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Warschau

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Inhaltsverzeichnis


Warschau
Warszawa
Lage
Lage von Warschau
Warschau
Warschau
Kurzdaten
Bevölkerung: 1.716.000
Höhe über NN: 115 m
Koordinaten: 52° 13' 54" N, 21° 0' 24" O 
Vorwahlnummer: (0)22
Postleitzahl: 00-001 bis 04-999
Zeitzone: UTC+1 (MEZ)
Sommerzeit: UTC+2 (MEZ+1)
Website: Fremdenverkehrsamt
Im Notfall
Polizei: 997 / 112
Feuerwehr: 998 / 112
Notarzt: 999 / 112




Warschau ist eine große Stadt, die wir in Stadtteilartikel aufgeteilt haben. Dort gibt es evtl. genauere Informationen und umfangreichere Listen!

Warschau (polnisch: Warszawa) ist seit 1596 die Hauptstadt Polens und hat 1,7 Mill. Einwohner. Im Ballungsgebiet Warschau leben ca. 3 Mill. Menschen.

Hintergrund

Geschichte

Klima

Klima Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Hoch (°C) 0 2 7 13 19 22 24 23 18 12 6 2
Tief (°C) -5 -4 -1 3 8 11 13 12 9 4 0 -3
Niederschlag (mm) 2 2 3 3.5 5 7 7 6 5 4 4 4

Stadtteile

Stadtteile Warschaus
Centrum (Śródmieście, Wola, Mokotów, Żoliborz, Ochota, Praga Północ und Praga Południe)
Nordlich Warschau (Bielany und Białołęka)
Westlich Warschau (Bemowo, Włochy and Ursus)
Östlich Warschau (Targówek, Rembertów, Wawer, and Wesoła)
Südlich Warschau (Ursynów and Wilanów)








Anreise

Warschau ist wichtiger Verkehrsknotenpunkt als Schnittpunkt der Verkehrswege Paris/London-Berlin-Warschau-Minsk/Kiew/Moskau und Nordeuropa-Balkan.

Flugzeug

Warschau verfügt über einen internationalen Verkehrsflughafen, den Flughafen Warschau Chopin (WAW) (pol. Lotnisko Chopina w Warszawie , auch Okęcie) etwa 10 km südlich des Stadtzentrums.

Folgende Fluggesellschaften fliegen Warschau aus dem deutschsprachigen Raum direkt an:

  • Austrian Airlines aus Wien
  • LOT Polish Airlines aus Berlin-Tegel, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München, Wien und Zürich
  • Lufthansa aus Frankfurt am Main, München und Düsseldorf
  • SWISS aus Zürich

Bahn

Das direkte Anreisen mit der Bahn ist von Deutschland (Berlin) und Österreich (Wien) problemlos möglich. Betrieben wird das Schienennetz von der Staatsbahn PKP. Es ist sternartig angelegt mit Warschau als Mittelpunkt. In Mazowickie-Woiwodschaft wird der Nahverkehr von Koleje Mazowieckie, einem von PKP unabhängigen Unternehmen organisiert. Von Warschau existiert eine Neubaustrecke (CMK) nach Katowice/Krakau sowie nach Posen (und weiter zur polnisch-deutschen Grenze). Die wichtigsten Städte werden durch InterCity-Züge mit Warschau verbunden. Die Strecke nach Lodz wird bereits ausgebaut und die nach Danzig wird zum Ausbau vorbereitet. In Warschau existieren S-Bahn-ähnliche Vorortzugsysteme und eine U-Bahn (Metro). Bahnfahren in Polen ist sehr preisgünstig. Täglich verkehren 3 EC-Züge von Berlin nach Warschau und umgekehrt unter dem Namen BERLIN-WARSZAWA-EXPRESS. Der Zug braucht zwischen beiden Städten ca. 6 Stunden und ist eine bequeme und preiswerte Alternative zum Auto. In Warschau befinden sich viele Bahnhöfe. Die drei wichtigsten sind: der Hauptbahnhof (Warszawa Centralna), der sich in der Stadtmitte befindet, der Westbahnhof (Warszawa Zachodnia) und der Ostbahnhof (Warszawa Wschodnia). Von diesen Bahnhöfen aus beginnen viele Intercity- und interregionale Züge ihre Reiserouten. Alle Bahnhöfe sind an das Straßenbahn- und Busnetz angeschlossen.

Bus

Zahlreiche Busunternehmen bieten Anreise nach Warschau von Deutschland und Österreich mit dem Omnibus an, z.B. Sindbad, Eurolines, Touring, Omnia. Von Warschau aus dient trotz wachsendem Individualverkehr dem immer noch sehr bedeutsamen öffentlichen Verkehr ein ausgedehntes Überlandbusnetz. Neben den staatlichen Buslinien PKS gibt es ein zahlreiches Angebot an privaten Anbietern. Das Reisen mit dem Bus ist eine der preisgünstigsten Möglichkeiten Polen zu erkunden.

Auto

Das Straßennetz um Warschau ist sehr gut mit Schnellstraßen ausgestattet, es fehlen jedoch noch Autobahnen, die sich aber im Bau befinden. Als Fortbewegungsmittel innerhalb Warschaus ist der Pkw wenig geeignet. Zwar gibt es bis zu fünfspurige Durchfahrtsstraßen, auf diesen herrscht gleichwohl fast immer Stau, mit Ausnahme der Nachtzeit und der frühen Morgenstunden. Des Weiteren sollte man auf den Peripherien Warschaus mit Straßenschäden rechnen, viele Straßen werden aber erneuert. Innerhalb Warschaus sind die meisten Straßen bereits saniert worden.

Vorhandene Autobahnen und Schnellstraßen in Richtung Warschau von Westen und Süden West-Ost A2 - Teil von Posen bis Łódź; Geplante Strecke: (Berlin) - Frankfurt/Oder - Słubice - Posen - Warschau - Brest - (Moskau) im Bau: A2 Łódź - Warschau

Schiff

Die Weichsel in Warschau ist eine schiffbare Wasserstraße und Warschau verfügt über einen großen Binnenhafen (Port Praski) am östlichen Weichselufer. Ausflugsschiffe fahren in südlicher und nördlicher Richtung auf der Weichsel, in östlicher Richtung über den Zegrzynski Stausee den Bug und die Narew hoch, und in westlicher Richtung über den Netzekanal zur Netze und Warthe. Mit dem Ausflugsschiff sind bei der Weichselmündung Danzig und Gdingen zu erreichen. Folgende regelmäßige Fährverbindungen bestehen von dort:

  • von Danzig nach Nynäshamn (bei Stockholm)
  • von Gdynia nach Helsinki, Oxelösund und Malmö

Mobilität

Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verfügt Warschau über ein Bus- und Straßenbahnnetz, das allerdings zu Stoßzeiten überlastet ist. Seit April 1995 verkehrt in Warschau auch eine U-Bahn, die beste Möglichkeit, um in Warschau voranzukommen. Es gibt derzeit nur eine Linie, eine zweite befindet sich im Bau und eine dritte ist in Planung. Die erste verkehrt in Nord-Süd-Richtung vom südlichen zum nördlichen Stadtrand mit Stationen im Stadtzentrum. Für den Regional- bzw. Vorortverkehr gibt es, neben einigen Vorort- und Überlandbussen, die WKD (Warszawska Kolej Dojazdowa; (etwa: Warschauer Vorortbahn). Fahrscheine gibt es bei den Busfahrern, Zeitungsläden, Verkaufsstellen und Automaten. Es empfiehlt sich eine Mehrtageskarte zu lösen. Bitte vergessen Sie nicht Ihren Fahrschein zu entwerten. Die Fahrscheine werden häufig kontrolliert. Für den Fernverkehr gibt es einen unterirdischen Zentralbahnhof (Warszawa Centralna), mehrere kleinere Bahnhöfe, einen großen Busbahnhof, einen internationalen Flughafen (mit dem Bus erreichbar), der der polnischen Fluglinie LOT als Basis dient und über den man eine große Zahl von Zielen weltweit direkt erreichen kann (v.a. in Europa und Nordamerika), sowie eine Anbindung an das landesweite polnische Fernstraßennetz, allerdings noch keine Autobahnen.

