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Türkei: Unterschied zwischen den Versionen

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Europa : Südeuropa : Türkei
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(Lediglich 3% der Türkei liegt in Europa. Geografisch und Kulturell gehört die Türkei zum Nahen Osten. Lediglich politisch ist sie teilweise an die NATO u. EU angebunden.)
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Achtung! Bei vielen Versicherungen ist die Türkei nicht durchgestrichen, trotzdem gilt der Versicherungsschutz nicht für den asiatischen Teil. Dies erfährt man jedoch nur bei genauer Nachfrage oder nach einem Unfall in Asien.
 
Achtung! Bei vielen Versicherungen ist die Türkei nicht durchgestrichen, trotzdem gilt der Versicherungsschutz nicht für den asiatischen Teil. Dies erfährt man jedoch nur bei genauer Nachfrage oder nach einem Unfall in Asien.
  
Eine unproblematische Route führt durch Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien und Bulgarien. Visa und Carnet sind nicht erforderlich. An der türkischen Grenze wird das Auto in den Pass des Autobesitzers eingetragen. Ein Trip-Tick wird nicht mehr ausgestellt (01/2007). Um ein geliehenes Fahrzeug einführen zu können wird eine Vollmacht benötigt.
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Eine unproblematische Route führt durch Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien und Bulgarien. Visa und Carnet sind nicht erforderlich. An der türkischen Grenze wird das Auto in den Pass des Autobesitzers eingetragen. Ein Triptique wird nicht mehr ausgestellt (01/2007). Um ein geliehenes Fahrzeug einführen zu können wird eine Vollmacht benötigt.
  
 
Fahren in Bulgarien und Serbien während der Dunkelheit ist wegen der teils schlechten Straßen nicht zu empfehlen.
 
Fahren in Bulgarien und Serbien während der Dunkelheit ist wegen der teils schlechten Straßen nicht zu empfehlen.
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Das Betreten von Gotteshäusern in allzu luftiger Kleidung sollte unterbleiben; beim Betreten der Moschee müssen die Schuhe ausgezogen werden. Besucher erhalten Tücher, um unbekleidete Beine und Schultern zu bedecken.
 
Das Betreten von Gotteshäusern in allzu luftiger Kleidung sollte unterbleiben; beim Betreten der Moschee müssen die Schuhe ausgezogen werden. Besucher erhalten Tücher, um unbekleidete Beine und Schultern zu bedecken.
  
Außerhalb touristischer Gebiete sollten sich Frauen zurückhaltend kleiden - wie zu Hause. Offenherzige Kleidung oder Blickkontakt kann als Aufforderung missverstanden werden.
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Außerhalb touristischer Gebiete sollten sich Frauen zurückhaltend kleiden. Offenherzige Kleidung oder Blickkontakt kann als Aufforderung missverstanden werden.
  
 
Die linke Hand gilt in der Türkei (wie in anderen muslimischen Ländern) als unrein. Insbesondere sollte man auf das Benutzen der bloßen linken Hand beim Essen verzichten.
 
Die linke Hand gilt in der Türkei (wie in anderen muslimischen Ländern) als unrein. Insbesondere sollte man auf das Benutzen der bloßen linken Hand beim Essen verzichten.
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Es besteht eine flächendeckende GSM Versorgung durch drei Mobilfunkanbieter. Roaming - auch für Datendienste - funktioniert problemlos. Viele Hotels, Restaurants und Buchläden in den Großstädten bieten mittlerweile kostenlose W-LAN-Zugänge.
 
Es besteht eine flächendeckende GSM Versorgung durch drei Mobilfunkanbieter. Roaming - auch für Datendienste - funktioniert problemlos. Viele Hotels, Restaurants und Buchläden in den Großstädten bieten mittlerweile kostenlose W-LAN-Zugänge.
  
