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Syrien

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Das Theater von Tadmur
Lage
noframe
Flagge
Sy-flag.png
Kurzdaten
Hauptstadt: Damaskus
Staatsform: Präsidiale Republik unter einem Militärregime
Währung: 1 syrisches Pfund (SYP)
= 100 Piaster
Fläche: 185.180 km²
Bevölkerung: 18 Mio
Sprachen: Arabisch
Religionen: Sunniten 74 %, andere Muslime 16 %, Christen 10 %
Telefonvorwahl: +963
Internet TLD: .sy
Zeitzone: MEZ+1h


Karte von Syrien

Syrien (Arabisch: سوريا ‎oder سورية) liegt im Nahen Osten. Angrenzende Länder sind die Türkei, der Irak, Jordanien, Israel und Libanon.

Regionen

Regionen von Ost nach West:

Städte

  • Aleppo - großer Basar und alte Zitadelle mit herrlicherr Aussicht.
  • Damaskus - Hauptstadt.
  • Homs
  • Hama - ist beruehmt fuer seine Wasserraeder.
  • Lattakia - Tourismusort, beliebt für seine schönen Strandanlagen
  • Tartous - eine historische Hafenstadt.
  • Tadmur - heutige Bezeichnung der Oasenstadt Palmyra.
  • Apameia - Geheimtipp: eine 2,4 km lange antike Säulenstraße

Weitere Ziele

Die Oasenstadt Palmyra (auch Tadmur genannt), eine wichtige Stadt an der Seidenstrasse.

Der Krak des Chevaliers ist eine imposante und sehr gut erhaltene Kreuzritterburg ca. 35km westlich von Homs

Badeort Ras al Basit, nördlich von Lattakia, ca. 15 km von der türkischen Grenze entfernt. Buchten mit vielen Schattenplätzen, da von Wald umgeben. Der Strand sowie die ganze Gegend ist selbst nach syrischen Standards stark verschmutzt; im Meer, in das die Abwässer des Ortes eingeleitet werden, treibt Unrat. Ras Al Basit ist ein langgezogener Ort, und die Küstenstraße ist über viele Kilometer mit Pensionen, Restaurants und Geschäften verbaut. Westliche Touristen sind hier seltener anzutreffen, aber die Beliebtheit bei Syrern und arabischen Touristen kann man kaum überschätzen. Nur während des Ramadan und in der Nebensaison ist es hier wahrscheinlich, abgeschiedene Flecken zu finden. Das einzige Hotel des Ortes ist ordentlich, aber weit überteuert. Pensionen und Gästezimmer gibt es hingegen überall. Gut zu finden, da sehr gut beschildert.

In Lattakia findet der anspruchsvolle Tourist, wie aber auch der Budgettourist seine Unterkunft.

Campingplätze gibts auch in Syrien, außerhalb von Aleppo namens Kaddour, in Palmyra gibt es davon zwei (Palmyra und Zenobia) und außerhalb Damaskus in Richtung Autobahn Homs den seit ca. 12 Jahren bestehenden Kaboun. Camping Zenobia in Palmyra ist geschlossen.

Anreise

Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise ein Visum. Das Visum ist grundsätzlich bei der Syrischen Botschaft in Berlin oder dem Syrischen Honorarkonsul in Hamburg zu beantragen. Eine Erteilung an der Grenze ist nur für Gruppenreisende möglich, deren deutscher Reiseveranstalter mit einem syrischen Partner zusammenarbeitet. Die Gruppenreisenden erhalten ein kostenloses Visum.

Deutsche, die ohne Visum anreisen, müssen Syrien regelmäßig mit dem nächsten Flugzeug wieder verlassen. Enthält der Reisepass israelische Einreisestempel oder Einreisestempel von Grenzübergängen, die an Israel grenzen (Grenzübergang Allenby-/König Hussein Brücke zu Jordanien oder Grenzübergang Taba (Sinai) zu Ägypten) wird die Einreise - auch wenn die Syrische Botschaft ein Visum erteilt hat - verweigert. Betroffene Personen werden nach Deutschland oder in das Herkunftsland zurückgesandt.