Sehenswürdigkeiten

Warschau - Schloßplatz (pl. Zamkowy) Panorama

Kirchen

Johanneskathedrale

Die Johanneskathedrale (polnisch: Archikatedra św. Jana Chrzciciela) in der Altstadt der polnischen Hauptstadt Warschau ist seit 1798 Domkirche des Erbistums Warschau und zugleich älteste Warschauer Kirche. Das Gebäude selbst, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht ist, befindet sich südlich des Altstädter Markts und stellt einen gotischen Neubau von 1948 bis 1956 dar. Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts entstand an der Stelle der heutigen Kathedrale eine hölzerne Kirche, die 1339 zur Stadtpfarrkirche von Warschau wurde. Außerdem kam sie auch als Grabstätte der Herzöge von Masowien zu Bedeutung. Deshalb ließ Herzog Janusz die Holzkirche 1390 durch einen gotischen Steinbau ersetzen. Wenig später wurde sie 1406 Kollegiatskirche. Es folgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, bei denen die Kirche unter anderem eine neue barocke Fassade erhielt, während der gotische Kubus einer Hallenkirche weitgehend beibehalten wurde. Im Inneren wurde von Johann III. Sobieski nach seinem Sieg in der Schlacht am Kahlenberg ein Chorgestühl gestiftet, das heute als Rekonstruktion erhalten ist. Eines der ältesten Ausstattungstücke ist ein Kruzifix vom Anfang des 16. Jahrhunderts, das in der barocken Baryczkówkapelle aufgestellt ist. Ebenfalls aus dem Barock stammt ein Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem Jahre 1631. Darüber hinaus wurde von Bertel Thorvaldsen das klassizistische Grab der Familie Małakowski entworfen. Die Kirche beherbergt neben den Grabmälern der Warschauer Bischöfe (u.a. Stefan Wyszyński) und der Masowischen Herzöge auch Gräber zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten Polens. So ruhen in ihrer Krypta unter anderem der letzte polnische König Stanislaus II. August, dessen Grab aus Grodno überführt wurde, der Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, sowie die beiden ersten polnischen Präsidenten Gabriel Narutowicz und Ignacy Mościcki. Neben zahlreichen Krönungs- und Hochzeitszeremonien der polnischen Könige, erfolgte 1791 der Treueid auf die neue polnische Verfassung in der Kirche. Erst 1798 wurde sie als Kathedrale Sitz eines Bischofs und 1818 wurde das Bistum Warschau zum Erzbistum erhoben. Ihren bedeutendsten Umbau erfuhr die Kathedrale in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Nach einem Entwurf von Adam Idźkowski wurde die Kirche im Stil der englischen Neugotik vollkommen verändert. Besonders die Fassade wurde mit üppigen Zierrat, wie Fialen und Statuen verändert. Durch diesem Umbau ging das historische Gepräge verloren. Entgültig zerstört wurde sie im 2. Weltkrieg. Erst brannte sie während des Warschauer Aufstands aus, 1944 wurde dann von den abrückenden deutschen Soldaten die Fassade gesprengt. Wie der ganze Straßenzug der Ulica Świętojańska und die anliegende Jesuitenkirche blieb von diesem Gotteshaus nicht mehr als die Grundmauern erhalten, auch der hintere Teil der Kirche war schwer beschädigt. Lediglich der südlich anschließende ältere Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da von der alten Kirche kaum etwas übrig geblieben war, konnte der Wiederaufbau ohne Anlehnung an das neugotische Aussehen erfolgen. Unter Leitung des Architekten Jan Zachwatowicz begann der 1947 grundlegende Wiederaufbau, der 1954 abgeschlossen wurde. Von der alten Kirche wurde nur der Grundriss, die Lage der Frontfenster und die Höhe des Dachansatzes übernommen, das ganze Gebäude wurde in Nachahmung der Masowischen Gotik neu ausgeführt. An Stelle der alten geschmückten Fassade, trat ein Treppengiebel aus Backstein, dessen einzelne Felder weiß verputzt wurden. In die Fassade wurde zur Erinnerung an die Zerstörung eine Goliath-Mine eingebaut, die 1944 zur Vernichtung der Altstadt eingesetzt wurden. Das übrige Äußere entstand ebenfalls aus Backstein. Das schlichte Bronzetor mit seinem Relief wurde von Stanisław Marzyński und Andrzej Jabłoński geschaffen. Als Verzierung der Außenmauern wurde ein Steinfries von Kazimierz Knothe eingesetzt. Der Innenraum wurde auch neu konzipiert, so dass zwar die alten gotischen Sterngewölbe nachgeahmt, die Mauern jedoch neben kleineren Backsteinelementen größtenteils weiß verputzt wurde. Die frühere üppige Ausstattung und die vielen Bürgerepitaphien aus der Renaissance und des Barock konnten nicht vollständig wiederhergestellt werden. Die neuen Glasfenster, die in die neuen gotischen Fenster mit vereinfachtem Maßwerk eingesetzt wurden, stammen von Zbigniew Łoskot und Wacław Taranczewski. 1960 wurde die Kathedrale zur Basilika minor erhoben.

Andere Kirchen

Außerhalb der der urbanistischen Hauptentwicklungsrouten gibt es mehrere schöne katholische, evangelische und orthodoxe Kirchen und zwei noch erhaltene Synagogen.

