausnahme ist die in der historischen Altstadt gelegene winzige [http://www.altstadthof.de/ '''Altstadthof-Brauerei'''], welche Ihr Rotbier nur für den Eigenbedarf(angeschlossenes Lokal) und Straßenverkauf produziert (Brauereibesichtigung möglich).
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Bier-Spezialitäten aus dem fränkischen Umland genießt man am besten im [http://www.landbierparadies.com/ '''Landbierparadies'''] Hier kann man sich in der gemütlichen, rustikalen Umgebung durch eine riesige Auswahl von "Frankischen Bieren" trinken. ''Achtung Fettnäpfchen:'' Die Bestellung einer Cola, Fanta, oder ähnlicher unfränkischer Getränke sollte man dort besser unterlassen - Die gibt es hier nämlich nicht. Für die Kleinen gibt es Fränkischen Kirschsaft, Apfelschorle o.Ä.
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Eine gute [http://www.nordbayern.de/gastro.asp?man=3 '''Gastronomie Übersicht'''] bietet die Webseite der Nürnberger Nachrichten/Nürnberger Zeitung.
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===Bratwurstküchen===
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* '''Zum Gulden Stern''', Zirkelschmiedsgasse 26 - Historische älteste Bratwurstküche der Welt seit 1419, tgl. 11-22 Uhr
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<font size="3">'''Restaurants'''</font>
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<!-- Mittel, bitte in die entsprechenden Stadtteilartikel auslagern; hier sollten allgemeine Informationen stehen. -->
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* Krakauer Haus (Hintere Insel Schütt) mit einem wunderschön gelegenen Bierarten auf der Stadtmauer. Schönes Stadtpanorama vom Kluttentreter Saal. Gute Polnische Küche.
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===Nachts===
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Wer Nachts noch Hunger verspürt, dem ist das Restaurant [http://www.wacht-am-rhein-nuernberg.de '''Wacht am Rhein'''] empfohlen. Ab 24 Uhr öffnet die Lokalität und schließt erst in den frühen Morgenstunden.
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== Ausgehen ==
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===Innenstadt===
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* '''[http://www.starsandstairs.de Stars-and-stairs]''',  Engelhardsgasse 33 - Wer einen angenehmen Szene-Club in der Nürnberger Innenstadt sucht kommt am mitten im Rotlichtviertel gelegenen Stars-and-stairs nicht vorbei. Publikum zwischen 21 und 29 Jahren wird man hier vermehrt antreffen. Die Preisgestaltung ist auch eher moderat.
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* '''Weißgerbergasse''' In der Weißgerbergasse reiht sich eine Kneipe an die nächste. Es sind alle Stilrichtungen vertreten, vom rustikalen Pub über die modern-minimalistische Cocktailbar bis zur kleinen Discokneipe. Auch in den Straßen oberhalb der Weißgerbergasse finden sich noch mehrere Bars und Kneipen. Ein Eldorado für Kneipenfans. ''Haltestelle Hallertor, Straßenbahnlinien 4 und 6, Buslinie 36''
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===Kinos===
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Die Nürnberger Kinoszene sucht ihresgleichen. Es bleibt dem Kinobesucher die Wahl zwischen vielen Welten: den Erlebniskinos mit angeschlossener Gastronomie wie dem Cinecittà, dem "größten Kinokomplex Deutschlands", oder dem im Herzen der Stadt gelegenen Admiral mit einer SkyBar mit herrlichem Blick über die Stadt, beide mit neuester Kinotechnik. Das Nürnberger IMAX ist eines der größten IMAX-Komplexe in Europa, und das MAD-Kino ist eine unterhaltsame Abwechslung zu normalem Kino. Der wahre Kinoliebhaber allerdings wird bei Nennung der schönsten Kinos in Schwärmen geraten, deren Existenz sich wunderbarerweise aus alten Tagen bis in unsere Zeit retten konnte: das Metropolis, die Meisengeige, das Casablanca, das Atrium, der Rio-Palast und das Museum-Kino, die mit vorwiegend Programmkino einen Kontrapunkt zum Kommerzkino setzen. Fremdsprachenkino gibt es im abgelegenen Kino Roxy am Südfriedhof, wo noch Eintrittskarten aus gefärbter Pappe verkauft werden.
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Einen guten Überblick über das Nürnberger Kinoprogramm erhält man mit der wöchentlich erscheinenden und überall in Nürnberg ausliegenden Kinozeitschrift [http://www.filmtips.de ''filmtips'']. Allerdings darf man beim Lesen der Zeitung nicht vergessen, dass das IMAX, das MAD, das Atrium, das Casablanca, das Metropolis und die Meisengeige sowie das Manhattan in [[Erlangen]] alle Wolfram Weber, dem Eigentümer des Cinecitta gehören und er die Zeitung herausgibt. Somit fällt die Werbung für die anderen Kinos um einiges kleiner aus.
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* [http://www.cinecitta.de '''Cinecitta'''],  Gewerbemuseumsplatz 3 - Riesiger, teils unterirdischer Kinokomplex direkt in der Altstadt an der Pegnitz gelegen. 21 Kinos incl. IMAX mit 5.000 Sitzplätze,3 Restaurants, 13 Bars, Außenterassen, Filmshop, Open Air Kino. Parkhäuser in unmittelbarer Nähe, U-Bahn Haltestelle Wöhrder Wiese (U2). Auch wer spät abends, oder gar am Wochenende nachts (Vorstellungen beginnen bis ca. 2 Uhr nachts !) ins Kino gehen will findet hier ein Angebot.
+
* [http://www.admiral-filmpalast.de '''Admiral Filmpalast'''],  Königstraße 11 - Nürnbergs zweites Multiplexkino, ebenfalls hochmodern mit interessanter Erlebnisgastronomie z.B. in der Skybar. U-Bahnhaltestelle Lorenzkirche (U1)
+
* [http://www.roxy-nuernberg.de/ '''Roxy-Kino'''],  Julius Loßmann-Str. 116 - Dieses nicht in der Innenstadt am Südfriedhof gelegene Fremdsprachenkino ist für Fans von Originalfassungen interessant, genauso natürlich für ausländische Gäste. Überwiegend englischsprachige Origiinalfassungen, z.T. auch französisch und spanisch, sowie gelegentlich Sonderprogramme in anderen Sprachen. Straßenbahnhaltestelle Nürnberg-Südfriedhof (Linie 8).
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* '''Meisengeige''', Am Laufer Schlagturm 3 - Dieses Programmkino mit Bistro ist eines der allerersten Deutschlands und eine der Keimzellen dieser Kinoart. Zwei Kinosäle.
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== Unterkunft ==
+
 
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<!-- Gehoben, bitte in die entsprechenden Stadtteilartikel auslagern; hier sollten allgemeine Informationen stehen. -->
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*ArabellaSheraton Hotel Carlton Nürnberg
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*Le Meridien Grand Hotel
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*[http://www.hotel-drei-raben.de '''Hotel Drei Raben'''] - Nürnbergs erstes Themenhotel (obwohl es "nur" 4 Sterne hat, befindet es sich in der Preisklasse der anderen Hotels)
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=== Camping ===
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== Lernen ==
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In Nürnberg befinden sich zwei Fakultäten der [http://www.fau.de/ Universität Erlangen-Nürnberg]: Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und Erziehungswissenschaften.
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Weiterhin befindet sich hier die [http://www.fh-nuernberg.de/ Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule]
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an der neben verschiedenen technischen Fächern auch BWL, Sozialwesen, Architektur und Design studiert werden können.
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[http://www.evfh-nuernberg.de/ Evangelischen Fachhochschule Nürnberg]
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Die [http://www.adbk-nuernberg.de/ Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg] wurde 1662 von Jacob von Sandrart gegründet und ist damit die älteste ihrer Art im deutschsprachigen Raum. 1954 zog die Akademie, in von Sep Ruf entworfene Bauten, in einem Waldgebiet am Nürnberger Tiergarten ein. Die transparente Pavillonarchitektur im Osten der Stadt ­stellt die erste denkmalgeschützte Nachkriegsarchitektur Süddeutschlands dar.
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Die Akademie bietet folgende Fachrichtungen an:
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Architektur und Innenarchitektur, Bildende Kunst, Bildhauerei, Freie Grafik und Malerei/Objektkunst, Freie Malerei und Kunsterziehung, Gold- und Silberschmieden, Grafik-Design, Kunstgeschichte, Kunst und öffentlicher Raum und Malerei
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Die [http://hfm-n-a.de/ Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg] ist seit dem 1. August 1999 durch den Zusammenschluss des Meistersinger-Konservatoriums in Nürnberg und des Leopold-Mozart-Konservatoriums in Augsburg entstanden.
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[http://www.srt.de Schule für Rundfunktechnik] In der SRT werden Mitabeiter für Rundfunk, Fernsehen und andere elektronische Medien aus- und weitergebildet.
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Am [http://www.bz.nuernberg.de/ Bildungszentrum Nürnberg] kann sich jedermann weiterbilden. Es bietet Kurse in den Bereichen Sprachen, Kultur, Gesundheit und berufliche Weiterbildung an.
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== Arbeiten ==
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== Sicherheit ==
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'''Sicherheit - Grundsätzliches'''
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Nürnberg ist eine sehr sichere Stadt, was u.a. durch schon manchmal unangenehm auffallende hohe Polizeipräsenz erreicht wird. Häufige Personenkontrollen sind z.B. am Hauptbahnhof an der Tagesordnung. Der Hauptbahnhof kann wohl deshalb auch als der sicherste Platz in Nürnberg bezeichnet werden. Früher war der Hauptbahnhof und seine Umgebung eher ein unsicheres Terrain. Wobei dem Verfasser in seiner bald 40-jährigen Nürnberger Vergangenheit noch nie etwas in Nürnberg zugestoßen ist - auch nicht als Stammgast im berüchtigten KOMM (Heute K4) nahe dem Bahnhof.
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'''Rotlichtviertel'''
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Wie in jeder Stadt hat auch Nürnberg ein Rotlichtviertel (sogar das älteste Deutschlands). Der eigentliche Sperrbezirk liegt im Bereich der "Frauentormauer" nahe des Plärrer. Aber auch in den Nachbarstraßen und in der Luitpoldstraße nahe des Bahnhofs hat sich die Sexindustrie ausgebreitet. Damen sollten diese Straße vor allem Nachts meiden, wobei hier meist auch nur mit Pöbeleien oder Wassergüssen gerechnet werden muss.
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'''Fremdenfeindliche Gewalt'''
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Rechtsextreme Gewalt ist in Nürnberg angesichts der bedrückenden Rolle, die es in der NS- und Nachkriegszeit spielte, ein Randphänomen; die Bevölkerung lernte nicht nur aus eigenen Fehlern, sondern auch schmerzlich aus der weitgehenden Zerstörung der mittelalterlichen Stadt im 2. Weltkrieg. Mitunter finden, wie in den meisten Großstädten, rechtsextreme Demonstrationen statt, zu Ausschreitungen kommt es so gut wie nie; Gegendemonstranten sind stets willkommen. Nürnberg ist heute eine aufgeschlossene, weltoffene Stadt, auch wenn der Geist des Franken etwas unzugänglich ist. Der Franke im Allgemeinen ist stets sehr hilfsbereit, wenn auch eher kurz angebunden.
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'''Diebstähle'''
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Autoaufbrüche und Autodiebstahl sind relativ selten. Häufig sind aber Fahrraddiebstähle. Vorsicht sollte man naturgemäß walten lassen bei Massenereignissen, wie z.B. dem Christkindlesmarkt, wo verstärkt Taschendiebstahl stattfindet.
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'''Sexuelle Übergriffe''' kommen leider auch in Nürnberg vor. Damen sollten nachts den Pegnitz-Wiesengrund ab dem Wöhrder-See stadtauswärt meiden. Auch im Burggraben sind leider schon sexuelle Straftaten vorgefallen, deswegen sollte man den unteren Burggraben (auch als Mann) nachts meiden.
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'''Lokale und Diskotheken'''
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Es sind dem Verfasser keine Lokale und Diskotheken bekannt, die durch ein spezielles Sicherheitsproblem aufgefallen wären. Man kann sich als Gast in jeder Gastronomie in Nürnberg sicher fühlen. Der Verfasser hat hier in einem Selbsttest eine Anzahl "übler Spelunken" besucht, in die man normalerweise nicht geht, bzw. die so abschreckend sind, dass man natürlicherweise Respekt vor dem Besuch hätte. Im Gegenteil hat er aber dort gerade nette Bekanntschaften gemacht und nie eine schlechte Erfahrung.
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Wichtigste Sicherheitsregel: Beim Eintritt in das Lokal die zumindest umliegenden Tische am Eingang durch Klopfen mit den Knöcheln auf die Tischplatte begrüßen - dann wird alles gut (gilt übrigens für ganz Franken - außer natürlich in Szene-Gastronomie), dann "a Halbe" (0,5 Liter helles Bier) bestellen.
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Auch solo-Damen können sich in der Regel sicher fühlen. Sie werden kaum belästigt, der Franke spricht sie eh nicht an, außer er ist betrunken ;)
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== Gesund bleiben ==
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== Klarkommen ==
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Erstens: Nürnberger und allgemein Franken niemals als Bayern bezeichnen.
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Hilfreich ist es, etwas über die Sprache zu wissen. Harte Konsonanten werden weich gesprochen (t wird d, p wird b). Typisch sind Fragen wie "Schmidt mit dd oder dd?" oder "Schrebbd mer des mid hardn D odder waachn D? (Schreibt man das mit hartem T oder weichem D?)"
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Lehrreich zur sprachlichen Eingewöhnung konnen auch die Werke der Mundartdichters [http://www.kusz.de/ Fitzgerald Kuzs] sein (Leseproben auf der Seite)
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Den Franken wird eine gewisse Zurückhaltung gegenüber Fremden nachgesagt. Sobald man aber die Schale einmal durchbrochen hat, wird man normalerweise hilfsbereite und freundliche Menschen vorfinden. Es ist vorteilhaft, die Initiative zu ergreifen und auf die Menschen zuzugehen. Zuviel Offenheit wird allerdings manchmal als aufdringlich empfunden (Franken sind das nicht gewohnt), es ist also wohldosiertes Vorgehen zu empfehlen.
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===Zeitungen / Zeitschriften===
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'''Tageszeitungen'''
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*[http://www.nn-online.de Nürnberger Nachrichten] - Wichtigste Tageszeitung in Nürnberg mit auch relativ umfangreichem  Onlineangebot
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*[http://www.nz-online.de Nürnberger Zeitung] - Etwas konservativeres Gegenstück der NN. NN und NZ werden vom selben Verlag herausgegeben, Die Anzeigen sind in beiden Zeitungen identisch.
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'''Stadtmagazine'''
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*[http://www.plaerrer.de/ Plärrer] - Ältestes Nürnberger Stadtmagazin. Online Veranstaltungskalender. Infos über Events, Gastronomie
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*[http://www.curt.de/nuernberg Curt] - Infos über Events...
+
*[http://www.doppelpunkt.de Doppelpunkt] - Kostenloses Veranstaltungs- und Kleinanzeigenmagazin. Online Veranstaltungskalender.
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*[http://www.lottaleben.net LottaLeben] - Das jüngste Stadtmagazin für Nürnberg. Als einziges online only und tagesaktuell. Dafür fehlt eine Print-Ausgabe. Der Zugriff ist kostenlos. Dem Veranstaltungskalender stehen umfassende Artikel mit Empfehlungen voran.
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+
== Literatur ==
+
Ralf Nestmeyer: Nürnberg, Fürth, Erlangen. Ein Reisehandbuch. Michael-Müller-Verlag, Erlangen 2006, ISBN 3-89953-318-6
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== Weiter geht's ==
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+
*[[Fürth (Bayern)]] - Nürnbergs kleinere Nachbarstadt
+
*[[Erlangen]] - Nahegelegene Universitätsstadt
+
*[[Bamberg]] - Alte Bischofsstadt - UNESCO Weltkulturerbe
+
*[[Fränkische Schweiz]] - Beliebteste Ausflugsregion der Nürnberger
+
*[[Fränkisches Seenland|Neues Fränkisches Seenland]] - Beliebtes Ausflugs- und Urlaubsgebiet im Südwesten
+
 
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+
{{Lage|Franken}}
+
[[en:Nuremberg]]
+
[[it:Norimberga]]
+
[[ja:ニュルンベルク]]
+
 
+
[[WikiPedia:Nürnberg]]
+
[[Dmoz:Europa/Deutschland/Bayern/Städte und Gemeinden/N/Nürnberg/]]
+
{{QuickbarStadt
+
|Stadt=Nürnberg
+
|Bild=[[Image:Nuremberg hl geist pegnitz f w.jpg|noframe|300px]]
+
|Positionskarte=DE
+
|Bevölkerung=501.620 <small>(Januar 2007)</small>
+
|Fläche=186,38 km²
+
|Höhe=302 m
+
|GeoLat=49.45
+
|GeoLong=11.0833
+
|Vorwahlnummer=0911, 09122, 09129
+
|PLZ=90001–90491
+
|Stadt_Website=http://www.nuernberg.de
+
|Notruf=112
+
|Polizei=110
+
}}
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+
'''Nürnberg''' ist die größte Stadt in [[Franken]] und mit gut 500.000 Einwohnern die zweitgrößte im Bundesland [[Bayern]].
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== Stadtteile ==
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Die Pegnitz teilt die Nürnberger Altstadt in zwei Hälften. Nach ihren Hauptkirchen wird die Nordseite Sebalder und die Südseite Lorenzer Altstadt genannt. Beide Teile der Altstadt werden von der Stadtmauer umschlossen.
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* '''[[Nürnberg/Lorenz|Lorenzer Altstadt]]'''
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* '''[[Nürnberg/Sebald|Sebalder Altstadt]]'''
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+
Um die Altstadt gruppieren sich die andere Stadtteile. Im Uhrzeigersinn, ausgehend von der westlichen Pegnitz sind das im Norden:
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* '''[[Nürnberg/Johannis|St. Johannis]]''' berühmt durch seinen Friedhof
+
* '''[[Nürnberg/Knoblauchsland|Knoblauchsland]]''' werden die Dörfer nördlich der Stadt genannt (unter anderem Schniegling, Wetzendorf, Thon, Buch, Kraftshof, Neunhof, Boxdorf und Großgründlach)
+
* '''[[Nürnberg/Nordstadt|Nordstadt]]''' die Stadtteile Gärten hinter der Veste und Maxfeld
+
* '''[[Nürnberg/Ziegelstein|Ziegelstein]]''' mit Buchenbühl und Herrnhütte
+
* '''[[Nürnberg/Schoppershof|Schoppershof und Rennweg]]'''
+
* '''[[Nürnberg/Wöhrd|Wöhrd]]'''
+
* '''[[Nürnberg/Erlenstegen|Erlenstegen]]'''
+
 
+
Und im Süden:
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* '''[[Nürnberg/Mögeldorf|Mögeldorf, Zabo, Laufamholz]]''' mit dem Tiergarten
+
* '''[[Nürnberg/Südstadt|Südstadt]]''' die Stadtteile Gleißhammer, St.Peter, Lichtenhof, Steinbühl, Gibitzenhof, Werderau
+
* '''[[Nürnberg/Langwasser|Langwasser]]''' mit dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände, der Messe und dem Stadion
+
* '''[[Nürnberg/Fischbach|Fischbach und Altenfurt]]'''
+
* '''[[Nürnberg/Süd|südliche Vororte]]''' von Eibach bis Kornburg
+
* '''[[Nürnberg/Schweinau|Schweinau und Röthenbach]]'''
+
* '''[[Nürnberg/Gostenhof|Gostenhof]]''' und die anderen Stadtteile an der Fürther Straße
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== Hintergrund ==
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== Anreise ==
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=== Flugzeug ===
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Der internationale [http://www.airport-nuernberg.de Flughafen Nürnberg] bietet zahlreiche Linienverbindungen zu europäischen Zielen und viele Charterverbindungen. Air Berlin dient er als Drehkreuz. Der Flughafen hat direkten U-Bahn Anschluß mit der Linie 2 zum Hauptbahnhof. Anschluß an das Netz der Deutschen Bahn besteht dagegen nicht.