Flugzeug

Gleich nach der Passkontrolle sind auch abends noch Banken geöffnet, die zu einem akzeptablen Kurs Geld wechseln, außerdem steht dort ein Bankomat. Außerhalb des Terminals, ein paar Meter rechts, fahren ca. alle 30 Minuten oder noch häufiger Busse für 75 Pfund ins Zentrum zum Baramkeh. Von dort aus kostet ein Taxi 50 Pfund (nicht mehr bezahlen!) zum Merje-Platz bzw. den nahegelegenen Hotels; zu Fuß sind es ca. 15 Minuten. Eine Fahrt mit dem Taxi direkt vom Flughafen zum Hotel kostet ca.600-700 Pfund. Wenn der Rückflug sehr früh geht, sollte man sich mehrfach erkundigen, ob der passende Bus aus Damaskus auch fährt. Es sind zwar auch morgens um 5 Uhr genügend Taxifahrer bereit zum Flughafen zu fahren, aber der Preis dafür kann sich dann schon mal verdoppeln.

Bahn

Internationale Bahnverbindungen bestehen von Teheran und Istanbul aus. In Syrien halten die Züge in Aleppo und Damaskus. Die Züge fahren auf beiden Strecken jeweils einmal pro Woche, Abfahrt von Teheran ist am Montag (Ankunft in Syrien am Mittwoch) und von Istanbul am Sonntag (Ankunft in Aleppo am Montag, Zugwechsel nach Damaskus in Aleppo nötig). Zudem gibt es zweimal in der Woche (Montag und Donnerstag) eine Verbindung von Amman nach Damaskus mit der Schmalspurbahn al-Hijas.

Die Bahnverbindung von Istanbul nach Aleppo ist seit 2009 nicht mehr durchgängig. Aufgrund von Gleisbauarbeiten ist die Strecke nur bis Adana befahrbar. Von Istanbul nach Damaskus gelangt man (bis voraussischtlich 2011) mit dem täglichen Taurus-Express von Istanbul nach Adana. Dort gibt es Dienstags und Samstags einen Kurswagen der syrischen Bahn nach Aleppo. Einzige Alternative: Die internationalen Busse von istanbul (Enselner Otogar (Busbahnhof) nach Aleppo und Damaskus. Fahrzeit 14 Stunden, rund 40 Euro p.P.

Bus

Jegliche Grenzübertritte können ziemlich nerven, da der Reisepass zigmal durchgeblättert wird. Man sollte aufpassen, dass kein Soldat die Zigarettenasche in den Pass fallen lässt oder die Passnummer mit Kugelschreiber auf Arabisch hineinschreibt. Alles schon passiert! Angenehm ist allerdings, dass der Bus wartet, bis auch der letzte Passagier die Formalitäten erledigt hat. Das wissen auch die Grenzer und winken deshalb auch Ausländer ohne Probleme durch. Sollte man ein Visum (z.B. nach Libanon) an der Grenze erhalten, kann man dort bei den Soldaten oder Mitreisenden auch das nötige Geld wechseln, natürlich zu einem weniger günstigen Kurs. Tipp, falls die Grenzer sich langweilen und den Rucksack durchwühlen wollen: Dreckwäsche und Plastiktüten ganz obenauf, "verdächtige" kantige Gegenstände in die Mitte. Frauen sollten ihre Wertgegenstände unter einem losen Hemd am Körper tragen; da es keine Soldatinnen an der Grenze gibt, werden sie nicht durchsucht.

Auto

Die Anreise mit dem Auto ist zwar möglich, aber recht zeitaufwendig. Über Ungarn, Serbien, Bulgarien und die Türkei sind es fast 3000 km von Deutschland bis Damaskus. Ein Carnet de Passage ist nicht zwingend erforderlich, bleifreies Benzin gibt es an einigen Tankstellen entlang der Hauptverkehrsstraßen.