Burgen, Schlösser und Paläste

Warschauer Königsschloss

Warschauer Königsschloss

Das Warschauer Königsschloss (polnisch: Zamek Królewski w Warszawie) in seiner heutigen Form ist ein historisierender Neubau der 1970er bis 1980er Jahre. Die Wurzeln des in der Altstadt im Bezirk Śródmieście am Schlossplatz gelegenen Gebäudes gehen auf ein befestigtes Holzgebäude mit einem Wehrturm der Herzöge von Masowien aus dem 13./14. Jahrhundert zurück, wobei der Schlosshügel bereits seit über 8.000 Jahren dauerhaft bewohnt wird. Zwei größere Gebäude im gotischen Stil (Dwór Wielki, Dwór Mniejszy) entstanden im 15. Jahrhundert. Von diesen Bauteilen konnten sich gotische Mauern am Südflügel des Innenhofs erhalten, die beim Wiederaufbau rekonstruiert wurden. Um 1400 wurden die Schlossgärten zwischen Schloss und Weichsel geschaffen und im 16. Jahrhundert im Renaissancestil angelegt. Nachdem Warschau in der Lubliner Union zur ständigen Tagungsstätte des Sejm bestimmt worden war entstand in den Jahren 1570/1571 ein neues königliches Hauptgebäude im Renaissancestil nach den Entwürfen Battista Quadros. König Zygmunt III. verlegte im Jahre 1596 die Hauptstadt Polen-Litauens von Krakau nach Warschau und ließ zwischen 1598 und 1619 ein neues fünfeckiges Schloss errichten, das von den Architekten Giovanni Trevano, Matteo Castelli und Giacomo Rodondo im Stil des Barock ausgeführt wurde. Sigismunds Sohn Wladyslaw IV. Wasa ließ an der Gartenseite eine Loggia-Galerie und den nach ihm benannten Władysławowska-Turm im Innenhof errichten. Dieser wurde 1637-1643 nach dem Entwurf von Constantino Tencalla angebaut. Im 18. Jahrhunderts wurde das Königsschloss mehrfach umgebaut. Unter dem Wettiner, König August III. wurde 1737-1746 zur Weichselseite ein Rokokoflügel errichtet, der über die barocken Schlossgärten ragte. Der Entwurf stammte von Gaetano Chiaveri. Besondere Verdienste um das Schloss hat sich König Stanislaus II. August erworben. Er ließ 1765-1771 das Schloss um den Südflügel von Jakob Fontana ausbauen. Damals wurde im Schloss auch eine Malerwerkstatt eingerichtet, die von Bacciarelli geführt wurde. Er selbst fertigte für das kostbare Marmorkabinett Herrscherportraits an. Die Innenräume des Schlosses entstammen dem klassizistischen Entwürfen von Dominik Merlini und Jan Christian Kamsetzer, es finden sich aber auch Elemente des Rokoko. Zu besonderen Kostbarkeiten dieser Zeit gehören der Ballsaal, der Senatorensaal mit dem königlichen Thron, sowie eine klassizistische Statue des Chronos von Le Brun im Rittersaal. Später wurden noch die Innenräume der königlichen Bibliothek 1814 von Wilhelm Heinrich Minter neukonzipiert, die heute die einzigen Originalräume der Schlossanlage sind. Mit den Teilungen Polens verlor das Schloss 1795 endgültige all seine Funktionen als Sitz des Königs, des Sejms und des Senates. Nach der Niederschlagung des Novemberaufstandes 1831 plünderten russische Truppen das Gebäude und brachten die wertvollsten Kunstschätze nach Sankt-Petersburg. Ein Teil davon wurde Polen nach dem Frieden von Riga 1921 zurückgegeben. Die Restaurierungsarbeiten endeten durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Schon im September 1939 zerstörte die deutsche Luftwaffe das Schloss durch Bombenangriffe weitgehend, nach der Niederschlagung des Warschauer Aufstandes 1944 wurde es wie große Teile der polnischen Hauptstadt auf Befehl Heinrich Himmlers planmäßig gesprengt. Unter dem kommunistischen Parteichef Edward Gierek fiel 1971 die Entscheidung zum Wiederaufbau, der sich über 17 Jahre hinzog. Vorlage für den Wiederaufbau des Schlosses wie der gesamten Altstadt waren die berühmten Veduten Canalettos. In der Schlosskapelle befindet sich zur Erinnerung an das wechselvolle Schicksal des Landes eine Kapsel mit dem Herzen des Freiheitskämpfers Tadeusz Kościuszko. Heute befindet sich im Schloss ein Museum mit einer umfangreichen Gemäldegalerie.

Palast unter dem Blechdach

Östlich unterhalb des Schlossplatzes, neben dem Königsschloss, befindet sich der spätbarocke Palast unter dem Blechdach (Pałac Pod Blachą), der nach dem Material seines Daches benannt wurde. Denn dieser Palast war das erste Gebäude in Warschau, das statt eines Schindeldaches ein Blechdach erhielt. Er wurde von 1698-1701 als Stadtresidenz der Lubomirskis errichtet und im 18. Jahrhundert als Freimaurerloge genutzt. Später diente er als Residenz des Königs Stanislaus II. August, und seines Neffen Józef Antoni Poniatowski. Der Palast wurde nach dem Warschauer Aufstand niedergebrannt und 1948-1949 wiederaufgebaut.

Andere Schlösser

Seit dem 16. Jahrhundert verlegten viele Magnatenfamilien ihren Hauptsitz nach Warschau, wo der Sejm tagte und die Königswahl stattfand. Wer an der großen Politik teilhaben wollte, musste vor Ort anwesend sein. Obwohl Warschau in der Adelsrepublik nie Hauptstadt wurde, sondern stets "nur" Königssitz und Sejmstadt war, wurden hier die politisch wichtigen Entscheidungen getroffen. Insofern blieb die Hauptstadt Krakau nach 1611 nur formell Hauptstadt. Viele der repräsentativen Paläste wurden entlang der Hauptachsen der Stadt (Königstrakt, Sächsische Achse, Ulica Senatorska, Ulica Miodowa, Ulica Freta) errichtet. Einige der größten Paläste mit ausgedehnten Gartenanlagen entstanden etwas außerhalb der Hauptstraßen, wie zum Beispiel der Krasinski Palast oder der Wilanow Palast.

Bauwerke

Architektur des Sozialistischen Realismus

Gebäude der Ex-PZPR Die Architektur des Sozialistischen Realismus wird teilweise bis heute als von der Sowjetunion aufgezwungen und fremd empfunden. Mittlerweile wird auch der sozirealistische Baustil als Teil der Architekturgeschichte der Stadt akzeptiert. Was für den künstlerisch und baulich anspruchsvolleren sozirealistischen Stil der 1950er Jahre gilt, kann jedoch nicht auf die Plattenbauten der 1970er Jahre gelten, die vor allem in den Außenbezirken entstanden sind. Der dominanteste sozirealistische Bau in der Innenstadt ist der 1952-55 erbaute Pałac Kultury i Nauki oder kurz Pałac Kultury (Palast der Kultur und Wissenschaft bzw. Kulturpalast). Er verbindet den Zuckerbäckerbaustil mit Elementen der traditionellen polnischen Architektur, wie der polnischen Attika, ähnelt jedoch in seinem Kubus auch dem Empire State Building in New York. Daneben gilt auch der Platz der Verfassung, das Viertel MDM, Marienstadt und die Ostwand als charakteristische Architekturbeispiele des Sozirealismus. Auch das Parteigebäude der PZPR entstand in diesem Stil. Spätere wichtige Gebäude aus der sozialistischen Zeit weisen einen mehr international ausgerichteten Stil auf, der sich zum Beispiel bei dem von einem schwedischen Architektenbüro entworfenen Hotel Forum, dem Hotel Marriott, dem Intraco I Biulding, dem Intraco II Biulding, dem Hotel Novotel und anderen Wolkenkratzern der sozialistischen Zeit manifestierte. Europas größter Basar im Stadion 10-lecia wirkt wie eine Reminiszenz an die frühe Nachwendezeit.