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Version vom 18. Januar 2013, 15:13 Uhr


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Lage
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Flagge
Tu-flag.png
Kurzdaten
Hauptstadt: Ankara
Staatsform: parlamentarische Republik
Währung: Yeni Türk Lirasi (YTL)/
Türkische Lira (TRY)
Fläche: 781.000 km²
Bevölkerung: 74.724.000 Mio.
Sprachen: Türkisch
Religionen: Muslimisch >99,8% (hauptsächlich Sunniten), andere <0,2% (hauptsächlich Christen und Juden)
Stromsystem: 220V/50Hz (Europäischer Stecker)
Telefonvorwahl: +90
Internet TLD: .tr
Zeitzone: UTC+2 (MEZ+1)


Karte der Türkei

Die Türkei (Türkiye) ist ein Staat, der geographisch im Nahen Osten (Asien) liegt. 3 % der Staatsfläche, einschließlich Istanbul, liegt jedoch in Europa. Nach der neuen Weltordnung ist die Türkei ein Beitrittskandidat der EU und Mitglied in allen europäischen Organisationen. Manche sehen ihn als südosteuropäischen Staat.

Inhaltsverzeichnis

Regionen

1. Marmararegion, 2. Zentralanatolien, 3. Ägäisregion, 4. Mittelmeerregion, 5. Schwarzmeerregion, 6. Südostanatolien, 7. Ostanatolien

Die Türkei läßt sich in folgende Regionen untergliedern (nach der Karte rechts):

Allgemeinere Unterteilung (siehe Hintergrund):

Städte

Weitere Ziele


Hintergrund

Der Bosporus, eine Meerenge des Marmarameeres, trennt Europa von Asien. Der Teil der Türkei, der westlich des Bosporus liegt gehört geographisch zu Europa und wird auch Ostthrakien genannt, während der Teil der Türkei auf der östlichen Seite zum Mittleren Osten gezählt wird und auch Anatolien genannt wird.

Im Norden des Landes liegt das Schwarze Meer, im Westen das Ägäische Meer und im Süden das Mittelmeer. Landesgrenzen hat die Türkei im Westen mit Bulgarien und Griechenland, im Nordosten mit Georgien, Armenien und Aserbaidschan, im Osten mit dem Iran und im Südosten mit Syrien und dem Irak.

Der Berg Ararat ist mit 5.166 m der höchste Punkt im Land und die legendäre Strandungsstelle der Arche Noah. Er liegt in der Bergregion ganz am östlichen Ende des Landes.

Die Türkische Republik wurde 1923 als Nachfolgestaat des Osmanischen Reiches, auf einem Restteil des ehemaligen Staatsgebietes von Mustafa Kemal Atatürk gegründet. Bald wurde eine strikte Trennung von Religion und Verwaltung eingeführt. 1945 ist die Türkei den Vereinten Nationen- und 1952 der NATO beigetreten.

Klima

Während die kalten Nordwinde für die Gegenden am Bosporus Schneestürme bringen, kennt man in den Küstenländern des Mittelmeers und des Ägäischen Meers und auf den Inseln winterliche Witterung nur auf den Gebirgshöhen. Die Luft ist, wenige Sumpfstriche ausgenommen, überall rein und gesund. Istanbul hat mit Venedig die gleiche mittlere Jahrestemperatur. Die Türkei gehört zum größten Teil zu der teilariden Regenzone mit dürren Sommern. Die Schwarzmeerküste macht hierbei eine Ausnahme, da man dort selbst im Sommer etwas gleich viele Regentage hat wie in Deutschland. Als Tourist wundert man sich daher oft über die grüne Landschaft mit vielen Wäldern und fühlt sich teils sogar an Alpentäler erinnert. Im Inneren des Landes herrscht ein trockenes Kontinentalklima, das durch heiße trockene Sommer und kalte schneereiche Winter geprägt ist.

