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Stavanger

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Stavanger
Kurzdaten
Bevölkerung: 119.176
Fläche: 71,4 km²
Koordinaten: 58° 58' 12" N, 5° 42' 36" O 
Website: offizielle Website von Stavanger




Stavanger ist eine Stadt in Rogaland, dem südwestlichen Fylke von Norwegen.

Hintergrund

Seit den 1970er Jahren sprudelt vor der norwegischen Küste das Erdöl. Aufgrund der geografischen Nähe zu dem damals erschlossenen Ölfeld Ekofisk profitierte Stavanger als erste norwegische Großstadt von diesem Boom; weitere Funde festigten diesen Trend. Zusammen mit der Nachbarstadt Sandnes, mit der Stavanger räumlich bereits zusammengewachsen ist, wohnen hier mittlerweile gut 173.000 Einwohner (Stand Januar 2005).

Jahrhundertelang dämmerte Stavanger eher in der Bedeutungslosigkeit dahin. Im Jahre 1125 wurde die Stadt durch König Sigurd Jursalfar als Bischofssitz gegründet. Aber erst im 19. Jahrhundert, als neue Fangtechniken und größere Schiffe Fischfang im industriellen Maßstab erlaubten, wuchs Stavanger aber zu nennenswerter Größe heran. Hatte die Stadt im Jahr 1800 noch um die 2.000 Einwohner, waren es 60 Jahre später bereits um die 15.000. Die Fischindustrie schuf neue Arbeitsplätze, im Schiffbau, in der Fertigung von Zubehör für die Hochseefischerei, und begründete nicht zuletzt auch einen neuen Industriezweig: die Herstellung von Fischkonserven.

Seit der geangelte Hochseefisch bereits auf See in den schwimmenden Fabriken komplett verarbeitet wird, ging es mit der Konservenindustrie wieder bergab. Allerdings konnten sich die Schiffswerften halten und boten die besten Voraussetzungen, das Zubehör für die Ölförderung auf See zu liefern.

2008 ist Stavanger Kulturhauptstadt Europas.

Anreise

Flugzeug

Der Flugplatz von Stavanger liegt in der Nachbargemeinde Sola. Abfahrt des Flughafenbusses vom zentralen Busbahnhof Byterminalen am Bahnhof, Steig 2, oder von der Anlegestelle der Fjordfähren am Fiskepirterminalen. 60 bzw. 30 NOK.

Bahn

Der Bahnhof von Stavanger, Sentralstasjonen, Jernebaneveien 3, ist Endpunkt der Sørlandsbanen, die von Oslo aus über Sandnes, Egersund und Kristiansand entlang der Südküste verkehrt. Der Bahnhof liegt zentral, der Weg in das Stadtzentrum ist zu Fuss in 5 Minuten zu bewältigen. Direkt daneben befindet sich das byterminal, von dem städtische, regionale und überregionale Busse abfahren. Im Bahnhofsgebäude befindet sich ein Auskunfts- und Verkaufsschalter der NSB sowie Schliessfächer und ein Kiosk. Fahrkarten können auch an Automaten und - zumindest im Regionalzug von Stavanger nach Egersund (Nærbø)- im Zug beim Bahnpersonal gekauft werden. Der Regionalzug fährt ausser zur Ferienzeit wochentags zwischen 5 und 0 Uhr zweimal stündlich (am Wochenende abends länger). Die Fahrt von Egersund nach Stavanger dauert 1 Stunde, ab Kristiansand etwa 5, ab Oslo etwa 8 Stunden. Beim Ticketkauf nach Studentenrabatt fragen!

Bus

Ab dem zentralen Busbahnhof Byterminalen am Bahnhof verkehren diverse Lokal- und Überlandbusse in alle Richtungen des Umlandes. Es gibt sogar einen Fernbus von und nach Hamburg, via Fähre über Kristiansand und Hirtshals in Dänemark.

Auto

Außer von Süden her bedeutet fast jede Anreise per Auto auch eine Fährfahrt und ist daher im nächsten Abschnitt beschrieben.

Die Innenstadt von Stavanger ist für Autofahrer mautpflichtig, für PKW sind 20 NOK zu entrichten.

