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Uluṟu-Kata Tjuṯa National Park

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Australien : Northern Territory : Uluṟu-Kata Tjuṯa National Park
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Der Uluru-Kata Tjuta National Park ist eine Nationalpark im Northern Territory in Australien. Er wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt!

Lage und Anfahrt zum Nationalpark

Hintergrund[Bearbeiten]

Im Gebiet dieses Nationalparks liegt der berühmte Uluru (früher Ayer's Rock genannt) und Kata Tjuta (früher die Olgas), eine nicht ganz so bekannte aber mindestens genauso sehenswerte Felsformation. Einzige Ortschaft ist das ein paar Kilometer vor dem Park gelegene Yulara (= Ayers Rock Resort).


Uluru[Bearbeiten]

Der Uluru ist für sein Farbenspiel zum Sonnenauf- und Untergang berühmt. Sein Geheimnis ist der besondere Sandstein ("Pudding Stone"), dessen Mineralieneinschlüsse wie winzige Spiegel wirken. Dann wird das Sonnenlicht reflektiert und der sonst goldgelbe Sandstein wirkt glutrot. Sobald die Sonne hinter dem Horizont verschwunden ist, hüllt sich der Berg in tiefes Schwarz. Im Gegensatz zu landläufigen Meinung ist der Uluru kein Monolith, sondern Teil einer vor 800 Millionen Jahren entstandenen unterirdischen Felsformation, zu der auch Kata Tjuta gehört.

Uluru

Über die Bedeutung des Namens Uluru gibt es verschiedene Quellen. In einigen wird "Sitz der Ahnen" angegeben, andere halten ihn für "einen schattigen Platz" und wieder andere behaupten, er habe gar keine Bedeutung.

Kata Tjuta[Bearbeiten]

Diese Felsformation ist ebenfalls ein heiliger Ort der lokalen Aborigines, der Anangu. Es ist ein Ort der Männer, in seinem Herzen finden Initiationsriten statt. Daher sind weite Teile des Gebietes für Touristen tabu.

Kata Tjuta

Im Gegensatz zum Uluru ist die Bedeutung des Namens Kata Tjuta eindeutig, er heißt übersetzt "Ort der vielen Köpfe".

Yulara (Ayer's Rock Resort)[Bearbeiten]

Kleiner Touristen-Ort mitten im Nichts, ca. 10 Kilometer vor dem Nationalpark und ca. 450 Kilometer von der nächsten Stadt (Alice Springs) entfernt. Einziger und damit unumgänglicher Ausgangspunkt für alle Besuche im Nationalpark. Yulara bietet alles was das Touristenherz begehrt (oder auch nicht begehrt!), vom Campground bis zum 5 Sterne Hotel, vom Spar-Markt bis zur Nobelboutique, vom Schnellimbis bis zum Galadinner, und und und.

Respekt[Bearbeiten]

Der Nationalpark gehört seit den 80er Jahren wieder dem lokalen Aboriginal-Stamm der Anangu. Sie haben eine völlig andere Weltanschauung, Religion und Lebensweise als wir Europäer. Es gibt etliche, für uns zunächst unverständliche Tabus und daher bitten die Anangu jeden Touristen um die Einhaltung von ein paar einfachen Regeln :

  • Der Uluru ist ein besonderes Heiligtum: Nicht hochklettern!
  • Manche Bereiche um den Uluru und Kata Tjuta sind ebenfalls heilig. Bitte nicht betreten, einfach auf dem ausgeschilderten Weg bleiben.
  • An einigen Orten, wo Gottheiten oder die Ahnen der Anangu leben, gibt es (stets deutlich ausgeschildert) ein Fotografier- und Filmverbot. Einfach beachten, es gibt tausende anderer Motive.
  • Im Cultural Center gibt es etliche Fotos, die schwarz überklebt sind. Dann ist eine der abgebildeten Personen vor kurzer Zeit verstorben und darf nach Aboriginal-Glauben ein paar Jahre nicht angeschaut werden. Keinesfalls die Abklebung entfernen.

Anreise[Bearbeiten]

Per Auto (bzw. Motorrad, Fahrrad)[Bearbeiten]

Per Flugzeug[Bearbeiten]

  • Der kleine Conellan Airport bei Yulara wird von Qantas / Qantas-Link von praktisch allen Städten in Australien aus angeflogen. In vielen Orten gibt es auch kleine Privatunternehmen mit Shuttle-Flügen nach Conellan (ein Preisvergleich lohnt sich!).