Durchschnittliche Tagestiefstwerte/Tageshöchstwerte:

Ort/Monat Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Ankara -6/1 -5/4 -1/10 3/15 6/20 9/24 12/27 12/28 8/24 3/18 -1/10 -3/4
Antalya 6/15 6/16 8/19 11/22 15/27 19/32 22/35 22/35 19/32 15/27 10/22 7/17
Diyarbakır -3/7 -2/9 2/15 7/20 11/27 17/34 22/38 21/38 16/33 10/25 3/16 -1/9
Erzurum -15/-4 -14/-3 -8/3 0/12 4/17 7/22 10/27 10/28 5/23 1/15 -5/7 -12/-1
İstanbul 3/9 3/9 4/11 8/17 12/21 16/26 19/28 19/29 16/25 12/20 9/15 5/11
İzmir 6/12 6/13 7/16 11/21 15/26 19/31 22/33 22/33 18/29 14/24 11/18 8/14
Mersin 6/15 7/16 10/18 13/22 17/25 21/28 24/31 26/32 22/30 17/27 11/21 8/17
Trabzon 4/11 4/11 6/12 9/16 13/19 17/24 20/26 20/27 17/24 13/20 9/16 6/13
Van -7/2 -6/3 -2/7 3/13 7/18 11/24 15/28 15/28 11/24 6/17 1/9 -4/5

Anreise

Deutsche Staatsangehörige können mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass bis zu 90 Tagen einreisen.(Quelle und Liste der Bedingungen für andere Staatsangehörige) Von einer Einreise mit einem vorläufigen Personalausweis wird abgeraten, da die Einreise mit diesem Dokument in der Vergangenheit in Einzelfällen verweigert wurde. Kinder müssen in den Reisepass eines mitreisenden Elternteils eingetragen sein oder – was empfohlen wird – mit eigenem Kinderausweis einreisen. Bei Vorlage des Personalausweises wird ein kleiner Schein ausgegeben, der bei der Ausreise vorgelegt werden muss. Bei der Einreise aus den Anrainerstaaten, die nicht dem Europarat angehören (Iran, Irak und Syrien) muss ein Reisepass mitgeführt werden.

Flugzeug

Es gibt viele Nonstop-Linienflüge von vielen deutschen Städten nach Ankara, Antalya, Istanbul oder Izmir. Weitere Ziele an die Süd- und Westküste werden auch per Charter bedient.

Bahn

Der ehemals nach Istanbul verkehrende "Orient-Express" endet heute schon in Italien. Einmal im Jahr - im August -, fährt der touristische Orient-Express die original Strecke "Paris - Istanbul". Ein Muss für jeden Nostalgieliebhaber. Leider sind die Tickets aber extrem teuer.

Dennoch kann Istanbul auch günstig mit dem Zug erreicht werden.

Es verkehren tägliche Züge nach Istanbul:

  • von Belgrad über Sofia und Plodiv - Dauer ca. 24 Stunden,
  • von Bukarest - Dauer ca. 20 Stunden,
  • von Thessaloniki - Dauer ca. 12 Stunden. (Seit dem 13. Februar 2011, hat die Griechische Eisenbahn, wegen der griechischen Finanzkrise, alle Zugverbindungen ins Ausland auf unbestimmte Zeit eingestellt [1].)

Die Bahnanreise führt durch landschaftlich reizvolle Gegenden des Balkans und ist - sofern ausreichend Zeit vorhanden - sehr empfehlenswert. Als Fahrkarte empfiehlt sich unter anderem der Balkan-Flexi-Paß der im Gültigkeiszeitraum für unbegrenzte Fahrten in Griechenland (Zugverbindungen eingestellt), Serbien, Mazedonien, Rumänien, Bulgarien und Türkei gilt.

Weitere Infos gibts bei der türkischen Staatsbahn [2].

http://www.orient-express.com/web/vsoe_de/journeys/3_13618.jsp

Zwischen İstanbul und Teheran verkehrt einmal wöchentlich der Asya Express.

Bus

Reisebusse sind in der Türkei generell sehr komfortabel und auch sehr günstig. Da auf dem Gebiet der Reisebusse große Konkurrenz herrscht, sind Busse in der Regel gut ausgestattet und es werden kostenlose Getränke und Gebäck angeboten. Reisebusse sind immer auf dem neuesten Stand, auch wenn die Reise in weniger touristische Gebiete führt.