Schiff

In den Sommermonaten gibt es Fähr- und Kreuzfahrtverbindungen von Lattakia nach Limassol (Zypern).


Mobilität

Wichtig: Immer den Reisepass mitführen, da er beim Ticketkauf auch für kürzere Bus-/Bahnreisen (ab ca. 50 km) benötigt wird. In langen Listen werden (von Hand) mindestens Passnummer, Name, Datum und Reiseziel erfasst. Daher immer etwas Zeit für den Ticketkauf einplanen und den Pass durch eine Plastikfolie schützen, da ausländische Reisepässe mit Hingabe durchgefleddert werden.

Bahn

Es gibt Zugverbindungen zwischen Damaskus, Homs, Hama und Aleppo. Auch Zugverbindungen zwischen Quamishle-Aleppo und Aleppo-Latakia bestehen regelmäßig. Die Hejaz Train station in Damaskus ist außer Betrieb - Züge Richtung Damaskus beginnen erst am Khadam-Bahnhof, auch der Zabadani Flyer in die Barada Gorge fährt schon seit einigen Jahren nicht mehr, auch nicht im Sommer! Die Züge sind modern, günstig, bequem und pünktlich und somit allen anderen Transportmitteln überlegen. Der Nachteil ist, dass die Bahn-Stationen meist ein gutes Stück vom Zentrum entfernt sind.

Bus

Für längere Strecken zwischen den größeren Orten werden Busse (Pullmann/Polman) verschiedener privater und staatlicher Agenturen eingesetzt, die von den jeweiligen Busstationen ("mahata" oder "garasch") losfahren und unterwegs auch keine Passagiere aufnehmen. Sie sind gegenüber Taxis zu bevorzugen: Oft hat man zwei Sitze für sich, sie sind klimatisiert, es wird nicht geraucht (nur der Busfahrer steckt sich ab und zu eine an), und sie sind natürlich billiger. Im Vergleich zu Service/Mini/Mirkobus sind die großen Busse deutlich sicherer und meist moderner. Auch für grenzüberschreitende Strecken sind Busse eindeutig bequemer als Taxis!

"Service" (Minibus)

Extrem billig kommt man innerhalb einer Stadt, aber auch auf Kurz- oder Langstrecken mit den sogenannten "Services" - eine Art Sammeltaxi - herum. Je nach Größe (Mini/Mikro) bieten die Services Platz für 12 - 20 (oder auch mehr) Personen. Diese Kleinbusse fahren eine bestimmte Route, die immer am Busdach (auf arabisch) angeschrieben ist. Liegt die Zieldestination auf der Route kann man getrost das Service per Handzeichen auf die Seite holen, den festgelegten Preis erfragen und einsteigen. Wer nicht allzuviel Wert auf Komfort legt wird mit dem Service seine Freude haben, da dieses zu 99% bis auf den letzten Platz voll & eng, aber dafür extrem günstig (innerstädtisch 5-15 Pfund, Kurzstrecken außerhalb ca. 35 Pfund) sein wird. Außerdem empfiehlt es sich die arabische Sprache oder zumindest die Aussprache der Zieldestination einigermaßen zu beherrschen bzw. sich einfach den Namen aufschreiben zu lassen, da die Service Fahrer meist kein Englisch sprechen. Es ist auch möglich ein Service Taxi zu mieten (wenn man nicht warten möchte bis der Bus voll ist), jedoch muss man dann natürlich den Preis für 14 Leute zahlen, was erstaunlicherweise trotzdem oft günstiger kommt als mit einem normalen Taxi zu fahren. Manchmal wird man auch an einem Straßenknotenpunkt an einen anderen Service übergeben. Frauen sollten sich möglichst neben Frauen setzen.

Auch zwischen größeren Städten verkehren Mini- und Mikrobusse (z. B. Damaskus - Homs - Hama). Generell ist die Fahrt auf Überlandstrecken in den Mini- und Mikrobussen aufgrund ihrer riskanten Fahrweise aus Sicherheitsgründen nicht zu empfehlen. Stattdessen sollte man die großen (Pullmann-)Busse benutzen. Insbesondere im Winter (bei Schnee/Glätte) geht man auf kurvigen (Berg-)Straßen mit den kleinen Bussen ein sehr hohes Risiko ein. Die Strecke Damaskus-Homs kann sogar im Februar noch von Schneefall betroffen sein und birgt ein sehr hohes Unfallrisiko.