Schiff

Autofahrten in und aus Richtung Norden oder Osten sind mit Fährfahrten verbunden.

Fjord Line fährt direkt ab Hirtshals (Dänemark) nach Stavanger in ca. 11 Stunden.


Für die Weiterreise in das Landesinnere, nach Ryfylke und insbesondere zu der Touristenattraktion Preikestolen bietet sich die Fähre nach Tau an, Abfahrt am Fiskepirterminalen.

Richtung Norden, nach Haugesund oder Bergen gelangt man entweder mit der Fähre von Mekjarvik nach Skudeneshavn auf Karmøy, oder über die RennFast-Verbindung durch einige mautpflichtige Tunnel und eine Fähre von Mortavika nach Arsvågen, auf der E39.

Ab Fiskepirterminalen kann man auch eine direkte Fähre über Lauvvik und Forsand an das Ende des Lysefjord , nach Lysebotn, benutzen. Falls man das Auto mitnehmen möchte, was bei einem geplanten Besuch des Kjeragbolten zu empfehlen ist, muss man zuvor telefonisch reservieren:

Stavangerske A/S, Telefon 51868788, auch auf deutsch. Pro Person aber 155 NOK (2005), PKW inklusive Fahrer 350 NOK. Die Höhepunkte und Fotomotive unterwegs werden dafür vom Kapitän angesagt; ggf. wartet die Fähre sogar sogar auf besseres Fotolicht.

Mobilität

Die meisten der rund 25 lokalen Buslinien fahren den zentralen Busbahnhof Byterminalen am Bahnhof an. Dort sind auch Fahrpläne und Linienübersichten zu erhalten, ebenso wie in der Touristeninformation.

Sehenswürdigkeiten

Kirchen

  • Domkirke. Bereits im Jahr der Stadtgründung, 1125, wurde mit dem Bau des Doms begonnen. Bereits 1272 brannte das St. Svithun geweihte Gotteshaus wieder ab. Seit dem Wiederaufbau um das Jahr 1300 steht der Dom aber weitgehend unverändert da. Am Ende des Hafenbeckens Vågen.


Bauwerke

  • Das Altstadtviertel Gamle Stavanger westlich des Vågen besteht noch aus der ursprünglichen Bausubstanz; die meisten Gebäude stammen aus der Zeit zwischen 1700 und 1800. Die Häuser sind alle in schmuckem Weiß hergerichtet; beinhalten Wohnungen, Büros, kleine Läden, Ateliers, Galerien. Verwinkelte, teils steile Gassen mit Kopfsteinpflaster laden zum Flanieren ein.
  • Der Valbergtårnet östlich des Hafenbeckens Vågen war ursprünglich der Aussichtspunkt der Feuerwächter. Heutzutage befindet sich im oberen Stockwerk ein kleines Museum (Vektermuseet). Aussicht auf die Innenstadt, Hafen und Fjord. Eintritt 20 NOK.
  • Die Holzvilla Breidablikk, erbaut im sog. "Schweizer Stil", beherbergt eine Abteilung des Stavanger Museum. Eiganesveien 40a.
  • Das hölzernes Herrenhaus Leedal wurde durch die Familie Kielland erbaut, aus der auch der Schriftsteller Alexander Kielland hervorging. Hier residiert die königliche Familie, wenn sie in Stavanger zu Besuch ist. Außerhalb dieser Zeiten ist Besichtigung möglich. Eiganesveien 45.
  • Im Stadtteil Ullandhaug steht der Fernsehturm Ullandhaugtårnet, der einen tollen Rundblick auf Stavanger und die nähere Umgebung bietet.
  • Ebenfalls in Ullandhaug ist Jernaldergården, ein kleines Gehöft mit rekonstruierten Langhäusern aus der Eisenzeit, etwa 300 n. Chr. Während der Hauptsaison täglich, sonst am Wochenende geöffnet, 20 NOK Eintritt.

Denkmäler

Museen

  • Das Norsk Oljemuseum, Kjeringholmen, ist schon vom äußeren Erscheinungsbild her an die Ölplattformen draußen in der Nordsee angelehnt, insbesondere von der Seeseite her. An zahlreichen Modellen und originalen Exponaten wird die Geschichte der norwegischen Erdölförderung gezeigt, naturgemäß mit einem Schwerpunkt auf der Offshore-Technik. Wenn das Abschreiten der zahlreichen Modelle zu sehr ermüdet, kann man sich mit wenigen Schritten auf eine Reise zu einer "Ölbohrplattform" im Meer begeben und einen Eindruck vom Leben und Betrieb an echten Objekten gewinnen. Ein dunkler Gang mit passenden Geräuschen simuliert den Hubschrauberflug, anschließend kann man Wohnbereich, Kontrollraum, Bohrgestänge "begreifen" und teilweise auch in Betrieb setzen. Ganz Mutige können sich sogar draußen in einem Rettungschlauch herabrutschen lassen... Eintritt 80 NOK; täglich 10 - 19 Uhr.
  • Das Stavanger Museum besteht insgesamt aus fünf Abteilungen, die sich über das Stadtgebiet verteilen. Im Dezember sind alle Einrichtungen geschlossen; die Villen Leedal und Breidablikk auch im Januar. Ein Ticket für 40 NOK (Stand 2005) gilt am Erwerbstag für alle Abteilungen.
  • Am Hauptsitz in der Musegata 16 befinden sich die Abteilungen Kulturgeschichte und Kunsthandwerk sowie die Zoologischen Sammlungen.
  • Das Stavanger Sjøfartsmuseum in der Nedre Strandgate 17 - 19 zeigt Exponate aus der großen Zeit des Herings-Fischfanges und der Werften in der Stadt, präsentiert eine Kaufmannswohnung und einen Kolonialwarenladen sowie allerlei Krimskrams rund um die Seefahrt.
  • Im Hermetikkmuseum wird die große Zeit der Konservenindustrie beschworen. Die Anfertigung der Blechdosen, das Räuchern der Fische und das Befüllen und Beschriften der Dosen wird in Modellen und originalen Ausstellungsstücken gezeigt. Während der Saison werden Di. und Do. live Sprotten geräuchert und können vor Ort verkostet werden.

Straßen und Plätze

Eines der am meisten gezeigten Motive von Stavanger ist der Blick auf das Hafenbecken Vågen, mit der Statue des Dichters Alexander Kielland und dem Wochenmarkt im Vordergund.

Parks

  • Mosvannsparken ist das Naherholungsgebiet Stavangers, etwa 25 Fußgänger-Minuten vom Dom entfernt. Der große See wurde einst als Trinkwasserreservoir angelegt und ist heute Vogelschutzgebiet, daher sind keine Wassersportaktivitäten möglich. Auf der 3 km langen Promenade rund um den See trifft man sich zum Laufen, Spazieren und Joggen.
  • Breiavatnet heißt der Teich an der Rückseite des Doms. Von vielbefahrenen Hauptstraßen umgeben können ermüdete Stadtrundgänger auf den Sitzbänken die Beine zwischendurch entlasten.


Verschiedenes

Aktivitäten

Einkaufen

Küche

Ausgehen

Unterkunft

"Günstige" Unterkünfte sind in Städten wie Stavanger immer relativ zu sehen.

  • Der einzige Campingplatz der Stadt ist Mosvangen Camping am Mosvatn, Tjensvoll 1. Telefon 51532971. Zufahrt aus der City über Madlaveien. Seit 2005 unter neuer Leitung, auch deutschsprachig. 19 Hütten für 2 - 4 Personen, Aufenthaltsraum und 3 Internet-PCs, gegen Entgelt nutzbar.
  • Direkt benachbart ist die Jugendherberge Stavanger Vanderheim, Henrik Ibsens gate 19, tel. 51543636. Übernachtung im Mehrbettzimmer ab ca. 160 NOK.

Sicherheit

Aufgrund des Erdölbooms ist die Bevölkerung in Stavanger internationaler als in allen anderen Orten Norwegens.

Gesund bleiben

Klarkommen

Die Touristeninformation befindet sich am Domkirkeplassen 3.

Kommunizieren

Weiter geht's

Weblinks



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