Mobilität[Bearbeiten]

  • Wer nicht schon mit dem Auto ankommt, kann in Yulara Bustouren in den Nationalpark buchen und bei einer kleinen Autovermietung auch PKWs und Geländewagen tageweise mieten.
  • Vom Conellan Airport bei Yulara gibt es Rundflüge mit dem Helikopter oder Kleinflugzeug über den Nationalpark.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Am Uluru[Bearbeiten]

  • Cultural Center: Sehr interessantes Infozentrum / Museum zur Geschichte des Gebietes und der Kultur der lokalen Aboriginals, ca. 2 Kilometer vom Uluru entfernt.
  • Sunset Viewing Point: Parkplatz, der sich allabendlich zum Sonnenuntergang mit sehr vielen Autos füllt. Je nach Wetterbedingungen der ideale Ort um DAS persönliche Australienfoto vor dem rot glühenden Uluru zu schießen. Ein persönlicher Tipp: Unbedingt möglichst weit am Ende des Platzes parken, dann kommt man nach dem Spektakel schnell wieder weg. Wer am Anfang parkt, braucht u.U. über 1 Stunde um den Parkplatz zu verlassen. Da immer wieder auch etliche Touristen hier Dinner-Picknicks mit Champagner oder einfach nur ein Sonnenuntergangs-Trinkgelage veranstalten, gibt es allabendlich auf der Rückfahrt nach Yulara Alkoholkontrollen. Nicht selten ist dann der Führerschein weg und der Urlaub muss im Reisebus fortgesetzt werden: „Don’t Drink and Drive!“
  • Sunrise Viewing Point: Ebenso schöner Aussichtspunkt. Da der spektakuläre Sonnenaufgang aber meist um 06:00 morgens ist, nicht so überlaufen wie der Sunset Viewing Point. Unbedingt einen Besuch wert.
  • Uluru Base Walk: Ein landschaftlich eindrucksvoller, ca. 8 km langer Rundweg um den Uluru, mit vielen kleinen Grotten, Schluchten, Tümpeln und Felsmalereien. Dauer: ca. 2-4 Stunden, je nach Hitze und Kondition. Auf jeden Fall muss man eine Kopfbedeckung und genügend Wasser (1-2 Liter pro Stunde) mitnehmen. Achtung: An manchen Abschnitten des Weges gilt ein striktes Fotografierverbot, da es sich um besonders heilige Orte der Aboriginals handelt. Unabhängig vom angedrohten Bußgeld (bis 500 AU$), sollte man sich schon aus moralischen Gründen daran halten. Der Base Walk ist nur teilweise behindertengerecht ausgebaut.
  • Uluru Climb: Aufstieg auf den Gipfel des Uluru (vom Parkplatz aus ca. 300 Höhenmeter). Dauer für den Hin- und Rückweg in durchgehend praller Sonne je nach Bedingungen zwischen 3 und 5 Stunden. Achtung: Nur für geübte, schwindelfreie Bergwanderer mit entsprechender Ausrüstung (Schuhwerk, Kopfbedeckung, genügend Trinkwasser, etc.) möglich. Es gibt jedes Jahr etliche Hitzschläge, Herzinfarkte und auch Todesfälle auf diesem Weg. Bei erwarteten Temperaturen über 32°C wird der Weg schon vormittags gesperrt. Grundsätzlich sollte man aber schon aus moralischen Gründen auf eine Besteigung verzichten, da der Uluru einer der heiligsten Orte der Aboriginals ist. Wir klettern ja auch nicht auf dem Altar oder dem Kruzifix einer Kirche herum! Bis in die 90er Jahre war der Aufkleber „I’ve climbed Ayer’s Rock!“ ein beliebtes Touristensouvenir. Glücklicherweise ist jetzt der Aufkleber „I didn’t climb Uluru!“ beliebter und angesehener.