Taxi

Taxis in den Städten müssen über einen Taxameter verfügen. Dieser beginnt nach dem Einschalten mit SYP 6.00(Tarifstand Mai 2008). In Damaskus muss man für eine Fahrt mit 50 bis 100 Pfund rechnen, für längere Strecken sollte man den Preis verhandeln und als Anhaltspunkt vorher an der Hotelrezeption fragen, damit man einen Anhaltspunkt hat. Generell empfiehlt es sich, den Taxifahrer aufzufordern, das - meistens vorhandene - Taxameter einzuschalten, oder das Taxi wieder zu verlassen und ein anderes Taxi zu nehmen.

Auto

Auto mieten kann man am Damaszener Flughafen bei Europcar, Budget und anderen europäischen Anbietern. Tanken ist noch günstig: Diesel kostet (Tarifstand Mai 2008) SYP 25.- ca. 30.- €-Cent pro Liter. Benzin kostet (Tarifstand Mai 2008) SYP 40.- ca.60 €-Cent. Aber auch in den anderen Städten, wie auch in verschiedenen Hotels wie z.B. in der Hotelkette Cham Palace werden Mietautos mit oder ohne Chauffeur angeboten. Ein Wagen kostet ohne Chauffeur pro Tag inkl. Versicherung und Steuern ab USD 49, Rabatt für längere Anmietungen möglich.

Der Fahrstil der meisten Syrer ist gewöhnungsbdürftig. Rote Ampeln, Einbahnstraßen und sonstige Verkehrsregeln werden nicht allzu ernst genommen, so dass man besonders im Stadtverkehr sehr aufpassen muss! Achtung: Alle Mietwagenfirmen verlangen zwingend einen Polizeireport bei Unfällen, sonst bleibt man auf den Kosten sitzen.

Man kann aber auch einfach ein Taxi für einen Tagesausflug mieten, aber bitte feilschen!

Die Beschilderung ist schlecht. Man sollte unbedingt in der Lage sein, Arabisch zu lesen, und selbst dann ist es nicht leicht, sich auf dem Land zurechtzufinden. Karten sind nicht immer genau und Schilder nicht immer vorhanden. Allerdings sind Syrer sehr hilfsbereit, und man kann sich darauf verlassen, dass, wenn man nach dem Weg fragt, gleich mehrere Personen ihre Hilfe oder Lotsendienste anbieten werden. Nicht verlassen kann man sich hingegen darauf, mit Englisch oder Französisch weiterzukommen - ein paar Brocken Arabisch sind dringend anzuraten.

Trampen: Auch für Frauen allein gar kein Problem. Hat man ein ungutes Gefühl, einfach nicht einsteigen oder um einen Halt bitten, weil man auf die Toilette muss. Ist in abgelegenen Gebieten ein anerkanntes Fortbewegungsmittel. Kleiner Tipp: Die Fahrer von dicken Autos sind sehr stolz auf ihre Wägen, in klapprigeren Gefährten wird dagegen häufig ein kleiner Obolus verlangt, etwa entsprechend dem Fahrpreis in einem Microbus.

Ausreise

Flugzeug

Die früher existierende Ausreisesteuer, die am Flughafen zu bezahlen war, gibt es inzwischen nicht mehr, da der Betrag im Flugpreis enthalten ist.

Bus

Sprache

In Syrien wird ein arabischer Dialekt gesprochen. Von den Einheimischen wird, wie überall, dankbar anerkannt, wenn man sich ein paar Brocken aneignet. Nützlich ist vor allem, die Zahlen zu verstehen und lesen zu können, z. B. wenn man Obst kaufen möchte.