Auto

Die Grüne Versicherungskarte muss unbedingt mitgeführt werden. Hier darf die Türkei (TR) nicht durchgestrichen sein. Anderenfalls muss eine Versicherung an der Grenze gekauft werden. Von Vorteil ist eine Bestätigung der Versicherung, dass auch Unfälle im asiatischen Teil gedeckt sind. Achtung! Bei vielen Versicherungen ist die Türkei nicht durchgestrichen, trotzdem gilt der Versicherungsschutz nicht für den asiatischen Teil. Dies erfährt man jedoch nur bei genauer Nachfrage oder nach einem Unfall in Asien.

Eine unproblematische Route führt durch Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien und Bulgarien. Visa und Carnet sind nicht erforderlich. An der türkischen Grenze wird das Auto in den Pass des Autobesitzers eingetragen. Ein Triptique wird nicht mehr ausgestellt (01/2007). Um ein geliehenes Fahrzeug einführen zu können wird eine Vollmacht benötigt.

Fahren in Bulgarien und Serbien während der Dunkelheit ist wegen der teils schlechten Straßen nicht zu empfehlen.

Schiff

Es gibt verschiedene Fährverbindungen v.a. aus Italien (Brindisi oder Venedig), aus Rumänien (Konstanza), Griechenland und der Ukraine (Jalta).

Mobilität

Düden-Wasserfall in Antalya.

Flugzeug

Zwischen den größeren Städten bestehen Flugverbindungen zu günstigen Preisen.

Mietwagen

Mit dem Mietwagen in der Türkei zu reisen ist grundsätzlich unproblematisch. Die Anforderungen der Mietwagenfirmen sind unterschiedlich, aber spätestens mit 21 Jahren bekommt man überall einen Wagen. Der nationale Führerschein ist ausreichend. Fahren in der Türkei ist etwas abenteuerlich. Die Verkehrsregeln (auch rote Ampeln) werden von den Einheimischen als freundliche Empfehlung verstanden. Rechne also immer mit plötzlichen Spurwechseln und dem Aufstellen in 4 Spuren an der Ampel, auch wenn nur 2 Spuren markiert sind. Kurzes Hupen ist üblich und soll den Fahrer des anderen Autos darauf aufmerksam machen, dass man sich im Wege steht (fährt).

Die Straßen in den touristisch interessanten Gebieten sind oft mehrspurig und gut ausgebaut. Entlang der Fernstraßen befinden sich viele Tankstellen und Raststätten. Dennoch sollte man bedenken, dass man besonders im Landesinnern diesen Straßen auch mit der örtlichen Bevölkerung teilt - und diese ist häufig noch mit Eselkarren oder Wägen mit Hilfsmotoren unterwegs. In der Nacht besteht daher erhöhte Unfallgefahr durch unbeleuchtete Objekte auf den Straßen.

Bus

Möchte man günstig in der Türkei reisen, so empfiehlt sich das Reisen mit Bussen. Die Busse fahren zu festen Zeiten und sind in den meisten Fällen sehr ordentlich und sauber. Auf der Fahrt gibt es einen Stewart, der die Passagiere mit Getränken und kleinen Süßigkeiten versorgt. Die Busse verkehren hauptsächlich zwischen Städten und starten vom Busbahnhof, den es in fast jeder Stadt gibt. Um zum Busbahnhof zu gelangen bieten manche Unternehmen einen kostenlosen Shuttleservice an. Die Preise für die Reisen sind günstig. Im Sommer 2004 lag der Preis für eine Fahrt von Ankara nach Istanbul bei umgerechnet 12 Euro. Besonders angenehm ist es, dass die Busse auch über Nacht fahren, so erreicht man sein Reiseziel schlafend. Fährt man als Paar oder Gruppe, so sollte man die Tickets zusammen kaufen, ansonsten werden die Sitzplätze nach Geschlechtern getrennt. Das Preis-Leistungsverhältnis ist bei Busreisen innerhalb der Türkei extrem gut.