Moderne Architektur

Warschau bei Nacht

Die Goldenen Terrassen Seit 1989 vollzog sich eine Wende in der monumentalen Warschauer Architektur und immer mehr "gläserne Gebäude" entstanden. Den Anfang machte der Blaue Wolkenkratzer (Blue Tower), der Anfang der 1990er Jahre am Bankenplatz an der Stelle der ehemaligen Hauptsynagoge fertiggestellt wurde. Insbesondere seit der Wende legt Warschau immer mehr sein Plattenbautenimage ab und selbst das höchste Gebäude der Stadt, der Kulturpalast, wird langsam von modernen Hochhäusern verdrängt. Die interessantesten modernen Gebäude entstanden entlang den Johannes Paul II. Alleen und der Emili Plater Strasse westlich des Kulturpalastes. Einzelne hervorragende Architekturbeispiele befinden sich auch außerhalb des Finanzviertels, wie zum Beispiel der Warsaw Trade Tower oder das Metropolitan. Meisterwerke der letzten Jahre sind das Rondo 1, die Goldenen Terrassen, das Gebäude des Höchsten Gerichts und die neue Universitätsbibliothek. Gebaut wird gerade an einer monumentalen Kirche im Stadtteil Wilanow, deren Grundstein bereits 1792 gelegt wurde. Interessante zukünftige Projekte sind ein Hochhaus von Daniel Libeskind an den Johannes Paul II. Alleen und das Zentrum Kopernikus an der Weichsel. Zudem wird lebhaft über den Wiederaufbau des Sächsischen Schlosses und des Brühlschen Palastes sowie eines Denkmals zu Ehren Johannes Pauls II. auf dem Pilsudski Platz.

Das nicht wieder aufgebaute Warschau

Jablonski Palast vor 1900

Jablonski-Palast vor 1900 Viele Gebäude konnten nach dem Zweiten Weltkrieg nicht wieder aufgebaut werden. Insbesondere die ganze Sächsische Achse ist wohl für immer verloren gegangen. Sie stand senkrecht in Ost-West-Richtung auf dem Königstrakt kreuzte sich mit diesem in der Höhe des Hotels Bristol. Zu ihr gehörten der Pilsudski Platz (vor 1918 Sächsischer Platz, 1939-1945 Adolf-Hitler-Platz, 1945-1989 Platz des Sieges) mit seiner barocken Bebauung (unter anderem orthodoxe Kirche mit Turm bis ca. 1920), das Sächsische Schloss, der Brühlsche Palast, der Sächsische Garten und die Paläste der Siedlung hinter dem Eisernen Tor. Von der Bebauung des Pilsudskiplatzes ist nichts übrig geblieben. Heute wird seine Südseite vom Hotel Viktoria und die Nordseite vom modernen Bürogebäude des Stararchitekten Norman Foster, Metropolitan, gesäumt. Die Ostseite erinnert noch etwas an die Vorkriegszeit, obwohl auch diese Gebäude nach dem Krieg nicht originalgetreu rekonstruiert wurden. Einziger Überrest vom Sächsischen Schloss und dem Brühlschen Palast ist ein Teil der Säulenfront, wo sich das Grabmal des unbekannten Soldaten befindet. Der Gebäude- und Pflanzenbestand des Sächsischen Parkes ist 1944 fast völlig niedergebrannt. Das Theater und die Orangerie wurden nicht wieder aufgebaut. Nur der Arkadenbrunnen und der Sybillentempel zeugen wieder von der einstigen Pracht. Große Teile des ehemaligen Parkes wurden Bauland und gingen damit für den Park verloren. Das großartige Eiserne Tor und Paläste im Westen gibt es nicht mehr. Der einzige Palast, der teilweise rekonstruiert wurde, ist der Lubomirskipalast, der 1967 nach dem Wiederaufbau um ca. 90 Grad auf Schienen gedreht wurde, so dass er jetzt die gedachte Sächsische Achse an ihrem jetzigen westlichen Ende verschließt. Ursprünglich führe sie weit in die Siedlung hinter dem Eisernen Tor, wo heute Plattenbauten die repräsentative Bebauung von vor 1939 ersetzten.

Denkmäler

Aufgrund der oft tragischen Stadtgeschichte gibt es in Warschau sehr viele Gedenkstätten an Opfer von Fremd- und Gewaltherrschaft. Hierzu gehören vor allem das Mahnmal des Warschauer Ghettos, die Zitadelle, Pawlak sowie zahlreiche kleinere Gedenktafeln und -steine, auf die der aufmerksame Besucher an fast jeder Straßenkreuzung trifft. Zahlreiche Denkmäler großer Polen (Kopernikus, Chopin, Mickiewicz, Slowacki, Marie Curie, Sigismund III, Jan Sobieski etc.) und Ausländer (Wilson) befinden sich in Warschau. Der große dänische Bildhauer des Klassizsimus hat mehrere Denkmäler in Warschau geschaffen, z.B. Poniastowski, Kopernikus.

Theater und Museen

Theater

Teatr Wielki (die Staatsoper) In Warschau gibt es ca. 30 fest arbeitende Theater. Die beiden wichtigsten sind das Nationaltheater (Teatr Narodowy) (gegründet 1765) und die Staatsoper Teatr Wielki (gegründet 1778). Darüberhinaus sind die heute wichtigsten Schauspielhäuser: Teatr Studio, Teatr Polski, Teatr Rozmaitości und Teatr Ateneum. Populäre Musicals wie Miss Saigon werden im Teatr Roma gespielt. Berühmte Warschauer Theaterregisseure: Jerzy Grzegorzewski, Grzegorz Jarzyna, Adam Hanuszkiewicz. Berühmte Warschauer Theaterschauspieler: Gustaw Holoubek, Daniel Olbrychski, Zbigniew Zapasiewicz, Krystyna Janda, Andrzej Seweryn.

Museen und Galerien

Odpoczynek von Wojciech Gerson im NM In Warschau gibt es zahlreiche Museen und Galerien, private wie auch staatliche. Die meisten wurden zerstört - teilweise mit Kunstwerken - während des Krieges und erbaut danach. Viele Kunstwerke wurden während des Krieges beraubt. Heute stammen viele Kunstwerke aus Schlesien und Pommern. Die wichtigsten sind die Galerie Zachęta, das Zentrum für zeitgenössische Kunst (Centrum Sztuki Współczesnej) und das Museum der polnischen Armee (Muzeum Wojska Polskiego). Das größte Museum ist das Nationalmuseum (Muzeum Narodowe) mit seinen Filialen im Königsschloss und im Palast von Wilanów. Aus Anlass des 60. Jahrestages des Warschauer Aufstandes wurde am 31. Juli 2004 das Museum des Warschauer Aufstandes (Muzeum Powstania Warszawskiego) eröffnet. Das Museum der Geschichte der polnischen Juden wird 2008 eröffnet. Seit 1927 wird in Warschau der Chopin-Wettbewerb veranstaltet.