Kaufen

Die syrische Währung ist das Pfund (SYP). Die Untereinheit (Piaster) hat keine Bedeutung mehr, die kleinste Münze, die sich Umlauf befindet, hat einen Wert von 5 Pfund. Zu beachten ist, dass einige große Hotels von Ausländern den Preis in Dollar verlangen - bei kleinern und mittleren Hotels ist es aber kein Problem, in SYP zu bezahlen. Syrien verfügt mittlerweile in allen größeren Städten über internationale Geldautomaten, insb. in Aleppo und Damaskus in einer Dichte, die fast westlichen Großstädten zu vergleichen ist. Wer nicht ausschließlich in ländlichen Gegenden reist, wird kein Problem haben, Bargeld abzuheben. Eher schon ist es ein Problem, an Kleingeld zu kommen, da eigentlich alle Händler nur äußerst widerwillig mehr als 200 oder 300 Pfund Wechselgeld geben. Syrische Pfund kann man nur schlecht wieder in Devisen zurücktauschen, so dass es sich empfielt nur so viel Pfund zu erwerben, wie man tatsächlich benötigt. Außerhalb Syriens kann man SYP in einigen arabischen Ländern in die dortigen Währungen umtauschen.

Die Souks (Basare) laden zum Einkaufen ein. Typische Souvenire sind Kupferplatten mit verschiedenen Holzarten und Perlmutt eingelegte Kästchen oder Backgammon-Spielvorlagen, Teppiche und Tücher, Dagger (die arabischen Krummdolche; Achtung, Qualität variiert hier sehr!), Lederwaren wie Taschen, Sandalen und Geldbeutel, Süßigkeiten und (echte und so aussehende) Antiquitäten. Auch alte Münzen und archäologische Fundstücke werden den Touristen angeboten. Falls diese tatsächlich einmal echt sind (eher unwahrscheinlich), so ist die Ausfuhr streng verboten. Die größte Auswahl hat man in der Altstadt von Damaskus, nicht nur in den überdachten Straßen wie Via Recta oder Souq al Hammidiyya, sondern auch z.B. im Christenviertel (besonders Antiquitäten). Auch der Souk von Aleppo ist sehr bekannt. In den von Touristen frequentierten Bereichen der Souks ist ein Verhandlungsspielraum von 50% durchaus nicht unüblich, da vor allen Dingen die o.g. genannten Souvenirs aus Massenproduktion stammen und geringwertig sind. Wer sich mit der Materie auskennt, kann allerdings auf Handwerkersouks Geld sparen. Ansonsten hat natürlich jeder Ort seinen Souk für die alltäglichen Gebrauchsgegenstände und Nahrungsmittel. Achtung: Donnerstags schließen die meisten "Läden" bereits gegen drei Uhr Nachmittags und sind Freitags ganz geschlossen.

Museen und historische Stätten

Museen und historische Stätten kosten je nach Größe und Attraktivität SYP 75 bis 150 Eintritt. Schüler und Studenten bezahlen in der Regel SYP 10. Tip: Nationale Studentenausweise werden oft nicht anerkannt; man sollte sich also überlegen, ob sich die Anschaffung eines internationalen Studentenausweises (ISIC; €12 für ein Jahr) lohnt.

Leider sind sowohl die Museen als auch die Stätten in einem oft nur durchschnittlichen Zustand. Schlösser, Burgen, Forts etc. sind mit wenigen Ausnahmen voll Müll, Unrat und Fäkalien. Man hat nicht versucht, die Funktion von Räumen im Innern wenigstens andeutungsweise z.B. durch Exponate oder ausführliche Informationstafeln verständlich zu machen. Vorsicht ist beim Reisen mit kleinen Kindern geboten: Überall in historischen Gemäuern muss man mit teils viele Meter tiefen Löchern und anderen ungesicherten Gefahrenstellen rechnen.