Dolmuş

Diese "Sammeltaxis" sind ein zweckmäßiges und günstiges Nahverkehrsmittel. Sie werden sehr stark auch von Einheimischen benutzt und bieten wenig Komfort. Die Dolmuschs verkehren immer im größeren Umkreis um Dörfer oder Städte. Haltestellen sind meist mit einen großen D (für "Durak", Haltestelle) gekennzeichnet. Einstieg zwischen den Haltestellen ist ebenfalls möglich, hierbei sollte man dem Fahrer entsprechende Handzeichen geben.

Zum sofortigen Aussteigen ruft man dem Fahrer "Dur" ("Stopp") zu, "durakta" sagt, wer an der nächsten Haltestelle aussteigen möchte. Der Fahrpreis berechnet sich nach Zonen, im Dolmuş sind sie in einer Tabelle angegeben. Eine Fahrt ist preiswert und bleibt in der Regel unter 1 Euro, maximal aber 2 Euro für eine sehr lange Strecke (Fahrtzeit über 30 min.)

Schiff

Deniz Otobüsü (schnelle Fähren) sind schnelle (50-60 km/h) Katamaranfähren, die z.B. Istanbul mit der anderen Seite des Marmarameeres verbindet. Sie können die Reisezeit erheblich verkürzen: Man kann von Yeni Kapı in Istanbul (ein bisschen süd-westlich von der Blauen Moschee gelegen) innerhalb von zwei Stunden Bursa Otogar erreichen, bei einer tatsächlichen Fahrzeit von weniger als einer Stunde nach Yalova. Ähnliche Verbindungen verbinden verschiedene Teile Istanbuls mit der asiatischen Seite, oder Orten weiter oben am Bosporus. Diese Art Fähre wird überall im Land eingesetzt, wo genug Wasser ist.

Sprache

Landessprache ist Türkisch, eine ural-altaische Sprache. Weitere gesprochene Sprachen sind Kurdisch, Zazaisch, Arabisch, Armenisch, Griechisch, Tscherkesisch, Lazisch, Persisch, Georgisch und Aramäisch. In den Touristenzentren (v. a. an den Küsten und in Istanbul) werden die meisten gängigen europäischen Fremdsprachen, darunter besonders verbreitet Englisch und Deutsch, gesprochen.

Deutsch ist nach Englisch die am weitesten verbreitete Fremdsprache und auch auf dem Land wird man meistens jemanden finden, der übersetzen kann. In İstanbul und Antalya verbreitet ist auch das Russische.

Kaufen

Die neue Türkische Lira (Yeni Türk Lirasi) wurde am 1. Januar 2005 eingeführt und ersetzt die Türkische Lira (TL). Nachdem sechs Stellen gestrichen wurden, ist ein Euro etwa 2,16 YTL wert (August 2010).

Euro und Dollar können einfach getauscht werden und werden teilweise in den Touristenzentren auch direkt zur Zahlung angenommen. Die Bargeldversorgung am Geldautomaten ist problemlos, manchmal können neben YTL auch Euro oder US Dollar abgehoben werden. Viele Hotels, Restaurants, Läden und Supermärkte akzeptieren meist auch die gängigen Kreditkarten.

Ausgehen

Küche

Wer türkisches Essen nur mit Döner Kebab verbindet, wird sich wundern, wie schwer es ist, im Land außerhalb der größeren Städte dieses "Türkische Fast Food" zu finden. Die Küche ist vielfältig, verzichtet aber aus religiösen Gründen grundsätzlich auf Schweinefleisch.