+
 
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=== Bahn ===
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Von Nürnberg gibt es direkte ICE-Verbindungen in die Richtungen Augsburg-München, Frankfurt-Köln, Kassel-Hannover-Hamburg, Leipzig-Berlin und Regensburg-Wien, sowie IC-Verbindungen Richtung Stuttgart-Karlsruhe, Bayreuth-Hof-Chemnitz-Dresden, Prag und Ingolstadt. Der Hauptbahnhof liegt direkt vor den Toren der Altstadt und ist ein Knotenpunkt des öffentlichen Verkehrs mit zwei U-Bahn- und vier Straßenbahnlinien, hier liegt auch der Knotenpunkt der S-Bahnlinien.
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Seit 2006 gibt es die ICE Hochgeschwindigkeits-Neubaustrecke Nürnberg-Ingolstadt(-München), die im Nürnberger Vorort Feucht beginnt. Dadurch beträgt die Reisezeit von München nach Nürnberg ca. 63 Minuten (alte Strecke ca. 1:45h). Die Reisezeit zwischen Nürnberg und Ingolstadt beträgt nur noch 32 Minuten.
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=== Bus ===
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Fernbusse steuern meist den Zentralen Omnibusbahnhof an, der sich etwa 200 Meter östlich des Hauptbahnhofs (an der Bahnhofstraße und dem Willy-Brand-Platz) befindet.
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=== Auto ===
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Die Stadt liegt verkehrsgünstig am Schnittpunkt wichtiger Bundesautobahnen. Im Südosten des Stadtgebiets kreuzen sich die Autobahnen A 3 Köln-Frankfurt-Passau-Wien und die A 9 München-Berlin. Beide Autobahnen werden im Süden der Stadt von der A 6 Saarbrücken-Mannheim-Prag gekreuzt. Ferner beginnt südlich der Stadt als Abzweig der A 9 bei Feucht der Frankenschnellweg, die A73 in Richtung Bamberg, deren Fortsetzung über Suhl bis nach Erfurt geplant ist. Durch das Stadtgebiet führen die Bundesstraßen B 2, B 4, B 8 und B 14 in alle Himmelsrichtungen, dabei führt die B 4R in einem großen Ring um die Kernstadt.
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=== Schiff ===
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Die Anreise per Schiff über den Rhein-Main-Donau-Kanal ist eher exotisch.
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== Mobilität ==
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Die Nürnberger Altstadt erkundet man am besten zu Fuß. Die Entfernungen in der Altstadt sind nicht so groß, dass es lohnt Bus, U-Bahn oder Auto zu nehmen. Aufgrund der Verkehrsberuhigung ist Auto fahren in der Altstadt ohnehin nicht zu empfehlen.
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=== Virtuell ===
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Wer sich "virtuell" in Nürnberg zurechtfinden möchte, dem sei neben [http://maps.google.de/maps?f=q&hl=de&q=Nürnberg Google Maps] vorallem der [http://online-service.nuernberg.de/stadtplandienst/spa/main.php?myClient=large&myLayer=Strassen Stadtplandienst Nürnberg] dringend empfohlen. Dort kann man sich beispielsweise alle Haltestellen der Stadt anzeigen lassen und hat gleich einen zielgenauen Link auf die excellenten Nürnberger Nahverkehrsnetz-Seiten der jeweiligen Haltestelle.
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=== Auto ===
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Die Altstadt ist für den Autoverkehr in fünf Bereiche eingeteilt ("Schleifenlösung"). Wenn man mit dem Auto von einem Bereich in den anderen will, muss man aus der Altstadt  hinaus und zu einem anderen Tor wieder hineinfahren. Im Bereich der Burg gilt ein Nachtfahrverbot. Viele Parkplätze sind für Anwohner reserviert. Freie Parkplätze sind knapp und oft mit Parkuhren versehen. Es gibt jedoch verschiedene Parkhäuser und ein Parkleitsystem, das die Anzahl der freien Plätze schon vor der Einfahrt in die Altstadt anzeigt.
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=== Fahrrad ===
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Die Altstadt ist wegen Kopfsteinpflasters und der großen Fußgängerzone nur bedingt zum Radfahren geeignet. Abends ist die Fußgängerzone allerdings für den Radverkehr geöffnet. Außerhalb der Altstadt gibt es nur ein lückenhaftes Radwegenetz. Allerdings gibt es einige ausgeschilderte Radrouten. Gut ausgebaut sind die Radwege im Pegnitztal (West-Ost-Richtung).
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=== Bus und Bahn ===
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Die öffentlichen Verkehrsmittel in Stadt und Region sind im [http://www.vgn.de  Verkehrsverbund Großraum Nürnberg] zusammengeschlossen. In Nürnberg gibt es zwei (ab 2007 drei) U-Bahn-, sechs Straßenbahn- und zahlreiche Buslinien. Die wichtigsten Umsteigeknoten Hauptbahnhof und Plärrer werden von beiden U-Bahnlinien bedient. Die Linie 1 fährt unter anderem zur Messe und in die Nachbarstadt Fürth, die Linie 2 zum Flughafen.
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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=== Schiff ===
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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* von Gdynia nach Helsinki, Oxelösund und Malmö
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== Mobilität ==
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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== Sehenswürdigkeiten ==
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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=== Kirchen ===
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==== Johanneskathedrale ====
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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==== Andere Kirchen ====
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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=== Schiff ===
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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* von Gdynia nach Helsinki, Oxelösund und Malmö
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== Mobilität ==
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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== Sehenswürdigkeiten ==
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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=== Kirchen ===
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==== Johanneskathedrale ====
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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=== Schiff ===
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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* von Gdynia nach Helsinki, Oxelösund und Malmö
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== Mobilität ==
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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=== Kirchen ===
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==== Johanneskathedrale ====
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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==== Andere Kirchen ====
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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=== Schiff ===
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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* von Gdynia nach Helsinki, Oxelösund und Malmö
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== Mobilität ==
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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== Sehenswürdigkeiten ==
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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=== Kirchen ===
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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==== Andere Kirchen ====
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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=== Schiff ===
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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* von Gdynia nach Helsinki, Oxelösund und Malmö
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== Mobilität ==
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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== Sehenswürdigkeiten ==
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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=== Kirchen ===
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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==== Andere Kirchen ====
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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=== Schiff ===
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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* von Gdynia nach Helsinki, Oxelösund und Malmö
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== Mobilität ==
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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== Sehenswürdigkeiten ==
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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=== Kirchen ===
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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==== Andere Kirchen ====
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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=== Schiff ===
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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* von Gdynia nach Helsinki, Oxelösund und Malmö
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== Mobilität ==
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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== Sehenswürdigkeiten ==
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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=== Kirchen ===
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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==== Andere Kirchen ====
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Die nördliche Altstadt (Sebalder Altstadt) erreicht man am besten mit der Buslinie 36 (zwischen den U-Bahnhöfen Plärrer und Rathenauplatz, Ost-West-Richtung) und den Buslinien 46/47 ab Heilig-Geist-Spital/Lorenzkirche (Nord-Süd-Richtung).  Die südliche Altstadt (Lorenzer Altstadt) ist sehr gut mir der U-Bahn erschlossen (Bahnhöfe Lorenzkirche (U1), Weißer Turm (U1) und Opernhaus (U2)).
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Einen ersten Überblick über die Sehenswürdigkeiten in Nürnberg bietet eine Fahrt mit der Linie 36 (Plärrer - Rathenauplatz - Doku-Zentrum). In deren Bussen liegt ein Faltblatt mit 36 Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke aus.
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'''Sehenswerte U-Bahnhöfe'''
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Sehenswert sind vor allem die U-Bahnhöfe der U2 sowie der U1 zwischen Fürth-Rathaus und Fürth-Klinikum, insbesondere die Mosaiken am Rathenauplatz, das Graffiti am Rennweg, die verfremdete Panoramafotografie in Fürth-Rathaus und die überlebensgroße DNS-Doppelhelix in Fürth-Klinikum.
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Die U-Bahnlinie U1 fährt zwischen den Bahnhöfen Plärrer und Stadtgrenze auf (bzw. unter) der Strecke der ersten deutschen Eisenbahn, der Ludwigseisenbahn. Der Nürnberger Bahnhof der Ludwigsbahn lag am Plärrer wo heute das "EWAG-Hochhaus" steht. Der Führter Bahnhof der Ludwigsbahn lag am Führter Rathaus.
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'''Fahrkarten'''
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Für Fahrten innerhalb von Nürnberg gilt grundsätzlich die Preisstufe 2. An jeder Haltestelle hängt eine Liste mit Zielen, die man von dieser Haltestelle mit einer Kurzstreckenfahrkarte (Preisstufe K) erreichen kann. Fahrkarten gelten für die gelöste Stecke in allen Verkehrsmitteln (Bus, Straßenbahn, U-Bahn, S-Bahn, Zug (nicht IR/IC/ICE)), beim Umsteigen muß keine neue Fahrkarte gelöst werden. Einzelfahrkarten, Steifenkarten und Tageskarten müssen vor der Fahrt entwertet (gestempelt) werden (Tageskarten nur einmal vor der ersten Benutzung). Dazu stehen bzw. hängen in allen Straßenbahnen und Bussen und an den Eingängen der U-Bahn, der S-Bahn und der Bahnhöfe der Deutschen Bahn ''Entwerter'' (Orange, rote oder grüne Kästen mit einem Schlitz. Fahrkarte in den Schlitz stecken, bis ein deutliches "Klick" hörbar ist. Auf der Karte sollte dann ein Stempel sein). Fahrkarten werden an Fahrkartenautomaten und bei Busfahrern verkauft (Im Bus nur Einzel- und Tageskarten). ''Achtung: In der Straßenbahn und den Zügen der U-Bahn, der S-Bahn und der DB kann man keine Fahrkarten kaufen, aber an jeder Haltestelle ist ein Automat. Auch zum Betreten der Bahnsteige in der U-Bahn braucht man schon eine gültige Fahrkarte.''
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* Eine '''Einzelfahrt''' Preisstufe 2 in Nürnberg und Fürth kostet 1,80 EUR/0,90 EUR (Erw./Kind) (*). Kurzstrecken 1,40 EUR/0,70 EUR
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* Eine '''Streifenkarte''' kostet 8,30 EUR/4,10 EUR (10 Streifen, für jede Preisstufe einen Streifen (mind. 2 Streifen) stempeln), eine '''Streifenkarte Kurzstrecke''' kostet 5,90 EUR/2,90 EUR (5 Streifen, für jede Kurzsteckenfahrt einen Streifen stempeln)
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* Eine '''Tageskarte''' kostet 3,60 EUR für einen Erwachsenen oder 6,30 EUR für bis zu 6 Personen, davon maximal 2 Erwachsene. Kauft man eine Tageskarte am Samstag, gilt sie auch am folgenden Sonntag.
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*Viele Hotels bieten besondere '''3-Tages-Tickets''' an.
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*Für längere Aufenthalte bietet sich die [http://mobicard.vgn.de/ '''MobiCard'''] an:
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**Die MobiCard ist in 3 Varianten erhältlich: 7 Tage ganztägig gültig (16,30 EUR für Preisstufe 2), 31 Tage ganztägig gültig (51,50 EUR für Preisstufe 2) und 31 Tage ab 9 Uhr gültig (40,70 EUR für Preisstufe 2).
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**Die Gültigkeit kann an jedem beliebigen Kalendertag begonnen werden (ersten Gültigkeitstag beim Kauf angeben).
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** Alle MobiCard sind übertragbar (Kein Foto nötig)
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**Alle MobiCards gelten Wochentags ab 9 Uhr und am Wochenende ganztägig für 6 Personen, davon maximal 2 Erwachsene. Die ganztägig gültigen Varianten der MobiCard gelten Wochentags vor 9 Uhr nur für eine Person.
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**Mobicards können an vielen (aber nicht allen!) Fahrkartenautomaten, bei den Kundencentern der VAG am Nürnberger und Fürther Hauptbahnhof (Zwischengeschoss) und am Plärrer (Zwischengeschoss) und bei allen Fahrkartenausgaben der Deutschen Bahn im Verbundsgebiet erworben werden. Für Nürnberg werden die Zonen 100 und 200 benötigt.
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* '''Hunde''' und '''Fahrräder''' brauchen immer eine Kinderfahrkarte (können auch auf 6-Personen-Tageskarte und MobiCard mitgenommen werden)
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* '''Schönes-Wochenende-Tickets''' und '''Bayerntickets''' gelten im gesamten Verkehrsverbund als Tageskarte und können in allen Verkehrsmitteln benutzt werden.
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(* = alle Angaben Stand 11.12.2005, Preise notiert als Erwachsener/Kind sofern Kinderfahrkarten erhältlich)
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== Sehenswürdigkeiten ==
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Die Pegnitz teilt die Nürnberger Altstadt in zwei Hälften. Nach ihren Hauptkirchen wird die Nordseite ''Sebalder-'', die Südseite ''Lorenzer Altstadt'' genannt. Beide Teile der Altstadt werden von der Stadtmauer umschlossen.
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* Die Nürnberger '''Stadtmauer''' war ursprünglich fünf Kilometer lang und hatte fünf Tore: Laufer, Spittler-, Frauen-, Neu- und Tiergärtner Tor. Vom 13. bis zum 16. Jahrhundert wurde die Befestigung ständig ausgebaut und hat mit dazu beigetragen, dass die Stadt in dieser Zeit allen feindlichen Angriffen standhalten konnte. Heute stehen noch immer knapp vier Kilometer Mauer, allerdings finden klaffen auf der Ostseite zwischen Frauentor am Hauptbahnhof und Laufer Tor am Rathenauplatz einige Lücken. Der Stadtgraben, der nie mit Wasser gefüllt war, ist noch auf etwas mehr als zwei Kilometer in voller Breite erhalten und heute auf einem ruhigen Spazierweg zu erkunden. Auf dem kurzen Stück zwischen Färber- und Spittlertor, letzteres am Plärrer, befindet sich innerhalb der Mauern der Nürnberger Rotlichtbezirk. Ungefähr die Hälfte der Stadtmauer kann man von der Straßenbahn aus besichtigen: Linie 4 zwischen Plärrer und Tiergärtnertor sowie Linien 8 und 9 zwischen Hauptbahnhof und Rathenauplatz. Der U-Bahnhof Opernhaus (U2) ist in den ehemligen Stadtgraben eingebaut und im Stil der Stadtmauer mit Sandstein und schmiedeeisernen Gittern gehalten.
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===Sebalder Altstadt===
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* '''Burg''', Burgstraße (''Straßenbahnlinie 4, Haltestelle "Tiergärtnertor"''), 24 46 59-0, Täglich Apr-Sep 9.00-18.00, Okt-Mär 10.00-16.00. In der Nordwestecke der Altstadt ragt auf einem Felsen die Burg auf. Im Westen (von der Stadt aus rechts) beginnt die Anlage mit dem Turm ''Luginsland''. Zwischen diesem und dem fünfeckigen Turm fügt sich die ''Kaiserstallung'' ein. Sie wurde 1495 in nur einem Jahr erbaut, diente ursprünglich als Kornspeicher und heute als Jugendherberge. Der ''fünfeckige Turm'' entstand bereits vor 1050 und ist das älteste Gebäude von Burg und Stadt. Weiter östlich befindet sich der Zugang zum Burggarten und das Vestnertor. Vom Vestnertor gelangt man zur Freiung die einen der besten Blicke über die Stadt bietet. Wer noch mehr sehen will kann, auf den ''Sinwellturm'' im anschließenden Vorhof der Burg steigen. Dort befindet sich auch der ''Tiefe Brunnen''. Neben dem Tor zum Haupthof steht der Heidenturm mit der romanischen ''Doppelkapelle''. Im Haupthof befindet sich rechts die Kemenate, links der ''Palas'' mit dem ''Kaiserburgmuseum''. Weitere Räume des Palas und die Doppelkapelle können im Rahmen einer Führung besichtigt werden. 6EUR (''Museum, Führung, Tiefer Brunnen und Sinwellturm. Außenanlagen kostenlos.'')
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* Im '''Burgviertel''' haben nur wenige alte Häuser den zweiten Weltkrieg überstanden, einige wurden wieder aufgebaut. Die ''Füll'' ist mit ihren Sandsteinhäusern eine typische Kaufmannstraße. Die Handwerker in der ''Weißgerbergasse'' wohnten dagegen in Fachwerkhäusern. Weitere restaurierte Fachwerkhäuser findet man in den Krämergassen. In der ''Unteren Krämergasse 16'' kann man oft einen Blick in den kleinen Innenhof werfen.
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* [http://www.museen.nuernberg.de/duerer/ '''Dürerhaus'''] Albrecht-Dürer-Straße 39 (''Straßenbahnlinie 4, Haltestelle "Tiergärtnertor"''), 231- 2568. Di-So 10.00-17.00 (''Do -20.00, Jul, Aug, Dez Mo geöffnet''). Der Maler Albrecht Dürer lebte in diesem Haus von 1509 bis 1528. Ausstellung über das Leben im Haus und Dürers Arbeitsweise. 5EUR (''Tageskarte für alle städtischen Museen'')
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* Die gotische Kirche '''St. Sebald''' wurde im 13.-15. Jahrhundert erbaut. Im Zentrum der Kirche steht das Sebaldusgrab von Peter Vischer. Das Grabmal zeigt Szenen aus dem Leben des Stadtheiligen.