Ähnliches gilt für Museen: Selbstverständlich kann man nicht erwarten, dass viel Geld für die moderne und ansprechende Gestaltung vorhanden ist, aber trotz dieser Einschränkung wirken viele Museen lieblos und nachlässig eingerichtet. Vitrinen und Exponate sind verstaubt und oft auch verschmutzt. Wenn Informationen zu Exponaten vorhanden sind, so beschränkt sich diese oft auf nur die Bezeichnung, ohne weiterführende Informationen. Hilfreich ist die Kenntnis des Arabischen, da die Qualität der englischen Infotafen (wo vorhanden) stark schwankt.

Öffnungszeiten i.A. von 9-17 Uhr, im Sommer auch länger, im Ramadan kürzer.

Küche

Auch Budgetreisende sollten sich unbedingt einen Restaurantbesuch gönnen! Besonders gut haben mir das Al-Atlal in Hama und das Beit Jabri in Damaskus gefallen. Am besten geht man in einer kleinen Gruppe, jeder bestellt zwei Mezze (Vorspeisen), und man probiert reihum. Lecker! Ansonsten war mein Favorit von den Straßenständen das Manoushi Satr für 5 Pfund (ich lasse es mir immer im Ofen anwärmen). Ebenfalls sehr zu empfehlen sind, die an vielen Ecken angebotenen, frischgepressten Säfte (Orange, Erbeere, Brombeere etc.).

Das Cesar's außerhalb Hama bietet nicht nur für den Gaumen sehr auserlesene Kost, sondern auch von Getränken bis hin zu feinen Desserts. Nicht nur für die Kleinen Gäste gibts Attraktionen, sondern auch für "grosse" Kinder. In diesem Restaurantkomplex liegt ein kleiner Vergnügungspark.

Ausgehen

Grundsätzlich ist "Ausgehen" in Syrien so definiert, dass ganze Familien inkl. Kinder bis tief in die Nacht in den Parkanlagen der Städte verweilen und picknicken. Auch Frauengruppen alleine sind nicht selten anzutreffen, sogar in Hamah.

Damaskus (besonders) und die anderen Städte verfügen auch über Bars, Clubs und Discos, in die man jedoch nur als gemischt-geschlechtliche Gruppe reinkommt. Doch am meisten sind Cafes und kleine Restaurants, resp. Cocktailbars (damit sind in moslemischen Vierteln meistens gemixte Fruchtsäfte gemeint) vertreten, in welchen man den flanierenden Leuten zuguckt.

Unterkunft

Es gibt überall kleine Pensionen oder einfache Hotels, wie auch private Anbieter, welche einfache Übernachtungsmöglichkeiten anbieten, so ca. ab 15 USD.

Doch auch für anspruchsvollere Gäste stehen sehr gute Hotels zur Verfügung, welche über einen europäischen Standard verfügen, dementsprechend auch die Preise.

Lernen

In Damaskus werden viele Arabischkurse angeboten, Dauer (sechs Wochen oder vier Monate) variieren. Man sollte sich zunächst in den Hotels Al-Rabie oder Al-Haramein einquartieren und die Kollegen an der Rezeption ansprechen. Innerhalb weniger Tage ist es einfach, eine Wohnung, WG oder ein Zimmer bei einer einheimischen Familie oder alleinstehenden Frau zu finden.

Arabesk Studies in Damaskus: [1] Sprachschule, Arabisch Sprachreise nach Damaskus, Syrien, Arabisch lernen in Damaskus, Kulturreise nach Damaskus, Universitätskurse und Privatunterricht.

Arbeiten

Eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten Sie anschließend in Syrien unter folgenden Bedingungen:

  • Ehe mit einer/einem syrischen Staatsangehörigen
  • Studienaufenthalt
  • Arbeitsaufnahme

Bitte beachten Sie, dass eine Arbeitsaufnahme in Syrien in aller Regel gute Arabisch-Kenntnisse voraussetzt.

Zur Arbeitsaufnahme müssen Sie nach Einreise bei der Direktion für Arbeit und soziale Angelegenheiten, die örtlich für den zukünftigen Arbeitgeber zuständig ist, einen Antrag auf Erteilung einer Arbeitsgenehmigung stellen.