Ausländische Gäste sind immer wieder überrascht über die variantenreiche Zubereitung von Gemüse hier. Das Angebot auf dem Markt von Bodrum macht es deutlich: frisches Gemüse hat in der türkischen Küche den höchsten Stellenwert. Es wird auch gebraten, frittiert oder mit Joghurt serviert. Gemüsegerichte werden allein oder mit Fleisch warm gegessen, mit Reis und Hackfleisch gefüllt (Dolma) oder auch mit Olivenöl zubereitet und kalt gegessen. Natürlich wird zudem auch Lamm-, Kalb- und Rindfleisch und viel Huhn angeboten. Schweinefleisch ist dem gläubigen Moslem untersagt. Fisch, das muss auch gesagt werden, ist in den letzten Jahren teuer geworden.

Die gegenwärtige türkische Küche ist das Resultat einer Vermischung der ursprünglichen einfachen nomadischen Kochtradition der türkischen Stämme mit der indischen, persischen, kurdischen und arabischen Küche. Sie bezieht seit ihrer Völkerwanderschaft darüber hinaus Einflüsse aus dem Mittelmeerraum ein. Diese Vielfalt der Einflüsse entwickelte sich durch die Jahrhunderte besonders unter der Prägung der osmanischen Kultur und Lebensweise zur heutigen charakteristischen türkischen Küche.

Die türkische Küche hat auch die griechische und die Balkanküche geprägt. So stammt zum Beispiel der „Zaziki“ aus dem türkischen „Cacık“ und „Cevapcici“ kommt von „Kebap Şişi“ (Kebap-Spieß; Spießbraten). Auch der „Jogurt“ kommt vom türkischen „Yoğurt“. Döner Kebap wird aus Rind-, Kalb- oder Geflügelfleisch hergestellt. In der Türkei, aber auch in anderen (europäischen) Ländern, wird der Döner auch auf dem Teller serviert.

Alkohol ist überall erhältlich aber teurer als im europäischen Durchschnitt. Das Nationalgetränk ist "Rakı". Die am häufigsten anzutreffende Biermarke ist "Efes Pilsen".

Unterkunft

Nichtverheiratete Paare erhalten - streng genommen - kein gemeinsames Zimmer. Hiermit gibt es in vom Tourismus geprägten Gegenden keine Probleme. Es empfiehlt sich in ländlicheren Gebieten, Eheringe zu tragen, selbst wenn man nicht verheiratet ist, oder sich zumindest als Ehepaar auszugeben (auf der Meldekarte am Check-In das Feld "Datum der Heirat" ausfüllen. Die Handhabung kann sich jedoch in verschiedenen Gegenden und auch Orten stark unterscheiden.

Lernen

Arbeiten

Die Zahl der ausländischen Arbeitnehmer in der Türkei nimmt zu, und zu denjenigen, die von ihren deutschen Mutterunternehmen in die Türkei entsendet werden, gesellen sich immer mehr solche, die aus eigenem Antrieb den Weg hierher finden, um sich auf dem hiesigen Arbeitsmarkt umzuschauen.

Viele Arbeitgeber in der Türkei stehen der Idee, auch ausländische Beschäftigte in ihr Team aufzunehmen, positiv gegenüber. Auch als Kleinunternehmer oder Selbstständiger eröffnen sich interessante Betätigungsfelder. Aber selbst dann, wenn sich faktische Möglichkeiten bieten, sind rechtliche Hindernisse zu überwinden.

Man sieht sich mit einer Reihe gesetzlicher Regelungen konfrontiert, die die Ausübung bestimmter Berufe nicht nur an einen hier im Land erworbenen Abschluss, sondern an das Erfordernis türkischer Staatsangehörigkeit oder an den Status des „ehemaligen Staatsangehörigen“ knüpfen.

Neben dem Beamtenberuf und den Berufen in der Justiz sind dem Ausländer zahlreiche andere Berufe verschlossen oder ist der Zugang beschränkt, wie etwa der des Zollagenten, des Notars oder des Rechtsanwalts. Auch der medizinische Bereich ist Ausländern grundsätzlich verschlossen, wenn auch mit einigen Ausnahmen. So gibt es nur ausnahmsweise ausländische Ärzte an Krankenhäusern, nirgends jedoch ausländische Krankenschwestern, Hebammen oder niedergelassene Ärzte, Tierärzte oder Optiker. Auch in anderen Bereichen gibt es Hindernisse.