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* Rathaus
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* Unter dem Rathaus sind die [http://www.museen.nuernberg.de/lochgefaengnis/ '''Lochgefängnisse'''] Rathausplatz 2, 231-2690. In den Sommermonaten Di-So 10.00-16.30 (Führung, Dauer etwa 20 Minuten).  Im Mittelalter dienten sie als Untersuchungsgefängnis und Folterkammer. Zu sehen gibt es ein paar alte Gewölbe und nachgebaute Folterwerkzeuge- man darf seine Vorstellung spielen lassen, um sich die Qualen der Gefangenen vorzustellen, wenn man sich unbedingt Albträume herbeisehnen will. 3EUR
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* Hauptmarkt und Schöner Brunnen
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* Die [http://www.felsengaenge-nuernberg.de/ '''Felsengänge'''] sind ein weitverzweigtes Labyrinth, bestehend aus teilweise mehrstöckigen Kelleranlagen unterhalb der Nürnberger Altstadt. Mit deren Bau wurde bereits im 14. Jahrhundert begonnen, sie dienten lange Zeit als Lagerraum für Bier. Die Öffnungszeiten sind von Mo - So  11, 13, 15 und 17 Uhr. Dauer der Führung ca. 1 Stunde.
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* Der [http://www.museen.nuernberg.de/kunstbunker/index_kunstbunker.html '''Historische Kunstbunker'''] ist ein während des zweiten Weltkrieges von umsichtigen Nürnbergern bombensicher ausgebauter Felsenkeller in der Nähe des Dürerhauses. In ihm wurden Kunstschätze aus den Nürnberger Museen und Kirchen verwahrt, und so vor der Zerstörung durch die Bombenangriffe gerettet. Hier wurde auch der weltberühmte Marienaltar von Veit Stoß aufbewahrt, den die Nazis 1939 aus [[Krakau]] geraubt haben. Führung Täglich 15 Uhr (außer 24.12 und 31.12.) durch den [http://www.felsengaenge-nuernberg.de/ '''Förderverein Nürnberger Felsengänge''']
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* Rund um den Trödelmarkt (der auf einer Insel in der Pegnitz liegt) befinden sich viele kleine Gassen, Brücken und Cafes, die viele schöne Ausblicke auf die Pegnitz und die umliegenden Häuser bieten. Sehr gut für romantische Spaziergänge zu zweit geeignet. Den Trödelmarkt kann man von Hauptmarkt aus erreichen, wenn man vor der Fleischerbrücke die kleine Treppe unter dem Ochsen hinunter am ehemaligen Schlachthaus - jetzt Kaffeehaus - vorbeigeht. Es bietet sich dann ein Rundweg an, bei dem man über den Henkersteg und den Kettensteg die schönen Ausblicke auf die Pegnitz und die umliegenden Fachwerkhäuser genießen kann.
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===Lorenzer Altstadt===
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* Die gotische Kirche '''St. Lorenz''' wurde im 13.-15. Jahrhundert erbaut. Unter den zahlreichen Kunsstschätzen ist das ''Sakramentshäuschen'' von Adam Kraft und der ''englische Gruß'' von Veit Stoß hervorzuheben.
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* Das '''Nassauer Haus''' ist ein Turmhaus gegenüber der Lorenzkirche. Es ist eines der ältesten Gebäude der Stadt.
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* Vor der Lorenzkirche steht der '''Tugendbrunnen''', dessen Figuren die sieben Tugenden verköpern.
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===Vororte===
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* '''St. Johannis''' die alte Vorstadt im Westen der Sebalder Altstadt, erkundet man am besten mit einem ca. halbstündigen Spaziergang vom Tiergärtner- zum Hallertor. (''Straßenbahnlinie 4, Haltstelle "Tiergärtnertor". Durch Johannis fährt die Straßenbahnlinie 6, mit den Haltestellen "Hallertor", "Hallerstraße" und "Brückenstraße"''). Noch innerhalb der Altstadt steht gegenüber dem Dürerhaus das sogenannte ''Pilatushaus''. Hier beginnt der ''Kreuzweg von Adam Kraft'' dem wir bis zum Johannesfriedhof folgen. Zunächst geht es durch das Tor und über die Hauptstraße der wir noch ein kurzes Stück nach links folgen. Dann biegen wir rechts in die Burgschmietstraße. Nach einiger Zeit treffen wir auf die Johannisstraße in der noch einige Fachwerkhäuser erhalten sind. Sie führt uns zum ''Johannisfriedhof'' auf dem zahlreiche berühmte Nürnberger bestattet sind. Nach einem Rundgang über Friedhof gehen wir die Lindengasse bergab und biegen links in den Riesenschritt. Von hier haben wir Zugang zu den ''Hesperidengärten'', kleinen Barockgärten. Am unteren Ende des Riesenschritts kann man noch durch die romantischen Gässchen von ''Groß- und Kleinweidenmühle'' streifen. Durch die Parkanlage Hallerwiese kommt man schließlich zurück in die Altstadt.
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* [http://www.museen.nuernberg.de/reichsparteitag '''Reichsparteitagsgelände''']  Dokumentations Zentrum, Bayernstraße 110 (''Straßenbahn 9 (ab Hbf.) oder 6 (ab Plärrer) oder Bus 36 (ab Hauptmarkt) nach Doku-Zentrum''), 231- 5666. Mo-Fr 9.00-18.00, Sa/Su 10.00-18.00. Schon kurz nach der Machtergreifung machten die Nationalsozialisten Nürnberg zum Ort ihrer jährlichen Parteitage. Um ihre Macht zu demonstrieren, planten sie eine Reihe monumentaler Bauwerke. Zum Großteil wurden diese nicht fertiggestellt. Das Dokumentationszentrum zeigt eine Ausstellung zu den Themen: Aufstieg des Nationalsozialismus, Organisation der Reichsparteitage, Zusammenhang mit Judenverfolgung und Zweitem Weltkrieg. 5EUR (''Tageskarte für alle städtischen Museen.'')
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* Um das gesamte Reichsparteitagsgelände zu besichtigen empfiehlt es sich, ein bis zwei Stunden einzuplanen. Das Dokumentationszentrum bietet einen guten Ausgangspunkt.
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* [http://www.tiergarten.nuernberg.de/ '''Tiergarten''']. Am Tiergarten 30 (''Straßenbahn 5 (ab Hauptbahnhof)''), 54546. Sommer tägl. 8.00-19.30, Winter 9.00-17.00. Der Nürnberger Tiergarten befindet sich in alten Steinbrüchen im Reichswald. Er ist mit fast 70 ha Fläche einer der größten europäischen Zoologischen Gärten und als Landschaftszoo angelegt. Einer der vielen Anziehungspunkte ist das Delphinarium. Hunde sind nicht erlaubt. 6.50EUR, Familien 15EUR.
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* '''Wehrkirche Kraftshof''', Kraftshof (''Straßenbahn 9 (ab Hauptbahnhof) oder 4 (ab Plärrer) nach Thon. Weiter mit Bus 31. Oder mit dem Rad: Von der Burg der Beschilderung Richtung Almoshof/Erlangen folgen. In Almoshof über die Irrhainstraße nach Kraftshof''). Im Mittelalter hatten nur Städte das Recht, sich mit einer Mauer zu schützen. Zahlreiche Dörfer errichteten daher Mauern um Kirche und Friedhof. Kraftshof ist ein gutes Exempel dafür (mit Wehrgang und kleinen Türmchen). Von Kraftshof kann man in einer halben Stunde nach Neunhof spazieren.
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* [http://www.gnm.de/Sammlungen/Neunhof.htm '''Schloß Neunhof'''], Neunhofer Hauptstraße (''Straßenbahn 9 (ab Hauptbahnhof) oder 4 (ab Plärrer) nach Thon. Weiter mit Bus 31''). Ostern-Sept Sa, So 10.00-17.00. Schönes Beispiel eines Nürnberger Patrizierschlosses mit kleinem Barockgarten.
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===Museen===
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* [[:WikiPedia:Germanisches Nationalmuseum|Germanisches Nationalmuseum]][http://www.gnm.de], Kartäusergasse 1 (''U-Bahnhof Opernhaus (U2/U21)''),13310. Di-So 10.00-18.00, Mi -21.00. Eines der größten Museen für Kunst und Kunsthandwerk in Deutschland. Der Begriff ''Germanisch'' verweist darauf, dass das Sammlungsgebiet des Museums alle deutschsprachigen Länder umfasst. Außerhalb des Museums setzt die [[:WikiPedia:Straße der Menschenrechte|Straße der Menschenrechte]] ein Zeichen der Versöhnung. 4EUR (''5EUR während größere Sonderaustellungen. Mi ab 18.00 Eintritt frei.'')
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* [http://www.museen.nuernberg.de/spielzeug/ '''Spielzeugmuseum'''], Karlstraße 13-15, 231 - 3260. Di-Fr 10.00-17.00, Sa/So 10.00-18.00 (''während Christikindlesmarkt und Spielwarenmesse täglich geöffnet''). Nürnberg ist eines der Zentren der deutschen Spielwarenindustrie. Das Museum zeigt Holz- und Blechspielzeug, Puppen und Puppenhäuser, Modelleisenbahnen und moderne Spielwaren. 5EUR (''Tageskarte für alle städtischen Museen'')
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* '''Verkehrsmuseum''', Lessingstraße 6 (''U-Bahnhof Opernhaus (U2/U21)''), 230 880. Di-So 9.00-17.00. Zwei Museen in einem Haus: Das [http://www.dbmuseum.de/ '''DB Museum'''] und das [http://www.museumsstiftung.de/nuernberg/d411_rundgang.asp '''Museum für Kommunikation''']. Das DB Museum zeigt die Entwicklung der Eisenbahn von 1835 (erste deutsche Bahnstrecke von Nürnberg nach Fürth) bis heute. Es zeigt eine Reihe historischer Fahrzeuge und eine große Modelleisenbahn. Der umfangreiche Kinderbereich macht es zu einem interessanten Ziel für Familien. Das Kommunikationsmuseum stellt die Entwicklung der bayrischen Post und verschiedene Aspekte moderener Telekommunikation dar. 3 EUR
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* [http://www.nmn.de/ '''Neues Museum'''], Staatliches Museum für Kunst und Design in Nürnberg, Klarissenplatz (''5 Min zu Fuß vom Hauptbahnhof''), 240 200. Di-Fr 10.00-20.00, Sa/So 10.00-18.00. Kunst und Design seit 1945. 3,50 EUR (''Sonntags Eintritt frei'')
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* [http://www.museen.nuernberg.de/fembohaus/ '''Stadtmuseum Fembohaus'''], Burgstraße 15, 231-2595. Di-Fr 10.00-17.00, Sa/So 10.00-18.00. Das Stadtmuseum befindet sind in einem um 1600 erbauten Patrizierhaus. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden einglagerte Zimmereinrichtungen zerstörter Häuser hier wieder aufgebaut. Das Haus stellt verschiedene Epochen der Stadtgeschichte dar. 5EUR (''Tageskarte für alle städtischen Museen'')
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* [http://www.museen.nuernberg.de/industriekultur/ '''Museum Industriekultur'''], Äußere Sulzbacher Straße 62 (''Straßenbahnlinie 8, Haltestelle "Tafelwerk"''), 231-3875. Entlang der Museumstraße wird gezeigt, wie die industrielle Revolution Wohnbedingungen, Sozialleben und Technik veränderte. Außerdem verschiedene Spezialsammlungen: Motorrad- und Fahrradmuseum, Schulmuseum, Geschichte der Feuerwehr, der Lebkuchenindustrie, usf. 2006 findet im Museum Industriekultur die bayrische Landesausstellung statt. 5 EUR (''Tageskarte für alle städtischen Museen, während Sonderausstellungen höhere Eintrittspreise'')
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* [http://www.kunsthalle.nuernberg.de '''Kunsthalle Nürnberg'''], Lorenzer Straße 32 (''Haltestelle Marientor, Straßenbahnlinien 8 und 9''), 231 2853. In der Kunsthalle finden abwechselnd Kunstausstellungen statt.
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* [http://www.naturhistorischesmuseumnuernberg.de/ '''Naturhistorisches Museum in der Norishalle'''], Marientorgraben 8  (''U-Bahn-Haltestelle Wöhrder Wiese (Linie U2) oder Haltestelle Marientor, Straßenbahnlinien 8 und 9''), 0911/22 79 70. Das Museum der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg e.V. beinhaltet viele Einzelstücke (Ausgrabungen) und anschauliche Darstellungen zur Vor- & Frühgeschichte in Franken, sowie zur Höhlen- & Karstkunde und Geologie. Zusätzlich finden sich hier auch Exponate zur Völkerkunde (von Südsee bis Sibirien) und zur Archäologie des Auslands. 2,50 EUR (''Während Sonderausstellungen höhere Eintrittspreise'')
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<font size="3">'''Architektur'''</font>
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Nürnberg bietet neben der Burg eine großartige Vielfalt von interessanten Bauwerken verstreut über die verschiedenen Epochen hinweg. Eine ideale Möglichkeit sich darüber einen Überblick zu verschaffen bietet die Webseite [http://www.baukunst-nuernberg.de '''Baukunst Nürnberg'''] und die Webseite [http://www.architektur-nuernberg.de '''Architektur Nürnberg'''] welche Neuigkeiten, Links, Events und einen Architekturführer (eher moderne Gebäude) bietet.
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== Aktivitäten ==
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===Kulturelle Ereignisse===
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In Nürnberg gibt es zahlreiche Veranstaltungen über das Jahr verteilt, die Stadt Nürnberg stellt die Highlights auf folgender [http://www.nuernbergkultur.de/ Homepage] das Sommerprogramm bzw. Winterprogramm vor.
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* ''[http://www.blauenacht.nuernberg.de Die Blaue Nacht]'': Seit 2000 findet jedes Jahr an einem Samstag Mitte Mai die Blaue Nacht statt, eine Kulturnacht mit geöffneten Museen, Kunstprojekten, Performances und Musik in der gesamten Innenstadt
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* ''[http://www.bardentreffen.de Bardentreffen]'': Am ersten Wochenende der bayerischen Sommerferien (Ende Juli) spielen mehr als 50 Bands und Einzelinterpreten unterschiedlichster Stilrichtungen aus Deutschland und der ganzen Welt auf sieben Bühnen in der Altstadt. Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei. An diesem Wochenende spielen meist auch an allen Ecken der Stadt Straßenmusiker an den Abenden ohne das dies zum offiziellen Programm gehört.
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* ''[http://www.klassikopenair.de/ Klassik Open Air]'': Jedes Jahr (Ende Juli/Anfang August) spielen die beiden großen Orchester Nürnbergs, die Nürnberger Philharmoniker und die Nürnberger Symphoniker auf dem Luitpoldhain. Mittlerweile hat das Konzert, welches als "Woodstock" der klassischen Musik bezeichnet wird, Zuscherzahlen um die 100.000 erreicht. Die Konzerte sind umsonst und man kann Picknickdecke usw. mitbringen.
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* ''[http://www.christkindlesmarkt.de/ Christkindlesmarkt]'': Vom Freitag vor dem ersten Advent bis zum 23. Dezember findet der berühmte Weihnachtsmarkt auf dem Hauptmarkt statt. An den Wochenenden oft überfüllt, an Werktagen vor allem Abends aber immer noch stimmungsvoll und dann auch nicht so überlaufen.
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===Sportliche Ereignisse===
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* ''[http://www.norisring.de/ DTM - Norisringrennen]'': Jedes Jahr (Mitte Juli) findet das Norisring-Rennen der DTM am Dutzendteich statt.
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* ''[http://www.radrennen.de/ Rund um die Nürnberger Altstadt]'': Stellt ein Internationales Radrennen mit Internationalen Radsportlern rund um die Nürnberger Altstadt dar.
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===Stadtführungen===
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Verschiedene Organisationen bieten Stadführungen durch Nürnberg an. Neben der Tourismuszentrale sind hier [http://www.geschichte-fuer-alle.de Geschichte für Alle], die [http://www.altstadtfreunde-nuernberg.de Altstadtfreunde] und der [http://www.nuernberg-tours.de Verein der Gästeführer] mit regelmäßigen Führungen, Themenführungen für Gruppen und vielen Sonderaktionen aktiv.
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'''Dürer-Weg''' stellt ein Rundgang auf den Spuren '''Albrecht Dürers''' durch seine Heimatstadt mithilfe eines Minicomputers dar. Dieser führt Sie mit Ton und Bild durch die Altstadt. Nürnberg ist damit die erste Stadt, die ein audiovisuelles Führungssystem im Freien einsetzt.
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An einem Wochende im Jahr finden die Stadtverführungen statt, zahlreiche Gruppen bieten dann Führungen zu verschiedensten Aspekten des städtischen Lebens an.
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== Einkaufen ==
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Nürnbergs wichtigste '''Einkaufsstraßen''' liegen in der Lorenzer Altstadt. Vom Weißen Turm führen drei Einkaufsstraßen in Richtung Lorenzkirche: In der ''Breiten Gasse'' finden sich eher die billigen Geschäfte aber auch die junge Mode, in der ''Karolinenstraße'' liegen Geschäfte mittlerer Preislage und in der ''Kaiserstraße'' bekommt man Luxusgüter. Im Osten sind die drei Straßen durch die ''Königstraße'' verbunden, die vom Hauptbahnhof über die Lorenzkirche zum Hauptmarkt führt. Hier liegen die größten '''Kaufhäuser''': ''Karstadt'' und ''Kaufhof''.
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Neben der Altstadt gibt es noch zwei größere Einkaufszentren. Das mercado Nürnberg befindet sich an der Äußeren Bayreuther Straße im Nordosten der Stadt (''U-Bahnlinie U2, Nordostbahnhof''). Das Franken Einkaufszentrum befindet sich in dem Trabantenstadtteil Langwasser (''U-Bahnlinie U1, Langwasser Mitte'').
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In den verschiedenen Einkaufsstraßen und -zentren außerhalb der Altstadt ist das Angebot nicht so groß. Ihr Besuch lohnt nur, wenn man zu einem bestimmten Geschäft will.
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===Mitbringsel===
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* '''Lebkuchen''' (siehe Küche).
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* '''Bratwürste''' (für längere Reisen in Dosen erhältlich)
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== Küche ==
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'''Nürnberger Rostbratwürste''': In der Stadt werden vor allem Nürnberger Rostbratwürste verkauft, im Umland Fränkische. Echte Nürnberger Rostbratwürste dürfen nur innerhalb des Nürnberger Stadtgebietes hergestellt werden. Nürnberger sind etwa halb so groß wie Fränkische und andersartig gewürzt- der besondere Geschmack Nürnberger Bratwürste führt zu unlauteren Kopien weltweit, so zum Beispiel am Wenzelsplatz in Prag, wo die fränkische Spezialität als "Deutsche Würste" verkauft wird. Im Restaurant ißt man üblicherweise drei Fränkische oder sechs (neun, zwölf) Nürnberger Bratwürste mit Sauerkraut oder fränkischem Kartoffelsalat; man beachte, weder Nürnberger noch Fränkische Bratwürste werden jemals mit Ketchup verzehrt: Senf ist die gebräuchlichste Würze, Eingeweihte verlangen "Kren", eine Zubereitung aus Meerrettich. Auf der Straße werden ''3 im Weggla'' (3 Nürnberger Bratwürste im Brötchen) verkauft. Die nicht ganz so traditionellen Bratwurststände verkaufen meist neben 3 Nürnbergern auch feine ("normale") Bratwürste, Thüringer Bratwürste und "Bauernseufzer" (Eine geräucherte, stark gewürzte fränkische Bratwurst). Alle Bratwurstsorten sind in Nürnberg allgemein von ausgezeichneter Qualität und sollten bei einem Besuch in Nürnberg (oder Franken) nicht ausgelassen werden.