Ihrem Antrag müssen folgende Unterlagen beigefügt werden:

Passkopie Zeugnisse Arbeitsvertrag Verpflichtung des Arbeitgebers, Sie bei der Sozialversicherung anzumelden Stellungnahme der Sicherheitsbehörden Wohnortbescheinigung des Mukhtars (Gemeindevorstehers) des Viertels, in dem Sie wohnen. Die Arbeitsgenehmigung wird nur erteilt, wenn Sie eine Qualifikation vorweisen können, die ein arbeitsuchender Syrer nicht hat.

Mit der Arbeitsgenehmigung erhalten Sie anschließend bei der Pass- und Immigrationsbehörde eine Aufenthaltsgenehmigung.

Nähere Auskünfte zum Verfahren erfragen Sie bitte bei der syrischen Botschaft in Berlin, Rauchstrasse 25, 10787 Berlin.

Feiertage

ca. 04. Okt. 05 Beginn des Fastenmonats Ramadan- 6. Okt. 05 Beginn des Oktoberkrieges- ca. 03. - 5. November 05 Id al fitr (3 tägiges Fest nach dem Ramadan)- 25. Dez. Weihnachten-

  • 1. Jan. Neujahr-
  • 10. Jan. Eid al-Adha (Opferfest)-
  • 31. Jan. Islamisches Neujahr-
  • 8. März Revolutionstag-
  • 21. März Muttertag-
  • 11. April Mawlad (Geburtstag des Propheten)-
  • 17. April Unabhängigkeitstag-
  • 1. Mai Tag der Arbeit-
  • 6. Mai Märtyrertag-
  • 6. Okt. Beginn des Oktoberkrieges-

Unbekannt Eid al-Fitr Ende des Ramadan

  • 25. Dez. Weihnachten

Sicherheit

Trickdiebstahl, Raub: nahezu keine Gefahr in Syrien. Natürlich sollte man nicht mit großen Bargeldbündeln oder wertvollem Schmuck protzen. Eher kommt vor, dass man mit Taxipreisen übers Ohr gehauen wird, deshalb IMMER den Preis vorher klar stellen, sich niemals auf "wir reden später", "kein Problem" oder "gib einfach, was du für richtig hältst" einlassen!! Bei Hotels auch vorher klären, ob Duschen, Handtücher, Frühstück im Preis inbegriffen sind. Für Souvenirs am besten die Preise in mehreren Läden checken. Allein und besonders als Frau sollte man nicht in folgende Gegenden reisen: As-Soukhna (auf halber Strecke zwischen Palmyra und Deir ez-Zur) und Deir ez-Zur (Bevölkerung ist extrem aggressiv; dies ist kein subjektiver Eindruck, sondern wurde mir auch von Familien und alleinreisenden Männern bestätigt). Auch die Festung in Palmyra sowie die Gräber sollte man nicht allein besuchen. In Aleppo sollten Frauen besonders auf konservative Kleidung achten.

Gesund bleiben

Die üblichen Schutzimpfungen (Polio, Diphterie, Tetanus) sollten auch in Deutschland selbstverständlich sein, dazu ist eine Hepatitis A sowie die Typhus-Vorsorge ratsam (Arzt konsultieren!). Eine chemische Malariaprophylaxe ist nicht notwendig, es sei denn, man will sich länger an den wenigen Stellen am Euphrat aufhalten, an denen es geringe herdförmige Aktivitäten gibt. Auch im Hinblick auf andere Krankheiten gilt es, Mückensticke zu vermeiden (Mosquitonetz, Mückenrepellantien)! Überall gibt es streunende Hunde und Tollwutfälle kommen vor, so dass Personen, die planen, sich länger im Freien und auf dem Land aufzuhalten, eine Tollwutimpfung in Erwägung ziehen sollten. Tip: Viele gesetzliche Krankenkassen übernehmen Impfungen für Urlaubsreisen! Einfach mal nachfragen!

