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Uros Inseln

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Die Uros Inseln sind Inseln im Titicaca-See in Peru. Die Menschen leben dort in einem niedrigen Lebensstandart. Elektrischen Strom und Wasserleitungen gibt es auf den Inseln nicht.

Allgemeines

Die schwimmenden Inseln in Peru sind künstlich aus Schilff zusammengesetzt. Oft befinden sich nicht mehr als 5 Haushalte auf einer Insel. Infrastruktur gibt es auf den ca. 70qm großen Inseln natürlich nicht.

Hintergrund

Das Volk der Uru oder auch Uro ist seit 1958 ausgestorben, trotzdem versuchen ihre Nachfahren zumindest einen Teil der Urukultur zu erhalten. Sie nannten sich früher Kot-Suns, „Seemenschen“, und galten als das wildeste Volk im Inkareich, mit einer sehr dunklen Hautfarbe. Da die Urus sich bei Auseinadersetzungen immer auf ihre Schilfinseln im Titicacasee zurückzogen, konnten sie von den Inkas nie unterworfen werden.

Im 19. Jahrhundert lebten noch etwa 4000 Familien auf den Schilfinseln, heute bewohnen nur noch ca. 1500 bis 2000 Menschen diese Inseln. Sie sind als Mestizen durchweg Nachfahren der Aymara und Quetchua, und leben fast ausschließlich vom Tourismus. Ihr Lebensraum befindet sich in der großen Bucht zwischen Puno und der Halbinsel Capachica, denn hier breitet sich ein großer Tortora-Schilfgürtel aus, welcher die Inseln Torani Pata, Wuaca Wuacani, Llachu Punchu, Ccapi Coa Muru, Maccano, Titini und Tinajero einschließt. Ungefähr 80 Inseln umfasst das Gebiet, mit annähernd hundert Familien, sogar eine Schulinsel ist darunter.

Als 1986 der Titicacasee über die Ufer trat, waren auch einige der Urus davon betroffen, sodass viele Inselbewohner auf das Festland nach Chulluni übersiedeln mussten. Nun fahren sie jeden Morgen auf ihre Inseln, und pendeln am Abend zurück aufs Festland. Zu diesem Zweck wurden auch noch weitere, näher an Puno gelegene, Inseln fertiggestellt, namentlich Paraiso, Uro Chiquitos, Tribuna, Collana, Tronai und Blasero. Dort leben 146 Familien und es gibt mittlerweile eine Schule, ein Gemeindehaus und einen Telefondienst, der über Solarzellen betrieben wird. Verkaufsstände mit Getränken und mehr oder weniger einheimischem Kunsthandwerk, wurden extra für die Touristen eingerichtet, sogar mehrere kleine Aussichtstürme gebaut.

Die Hälfte aller Familien hat sich mittlerweile auf dem Festland in Chulluni niedergelassen, und die ca. 2000 Menschen umfassende Uro-Chulluni Gemeinschaft gegründet. Die andere Hälfte pendelt zwischen den Inseln und dem Festland, die meisten der Boote im Hafen von Puno gehören diesen Familiengemeinschaften. Holz-Kunststoff- und Motorboote haben heute die ursprünglichen Totoraboote verdrängt. Diese Balsaboote wurden früher zum Fischfang benutzt, haben heutzutage aber nur noch touristische Bedeutung, zum Beispiel als Postkartenmotiv. Fische wurden übrigens mit Netzen gefangen, Vögel mit Steinschleudern gejagt. Neben dem Fisch- und Vogelfang dienten die Schilfstengel der Totora den Uru früher als Nahrungsmittel. So konnten sie ohne Ackerbau überleben, blieben somit weitestgehend autark, und waren nicht unbedingt genötigt das Festland zu betreten.

Die Schilfrohrbündel der Inseln müssen alle sechs Monate ausgebessert werden, eine notwendige Maßnahme, welche die jüngere Generation leider allzu gerne vernachlässigt, weshalb regelmäßig auch größere Schilfinseln im See versinken. Allgemein ist das Interesse der jüngeren Generation an ihren Inseln, und den alten Traditionen generell, stark im Schwinden, sie ziehen ein „moderneres“ Leben in der Stadt vor. Trotzdem gibt es immer noch Familien welche ihre schwimmenden Inseln intakt halten und Binsenboote bauen.

Reisen

Reisen auf schwimmende Inseln ist nur schwer möglich. Dadurch, dass das Angebot rarr ist und die Nachfrage immer mehr steigt schießen die Preise in die Höhe und der Service wird schlechter. Es ist pro Urlaub max. 1 Übernachtung auf einer schwimmenden Insel möglich, und das nur bei einem Reiseveranstalter, welcher sich nicht einmal um die Einreise nach Peru kümmert. .

Anreise

Die Anreise erfolgt von Puno aus mit dem Boot. Im Hafen der Stadt finden sich viele Anbieter für die Überfahrt.

Unterkunft

Die teure Übernachtung (sofern überhaupt gebucht) erfolgt in einer seperaten Hütte. Der Komfort ist mehr als schlecht. Dafür erfährt mann mehr von dem Alltag der Insulaner. Eine Reise mit einer Übernachtung kostet (ohne Anreise) 160 Dollar.

Sprache

Da die Einwohner (fast) nur Quechua sprechen, ist eine gute Kommunikation nicht möglich. Englischkenntinisse sind (schon wegen der Anreise) unbedingt erforderlich.

Weblinks



Varianten

Aktionen

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