Straßen und Plätze

Marktplatz

Historischer und geografischer Mittelpunkt der Altstadt ist der prächtige Marktplatz (Rynek), in dessen Mitte die Skulptur der Flussjungfrau Syrenka steht. Seit dem Mittelalter befand sich in der Mitte des Platzes das Rathaus, das 1817 abgerissen wurde. Der Marktplatz selbst wurde im 13. Jahrhundert auf einer Fläche von 90 × 73 Meter angelegt und vor allem von Kaufleuten und Handwerkern bewohnt. Später siedelten sich auch viele Künstler um ihn herum an. Der Großteil der Patrizierhäuser wurde nach dem Stadtbrand von 1607 wiederaufgebaut, wobei sich gotische Elemente vor allem in den Fundamenten erhalten konnten. Die Sgraffitomalereien und die Polychromien an einigen Häusern wurden nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg von Jan Seweryn Sokołowski rekonstruiert. Dabei war die Ostseite, die auch Brass-Seite genannt wird, am meisten zerstört, so dass einer Rekonstruktion der Abriss einiger Fundamente vorausgehen musste. Dagegen blieb auf der Nordseite, der Dekert-Seite, die meiste alte Bausubstanz erhalten. In der ganzen Häuserzeile befindet sich das Museum der Stadt Warschau. Besonders schön treten hier das Baryczka-Haus und das Haus zum Negerlein hervor, dessen Renaissancefassade von Santi Gucci stammt. Die West- oder Kołąttaj-Seite besticht vor allem durch eine Neorenaissancewanduhr und das Haus zum Frieden und zur Gerechtigkeit. Die berühmteste Ansicht des Marktplatzes bietet die Südseite (Zakrzwski-Seite), die vom Turm der Jesuitenkirche überragt wird. Besondere Beachtung verdient hier das Haus zum Löwen und die Sonnenuhr von Tadeusz Przypkowski. Die zwei Brunnen aus dem 18. Jahrhundert wurden in den 1970er Jahren wieder hergestellt.

Schlossplatz

Die Altstadt wurde als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet. Der repräsentativste Platz der Altstadt ist der große dreieckige Schlossplatz. Ursprünglich wurde seine Südseite durch das Krakauer Tor begrenzt, von dem nur noch eine gotische Brücke übrig geblieben ist. Die Ostseite bildet die Westfassade des Königsschlosses (Zamek Królewski), die Nordwestseite des Schlossplatzes wird von der Häuserfront der Altstadt eingenommen. Unterhalb des Schlossplatzes verläuft seit 1949 der Ostwesttunnel Trasa WZ. In der Mitte des Platzes steht die 1643/44 aufgestellte Sigismundssäule (Kolumna Zygmunta).

Straßen und Gassen der Altstadt

Vom Marktplatz aus führen jeweils zwei Seitenstraßen in alle Himmelsrichtungen. Die nördliche Ulica Nowomiejska (Neustädterstrasse) führt zur Barbakane, einer massiven Verteidigungsanlage auf einer gotischen Brücke um das Neustädter Stadttor, die im 15. Jahrhundert von Jan Baptysta errichtet wurde. Die prächtige Ulica Świetojanska (Johannesstraße) führt nach Südosten zum Schlossplatz. An der Straße befindet sich die Johanneskathedrale. Sie stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, wurde aber in den folgenden Jahrhunderten umgebaut. Zuletzt wurde sie, dem Zeitgeist des 19. Jahrhunderts entsprechend, im Stil der englischen Neugotik umgestaltet, wodurch ihr historisches Aussehen zerstört wurde. Im 2. Weltkrieg wurde das Bauwerk bis auf die Fundamente verwüstet, lediglich der alte, niedrige Glockenturm blieb teilweise erhalten. Da die Kirche von Grund auf rekonstruiert werden musste, entschied man sich, sie als Neuschöpfung in Anlehnung an die Masowische Gotik neu erstehen zu lassen. Gleich daneben steht die, der Muttergottes geweihte, Jesuitenkirche, die von 1609 bis 1629 im Übergangstil des Manierismus zum Barock erbaut wurde. Außerdem ist das im Renaissancestil gehaltene Haus zum Schiff eine weitere Sehenswürdigkeit an der Ulica Świetojanska. Weitere repräsentative Bürgerhäuser, wie das Haus zu den Tauben, Haus mit der Christus-Statue oder das Burbach-Patrizierhaus finden sich an den Straßen Ulica Szeroki Dunaj (Beite Donau - ehemaliger Bach innerhalb der Altstadt), Ulica Wąski Dunaj (Schmale Donau), der Ulica Piwna (Bierstraße), der Ulica Brzozowa (Birkenstraße) und der Ulica Rycerska (Ritterstraße). An der Piwna Strasse befindet sich die 1356 erbaute Martinskirche mit einem gotischen Chor und einer barocken Fassade. Steil zur Weichsel hinab führt die malerische Ulica Kamienne Schodki (Steinerne Treppengasse), die zum ehemaligen Weißen Tor führte. Der Kanonikerplatz im Osten der Altstadt wird von manieristischen Bürgerhäusern, die ursprünglich dem Kanoniker Orden gehörten gesäumt. In seiner Mitte steht die 1646 gegossene Warschauer Erzglocke. Ein besonders schöner Blick auf die Altstadt bietet sich vom Pragaer Weichselufer.

Straßen und Gassen der Neustadt

Die Neustadt (Nowe Miasto) schließt sich im Norden an die Altstadt an und liegt ebenfalls auf einer Uferdüne an der Weichsel. Sie wurde im 14. Jahrhundert außerhalb der Stadtmauern angelegt. Die Neustadt wurde, nachdem sie im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört wurde, zusammen mit der Altstadt in den frühen 1950er Jahren wiederaufgebaut. Das Zentrum ist der dreieckige Neustädter Marktplatz. Er besaß so wie der Altstädtische Markt ein Rathaus, das 1818 abgebrochen wurde. An der Südseite des Platzes befindet sich die von 1688 bis 1692 von Tylman van Gameren zu Ehren des Siegers der Schlacht am Kahlenberg (1683), König Jan Sobieski errichtete barocke Sakramentinnenkirche des heiligen Kasimir. Sie diente während des Warschauer Aufstandes als Lazarett. Während eines Bombenangriffs der deutschen Luftwaffe fanden hunderte Verwundete, Ärzte und Krankenschwester den Tod, als ihre Kuppel einstürzte. Die älteste Neustädter und eine der ältesten Warschauer Kirchen ist die, gegen Anfang des 15. Jahrhunderts erbaute, spätgotische Marienkirche, deren charakteristischer Turm über dem Weichselpanorama thront. Daneben gibt es drei weitere ursprünglich gotische Kirchen, die jedoch in der Barockzeit umgebaut wurden - die Franziskaner-, die Paulaner- und die Dominikanerkirche. Der barocke Adelspalast der Magnatendynastie Sapieha überragt den nördlichen Teil der Neustadt. Als besonders schön gelten die Straßenzüge der Ulica Freta und der Ulica Mostowa. In einem Haus an der ersteren wurde im 19. Jahrhundert die zweifache Nobelpreisträgerin Marie Curie geboren. An der letzteren steht das Brückentor aus der Renaissance, das zur ersten Warschauer Weichselbrücke aus dem 16. Jahrhundert führte.