Verantwortliche Redakteure bei Periodika, leitende Direktoren von Reisebüros, Mitglieder in Vorständen von Kooperativen, Geschäftsführer von Privatkliniken müssen die türkische Staatsangehörigkeit besitzen. Gleiches gilt für Mitarbeiter von privaten Sicherheitsdiensten oder Piloten auf Inlandsflügen in Fracht- und Passagierflugzeugen und in der Seefahrt bzw. im Fischereibereich. Soweit Ausländer dann doch in den Arbeitsmarkt integriert sind, dürfen sie keine Gewerkschaften gründen.

Einschränkungen finden sich auch im Bereich privater Bildungseinrichtungen. – Hier dürfen Ausländer grundsätzlich nur internationale Privatschulen für eine ausländische Schülerschaft gründen und betreiben.

Die EU-Kommission hat diese sehr weit reichende Beschränkungspraxis in der Türkei im letzten Fortschrittsbericht beanstandet. Hier sind im Zuge des Beitrittsprozesses also weitere Lockerungen zu erwarten, die sich bereits jetzt leise ankündigen: Derzeit wird – auch vor dem Hintergrund eines Personalmangels im medizinischen Bereich – über entsprechende gesetzliche Änderungen und eine Liberalisierung des Zugangs zu diesen Berufen diskutiert.

Wer sich also mit dem Gedanken trägt, in der Türkei zu leben und zu arbeiten, muss sich vorrangig sorgfältig darüber informieren, ob sein Vorhaben unter eine der den Beschränkungen ausgesetzten Berufsgruppen unterfällt, etwa über die Internetseite der Deutschen Botschaft (www.ankara.diplo.de). Denn andernfalls gibt es keine Arbeitsgenehmigung. Und ohne Arbeitsgenehmigung gibt es auch keine Aufenthaltsgenehmigung.

Umgekehrt erhält aber auch derjenige keinen Anspruch auf Arbeitsgenehmigung, der aus anderen Gründen – etwa infolge einer Eheschließung – einen gesicherten Aufenthalt in der Türkei hat. Wer ohne Arbeitsgenehmigung eine nicht erlaubte Tätigkeit aufnimmt, muss mit Geldstrafen rechnen. Und wer durch fehlende Arbeitsgenehmigung auch seine Aufenthaltsgenehmigung gefährdet, muss mit ausländerrechtlichen Sanktionen rechnen, die bis zur Ausweisung gehen können.

Wer schließlich eine Anstellung findet, wird sich auf das türkische Arbeitsrecht einlassen müssen, das gegenüber dem heutigen deutschen Arbeitsrecht einige Unterschiede aufweist.

Feiertage

Nationale Feiertage sind:

1. Januar: Neujahr

23. April: Unabhängigkeitstag (und zugleich Kinderfest)

1. Mai: Tag der Arbeit und Solidarität (Erster Mai)

19. Mai: Jugend- und Sportfest / Gedenktag an Atatürk

30. August: Tag des Sieges

29. Oktober: Tag der Republik

Religiöse Feiertage durchlaufen aufgrund der Orientierung am Mondkalender die Jahreszeiten. An religiösen Feiertagen haben viele Geschäfte geschlossen. Religiöse Feiertage sind:

  • Fest des Fastenbrechens (Abschluss des Fastenmonats Ramadan)
  • Opferfest

Sicherheit

Im Allgemeinen ist die Türkei ein sicheres Urlaubsland, gerade wenn man statistisch betrachtet, wie viel Touristen jedes Jahr unbeschwert ihren Urlaub dort verbringen.

Dennoch entladen sich v.a. inländische Konflikte manchmal in Gewalttaten, die ein breites Medienecho nach sich ziehen. In den letzten Jahren waren das Bombenanschläge in z.B. Istanbul, Antalya, Marmaris und Izmir bei denen Banken, Botschaften und Touristenorte Ziel der Attentäter waren.