An den Kata Tjuta[Bearbeiten]

  • Kata Tjuta Dune Viewing Area: Aussichtspunkt an der Zufahrtsstraße, einige Kilometer vor den Felsen, mit Blick über das gesamte Massiv. Mittlerweile behindertengerecht ausgebaut.
  • Sunset Viewing Point: Westlich der Kata Tjuta gelegen und mit dem Auto zu erreichen. Hier sollte man abends bei der Rückfahrt nach Yulara unbedingt einen kurzen Fotostopp einlegen oder auch ein nettes Picknick-Dinner machen.
  • Walpa Gorge Walk: Die Walpa Gorge ist eine ca. 1 km lange, eindrucksvolle Schlucht. Der Wanderweg ist relativ leicht, allerdings nicht behindertengerecht. Für Hin- und Rückweg benötigt man je nach Kondition und Temperatur/Tageszeit zwischen 45 und 90 Minuten. Allerdings ist die Walpa Gorge ein beliebtes Ziel für Pauschal-Busreisen, sodass man unter Umständen mit 500 anderen Touristen die kleine Gorge bevölkert. Individualtouristen sollten die Gorge möglichst nur am frühen Vormittag oder späten Nachmittag besuchen, dann ist es wunderschön und herrlich still - bis auf das Gezwitschere und Gekrächze der vielen Vögel.
  • Valley of the Winds Walk: Ein spektakulärer, einsamer, ca. 7,5 km langer Wanderweg durch eine einmalige Landschaft, allerdings nur für geübte Wanderer geeignet (steile Trampelpfade und glatte Felsplatten). Je nach Temperatur und persönlicher Kondition muss man 3 bis 6 Stunden einplanen und sollte pro Person mindestens 4 Liter Trinkwasser mitnehmen (Trinkwasser-Tanks sind am Parkplatz und ca. auf der Hälfte der Strecke). Etwa 2,5 km des Weges führen durch schattenloses Buschland, weshalb man außer Wasser unbedingt eine Kopfbedeckung benötigt und die Wanderung möglichst nur vormittags beginnen sollte. Achtung: Wenn besonders hohe Temperaturen erwartet werden, wird der Walk kurzfristig gesperrt, unbedingt am Eingang des Nationalparks informieren.

In Yulara[Bearbeiten]

  • Aussichtspunkte mit Blick auf den fast 30 Kilometer entfernten Uluru und die Kata Tjuta (im Park selbst gibt es bessere Orte für die obligaten Fotos!). Wer von diesen Aussichtspunkten ein "Sunset-Photo" schießen will, sollte mindestens 30 Minuten vor Sonnenuntergang da sein, sonst steht man in der 10. Reihe und sieht gar nichts.
  • Ansonsten hat Yulara keine wirklichen Sehenswürdigkeiten.


Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

  • Im Park: Im Park selbst gibt es keine Übernachtungsmöglichkeiten und Campen ist grundsätzlich verboten.
  • In Yulara: Seit den 70er Jahren ist Yulara die einzige Möglichkeit in der Nähe des Nationalparks zu übernachten. Das Angebot reicht vom Zeltplatz im roten Sand über ein Backpackers Hostel, preiswerte Touristen Appartements bis zum 5 Sterne-Hotel wo man vom Flughafen mit der Stretch-Limousine abgeholt wird. Da in Yulara ganzjährig touristischer Hochbetrieb herrscht, empfiehlt es sich, die Unterkunft (egal ob Zeltplatz oder Hotelsuite) 1 - 2 Tage voraus telefonisch zu buchen.


Kaufen[Bearbeiten]

  • Im Park: Hier gibt es nur einen kleinen Souvenir-Shop im Cultural Center.
  • In Yulara: Hier gibt es alles, was das Touristenherz begehrt, vom billigen Boomerang bis zu Cartier. Allerdings alles nicht gerade preiswert.


Essen & Trinken[Bearbeiten]

  • Supermärkte, Bistros, Restaurants, Pubs: Im Park selbst gibt es nur ein kleines Bistro im Cultural Center. In Yulara hat man eine relativ große Auswahl in allen Preisklassen, vom Schnellimbiss (z.B. Pioneer's Kitchen mit garantierter Oktoberfest-Stimmung - wenn man es mag) bis zum 5 Sterne Restaurant (im Sails of the Desert Hotel). Grundsätzlich ist - 450 km von der nächsten Stadt entfernt - erst mal alles etwas teurer. Auch die Qualität hält hier nicht immer, was der Preis verspricht.
  • Wasser: Wer zu Fuß im Park unterwegs ist, sollte pro Person und geplanter Stunde mindestens 1 Liter Wasser mitnehmen. Je 2 Trinkwassertanks gibt es am Uluru-Rundweg und dem Valley of the Winds Walk in den Kata Tjuta.
  • Soft Drinks: Innerhalb des Parks gibt es keine Möglichkeit sich mit Getränken zu versorgen, der nächste Getränkemarkt ist in Yulara.
  • Bier / Wein: Alkoholika gibt es nur in Yulara und nur gegen Vorlage eines "Resident Voucher", also einer Bescheinigung, dass man in Yulara eine Unterkunft (Campground / Hotel) hat.