Königsweg

Der Warschauer Königsweg (Trakt Królewski) beginnt am Warschauer Königsschloss und führt in südlicher Richtung etwa 10 km lang bis zur Stadtresidenz Wilanów König Jan Sobieskis und ist eine der längsten Repräsentationsstraßen der Welt. Er setzt sich aus mehreren repräsentativen Straßenzügen zusammen, der Krakauer Vorstadt, der Neuen Welt und der Ujazdowski Alleen (von Norden nach Süden). Der Königstrakt verläuft entlang der Weichsel und bildete zusammen mit der senkrecht zu ihm verlaufenden Sächsischen Achse die Hauptachse der urbanen Entwicklung Warschaus. Er wurde bereits zu Beginn der Stadtgeschichte bebaut und verband die ehemalige Siedlung Jazdow mit der Altstadt. Nachdem Königin Bona Sforza Anfang des 16. Jahrhunderts auf den Fundamenten der Burg Jazdow ein Schloss errichtete und sich dort nach dem Tod ihres Ehemannes König Sigismund I. niederließ, entstand an dem Weg vom Krakauer Tor zum Ujazdowski Schloss eine dauerhafte Bebauung. Der Königstrakt war eine der ersten Warschauer Straßen, die gepflastert wurden. Im Gegensatz zur engen Altstadt wurde dieser Teil der Stadt weiträumig angelegt und es dominieren weiträumige Gärten und Parkanlagen, sowie große Paläste und Wohnhäuser. Seinem Ruf als Prachtstraße werden auch die vielen Regierungs- und Verwaltungsgebäude in ehemaligen Adelspalästen gerecht, die den Königstrakt säumen. Weite Teile sollen in den nächsten Jahren für den Straßenverkehr gesperrt und mit ihren zahlreichen Geschäften zur Flaniermeile ausgebaut werden.

Krakauer Vorstadt

Die Krakauer Vorstadt beginnt am Königsschloss und führt neben dem Namiestnikowski Palast (Amtssitz des Präsidenten) bis zum Staszic Palast. Am nördlichen Ende der Krakauer Vorstadt befand sich im Mittelalter das Krakauer Tor. Heute steht hier markant die Sigismundsäule auf dem Schlossplatz. Die ersten Gebäude der Krakauer Vorstadt wurden während des Krieges zerstört und im Zuge des Baues der Unterführung Ost-West nicht wieder aufgebaut. Heute ist der Turm der St. Anna Kirche, von dem sich ein schönes Panorama auf die Stadt bietet, das nördlichste Gebäude der Krakauer Vorstadt. Die Kirche der Heiligen Anna ist eine Synthese aus gotischem, barocken und klassizistischem Baustil. Sie wurde 1454 von der masowischen Fürstin Anna Masowiecka zu Ehren ihrer Namenspatronin für den Bernhardiner-Orden gestiftet. Der Chor, das Sternengewölbe und der Saal im Kirchenkloster sind im Stil der Gotik gehalten und überstanden spätere Umbauten. In der Renaissance wurde sie nach Westen ausgebaut und im 17. Jahrhundert barockisiert. Stanisław Kostka Potocki und Christian Peter Aigner haben 1788 eine spätbarocke Fassade mit Skulpturen von Jakob Monaldi und Franz Pinck entworfen. Aigner hat später 1819-1821 auch die klassizistische Kolonnade entworfen. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche nur zu einem geringen Teil zerstört. Infolge des Baus des Ost-West-Tunnels drohte sie jedoch beschädigt zu werden und die Böschung musste mit Pfählen aus Eisenbeton gestützt werden. Heute wird die St. Anna Kirche als Universitätskirche von der Hochschulgemeinde genutzt.


Ujazdowski Alleen

Die Ujazdowski Allen beginnen am Platz der Drei Kreuze in dessen Mitte die Alexanderkirche steht. Südöstlich zweigt die Ulica Wiejska ab, an der sich die Regierungsgebäude des Sejm und Senat befinden. Die eigentlichen Ujazdowski Alleen zweigen vom Platz der Drei Kreuze direkt nach Süden ab und gehen schon bald in eine Parklandschaft über. Insbesondere an der östlichen Seite befinden sich die wichtigsten Parkanlagen Warschaus. Der Łazienkipark, mit seiner Hauptattraktion dem Pałac na Wodzie (Palast auf dem Wasser) und dem Chopin-Denkmal, sowie die Paläste Belweder (Belvedere) liegt an den Ujazdowski Alleen. In der nahen Umgebung gibt es den 1896 geöffneten Ujazdowskipark mit dem großartigen Schloss Ujazdowski, wo sich heute das Zentrum für zeitgenössischer Kunst befindet.

Einige wichtige Plätze liegen abseits der urbanen Hauptentwicklungsrouten. Hierzu gehören der Pilsudski Platz, der Teil der Sächsischen Achse war, der Theaterplatz, der Bankenplatz, der Defiladenplatz, Platz des Warschauer Aufstandes und der Platz der Verfassung.

Parks

Der älteste Warschauer Park sind die 600 Jahre alten Königsgärten am Warschauer Königsschloss aus der Renaissance. Sie liegen unterhalb der klassizistischen Ostfassade und der Kubicki Arkaden des Schlosses auf der Weichselseite und nehmen eine Fläche von 6 ha ein. Nach den Kriegszerstörungen werden sie derzeit rekonstruiert. Mit dem Bau der Magnatenpaläste im Barock entstanden viele private Parkanlagen, die seit dem 18. Jahrhundert schrittweise für die Öffentlichkeit freigegeben wurden.

Der größte Warschauer Park ist der Łazienki Park an den Ujazdowski Alleen aus dem 18. Jahrhundert, der im englischen Stil um den Palast auf dem Wasser im ehemaligen Tiergehege auf einer Fläche von fast 80 ha entstand. Er gehört zu den schönsten Parkanlagen Europas und umfasst auf hügeligem Terrain mehrere Palais, künstliche Seen, Kanäle und Kaskaden, Brücken, Altanen, Pavillons, Skulpturen sowie ein antikes Theater auf der Insel. Am südlichen Ende befindet sich das Schloss Belveder, das Sitz der russischen Statthalter und der polnischen Präsidenten bis 1995 war. Der Park wurde von König Stanislaus August Poniatowski errichtet, der ihn teilweise selbst entworfen hat. Seit 1818 wird ein Teil des Parks von der Universität Warschau als Botanischer Garten genutzt. Zu weiteren wichtigen Gebäuden im Park gehören die Alte- und Neue Orangerie (Pomeranczarnia) von 1774 bis 1778, bzw. 1860/61, der Myslewicki-Palast und der Sybillentempel. Im Sommer finden am Chopin Denkmal Klavierkonzerte statt.

Der Palast auf dem Wasser wurde vom klassizistischen Architekten Dominik Merlini und Jan Chrystian Kamsetzer an Stelle eines kleineren Barockschlosses, das Tylman van Gameren im 17. Jahrhundert für die Magnatenfamilie Lubomirski entworfen hatte, errichtet. Er gilt als eines der schönsten klassizistischen Schlösser in Europa. Um das Schloss wurde ein künstlicher See angelegt und das Schloss durch zwei Arkadenbrücken mit dem Festland verbunden. An der Nordseite wurde eine Bootanlegestelle und als Fontäne konzipierte Sonnenuhr errichtet. Im Inneren erhielt das Schloss eine Ausstattung im chinesischen Stil. Es war die Sommerresidenz des letzten polnischen Königs Stanislaus August Poniatowskis, der einmal in der Woche führende Philosophen und Künstler hier zu den Donnerstagsgesprächen einlud. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss von den deutschen Besatzern geplündert und in Brand gesetzt. In der Volksrepublik wurde es restauriert, so dass es seitdem als Museum genutzt wird und folgende Räumlichkeiten besichtigt werden können: Bachuszimmer, Badeanstalt, Ballsaal, Portraitzimmer, Salomonsaal, Rotunde mit Herrscherportraits, Bildergalerie, Kapelle, sowie der Saal der Donnerstagsgespräche im Erdgeschoss und die privaten Königsgemächer im Ersten Stockwerk. Es ist eines der beliebtesten sonntäglichen Ausflugsziele der Warschauer.