Hygiene: Die lässt zu wünschen übrig; bevor man deshalb sein Essen von der Straße kauft, sollte man beobachten, ob der Verkäufer nicht in der Nase popelt, bevor er mit derselben Hand den Käse auf das Brötchen drückt. Ansonsten kann man aber bedenkenlos von den Stehimbissen essen, da diese stark frequentiert werden und so die Ware ständig frisch ist. Auch die leckeren Fruchtmischgetränke und Milchshakes sollte man sich keinesfalls entgehen lassen! Auch wer sich nicht sklavisch an die alte Kolonialregel "cook it, boil it, peel it or forget it" hält, muss nicht notwendigerweise mit Darmerkrankungen rechnen. Man kann bedenkenlos die Salate in den kleinen Restaurants essen, ausgenommen davon sollte in der heißen Jahreszeit Petersiliensalat (Tabule) sein, da dieser wenn er nicht absolut frisch ist, unweigerlich zu Darmproblemen führt. Syrien ist ist nichts für im Hinblick auf Hygiene zimperliche Menschen - nahezu das ganze Land ist mit Müll und Schutt in einem Maße übersäht, der selbst für Mittelmeerländer bemerkenswert ist; wilde Müllkippen (gerne auch mal vor sich hin brennend) gibt es ebenfalls in großer Zahl.

Klima

August: ca. 38 °C im Schatten, hohe Luftverschmutzung in den Städten, kein Tropfen Regen. Anfang September ist es immer noch heiß, aber nicht mehr ganz so unterträglich.

Respekt

Alleinreisende Frauen: Angenehm: Auch im größten Gedrängel versuchen die Männer, die Frauen nicht anzurempeln. Als Frau kann man im Bus auch immer einen vorderen Platz verlangen; irgendein Passagier erweist sich immer als Kavalier und tauscht. Kopftuch ist nicht nötig, wir werden sowieso als Europäerinnen erkannt. Man sollte aber nie die Waden zeigen. Sandalen sind OK, T-Shirts auch. Ein "Ehering" wirkt oft Wunder, außerdem sollte immer "die Gruppe im Hotel warten". Ansonsten wird man als Frau respektiert. Hinterhergerufene oder gemurmelte Bemerkungen, die man meist sowieso nicht versteht, sollte man ignorieren und aufrecht weitergehen (meist sind wir ohnehin größer gewachsen), bei massiveren Belästigungen hilft ein lautes "chalas (genug)!". Wir sollten im Gegenzug respektieren, dass den Frauen auch bei 40°C im Schatten das Kopftuch oder die Komplettverhüllung einen gewissen Schutz verleiht.

Kommunizieren

Internetcafes

Internetcafes mit schnellem Internetzuguang findet man in allen grossen Städten in Syrien. Es gibt in den meisten dieser Internetcafes auch sehr günstige Telefonkarten, mit welchen man auch auf einen Festnetzanschluss oder auf ein Mobiltelefon außerhalb Syriens anrufen kann. Eine Stunde kostet ca. 150 Syrische Lira (ca. 3 USD). Die meisten der Internetcafes sind 24 Stunden geöffnet, sogar in Hamah.

Mobilfunk

Das Mobilfunknetz wird durch zwei Betreiber abgedeckt: Syriatel Mobile Telecom SA und MTN. Beide Mobilfunkbetreiber bieten SIM-Karten mit Prepaid-Aufladekarten an. Für den Erwerb einer SIM-Karte ist die Vorlage des Reisepasses erforderlich. Eine SIM-Karte kostet je nach Mobilfunknetz und Startguthaben um die 500 syrische Lira. Die Netzabdeckung ist im ganzen Land vorhanden, auch in den Wüsten und dünn besiedelten Gebieten. Weitere Infos zur Netzabdeckung und Roamingpartnern findet man unter GSM-World.


Mobiles Internet

Der Mobilfunkbetreiber Syriatel Mobile Telecom SA bietet auch sog. "mobiles Internet" mit Hilfe eines USB-Modems an. Damit hat man an jedem Ort in Syrien, an dem es Netzabdeckung gibt, (schnurlosen) Internetzugang.

Weblinks







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