Alkohol ist verständlicherweise sehr teuer. Für einen Six-Pack Bier werden mehr als AUD 30 fällig, eine Flasche Wein ,ist auch nicht unter AUD 30 zu haben (Stand 01/2012)* Sounds of Silence Dinner: Ein besonderer Event für gehobene Ansprüche ist dieses Galadinner mit exzellentem Service und Ambiente mitten in der Wüste beim Uluru (Kosten im Jahr 2007: 98 €/Person).

Sicherheit[Bearbeiten]

  • Polizei, Kriminalität: Yulara hat eine eigene Polizeistation. Allerdings gibt es hier draußen praktisch keine Kriminalität. Die Polizei ist aufgrund der Touristenmassen immer und überall präsent. Die häufigsten Delikte sind "Alkohol am Steuer" und "Nächtliches Randalieren unter Alkoholeinfluss".
  • Arzt, Klinik: In Yulara gibt es eine Arztpraxis mit einer kleinen Notfallklinik. Schwierige Fälle werden mit dem Royal Flying Doctor Service of Australia nach Alice Springs ausgeflogen.
  • Klima: Tagsüber ist es im Park oftmals weit über 30°C heiß (Trinkwasser, Hut, etc.), nachts kann es im australischen Winter trotzdem mal deutlich unter den Gefrierpunkt gehen (Schlafsack, Pullover, etc.). Nicht unbedingt das Klima für Herz-/Kreislauf-Patienten.
  • Selbstüberschätzung: Die Ratschläge der Parkverwaltung sind einfach richtig: "Don't climb Uluru!", "Drink Water every 15 Minutes!", "Don't miss your Shirt and Hat", "Don't leave the Walking Tracks", ...
  • Tiere: Etliche Arten auch für den Menschen gefährlicher Giftschlangen und -spinnen gibt es hier wie überall in Australien, einfach die normalen Sicherheitsrichtlinien beachten. In den letzten Jahrzehnten hat sich allerdings eine große Dingo-Population um Yulara gebildet, die - weil immer wieder trotz Verbots von Touristen gefüttert - abends und nachts durch die Hotel- und Camping-Anlagen streichen. Dingos sind unberechenbare Wildhunde, unbedingt Abstand halten, notfalls laut schreien und wild rumfuchteln, dann verschwinden sie - meistens.
  • Pflanzen: Wer als Newcomer den Park zu Fuß erkundet wird anfangs ein paar kleine Schnittverletzungen vom Spinifex-Gras erleiden. Wer Spinifex kennt geht einfach drum herum. Sonst gibt es hier keine gefährlichen Pflanzen.


Weiter geht's[Bearbeiten]

  • PKW/Camper: Da die einzige befestigte Straße (Lasseter Highway) im Nationalpark endet, hat man mit normalen Autos / Campern keine Alternative und muss den gleichen Weg zurück nehmen. Entlang des Highways empfiehlt sich noch ein Abstecher in den Watarrka-Nationalpark (früher Kings Canyon). Zurück am Stuart Highway (Erldunda Roadhouse) geht es entweder nach Norden (Alice Springs, Darwin) oder Süden (Coober Pedy, Adelaide).
  • Geländefahrzeug: Wer mit dem 4WD unterwegs ist, kann auch über eine mehrere hundert Kilometer lange, unbefestigte Straße nach Westaustralien (Kalgoorlie, Perth) weiterfahren, allerdings benötigt man dafür eine Genehmigung der lokalen Aboriginal-Behörden (Infos im Cultural Center).
  • Fliegen: Vom Conellan Airport kann man in alle größeren Städte Australiens fliegen.


Weblinks[Bearbeiten]

  • Offizielle Seite der Parkverwaltung mit allen wichtigen Touristen-Infos: [1].
  • Seite der UNESCO World Heritages: [2]






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