Objektiv gesehen, ist die wahrscheinlich größte Gefahr für Touristen der Straßenverkehr. Eigener Leichtsinn im Urlaub (z.B. Roller fahren ohne Helm) gepaart mit der hohen Zahl an Unfällen in der Türkei ist eine viel bedrohlichere Mischung als Terror und Gewalt.

Bei Reisen in den Osten des Landes, besonders in die Nähe der Grenzen zu Syrien, Irak und dem Iran ist natürlich mehr Vorsicht geboten. Hier ist es unbedingt nötig, sich aktuelle und detaillierte Situation zur Lage vor Ort einzuholen.

Zum Thema Kleinkriminalität (Taschendiebstahl) ist zu sagen, dass wie an vielen anderen Urlaubsorten auch, ein wenig Vorsicht immer ratsam ist. Wer sich im Gedränge über einen gestohlenen Geldbeutel aus der Gesäßtasche wundert ist selbst Schuld.

Einfache bekannte Tipps, wie Geld und Wertsachen an überfüllten Plätzen eng am Körper zu tragen (Bauchgürtel o.ä.), den Hotelsafe zu benutzen, bei zwielichtigen Geschäften (z.B. Geldtausch mit unrealistischem Kurs) ein wenig gesundes Misstrauen walten zu lassen usw. verringern das Risiko, Opfer von Kleinkriminellen zu werden erheblich.

Gesundheit

Die Krankenversorgung in der Türkei ist gut.

Die medizinische Versorgung auf dem Land ist allerdings meist mit Europa nicht zu vergleichen. Zahlreiche türkische Ärzte und Zahnärzte, vor allem in den großen Krankenhäusern, sprechen eine Fremdsprache.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend gekühlt werden. Deutsche Staatsbürger benötigen für freie Behandlung bzw. Kostenrückerstattung die Anspruchsbescheinigung T/A 11, die bei der Krankenkasse erhältlich ist.

Darüberhinaus wird der Abschluss einer Reiserückholversicherung empfohlen. Österreicher brauchen einen Urlaubskrankenschein. Auch Österreichern wird der Abschluss einer Reiserückholversicherung dringend angeraten. Staatsbürgern der Schweiz wird der Abschluss einer Reisekrankenversicherung sowie einer Reiserückholversicherung empfohlen.

Im Krankheitsfall wendet man sich an eine Gesundheitseinrichtung (Saglik Tesisis) der Sozialversicherungsanstalt (Sosyal Sigortalar Kurumu - S.S.K.), an ein Dispensarium (Dispanser) oder an einen Vertragsarzt (Anlasmali Doktor) der S.S.K..

Respekt

Das Betreten von Gotteshäusern in allzu luftiger Kleidung sollte unterbleiben; beim Betreten der Moschee müssen die Schuhe ausgezogen werden. Besucher erhalten Tücher, um unbekleidete Beine und Schultern zu bedecken.

Außerhalb touristischer Gebiete sollten sich Frauen zurückhaltend kleiden. Offenherzige Kleidung oder Blickkontakt kann als Aufforderung missverstanden werden.

Die linke Hand gilt in der Türkei (wie in anderen muslimischen Ländern) als unrein. Insbesondere sollte man auf das Benutzen der bloßen linken Hand beim Essen verzichten.

Ein Besuch der Türkischen Dampfbäder (Hamam) steht auch Touristen offen, sofern sie sich an die örtlichen Gegebenheiten halten - Eintritt in den Dampfraum nur mit umgelegten Handtuch (peştemal). Viele Hotels bieten im Wellnessbereich auch eine Sauna an, welche aber anders als vielerorts üblich nur in Badebekleidung (oder mit Handtüchern umwickelt) betreten werden sollte.

Kommunizieren

Es besteht eine flächendeckende GSM Versorgung durch drei Mobilfunkanbieter. Roaming - auch für Datendienste - funktioniert problemlos. Viele Hotels, Restaurants und Buchläden in den Großstädten bieten mittlerweile kostenlose W-LAN-Zugänge.







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