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Eine weitere Art, Nürnberger Bratwürste zu genießen, besteht darin, die gebratenen Würste zu sulzen. Als Bratwurstsülze sind sie zusammen mit Röstkartoffeln ein wahrer Leckerbissen.
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Wer anstatt der gebratenen Wurst gerne eine Alternative hätte, dem kann zu den "Sauren Zipfeln" geraten werden. Hier wird die Nürnberger Bratwurst in einem Sud aus Essig, Zwiebeln und Gewürzen eingelegt - was zunächst etwas merkwürig erscheinen mag, jedoch überzeugt der überraschend leckere Geschnack.
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''' Weitere Würste'''
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* Neben der Rostbratwurst findet in Nürnberg auch die Nürnberger Stadtwurst großen Zuspruch. Es gibt sie als "geräucherte", "Weiße" oder "Hausmacher" und wird gerne mit einem fränkischen Bauernbrot zum Bier verzehrt. Empfehlenswert: Stadtwurst mit Musik (Stadtwurst in grobe Scheiben geschnitten, mit Essig & Zwiebeln angemacht).
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* Ein typisches Nürnberger Gericht sind auch geräucherte Leberwürste und Blutwürste, welche im Sauerkraut erhitzt werden und dann mit dem Kraut serviert werden (Die Leberwurst/ Blutwurst wird dann aus der Pelle in das Kraut gedrückt und dann durchgemischt). Dieses Gericht findet man inzwischen jedoch selten, in traditionellen Nürnberger Gaststätten wird dieses jedoch noch angeboten.
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* Nicht vergessen sei der Pressack (rot & weiss), wobei hier große Unterschiede im Geschmack und Qualität vorhanden sind. So ist der Pressack aus dem Supermarkt leider nur selten zu empfehlen; in einem richtigen Nürnberger Wirtshaus kann man aber davon ausgehen, das Geschmack und Qualität stimmt. Der Pressak wird mit Senf gegessen.
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''' Schäufele'''
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Nicht eine reine Nürnberger Spezialität, sondern eher eine "Fränkische Instituion" erster Klasse. Einfach ausgedrück: Eine im Ofen mit viel Liebe gebratene Schweineschulter mit knuspriger Speckschwarte- sehr lecker. Wird mit einer dunklen Sauce und Nürnberger Klöße serviert. Das Schäuferla ist dem Nürnberger (Franken) fast schon eine religiöse Sache und hat zu langen theokratischen Diskursen geführt. Um dem Leser dies hier im Wiki zu ersparen, möge er sich bitte auf die Webseite des Vereines [http://www.schaeufele.de/ '''Freunde des fränkischen Schäuferla n.n.e.V.'''] zwecks Detailinformationen rund um das 'Schäuferla' begeben. Der Normalesser herkömmlicher Fleischmengen, so sei hier ergänzt, möge sich nicht abschrecken lassen durch die schiere Menge an Fleisch: in den allermeisten Wirtshäusern ist man gerne bereit, die Reste des Essens zur Mitnahme einzupacken.
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'''Lebkuchen''': Nürnberg ist berühmt für seine Lebkuchen, die von mehreren großen Herstellern und zahlreichen kleinen Bäckereien hergestellt werden. Insbesondere zur Zeit des Christkindlesmarktes sind die echten Nürnberger Elisenlebkuchen sehr beliebt: sie sind die besten Lebkuchen und enthalten kein Mehl. Einige Hersteller verkaufen ''Bruch'', dieser enthält jedoch selten zerbrochene Lebkuchen. Vielmehr eignen sich diese Packungen kaum als Geschenk und sind daher preiswerter als Lebkuchen in Schmuckdosen. Bei kleineren Bäckereien ist die Qualität der Lebkuchen oft besser als bei den Fabriken, sie sind jedoch auch teurer. Nicht unterschätzen sollte man den Nährwert dieser süßen Leckereien.
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'''Weitere Teig & Backwaren'''
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* „Nürnberger Eierzucker” ist ein weißes, zartes Eiergebäck, welches seine Form durch geschnitzte Modeln erhält. Diese „Modele”können verschiedene Formen haben wie beispielsweise „Springerle” (Pferdchen). Sie sind meist „mundgerecht”, können aber auch zu größeren Figuren gestaltet sein.
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* Kirschenmännla - Eine Kirschauflauf mit lockerem Teig.
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* Schneeballn - Vom Prinzip her die gleiche Machart wir die Schneebälle, welche nun überall in Deuschland verkauft werden. (Dünner Teig in Schmalz gebacken) - nur das die Nürnberger etwa 20 cm Durchmesser haben und mit Puderzucker versehen sind. Werden gerne zur Kommunion / Konfirmation / Hochzeit / Taufe / etc. als Dankeschön an die Gäste verteilt.
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===Bier===
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Franken hat die höchste Brauereidichte der Welt. Unzählige kleine Privatbrauerein produzieren hier hervorragende Biere, welche (zum Glück für uns Franken) jeweils nur im 20-Km-Umkreis bekannt werden.  Nur leider sieht es hier im Herzen von Franken (Nürnberg) mit den kleinen Privatbraueren etwas "mau" aus. Hier gibt es Tucher und andere Großbrauereien mit guter Qualität, jedoch nichts mehr, was den Kenner glücklich machen könnte. Die Ausnahme ist die in der historischen Altstadt gelegene winzige [http://www.altstadthof.de/ '''Altstadthof-Brauerei'''], welche Ihr Rotbier nur für den Eigenbedarf(angeschlossenes Lokal) und Straßenverkauf produziert (Brauereibesichtigung möglich).
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Bier-Spezialitäten aus dem fränkischen Umland genießt man am besten im [http://www.landbierparadies.com/ '''Landbierparadies'''] Hier kann man sich in der gemütlichen, rustikalen Umgebung durch eine riesige Auswahl von "Frankischen Bieren" trinken. ''Achtung Fettnäpfchen:'' Die Bestellung einer Cola, Fanta, oder ähnlicher unfränkischer Getränke sollte man dort besser unterlassen - Die gibt es hier nämlich nicht. Für die Kleinen gibt es Fränkischen Kirschsaft, Apfelschorle o.Ä.
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Eine gute [http://www.nordbayern.de/gastro.asp?man=3 '''Gastronomie Übersicht'''] bietet die Webseite der Nürnberger Nachrichten/Nürnberger Zeitung.
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===Bratwurstküchen===
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* '''Zum Gulden Stern''', Zirkelschmiedsgasse 26 - Historische älteste Bratwurstküche der Welt seit 1419, tgl. 11-22 Uhr
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<font size="3">'''Restaurants'''</font>
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<!-- Mittel, bitte in die entsprechenden Stadtteilartikel auslagern; hier sollten allgemeine Informationen stehen. -->
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* Krakauer Haus (Hintere Insel Schütt) mit einem wunderschön gelegenen Bierarten auf der Stadtmauer. Schönes Stadtpanorama vom Kluttentreter Saal. Gute Polnische Küche.
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===Nachts===
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Wer Nachts noch Hunger verspürt, dem ist das Restaurant [http://www.wacht-am-rhein-nuernberg.de '''Wacht am Rhein'''] empfohlen. Ab 24 Uhr öffnet die Lokalität und schließt erst in den frühen Morgenstunden.
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== Ausgehen ==
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===Innenstadt===
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* '''[http://www.starsandstairs.de Stars-and-stairs]''',  Engelhardsgasse 33 - Wer einen angenehmen Szene-Club in der Nürnberger Innenstadt sucht kommt am mitten im Rotlichtviertel gelegenen Stars-and-stairs nicht vorbei. Publikum zwischen 21 und 29 Jahren wird man hier vermehrt antreffen. Die Preisgestaltung ist auch eher moderat.
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* '''Weißgerbergasse''' In der Weißgerbergasse reiht sich eine Kneipe an die nächste. Es sind alle Stilrichtungen vertreten, vom rustikalen Pub über die modern-minimalistische Cocktailbar bis zur kleinen Discokneipe. Auch in den Straßen oberhalb der Weißgerbergasse finden sich noch mehrere Bars und Kneipen. Ein Eldorado für Kneipenfans. ''Haltestelle Hallertor, Straßenbahnlinien 4 und 6, Buslinie 36''
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===Kinos===
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Die Nürnberger Kinoszene sucht ihresgleichen. Es bleibt dem Kinobesucher die Wahl zwischen vielen Welten: den Erlebniskinos mit angeschlossener Gastronomie wie dem Cinecittà, dem "größten Kinokomplex Deutschlands", oder dem im Herzen der Stadt gelegenen Admiral mit einer SkyBar mit herrlichem Blick über die Stadt, beide mit neuester Kinotechnik. Das Nürnberger IMAX ist eines der größten IMAX-Komplexe in Europa, und das MAD-Kino ist eine unterhaltsame Abwechslung zu normalem Kino. Der wahre Kinoliebhaber allerdings wird bei Nennung der schönsten Kinos in Schwärmen geraten, deren Existenz sich wunderbarerweise aus alten Tagen bis in unsere Zeit retten konnte: das Metropolis, die Meisengeige, das Casablanca, das Atrium, der Rio-Palast und das Museum-Kino, die mit vorwiegend Programmkino einen Kontrapunkt zum Kommerzkino setzen. Fremdsprachenkino gibt es im abgelegenen Kino Roxy am Südfriedhof, wo noch Eintrittskarten aus gefärbter Pappe verkauft werden.
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Einen guten Überblick über das Nürnberger Kinoprogramm erhält man mit der wöchentlich erscheinenden und überall in Nürnberg ausliegenden Kinozeitschrift [http://www.filmtips.de ''filmtips'']. Allerdings darf man beim Lesen der Zeitung nicht vergessen, dass das IMAX, das MAD, das Atrium, das Casablanca, das Metropolis und die Meisengeige sowie das Manhattan in [[Erlangen]] alle Wolfram Weber, dem Eigentümer des Cinecitta gehören und er die Zeitung herausgibt. Somit fällt die Werbung für die anderen Kinos um einiges kleiner aus.
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* [http://www.cinecitta.de '''Cinecitta'''],  Gewerbemuseumsplatz 3 - Riesiger, teils unterirdischer Kinokomplex direkt in der Altstadt an der Pegnitz gelegen. 21 Kinos incl. IMAX mit 5.000 Sitzplätze,3 Restaurants, 13 Bars, Außenterassen, Filmshop, Open Air Kino. Parkhäuser in unmittelbarer Nähe, U-Bahn Haltestelle Wöhrder Wiese (U2). Auch wer spät abends, oder gar am Wochenende nachts (Vorstellungen beginnen bis ca. 2 Uhr nachts !) ins Kino gehen will findet hier ein Angebot.
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* [http://www.admiral-filmpalast.de '''Admiral Filmpalast'''],  Königstraße 11 - Nürnbergs zweites Multiplexkino, ebenfalls hochmodern mit interessanter Erlebnisgastronomie z.B. in der Skybar. U-Bahnhaltestelle Lorenzkirche (U1)
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* [http://www.roxy-nuernberg.de/ '''Roxy-Kino'''],  Julius Loßmann-Str. 116 - Dieses nicht in der Innenstadt am Südfriedhof gelegene Fremdsprachenkino ist für Fans von Originalfassungen interessant, genauso natürlich für ausländische Gäste. Überwiegend englischsprachige Origiinalfassungen, z.T. auch französisch und spanisch, sowie gelegentlich Sonderprogramme in anderen Sprachen. Straßenbahnhaltestelle Nürnberg-Südfriedhof (Linie 8).
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* '''Meisengeige''', Am Laufer Schlagturm 3 - Dieses Programmkino mit Bistro ist eines der allerersten Deutschlands und eine der Keimzellen dieser Kinoart. Zwei Kinosäle.
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== Unterkunft ==
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<!-- Gehoben, bitte in die entsprechenden Stadtteilartikel auslagern; hier sollten allgemeine Informationen stehen. -->
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*ArabellaSheraton Hotel Carlton Nürnberg
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*Le Meridien Grand Hotel
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*[http://www.hotel-drei-raben.de '''Hotel Drei Raben'''] - Nürnbergs erstes Themenhotel (obwohl es "nur" 4 Sterne hat, befindet es sich in der Preisklasse der anderen Hotels)
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=== Camping ===
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== Lernen ==
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In Nürnberg befinden sich zwei Fakultäten der [http://www.fau.de/ Universität Erlangen-Nürnberg]: Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und Erziehungswissenschaften.
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Weiterhin befindet sich hier die [http://www.fh-nuernberg.de/ Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule]
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an der neben verschiedenen technischen Fächern auch BWL, Sozialwesen, Architektur und Design studiert werden können.
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[http://www.evfh-nuernberg.de/ Evangelischen Fachhochschule Nürnberg]
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Die [http://www.adbk-nuernberg.de/ Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg] wurde 1662 von Jacob von Sandrart gegründet und ist damit die älteste ihrer Art im deutschsprachigen Raum. 1954 zog die Akademie, in von Sep Ruf entworfene Bauten, in einem Waldgebiet am Nürnberger Tiergarten ein. Die transparente Pavillonarchitektur im Osten der Stadt ­stellt die erste denkmalgeschützte Nachkriegsarchitektur Süddeutschlands dar.
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Die Akademie bietet folgende Fachrichtungen an:
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Architektur und Innenarchitektur, Bildende Kunst, Bildhauerei, Freie Grafik und Malerei/Objektkunst, Freie Malerei und Kunsterziehung, Gold- und Silberschmieden, Grafik-Design, Kunstgeschichte, Kunst und öffentlicher Raum und Malerei
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Die [http://hfm-n-a.de/ Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg] ist seit dem 1. August 1999 durch den Zusammenschluss des Meistersinger-Konservatoriums in Nürnberg und des Leopold-Mozart-Konservatoriums in Augsburg entstanden.
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[http://www.srt.de Schule für Rundfunktechnik] In der SRT werden Mitabeiter für Rundfunk, Fernsehen und andere elektronische Medien aus- und weitergebildet.
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Am [http://www.bz.nuernberg.de/ Bildungszentrum Nürnberg] kann sich jedermann weiterbilden. Es bietet Kurse in den Bereichen Sprachen, Kultur, Gesundheit und berufliche Weiterbildung an.
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== Arbeiten ==
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== Sicherheit ==
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'''Sicherheit - Grundsätzliches'''
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Nürnberg ist eine sehr sichere Stadt, was u.a. durch schon manchmal unangenehm auffallende hohe Polizeipräsenz erreicht wird. Häufige Personenkontrollen sind z.B. am Hauptbahnhof an der Tagesordnung. Der Hauptbahnhof kann wohl deshalb auch als der sicherste Platz in Nürnberg bezeichnet werden. Früher war der Hauptbahnhof und seine Umgebung eher ein unsicheres Terrain. Wobei dem Verfasser in seiner bald 40-jährigen Nürnberger Vergangenheit noch nie etwas in Nürnberg zugestoßen ist - auch nicht als Stammgast im berüchtigten KOMM (Heute K4) nahe dem Bahnhof.
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'''Rotlichtviertel'''
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Wie in jeder Stadt hat auch Nürnberg ein Rotlichtviertel (sogar das älteste Deutschlands). Der eigentliche Sperrbezirk liegt im Bereich der "Frauentormauer" nahe des Plärrer. Aber auch in den Nachbarstraßen und in der Luitpoldstraße nahe des Bahnhofs hat sich die Sexindustrie ausgebreitet. Damen sollten diese Straße vor allem Nachts meiden, wobei hier meist auch nur mit Pöbeleien oder Wassergüssen gerechnet werden muss.
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'''Fremdenfeindliche Gewalt'''
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Rechtsextreme Gewalt ist in Nürnberg angesichts der bedrückenden Rolle, die es in der NS- und Nachkriegszeit spielte, ein Randphänomen; die Bevölkerung lernte nicht nur aus eigenen Fehlern, sondern auch schmerzlich aus der weitgehenden Zerstörung der mittelalterlichen Stadt im 2. Weltkrieg. Mitunter finden, wie in den meisten Großstädten, rechtsextreme Demonstrationen statt, zu Ausschreitungen kommt es so gut wie nie; Gegendemonstranten sind stets willkommen. Nürnberg ist heute eine aufgeschlossene, weltoffene Stadt, auch wenn der Geist des Franken etwas unzugänglich ist. Der Franke im Allgemeinen ist stets sehr hilfsbereit, wenn auch eher kurz angebunden.
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'''Diebstähle'''
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Autoaufbrüche und Autodiebstahl sind relativ selten. Häufig sind aber Fahrraddiebstähle. Vorsicht sollte man naturgemäß walten lassen bei Massenereignissen, wie z.B. dem Christkindlesmarkt, wo verstärkt Taschendiebstahl stattfindet.
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'''Sexuelle Übergriffe''' kommen leider auch in Nürnberg vor. Damen sollten nachts den Pegnitz-Wiesengrund ab dem Wöhrder-See stadtauswärt meiden. Auch im Burggraben sind leider schon sexuelle Straftaten vorgefallen, deswegen sollte man den unteren Burggraben (auch als Mann) nachts meiden.
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'''Lokale und Diskotheken'''
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Es sind dem Verfasser keine Lokale und Diskotheken bekannt, die durch ein spezielles Sicherheitsproblem aufgefallen wären. Man kann sich als Gast in jeder Gastronomie in Nürnberg sicher fühlen. Der Verfasser hat hier in einem Selbsttest eine Anzahl "übler Spelunken" besucht, in die man normalerweise nicht geht, bzw. die so abschreckend sind, dass man natürlicherweise Respekt vor dem Besuch hätte. Im Gegenteil hat er aber dort gerade nette Bekanntschaften gemacht und nie eine schlechte Erfahrung.
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Wichtigste Sicherheitsregel: Beim Eintritt in das Lokal die zumindest umliegenden Tische am Eingang durch Klopfen mit den Knöcheln auf die Tischplatte begrüßen - dann wird alles gut (gilt übrigens für ganz Franken - außer natürlich in Szene-Gastronomie), dann "a Halbe" (0,5 Liter helles Bier) bestellen.
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Auch solo-Damen können sich in der Regel sicher fühlen. Sie werden kaum belästigt, der Franke spricht sie eh nicht an, außer er ist betrunken ;)
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== Gesund bleiben ==
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== Klarkommen ==
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Erstens: Nürnberger und allgemein Franken niemals als Bayern bezeichnen.
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Hilfreich ist es, etwas über die Sprache zu wissen. Harte Konsonanten werden weich gesprochen (t wird d, p wird b). Typisch sind Fragen wie "Schmidt mit dd oder dd?" oder "Schrebbd mer des mid hardn D odder waachn D? (Schreibt man das mit hartem T oder weichem D?)"