Verschiedenes

Forts

Im 19. Jahrhundert zog die russische Besatzungsmacht einen Ring von Befestigungsanlagen um Warschau und bauten die Stadt zu einer Festung aus, da sie einen deutschen Angriff befürchtete. Ähnlich verfuhren die Österreicher mit Krakau und Przemysl sowie Deutschland mit Lötzen, da sie jeweils einen russischen Angriff voraussahen. Im Ersten Weltkrieg kamen diese Bastionen teilweise zum Einsatz. Einige dieser Forts sind erhalten geblieben und können besichtigt werden.

Aktivitäten

  • Chopin-Konzerte im Lazienki Park (Mai bis Oktober)
  • Mozart-Festival (Juni)
  • Königliche Konzerte im Wilanow Palast (Juni bis Oktober)
  • Konzerte unter der Linde im Lazienki Park
  • Warschauer Herbst - Internationale Konzerte (September)
  • Warschauer Theaterfestival (Oktober)
  • Warschauer Filmfestival (Oktober)
  • Jazz Jamoree - Internationales Jazzfestival (Oktober)

Einkaufen

Viele Geschäfte in Warschau sind für polnische Verhältnisse teuer, aber immer noch günstiger als in Westeuropa. Auf Märkten und in kleineren Geschäften kann man aber immer ein paar Schnäppchen ergattern. Benzin, Tabakwaren, Alkohol und Lebensmittel sind günstiger als in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In Polen gibt es keine Ladenöffnungszeitenbeschränkungen. Viele Geschäfte haben in Warschau durchgehend 24 Stunden am Tag und 7 mal die Woche offen.

Küche

Die polnische Küche hat viele Spezialitäten, wie Barszcz, Zurek, Uszki, Golabki, Pirogi, Flaki etc. zu bieten, jedoch wenig für echte Vegetarier oder gar Veganer. Immernoch wird Vergetariern in polnischen Restaurants Fleisch mit dem Hinweis serviert, man könne es ja auf dem Teller lassen und alles andere essen. Polnische Fleischprodukte genießen weltweit hohes Ansehen. Zu den bekanntesten Warschauer Brauereien zählt Warka. Während außerhalb Warschaus der halbe Liter Bier durchschnittlich noch für 5 bis 6 PLN zu haben ist, ist dieser Preis in Warschau schon selten, hier geht's kaum unter 10 PLN. Der Wodka wird entweder klar, z.B. Wyborowa, oder mit Aromen, z.B. Grasowka, Zoladkowka angeboten. Trinkhonig ist eine altpolnische Spezialität. Lebensmittel und Restaurantbesuche sind in Warschau preiswert, aber teurer als in anderen polnischen Städten oder auf dem Land.

Günstig

Wer es billig haben möchte, der geht in eine der Milchbars oder der Studentenmensen, dort wird man auch für wenige Euro richtig satt und das Essen ist bodenständig und gut. Pizzaservice sind in der Regel auch günstig, eine solche kann man z.B. bei Telepizza 022/801111111, Pizza Hut 022/5363636 und KFC 022/6955555 bestellen. Einer hohen Beliebtheit erfreut sich in Warschau die Pizzakette Da Grasso, die mehrere Filialen in Warschau sowie in ganz Polen unterhält. Da Grasso bietet eine gute Qualität zu günstigen Preisen.

Mittel

Gute Restaurants der höheren Klasse sind:

  • Bagatela (ul. Bagatela 12) - vegetarische Gerichte
  • El Poppo (ul. Senatorska 27) - mexikanische Küche
  • Qchnia Artystyczna (Aleje Ujazdowskie 6) - sehr gute Salate

Gehoben

Zu den besten Restaurants gehören:

  • Belvedere (Lazienki Park) - polnische und französische Küche (das teuerste Restaurant in Polen)
  • U Fukiera (Altstadtmarkt 27) - polnische Küche mit Weinkeller (ältestes Restaurant in Warschau - seit dem 16. Jh.)
  • Chianti (ul. Foksal 17) - italienische Küche
  • Pod Samsonem (ul. Freta 3/5) - polnische und jüdische Küche (Spezialität ist die Forelle)
  • Polska Tradycja (ul. Belwederska 18A) - polnische Küche (empfehlenswert: Wild- und Gänsegerichte)
  • Sadhu Cafe (ul. Walowa 5) - vegetarische Küche im buddistischen Stil

Nachtleben

Von Klassik über Jazz bis Rock und Techno wird in Warschau geboten. Ausgehen in Warschau ist in der Regel günstig für westeuropäische Verhältnisse, aber teuer für polnische. Eintrittskarten für Theater, Konzerte und andere Veranstaltungen kann man bei ZASP (Aleje Jerozolimskie 25) von 11-18 (Sa. 14) Uhr kaufen. Ansonsten in der Regel bei der Abendkasse. Einige Veranstaltungen sind ohne Eintrittspreise zu besuchen, wie z.B. die Chopin-Konzerte im Lazienki Park.

Günstig

Kinos (viele Filme in Originalsprache mit polnischen Untertiteln)

  • Silver Screen Cinemas (Kino Moskwa), ul. Pulawka 17 (Multiplex)
  • Muranow, ul. Gen. Andersa 1
  • Kultura, Krakowskie Przedmiescie 21/23 (Kammerales Kino mit Charakter)

Klubs

  • Akwarium, ul. Emilii Plater 49 (Jazzklub)
  • Labirynt, ul. Smolna 12
  • Ground zero, ul. Wspolna 62
  • Yesterday, ul. Szkolna 2/4 (Musik der 60/70 Jahre)
  • Scena, ul. Armii Krajowej 3/5
  • Lokomotywa, ul Kolejowa 37/39
  • Piekarnia, ul. Mlocinska 11
  • Proxima, ul. Zwirki i Wigury 99a (Studentenklub)
  • Park Klub Studencki SGH, al. Niepodleglosci 196, (Studentenklub der SGH)
  • Wektor X, ul. Polna 9/11

Kneipen

  • Przekąski Zakąski, Krakowskie Przedmieście 13

Mittel

Cafes

  • Cafe Blike, Nowy Swiat 33 (legendäre Warschauer Konditorei mit sehr reichem Sortiment)
  • Cafe Brama, ul. Marszalkowska 8 (gute Salate und Steaks)
  • Cafe Bristol, ul. Krakowskie Przedmiescie 42 (Warschauer Sezession, nicht mehr ganz günstig)

Gehoben

Klassische Musik

  • Warschauer Nationalphilharmonie, ul. Sienkiewicza 10
  • Warschauer Nationaloper, plac Teatralny 1
  • Warschauer Kammeroper, ul. Nowogrodzka 49 (sehr empfehlenswert, allein deswegen lohnt schon ein Besuch in Warschau)

Theater

  • Warschauer Nationaltheater, plac Teatralny 1
  • Atentum, ul. Jaracza 2
  • Powszechny, ul. Zamoyskiego 20
  • Studio, im Kulturpalast
  • Scena Prezentacje, ul Zelazna 51/53 (Avantgarde, viele junge Künstler und Zuschauer)
  • Rampa, ul. Kolowa 20 (sehr gute musikalische Untermalung)
  • Rozmaitosci, ul Marszalkowska 8, (Avantgarde)
  • Guliwer, ul. Rozana 16 (Marionettentheater)
  • Lalka, Kulturpalast (Marionettentheater)

Kasino

  • Hotel Marriott, ul. Nowogrodzka 56 (legendär durch den Film "Gracz")
  • Hotel Viktoria, pl. Pilsudskiego 9

Unterkunft

Das Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten ist reichlich und reicht von Unterkünften ab 10 Euro bis zu Luxussuits für einige tausend Euro pro Nacht.

