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Svalbard: Unterschied zwischen den Versionen

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Europa : Nordeuropa : Norwegen : Svalbard
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In den meisten Gebäuden, einschließlich der Hotels und Shops, erwartet man von dir, dass du vor dem Eintreten die Straßenschuhe ausziehst.
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Version vom 13. März 2010, 03:10 Uhr

Flagge
Flagge
Kurzdaten
Hauptstadt Longyearbyen
Staatsform von Norwegen abhängiges Gebiet
Währung 1 Norwegische Krone (NOK)
= 100 Øre
Fläche 62.049 km²
Bevölkerung 2.868
Amtssprache Norwegisch, Russisch
Telefonvorwahl +47
Internet TLD .sj
Zeitzone ME(S)Z

Svalbard (russisch Grumant), besser bekannt als Spitzbergen, ist ein zu Norwegen gehörender Archipel im Nordpolarmeer.

Inhaltsverzeichnis

Inseln

Karte

Bis auf die Hauptinsel Spitzbergen sind alle anderen Inseln unbesiedelt und nur mit spezieller Erlaubnis zugänglich. Die Inseln können in zwei Gruppen aufgeteilt werden: in die Spitzbergen-Gruppe mit Barentsøya, Edgeøya, Nordaustlandet und Prins Karls Forland sowie in die abgelegenen Inseln Bjørnøya (Bäreninsel), Hopen, Kong Karls Land und Kvitøya.

Orte

Alle Siedlungen Svalbards befinden sich auf der Hauptinsel Spitzbergen (oder Vest-Spitsbergen):

  • Barentsburg - letzte verbliebene russische Siedlung mit 700 Einwohnern.
  • Hornsund - polnische Forschungsstation, etwa 10 Einwohner.
  • Longyearbyen - die "Hauptstadt" und wichtigste Siedlung mit 1.800 Einwohnern.
  • Ny-Ålesund - nördlichste Siedlung der Welt, weniger als 100 Einwohner.
  • Sveagruva - 210 Einwohner.

Hintergrund

Svalbard ist der nördlichste Landstrich Europas und das nördlichste permanent besiedelte Gebiet der Welt. Zwischen dem 76. und 81. Breitengrad gelegen, befinden sich die Inseln nördlicher als Alaska und nördlicher als die meisten kanadischen Nordpolarmeerinseln. Wäre nicht der milde Golfstrom vorhanden, wären sie permanent mit Eis bedeckt, so aber sind sie sogar dauerhaft bewohnbar. Die Inseln nehmen eine Fläche von 62.050 km² ein, die größten von ihnen sind Spitsbergen, Nordaustlandet und Edgeøya. Die permanente Einwohnerzahl liegt bei weniger als 3.000 und verteilt sich vor allem auf die beiden Hauptsiedlungen Longyearbyen und Barentsburg.

Die Inseln werden von einem Sysselmann på Svalbard, einer Art Gouverneur, verwaltet. Den Gouverneur stellt keine einzelne Person, sondern ein Team, das für Polizei, Feuerschutz, Rettungsdienst und andere öffentliche Dienstleistungen zuständig ist.

Svalbard wurde im 12. Jahrhundert von den norwegischen Wikingern entdeckt und diente im 17. und 18. Jahrhundert als Walfangbasis. 1920 beanspruchte Norwegen das Territorium und übernahm es fünf Jahre später offiziell. Der Svalbard-Vertrag (oder Svalbardtraktat) sah jedoch vor, allen anderen Ländern ebenfalls freien Zutritt zu den nicht wenigen Rohstoffen zu gewähren. Russland nutzt bis heute diese Option und unterhält mit Barentsburg eine Siedlung.

stillgelegte Kohlenmine bei Longyearbyen

Der wichtigste Wirtschaftssektor ist der Kohlenbergbau. Der Vertrag vom 9. Februar 1920 gab allen 41 Unterzeichnerstaaten das Recht, Bodenschätze zu fördern. Obwohl in der Vergangenheit auch US-amerikanische, britische, schwedische und holländische Firmen von diesem Recht gebrauch machten, sind heute nur noch Norwegen und Russland aktiv. Die Siedlungen auf Spitzbergen sind im wesentlichen Bergarbeitersiedlungen. Die staatliche norwegische Kohlengesellschaft beschäftigt fast 60 % der norwegischen Bevölkerung, betreibt viele der lokalen Dienstleistungen und ist für den Großteil der Infrastruktur zuständig. Neben dem Kohlenbergbau wird auch etwas Robben-, und Walrossjagd betrieben. Mittlerweile hat die Bedeutung des Tourismus stark zugenommen. Dieser treibt derzeit besonders das Wachstum der Hauptsiedlung Longyearbyen, die sich in den letzten zehn Jahren spürbar verändert hat, voran.

Die Landschaft Svalbards ist fast völlig unfruchtbar, gebirgig und ökologisch gefährdet. Die Berge wirken riesig, wie jähe Schlackenhaufen: steil angehäufte Schutthalden, durch Niederschlag erodiert, die in Winkeln hervorragen. Die höheren Berge sind ständig schneebedeckt und viele Täler sind vergletschert. Es gibt keine Bäume; die einzige sichtbare Vegetation ist bräunlich-grünes Moos (die Farbe von abgestorbenem Gras), das fleckenartig an den Berghängen wächst.