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Lehrreich zur sprachlichen Eingewöhnung konnen auch die Werke der Mundartdichters [http://www.kusz.de/ Fitzgerald Kuzs] sein (Leseproben auf der Seite)
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Den Franken wird eine gewisse Zurückhaltung gegenüber Fremden nachgesagt. Sobald man aber die Schale einmal durchbrochen hat, wird man normalerweise hilfsbereite und freundliche Menschen vorfinden. Es ist vorteilhaft, die Initiative zu ergreifen und auf die Menschen zuzugehen. Zuviel Offenheit wird allerdings manchmal als aufdringlich empfunden (Franken sind das nicht gewohnt), es ist also wohldosiertes Vorgehen zu empfehlen.
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===Zeitungen / Zeitschriften===
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'''Tageszeitungen'''
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*[http://www.nn-online.de Nürnberger Nachrichten] - Wichtigste Tageszeitung in Nürnberg mit auch relativ umfangreichem  Onlineangebot
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*[http://www.nz-online.de Nürnberger Zeitung] - Etwas konservativeres Gegenstück der NN. NN und NZ werden vom selben Verlag herausgegeben, Die Anzeigen sind in beiden Zeitungen identisch.
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'''Stadtmagazine'''
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*[http://www.plaerrer.de/ Plärrer] - Ältestes Nürnberger Stadtmagazin. Online Veranstaltungskalender. Infos über Events, Gastronomie
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*[http://www.curt.de/nuernberg Curt] - Infos über Events...
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*[http://www.doppelpunkt.de Doppelpunkt] - Kostenloses Veranstaltungs- und Kleinanzeigenmagazin. Online Veranstaltungskalender.
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*[http://www.lottaleben.net LottaLeben] - Das jüngste Stadtmagazin für Nürnberg. Als einziges online only und tagesaktuell. Dafür fehlt eine Print-Ausgabe. Der Zugriff ist kostenlos. Dem Veranstaltungskalender stehen umfassende Artikel mit Empfehlungen voran.
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== Literatur ==
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Ralf Nestmeyer: Nürnberg, Fürth, Erlangen. Ein Reisehandbuch. Michael-Müller-Verlag, Erlangen 2006, ISBN 3-89953-318-6
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== Weiter geht's ==
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*[[Fürth (Bayern)]] - Nürnbergs kleinere Nachbarstadt
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*[[Erlangen]] - Nahegelegene Universitätsstadt
+
*[[Bamberg]] - Alte Bischofsstadt - UNESCO Weltkulturerbe
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*[[Fränkische Schweiz]] - Beliebteste Ausflugsregion der Nürnberger
+
*[[Fränkisches Seenland|Neues Fränkisches Seenland]] - Beliebtes Ausflugs- und Urlaubsgebiet im Südwesten
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{{Lage|Franken}}
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[[en:Nuremberg]]
+
[[it:Norimberga]]
+
[[ja:ニュルンベルク]]
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[[WikiPedia:Nürnberg]]
+
[[Dmoz:Europa/Deutschland/Bayern/Städte und Gemeinden/N/Nürnberg/]]
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{{QuickbarStadt
+
|Stadt=Nürnberg
+
|Bild=[[Image:Nuremberg hl geist pegnitz f w.jpg|noframe|300px]]
+
|Positionskarte=DE
+
|Bevölkerung=501.620 <small>(Januar 2007)</small>
+
|Fläche=186,38 km²
+
|Höhe=302 m
+
|GeoLat=49.45
+
|GeoLong=11.0833
+
|Vorwahlnummer=0911, 09122, 09129
+
|PLZ=90001–90491
+
|Stadt_Website=http://www.nuernberg.de
+
|Notruf=112
+
|Polizei=110
+
}}
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'''Nürnberg''' ist die größte Stadt in [[Franken]] und mit gut 500.000 Einwohnern die zweitgrößte im Bundesland [[Bayern]].
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== Stadtteile ==
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Die Pegnitz teilt die Nürnberger Altstadt in zwei Hälften. Nach ihren Hauptkirchen wird die Nordseite Sebalder und die Südseite Lorenzer Altstadt genannt. Beide Teile der Altstadt werden von der Stadtmauer umschlossen.
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* '''[[Nürnberg/Lorenz|Lorenzer Altstadt]]'''
+
* '''[[Nürnberg/Sebald|Sebalder Altstadt]]'''
+
 
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Um die Altstadt gruppieren sich die andere Stadtteile. Im Uhrzeigersinn, ausgehend von der westlichen Pegnitz sind das im Norden:
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+
* '''[[Nürnberg/Johannis|St. Johannis]]''' berühmt durch seinen Friedhof
+
* '''[[Nürnberg/Knoblauchsland|Knoblauchsland]]''' werden die Dörfer nördlich der Stadt genannt (unter anderem Schniegling, Wetzendorf, Thon, Buch, Kraftshof, Neunhof, Boxdorf und Großgründlach)
+
* '''[[Nürnberg/Nordstadt|Nordstadt]]''' die Stadtteile Gärten hinter der Veste und Maxfeld
+
* '''[[Nürnberg/Ziegelstein|Ziegelstein]]''' mit Buchenbühl und Herrnhütte
+
* '''[[Nürnberg/Schoppershof|Schoppershof und Rennweg]]'''
+
* '''[[Nürnberg/Wöhrd|Wöhrd]]'''
+
* '''[[Nürnberg/Erlenstegen|Erlenstegen]]'''
+
 
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Und im Süden:
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* '''[[Nürnberg/Mögeldorf|Mögeldorf, Zabo, Laufamholz]]''' mit dem Tiergarten
+
* '''[[Nürnberg/Südstadt|Südstadt]]''' die Stadtteile Gleißhammer, St.Peter, Lichtenhof, Steinbühl, Gibitzenhof, Werderau
+
* '''[[Nürnberg/Langwasser|Langwasser]]''' mit dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände, der Messe und dem Stadion
+
* '''[[Nürnberg/Fischbach|Fischbach und Altenfurt]]'''
+
* '''[[Nürnberg/Süd|südliche Vororte]]''' von Eibach bis Kornburg
+
* '''[[Nürnberg/Schweinau|Schweinau und Röthenbach]]'''
+
* '''[[Nürnberg/Gostenhof|Gostenhof]]''' und die anderen Stadtteile an der Fürther Straße
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== Hintergrund ==
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== Anreise ==
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=== Flugzeug ===
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Der internationale [http://www.airport-nuernberg.de Flughafen Nürnberg] bietet zahlreiche Linienverbindungen zu europäischen Zielen und viele Charterverbindungen. Air Berlin dient er als Drehkreuz. Der Flughafen hat direkten U-Bahn Anschluß mit der Linie 2 zum Hauptbahnhof. Anschluß an das Netz der Deutschen Bahn besteht dagegen nicht.
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=== Bahn ===
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Von Nürnberg gibt es direkte ICE-Verbindungen in die Richtungen Augsburg-München, Frankfurt-Köln, Kassel-Hannover-Hamburg, Leipzig-Berlin und Regensburg-Wien, sowie IC-Verbindungen Richtung Stuttgart-Karlsruhe, Bayreuth-Hof-Chemnitz-Dresden, Prag und Ingolstadt. Der Hauptbahnhof liegt direkt vor den Toren der Altstadt und ist ein Knotenpunkt des öffentlichen Verkehrs mit zwei U-Bahn- und vier Straßenbahnlinien, hier liegt auch der Knotenpunkt der S-Bahnlinien.
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Seit 2006 gibt es die ICE Hochgeschwindigkeits-Neubaustrecke Nürnberg-Ingolstadt(-München), die im Nürnberger Vorort Feucht beginnt. Dadurch beträgt die Reisezeit von München nach Nürnberg ca. 63 Minuten (alte Strecke ca. 1:45h). Die Reisezeit zwischen Nürnberg und Ingolstadt beträgt nur noch 32 Minuten.
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=== Bus ===
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Fernbusse steuern meist den Zentralen Omnibusbahnhof an, der sich etwa 200 Meter östlich des Hauptbahnhofs (an der Bahnhofstraße und dem Willy-Brand-Platz) befindet.
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=== Auto ===
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Die Stadt liegt verkehrsgünstig am Schnittpunkt wichtiger Bundesautobahnen. Im Südosten des Stadtgebiets kreuzen sich die Autobahnen A 3 Köln-Frankfurt-Passau-Wien und die A 9 München-Berlin. Beide Autobahnen werden im Süden der Stadt von der A 6 Saarbrücken-Mannheim-Prag gekreuzt. Ferner beginnt südlich der Stadt als Abzweig der A 9 bei Feucht der Frankenschnellweg, die A73 in Richtung Bamberg, deren Fortsetzung über Suhl bis nach Erfurt geplant ist. Durch das Stadtgebiet führen die Bundesstraßen B 2, B 4, B 8 und B 14 in alle Himmelsrichtungen, dabei führt die B 4R in einem großen Ring um die Kernstadt.
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=== Schiff ===
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Die Anreise per Schiff über den Rhein-Main-Donau-Kanal ist eher exotisch.
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== Mobilität ==
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Die Nürnberger Altstadt erkundet man am besten zu Fuß. Die Entfernungen in der Altstadt sind nicht so groß, dass es lohnt Bus, U-Bahn oder Auto zu nehmen. Aufgrund der Verkehrsberuhigung ist Auto fahren in der Altstadt ohnehin nicht zu empfehlen.
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=== Virtuell ===
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Wer sich "virtuell" in Nürnberg zurechtfinden möchte, dem sei neben [http://maps.google.de/maps?f=q&hl=de&q=Nürnberg Google Maps] vorallem der [http://online-service.nuernberg.de/stadtplandienst/spa/main.php?myClient=large&myLayer=Strassen Stadtplandienst Nürnberg] dringend empfohlen. Dort kann man sich beispielsweise alle Haltestellen der Stadt anzeigen lassen und hat gleich einen zielgenauen Link auf die excellenten Nürnberger Nahverkehrsnetz-Seiten der jeweiligen Haltestelle.
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=== Auto ===
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Die Altstadt ist für den Autoverkehr in fünf Bereiche eingeteilt ("Schleifenlösung"). Wenn man mit dem Auto von einem Bereich in den anderen will, muss man aus der Altstadt  hinaus und zu einem anderen Tor wieder hineinfahren. Im Bereich der Burg gilt ein Nachtfahrverbot. Viele Parkplätze sind für Anwohner reserviert. Freie Parkplätze sind knapp und oft mit Parkuhren versehen. Es gibt jedoch verschiedene Parkhäuser und ein Parkleitsystem, das die Anzahl der freien Plätze schon vor der Einfahrt in die Altstadt anzeigt.
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=== Fahrrad ===
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Die Altstadt ist wegen Kopfsteinpflasters und der großen Fußgängerzone nur bedingt zum Radfahren geeignet. Abends ist die Fußgängerzone allerdings für den Radverkehr geöffnet. Außerhalb der Altstadt gibt es nur ein lückenhaftes Radwegenetz. Allerdings gibt es einige ausgeschilderte Radrouten. Gut ausgebaut sind die Radwege im Pegnitztal (West-Ost-Richtung).
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=== Bus und Bahn ===
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Die öffentlichen Verkehrsmittel in Stadt und Region sind im [http://www.vgn.de  Verkehrsverbund Großraum Nürnberg] zusammengeschlossen. In Nürnberg gibt es zwei (ab 2007 drei) U-Bahn-, sechs Straßenbahn- und zahlreiche Buslinien. Die wichtigsten Umsteigeknoten Hauptbahnhof und Plärrer werden von beiden U-Bahnlinien bedient. Die Linie 1 fährt unter anderem zur Messe und in die Nachbarstadt Fürth, die Linie 2 zum Flughafen.
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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=== Schiff ===
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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* von Gdynia nach Helsinki, Oxelösund und Malmö
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== Mobilität ==
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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== Sehenswürdigkeiten ==
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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=== Kirchen ===
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==== Johanneskathedrale ====
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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==== Andere Kirchen ====
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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=== Schiff ===
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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* von Gdynia nach Helsinki, Oxelösund und Malmö
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== Mobilität ==
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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== Sehenswürdigkeiten ==
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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=== Kirchen ===
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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==== Andere Kirchen ====
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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=== Schiff ===
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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* von Gdynia nach Helsinki, Oxelösund und Malmö
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== Mobilität ==
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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== Sehenswürdigkeiten ==
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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=== Kirchen ===
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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==== Andere Kirchen ====
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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=== Schiff ===
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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* von Gdynia nach Helsinki, Oxelösund und Malmö
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== Mobilität ==
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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== Sehenswürdigkeiten ==
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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=== Kirchen ===
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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==== Andere Kirchen ====
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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=== Schiff ===
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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* von Gdynia nach Helsinki, Oxelösund und Malmö
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== Mobilität ==
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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== Sehenswürdigkeiten ==
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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=== Kirchen ===
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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==== Andere Kirchen ====
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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=== Schiff ===
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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* von Gdynia nach Helsinki, Oxelösund und Malmö
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== Mobilität ==
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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== Sehenswürdigkeiten ==
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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=== Kirchen ===
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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==== Andere Kirchen ====
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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=== Schiff ===
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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* von Gdynia nach Helsinki, Oxelösund und Malmö
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== Mobilität ==
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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== Sehenswürdigkeiten ==
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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=== Kirchen ===
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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Die nördliche Altstadt (Sebalder Altstadt) erreicht man am besten mit der Buslinie 36 (zwischen den U-Bahnhöfen Plärrer und Rathenauplatz, Ost-West-Richtung) und den Buslinien 46/47 ab Heilig-Geist-Spital/Lorenzkirche (Nord-Süd-Richtung).  Die südliche Altstadt (Lorenzer Altstadt) ist sehr gut mir der U-Bahn erschlossen (Bahnhöfe Lorenzkirche (U1), Weißer Turm (U1) und Opernhaus (U2)).
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Einen ersten Überblick über die Sehenswürdigkeiten in Nürnberg bietet eine Fahrt mit der Linie 36 (Plärrer - Rathenauplatz - Doku-Zentrum). In deren Bussen liegt ein Faltblatt mit 36 Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke aus.
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'''Sehenswerte U-Bahnhöfe'''
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Sehenswert sind vor allem die U-Bahnhöfe der U2 sowie der U1 zwischen Fürth-Rathaus und Fürth-Klinikum, insbesondere die Mosaiken am Rathenauplatz, das Graffiti am Rennweg, die verfremdete Panoramafotografie in Fürth-Rathaus und die überlebensgroße DNS-Doppelhelix in Fürth-Klinikum.
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Die U-Bahnlinie U1 fährt zwischen den Bahnhöfen Plärrer und Stadtgrenze auf (bzw. unter) der Strecke der ersten deutschen Eisenbahn, der Ludwigseisenbahn. Der Nürnberger Bahnhof der Ludwigsbahn lag am Plärrer wo heute das "EWAG-Hochhaus" steht. Der Führter Bahnhof der Ludwigsbahn lag am Führter Rathaus.
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'''Fahrkarten'''
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Für Fahrten innerhalb von Nürnberg gilt grundsätzlich die Preisstufe 2. An jeder Haltestelle hängt eine Liste mit Zielen, die man von dieser Haltestelle mit einer Kurzstreckenfahrkarte (Preisstufe K) erreichen kann. Fahrkarten gelten für die gelöste Stecke in allen Verkehrsmitteln (Bus, Straßenbahn, U-Bahn, S-Bahn, Zug (nicht IR/IC/ICE)), beim Umsteigen muß keine neue Fahrkarte gelöst werden. Einzelfahrkarten, Steifenkarten und Tageskarten müssen vor der Fahrt entwertet (gestempelt) werden (Tageskarten nur einmal vor der ersten Benutzung). Dazu stehen bzw. hängen in allen Straßenbahnen und Bussen und an den Eingängen der U-Bahn, der S-Bahn und der Bahnhöfe der Deutschen Bahn ''Entwerter'' (Orange, rote oder grüne Kästen mit einem Schlitz. Fahrkarte in den Schlitz stecken, bis ein deutliches "Klick" hörbar ist. Auf der Karte sollte dann ein Stempel sein). Fahrkarten werden an Fahrkartenautomaten und bei Busfahrern verkauft (Im Bus nur Einzel- und Tageskarten). ''Achtung: In der Straßenbahn und den Zügen der U-Bahn, der S-Bahn und der DB kann man keine Fahrkarten kaufen, aber an jeder Haltestelle ist ein Automat. Auch zum Betreten der Bahnsteige in der U-Bahn braucht man schon eine gültige Fahrkarte.''
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* Eine '''Einzelfahrt''' Preisstufe 2 in Nürnberg und Fürth kostet 1,80 EUR/0,90 EUR (Erw./Kind) (*). Kurzstrecken 1,40 EUR/0,70 EUR
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* Eine '''Streifenkarte''' kostet 8,30 EUR/4,10 EUR (10 Streifen, für jede Preisstufe einen Streifen (mind. 2 Streifen) stempeln), eine '''Streifenkarte Kurzstrecke''' kostet 5,90 EUR/2,90 EUR (5 Streifen, für jede Kurzsteckenfahrt einen Streifen stempeln)
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* Eine '''Tageskarte''' kostet 3,60 EUR für einen Erwachsenen oder 6,30 EUR für bis zu 6 Personen, davon maximal 2 Erwachsene. Kauft man eine Tageskarte am Samstag, gilt sie auch am folgenden Sonntag.
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*Viele Hotels bieten besondere '''3-Tages-Tickets''' an.
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*Für längere Aufenthalte bietet sich die [http://mobicard.vgn.de/ '''MobiCard'''] an:
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**Die MobiCard ist in 3 Varianten erhältlich: 7 Tage ganztägig gültig (16,30 EUR für Preisstufe 2), 31 Tage ganztägig gültig (51,50 EUR für Preisstufe 2) und 31 Tage ab 9 Uhr gültig (40,70 EUR für Preisstufe 2).
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**Die Gültigkeit kann an jedem beliebigen Kalendertag begonnen werden (ersten Gültigkeitstag beim Kauf angeben).
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** Alle MobiCard sind übertragbar (Kein Foto nötig)
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**Alle MobiCards gelten Wochentags ab 9 Uhr und am Wochenende ganztägig für 6 Personen, davon maximal 2 Erwachsene. Die ganztägig gültigen Varianten der MobiCard gelten Wochentags vor 9 Uhr nur für eine Person.
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**Mobicards können an vielen (aber nicht allen!) Fahrkartenautomaten, bei den Kundencentern der VAG am Nürnberger und Fürther Hauptbahnhof (Zwischengeschoss) und am Plärrer (Zwischengeschoss) und bei allen Fahrkartenausgaben der Deutschen Bahn im Verbundsgebiet erworben werden. Für Nürnberg werden die Zonen 100 und 200 benötigt.
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* '''Hunde''' und '''Fahrräder''' brauchen immer eine Kinderfahrkarte (können auch auf 6-Personen-Tageskarte und MobiCard mitgenommen werden)
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* '''Schönes-Wochenende-Tickets''' und '''Bayerntickets''' gelten im gesamten Verkehrsverbund als Tageskarte und können in allen Verkehrsmitteln benutzt werden.
