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Schwaben: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Schwaben''' erstreckt sich über das Gebiet zwischen nördlichem Schwarzwald, Bodensee, Allgäuer Alpen, Lech, Wörnitz, Hohenlohe und Heuchelberg. Der größere Teil Schwabens liegt in [[Baden-Württemberg]], der kleinere in [[Bayern]].
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'''Schwaben''' erstreckt sich über das Gebiet zwischen [[Schwarzwald]], [[Bodensee]], [[Allgäu|Allgäuer Alpen]], Lech, Wörnitz, [[Hohenloher Ebene]] und Heuchelberg. Der größere Teil Schwabens liegt in [[Baden-Württemberg]], der kleinere in [[Bayern]].
 
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[[Bild:Blaubeuren Kloster.jpg|thumb|300px|Kloster [[Blaubeuren]]]]
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<!-- Bitte beachten: fälschlicherweise ist Schwaben ausschließlich unter Baden-Württemberg eingeordnet, da es momentan keine andere Möglichkeit zur Kategorisierung (mit Bayern) gibt. Städte außerhalb Baden-Württembergs (Augsburg, Kempten) werden hier trotzdem mit aufgeführt, über die IstIn-Vorlage aber dafür anders kategorisiert. -->
 
== Regionen ==
 
== Regionen ==
  
* [[Nördlicher Schwarzwald]]
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* [[Nördlicher Schwarzwald]] (teilweise) - Im Nordwesten.
* [[Hohenlohe]]
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* [[Schwäbisch-Fränkischer Wald]] (teilweise) - Im Nordosten.
* [[Heuchelberg]]
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* [[Großraum Stuttgart]] - Im Norden.
* Großraum Stuttgart
+
* [[Schwäbische Alb]] - Zentral.
* [[Schwäbische Alb]]
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* [[Oberschwaben]] - Im Süden.
* [[Oberschwaben]]
+
* [[Schwaben (Regierungsbezirk)|Bayrisch-Schwaben]] - Im Osten.
* Bayrischer Teil (außer Allgäu)
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* [[Bodensee]] - Zentral.
* [[Allgäu]]
+
* [[Allgäu]] - Im Südosten.
  
==Landkreise==
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== Orte ==
Schwaben umfasst folgende 14 Landkreise:
+
*Donau-Ries ([[Nördlingen]])
+
*Dillingen
+
*Aichach-Friedberg
+
*[[Augsburg|Augsburg-Stadt]]
+
*Augsburg-Land
+
*Günzburg
+
*Neu-Ulm
+
*Unterallgäu (Mindelheim)
+
*Memmingen
+
*Kaufbeuren
+
*Ostallgäu (Marktoberdorf)
+
*Kempten
+
*Oberallgäu (Sonthofen)
+
*Lindau.
+
  
==Orte==
+
* [[Stuttgart]]
[[Sonthofen]]
+
* [[Tübingen]]
 +
* [[Ulm]]
 +
* [[Memmingen]]
 +
* [[Friedrichshafen]]
 +
* [[Augsburg]]
  
==Weitere Ziele==
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== Weitere Ziele ==
  
==Hintergrund==
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== Hintergrund ==
Schwaben erstreckt sich über 200 km in Nord-Süd-Richtung und über max. 100 km (durchschnittlich 50 km) in West-Ost-Richtung. Im Norden liegt das "Ries", das durch einen Meteoriteneinschlag entstanden und ca. 20 km im Durchmesser und ca. 100 m tief ist. Im Süden grenzt Schwaben an den Bodensee und die Allgäuer und Ammergauer Alpen.
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Innerhalb Bayerns ist Schwaben der Fläche nach der drittgrößte Bezirk nach Ober- und Niederbayern und nach Einwohnerzahlen der zweitgrößte nach Oberbayern.
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Die einzige Großstadt Schwabens und gleichzeitig Sitz der Regierung von Schwaben ist Augsburg mit ca. 270.000 Einwohnern. Weitere Siedlungszentren sind die kreisfreien Städte Kempten, Memmingen und Kaufbeuren. Das Donautal mit den Städten [[Neu-Ulm]], [[Günzburg]], [[Lauingen]], [[Dillingen]] und [[Donauwörth]] und [[Nördlingen|Nördlingen im Ries]] bilden weitere Ballungszentren.
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==Sprache==
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Die Grenzen Schwabens werden je nach Sichtweise verschieden ausgelegt. Das am Ende der karolinger Zeit gegründete Herzogtum Schwaben reichte im Westen und Süden weit über die Grenzen dessen, was fälschlicherweise heute meist unter Schwaben verstanden wird. Mit dem Ende der Staufer-Zeit verlor das Herzogtum seine politische Bedeutung. Die heutige Deutschschweiz formierte sich allmählich.
  
==Anreise==
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Das seit 1495 bestehende Herzogtum Württemberg und das 1806 daraus entstandene Königreich Württemberg kann teilweise als identitätsstiftend für das heutige Selbstverständnis der Schwaben betrachtet werden. Es bildet das Kerngebiet des heutigen Schwabens.
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Oberschwaben gehörte in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts und im 17. Jahrhundert zu Österreich. 1803 wurde unter dem Schutz Napoleons das Großherzogtum Baden gegründet, das sich sehr um eine ethnische Abgrenzung zu Württemberg bemühte.
  
==Mobilität==
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Besonders entlang der westlichen Grenze zu Baden sollte man sich möglichst nicht den ''Faux Pas'' erlauben, einen Württemberger als Badener (oder umgekehrt) zu bezeichnen. An der Reaktion werden einem sehr schnell die über Jahrhunderte gepflegten Abgrenzungsbestrebungen beider Landesteile deutlich. Dagegen scheint der Übergang zu Franken im Schwäbisch-Fränkischen Wald, auf der Hohenloher Ebene sowie im zu Bayern gehörenden Teil eher fließend zu sein. Auch die Abgrenzung zu Altbayern ist weniger emotional belastet. In der Schweiz jedoch hat die Bezeichnung "Schwabe" fast immer einen abfälligen Beigeschmack.
  
==Sehenswürdigkeiten==
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Von vielen Schwaben wird ein mehr oder minder ausgeprägter schwäbischer "Nationalstolz" gepflegt, der auch Besuchern nicht lange verborgen bleibt. Der schwäbische Humor gilt als derb und wird von Außenstehenden bisweilen mit einer gewissen Schadenfreude verwechselt. Das schwäbische Adjektiv ''schaffig'' charakterisiert einen Menschen, der sich gerne und häufig produktive Beschäftigungen sucht und diesen nachgeht. Das wird als äußerst positive Eigenschaft angesehen. In Schwaben wird die sog. ''Kehrwoche'' sehr ernst genommen. Bewohner eines Hauses wechseln sich dabei nach einem festen Plan ab, das Treppenhaus und die Straße in wöchentlichem Rhythmus zu reinigen.
  
==Aktivitäten==
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In allen Teilen Schwabens - in Württemberg, im südlichen Baden, in Bayrisch-Schwaben, in der Deutschschweiz, im Elsass und in Vorarlberg - wird nach wie vor der Brauch der schwäbisch-alemannischen Fasnet praktiziert, insbesondere in Orten mit katholischer Bevölkerungsmehrheit. Im Gegensatz zum rheinischen Karneval wird die Fasnet düsterer gefeiert, im Zentrum stehen Hexen, Teufel und andere finstere Zeitgenossen, die mit Holzmasken und aufwändigen Verkleidungen dargestellt werden. Die schwäbisch-alemannische Fasnet beginnt stets am 6. Januar und endet am Aschermittwoch. In dieser Zeit finden vielerorts Fasnetsumzüge mit bis vierstelligen Teilnehmerzahlen und fünfstelligen Besucherzahlen statt. Ein Besuch ist zu empfehlen, um den Unterschied zum fröhlich gestalteten Karneval kennen zu lernen. Die Scheu vor den Hexen und Teufeln, die die Besucher am Straßenrand erschrecken oder gar entführen, verliert man schnell.
  
==Küche==
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== Sprache ==
  
==Ausgehen==
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Vor allem auf der Alb, in Oberschwaben und im Allgäu wird oft ein starker Dialekt gesprochen, der für unkundige Ohren ziemlich derb klingen kann und die Verständigung nicht immer ganz einfach macht. Hochdeutsch wird natürlich immer verstanden, aber einigen Dialektsprechern bereitet es deutliches Unbehagen, hochdeutsch zu sprechen.
  
==Sicherheit==
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'''Worte und Redewendungen, deren Bedeutung nicht der des Hochdeutschen entspricht:'''
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* '''heben:''' - nicht hochheben, sondern festhalten.
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* '''g'schwind''' - z.B. ''"Komm ma g'schwind her"'' bedeutet "Komm mal kurz her". Man muss sich dabei also nicht besonders beeilen. Entsprechend bedeutet ''"Wart' ma g'schwind."'' "Warte mal einen Moment."
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In der Innenstadt von Strasbourg findet man inzwischen viele Straßenschilder zweisprachig vor (Französisch/Schwäbisch). Der staatliche Fernsehsender France 3 Alsace sendet eine Stunde pro Woche auf Schwäbisch.
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== Anreise ==
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Die schwäbische Küche ist stark an die italienische angelegt, zumal der schwäbische Kulturkreis auch räumlich an den italienischen angrenzt. Pasta (Spätzle) und Tortellini (Maultaschen) spielen eine große Rolle. In Stuttgart hat sich mittlerweile eine Gastro-Szene für moderne schwäbische Küche gebildet.
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== Ausgehen ==
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Die Region um Freiburg ist die wärmste in Deutschland.
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Ab Stuttgart fährt der TGV nach [[Paris]], ab [[Zürich]] und [[Basel]] gibt es Zug-Direktverbindungen nach [[Mailand]], [[Wien]] und nach [[Frankreich]].
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==Weblinks==
 
[[WikiPedia:Schwaben]]
 
 
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{{Lage|Baden-Württemberg}}
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[[WikiPedia:Schwaben]]

Version vom 16. September 2012, 17:33 Uhr

Schwaben erstreckt sich über das Gebiet zwischen Schwarzwald, Bodensee, Allgäuer Alpen, Lech, Wörnitz, Hohenloher Ebene und Heuchelberg. Der größere Teil Schwabens liegt in Baden-Württemberg, der kleinere in Bayern.

Kloster Blaubeuren

Inhaltsverzeichnis

Regionen

Orte

Weitere Ziele

Hintergrund

Die Grenzen Schwabens werden je nach Sichtweise verschieden ausgelegt. Das am Ende der karolinger Zeit gegründete Herzogtum Schwaben reichte im Westen und Süden weit über die Grenzen dessen, was fälschlicherweise heute meist unter Schwaben verstanden wird. Mit dem Ende der Staufer-Zeit verlor das Herzogtum seine politische Bedeutung. Die heutige Deutschschweiz formierte sich allmählich.

Das seit 1495 bestehende Herzogtum Württemberg und das 1806 daraus entstandene Königreich Württemberg kann teilweise als identitätsstiftend für das heutige Selbstverständnis der Schwaben betrachtet werden. Es bildet das Kerngebiet des heutigen Schwabens. Oberschwaben gehörte in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts und im 17. Jahrhundert zu Österreich. 1803 wurde unter dem Schutz Napoleons das Großherzogtum Baden gegründet, das sich sehr um eine ethnische Abgrenzung zu Württemberg bemühte.

Besonders entlang der westlichen Grenze zu Baden sollte man sich möglichst nicht den Faux Pas erlauben, einen Württemberger als Badener (oder umgekehrt) zu bezeichnen. An der Reaktion werden einem sehr schnell die über Jahrhunderte gepflegten Abgrenzungsbestrebungen beider Landesteile deutlich. Dagegen scheint der Übergang zu Franken im Schwäbisch-Fränkischen Wald, auf der Hohenloher Ebene sowie im zu Bayern gehörenden Teil eher fließend zu sein. Auch die Abgrenzung zu Altbayern ist weniger emotional belastet. In der Schweiz jedoch hat die Bezeichnung "Schwabe" fast immer einen abfälligen Beigeschmack.

Von vielen Schwaben wird ein mehr oder minder ausgeprägter schwäbischer "Nationalstolz" gepflegt, der auch Besuchern nicht lange verborgen bleibt. Der schwäbische Humor gilt als derb und wird von Außenstehenden bisweilen mit einer gewissen Schadenfreude verwechselt. Das schwäbische Adjektiv schaffig charakterisiert einen Menschen, der sich gerne und häufig produktive Beschäftigungen sucht und diesen nachgeht. Das wird als äußerst positive Eigenschaft angesehen. In Schwaben wird die sog. Kehrwoche sehr ernst genommen. Bewohner eines Hauses wechseln sich dabei nach einem festen Plan ab, das Treppenhaus und die Straße in wöchentlichem Rhythmus zu reinigen.

In allen Teilen Schwabens - in Württemberg, im südlichen Baden, in Bayrisch-Schwaben, in der Deutschschweiz, im Elsass und in Vorarlberg - wird nach wie vor der Brauch der schwäbisch-alemannischen Fasnet praktiziert, insbesondere in Orten mit katholischer Bevölkerungsmehrheit. Im Gegensatz zum rheinischen Karneval wird die Fasnet düsterer gefeiert, im Zentrum stehen Hexen, Teufel und andere finstere Zeitgenossen, die mit Holzmasken und aufwändigen Verkleidungen dargestellt werden. Die schwäbisch-alemannische Fasnet beginnt stets am 6. Januar und endet am Aschermittwoch. In dieser Zeit finden vielerorts Fasnetsumzüge mit bis vierstelligen Teilnehmerzahlen und fünfstelligen Besucherzahlen statt. Ein Besuch ist zu empfehlen, um den Unterschied zum fröhlich gestalteten Karneval kennen zu lernen. Die Scheu vor den Hexen und Teufeln, die die Besucher am Straßenrand erschrecken oder gar entführen, verliert man schnell.

Sprache

Vor allem auf der Alb, in Oberschwaben und im Allgäu wird oft ein starker Dialekt gesprochen, der für unkundige Ohren ziemlich derb klingen kann und die Verständigung nicht immer ganz einfach macht. Hochdeutsch wird natürlich immer verstanden, aber einigen Dialektsprechern bereitet es deutliches Unbehagen, hochdeutsch zu sprechen.

Worte und Redewendungen, deren Bedeutung nicht der des Hochdeutschen entspricht:

  • heben: - nicht hochheben, sondern festhalten.
  • g'schwind - z.B. "Komm ma g'schwind her" bedeutet "Komm mal kurz her". Man muss sich dabei also nicht besonders beeilen. Entsprechend bedeutet "Wart' ma g'schwind." "Warte mal einen Moment."

In der Innenstadt von Strasbourg findet man inzwischen viele Straßenschilder zweisprachig vor (Französisch/Schwäbisch). Der staatliche Fernsehsender France 3 Alsace sendet eine Stunde pro Woche auf Schwäbisch.

Anreise

Mobilität

Sehenswürdigkeiten

Aktivitäten

Küche

Die schwäbische Küche ist stark an die italienische angelegt, zumal der schwäbische Kulturkreis auch räumlich an den italienischen angrenzt. Pasta (Spätzle) und Tortellini (Maultaschen) spielen eine große Rolle. In Stuttgart hat sich mittlerweile eine Gastro-Szene für moderne schwäbische Küche gebildet.

Ausgehen

Sicherheit

Klima

Die Region um Freiburg ist die wärmste in Deutschland.

Weiter geht's

Ab Stuttgart fährt der TGV nach Paris, ab Zürich und Basel gibt es Zug-Direktverbindungen nach Mailand, Wien und nach Frankreich.

Weblinks

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