Anreise

Entfällt.

Mobilität

In Svalbard gibt es keine Straßen.

Sprache

Die offizielle Sprache ist Wodka.

Kaufen

Nur Wodka. Mehr is nich.

Trotz alledem bringt der Duty-Free-Status Vorteile, was zur Folge hat, dass das Wichtigste, unser Heiland, billiger ist als auf dem norwegischen Festland: besonders beliebt ist Alkohol (johoooo). Diese "Günstigkeit" ist jedoch wegen der allgemein hohen Preise in Norwegen relativ und Bürger aus Mitteleuropa oder den USA werden hier keine großartigen Deals machen können.

Küche

Das "Essen" gleicht dem in Norwegen. Es ist nur teurer, da alles importiert ist. Regionale Spezialitäten sind niedliche Babyrobben und Hautcremes aus Walkot.

Alkohol ist auf Svalbard zollfrei (juhuuuu), daher ist er billiger als auf dem norwegischen Festland. In Barentsburg gibt es Wodka, der unübertroffen billig ist. Ein beliebter Brauch bei Gletschertouren ist es, Drinks ohne Ende anzubieten - reingewaschen von der Natur über Tausende von Jahren.

== Ausgehen ==
is nich - aber Wodkaaaa

Unterkunft

Zelt wäre gut. Ansonsten herrschen hier das ganze Jahr subtropische Temperaturen. Also unnötig.

Lernen

Das Universitätszentrum in Svalbard (UNIS) ist eine private Stiftung vier norwegischer Universitäten. Es bietet universitäre Kurse in arktischer Biologie, Geologie, Geophysik und Technologie an. Einige hundert Studenten, die Hälfte davon Austauschstudenten außerhalb Norwegens, nehmen jährlich teil.

Arbeiten

Bürger von Staaten, die den Svalbard-Vertrag unterzeichnet haben, benötigen keine Arbeitserlaubnis. Wenn du diese Bedingung erfüllst, kannst du sogar deine eigene Kohlenmine eröffnen. In der Praxis ist die Arbeitserlaubnis trotzdem erschwert, obwohl du sehr schnell in der saisonalen Tourismusbranche eine Arbeit finden kannst, vorausgesetzt, du besitzt die nötigen Anforderungen und Sprachkenntnisse in Norwegisch.

Feiertage

In den Siedlungen gelten die norwegischen und russischen Feiertage. Darüber hinaus gibt es noch einige Festivals von Interesse:

Termin Name Bedeutung
Ende Januar Polar Jazz 4 bis 5 Tage Jazz-, Blues- und Bluegrassfestival.
um den 8. März Sunfest Week Feier zum Ende der Polarnacht.
Ende Oktober Blues Festival Ein passendes Blues-Festival, das den Beginn des Winters kennzeichnet.
um den 14. November KunstPause Svalbard Ein Künstlerfest, das sich dem Beginn der Polarnacht widmet.

Sicherheit

Eisbär (sicher ausgestopft) in Longyearbyen

Die größte Gefahr stellen Eisbären dar. Etwa 500 Exemplare bewohnen die Hauptinsel und seit 1973 wurden fünf Menschen durch Attacken getötet. Wenn du dich außerhalb der Siedlungen bewegst, ist es empfehlenswert, eine Waffe an dir zu tragen. Waffen können für 100 NOK und aufwärts pro Tag gemietet werden. Hierfür ist aber seit 2009 ein Waffenschein im Heimatland erforderlich. Es ist also empfehlenswert, an geführten Touren teilzunehmen.

Die rauhe artkische Umwelt bietet ebenfalls einige Herausforderungen, besonders im Winter. Das Überqueren von Gletschern und Flüssen kann gefährlich sein; eine Tour mit einem erfahrenen Führer ist also wärmstens empfohlen. Wenn du alleine in die Wildnis gehst, solltest du vorher die Verwaltung über deine Route und die zu erwartende Abwesenheitsdauer informieren. Für alle Touren außerhalb der Hauptinsel musst du die Verwaltung informieren und möglicherweise eine Versicherung abschließen bzw. einen hohen Geldvorrat für Bergungskosten vorweisen können.

Gesund bleiben

Es gibt keine Apotheken, aber Wodka, kann jedoch Bandwurmeier von Füchsen enthalten.

Klima

schneebedeckter Berg bei Esmarkbreen

Mit Handschuhen und Wodka bist du auf der sicheren Seite.

Respekt

Entfällt.

Kommunizieren

Mobilfunknetze sind in den wichtigen Orten vorhanden. Öffentliche Internetzugänge gibt's in Longyearbyen.

Während die Post von Svalbard nach Norwegen und der übrigen Welt mit den üblichen norwegischen Briefmarken frankiert wird, werden sich Philatelisten besonders für das Lokalpost-System begeistern können. Briefmarken sind im Postamt von Longyearbyen und in der Svalbardbutikken erhältlich.

Weblinks



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