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(* = alle Angaben Stand 11.12.2005, Preise notiert als Erwachsener/Kind sofern Kinderfahrkarten erhältlich)
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== Sehenswürdigkeiten ==
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Die Pegnitz teilt die Nürnberger Altstadt in zwei Hälften. Nach ihren Hauptkirchen wird die Nordseite ''Sebalder-'', die Südseite ''Lorenzer Altstadt'' genannt. Beide Teile der Altstadt werden von der Stadtmauer umschlossen.
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* Die Nürnberger '''Stadtmauer''' war ursprünglich fünf Kilometer lang und hatte fünf Tore: Laufer, Spittler-, Frauen-, Neu- und Tiergärtner Tor. Vom 13. bis zum 16. Jahrhundert wurde die Befestigung ständig ausgebaut und hat mit dazu beigetragen, dass die Stadt in dieser Zeit allen feindlichen Angriffen standhalten konnte. Heute stehen noch immer knapp vier Kilometer Mauer, allerdings finden klaffen auf der Ostseite zwischen Frauentor am Hauptbahnhof und Laufer Tor am Rathenauplatz einige Lücken. Der Stadtgraben, der nie mit Wasser gefüllt war, ist noch auf etwas mehr als zwei Kilometer in voller Breite erhalten und heute auf einem ruhigen Spazierweg zu erkunden. Auf dem kurzen Stück zwischen Färber- und Spittlertor, letzteres am Plärrer, befindet sich innerhalb der Mauern der Nürnberger Rotlichtbezirk. Ungefähr die Hälfte der Stadtmauer kann man von der Straßenbahn aus besichtigen: Linie 4 zwischen Plärrer und Tiergärtnertor sowie Linien 8 und 9 zwischen Hauptbahnhof und Rathenauplatz. Der U-Bahnhof Opernhaus (U2) ist in den ehemligen Stadtgraben eingebaut und im Stil der Stadtmauer mit Sandstein und schmiedeeisernen Gittern gehalten.
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===Sebalder Altstadt===
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* '''Burg''', Burgstraße (''Straßenbahnlinie 4, Haltestelle "Tiergärtnertor"''), 24 46 59-0, Täglich Apr-Sep 9.00-18.00, Okt-Mär 10.00-16.00. In der Nordwestecke der Altstadt ragt auf einem Felsen die Burg auf. Im Westen (von der Stadt aus rechts) beginnt die Anlage mit dem Turm ''Luginsland''. Zwischen diesem und dem fünfeckigen Turm fügt sich die ''Kaiserstallung'' ein. Sie wurde 1495 in nur einem Jahr erbaut, diente ursprünglich als Kornspeicher und heute als Jugendherberge. Der ''fünfeckige Turm'' entstand bereits vor 1050 und ist das älteste Gebäude von Burg und Stadt. Weiter östlich befindet sich der Zugang zum Burggarten und das Vestnertor. Vom Vestnertor gelangt man zur Freiung die einen der besten Blicke über die Stadt bietet. Wer noch mehr sehen will kann, auf den ''Sinwellturm'' im anschließenden Vorhof der Burg steigen. Dort befindet sich auch der ''Tiefe Brunnen''. Neben dem Tor zum Haupthof steht der Heidenturm mit der romanischen ''Doppelkapelle''. Im Haupthof befindet sich rechts die Kemenate, links der ''Palas'' mit dem ''Kaiserburgmuseum''. Weitere Räume des Palas und die Doppelkapelle können im Rahmen einer Führung besichtigt werden. 6EUR (''Museum, Führung, Tiefer Brunnen und Sinwellturm. Außenanlagen kostenlos.'')
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* Im '''Burgviertel''' haben nur wenige alte Häuser den zweiten Weltkrieg überstanden, einige wurden wieder aufgebaut. Die ''Füll'' ist mit ihren Sandsteinhäusern eine typische Kaufmannstraße. Die Handwerker in der ''Weißgerbergasse'' wohnten dagegen in Fachwerkhäusern. Weitere restaurierte Fachwerkhäuser findet man in den Krämergassen. In der ''Unteren Krämergasse 16'' kann man oft einen Blick in den kleinen Innenhof werfen.
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* [http://www.museen.nuernberg.de/duerer/ '''Dürerhaus'''] Albrecht-Dürer-Straße 39 (''Straßenbahnlinie 4, Haltestelle "Tiergärtnertor"''), 231- 2568. Di-So 10.00-17.00 (''Do -20.00, Jul, Aug, Dez Mo geöffnet''). Der Maler Albrecht Dürer lebte in diesem Haus von 1509 bis 1528. Ausstellung über das Leben im Haus und Dürers Arbeitsweise. 5EUR (''Tageskarte für alle städtischen Museen'')
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* Die gotische Kirche '''St. Sebald''' wurde im 13.-15. Jahrhundert erbaut. Im Zentrum der Kirche steht das Sebaldusgrab von Peter Vischer. Das Grabmal zeigt Szenen aus dem Leben des Stadtheiligen.
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* Rathaus
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* Unter dem Rathaus sind die [http://www.museen.nuernberg.de/lochgefaengnis/ '''Lochgefängnisse'''] Rathausplatz 2, 231-2690. In den Sommermonaten Di-So 10.00-16.30 (Führung, Dauer etwa 20 Minuten).  Im Mittelalter dienten sie als Untersuchungsgefängnis und Folterkammer. Zu sehen gibt es ein paar alte Gewölbe und nachgebaute Folterwerkzeuge- man darf seine Vorstellung spielen lassen, um sich die Qualen der Gefangenen vorzustellen, wenn man sich unbedingt Albträume herbeisehnen will. 3EUR
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* Hauptmarkt und Schöner Brunnen
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* Die [http://www.felsengaenge-nuernberg.de/ '''Felsengänge'''] sind ein weitverzweigtes Labyrinth, bestehend aus teilweise mehrstöckigen Kelleranlagen unterhalb der Nürnberger Altstadt. Mit deren Bau wurde bereits im 14. Jahrhundert begonnen, sie dienten lange Zeit als Lagerraum für Bier. Die Öffnungszeiten sind von Mo - So  11, 13, 15 und 17 Uhr. Dauer der Führung ca. 1 Stunde.
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* Der [http://www.museen.nuernberg.de/kunstbunker/index_kunstbunker.html '''Historische Kunstbunker'''] ist ein während des zweiten Weltkrieges von umsichtigen Nürnbergern bombensicher ausgebauter Felsenkeller in der Nähe des Dürerhauses. In ihm wurden Kunstschätze aus den Nürnberger Museen und Kirchen verwahrt, und so vor der Zerstörung durch die Bombenangriffe gerettet. Hier wurde auch der weltberühmte Marienaltar von Veit Stoß aufbewahrt, den die Nazis 1939 aus [[Krakau]] geraubt haben. Führung Täglich 15 Uhr (außer 24.12 und 31.12.) durch den [http://www.felsengaenge-nuernberg.de/ '''Förderverein Nürnberger Felsengänge''']
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* Rund um den Trödelmarkt (der auf einer Insel in der Pegnitz liegt) befinden sich viele kleine Gassen, Brücken und Cafes, die viele schöne Ausblicke auf die Pegnitz und die umliegenden Häuser bieten. Sehr gut für romantische Spaziergänge zu zweit geeignet. Den Trödelmarkt kann man von Hauptmarkt aus erreichen, wenn man vor der Fleischerbrücke die kleine Treppe unter dem Ochsen hinunter am ehemaligen Schlachthaus - jetzt Kaffeehaus - vorbeigeht. Es bietet sich dann ein Rundweg an, bei dem man über den Henkersteg und den Kettensteg die schönen Ausblicke auf die Pegnitz und die umliegenden Fachwerkhäuser genießen kann.
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===Lorenzer Altstadt===
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* Die gotische Kirche '''St. Lorenz''' wurde im 13.-15. Jahrhundert erbaut. Unter den zahlreichen Kunsstschätzen ist das ''Sakramentshäuschen'' von Adam Kraft und der ''englische Gruß'' von Veit Stoß hervorzuheben.
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* Das '''Nassauer Haus''' ist ein Turmhaus gegenüber der Lorenzkirche. Es ist eines der ältesten Gebäude der Stadt.
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* Vor der Lorenzkirche steht der '''Tugendbrunnen''', dessen Figuren die sieben Tugenden verköpern.
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===Vororte===
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* '''St. Johannis''' die alte Vorstadt im Westen der Sebalder Altstadt, erkundet man am besten mit einem ca. halbstündigen Spaziergang vom Tiergärtner- zum Hallertor. (''Straßenbahnlinie 4, Haltstelle "Tiergärtnertor". Durch Johannis fährt die Straßenbahnlinie 6, mit den Haltestellen "Hallertor", "Hallerstraße" und "Brückenstraße"''). Noch innerhalb der Altstadt steht gegenüber dem Dürerhaus das sogenannte ''Pilatushaus''. Hier beginnt der ''Kreuzweg von Adam Kraft'' dem wir bis zum Johannesfriedhof folgen. Zunächst geht es durch das Tor und über die Hauptstraße der wir noch ein kurzes Stück nach links folgen. Dann biegen wir rechts in die Burgschmietstraße. Nach einiger Zeit treffen wir auf die Johannisstraße in der noch einige Fachwerkhäuser erhalten sind. Sie führt uns zum ''Johannisfriedhof'' auf dem zahlreiche berühmte Nürnberger bestattet sind. Nach einem Rundgang über Friedhof gehen wir die Lindengasse bergab und biegen links in den Riesenschritt. Von hier haben wir Zugang zu den ''Hesperidengärten'', kleinen Barockgärten. Am unteren Ende des Riesenschritts kann man noch durch die romantischen Gässchen von ''Groß- und Kleinweidenmühle'' streifen. Durch die Parkanlage Hallerwiese kommt man schließlich zurück in die Altstadt.
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* [http://www.museen.nuernberg.de/reichsparteitag '''Reichsparteitagsgelände''']  Dokumentations Zentrum, Bayernstraße 110 (''Straßenbahn 9 (ab Hbf.) oder 6 (ab Plärrer) oder Bus 36 (ab Hauptmarkt) nach Doku-Zentrum''), 231- 5666. Mo-Fr 9.00-18.00, Sa/Su 10.00-18.00. Schon kurz nach der Machtergreifung machten die Nationalsozialisten Nürnberg zum Ort ihrer jährlichen Parteitage. Um ihre Macht zu demonstrieren, planten sie eine Reihe monumentaler Bauwerke. Zum Großteil wurden diese nicht fertiggestellt. Das Dokumentationszentrum zeigt eine Ausstellung zu den Themen: Aufstieg des Nationalsozialismus, Organisation der Reichsparteitage, Zusammenhang mit Judenverfolgung und Zweitem Weltkrieg. 5EUR (''Tageskarte für alle städtischen Museen.'')
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* Um das gesamte Reichsparteitagsgelände zu besichtigen empfiehlt es sich, ein bis zwei Stunden einzuplanen. Das Dokumentationszentrum bietet einen guten Ausgangspunkt.
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* [http://www.tiergarten.nuernberg.de/ '''Tiergarten''']. Am Tiergarten 30 (''Straßenbahn 5 (ab Hauptbahnhof)''), 54546. Sommer tägl. 8.00-19.30, Winter 9.00-17.00. Der Nürnberger Tiergarten befindet sich in alten Steinbrüchen im Reichswald. Er ist mit fast 70 ha Fläche einer der größten europäischen Zoologischen Gärten und als Landschaftszoo angelegt. Einer der vielen Anziehungspunkte ist das Delphinarium. Hunde sind nicht erlaubt. 6.50EUR, Familien 15EUR.
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* '''Wehrkirche Kraftshof''', Kraftshof (''Straßenbahn 9 (ab Hauptbahnhof) oder 4 (ab Plärrer) nach Thon. Weiter mit Bus 31. Oder mit dem Rad: Von der Burg der Beschilderung Richtung Almoshof/Erlangen folgen. In Almoshof über die Irrhainstraße nach Kraftshof''). Im Mittelalter hatten nur Städte das Recht, sich mit einer Mauer zu schützen. Zahlreiche Dörfer errichteten daher Mauern um Kirche und Friedhof. Kraftshof ist ein gutes Exempel dafür (mit Wehrgang und kleinen Türmchen). Von Kraftshof kann man in einer halben Stunde nach Neunhof spazieren.
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* [http://www.gnm.de/Sammlungen/Neunhof.htm '''Schloß Neunhof'''], Neunhofer Hauptstraße (''Straßenbahn 9 (ab Hauptbahnhof) oder 4 (ab Plärrer) nach Thon. Weiter mit Bus 31''). Ostern-Sept Sa, So 10.00-17.00. Schönes Beispiel eines Nürnberger Patrizierschlosses mit kleinem Barockgarten.
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===Museen===
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* [[:WikiPedia:Germanisches Nationalmuseum|Germanisches Nationalmuseum]][http://www.gnm.de], Kartäusergasse 1 (''U-Bahnhof Opernhaus (U2/U21)''),13310. Di-So 10.00-18.00, Mi -21.00. Eines der größten Museen für Kunst und Kunsthandwerk in Deutschland. Der Begriff ''Germanisch'' verweist darauf, dass das Sammlungsgebiet des Museums alle deutschsprachigen Länder umfasst. Außerhalb des Museums setzt die [[:WikiPedia:Straße der Menschenrechte|Straße der Menschenrechte]] ein Zeichen der Versöhnung. 4EUR (''5EUR während größere Sonderaustellungen. Mi ab 18.00 Eintritt frei.'')
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* [http://www.museen.nuernberg.de/spielzeug/ '''Spielzeugmuseum'''], Karlstraße 13-15, 231 - 3260. Di-Fr 10.00-17.00, Sa/So 10.00-18.00 (''während Christikindlesmarkt und Spielwarenmesse täglich geöffnet''). Nürnberg ist eines der Zentren der deutschen Spielwarenindustrie. Das Museum zeigt Holz- und Blechspielzeug, Puppen und Puppenhäuser, Modelleisenbahnen und moderne Spielwaren. 5EUR (''Tageskarte für alle städtischen Museen'')
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* '''Verkehrsmuseum''', Lessingstraße 6 (''U-Bahnhof Opernhaus (U2/U21)''), 230 880. Di-So 9.00-17.00. Zwei Museen in einem Haus: Das [http://www.dbmuseum.de/ '''DB Museum'''] und das [http://www.museumsstiftung.de/nuernberg/d411_rundgang.asp '''Museum für Kommunikation''']. Das DB Museum zeigt die Entwicklung der Eisenbahn von 1835 (erste deutsche Bahnstrecke von Nürnberg nach Fürth) bis heute. Es zeigt eine Reihe historischer Fahrzeuge und eine große Modelleisenbahn. Der umfangreiche Kinderbereich macht es zu einem interessanten Ziel für Familien. Das Kommunikationsmuseum stellt die Entwicklung der bayrischen Post und verschiedene Aspekte moderener Telekommunikation dar. 3 EUR
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* [http://www.nmn.de/ '''Neues Museum'''], Staatliches Museum für Kunst und Design in Nürnberg, Klarissenplatz (''5 Min zu Fuß vom Hauptbahnhof''), 240 200. Di-Fr 10.00-20.00, Sa/So 10.00-18.00. Kunst und Design seit 1945. 3,50 EUR (''Sonntags Eintritt frei'')
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* [http://www.museen.nuernberg.de/fembohaus/ '''Stadtmuseum Fembohaus'''], Burgstraße 15, 231-2595. Di-Fr 10.00-17.00, Sa/So 10.00-18.00. Das Stadtmuseum befindet sind in einem um 1600 erbauten Patrizierhaus. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden einglagerte Zimmereinrichtungen zerstörter Häuser hier wieder aufgebaut. Das Haus stellt verschiedene Epochen der Stadtgeschichte dar. 5EUR (''Tageskarte für alle städtischen Museen'')
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* [http://www.museen.nuernberg.de/industriekultur/ '''Museum Industriekultur'''], Äußere Sulzbacher Straße 62 (''Straßenbahnlinie 8, Haltestelle "Tafelwerk"''), 231-3875. Entlang der Museumstraße wird gezeigt, wie die industrielle Revolution Wohnbedingungen, Sozialleben und Technik veränderte. Außerdem verschiedene Spezialsammlungen: Motorrad- und Fahrradmuseum, Schulmuseum, Geschichte der Feuerwehr, der Lebkuchenindustrie, usf. 2006 findet im Museum Industriekultur die bayrische Landesausstellung statt. 5 EUR (''Tageskarte für alle städtischen Museen, während Sonderausstellungen höhere Eintrittspreise'')
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* [http://www.kunsthalle.nuernberg.de '''Kunsthalle Nürnberg'''], Lorenzer Straße 32 (''Haltestelle Marientor, Straßenbahnlinien 8 und 9''), 231 2853. In der Kunsthalle finden abwechselnd Kunstausstellungen statt.
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* [http://www.naturhistorischesmuseumnuernberg.de/ '''Naturhistorisches Museum in der Norishalle'''], Marientorgraben 8  (''U-Bahn-Haltestelle Wöhrder Wiese (Linie U2) oder Haltestelle Marientor, Straßenbahnlinien 8 und 9''), 0911/22 79 70. Das Museum der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg e.V. beinhaltet viele Einzelstücke (Ausgrabungen) und anschauliche Darstellungen zur Vor- & Frühgeschichte in Franken, sowie zur Höhlen- & Karstkunde und Geologie. Zusätzlich finden sich hier auch Exponate zur Völkerkunde (von Südsee bis Sibirien) und zur Archäologie des Auslands. 2,50 EUR (''Während Sonderausstellungen höhere Eintrittspreise'')
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<font size="3">'''Architektur'''</font>
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Nürnberg bietet neben der Burg eine großartige Vielfalt von interessanten Bauwerken verstreut über die verschiedenen Epochen hinweg. Eine ideale Möglichkeit sich darüber einen Überblick zu verschaffen bietet die Webseite [http://www.baukunst-nuernberg.de '''Baukunst Nürnberg'''] und die Webseite [http://www.architektur-nuernberg.de '''Architektur Nürnberg'''] welche Neuigkeiten, Links, Events und einen Architekturführer (eher moderne Gebäude) bietet.
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== Aktivitäten ==
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===Kulturelle Ereignisse===
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In Nürnberg gibt es zahlreiche Veranstaltungen über das Jahr verteilt, die Stadt Nürnberg stellt die Highlights auf folgender [http://www.nuernbergkultur.de/ Homepage] das Sommerprogramm bzw. Winterprogramm vor.
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* ''[http://www.blauenacht.nuernberg.de Die Blaue Nacht]'': Seit 2000 findet jedes Jahr an einem Samstag Mitte Mai die Blaue Nacht statt, eine Kulturnacht mit geöffneten Museen, Kunstprojekten, Performances und Musik in der gesamten Innenstadt
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* ''[http://www.bardentreffen.de Bardentreffen]'': Am ersten Wochenende der bayerischen Sommerferien (Ende Juli) spielen mehr als 50 Bands und Einzelinterpreten unterschiedlichster Stilrichtungen aus Deutschland und der ganzen Welt auf sieben Bühnen in der Altstadt. Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei. An diesem Wochenende spielen meist auch an allen Ecken der Stadt Straßenmusiker an den Abenden ohne das dies zum offiziellen Programm gehört.