Günstig

Am günstigsten sind Privatunterkünfte für ein paar Euro, die man in der Touristeninformation erfragen kann. Da dies in der Regel nicht im Voraus planbar ist, läuft man Gefahr leer auszugehen, wenn gerade die Nachfrage das Angebot übersteigt.

Günstig sind auch Studentenheime, die in den Semesterferien (Juni-August) Zimmer ab ca. 10 Euro pro Nacht anbieten. Zentrumsnah gelegen sind vor allem

  • Grosik (ul. Madalinskiego 31/35), Tel.: 022/8942302
  • Sabinki (Aleja Niepodleglosci 147), Tel.: 022/6463200

Jugendherbergen (Zimmer ab 7 Euro) findet man in der:

  • ul. Smolna 30 (direkt am Königsweg)
  • ul. Karolkowa 53a (beim jüdischen Friedhof)
  • ul. Miedzyparkowa 4/8


  • Eine andere günstige Übernachtungsmöglichkeit ist das Tamka Hostel, ca. 10 Min zu Fuß von der Altstadt gelegt
  • Eine andere günstige Übernachtungsmöglichkeit ist das Tamka Hostel, ca. 10 Min zu Fuß von der Altstadt gelegt
  • Wilson Hostel Warszawa (http://www.wilsonhostel.pl/) - Wilson Hostel ist das einzige Öko-Hostel in Polen. Wilson Hostel befindet sich in bevorzugter Lage, im Stadtviertel Żoliborz, direkt neben der U-Bahn-Station „Wilson Platz“. Das Stadtzentrum kann in 9 Minuten mit der U-Bahn erreicht werden. Von da aus sind es nur 3 km bis zur Altstadt, leicht zu Fuß erreichbar. Bett in einem 6 Personen Schlafsaal mit Bad 79 PLN.

Mittel

  • Hotel Europejski, Krakowskie Przedmiescie 13 (sehr zentrumsnah)
  • Metropol, ul. Marszalkowska 99a (zwischen der Altstadt und dem Finanzdistrikt)
  • Dom Literatury, Krakowskie Przedmiescie 87/89, +48 (0)22/ 635 04 04 (, fax: +48 (0)22/ 828 39 20), [1]. Eines romantische Hotel mit Blick auf den Schlossplatz Preise zwischen 40 - 60 Euro (Preise umgerechnet).

Gehoben

Lernen

Warschauer Universitäten pflegen Austauschprogramme, z.B. Erasmus, mit Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Polnischkurse für Ausländer werden von verschiedenen Veranstaltern (auch Universitäten) in Warschau angeboten.

  • Uniwersytet Warszawski (Universität Warschau), Krakowskie Przedmiescie 26/28, +48 (0)22 552 00 00, [2].
  • Politechnika Warszawska (Technische Universität Warschau), Pl. Politechniki 1, +48 (0)22 234 7211, [3].

Arbeiten

Arbeiten in Warschau für EU Ausländer ist grundsätzlich problemlos möglich, soweit dies auf Gegenseitigkeit beruht. Deutsche Muttersprachler werden gerne als Sprachlehrer angestellt und haben auf diesem Markt recht gute Chancen. Daneben ist es nicht einfach Gelegenheitsjobs zu bekommen, wenn man nicht Polnisch spricht.

Sicherheit

Es ist eigentlich recht sicher, man sollte jedoch in großen Menschenmengen - wie überall auf der Welt - die notwendige Sorgfalt nicht außer Acht lassen. Der Bahnhof Warszawa Centralna genießt den Ruf, in den Abend- und Nachtstunden etwas unsicher zu sein, es ist aber reichlich Polizei vor Ort. Wer nicht mit geschlossenen Augen umherläuft oder alleine einschläft, dem sollte nichts passieren.

Gesund bleiben

Die ärztliche Versorgung ist sehr gut. Die meisten Krankenkassen aus dem EU-Ausland übernehmen die Kosten einer Behandlung in Polen. Eventuell sollte bei der eigenen Kasse nachgefragt werden. Einige Kassen bezahlen auch Kuren in Polen. Es gibt einen ärztlichen Notdienst. In Warschau haben immer einige Apotheken Nachtdienst.

Klarkommen

Fremdenverkehrsamt

  • Das Fremdenverkehrsamt, +48 (0)22 474 11 42 (), [4]. hat ein paar Büros für Reisende. Touristeninformationen befinden sich im Hauptbahnhof, zwei am Chopin-Flughafen und ul. Krakowskie Przedmieście 39.

Botschaften

  • Österreichische Botschaft, ulice Gagarina 34, +48 22/ 841 00 81 (, fax: +48 22/ 841 00 85), [5]. Öffnungszeiten: Mo. - Fr.: 09 Uhr - 11 Uhr.

Gottesdienst

  • International Christian Fellowship, ul. Pulawska 114 (Ecke von ul. Pulawska und ul. Maczewskiego. Im Stadtteil Mokotów), +48 (0/22) 844 7996 (, fax: +48 (0/22) 844 7996), [7]. Gottesdienst ist jeden Sonntag zur 17 Uhr. Eine englischsprachige Kirche.
  • Nożyk Synagoge (Synagoga Nożyków), ul. Twarda 6, +48 (0/22) 652 28 05 (, fax: +48 (0/22) 652 28 05), [8]. Warschaus einige aktive orthodox Synagoge. (52.235,21.002)

Kommunizieren

Polen ist mit Festnetzanschlüssen gut abgedeckt und auch das Mobilfunknetz ist gut ausgebaut, was vor allem für die großen Städte wie Warschau gilt. Telefonautomaten sind zahlreich und funktionieren mit Karten, Jetons oder Münzen. In Warschau befinden sich zahlreiche Internetcafés mit günstigen Preisen. W-Lan Hotspot gibt es auch. Die Polnische Post ist an mehreren Orten in Warschau vertreten. Briefe und Postkarten kommen in der Regel zügig an. Pakete brauchen in der Regel etwas länger. Pakete werden auch von privaten Anbietern befördert. Die Versendungskosten sind niedriger als in Westeuropa.

Neben der Polnischen Sprache werden in Warschau von vielen Menschen auch Englisch, Deutsch, Französisch und Russisch gesprochen. Spanisch und Italienisch sind auch sehr populär unter jungen Leuten.

Weiter geht's

In der näheren Umgebung um Warschau erstreckt sich die masowische Ebene mit ihren schönen Weidenlandschaften, die Chopins Musik geprägt haben. Romantische Parkanlagen im englischen Stil befinden sich in Arkadia und Nieborów (jeweils ca. 70 km entfernt) sowie in Pulawy (ca. 120 km). Der Zegrzynski-Stausee am nördlichen Stadtrand bietet gute Wassersportmöglichkeiten. Die polnischen Seenplatten (Masuren und Großpolen) befinden sich ca. 200 km bzw. 150 km von Warschau. Der Kampinoski-Nationalpark befindet sich an der westlichen Stadtgrenze.



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