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Sri Lanka: Unterschied zwischen den Versionen

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Asien : Südasien : Sri Lanka
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* '''[[Jaffna]]''' - Tamilenhochburg im äußersten Norden
 
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* '''[[Punguduthivu]]'''
 
* '''[[Punguduthivu]]'''
* '''[[Mannar]]'''
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* '''[[Katunayake]]''' - Ort am Flughafen CMB
 
* '''[[Colombo]]''' - Hauptstadt an der Westküste
 
* '''[[Colombo]]''' - Hauptstadt an der Westküste
 
* '''[[Galle]]''' - Hafenstadt mit holländischem Fort
 
* '''[[Galle]]''' - Hafenstadt mit holländischem Fort
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Die Ureinwohner Sri Lankas sind die Veddas, ein Jägervolk, das in Clans mit monarchischen Strukten lebte. Heute sind die Veddas vom Aussterben bedroht, da es nur noch wenige hundert von Ihnen gibt.  
 
Die Ureinwohner Sri Lankas sind die Veddas, ein Jägervolk, das in Clans mit monarchischen Strukten lebte. Heute sind die Veddas vom Aussterben bedroht, da es nur noch wenige hundert von Ihnen gibt.  
  
Ab dem 5. Jh. v. Chr. wanderten nordindische Siedler unter König Vijaya ein und begannen so die singhalesische Geschichte. Kurz darauf folgten ihnen südindische Tamilen. Im 2. Jh. v. Chr. kam zwar der Buddhisms von Inden aus auf die Insel, war aber noch nicht so verbreitet wie heutzutage. Tamilen und Singhalesen bildeten in der Folge Königreiche, die von prächtigen Tempeln aus regiert wurden. Die Singhalesen errichteten buddhistische Königreiche, die Tamilen hinduistische. Beide Gruppen kämpften lange Zeiten um die Vormachtssellung im Land und lebten zu anderen Zeiten friedlich miteinander und vermischen sich. Im Laufe dieser Konflikte kam es auch zur Konzentration von Tamilen im Norden und Singhalesen im Süden.
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Ab dem 5. Jh. v. Chr. wanderten nordindische Siedler unter König Vijaya ein und begannen so die singhalesische Geschichte. Kurz darauf folgten ihnen südindische Tamilen. Im 2. Jh. v. Chr. kam zwar der Buddhismus von Inden aus auf die Insel, war aber noch nicht so verbreitet wie heutzutage. Tamilen und Singhalesen bildeten in der Folge Königreiche, die von prächtigen Tempeln aus regiert wurden. Die Singhalesen errichteten buddhistische Königreiche, die Tamilen hinduistische. Beide Gruppen kämpften lange Zeiten um die Vormachtssellung im Land und lebten zu anderen Zeiten friedlich miteinander und vermischen sich. Im Laufe dieser Konflikte kam es auch zur Konzentration von Tamilen im Norden und Singhalesen im Süden.
  
 
Ab 1500 begann die Kolonialzeit mit den [[Portugal|Portugiesen]]. Im 17. Jahrhundert wurde Sri Lanka [[Niederlande|niederländisch]] und im 18. Jahrhundert [[Vereinigtes Königreich|britisch]]. Insbesondere die britische Kolonialzeit hat das Land bis heute geprägt, denn in dieser Zeit entwickelte sich das Land stark: Die Infrastruktur wurde aufgebaut bzw. verbessert, Teeplantagen wurden angelegt, ein Schulsystem sowie die britische Verwaltung eingeführt, etc. Vieles im heutigen Sri Lanka erinnert an die Zeit unter britischer Herrschaft. Die Briten holten im Laufe der Zeit Tamilen als günstige Arbeitskräfte auf die Insel, was aufgrund der starken Gegensätze wieder zu bekannten Problemen geführt hatte.  
 
Ab 1500 begann die Kolonialzeit mit den [[Portugal|Portugiesen]]. Im 17. Jahrhundert wurde Sri Lanka [[Niederlande|niederländisch]] und im 18. Jahrhundert [[Vereinigtes Königreich|britisch]]. Insbesondere die britische Kolonialzeit hat das Land bis heute geprägt, denn in dieser Zeit entwickelte sich das Land stark: Die Infrastruktur wurde aufgebaut bzw. verbessert, Teeplantagen wurden angelegt, ein Schulsystem sowie die britische Verwaltung eingeführt, etc. Vieles im heutigen Sri Lanka erinnert an die Zeit unter britischer Herrschaft. Die Briten holten im Laufe der Zeit Tamilen als günstige Arbeitskräfte auf die Insel, was aufgrund der starken Gegensätze wieder zu bekannten Problemen geführt hatte.  
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Da dieser Konflikt schon lange dauert, viel Geld und Resourcen aufbraucht und die Menschen in Unsicherheit leben läßt sehnen sich viele Singhalesen und Tamilen nach einem dauerhaften Frieden - notfalls auch mit Verlust der Tamilenprovinzen (Northeast). Irrsinnigerweise protestieren gerade die buddhistischen Mönche dagegen, da sie eine weitere Landnahme durch die Tamilen befüchten und Angst haben kulturelle Denkmäler wie Tempel und heilige Stätten 'aus der Hand zu geben'. Die Stimmungmache der einflußreichen Mönche ist eine ernsthafte Bedrohung für den Friedensprozess durch Landzuweisung.
 
Da dieser Konflikt schon lange dauert, viel Geld und Resourcen aufbraucht und die Menschen in Unsicherheit leben läßt sehnen sich viele Singhalesen und Tamilen nach einem dauerhaften Frieden - notfalls auch mit Verlust der Tamilenprovinzen (Northeast). Irrsinnigerweise protestieren gerade die buddhistischen Mönche dagegen, da sie eine weitere Landnahme durch die Tamilen befüchten und Angst haben kulturelle Denkmäler wie Tempel und heilige Stätten 'aus der Hand zu geben'. Die Stimmungmache der einflußreichen Mönche ist eine ernsthafte Bedrohung für den Friedensprozess durch Landzuweisung.
  
Sri Lanka ist auf einem guten Weg: Als Schwellenland mit stark ansteigendem Tourismus und bei Beilegung des Tamilenkomfliktes wird Sri Lanka eine schnelle Entwicklung vorausgesagt.
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Im Mai 2009 wurden die tamilischen Befreiungstiger von den Regierungstruppen militärisch besiegt und der nahezu drei Jahrzehnte andauernde Konflikt beendet. Die Gefahr von möglichen weiteren Anschlägen oder Attentaten wurde damit erheblich verringert, was sich auch anhand der entspannteren Sicherheitsvorkehrungen erkennen läßt. Insbesondere bei Reisen in die früheren Konfliktregionen im Osten des Landes (Trincomalee, Batticaloa, Pottuvil) ist mit weitaus weniger Einschränkungen und Verzögerungen zu rechen. Im Stadtbild Colombos ist ebenfalls eine deutliche Entspannung zu erkennen und viele der zuvor gesperrten Straßen und Plätze sind wieder geöffnet und frei zugänglich.
  
 
== Anreise ==
 
== Anreise ==
  
Da Sri Lanka eine Insel ist und der Fährverkehr aus Indien zur Zeit eingestellt ist, erfolgt die Anreise ausschließlich per Flugzeug via Bandaranaike Airport in Katunayaka nahe Colombo. Eine Anreise per Bahn, Bus oder Auto ist nur bis Südindien möglich, von Chennai (Madras) bestehen dann regelmäßige Flugverbindungen nach Colombo.
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Die Anreise nach Sri Lanka erfolgt fast ausschließlich per Flugzeug via Bandaranaike Airport in Katunayaka nahe Colombo. Eine Anreise per Bahn, Bus oder Auto ist nur bis Südindien möglich, von Chennai (Madras) bestehen dann regelmäßige Flugverbindungen nach Colombo.  
  
 
=== Flugzeug ===
 
=== Flugzeug ===
  
Die einzigen Direktverbindungen von Deutschland aus bieten SriLankan Airlines und Condor an, jeweils von Frankfurt nach Colombo.
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Die einzige Non-Stopverbindung von Deutschland aus bietet SriLankan Airlines fünf mal die Woche von Frankfurt nach Colombo an.
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Mit Qatar Airways besteht die Möglichkeit ab Frankfurt/Main, München und Berlin ebenso wie Wien und Zürich mit Umsteigen in Doha nach Colombo zu fliegen. Eine sehr gute 5 Sterne Fluglinie. Oman Air fliegt ab München und Frankfurt über Muscat nach Colombo. Ebenfall eine sehr gute 5 Sterne Gesellschaft. Darüberhinaus verbindet Emirates über Dubai Colombo mit mehreren deutschen Flughäfen.
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Seit Februar 2013 fliegt auch Turkish Airlines via Istambul und Male nach Sri Lanka.
  
 
=== Schiff ===
 
=== Schiff ===
  
Die aus Richtung Indien verkehrenden Fähren nach Colombo, z.B. auf der Strecke Tuticorin-Colombo, sind momentan (September 2006) eingestellt.
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Nach dem wegen des Bürgerkriegs die Fährverbindung zwischen Indien und Sri Lanka fast 30 Jahre lang eingestellt war, verkehrte seit Mitte 2011 wieder ein Fährschiff zwischen Südindien und Colombo. Eine weitere Verbindung war geplant. Das Schiff wurde jedoch beschlagnahmt, da die Betreiberfirma verschuldet sei. Daher gibt es zur Zeit (Stand: 2012) keine Fährverbindung von Indien nach Sri Lanka.
  
 
== Mobilität ==
 
== Mobilität ==
 
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<caption>'''Preisbeispiele Juni 2005'''</caption>
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<caption>'''Preisbeispiele Februar 2012'''</caption>
 
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|Tuktuk: || 150 Rs. (bis 5 km)
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|Tuktuk: || 150 Rs. (bis 4 km)
 
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|Bus: || 25 Rs. (Colombo-Flughafen)
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|Bus: || 45 Rs. (Colombo-Flughafen)
 
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|A/C Bus: || 50 Rs. (Colombo-Flughafen), 150 Rs. Beruwela-Colombo
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|A/C Bus: || 100 Rs. (Colombo-Flughafen), 200 Rs. Beruwela-Colombo
 
|---- bgcolor="#F0F0F0"
 
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|Zug: || 3. Klasse: 19 Rs. für 80 km (Colombo-Aluthgama)
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|Zug: || 3. Klasse: 20 Rs. für 35 km (Ella-Haputale)
 
|---- bgcolor="#F0F0F0"
 
|---- bgcolor="#F0F0F0"
| || 2. Klasse: 60 Rs. (Kandy-Colombo)
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| || 2. Klasse: 190 Rs. (Kandy-Colombo)
 
|---- bgcolor="#F0F0F0"
 
|---- bgcolor="#F0F0F0"
| || 2. Klasse: "Expresszug" 120 Rs.(Aluthgama-Kandy)
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| || 2. Klasse: "Expresszug" 220 Rs.(Kandy-Colombo)
 
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=== Tuk-Tuks ===
 
=== Tuk-Tuks ===
 
[[Bild:Sri_lanka_-_tuk_tuk.JPG|thumb|300px|Ein ziemlich neues Tuk-Tuk]]
 
[[Bild:Sri_lanka_-_tuk_tuk.JPG|thumb|300px|Ein ziemlich neues Tuk-Tuk]]
'''Three-Wheeler''' = Tuck-Tucks (Tuk-Tuk) sind dreirädrige Fahrzeuge mit einem Zweitaktmotor ähnlich einem Mofa und mit einer Rückbank für zwei zusätzliche Personen zum Fahrer. Sie haben zwar ein Verdeck, sind aber an den Seiten offen, was zwar einerseits auf kurzen Strecken die Klimaanlage unnötig macht, andererseits jedoch gerade in größeren Ortschaften die Insassen vielen Abgasen aussetzt. Sie sind das Taxi des kleinen Mannes. In Indien hergestellt, gibt es die Vehikel der Firma Bajajauto überall in Asien. "Sparsam", "klein" und "unkaputtbar" beschreiben diese Mischung aus Auto und Roller wahrscheinlich am besten. Fahrpreise sind Verhandlungssache.
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'''Three-Wheeler''' = Tuck-Tucks (Tuk-Tuk) sind dreirädrige Fahrzeuge mit einem Zweitaktmotor ähnlich einem Mofa und mit einer Rückbank für drei zusätzliche Personen zum Fahrer. Sie haben zwar ein Verdeck, sind aber an den Seiten offen, was zwar einerseits auf kurzen Strecken die Klimaanlage unnötig macht, andererseits jedoch gerade in größeren Ortschaften die Insassen vielen Abgasen aussetzt. Sie sind das Taxi des kleinen Mannes. In Indien hergestellt, gibt es die Vehikel der Firma Bajajauto überall in Asien. "Sparsam", "klein" und "unkaputtbar" beschreiben diese Mischung aus Auto und Roller wahrscheinlich am besten. Fahrpreise sind Verhandlungssache.
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Neuerdings werden in Colombo auch sogenannte 'Meter - Taxis' oder 'Meter - Tuc-Tucs' angeboten, bei denen die Gefährte mit einem Taxometer ausgestattet sind und wesentlich billiger als die normalen Taxis oder jeder noch so günstig ausgehandelte Preis im normalen Tuc sind.
  
 
=== Taxis/Vans ===
 
=== Taxis/Vans ===
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Die '''Orientierung''' ist durch die weite Verbreitung der singhalischen Sprache und vor allem Schrift nicht immer einfach. Orte gehen mitunter direkt ineinander über, da praktisch jede Straße von kleinen Geschäften gesäumt ist. Viele davon haben eine überdimensionale Werbung anstatt eines Ladenschildes. In der "Fußzeile" ist der Name des Inhabers und auch die Adresse angegeben. So verliert man nicht ganz die Orientierung. Die seltenen blauen Straßenschilder oder Wegweiser sind häufig auch schwarz auf weißem Grund und gehen so leicht in der bunten Umgebung etwas unter.
 
Die '''Orientierung''' ist durch die weite Verbreitung der singhalischen Sprache und vor allem Schrift nicht immer einfach. Orte gehen mitunter direkt ineinander über, da praktisch jede Straße von kleinen Geschäften gesäumt ist. Viele davon haben eine überdimensionale Werbung anstatt eines Ladenschildes. In der "Fußzeile" ist der Name des Inhabers und auch die Adresse angegeben. So verliert man nicht ganz die Orientierung. Die seltenen blauen Straßenschilder oder Wegweiser sind häufig auch schwarz auf weißem Grund und gehen so leicht in der bunten Umgebung etwas unter.
  
'''Unterschiede zwischen Stadt und Land''': In der Stadt gibt es durch den stark ansteigenden Verkehr Zeiten, in denen es länger dauert, von A nach B zu kommen. Auch die Preise für den Individualverkehr sind in [[Colombo]] zu bestimmten Zeiten höher.
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'''Unterschiede zwischen Stadt und Land''': In der Stadt gibt es durch den stark ansteigenden Verkehr Zeiten, in denen es länger dauert, von A nach B zu kommen. Auch die Preise für den Individualverkehr sind in [[Colombo]] zu bestimmten Zeiten (besonders Nachts) höher.
  
 
=== Busse ===
 
=== Busse ===
  
Es gibt gelbe Busse (staatliche), auch CTB Busse genannt (Ceylon Transport Board). Diese Busse sind ausnahmslos billig (zumeist weit unter 50 Rs), der Komfort läßt aber zu wünschen übrig; einen CTB Bus kann man jederzeit und überall anhalten, auch ist es möglich an jedem Baum auszusteigen. Dazu einfach an der Klingelschnur ziehen oder Taster drücken. Für Reisende in der Monsunzeit wichtig: Fenster sind nicht immer vorhanden. Sog. Intercity-Busse (Lux.-Bus) sind privat betrieben, haben weitgehend Vorhänge vor den Fenstern und sind häufig mit Klimaanlage (A/C) ausgestattet. Außerdem scheinen sie eine "eingebaute Vorfahrt" zu haben und fahren wie die "Henker". Preisbeispiele: Colombo-Pettah <-> Hikkaduwa 350Rp. (Stand Feb.08)
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Es gibt gelbe Busse (staatliche), auch CTB Busse genannt (Ceylon Transport Board). Diese Busse sind ausnahmslos billig (zumeist weit unter 50 Rs). Der Komfort läßt aber zu wünschen übrig; einen CTB Bus kann man jederzeit und überall anhalten, auch ist es möglich an jedem Baum auszusteigen. Dazu einfach an der Klingelschnur ziehen oder Taster drücken. Für Reisende in der Monsunzeit wichtig: Fenster sind nicht immer vorhanden.<br>Sog. Intercity-Busse (Lux.-Bus) sind privat betrieben, haben weitgehend Vorhänge vor den Fenstern und sind häufig mit Klimaanlage (A/C) ausgestattet. Außerdem scheinen sie eine "eingebaute Vorfahrt" zu haben und fahren wie die "Henker". Preisbeispiele: Colombo-Pettah <-> Hikkaduwa 250Rp. (Stand Nov.12)
  
 
Es gibt nur sehr selten feste Fahrpläne für Busse. Fahrtziel in der Windschutzscheibe und durch lauten Ausruf des Kassierers. Abfahrt wenn ein geeigneter "Füllstand" erreicht ist. Gelegentlich bedeutet dies eine qualvolle Enge im Bus mit einem gewissen Grad an "Körperkontakt" (auf Gepäck und Wertsachen achten). Die ersten Sitze sind für Mönche reserviert ("for Clergy"), sollten welche einsteigen, was auch stark respektiert wird. Man kann einen Bus einfach besteigen und sich einen Platz suchen, der "Kontrolleur" meldet sich während der Fahrt und kassiert den Fahrpreis.
 
Es gibt nur sehr selten feste Fahrpläne für Busse. Fahrtziel in der Windschutzscheibe und durch lauten Ausruf des Kassierers. Abfahrt wenn ein geeigneter "Füllstand" erreicht ist. Gelegentlich bedeutet dies eine qualvolle Enge im Bus mit einem gewissen Grad an "Körperkontakt" (auf Gepäck und Wertsachen achten). Die ersten Sitze sind für Mönche reserviert ("for Clergy"), sollten welche einsteigen, was auch stark respektiert wird. Man kann einen Bus einfach besteigen und sich einen Platz suchen, der "Kontrolleur" meldet sich während der Fahrt und kassiert den Fahrpreis.
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Das sicherlich beste Mittel durch Sri Lanka zu reisen ist der '''Zug'''. Als bleicher Europäer ist man zwar Exot im Zug und muss den kontaktfreudigen Singhalesen dementsprechend Rede und Antwort stehen ("Wo kommst Du her?", "Wie oft warst Du schon in Sri Lanka?", "Wie lange willst Du bleiben?"). Kontakte ergeben sich so automatisch.
 
Das sicherlich beste Mittel durch Sri Lanka zu reisen ist der '''Zug'''. Als bleicher Europäer ist man zwar Exot im Zug und muss den kontaktfreudigen Singhalesen dementsprechend Rede und Antwort stehen ("Wo kommst Du her?", "Wie oft warst Du schon in Sri Lanka?", "Wie lange willst Du bleiben?"). Kontakte ergeben sich so automatisch.
  
Die 3. Klasse gibt es in zwei Varianten: Die S-Bahn-Variante hat harte Plastikbänke, die alten 3.-Klasse-Züge haben gepolsterte Sitze. In der zweiten Klasse gibt es gepolsterte "Einzelsitze" (die Armlehnen sind der Unterschied). Dazu gibt es in der Saison auf einigen Strecken noch den "Observer-Wagon" der ersten Klasse im letzten Wagen des Zuges; dieser ist verglast und gestattet den Blick in die Landschaft (Colombo-Kandy, Intercity, 250 Rs, September 2005). Neben den normalen Zügen gibt es Intercity-Züge auf ausgewählten Strecken, die nicht ganz so häufig halten und daher eine moderate Geschwindigkeit erreichen (Colombo - Kandy in ca. 2,5h). Diese Züge fahren vergleichsweise selten (zweimal pro Tag zwischen Colombo und Kandy), sind reservierungspflichtig und häufig ausgebucht. Tickets sollten so früh wie möglich direkt am Bahnhof gekauft werden.
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Die 3. Klasse gibt es in zwei Varianten: Die S-Bahn-Variante hat harte Plastikbänke, die alten 3.-Klasse-Züge haben gepolsterte Sitze. In der zweiten Klasse gibt es gepolsterte "Einzelsitze" (die Armlehnen sind der Unterschied). Dazu gibt es in der Saison auf einigen Strecken noch den "Observer-Wagon" der ersten Klasse im letzten Wagen des Zuges; dieser ist verglast und gestattet den Blick in die Landschaft (Colombo-Kandy, Intercity, 350 Rs, Januar 2012). Neben den normalen Zügen gibt es Intercity-Züge auf ausgewählten Strecken, die nicht ganz so häufig halten und daher eine moderate Geschwindigkeit erreichen (Colombo - Kandy in ca. 2,5h). Diese Züge fahren vergleichsweise selten (zweimal pro Tag zwischen Colombo und Kandy), sind reservierungspflichtig und häufig ausgebucht. Tickets sollten so früh wie möglich direkt am Bahnhof gekauft werden.
  
 
== Sprache ==
 
== Sprache ==
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siehe [http://www.srilanka-insider.de]
 
siehe [http://www.srilanka-insider.de]
  
Man sollte sich nicht zu sehr über '''unterschiedliche Preise''' für "locals" und "tourists" wundern. Diese Unterscheidung wird unumwunden zugegeben und lässt sich nur teilweise wegdiskutieren. Gerade beim Besuch von Museen oder bestimmten Tempelanlagen wird dies sehr deutlich und ist dort auch nicht verhandelbar (Beispiel: Eintrittskarte zum Felsen in Sigiriya: 2000 Rs für Touristen, ca. 200 Rs für Einheimische).
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Man sollte sich nicht zu sehr über '''unterschiedliche Preise''' für "locals" und "tourists" wundern. Diese Unterscheidung wird unumwunden zugegeben und lässt sich nur teilweise wegdiskutieren. Gerade beim Besuch von Museen oder bestimmten Tempelanlagen wird dies sehr deutlich und ist dort auch nicht verhandelbar (Beispiel: Eintrittskarte zum Felsen in Sigiriya: 3600 Rs für Touristen (bzw. 30$, Stand April 2012), ca. 200 Rs für Einheimische).
  
 
== Küche ==
 
== Küche ==
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== Arbeiten ==
 
== Arbeiten ==
 
[[Bild:Sri_lanka_-_kalutara_wasserbueffel.JPG|thumb|300px|Wasserbüffel eines Bauern]]
 
[[Bild:Sri_lanka_-_kalutara_wasserbueffel.JPG|thumb|300px|Wasserbüffel eines Bauern]]
Arbeiten ist ein einem Land das offiziell als "Schwellenland" eingestuft wird, etwas anderes als arbeiten in Deutschland.  
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Arbeiten in einem Land das offiziell als "Schwellenland" eingestuft wird, ist etwas anderes als arbeiten in Deutschland.  
 
Die Singhalesische Regierung spricht von ca. 20 % Arbeitslosen. Die Realität sieht anders aus, längst nicht jeder fünfte hat einen normalen Job.
 
Die Singhalesische Regierung spricht von ca. 20 % Arbeitslosen. Die Realität sieht anders aus, längst nicht jeder fünfte hat einen normalen Job.
  
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Sri Lanka ist ein armes Land mit einem niedrigen Durchschnittseinkommen.und einer hohen Arbeitslosigkeit. In vielen Ländern ist dies gleichbedeutend mit einer hohen Kriminalitätsrate, aber nicht so in Sri Lanka. Die Menschen sind sehr friedliebend, was einem Touristen sehr entgegenkommt.  
 
Sri Lanka ist ein armes Land mit einem niedrigen Durchschnittseinkommen.und einer hohen Arbeitslosigkeit. In vielen Ländern ist dies gleichbedeutend mit einer hohen Kriminalitätsrate, aber nicht so in Sri Lanka. Die Menschen sind sehr friedliebend, was einem Touristen sehr entgegenkommt.  
  
Man kann sich absolut frei bewegen: Zug fahren, Auto fahren, nachts am Strand schlafen, in einem offenen Boot in den Mangroven übernachten. Natürlich sollte man im Zug auf sein Gepäck aufpassen, aber das sollte man überall auf der Welt.
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Man kann sich in der Regel frei bewegen: Zug fahren, Auto fahren, nachts am Strand schlafen, in einem offenen Boot in den Mangroven übernachten. Natürlich sollte man im Zug auf sein Gepäck aufpassen, aber das sollte man überall auf der Welt. Frauen sollten nicht alleine reisen, wenn sie nicht belästigt werden wollen und einsame Orte und Strände meiden.
  
 
Generell kann man sagen, dass man nicht leichtgläubig sein sollte und nichts tun sollte, was man nicht auch zu hause täte. Im Netz liest man Stories von Urlaubern (größtenteils Pauschaltouristen), die durch einen öffentlich-verschwenderischen Umgang mit Geld, die Unwissenheit über den Wert des Geldes und eine gehörige Portion Naivität die Nepper, Schlepper und Bauernfänger geradezu magisch angezogen haben.  
 
Generell kann man sagen, dass man nicht leichtgläubig sein sollte und nichts tun sollte, was man nicht auch zu hause täte. Im Netz liest man Stories von Urlaubern (größtenteils Pauschaltouristen), die durch einen öffentlich-verschwenderischen Umgang mit Geld, die Unwissenheit über den Wert des Geldes und eine gehörige Portion Naivität die Nepper, Schlepper und Bauernfänger geradezu magisch angezogen haben.  
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Beim Thema Sicherheit kommt man zwangsläufig auch auf das Thema Tamilenkonflikt bzw. "Nord- und Ostprovinzen".  
 
Beim Thema Sicherheit kommt man zwangsläufig auch auf das Thema Tamilenkonflikt bzw. "Nord- und Ostprovinzen".  
 
Die Tamilen möchten gerne einen Staat "Tamil Eelam" haben, die eigentliche Regierung Sri Lankas aber nicht. In der Folge hat es einen  Bürgerkrieg gegeben, der zwischen der '''LTTE (Tamil Tigers)''' und den regierungstreuen Militärs ausgetragen wurde. Der Höhepunkt war die Vernichtung der gesamten Flotte der Sri Lankan Airlines.
 
Die Tamilen möchten gerne einen Staat "Tamil Eelam" haben, die eigentliche Regierung Sri Lankas aber nicht. In der Folge hat es einen  Bürgerkrieg gegeben, der zwischen der '''LTTE (Tamil Tigers)''' und den regierungstreuen Militärs ausgetragen wurde. Der Höhepunkt war die Vernichtung der gesamten Flotte der Sri Lankan Airlines.
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Der Konflikt wurde 2009 beendet, seitdem ist eine deutliche Entspannung zu erkennen. Die Gefahr von Anschlägen ist wesentlich geringer.
  
 
== Gesund bleiben ==
 
== Gesund bleiben ==
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== Literatur ==
 
== Literatur ==
 
Claudia Ackermann: [http://www.krokodilfelsen.de Der Krokodilfelsen. Sehnsucht nach Sri Lanka]. Ein Reiseroman. ISBN-10: 3-937274-29-4. Traveldiary.de Reiseliteratur-Verlag. 2006.]
 
Claudia Ackermann: [http://www.krokodilfelsen.de Der Krokodilfelsen. Sehnsucht nach Sri Lanka]. Ein Reiseroman. ISBN-10: 3-937274-29-4. Traveldiary.de Reiseliteratur-Verlag. 2006.]
 
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Christine Peinsteiner: [http://www.lanka.at/frontend/scripts/index.php?groupId=99&productId=1343&setMainAreaTemplatePath=mainarea_productdetail.html&query=]. Bildband über Sri Lanka. ISBN 978-3-9503237-3-3]
Christine Peinsteiner: [http://www.lanka.at/frontend/scripts/index.php?groupId=99&setMainAreaTemplatePath=mainarea_productlist.html Faszination Sri Lanka - der etwas andere Reiseführer] ISBN: 978-3-902616-32-6
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Version vom 30. März 2013, 01:50 Uhr


Lage
noframe
Flagge
Ce-flag.png
Kurzdaten
Hauptstadt: Colombo
Staatsform: Republik
Währung: 1 Sri-Lanka-Rupie (SLRe)
= 100 Cents
Fläche: 65.610 km²
Bevölkerung: 19,9 Mio
Sprachen: Singhalesisch (offiziell und Nationalsprache) 74 %, Tamilisch (Nationalsprache), Englisch
Religionen: Buddhisten 70 %, Hinduisten 15 %, Christen 8 %, Muslime 7 %
Stromsystem: 230V/50Hz
Telefonvorwahl: +94
Internet TLD: .lk
Zeitzone: UTC+6 (MEZ+5)


Karte von Sri Lanka

Sri Lanka (früher Ceylon) ist ein asiatischer Inselstaat im Indischen Ozean.

Inhaltsverzeichnis

Regionen

Sri Lanka ist in acht Verwaltungsbezirke (Hauptstädte in Klammern) unterteilt:

Städte

Weitere Ziele

  • Hochland
  • Küste
  • Nationalparks
  • Vogelschutzreservate
  • Elefantenwaisenhäuser
  • Teeplantagen
  • ein riesiger liegender Buddha
  • ein Comic-Tempel
  • Adam's Peak
  • Nurelia (Nuwara Eliya)
  • Induruwa

Hintergrund

Teeplantage im Hochland

Die Ureinwohner Sri Lankas sind die Veddas, ein Jägervolk, das in Clans mit monarchischen Strukten lebte. Heute sind die Veddas vom Aussterben bedroht, da es nur noch wenige hundert von Ihnen gibt.

Ab dem 5. Jh. v. Chr. wanderten nordindische Siedler unter König Vijaya ein und begannen so die singhalesische Geschichte. Kurz darauf folgten ihnen südindische Tamilen. Im 2. Jh. v. Chr. kam zwar der Buddhismus von Inden aus auf die Insel, war aber noch nicht so verbreitet wie heutzutage. Tamilen und Singhalesen bildeten in der Folge Königreiche, die von prächtigen Tempeln aus regiert wurden. Die Singhalesen errichteten buddhistische Königreiche, die Tamilen hinduistische. Beide Gruppen kämpften lange Zeiten um die Vormachtssellung im Land und lebten zu anderen Zeiten friedlich miteinander und vermischen sich. Im Laufe dieser Konflikte kam es auch zur Konzentration von Tamilen im Norden und Singhalesen im Süden.

Ab 1500 begann die Kolonialzeit mit den Portugiesen. Im 17. Jahrhundert wurde Sri Lanka niederländisch und im 18. Jahrhundert britisch. Insbesondere die britische Kolonialzeit hat das Land bis heute geprägt, denn in dieser Zeit entwickelte sich das Land stark: Die Infrastruktur wurde aufgebaut bzw. verbessert, Teeplantagen wurden angelegt, ein Schulsystem sowie die britische Verwaltung eingeführt, etc. Vieles im heutigen Sri Lanka erinnert an die Zeit unter britischer Herrschaft. Die Briten holten im Laufe der Zeit Tamilen als günstige Arbeitskräfte auf die Insel, was aufgrund der starken Gegensätze wieder zu bekannten Problemen geführt hatte.

1948 wurde Sri Lanka (damals noch Ceylon) unabhängig. (Sri= Strahlend, Lanka = Insel--> Strahlende Insel)

Eine Straße in Kandy

In den fünfziger Jahren etablierte sich eine nationalistische Regierung, die die Bevorzugung von Singhalesen durchsetzte, was wieder für Spannungen zwischen Tamilen und Singhalesen sorgte.

In den siebziger Jahren schlossen sich tamilische Parteien zusammen und forderten einen Tamilenstaat.

Der Konflikt eskalierte 1983 und es begann ein langer "Bürgerkrieg", der sich allerdings hauptsächlich in den von Tamilen besetzten Gebieten abspielte. Im Rest des Landes verübten die tamilischen "Tigers" der LTTE-Partei Attentate und Anschläge auf Personen und wichtige Ziele (Präsidentin, Flughafen, Gebäude etc.).

Nachdem indische Friedenstruppen im Jahr 1990 nach schweren Verlusten durch die Tigers abgezogen waren, tat sich lange nichts in Richtung eines Friedensprozesses. Erst im Jahr 2002 wurde durch norwegische Unterstützung ein Waffenstillstand erreicht. Auch heute im Jahr 2005 ist der Konflikt noch vorhanden, es gibt immer noch Attentate auf Politiker und gesperrte Straßen gehören in Colombo zum Stadtbild.

Da dieser Konflikt schon lange dauert, viel Geld und Resourcen aufbraucht und die Menschen in Unsicherheit leben läßt sehnen sich viele Singhalesen und Tamilen nach einem dauerhaften Frieden - notfalls auch mit Verlust der Tamilenprovinzen (Northeast). Irrsinnigerweise protestieren gerade die buddhistischen Mönche dagegen, da sie eine weitere Landnahme durch die Tamilen befüchten und Angst haben kulturelle Denkmäler wie Tempel und heilige Stätten 'aus der Hand zu geben'. Die Stimmungmache der einflußreichen Mönche ist eine ernsthafte Bedrohung für den Friedensprozess durch Landzuweisung.

Im Mai 2009 wurden die tamilischen Befreiungstiger von den Regierungstruppen militärisch besiegt und der nahezu drei Jahrzehnte andauernde Konflikt beendet. Die Gefahr von möglichen weiteren Anschlägen oder Attentaten wurde damit erheblich verringert, was sich auch anhand der entspannteren Sicherheitsvorkehrungen erkennen läßt. Insbesondere bei Reisen in die früheren Konfliktregionen im Osten des Landes (Trincomalee, Batticaloa, Pottuvil) ist mit weitaus weniger Einschränkungen und Verzögerungen zu rechen. Im Stadtbild Colombos ist ebenfalls eine deutliche Entspannung zu erkennen und viele der zuvor gesperrten Straßen und Plätze sind wieder geöffnet und frei zugänglich.

Anreise

Die Anreise nach Sri Lanka erfolgt fast ausschließlich per Flugzeug via Bandaranaike Airport in Katunayaka nahe Colombo. Eine Anreise per Bahn, Bus oder Auto ist nur bis Südindien möglich, von Chennai (Madras) bestehen dann regelmäßige Flugverbindungen nach Colombo.

Flugzeug

Die einzige Non-Stopverbindung von Deutschland aus bietet SriLankan Airlines fünf mal die Woche von Frankfurt nach Colombo an.

Mit Qatar Airways besteht die Möglichkeit ab Frankfurt/Main, München und Berlin ebenso wie Wien und Zürich mit Umsteigen in Doha nach Colombo zu fliegen. Eine sehr gute 5 Sterne Fluglinie. Oman Air fliegt ab München und Frankfurt über Muscat nach Colombo. Ebenfall eine sehr gute 5 Sterne Gesellschaft. Darüberhinaus verbindet Emirates über Dubai Colombo mit mehreren deutschen Flughäfen. Seit Februar 2013 fliegt auch Turkish Airlines via Istambul und Male nach Sri Lanka.

Schiff

Nach dem wegen des Bürgerkriegs die Fährverbindung zwischen Indien und Sri Lanka fast 30 Jahre lang eingestellt war, verkehrte seit Mitte 2011 wieder ein Fährschiff zwischen Südindien und Colombo. Eine weitere Verbindung war geplant. Das Schiff wurde jedoch beschlagnahmt, da die Betreiberfirma verschuldet sei. Daher gibt es zur Zeit (Stand: 2012) keine Fährverbindung von Indien nach Sri Lanka.

Mobilität

Preisbeispiele Februar 2012
Tuktuk: 150 Rs. (bis 4 km)
Bus: 45 Rs. (Colombo-Flughafen)
A/C Bus: 100 Rs. (Colombo-Flughafen), 200 Rs. Beruwela-Colombo
Zug: 3. Klasse: 20 Rs. für 35 km (Ella-Haputale)
2. Klasse: 190 Rs. (Kandy-Colombo)
2. Klasse: "Expresszug" 220 Rs.(Kandy-Colombo)

Der Verkehr unterscheidet sich in seiner Zusammenstellung und Organisation deutlich von dem in Europa und der restlichen "Westlichen Welt". So gibt es nur wenige PKW, dafür jedoch umso mehr sog. "Threewheeler" oder "Tuk-Tuks", die als günstiger Taxi-Ersatz dienen. Die Menge an Verkehr und die insbesondere innerhalb der Ortschaften häufig nur mäßige Fahrbahndecke erlauben nur ein langsames Vorankommen unabhängig vom Fahrzeug. Da es kaum explizite Fernverkehrsstraßen gibt und stattdessen alle Straßen jeweils mitten durch die Ortschaften führen, ist auf Dauer eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 km/h kaum zu überbieten, egal mit welchen Fahrzeug.

Tuk-Tuks

Ein ziemlich neues Tuk-Tuk

Three-Wheeler = Tuck-Tucks (Tuk-Tuk) sind dreirädrige Fahrzeuge mit einem Zweitaktmotor ähnlich einem Mofa und mit einer Rückbank für drei zusätzliche Personen zum Fahrer. Sie haben zwar ein Verdeck, sind aber an den Seiten offen, was zwar einerseits auf kurzen Strecken die Klimaanlage unnötig macht, andererseits jedoch gerade in größeren Ortschaften die Insassen vielen Abgasen aussetzt. Sie sind das Taxi des kleinen Mannes. In Indien hergestellt, gibt es die Vehikel der Firma Bajajauto überall in Asien. "Sparsam", "klein" und "unkaputtbar" beschreiben diese Mischung aus Auto und Roller wahrscheinlich am besten. Fahrpreise sind Verhandlungssache. Neuerdings werden in Colombo auch sogenannte 'Meter - Taxis' oder 'Meter - Tuc-Tucs' angeboten, bei denen die Gefährte mit einem Taxometer ausgestattet sind und wesentlich billiger als die normalen Taxis oder jeder noch so günstig ausgehandelte Preis im normalen Tuc sind.

Taxis/Vans

Als weitere Fahrzeuge neben LKWs und Bussen sind fast nur noch Kleinbusse (Vans) asiatischer Fabrikate, also Toyota Hi-Ace, Isuzus, Nissans anzutreffen. Diese können auch gemietet werden, sind aber teurer als Tuk-Tuks. Diese Fahrzeuge haben zumeist eine Klimaanlage.

Die Kraftstoffpreise sind nicht niedrig, aber der Verbrauch der Fahrzeuge ist auch nicht so hoch. Dies ist wichtig zu wissen, weil Tuk-Tuk-Fahrer während der Preisverhandlung (die man immer vor Fahrtantritt machen muss - so lange bis allen vollkommen klar ist, wohin es geht und was es kosten soll) gerne erzählen, der Sprit sei teurer geworden. Stimmt ja auch: Der Sprit kostet die Hälfte (im Vgl. zu Deutschland), aber die Menschen verdienen nicht annähernd die Hälfte.

Die Orientierung ist durch die weite Verbreitung der singhalischen Sprache und vor allem Schrift nicht immer einfach. Orte gehen mitunter direkt ineinander über, da praktisch jede Straße von kleinen Geschäften gesäumt ist. Viele davon haben eine überdimensionale Werbung anstatt eines Ladenschildes. In der "Fußzeile" ist der Name des Inhabers und auch die Adresse angegeben. So verliert man nicht ganz die Orientierung. Die seltenen blauen Straßenschilder oder Wegweiser sind häufig auch schwarz auf weißem Grund und gehen so leicht in der bunten Umgebung etwas unter.

Unterschiede zwischen Stadt und Land: In der Stadt gibt es durch den stark ansteigenden Verkehr Zeiten, in denen es länger dauert, von A nach B zu kommen. Auch die Preise für den Individualverkehr sind in Colombo zu bestimmten Zeiten (besonders Nachts) höher.

Busse

Es gibt gelbe Busse (staatliche), auch CTB Busse genannt (Ceylon Transport Board). Diese Busse sind ausnahmslos billig (zumeist weit unter 50 Rs). Der Komfort läßt aber zu wünschen übrig; einen CTB Bus kann man jederzeit und überall anhalten, auch ist es möglich an jedem Baum auszusteigen. Dazu einfach an der Klingelschnur ziehen oder Taster drücken. Für Reisende in der Monsunzeit wichtig: Fenster sind nicht immer vorhanden.
Sog. Intercity-Busse (Lux.-Bus) sind privat betrieben, haben weitgehend Vorhänge vor den Fenstern und sind häufig mit Klimaanlage (A/C) ausgestattet. Außerdem scheinen sie eine "eingebaute Vorfahrt" zu haben und fahren wie die "Henker". Preisbeispiele: Colombo-Pettah <-> Hikkaduwa 250Rp. (Stand Nov.12)

Es gibt nur sehr selten feste Fahrpläne für Busse. Fahrtziel in der Windschutzscheibe und durch lauten Ausruf des Kassierers. Abfahrt wenn ein geeigneter "Füllstand" erreicht ist. Gelegentlich bedeutet dies eine qualvolle Enge im Bus mit einem gewissen Grad an "Körperkontakt" (auf Gepäck und Wertsachen achten). Die ersten Sitze sind für Mönche reserviert ("for Clergy"), sollten welche einsteigen, was auch stark respektiert wird. Man kann einen Bus einfach besteigen und sich einen Platz suchen, der "Kontrolleur" meldet sich während der Fahrt und kassiert den Fahrpreis.

Zug

Eine typische Bahn

Das sicherlich beste Mittel durch Sri Lanka zu reisen ist der Zug. Als bleicher Europäer ist man zwar Exot im Zug und muss den kontaktfreudigen Singhalesen dementsprechend Rede und Antwort stehen ("Wo kommst Du her?", "Wie oft warst Du schon in Sri Lanka?", "Wie lange willst Du bleiben?"). Kontakte ergeben sich so automatisch.

Die 3. Klasse gibt es in zwei Varianten: Die S-Bahn-Variante hat harte Plastikbänke, die alten 3.-Klasse-Züge haben gepolsterte Sitze. In der zweiten Klasse gibt es gepolsterte "Einzelsitze" (die Armlehnen sind der Unterschied). Dazu gibt es in der Saison auf einigen Strecken noch den "Observer-Wagon" der ersten Klasse im letzten Wagen des Zuges; dieser ist verglast und gestattet den Blick in die Landschaft (Colombo-Kandy, Intercity, 350 Rs, Januar 2012). Neben den normalen Zügen gibt es Intercity-Züge auf ausgewählten Strecken, die nicht ganz so häufig halten und daher eine moderate Geschwindigkeit erreichen (Colombo - Kandy in ca. 2,5h). Diese Züge fahren vergleichsweise selten (zweimal pro Tag zwischen Colombo und Kandy), sind reservierungspflichtig und häufig ausgebucht. Tickets sollten so früh wie möglich direkt am Bahnhof gekauft werden.

Sprache

Ayubowan! - Herzlich Willkommen (sinngemäß: Langes Leben!, häufig "Eibo!" in abkürzender Form ausgesprochen).

Die durch dem Tamilenkonflikt entstandene Zweiteilung der Insel schlägt sich auch in der Sprache nieder. Die meisten Singhalesen sprechen Sinhala, die Tamilen widerum Tamil. Leider sind sowohl Schrift als auch Sprache nicht kompatibel, sodass die wenigsten Singhalesen beide Sprachen beherrschen. Sinhala ist eine kleine Sprache, die nur von 18-20 Mio. Menschen gesprochen wird. Über die Insel hinaus findet sie kaum Verbreitung, obwohl es sogar ein zweiteiliges Lehrbuch auf deutsch gibt.

Singhalesische Schriftzeichen

Sinhala ist eine Silbensprache mit einer regelmäßigen Konsonant-Vokal-Folge (siehe das Wort A-yu-bo-wan) Die Schrift ist sehr rund und basiert auf wenigen Basiszeichen, die durch zusätzliche Striche abgewandelt werden.

Sinhala wurde tatsächlich "erfunden" und besteht aus Elementen verschiedener asiatischer Sprachen, z.B. wurden im Laufe der Zeit neue Zeichen eingeführt um indische Lehnwörter darstellen zu können. Tamil erkennt man an den weitaus "eckigeren" Buchstaben. Offizielle Unterlagen sind immer in beiden Sprachen gefasst, häufig auch noch in Englisch (Überbleibsel aus Kolonialzeiten). Auch viele Ortsschilder sind in Sinhala, Tamil und in lateinischen Buchstaben geschrieben.

Aus der Historie des Landes heraus wird Englisch zwar von vielen Einheimischen in einer vereinfachten Form verstanden, hat aber geringere Bedeutung als in anderen Ex-Kolonien. Zur Kommunikation für Reisende ist dies jedoch zumeist ausreichend. Sind keine schriftlichen Informationen vorhanden, helfen Passanten gerne und hilfsbereit weiter.

Im Alltag sieht es so aus, dass die gesprochene Sprache dominiert. In jedem Bus gibt es einen Mitarbeiter, der sich um die Fahrkahrten kümmert und bei jeder Haltestelle die nächsten Haltestellen und das Ziel der Linie in Richtung der wartenden Menschen ruft, obwohl an jedem Bus Schilder (nicht immer in englischer Sprache und Schrift!) mit den entsprechenden Angaben zu finden sind.

Kaufen

Das Verhandeln von Preisen ist insbesondere auf den diversen Märkten und bei fliegenden Händlern sehr verbreitet. Man sollte sich frühzeitig einen eigenen Maximalpreis festlegen und diesen dann auch nicht überschreiten. Allgemein wird das freundliche Interesse an einer Ware ("How much is that?") schon fast als Kaufabsicht gewertet, so dass man ggf. Mühe hat, den Händler wieder loszuwerden, da dieser ein breitgefächertes Angebot an Marketinginstrumenten bereithält: "Off season/bad business", "very good quality", "good value", "final price" sind alles Begriffe, die man früher oder später von einem Händler hören wird. Glücklicherweise wird freundliches, aber energisches Bekunden von Nicht-Interesse letztlich auch akzeptiert.

Angeboten werden viele Produkte aus heimischer Produktion, darunter Schnitzereien aus verschiedenen Hölzern, z. B. die unausweichlichen "Eliphants", Gewürze (auf Kochqualität achten, wenn man vorhat, sie auch zu verwenden, "not for display only"), Tee sowie vor allem Textilien. Diese Produkte können sehr günstig sein, besonders bei normaler Qualität. Hochwertige Produkte haben jedoch fast das gleiche Preisniveau wie in Euroland. Schneidereien fertigen schnell und gut jede Art Kleidung. Oft sind sie mit den aktuellen europäischen Versandhauskatalogen ausgestattet, in denen man sich den gewünschten Schnitt aussucht.

Tee kauft man am Besten direkt in der Fabrik. In normalen Geschäften bekommt man häufig nur den "Alltagstee", der von minderer Qualität ist. Bei Preisen von ca. 10 EUR für ein Kilo bester Qualität sollte man sich nicht mit weniger zufrieden geben. Besonders Teeliebhaber sollten genügend Platz im Koffer lassen. Da es beim Zoll keine Freigrenzen für Tee mehr gibt, kann man sich so für lange Zeit mit hervorragendem Tee eindecken.

Schmuckliebhaber kommen voll auf ihre Kosten da der Schmuck aufgrund der niederigen Lohnkosten und der im eigenen Land gefundenen Steine sehr viel günstiger ist als hierzulande. Sie können sich auch gerne Ihre eigenen Entwürfe anfertigen lassen. Unter den vielen Schmuckhändlern gibt es wie überall leider auch ein paar schwarze Schafe. Darum sollten Sie nicht unbedingt beim kleinsten Straßenhändler kaufen, auch wenn die Preise noch so verlockend sind. Große Juweliere sind zwar nicht unbedingt die günstigsten, bieten aber hohe Qualität zum adäquaten Preis. Empfehlenswert ist zum Beispiel Aida Gems & Jewellery in Bentota. Hilfe bekommt man auch im State Gem Office, wo Steine auf ihre Echtheit überprüft werden. Dieses regierungsamtliche Büro ist eine Art Kontrollinstanz für die Juweliere.

Elektro-Produkte sind zumeist Importe aus anderen asiatischen Staaten und haben kein ausgesprochen lukratives Preisniveau, besonders wenn man die häufig niedrigere Qualität berücksichtigt.

Wer shoppen möchte (DVDs,CDs, Klamotten, Kunstgewerbe, Elektronik...), wird wohl am ehesten in Colombo fündig.Colombo

Währungen

Neben den Rupees werden auch Euro und US-Dollar zumindest in den touristischen Gebieten gleich gerne akzeptiert. Als Richtwert gilt ca. 160 Rs = 1 EUR (Stand Sept.09) und 110 Rs = 1 US$ (Stand Sept. 2009). siehe [1]

Man sollte sich nicht zu sehr über unterschiedliche Preise für "locals" und "tourists" wundern. Diese Unterscheidung wird unumwunden zugegeben und lässt sich nur teilweise wegdiskutieren. Gerade beim Besuch von Museen oder bestimmten Tempelanlagen wird dies sehr deutlich und ist dort auch nicht verhandelbar (Beispiel: Eintrittskarte zum Felsen in Sigiriya: 3600 Rs für Touristen (bzw. 30$, Stand April 2012), ca. 200 Rs für Einheimische).

Küche

Buriyani

Die singhalesische Küche ist eine der schärfsten der Welt. Nur die Thais kochen noch schärfer. Der Grund ist natürlich die Nähe zu Indien, der Gewürzküche Süd- und Südostasiens. Die scharfen Gewürze sorgen auch für eine gewisse Haltbarkeit der zubereiteten Speisen. Man sollte von Anfang an singhalesisch essen, da sich continental food auf Sri Lanka nicht lange hält. Der beste Weg Magen-/Darmprobleme zu bekommen, ist sich nahrungsmitteltechnisch nicht umzustellen.

Das Standardgericht ist Rice and Curry mit Fisch oder Hühnchen, und man bekommt es an jeder Ecke für wenige Rupees.

Andere gern gegessene Gerichte sind:

  • Roty (Teigtasche mit versch. Füllung)
  • Fried Rice (Reis mit versch. Beimischungen im Wok angeschmort)
  • Hoppers
  • String Hoppers (Teignudeln in Streifen)
  • Buriyani

Weil auf Sri Lanka viele ethnische Gruppen leben, die jeweils Ihre Küche mitgebracht haben, gibt es viele unterschiedliche Richtungen, in die man probieren kann. Es gibt u.a. chinesische Restaurants (die teilweise wesentlich besser sind als die hiesigen), Restaurants mit 'halal food' (= nach muslimischem Ritus "rein"), typisch singhalesische Garküchen und natürlich Mischformen aus allem.

Der Singhalese isst leidenschaftlich gern warm, teilweise bis zu dreimal am Tag.

Überall kann man alle Gerichte auch ohne Fleisch bekommen. Da viele Gerichte auf Reis basieren und die anderen Zutaten nach eigenem Gusto auf den Teller kommen, läuft man nicht Gefahr einen Teller zu bekommen, dessen Inhalt man nicht kennt.

Getränke: Trinkwasser in Plastikflaschen ist überall erhältlich. Die Briten hinterließen eine Teekultur, die sich nicht nur im großflächigen Anbau zeigt, sondern auch darin, dass selbst einfachste Leute mindestens einmal am Tag Tee aufsetzen. Auch in sehr vielen Geschäften wird einem immer wieder Tee angeboten. Im Gegensatz zu Indien, wo der Tee sehr häufig mit Milch und Gewürzen gekocht wird, bekommt man den Tee in Sri Lanka meistens pur. Zucker und Milch kommt separat. Sehr gut und erfrischend ist auch etwas Limonensaft im Tee.

Sri Lanka ist kein Weinland; die Weine, die man bekommt, sind häufig aus Australien importiert. Es gibt kleine Anbaugebiete und der "Ceylon Classic", ein trockener Weißwein, hat eine starke Sherry Note. Es gibt teilweise auch deutschen Wein z.B.Niersteiner Riesling. Alkoholische Getränke gibt´s in Hotels und Wine-Shops. Auch das lokal gebraute Bier schmeckt gut. Arrak (weiß oder braun) ist ein aus dem gegorenem Saft der Kokospalme (Toddy) gebrannter Schnaps. Geschmacklich ähnelt er ein wenig dem irischen Whiskey. Eine 0,7L-Flasche Old-Arrak kostet im Wine-Shop ab knapp 500Rp+Pfand (Stand Feb.08) und eignet sich auch immer sehr gut als Mitbringsel bei einer Einladung.

Milch wird aus Milchpulver selbst gemacht, eine Kühlkette für die Milchlogistik gibt es nicht.

Ausgehen

Wer ein großartiges Nachtleben erwartet, wird von Sri Lanka enttäuscht sein.

In Colombo gibt es verschiedene Möglichkeiten, einen guten Überblick verschafft das kostenlose Magazin 'LT-Colombo' - Leisure Times Colombo. Leider wimmelt es in Colombo von sog. V.I.P. Clubs wo die selbstauserkorene Elite des Landes sich zum Stelldichein trifft, teilweise sogar "for foreigners only".

Da Reggae eine der Lieblingsmusikrichtungen der Singhalesen aller Altersklassen ist, gibt es häufiger Strandpartys (zwischen Mount Lavinia und Galle), bei denen diese Musik gespielt wird.

Unterkunft

Klimaanlagen sind zwar eine tolle Erfindung, aber ein einfacher Ventilator tut's auch. Singhalesisch schlafen heißt: offene Tür, offenes Fenster und Ventilator an. Der Deckenventilator (Fan) vertreibt auf hoher Stufe auch Mücken und andere Flugtiere. Türen zu Schlafräumen sind im Privatbereich meist auch nur Vorhänge, und Teile der Fenster haben Moskitonetze statt Glasscheiben.

Lernen

Arbeiten

Wasserbüffel eines Bauern

Arbeiten in einem Land das offiziell als "Schwellenland" eingestuft wird, ist etwas anderes als arbeiten in Deutschland. Die Singhalesische Regierung spricht von ca. 20 % Arbeitslosen. Die Realität sieht anders aus, längst nicht jeder fünfte hat einen normalen Job.

In Tourismusgebieten

Vielmehr sieht es so aus, dass in den Gebieten mit Tourismuseinfluss viele Menschen sich als

  • Tuk-Tuk Fahrer
  • Reiseleiter
  • Guide
  • Jeep-Fahrer

oder in ähnlichen Jobs rund um den Tourismus ihr Geld verdienen. Weder Krankenversicherung noch Rentensystem steht diesen Leuten zur Verfügung.

Natürlich gibt es auch die 'normalen' Jobs, die der Tourismus mit sich bringt, wie z.B.

  • Koch
  • Kellner
  • Reinigungsjobs

Auf dem Land

Auf dem Land sieht es ganz schlecht aus. Viele Menschen versorgen sich selbst und tauschen mit den umliegenden Bauern Grundnahrungsmittel. Was übrig bleibt wird auf dem nächsten größeren Markt verkauft um an Geld zu kommen. Gearbeitet wird überwiegend auf Reisfeldern, wer etwas Geld gespart hat kann sich Arbeitstiere wie die abgebildeten Wasserbüffel leisten. Die Bauern stehen teilweise bis zum Oberkörper im Schlamm und arbeiten hart. Wer nicht Bauer ist könnte sich mit diesen Arbeiten über Wasser halten:

  • Plantagenarbeiter
  • Textilnäher

In der Stadt

Die Stadt - damit ist normalerweise Colombo gemeint - bietet für besser ausgebildete Menschen Möglichkeiten im aufstrebenden Dienstleistungssektor unterzukommen. Sri Lanka besitzt eine komplizierte, aufgeblasene Verwaltung, die viele Stellen bereithält. Der private Dienstleistungsbereich etwickelt sich stark. Nicht zu vergessen sind die mehreren 100.000 Militärjobs, die der Tamilenkonflikt hervorgebracht hat. Einige Arbeitsplätze in der Stadt:

  • Verwaltung
  • Telekommunikation
  • Polizei/Militär
  • Banken

Feiertage

Ein Tempelbaum mit Glückssprüchen
Der Zahntempel

Es gibt 8 gesetzliche Feiertage:

Termin Name Bedeutung
4. Februar Unabhängigkeitstag erinnert an die Unabhängigkeit von Indien im Jahre 1948
18. April 2014 Karfreitag vor dem ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond
13. April Singhalesisches und Tamilisches Neujahr
14. April Bhuddistisches Neujahr
21. April Geburtstag des Propheten Mohammed
1. Mai Maifeiertag
3. November Ende des islamischen Fastenmonats
25. Dezember Weihnachtstag


Neben den gesetzlichen Feiertagen spielen in einem buddhistischen Land natürlich die religiösen Feste eine wichtige Rolle. Auch wenn die gesetzlichen Feiertage aus verschiedenen Religionen stammen, gibt es doch auch wichtige buddhistische Feste.

Tempelfest

An jedem Vollmondtag ist in allen Tempeln ein kleines Fest. Dies ist ein wichtiges Ritual zur Förderung der Gemeinschaft der Gläubigen. Am Anfang des Monats kommen die Kinder des Dorfes an jedes Haus und erbitten eine Spende für das nächste Tempelfest. Für seine Spende kann man beim Tempelfest essen und trinken. Es werden typische singhalesische Speisen wie Reis und Curry bereitet.

Perahera

Im August jedes Jahres findet ein buntes Tempelfest in Kandy statt. Dies ist eine mehrtägige Feier, zu der Buddhisten von der ganzen Insel und auch aus anderen buddhistischen Ländern kommen. Das Zahnrelikt - das ist ein Backen- oder Eckzahn Buddhas (bzw. eine Kopie davon) - wird aus dem Tempel in Kandy geholt und auf einem Elefanten durch die Stadt getragen. Es ist eine Parade mit Elefanten, Tänzern, Trommlern, Licht und vielen festlich gekleideten Besuchern.

Sicherheit

Sri Lanka ist ein armes Land mit einem niedrigen Durchschnittseinkommen.und einer hohen Arbeitslosigkeit. In vielen Ländern ist dies gleichbedeutend mit einer hohen Kriminalitätsrate, aber nicht so in Sri Lanka. Die Menschen sind sehr friedliebend, was einem Touristen sehr entgegenkommt.

Man kann sich in der Regel frei bewegen: Zug fahren, Auto fahren, nachts am Strand schlafen, in einem offenen Boot in den Mangroven übernachten. Natürlich sollte man im Zug auf sein Gepäck aufpassen, aber das sollte man überall auf der Welt. Frauen sollten nicht alleine reisen, wenn sie nicht belästigt werden wollen und einsame Orte und Strände meiden.

Generell kann man sagen, dass man nicht leichtgläubig sein sollte und nichts tun sollte, was man nicht auch zu hause täte. Im Netz liest man Stories von Urlaubern (größtenteils Pauschaltouristen), die durch einen öffentlich-verschwenderischen Umgang mit Geld, die Unwissenheit über den Wert des Geldes und eine gehörige Portion Naivität die Nepper, Schlepper und Bauernfänger geradezu magisch angezogen haben.

Beim Thema Sicherheit kommt man zwangsläufig auch auf das Thema Tamilenkonflikt bzw. "Nord- und Ostprovinzen". Die Tamilen möchten gerne einen Staat "Tamil Eelam" haben, die eigentliche Regierung Sri Lankas aber nicht. In der Folge hat es einen Bürgerkrieg gegeben, der zwischen der LTTE (Tamil Tigers) und den regierungstreuen Militärs ausgetragen wurde. Der Höhepunkt war die Vernichtung der gesamten Flotte der Sri Lankan Airlines.

Der Konflikt wurde 2009 beendet, seitdem ist eine deutliche Entspannung zu erkennen. Die Gefahr von Anschlägen ist wesentlich geringer.

Gesund bleiben

Nahrungsmittel - und vor allem deren Lagerung - müssen den örtlichen Gegebenheiten angepasst sein. Es empfielt sich dringend auf "europäische" Speisen zu verzichten, da diese aufgrund der oft nicht vorhandenen oder unzuverlässigen Kühlung einfach zu schnell verdorben sind. Singhalesisches Essen ist generell sehr scharf und daher kein guter Nährboden für Bakterien. Also sollte man sofort nach der Ankunft auf des lokale Essen umstellen.

Leitungswasser gibt es eigentlich nur in Colombo und in Kandy, das Wasser was man auf dem Dorf "aus der Leitung" zapft wird aus einem Brunnen gepumpt und anschließend in charakteristischen runden schwarzen Plastiktanks (die auf vielen Häusern zu finden sind) zwischengelagert. Durch die Schwerkraft kommt das Wasser aus den höhergelegenen Tanks mit dem natürlichen Druck aus dem Hahn.

Bei kleinen Verletzungen funktionieren die "Antiseptic Plasters", die es überall gibt wo es "daily goods" gibt, gut.

Den privaten Krankenhäusern (z.B. den blauen Philips Hospitals) ist der Vorzug gegenüber den staatlichen zu geben. Die Preise sind für Touristen viel höher als für Einheimische, bitte nicht wundern!

Klima

Oberhalb von Kandy
An der Küste bei Induruwa

Monsoon (auch Monsun) ist das Stichwort wenn man über die klimatischen Verhältnisse auf Sri Lanka nachdenkt. Eine schöne Erklärung zum Wetter auf Sri Lanka findet sich bei http://www.srilanka-info.com/mozilla/reise-info/wetter/monsoon.html .

Das Klima Sri Lankas ist gleichmäßiger und für den Europäer angenehmer als das Indiens. Im nördlichsten Teil, dem Gebiet um Jaffna, herrscht Dürre; bei Trincomalee ist der Regenfall häufig, aber leicht, und im Innern bedürfen die Felder der Bewässerung. Im Süden fallen heftige Regen zur Zeit der Monsune (April, Mai und Oktober, November).

Klimadaten für Colombo:

Monat J F M A M J J A S O N D
Regentage 7 6 8 14 19 18 12 11 13 19 12 8
Sonnenstunden 6 6 7 7 4 4 4 5 6 6 6 5
Tagestemperaturen 30 31 31 31 30 30 29 29 29 29 29 30

Respekt

Die Singhalesen sind machmal typisch asiatisch-wuselig, und manchmal tief in Meditation versunken. Wenn man die selben Personen in solch unterschiedlichen Rollen sieht glaubt man das kaum.

Die Menschen auf Sri Lanka pflegen ein gute Stimmung und versuchen alles allen irgendwie rechtzumachen damit die Wiedergeburt als "etwas besseres" (wie der Buddhismus es sagt) auch eintritt.

Diese Stimmung steckt an, denn wer lächelt nicht gerne... Sie ist aber nicht immer mit europäischen/nichtbuddhistischen Denkweisen vereinbar. Sprüche wie "Da muss man halt durch", oder Antworten wie "Nein, geht nicht" gibt es traditionell nicht. Eher wird etwas nicht gemacht, als das man -durch schlechtes [unglückbringendes] Verhalten- den Aufstieg auf der Karriereleiter (durch Wiedergeburt) gefährdet.

Dieses Verhalten hat allgemein mit einer Sache die sich das Gesicht verlieren nennt zu tun. Diese Gesichtsverliererei, bzw. die Angst der Singhalesen davor können einen Reisenden (der dieses Problem nicht kennt) ganz schön aufregen. Genau dann sollte man daran denken das man zu Gast ist, und dieses akzeptieren. Also wenn man statt einer Antwort auf eine (für uns ganz normale) Frage nur ein Lächeln zurückbekommt, vielleicht zusammen mit einer ausweichenden Antwort, sollte man daran denken, dass der Singhalese etwas nicht sagt, weil er dadurch sein Gesicht verliert. Wenn man etwas anders fragt, kommt man schon weiter.

Die Singhalesische Bevölkerung gestaltet sich nicht einheitlich. Die verschiedenen Religionen (Buddhisten 70%, Hindus 15%, Christen 8%, Muslime, etc.) haben alle Ihre eigenen Vorstellungen von respektvollem Umgang mit Tempeln, Kirchen, Heiligen Stätten, etc.

Einige Grundregeln mit denen man immer gut fährt sind hier angegeben:

  • Vernünftige Kleidung. Die Singhalesen kleiden sich sauber und (je nach vorhandenen Mitteln) gut. Kein Mensch käme auf die Idee in der Stadt eine Bermudashorts anzuziehen, sowas gehört an den Strand. Auffallend viele Frauen laufen mit dunklen Regenschirmen rum, denn das Schönheitsideal hat helle Haut.
  • Freundliches Verhalten. Die Menschen begegnen einem mit einer freundlichen Einstellung. Diese sollte man erwidern, denn es braucht nicht viel dazu und zeigt den Einheimischen, dass man ein wissender Reisender ist. Wenn man allerdings am Banhof Tickets haben will, und in der Schlange um die besten Plätze gekämpft wird, darf man ruhig auch mitmachen. Es gilt, das Verhalten der Singhalesen zu studieren, und nachzuahmen.
  • Die Buddhisten sollte man beim Morgen- und Abendgebet nicht stören, denn der auf Sri Lanka gelebte Buddhismus (Theravada) ist eine sehr intensive Art des Buddhismus, die Menschen glauben wirklich an die schlimmen Auswirkungen die "nicht-buddhistisches Verhalten" nach sich zieht.
Kokosoellichter im Tempel
Opfergaben (Blumen)im Tempel
  • Tempelbesuche. Keine Kopfbedeckungen, keine Schuhe, zumindest 3/4 lange Hosen, bedeckte Schultern. Wenn man sich so verhält und kleidet wie die Einheimischen es tun, macht man nichts falsch. Kaum etwas aus dem Bereich Tempel/Glauben ist den Buddhisten vorbehalten. Als Europäer braucht man zwar nichts opfern, aber da die meisten Rituale (Gebete, Lichter, Räuchererei) und bekannt sind, ist man eingeladen mitzumachen. Gebete handeln meistens von Glück. Beispielsweise bedankt man sich für das Glück was man hatte, wünscht sich und anderen, der Familie und Freunden Glück für die Zukunft, für Ereignisse die bevorstehen, die Fahrt nach xyz, etc. Mitmachen ist erlaubt und erwünscht. Touristen die im Tempel nur glotzen, werden zwar nicht verscheucht, aber wer ein kleines Gebet für die Freunde in der Heimat übrig hat, wird schon ganz anders wahrgenommen.
  • Mönche sind etwas besonderes auf Sri Lanka. Der Theravada-Buddhismus macht die Mönche nicht zur zurückgezogenen Randgruppe, sondern zu einer mächtigs und einflußreichen Gruppe, die starken Einfluß auf die Politik hat. Mönche sind stark in die Gesellschaft integriert, meistens besser gebildet, und Personen des Vertrauens. Es ist komisch das grade Mönche "ehrlichere" Auskünkfte geben als normale Bürger obwohl die Mönche noch stärker den Buddhismus leben. Die oftmals bessere Bildung führt dazu, das Mönche wissen das sie vor Ausländern ihr Gesicht nicht wirklich verlieren können. Mönche sind sehr nett, sie helfen einen in einem Tempel wenn man keine Ahnung hat, erklären einem die Grundsätze der buddhistische Religion wie z.B. Buddhas Lebensgeschichte. Mönche kann man fragen, was sich hinter verschlossenen Türen im Tempel verbirgt. Eines sollte man vermeiden: Mönche berühren - das kann je nach untergruppierung, den Mönch zwingen sich einem langen, und mühsamen Waschritual zu unterziehen. Wenn der Mönch einen berührt (Die Hand gibt o.ä.) dann kann man sicher sein, das dieser Mönch keine Angst vor Verunreinigung durch den Reisenden hat.

Fotografieren

  • Buddhastatuen dürfen fotografiert werden! Tempel und buddhistische Glaubenseinrichtungen auch. Bei Opferzeremonien (in Anwesenheit eines Mönches) sollte man nicht fotografieren. Wichtig: Wenn man Buddha und lebende Personen (egal welcher Religion) zusammen fotografieren möchte, sollten alle Personen Buddha angucken. Falls man sitzt sollte man sich (wie übrigens auch Buddha) im Schneidersitz vor die Statue setzen und nicht die Beine lang ausstrecken, denn Fußsohlen sind nicht 'rein' und sollten nicht auf irgendetwas zeigen, dem man mit Respekt begegnet.
  • Hindu-Tempel: hier gilt das gleiche. Respekt vor Shiva, Vishnu, etc. drückt man durch freundliches Verhalten gegenüber den Statuen aus.
  • Christliche Kirchen. Fotografieren sollte man erst nachdem man den zuständigen Pastor gefragt hat. Ansonsten ist der christliche Glaube ja den meisten bekannt.

Nicht tun

  • Als Europäer versuchen seine/unsere Denkweise jemandem klarzumachen. Was nicht so ist wird sich bestimmt nicht in der kurzen Zeit, die man vor Ort ist, ändern. Außerdem: Wie würden wir reagieren, wenn uns jemand einreden wollte, dass unsere Ansichten total falsch sind?
  • Ängstlich sein. Man kann mit den Singhalesen über wirklich alles reden. Es gibt nicht die vielfach beschriebenen Fettnäpfchen. Wenn man den Abschnitt "Respekt" gelesen hat, ist alles klar.

Fazit: Der interessierte Reisende wird viele Antworten auf Fragen nach Religion, Glauben, Verhalten etc. bekommen. Einheimische erzählen ohne Probleme davon. Wer Interesse zeigt wird merken, dass die Menschen einen sehr gerne integrieren. Eh man sich versieht, steckt man mitten in Familienfesten, Hochzeiten, Tempelbesuchen, etc. Durch angepasstes Verhalten eröffnet man sich die Möglichkeit auf "die andere Seite" zu kommen und mehr als nur Tourist zu sein. Ich wünsche jedem Reisenden solche Erfahrungen.

Kommunizieren

Sri Lanka ist ein Land in der Nähe des Aquätors und kann somit über einen starken Waldbewuchs nicht klagen. Der Dschungel ist nicht grade das beste Terrain um eine Infrastruktur (also auch Telefonleitungen) aufzubauen. Seit langer Zeit gibt es in Lanka die sog. Wireless Local Loops, das sind Festnetztelefone, die in einer bestimmten Funkzelle funktionieren. Diese Technik war lange Zeit die einzige Möglichkeit einen Telefonanschluß im Dschungel zu bekommen.

Heute haben Mobiltelefone Sri Lanka fest im Griff. Die Vorteile liegen auf der Hand: Keine Kabel, Antennenmasten standen vielerorts durch die WLL Technik zur Verfügung, günstige Endgeräte, etc. Es gibt zwei große Provider, Dialog und Celltel sowie kleinere wie Mobitel die zum Teil aber nur als Wiederverkäufer agieren. Das Netz von Dialog ist wesentlich besser (Stand Juni 2005) als das Celltel-Netz. Es lohnt sich, ab der ersten Minute eine Prepaidkarte anzuschaffen, da die SMS-Gebühren sehr niedrig sind (3 ct./SMS) und so keine Roaminggebühren entstehen. Dialog bietet eine Prepaidkarte namens kit an (Vorwahl 077), die Aufladekarte heißt "ezLoad"; Celltel's Pendant heißt cellcard.

Internet

In etwas größeren Orten gibt es fast überall auch ein Internetcafe. Die meisten sind leider mit proprietären Betriebssystemen ausgestattet, jedoch kann man fast überall einen geeigneten Client zur sicheren Kommunikation downloaden und installieren. Zumeist sind die Internet-Cafes über eine einzelne Dial-Up-Leitung angebunden, so dass die Geschwindigkeit "überschaubar" bleibt. Viele Cafes haben WLAN-Router im Einsatz, aber nicht alle bieten das WLAN auch nach außen als vorgesehene Dienstleistung an. DSL ist effektiv nur in Colombo und Kandy verfügbar. Die Hauptschwierigkeit der Kommunikation ist weniger der Zugang zum Provider als offenbar die Anbindung des Landes an den Rest der Welt.

Preise

Die Celltelkarte (Prepaid - Vorwahl 072) kostet 800 Rs. (6€) und enthält Guthaben für 400 Rs (3€) Aufladekarten gibt es in den Größen 150, 400 oder 1000 Rs (1,20€ 3€ oder 8€). Eine Stunde Internetnutzung sollte zwischen 100 Rs in einfachen Internet-Cafes und 500 Rs in Hotels zu bekommen sein. Die Preise sind vom Juni 2005.

Literatur

Claudia Ackermann: Der Krokodilfelsen. Sehnsucht nach Sri Lanka. Ein Reiseroman. ISBN-10: 3-937274-29-4. Traveldiary.de Reiseliteratur-Verlag. 2006.] Christine Peinsteiner: [2]. Bildband über Sri Lanka. ISBN 978-3-9503237-3-3]





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