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* ''[http://www.klassikopenair.de/ Klassik Open Air]'': Jedes Jahr (Ende Juli/Anfang August) spielen die beiden großen Orchester Nürnbergs, die Nürnberger Philharmoniker und die Nürnberger Symphoniker auf dem Luitpoldhain. Mittlerweile hat das Konzert, welches als "Woodstock" der klassischen Musik bezeichnet wird, Zuscherzahlen um die 100.000 erreicht. Die Konzerte sind umsonst und man kann Picknickdecke usw. mitbringen.
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* ''[http://www.christkindlesmarkt.de/ Christkindlesmarkt]'': Vom Freitag vor dem ersten Advent bis zum 23. Dezember findet der berühmte Weihnachtsmarkt auf dem Hauptmarkt statt. An den Wochenenden oft überfüllt, an Werktagen vor allem Abends aber immer noch stimmungsvoll und dann auch nicht so überlaufen.
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===Sportliche Ereignisse===
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* ''[http://www.norisring.de/ DTM - Norisringrennen]'': Jedes Jahr (Mitte Juli) findet das Norisring-Rennen der DTM am Dutzendteich statt.
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* ''[http://www.radrennen.de/ Rund um die Nürnberger Altstadt]'': Stellt ein Internationales Radrennen mit Internationalen Radsportlern rund um die Nürnberger Altstadt dar.
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===Stadtführungen===
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Verschiedene Organisationen bieten Stadführungen durch Nürnberg an. Neben der Tourismuszentrale sind hier [http://www.geschichte-fuer-alle.de Geschichte für Alle], die [http://www.altstadtfreunde-nuernberg.de Altstadtfreunde] und der [http://www.nuernberg-tours.de Verein der Gästeführer] mit regelmäßigen Führungen, Themenführungen für Gruppen und vielen Sonderaktionen aktiv.
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'''Dürer-Weg''' stellt ein Rundgang auf den Spuren '''Albrecht Dürers''' durch seine Heimatstadt mithilfe eines Minicomputers dar. Dieser führt Sie mit Ton und Bild durch die Altstadt. Nürnberg ist damit die erste Stadt, die ein audiovisuelles Führungssystem im Freien einsetzt.
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An einem Wochende im Jahr finden die Stadtverführungen statt, zahlreiche Gruppen bieten dann Führungen zu verschiedensten Aspekten des städtischen Lebens an.
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== Einkaufen ==
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Nürnbergs wichtigste '''Einkaufsstraßen''' liegen in der Lorenzer Altstadt. Vom Weißen Turm führen drei Einkaufsstraßen in Richtung Lorenzkirche: In der ''Breiten Gasse'' finden sich eher die billigen Geschäfte aber auch die junge Mode, in der ''Karolinenstraße'' liegen Geschäfte mittlerer Preislage und in der ''Kaiserstraße'' bekommt man Luxusgüter. Im Osten sind die drei Straßen durch die ''Königstraße'' verbunden, die vom Hauptbahnhof über die Lorenzkirche zum Hauptmarkt führt. Hier liegen die größten '''Kaufhäuser''': ''Karstadt'' und ''Kaufhof''.
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Neben der Altstadt gibt es noch zwei größere Einkaufszentren. Das mercado Nürnberg befindet sich an der Äußeren Bayreuther Straße im Nordosten der Stadt (''U-Bahnlinie U2, Nordostbahnhof''). Das Franken Einkaufszentrum befindet sich in dem Trabantenstadtteil Langwasser (''U-Bahnlinie U1, Langwasser Mitte'').
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In den verschiedenen Einkaufsstraßen und -zentren außerhalb der Altstadt ist das Angebot nicht so groß. Ihr Besuch lohnt nur, wenn man zu einem bestimmten Geschäft will.
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===Mitbringsel===
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* '''Lebkuchen''' (siehe Küche).
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* '''Bratwürste''' (für längere Reisen in Dosen erhältlich)
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== Küche ==
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'''Nürnberger Rostbratwürste''': In der Stadt werden vor allem Nürnberger Rostbratwürste verkauft, im Umland Fränkische. Echte Nürnberger Rostbratwürste dürfen nur innerhalb des Nürnberger Stadtgebietes hergestellt werden. Nürnberger sind etwa halb so groß wie Fränkische und andersartig gewürzt- der besondere Geschmack Nürnberger Bratwürste führt zu unlauteren Kopien weltweit, so zum Beispiel am Wenzelsplatz in Prag, wo die fränkische Spezialität als "Deutsche Würste" verkauft wird. Im Restaurant ißt man üblicherweise drei Fränkische oder sechs (neun, zwölf) Nürnberger Bratwürste mit Sauerkraut oder fränkischem Kartoffelsalat; man beachte, weder Nürnberger noch Fränkische Bratwürste werden jemals mit Ketchup verzehrt: Senf ist die gebräuchlichste Würze, Eingeweihte verlangen "Kren", eine Zubereitung aus Meerrettich. Auf der Straße werden ''3 im Weggla'' (3 Nürnberger Bratwürste im Brötchen) verkauft. Die nicht ganz so traditionellen Bratwurststände verkaufen meist neben 3 Nürnbergern auch feine ("normale") Bratwürste, Thüringer Bratwürste und "Bauernseufzer" (Eine geräucherte, stark gewürzte fränkische Bratwurst). Alle Bratwurstsorten sind in Nürnberg allgemein von ausgezeichneter Qualität und sollten bei einem Besuch in Nürnberg (oder Franken) nicht ausgelassen werden.
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Eine weitere Art, Nürnberger Bratwürste zu genießen, besteht darin, die gebratenen Würste zu sulzen. Als Bratwurstsülze sind sie zusammen mit Röstkartoffeln ein wahrer Leckerbissen.
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Wer anstatt der gebratenen Wurst gerne eine Alternative hätte, dem kann zu den "Sauren Zipfeln" geraten werden. Hier wird die Nürnberger Bratwurst in einem Sud aus Essig, Zwiebeln und Gewürzen eingelegt - was zunächst etwas merkwürig erscheinen mag, jedoch überzeugt der überraschend leckere Geschnack.
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''' Weitere Würste'''
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* Neben der Rostbratwurst findet in Nürnberg auch die Nürnberger Stadtwurst großen Zuspruch. Es gibt sie als "geräucherte", "Weiße" oder "Hausmacher" und wird gerne mit einem fränkischen Bauernbrot zum Bier verzehrt. Empfehlenswert: Stadtwurst mit Musik (Stadtwurst in grobe Scheiben geschnitten, mit Essig & Zwiebeln angemacht).
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* Ein typisches Nürnberger Gericht sind auch geräucherte Leberwürste und Blutwürste, welche im Sauerkraut erhitzt werden und dann mit dem Kraut serviert werden (Die Leberwurst/ Blutwurst wird dann aus der Pelle in das Kraut gedrückt und dann durchgemischt). Dieses Gericht findet man inzwischen jedoch selten, in traditionellen Nürnberger Gaststätten wird dieses jedoch noch angeboten.
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* Nicht vergessen sei der Pressack (rot & weiss), wobei hier große Unterschiede im Geschmack und Qualität vorhanden sind. So ist der Pressack aus dem Supermarkt leider nur selten zu empfehlen; in einem richtigen Nürnberger Wirtshaus kann man aber davon ausgehen, das Geschmack und Qualität stimmt. Der Pressak wird mit Senf gegessen.
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''' Schäufele'''
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Nicht eine reine Nürnberger Spezialität, sondern eher eine "Fränkische Instituion" erster Klasse. Einfach ausgedrück: Eine im Ofen mit viel Liebe gebratene Schweineschulter mit knuspriger Speckschwarte- sehr lecker. Wird mit einer dunklen Sauce und Nürnberger Klöße serviert. Das Schäuferla ist dem Nürnberger (Franken) fast schon eine religiöse Sache und hat zu langen theokratischen Diskursen geführt. Um dem Leser dies hier im Wiki zu ersparen, möge er sich bitte auf die Webseite des Vereines [http://www.schaeufele.de/ '''Freunde des fränkischen Schäuferla n.n.e.V.'''] zwecks Detailinformationen rund um das 'Schäuferla' begeben. Der Normalesser herkömmlicher Fleischmengen, so sei hier ergänzt, möge sich nicht abschrecken lassen durch die schiere Menge an Fleisch: in den allermeisten Wirtshäusern ist man gerne bereit, die Reste des Essens zur Mitnahme einzupacken.
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'''Lebkuchen''': Nürnberg ist berühmt für seine Lebkuchen, die von mehreren großen Herstellern und zahlreichen kleinen Bäckereien hergestellt werden. Insbesondere zur Zeit des Christkindlesmarktes sind die echten Nürnberger Elisenlebkuchen sehr beliebt: sie sind die besten Lebkuchen und enthalten kein Mehl. Einige Hersteller verkaufen ''Bruch'', dieser enthält jedoch selten zerbrochene Lebkuchen. Vielmehr eignen sich diese Packungen kaum als Geschenk und sind daher preiswerter als Lebkuchen in Schmuckdosen. Bei kleineren Bäckereien ist die Qualität der Lebkuchen oft besser als bei den Fabriken, sie sind jedoch auch teurer. Nicht unterschätzen sollte man den Nährwert dieser süßen Leckereien.
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'''Weitere Teig & Backwaren'''
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* „Nürnberger Eierzucker” ist ein weißes, zartes Eiergebäck, welches seine Form durch geschnitzte Modeln erhält. Diese „Modele”können verschiedene Formen haben wie beispielsweise „Springerle” (Pferdchen). Sie sind meist „mundgerecht”, können aber auch zu größeren Figuren gestaltet sein.
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* Kirschenmännla - Eine Kirschauflauf mit lockerem Teig.
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* Schneeballn - Vom Prinzip her die gleiche Machart wir die Schneebälle, welche nun überall in Deuschland verkauft werden. (Dünner Teig in Schmalz gebacken) - nur das die Nürnberger etwa 20 cm Durchmesser haben und mit Puderzucker versehen sind. Werden gerne zur Kommunion / Konfirmation / Hochzeit / Taufe / etc. als Dankeschön an die Gäste verteilt.
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===Bier===
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Franken hat die höchste Brauereidichte der Welt. Unzählige kleine Privatbrauerein produzieren hier hervorragende Biere, welche (zum Glück für uns Franken) jeweils nur im 20-Km-Umkreis bekannt werden.  Nur leider sieht es hier im Herzen von Franken (Nürnberg) mit den kleinen Privatbraueren etwas "mau" aus. Hier gibt es Tucher und andere Großbrauereien mit guter Qualität, jedoch nichts mehr, was den Kenner glücklich machen könnte. Die Ausnahme ist die in der historischen Altstadt gelegene winzige [http://www.altstadthof.de/ '''Altstadthof-Brauerei'''], welche Ihr Rotbier nur für den Eigenbedarf(angeschlossenes Lokal) und Straßenverkauf produziert (Brauereibesichtigung möglich).
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Bier-Spezialitäten aus dem fränkischen Umland genießt man am besten im [http://www.landbierparadies.com/ '''Landbierparadies'''] Hier kann man sich in der gemütlichen, rustikalen Umgebung durch eine riesige Auswahl von "Frankischen Bieren" trinken. ''Achtung Fettnäpfchen:'' Die Bestellung einer Cola, Fanta, oder ähnlicher unfränkischer Getränke sollte man dort besser unterlassen - Die gibt es hier nämlich nicht. Für die Kleinen gibt es Fränkischen Kirschsaft, Apfelschorle o.Ä.
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Eine gute [http://www.nordbayern.de/gastro.asp?man=3 '''Gastronomie Übersicht'''] bietet die Webseite der Nürnberger Nachrichten/Nürnberger Zeitung.
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===Bratwurstküchen===
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* '''Zum Gulden Stern''', Zirkelschmiedsgasse 26 - Historische älteste Bratwurstküche der Welt seit 1419, tgl. 11-22 Uhr
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<font size="3">'''Restaurants'''</font>
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<!-- Mittel, bitte in die entsprechenden Stadtteilartikel auslagern; hier sollten allgemeine Informationen stehen. -->
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* Krakauer Haus (Hintere Insel Schütt) mit einem wunderschön gelegenen Bierarten auf der Stadtmauer. Schönes Stadtpanorama vom Kluttentreter Saal. Gute Polnische Küche.
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===Nachts===
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Wer Nachts noch Hunger verspürt, dem ist das Restaurant [http://www.wacht-am-rhein-nuernberg.de '''Wacht am Rhein'''] empfohlen. Ab 24 Uhr öffnet die Lokalität und schließt erst in den frühen Morgenstunden.
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== Ausgehen ==
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===Innenstadt===
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* '''[http://www.starsandstairs.de Stars-and-stairs]''',  Engelhardsgasse 33 - Wer einen angenehmen Szene-Club in der Nürnberger Innenstadt sucht kommt am mitten im Rotlichtviertel gelegenen Stars-and-stairs nicht vorbei. Publikum zwischen 21 und 29 Jahren wird man hier vermehrt antreffen. Die Preisgestaltung ist auch eher moderat.
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* '''Weißgerbergasse''' In der Weißgerbergasse reiht sich eine Kneipe an die nächste. Es sind alle Stilrichtungen vertreten, vom rustikalen Pub über die modern-minimalistische Cocktailbar bis zur kleinen Discokneipe. Auch in den Straßen oberhalb der Weißgerbergasse finden sich noch mehrere Bars und Kneipen. Ein Eldorado für Kneipenfans. ''Haltestelle Hallertor, Straßenbahnlinien 4 und 6, Buslinie 36''
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===Kinos===
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Die Nürnberger Kinoszene sucht ihresgleichen. Es bleibt dem Kinobesucher die Wahl zwischen vielen Welten: den Erlebniskinos mit angeschlossener Gastronomie wie dem Cinecittà, dem "größten Kinokomplex Deutschlands", oder dem im Herzen der Stadt gelegenen Admiral mit einer SkyBar mit herrlichem Blick über die Stadt, beide mit neuester Kinotechnik. Das Nürnberger IMAX ist eines der größten IMAX-Komplexe in Europa, und das MAD-Kino ist eine unterhaltsame Abwechslung zu normalem Kino. Der wahre Kinoliebhaber allerdings wird bei Nennung der schönsten Kinos in Schwärmen geraten, deren Existenz sich wunderbarerweise aus alten Tagen bis in unsere Zeit retten konnte: das Metropolis, die Meisengeige, das Casablanca, das Atrium, der Rio-Palast und das Museum-Kino, die mit vorwiegend Programmkino einen Kontrapunkt zum Kommerzkino setzen. Fremdsprachenkino gibt es im abgelegenen Kino Roxy am Südfriedhof, wo noch Eintrittskarten aus gefärbter Pappe verkauft werden.
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Einen guten Überblick über das Nürnberger Kinoprogramm erhält man mit der wöchentlich erscheinenden und überall in Nürnberg ausliegenden Kinozeitschrift [http://www.filmtips.de ''filmtips'']. Allerdings darf man beim Lesen der Zeitung nicht vergessen, dass das IMAX, das MAD, das Atrium, das Casablanca, das Metropolis und die Meisengeige sowie das Manhattan in [[Erlangen]] alle Wolfram Weber, dem Eigentümer des Cinecitta gehören und er die Zeitung herausgibt. Somit fällt die Werbung für die anderen Kinos um einiges kleiner aus.
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* [http://www.cinecitta.de '''Cinecitta'''],  Gewerbemuseumsplatz 3 - Riesiger, teils unterirdischer Kinokomplex direkt in der Altstadt an der Pegnitz gelegen. 21 Kinos incl. IMAX mit 5.000 Sitzplätze,3 Restaurants, 13 Bars, Außenterassen, Filmshop, Open Air Kino. Parkhäuser in unmittelbarer Nähe, U-Bahn Haltestelle Wöhrder Wiese (U2). Auch wer spät abends, oder gar am Wochenende nachts (Vorstellungen beginnen bis ca. 2 Uhr nachts !) ins Kino gehen will findet hier ein Angebot.
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* [http://www.admiral-filmpalast.de '''Admiral Filmpalast'''],  Königstraße 11 - Nürnbergs zweites Multiplexkino, ebenfalls hochmodern mit interessanter Erlebnisgastronomie z.B. in der Skybar. U-Bahnhaltestelle Lorenzkirche (U1)
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* [http://www.roxy-nuernberg.de/ '''Roxy-Kino'''],  Julius Loßmann-Str. 116 - Dieses nicht in der Innenstadt am Südfriedhof gelegene Fremdsprachenkino ist für Fans von Originalfassungen interessant, genauso natürlich für ausländische Gäste. Überwiegend englischsprachige Origiinalfassungen, z.T. auch französisch und spanisch, sowie gelegentlich Sonderprogramme in anderen Sprachen. Straßenbahnhaltestelle Nürnberg-Südfriedhof (Linie 8).
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* '''Meisengeige''', Am Laufer Schlagturm 3 - Dieses Programmkino mit Bistro ist eines der allerersten Deutschlands und eine der Keimzellen dieser Kinoart. Zwei Kinosäle.
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== Unterkunft ==
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<!-- Gehoben, bitte in die entsprechenden Stadtteilartikel auslagern; hier sollten allgemeine Informationen stehen. -->
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*ArabellaSheraton Hotel Carlton Nürnberg
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*Le Meridien Grand Hotel
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*[http://www.hotel-drei-raben.de '''Hotel Drei Raben'''] - Nürnbergs erstes Themenhotel (obwohl es "nur" 4 Sterne hat, befindet es sich in der Preisklasse der anderen Hotels)
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=== Camping ===
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== Lernen ==
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In Nürnberg befinden sich zwei Fakultäten der [http://www.fau.de/ Universität Erlangen-Nürnberg]: Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und Erziehungswissenschaften.
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Weiterhin befindet sich hier die [http://www.fh-nuernberg.de/ Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule]
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an der neben verschiedenen technischen Fächern auch BWL, Sozialwesen, Architektur und Design studiert werden können.
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[http://www.evfh-nuernberg.de/ Evangelischen Fachhochschule Nürnberg]
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Die [http://www.adbk-nuernberg.de/ Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg] wurde 1662 von Jacob von Sandrart gegründet und ist damit die älteste ihrer Art im deutschsprachigen Raum. 1954 zog die Akademie, in von Sep Ruf entworfene Bauten, in einem Waldgebiet am Nürnberger Tiergarten ein. Die transparente Pavillonarchitektur im Osten der Stadt ­stellt die erste denkmalgeschützte Nachkriegsarchitektur Süddeutschlands dar.
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Die Akademie bietet folgende Fachrichtungen an:
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Architektur und Innenarchitektur, Bildende Kunst, Bildhauerei, Freie Grafik und Malerei/Objektkunst, Freie Malerei und Kunsterziehung, Gold- und Silberschmieden, Grafik-Design, Kunstgeschichte, Kunst und öffentlicher Raum und Malerei
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Die [http://hfm-n-a.de/ Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg] ist seit dem 1. August 1999 durch den Zusammenschluss des Meistersinger-Konservatoriums in Nürnberg und des Leopold-Mozart-Konservatoriums in Augsburg entstanden.
