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Sprachführer Schwedisch

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Dieser Artikel ist ein Sprachführer.
Karte zur Verbreitung der schwedischen Sprache.

Allgemeine Informationen

Schwedisch ist eine germanische Sprache und gehört zum ostnordischen Zweig der nordgermanischen Sprachen. Es wird von etwa neun Millionen Menschen in Schweden und Finnland gesprochen. Hinzu kommen noch kleine Minderheiten in den USA (vor allem Minnesota) und Kanada, die als Nachfahren schwedischer Einwanderer das Schwedische noch beherrschen. Das Schwedische ist so eng mit den Nachbarsprachen Norwegisch und Dänisch verwandt, dass es keine größeren Probleme macht, wenn die Einwohner dieser drei Länder in ihrer jeweiligen Muttersprache miteinander reden.

Besonderheiten des Schwedischen

  • Schweden "siezen" nicht: Jeder wird in Schweden mit Du angesprochen. Ausnahmen sind die Mitglieder der Königsfamilie (zum König sagt man zum Beispiel "Eders majestät") und sehr alte Menschen (zu denen man auch "Ni" sagt).
  • Das schwedische Alphabet hat drei Buchstaben mehr als das Deutsche. Nach den Buchstaben A bis Z folgen noch die drei Vokale å, ä und ö. Schwedische Wörter mit diesen Anfangsbuchstaben sind also in Wörterbüchern nicht unter A oder O eingeordnet. Und auch bei Wörtern, die diese Buchstaben enthalten, muss man aufpassen, wenn man sie in Wörterbüchern sucht, denn ä und ö werden nicht, wie im Deutschen, als ae oder oe behandelt. Auf der anderen Seite taucht der Buchstabe W nur noch in Eigennamen und Fremdwörtern auf. Deshalb werden Wörter, die auf W beginnen, in Wörterbüchern unter V einsortiert. Auch der Buchstabe Q kommt eigentlich nur in Fremdwörtern oder Eigennamen vor. Wörter mit einem Q-Laut sollte man deshalb im Wörterbuch unter kv suchen.
  • Die Satzmelodie des Schwedischen ist für deutsche Ohren teilweise ungewohnt. Das Schwedische hat neben der eigentlichen Wortbetonung oft noch eine Wortmelodie, die auch gelegentlich bedeutungsunterscheidend sein kann. Für Reisende reicht es jedoch zumeist, wenn sie das Wort auf der richtigen Silbe betonen, also die richtige Wortbetonung wissen. Die Wortmelodie, die auch für den schwedischen "Singsang" verantwortlich ist, ist etwas für ambitioniertere Schwedisch-Fans.
  • Die Grammatik ist im Schwedischen oft einfacher als im Deutschen.
    • Das Schwedische kennt bei den Verben (Tätigkeitswörtern) keine unterschiedlichen Personalendungen mehr. Ich heiße lautet übersetzt Jag heter, Du heißt lautet übersetzt Du heter.
    • Die verschiedenen Fälle (Kasus) existieren im Schwedischen bei Substantiven (Hauptwörtern) nicht mehr, Dativ und Akkusativ sind bei Substantiven verschwunden, nur der Genitiv taucht noch auf.
    • Es gibt nur noch zwei Geschlechter, nämlich Utrum (männlich/weiblich) mit dem Artikel en und Neutrum (sächlich) mit dem Artikel ett. Achtung: Der unbestimmte Artikel steht vor dem Substantiv, der bestimmte Artikel wird an das Substantiv angehängt. Beispiele: ein Mann = en man, aber: der Mann = mannen. ein Apfel = ett äpple, aber: der Apfel = äpplet
    • Beim Plural hat das Schwedische weniger unterschiedliche Endungen: Während es im Deutschen insgesamt neun Pluralendungen für Substantive gibt, haben die Schweden nur fünf - und die werden nach relativ klaren Regeln vergeben.
    • Es gibt keine komplizierte Groß- und Kleinschreibung im Schwedischen. Nur Worte am Satzanfang und Eigennamen werden groß geschrieben, alles andere stets klein.

Aussprache

Vokale

Das Schwedische hat nicht nur fünf Vokale, wie das Deutsche, sondern gleich neun: Zu a, e, i, o, und u kommen noch die Sonderbuchstaben å, ä und ö sowie das y, das im Deutschen als Konsonant angesehen wird. Diese Buchstaben werden unterteilt in helle und dunkle Vokale. Diese Unterteilung spielt bei der richtigen Aussprache einiger Konsonanten und Zeichenkombinationen eine wichtige Rolle.

helle Vokale dunkle Vokale
e, i, y, ä, ö a, o, u, å


Bei der Aussprache der einzelnen Vokale muss man unterscheiden, ob ein Vokal betont oder unbetont (bzw. lang oder kurz) ist. Das a in kal (kahl) klingt anders als das a in kall (kalt). Eine besondere Schwierigkeit birgt der schwedische Buchstabe o: Dieser wird mal wie ein o und mal wie ein u ausgesprochen, egal ob betont oder unbetont - und klare Regeln gibt es dafür nicht, man muss es also mit jedem Wort einzeln lernen. Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Aussprachemöglichkeiten (Beispiele mit deutscher Übersetzung in Klammern).

Vokal Aussprache betont/lang Aussprache unbetont/kurz
a /ɑː/ langes dunkles a, in dem ein wenig von einem o mitklingt (kal = kahl) /a/ wie im Deutschen (kall = kalt)
e /eː/ langes e wie in Meer (heta = heißen) /ɛ/ wie im deutschen Wort Mettwurst (hetta = Hitze)
/æ/ vor r kurzer, offener ä-Laut (herre = Herr)
i /iː/ sehr spitzes i, Zungenrücken nicht an den Gaumen drücken (fika = Kaffee trinken) /i/ wie im Deutschen (ficka = Tasche)
o /oː/ o wie im deutschen wohnen (son = Sohn)
/uː/ u wie im deutschen Ruhm (ro = Ruhe)
/ɔ/ o wie im deutschen Motte (hoppa = springen)
/u/ u wie im deutschen Hund (ost = Käse)
u /ʉː/ etwas dunkler als ein deutsches ü (hjul = Reifen) /ɵ/ deutsches u mit einem Hauch von ü (hund = Hund)
y /yː/ heller als ein deutsches ü (ein i klingt mit) (cykel = Fahrrad) /ʏ/ wie ü im deutschen Küsse (nytta = Nutzen)
å /oː/ wie o im deutschen wohnen (på = auf, an, in, bei, von, nach, über) /ɔ/ wie o im deutschen Motte (påsk = Ostern)
ä /ɛː/ wie ä im deutschen mähen (äta = essen)
/æː/ vor r sehr offen, fast wie ein deutsches a (bär = Beere)
/ɛ/ wie e im deutschen Herr (väcka = wecken)
/æ/ vor r sehr offen, fast wie ein deutsches a (färja = Fähre)
ö /øː/ wie ö im deutschen Flöte (köpa = kaufen)
/œː/ vor r sehr offen, fast wie ein deutsches o (smör = Butter)
/ø/ wie ö im deutschen Köchin (höst = Herbst)
/œ/ vor r sehr offen, fast wie ein deutsches o (dörr = Tür)

Konsonanten

Bei den meisten Konsonanten ist es mit der Aussprache ganz einfach: b, d, f, h, j, l, m, n, p und t spricht man genau wie im Deutschen. Zu beachten ist hier nur, dass b und d auch am Wortende stimmhaft sind, also nicht zu p oder t werden. Daneben gibt es bei den Konsonanten noch zu beachten:

  • g wird vor hellen Vokalen (das sind e, i, y, ä und ö) wie ein j ausgesprochen. Die gilt für die betonte Silbe eines Wortes. Gleiches gilt auch, wenn ein g hinter einem r oder einem l steht. Göteborg wird also Jöhteborj ausgesprochen.
  • k wird vor hellen Vokalen wie ein ch in dem deutschen Wort ich ausgesprochen. Beispiel: Das schwedische Verb känna (kennen) klingt wie chänna. Das gilt aber ebenfalls nur für betonte Silben.
  • r wird von vielen Schweden gerne gerollt (also Zungenspitzen-r, das ähnlich klingt wie in fränkischen Regionen). Das ist aber kein Muss, da in Südschweden auch ein Rachen-r völlig normal ist.
  • s ist immer stimmlos, so wie das deutsche ß. Ein stimmhaftes s wie im deutschen Adjektiv heiser würde den Schweden sofort klar machen, dass da ein Deutscher zu Ihnen spricht.
  • v wird immer wie ein deutsches w ausgesprochen. Für das Vogel-v haben die Schweden schließlich den Buchstaben f (Vogel = fågel)
  • z wird wie s ausgesprochen, ebenfalls immer stimmlos. Die berühmte schwedische Schauspielerin Zarah Leander muss also von der Aussprache her eigentlich ßarah Leander heißen. Gleiches gilt übrigens auch für das c.

Zeichenkombinationen

Wie in jeder anderen Sprache, so gibt es auch im Schwedischen Zeichenkombinationen, die anders klingen, als sie geschrieben werden.

  • Der Doppelvokal eu wird nicht wie im Deutschen ausgesprochen (also nicht oi). Das Schwedische kennt drei andere Möglichkeiten, nämlich erstens als ein einfaches e (z.B. in dem Wort Europa, das eruhpa ausgesprochen wird), zweitens als ein ew (z.B. beim Euro, den die Schweden ewru aussprechen), und drittens als eff (wer zu einem terapeut (Therapeut) gehen muss, sagt dazu in Schweden terapefft).
  • Die Zeichenfolge gn mag kompliziert aussehen, wird jedoch ganz einfach wie ngn ausgesprochen. Die Sängerin Agnetha von ABBA heißt also Angneta.
  • In den Kombinationen dj, gj, hj und lj ist nur noch das j zu hören. Djur (Tier) wird also wie jüür ausgesprochen, gjuta (gießen) wie jüüta, hjälm (Helm) wie jälm und ljuga (lügen) wie jüüga.
  • In den Zeichenfolgen rd, rl, rn, rs und rt wird der Buchstabe r nicht mehr richtig ausgesprochen, sondern verschmilzt praktisch mit dem nachfolgenden Buchstaben. Das einzige, was vom r dann noch übrig bleibt, ist eine kurz nach hinten gebogene Zunge. Das ist in etwa so, als wollte man ein gerolltes Zungenspitzen-r sprechen und die Zunge dann vor dem Vorschnellen doch noch zurückhalten, um schließlich nur den nachfolgenden Buchstaben auszusprechen. Jorden (die Erde) klingt also wie juːɖən, der Name Karl wie kɑːɭ, kvarn (Mühle) wie kvɑːɳ und sport wie spɔʈ. In der Kombination rs wird das r nicht nur fast unhörbar, sondern es lässt auch das nachfolgende s zu einem sch werden (außer in Südschweden, dort belibt das s ein s). Das schwedische Wort törst (Durst) wird also tœʂt ausgesprochen. Der Horror: Dir Wirkung des r auf das s geht sogar über Buchstaben und Wortgrenzen hinweg. Kronärtskocka (Artischocke) ist deshalb ein wunderbares Wort, um schwedische Laute zu üben, denn es wird kruːnæʈ∫kɔka ausgesprochen.


Der "ske"-Laut

In den Zeichenkombinationen sch, ch, sj, skj, stj, sowie si und ti in den Wortendungen -sion und -tion werden wie ein sch ausgesprochen - aber nicht wie ein deutsches. Die Schweden erzeugen dabei den sogenannten ske-Laut. Dazu drücken sie den Zungenrücken an den hinteren Gaumen (so, wie es auch der tschechische Sänger Karel Gott macht, wenn er ein ch wie in ich aussprechen will). Dazu beißen die Schweden noch die Zähne zusammen und runden die Lippen. Nun Luft durch das Ganze pusten, dann entsteht dieser ske-Laut. Üben kann man das mit Wörtern wie schlager, chef, sjuk (krank), skjorta (Hemd), stjärna (Stern), mission und information. ske-Laut wird das Ganze übrigens auch deshalb genannt, weil auch die Zeichenkombination sk vor hellen Vokalen (s.o.) diesen Klang bekommt. Wer das nicht hinbekommt, kann allerdings gerne auf das deutsche sch zurückgreifen. Die Schweden verstehen das ebenso.

Redewendungen

Grundlagen

Hallo 
Hej!
Tschüß 
Hej då!
Auf Wiedersehen! 
Adjö! (veraltet)
Guten Morgen! 
God morgon!
Guten Tag! 
God dag!
Guten Abend! 
God kväll!
Gute Nacht! 
God natt!
Danke! 
Tack!
Bitte (wenn man jemandem etwas gibt)
Varsågod!
Bitte (um etwas bitten) 
tack
Entschuldigung (im Sinne von Verzeihung
Förlåt!
Entschuldigung 
Ursäkta!
Achtung! 
Se upp
Ja 
Ja
Nein 
Nej
Willkommen 
Välkommen

Zahlen

ett
två
tre
fyra
fem
sex
sju
åtta
nio
10 
tio

Zeit

Uhrzeit

Wie spät ist es? 
Vad är klockan?
Es ist... 
Klockan är...

Dauer

Tage

Montag - måndag
Dienstag - tisdag
Mittwoch - onsdag
Donnerstag - torsdag
Freitag - fredag
Samstag - lördag
Sonntag - söndag

Verkehr

Bus und Bahn

Richtung

Taxi

Unterkunft

Jugendherberge 
vandrarhem
Pension 
pension
Hotel 
hotell

Geld

Bars

Einkaufen

Bier - öl Brot - bröd Butter - smör Eier - ägg Fisch - fisk Fleisch - kött Gemüse - grönsaker Hering - sill Käse - ost

Fahren

Behörden

Weiterführende Informationen

Verabredung/Flirt - Träff/Flört

Hast Du morgen schon etwas vor? 
Har du redan planerat något för i morgon?
Wollen wir heute Abend miteinander ausgehen? 
Skall vi gå dit tillsammans?
Treffen wir uns um... 
Skall vi träffas klockan ...?
Hast Du eine Freundin? 
Har du en tjej?
Kann ich dich wiedersehen? 
Kan jag träffa dig igen?
Gibst Du mir Deine Adresse/Telefonnummer? 
Kan jag få din address/ditt telefonnummer?
Meine Telefonnummer ist... 
Mitt nummer är ...
Ich würde dich gerne wieder ein Mal sehen. 
Jag skulle gärna se dig igen någon gång.
Ich freu mich auch auf ein Wiedersehen! 
Jag ser också fram emot att träffas igen!
Viel Glück! 
Lycka till!

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