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[http://www.srt.de Schule für Rundfunktechnik] In der SRT werden Mitabeiter für Rundfunk, Fernsehen und andere elektronische Medien aus- und weitergebildet.
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Am [http://www.bz.nuernberg.de/ Bildungszentrum Nürnberg] kann sich jedermann weiterbilden. Es bietet Kurse in den Bereichen Sprachen, Kultur, Gesundheit und berufliche Weiterbildung an.
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== Arbeiten ==
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== Sicherheit ==
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'''Sicherheit - Grundsätzliches'''
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Nürnberg ist eine sehr sichere Stadt, was u.a. durch schon manchmal unangenehm auffallende hohe Polizeipräsenz erreicht wird. Häufige Personenkontrollen sind z.B. am Hauptbahnhof an der Tagesordnung. Der Hauptbahnhof kann wohl deshalb auch als der sicherste Platz in Nürnberg bezeichnet werden. Früher war der Hauptbahnhof und seine Umgebung eher ein unsicheres Terrain. Wobei dem Verfasser in seiner bald 40-jährigen Nürnberger Vergangenheit noch nie etwas in Nürnberg zugestoßen ist - auch nicht als Stammgast im berüchtigten KOMM (Heute K4) nahe dem Bahnhof.
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'''Rotlichtviertel'''
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Wie in jeder Stadt hat auch Nürnberg ein Rotlichtviertel (sogar das älteste Deutschlands). Der eigentliche Sperrbezirk liegt im Bereich der "Frauentormauer" nahe des Plärrer. Aber auch in den Nachbarstraßen und in der Luitpoldstraße nahe des Bahnhofs hat sich die Sexindustrie ausgebreitet. Damen sollten diese Straße vor allem Nachts meiden, wobei hier meist auch nur mit Pöbeleien oder Wassergüssen gerechnet werden muss.
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'''Fremdenfeindliche Gewalt'''
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Rechtsextreme Gewalt ist in Nürnberg angesichts der bedrückenden Rolle, die es in der NS- und Nachkriegszeit spielte, ein Randphänomen; die Bevölkerung lernte nicht nur aus eigenen Fehlern, sondern auch schmerzlich aus der weitgehenden Zerstörung der mittelalterlichen Stadt im 2. Weltkrieg. Mitunter finden, wie in den meisten Großstädten, rechtsextreme Demonstrationen statt, zu Ausschreitungen kommt es so gut wie nie; Gegendemonstranten sind stets willkommen. Nürnberg ist heute eine aufgeschlossene, weltoffene Stadt, auch wenn der Geist des Franken etwas unzugänglich ist. Der Franke im Allgemeinen ist stets sehr hilfsbereit, wenn auch eher kurz angebunden.
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'''Diebstähle'''
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Autoaufbrüche und Autodiebstahl sind relativ selten. Häufig sind aber Fahrraddiebstähle. Vorsicht sollte man naturgemäß walten lassen bei Massenereignissen, wie z.B. dem Christkindlesmarkt, wo verstärkt Taschendiebstahl stattfindet.
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'''Sexuelle Übergriffe''' kommen leider auch in Nürnberg vor. Damen sollten nachts den Pegnitz-Wiesengrund ab dem Wöhrder-See stadtauswärt meiden. Auch im Burggraben sind leider schon sexuelle Straftaten vorgefallen, deswegen sollte man den unteren Burggraben (auch als Mann) nachts meiden.
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'''Lokale und Diskotheken'''
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Es sind dem Verfasser keine Lokale und Diskotheken bekannt, die durch ein spezielles Sicherheitsproblem aufgefallen wären. Man kann sich als Gast in jeder Gastronomie in Nürnberg sicher fühlen. Der Verfasser hat hier in einem Selbsttest eine Anzahl "übler Spelunken" besucht, in die man normalerweise nicht geht, bzw. die so abschreckend sind, dass man natürlicherweise Respekt vor dem Besuch hätte. Im Gegenteil hat er aber dort gerade nette Bekanntschaften gemacht und nie eine schlechte Erfahrung.
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Wichtigste Sicherheitsregel: Beim Eintritt in das Lokal die zumindest umliegenden Tische am Eingang durch Klopfen mit den Knöcheln auf die Tischplatte begrüßen - dann wird alles gut (gilt übrigens für ganz Franken - außer natürlich in Szene-Gastronomie), dann "a Halbe" (0,5 Liter helles Bier) bestellen.
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Auch solo-Damen können sich in der Regel sicher fühlen. Sie werden kaum belästigt, der Franke spricht sie eh nicht an, außer er ist betrunken ;)
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== Gesund bleiben ==
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== Klarkommen ==
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Erstens: Nürnberger und allgemein Franken niemals als Bayern bezeichnen.
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Hilfreich ist es, etwas über die Sprache zu wissen. Harte Konsonanten werden weich gesprochen (t wird d, p wird b). Typisch sind Fragen wie "Schmidt mit dd oder dd?" oder "Schrebbd mer des mid hardn D odder waachn D? (Schreibt man das mit hartem T oder weichem D?)"
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Lehrreich zur sprachlichen Eingewöhnung konnen auch die Werke der Mundartdichters [http://www.kusz.de/ Fitzgerald Kuzs] sein (Leseproben auf der Seite)
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Den Franken wird eine gewisse Zurückhaltung gegenüber Fremden nachgesagt. Sobald man aber die Schale einmal durchbrochen hat, wird man normalerweise hilfsbereite und freundliche Menschen vorfinden. Es ist vorteilhaft, die Initiative zu ergreifen und auf die Menschen zuzugehen. Zuviel Offenheit wird allerdings manchmal als aufdringlich empfunden (Franken sind das nicht gewohnt), es ist also wohldosiertes Vorgehen zu empfehlen.
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===Zeitungen / Zeitschriften===
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'''Tageszeitungen'''
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*[http://www.nn-online.de Nürnberger Nachrichten] - Wichtigste Tageszeitung in Nürnberg mit auch relativ umfangreichem  Onlineangebot
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*[http://www.nz-online.de Nürnberger Zeitung] - Etwas konservativeres Gegenstück der NN. NN und NZ werden vom selben Verlag herausgegeben, Die Anzeigen sind in beiden Zeitungen identisch.
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'''Stadtmagazine'''
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*[http://www.plaerrer.de/ Plärrer] - Ältestes Nürnberger Stadtmagazin. Online Veranstaltungskalender. Infos über Events, Gastronomie
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*[http://www.curt.de/nuernberg Curt] - Infos über Events...
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*[http://www.doppelpunkt.de Doppelpunkt] - Kostenloses Veranstaltungs- und Kleinanzeigenmagazin. Online Veranstaltungskalender.
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*[http://www.lottaleben.net LottaLeben] - Das jüngste Stadtmagazin für Nürnberg. Als einziges online only und tagesaktuell. Dafür fehlt eine Print-Ausgabe. Der Zugriff ist kostenlos. Dem Veranstaltungskalender stehen umfassende Artikel mit Empfehlungen voran.
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== Literatur ==
+
Ralf Nestmeyer: Nürnberg, Fürth, Erlangen. Ein Reisehandbuch. Michael-Müller-Verlag, Erlangen 2006, ISBN 3-89953-318-6
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== Weiter geht's ==
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*[[Fürth (Bayern)]] - Nürnbergs kleinere Nachbarstadt
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*[[Erlangen]] - Nahegelegene Universitätsstadt
+
*[[Bamberg]] - Alte Bischofsstadt - UNESCO Weltkulturerbe
+
*[[Fränkische Schweiz]] - Beliebteste Ausflugsregion der Nürnberger
+
*[[Fränkisches Seenland|Neues Fränkisches Seenland]] - Beliebtes Ausflugs- und Urlaubsgebiet im Südwesten
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{{Lage|Franken}}
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[[en:Nuremberg]]
+
[[it:Norimberga]]
+
[[ja:ニュルンベルク]]
+
 
+
[[WikiPedia:Nürnberg]]
+
[[Dmoz:Europa/Deutschland/Bayern/Städte und Gemeinden/N/Nürnberg/]]
+
{{QuickbarStadt
+
|Stadt=Nürnberg
+
|Bild=[[Image:Nuremberg hl geist pegnitz f w.jpg|noframe|300px]]
+
|Positionskarte=DE
+
|Bevölkerung=501.620 <small>(Januar 2007)</small>
+
|Fläche=186,38 km²
+
|Höhe=302 m
+
|GeoLat=49.45
+
|GeoLong=11.0833
+
|Vorwahlnummer=0911, 09122, 09129
+
|PLZ=90001–90491
+
|Stadt_Website=http://www.nuernberg.de
+
|Notruf=112
+
|Polizei=110
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}}
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'''Nürnberg''' ist die größte Stadt in [[Franken]] und mit gut 500.000 Einwohnern die zweitgrößte im Bundesland [[Bayern]].
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== Stadtteile ==
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Die Pegnitz teilt die Nürnberger Altstadt in zwei Hälften. Nach ihren Hauptkirchen wird die Nordseite Sebalder und die Südseite Lorenzer Altstadt genannt. Beide Teile der Altstadt werden von der Stadtmauer umschlossen.
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* '''[[Nürnberg/Lorenz|Lorenzer Altstadt]]'''
+
* '''[[Nürnberg/Sebald|Sebalder Altstadt]]'''
+
 
+
Um die Altstadt gruppieren sich die andere Stadtteile. Im Uhrzeigersinn, ausgehend von der westlichen Pegnitz sind das im Norden:
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+
* '''[[Nürnberg/Johannis|St. Johannis]]''' berühmt durch seinen Friedhof
+
* '''[[Nürnberg/Knoblauchsland|Knoblauchsland]]''' werden die Dörfer nördlich der Stadt genannt (unter anderem Schniegling, Wetzendorf, Thon, Buch, Kraftshof, Neunhof, Boxdorf und Großgründlach)
+
* '''[[Nürnberg/Nordstadt|Nordstadt]]''' die Stadtteile Gärten hinter der Veste und Maxfeld
+
* '''[[Nürnberg/Ziegelstein|Ziegelstein]]''' mit Buchenbühl und Herrnhütte
+
* '''[[Nürnberg/Schoppershof|Schoppershof und Rennweg]]'''
+
* '''[[Nürnberg/Wöhrd|Wöhrd]]'''
+
* '''[[Nürnberg/Erlenstegen|Erlenstegen]]'''
+
 
+
Und im Süden:
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* '''[[Nürnberg/Mögeldorf|Mögeldorf, Zabo, Laufamholz]]''' mit dem Tiergarten
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* '''[[Nürnberg/Südstadt|Südstadt]]''' die Stadtteile Gleißhammer, St.Peter, Lichtenhof, Steinbühl, Gibitzenhof, Werderau
+
* '''[[Nürnberg/Langwasser|Langwasser]]''' mit dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände, der Messe und dem Stadion
+
* '''[[Nürnberg/Fischbach|Fischbach und Altenfurt]]'''
+
* '''[[Nürnberg/Süd|südliche Vororte]]''' von Eibach bis Kornburg
+
* '''[[Nürnberg/Schweinau|Schweinau und Röthenbach]]'''
+
* '''[[Nürnberg/Gostenhof|Gostenhof]]''' und die anderen Stadtteile an der Fürther Straße
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== Hintergrund ==
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== Anreise ==
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=== Flugzeug ===
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Der internationale [http://www.airport-nuernberg.de Flughafen Nürnberg] bietet zahlreiche Linienverbindungen zu europäischen Zielen und viele Charterverbindungen. Air Berlin dient er als Drehkreuz. Der Flughafen hat direkten U-Bahn Anschluß mit der Linie 2 zum Hauptbahnhof. Anschluß an das Netz der Deutschen Bahn besteht dagegen nicht.
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=== Bahn ===
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Von Nürnberg gibt es direkte ICE-Verbindungen in die Richtungen Augsburg-München, Frankfurt-Köln, Kassel-Hannover-Hamburg, Leipzig-Berlin und Regensburg-Wien, sowie IC-Verbindungen Richtung Stuttgart-Karlsruhe, Bayreuth-Hof-Chemnitz-Dresden, Prag und Ingolstadt. Der Hauptbahnhof liegt direkt vor den Toren der Altstadt und ist ein Knotenpunkt des öffentlichen Verkehrs mit zwei U-Bahn- und vier Straßenbahnlinien, hier liegt auch der Knotenpunkt der S-Bahnlinien.
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Seit 2006 gibt es die ICE Hochgeschwindigkeits-Neubaustrecke Nürnberg-Ingolstadt(-München), die im Nürnberger Vorort Feucht beginnt. Dadurch beträgt die Reisezeit von München nach Nürnberg ca. 63 Minuten (alte Strecke ca. 1:45h). Die Reisezeit zwischen Nürnberg und Ingolstadt beträgt nur noch 32 Minuten.
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=== Bus ===
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Fernbusse steuern meist den Zentralen Omnibusbahnhof an, der sich etwa 200 Meter östlich des Hauptbahnhofs (an der Bahnhofstraße und dem Willy-Brand-Platz) befindet.
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=== Auto ===
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Die Stadt liegt verkehrsgünstig am Schnittpunkt wichtiger Bundesautobahnen. Im Südosten des Stadtgebiets kreuzen sich die Autobahnen A 3 Köln-Frankfurt-Passau-Wien und die A 9 München-Berlin. Beide Autobahnen werden im Süden der Stadt von der A 6 Saarbrücken-Mannheim-Prag gekreuzt. Ferner beginnt südlich der Stadt als Abzweig der A 9 bei Feucht der Frankenschnellweg, die A73 in Richtung Bamberg, deren Fortsetzung über Suhl bis nach Erfurt geplant ist. Durch das Stadtgebiet führen die Bundesstraßen B 2, B 4, B 8 und B 14 in alle Himmelsrichtungen, dabei führt die B 4R in einem großen Ring um die Kernstadt.
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=== Schiff ===
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Die Anreise per Schiff über den Rhein-Main-Donau-Kanal ist eher exotisch.
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== Mobilität ==
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Die Nürnberger Altstadt erkundet man am besten zu Fuß. Die Entfernungen in der Altstadt sind nicht so groß, dass es lohnt Bus, U-Bahn oder Auto zu nehmen. Aufgrund der Verkehrsberuhigung ist Auto fahren in der Altstadt ohnehin nicht zu empfehlen.
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=== Virtuell ===
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Wer sich "virtuell" in Nürnberg zurechtfinden möchte, dem sei neben [http://maps.google.de/maps?f=q&hl=de&q=Nürnberg Google Maps] vorallem der [http://online-service.nuernberg.de/stadtplandienst/spa/main.php?myClient=large&myLayer=Strassen Stadtplandienst Nürnberg] dringend empfohlen. Dort kann man sich beispielsweise alle Haltestellen der Stadt anzeigen lassen und hat gleich einen zielgenauen Link auf die excellenten Nürnberger Nahverkehrsnetz-Seiten der jeweiligen Haltestelle.
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=== Auto ===
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Die Altstadt ist für den Autoverkehr in fünf Bereiche eingeteilt ("Schleifenlösung"). Wenn man mit dem Auto von einem Bereich in den anderen will, muss man aus der Altstadt  hinaus und zu einem anderen Tor wieder hineinfahren. Im Bereich der Burg gilt ein Nachtfahrverbot. Viele Parkplätze sind für Anwohner reserviert. Freie Parkplätze sind knapp und oft mit Parkuhren versehen. Es gibt jedoch verschiedene Parkhäuser und ein Parkleitsystem, das die Anzahl der freien Plätze schon vor der Einfahrt in die Altstadt anzeigt.
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=== Fahrrad ===
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Die Altstadt ist wegen Kopfsteinpflasters und der großen Fußgängerzone nur bedingt zum Radfahren geeignet. Abends ist die Fußgängerzone allerdings für den Radverkehr geöffnet. Außerhalb der Altstadt gibt es nur ein lückenhaftes Radwegenetz. Allerdings gibt es einige ausgeschilderte Radrouten. Gut ausgebaut sind die Radwege im Pegnitztal (West-Ost-Richtung).
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=== Bus und Bahn ===
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Die öffentlichen Verkehrsmittel in Stadt und Region sind im [http://www.vgn.de  Verkehrsverbund Großraum Nürnberg] zusammengeschlossen. In Nürnberg gibt es zwei (ab 2007 drei) U-Bahn-, sechs Straßenbahn- und zahlreiche Buslinien. Die wichtigsten Umsteigeknoten Hauptbahnhof und Plärrer werden von beiden U-Bahnlinien bedient. Die Linie 1 fährt unter anderem zur Messe und in die Nachbarstadt Fürth, die Linie 2 zum Flughafen.
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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=== Schiff ===
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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* von Gdynia nach Helsinki, Oxelösund und Malmö
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== Mobilität ==
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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== Sehenswürdigkeiten ==
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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=== Kirchen ===
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==== Johanneskathedrale ====
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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==== Andere Kirchen ====
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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=== Schiff ===
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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* von Gdynia nach Helsinki, Oxelösund und Malmö
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== Mobilität ==
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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== Sehenswürdigkeiten ==
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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=== Kirchen ===
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==== Johanneskathedrale ====
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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==== Andere Kirchen ====
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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=== Schiff ===
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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* von Gdynia nach Helsinki, Oxelösund und Malmö
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== Mobilität ==
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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== Sehenswürdigkeiten ==
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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=== Kirchen ===
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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==== Andere Kirchen ====
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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=== Schiff ===
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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* von Gdynia nach Helsinki, Oxelösund und Malmö
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== Mobilität ==
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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== Sehenswürdigkeiten ==
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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=== Kirchen ===
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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==== Andere Kirchen ====
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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=== Schiff ===
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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* von Gdynia nach Helsinki, Oxelösund und Malmö
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== Mobilität ==
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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== Sehenswürdigkeiten ==
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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=== Kirchen ===
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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==== Andere Kirchen ====
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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=== Schiff ===
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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* von Gdynia nach Helsinki, Oxelösund und Malmö
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== Mobilität ==
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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== Sehenswürdigkeiten ==
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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=== Kirchen ===
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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==== Andere Kirchen ====
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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=== Schiff ===
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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* von Gdynia nach Helsinki, Oxelösund und Malmö
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== Mobilität ==
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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== Sehenswürdigkeiten ==
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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=== Kirchen ===
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==== Johanneskathedrale ====
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.
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=== Auto ===
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Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Desweiteren sollte man mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert.
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Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden
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West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź;
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Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau)
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im Bau: A2 Łódź - Warschau
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=== Schiff ===
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Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:
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* von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
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* von Gdynia nach Helsinki, Oxelösund und Malmö
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== Mobilität ==
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Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt zur Zeit in Nord-Süd-Richtung vom südlichen Stadtrand ins Zentrum und etwas darüber hinaus. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.
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[[Image:Warsaw-Market-Square-Panorama.jpg|thumb|center|647px|Warschau -  Schloßplatz (''pl. Zamkowy'') Panorama]]
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Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar.
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Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrücke