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Schottland: Unterschied zwischen den Versionen

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Reisende, die im Besitz eines Personalausweises oder Reisepasses eines Mitgliedslandes der Europäischen Union sind (beispielsweise Deutschland und Österreich), dürfen ohne Weiteres nach Schottland einreisen. Diese dürfen dort auch unbegrenzt wohnen und arbeiten. Angehörige anderer Nationen benötigen in aller Regel ein '''Visum''' für das [[Vereinigtes Königreich|Vereinigte Königreich]]. Besucher aus [[Australien]], [[Kanada]], [[Neuseeland]] und den [[USA]] können sich ohne Visum bis zu sechs Monaten in Schottland aufhalten, brauchen aber ein Visum um dort zu arbeiten.
Besucher des [[Vereinigten Königreich|Vereinigten Königreiches]] müssen sich ein Visum ausstellen lassen, sofern sie nicht aus einem EU Mitgliedsland sind. EU Mitglieder können außerdem unbegrenzt lange in Großbritannien arbeiten und wohnen. Besucher aus [[Australien]], [[Kanada]], [[Neuseeland]] und den [[USA]] können sich ohne Visum bis zu 6 Monaten in Schottland aufhalten, brauchen aber ein Visum um dort zu arbeiten.
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Version vom 29. Januar 2013, 15:58 Uhr


Parlament in Edinburgh
Flagge
Schottlands Landesflagge
Kurzdaten
Hauptstadt: Edinburgh
Staatsform: Parlamentarische Demokratie
Währung: Pfund Sterling (£)
Fläche: Insg.: 78.782 km²
Davon Gewässer: 1,9 %
Bevölkerung: 5,094,800 (Juni 2005)
Sprachen: Englisch,

Schottisches Gälisch, Scots

Religionen: Church of Scotland 42%,

Römisch-Katholisch 16%, andere christliche Glaubensrichtungen 7%, Islamisch 0.8%

Telefonvorwahl: +44
Internet TLD: .uk
Zeitzone: UTC (MEZ-1)



Schottland ist eines der vier Länder des Vereinigten Königreich. Die Hauptstadt Schottlands ist Edinburgh.

Inhaltsverzeichnis

Regionen

Es gibt 32 administrative Regionen, welche wie folgt zusammengefasst werden können:

Städte

University of Aberdeen
Melrose Abbey
Eilean Donan Castle am Loch Duich in den Highlands

Glasgow ist Schottlands größte Stadt mit einer Einwohnerzahl von ca. 620.000 Einwohnern. Aberdeen mit ungefähr 220.000 Einwohner liegt hinter der Hauptstadt Edinburgh, mit ca. 450.000 Einwohner.

Weitere Ziele

  • Das schottische Highlight überhaupt ist natürlich das berühmte Loch Ness.

Hintergrund

In Schottland kann man wahrlich Geschichte erleben, denn vieles ist über die Jahrhunderte durch historische Gebäude erhalten geblieben. Man kann ohne Probleme ohne vorherige Planung durch das Land reisen, da es fast überall eine Sehenswürdigkeit gibt, atemberaubende Natur zu bewundern, und sich ein Stück Geschichte hinter jedem Stein versteckt. Die ganze Geschichte Schottlands hier widerzugeben wäre ein sehr umfangreiches Unterfangen, in Anbetracht dessen, dass es ganze Bücher darüber gibt. Am Besten erkundet man die Geschichte indem man herumreist und die vielen historischen Stätten besucht.

In der Geschichte dieses Landes findet man viele Schlachten, in denen die Schotten für ihre Freiheit und Unabhängigkeit gegenüber den Engländern kämpften. Schottlands nationale Identität liegt deshalb oft darin, einfach nur so wenig Englisch zu sein wie nur möglich. Man sollte aber diesen "Hass" jedoch mit etwas Humor betrachten und nicht alles Ernst nehmen, was man einen Schotten über Engländer sagen hört.

Schottland hat zwei Flaggen. Die Nationalflagge "Saltire", ein weißes diagonales Kreuz auf blauem Grund, ist eine der ältesten Flaggen der Welt. Sie ist in der "Union Flag", der Flagge Großbritanniens mit eingearbeitet. Auf der zweiten Flagge, der man in Schottland oft begegnet, sieht man einen roten Löwen auf gelbem Grund, auch bekannt als "Lion Rampant". Die Flagge ist das königliche Banner und darf streng genommen auch nur von einem Adligen verwendet werden.

Anreise

Reisende, die im Besitz eines Personalausweises oder Reisepasses eines Mitgliedslandes der Europäischen Union sind (beispielsweise Deutschland und Österreich), dürfen ohne Weiteres nach Schottland einreisen. Diese dürfen dort auch unbegrenzt wohnen und arbeiten. Angehörige anderer Nationen benötigen in aller Regel ein Visum für das Vereinigte Königreich. Besucher aus Australien, Kanada, Neuseeland und den USA können sich ohne Visum bis zu sechs Monaten in Schottland aufhalten, brauchen aber ein Visum um dort zu arbeiten.

Flugzeug

Mit Stand Januar 2013 werden vier Flughäfen in Schottland aus dem deutschsprachigen Raum direkt angeflogen:

Flughafen Edinburgh

  • BMI Regional aus Zürich
  • EasyJet aus Basel, Berlin-Schönefeld (ab 21. März 2013), Hamburg (ab 21. März 2013) und München
  • Germanwings aus Köln/Bonn (saisonal)
  • Lufthansa aus Frankfurt am Main
  • NIKI aus Graz (saisonal), Linz (saisonal) und Wien (saisonal)
  • Ryanair aus Frankfurt-Hahn, Memmingen (saisonal) und Weeze

Flughafen Glasgow International

  • EasyJet aus Berlin-Schönefeld
  • Lufthansa aus Düsseldorf (ab 8. April 2013)

Zum weiter von Glasgow entfernt gelegenen Flughafen Glasgow-Prestwick gibt es derzeit keine Verbindungen in den deutschsprachigen Raum.

Flughafen Aberdeen

  • Lufthansa aus Frankfurt am Main

Flughafen Inverness

  • Helvetic Airways aus Zürich

Möglicherweise lohnt es sich auch, eine Umsteigeverbindung über einen der Flughäfen in London zu buchen. Mit British Airways und Flybe lassen sich die genannten Flughäfen auch so erreichen.

Bahn

Die Anreise erfolgt bis London gewöhnlich mit dem Eurostar. Die Züge kommen im Bahnhof St. Pancras Int. an. Züge nach Schottland verkehren von den Bahnhöfen King's Cross und Euston. Beide Bahnhöfe sind in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Die Züge nach Schottland sind schnell und bequem. Nach Edingburgh und Glasgow gibt es fast stündliche Verbindungen ab London. Zu den anderen Städten meist nur einzelne direkte Züge von London. Durch gute Anschlüsse ergeben sich aber auch hier zahlreiche Reisemöglichkeiten. Fahrkarten können über National Rail, bei den verschiedenen Eisenbahnunternehmen und auch bei der DB erworben werden. Auf National Rail werden - bei rechtzeitiger Buchung - stark ermäßigte "Advance"-Preise angeboten, die nur im gebuchten Zug gelten. Flexible, 2-Monate gültige, Ticktes verkauft die DB, hier ist zu beachten, daß es eine sehr hohe Ermäßigung für Rückfahrkarten gibt. Mit BahnCard/Railplus gibt es weitere 25% Ermaßigung.

Alternativ können auch die Paßangebote Interrail und BritRail genutzt werden. Die Preise richten sich nach Geltungsdauer, Alter und Wagenklasse. Weitere Informationen www.dbbahn.com

Von London-Euston verkehren Nachtzüge nach Glasgow, Edingburgh, Aberdeen, Inverness und Fort William. Sparpreise sog. "Bargain Berths" für die Fahrt im Schlafwagen gibt es bei First ScotRail für 19 - 49 GBP . Reservierungen und Fahrscheine können auch in jedem DB-Reisezentrum erworben werden.

Fahrplan und Tarifauskünfte für alle Eisenbahnverkehrsunternehmen bietet National Rail.

Das Kursbuch für ganz Großbritannien gibt es als pdf-Datei auf der Seite von Network Rail, dem Betreiber der Eisenbahninfrastuktur.

Auto

Bus

Von London aus fährt die Busgesellschaft Megabus unglaublich billig nach Glasgow und Edinburgh. Je nach dem wie früh man bucht, bezahlt man zwischen 3 (!!) und 15 Pfund für die gesamte Strecke.

  • Megabus — Routenplanung und Preise

Schiff

Eine direkte Verbindung nach Rosyth bei Edinburgh zum europäischen Festland ist von Zeebrügge (Belgien) mit Norfolkline ([1]) wieder ab Mai 2009 möglich. Sie wurde bis September 2008 von Superfast Ferries betrieben.

Außerdem fährt DFDS Seaways von Ijmuiden (nahe Amsterdam) nach Newcastle in Nordengland.

Mobilität

Zug

First ScotRail hat ein recht gutes Liniennetz im Central Belt. In den Highlands gibt es nur wenige Strecken, die aber teilweise durch beeindruckende Landschaften führen. Man kann sein Fahrrad ohne Zusatzkosten mit in den Zug nehmen; Vorausbuchung wird empfohlen ist aber nicht zwingend und ebenfalls kostenlos.

Die GNER Züge von London nach Edinburgh fahren ein paar mal täglich bis Inverness oder Aberdeen weiter. Fahrpreise sind dieselben wie bei ScotRail (aber Fahrradmitnahme kostet extra).

Bei Zugfahrten in Grossbritannien kann man allgemein viel Geld durch Vorausbuchung sparen. Hin und Zurück ist häufig nur unwesentlich teurer als eine einzelne Fahrt.

Bus

Busse sind die günstigste Möglichkeit in Schottland per öffentlichem Verkehr zu reisen und meistens auch die Einzige. Im Prinzip lässt sich fast jeder Ort per Bus erreichen, mitunter aber sehr umständlich. Ein Problem ist die Vielfalt an Unternehmen, welche selten Fahrpläne aufeinander abstimmen, sofern Fahrpläne erhältlich sind.

Die Verbindungen zwischen den Städten werden gut von Scottish Citylink und Megabus abgedeckt. Busse fahren meist mindestens im Stundentakt. Citylink bietet auch einige Verbindungen in die Highlands an (Wick,Thurso, Ullapool, Fort William, Skye) und ist unkompliziert zu benutzen (bezahlen beim Fahrer, günstig gelegene Haltestellen). Megabus ist nach Art der Billigfluggesellschaften organisiert: Fahrkarten müssen über Internet vorgebucht werden, Haltestellen sind nicht die Hauptbusbahnhöfe, teilweise sogar nur Park-und-Ride Parkplätze ausserhalb (Perth). Dafür sind die Preise oft konkurenzlos günstig. Megabus fährt Aberdeen, Dundee, Edinburgh, Glasgow, Inverness und Perth an, sowie größere Städte in England.

Abseits der Städte wird der Busverkehr von diversen regionalen Unternehmen betrieben. Die Busbahnhöfe der Städte sind gute Ausgangspunkte um Informationen und Fahrpläne zu bekommen. In ganz abgelegenden Gebieten gibt es schliesslich noch Postbusse (d.h. der Postbote nimmt gegen Bezahlung und nach Fahrplan Passagiere mit), die aber meist nur einmal pro Tag fahren.

  • Citylink — Routenplanung und Preise
  • Megabus — Routenplanung und Preise
  • Travelline Scotland — Verbindungen für den meisten öffentlichen Verkehr in Schottland (ohne Megabus und Postbusse)
  • Royal-Mail — Informationen zu Postbussen (Routen, Fahrpläne)

Auto

Schottland ist kein großes Land, und man kann die meisten Orte innerhalb weniger Stunden erreichen. Jedoch sollte man bedenken dass die Straßen abseits der Städte häufig schmal und kurvig sind, so dass Fahrzeiten länger sind als man erwartet. Ein Routenplaner gibt einen guten Schätzwert. Generell kommt man umso langsamer voran je weiter man in den Norden fährt. In den Highlands muss man mit vielen einspurigen Straßen (Single Track) und gefährlichen Kuppen rechnen (oft mit dem Schild Blind Summit beschildert), über die man nicht gucken kann. In Schottland gilt wie im Rest Großbritanniens Linksverkehr. Besonders bei Parkplatzausfahrten und nach längeren Strecken auf einspurigen Straßen sollte man darauf achten auf der richtigen Straßenseite weiterzufahren.

"Single Track" Straßen haben Ausweichbuchten (Passing Places) an denen sich entgegenkommende Fahrzeuge passieren können. An unübersichtlichen Kurven sollte man so weit links wie möglich fahren, da Einheimische oft trotz engen Straßen schnell fahren und nicht mit Gegenverkehr in der Mitte der Straße rechnen. Man sollte immer mit Schafen auf der Straße rechnen.

Es wurden recht viele by-passes (Umgehungsstraßen) gebaut, um ein schnelleres Reisen zu ermöglichen, jedoch verpasst man dadurch oft wunderschöne Landschaften.

Trampen

Es ist recht einfach sich als Tramper durch Schottland zu bewegen. In der Nähe größerer Städte gibt es natürlich mehr Verkehr, dafür ist in abgelegenden Gegenden die Wahrscheinlichkeit höher mitgenommen zu werden. Obwohl Trampen in Schottland sehr sicher ist, haben die Schotten in der Nähe der Städte meist ein grosses Misstrauen gegenüber Trampern. Es ist wichtig vertrauenserweckend auszusehen. Als offensichtlich zu erkennender Wanderer oder Bergsteiger wird man meist problemlos von Gleichgesinnten mitgenommen. Geduld ist dennoch gefordert. Wer in verschiedenen Gegenden Schottlands per Anhalter unterwegs ist, wird schnell merken, dass in einigen Gebieten die Menschen wesentlich tramperfreundlicher sind als in anderen. Schnelles Vorwärtskommen garantieren Orte an denen viele Touristen unterwegs sind, da diese öfter anhalten als Einheimische. Gute Orte zum Trampen sind: Islay, Isle of Arran und alles nördlich von Ullapool. Hier ist Geduld gefordert: Isle of Mull, Harris and Lewis, Skye und in Teilen von Argyll and Bute

Sprache

Lochloch.jpg

Englisch ist die offizielle Sprache Schottlands und wird von so gut wie jedem gesprochen. Gälisch wird von ca. 60.000 Menschen, vorrangig in den Highlands und auf den Hebriden, gesprochen. Dennoch kann auch dort jeder Englisch. In ein paar ländlichen Gemeinschaften in den Lowlands wird Scots gesprochen, welche aus dem Englischen stammt und nicht mit Gälisch verwechselt werden sollte.

Schotten, wie die meisten Briten, sprechen nur selten eine zweite Sprache. Französisch und Deutsch sind noch am wahrscheinlichsten.

Hier ein paar nützliche Wörter denen man oft begegnet, sei es in Ortsnamen oder Konversationen. Bei den geographischen Begriffen ist zu beachten, dass diese auf Karten jeweils in der lokal üblichen Form auftauchen und die Schreibung insbesonders im gälischen Raum nicht einheitlich ist (siehe z.B. Ben).

  • Ben, Beinn, Bheinn u.ä. = Berg (Ben Nevis)
  • Burn = Bach (Bannockburn)
  • Bealach = Col, Wasserscheide bzw. Pass
  • Ceilidh = Feier
  • Close = Eingang zu einer Gasse oder zu einem Innenhof
  • Firth = Flussmündung (Firth of Forth)
  • Glen, Strath = enges bzw. weites Tal (Glen Coe)
  • Kyle = Enge Flussgerade, Meerenge (Kyle of Sutherland)
  • Loch = See oder Meeresarm (Loch Ness)
  • Wee = Klein (ugs.)
  • Wynd = Gasse

Kaufen

Währung

Wie auch im Rest Großbritanniens ist das Pound Sterling die offizielle Währung. Banknoten und Münzen werden von der Bank of England herausgegeben, der regierungseigenen Zentralbank des Vereinigten Königreiches.

Im Gegensatz zu England und Wales (aber wie in Nordirland) dürfen private Banken in Schottland ihre eigenen Banknoten drucken. The Bank of Scotland, The Royal Bank of Scotland und The Clydesdale Bank drucken eigene Banknoten, die man sehr häufig in Schottland antrifft (Bankautomaten von schottischen Banken geben nur schottische Noten aus). Schottische Banknoten sind in ganz Großbritannien gültig, vereinzelt soll es aber zu Problemen kommen. Im Zweifelsfall kann man sie in jeder Bank umtauschen. Angeblich kann es außerhalb Großbritanniens kompliziert sein schottische Noten wieder zurückzutauschen, da man diese nicht überall kennt.

Man kann in den großen Shoppingmeilen gelegentlich auch mit Euros bezahlen, man sollte sich jedoch nicht darauf verlassen.

Schottland (wie auch der Rest Großbritanniens) ist verglichen zu anderen europäischen Ländern recht teuer. Als Faustregel kann man sagen, dass es um so teurer wird, je weiter man nach Norden kommt.

Umtauschtabelle
Ausländisches Geld Eine der beiden Pound Sterling
€1.16 Euro 1 £0.87
$1.80 US Dollar 1 £0.56
$2.49 Australische Dollar 1 £0.40
$2.26 Kanadische Dollar 1 £0.44

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten sind nicht einheitlich geregelt. Für gewöhnlich hat der Einzelhandel unter der Woche 9.30h-17.30h geöffnet. Kaufhäuser meist 9h-18h Mo-Sa plus 11h-16h/17h am Sonntag. Supermärkte und andere Grosskaufhäuser öffnen meist 8h/9h-20h Mo-Sa und 10h-18h Sonntags. An Feiertagen gelten Sonntagsöffnungszeiten mit Ausnahme des 25.12. und 1.1. an denen (fast) alles geschlossen ist.

Feiertage

Es gibt nur wenige feste Feiertage. Traditionell is Hogmanay (Silvester/Neujahr) der wichtigste Feiertag, wird aber durch Weihnachten abgelöst.

Termin Name Bedeutung
31. 12 Hogmanay/New Year's Eve (*) Silvester
01. 01 Hogmanay/New Year's Day Neujahrstag
02. 01 Hogmanay/New Year's Bank Holiday Neujahrsferien
25. 01 Burns Day/Night (*) Geburtstag von Robert Burns
März/April Good Friday Karfreitag
25. 12 Christmas Day 1. Weihnachtstag
26. 12 Boxing Day 2. Weihnachtstag

Die mit (*) bezeichneten Feiertage sind nicht arbeitsfrei, ebenso wie Ostermontag und Pfingstmontag. Grundsätzlich bedeuten Feiertage in Schottland ohnehin keine automatische Arbeitsbefreiung, auch wenn dies in vielen Gewerbezweigen und insbesondere in der Verwaltung so üblich ist.

Falls der 25./26. Dezember oder 1./2. Januar auf eine Samstag oder Sonntag fallen so werden sie am nächsten regulären Arbeitstag nachgeholt. Falls also der 1./2. Januar ein Wochenende ist, so sind der 3. und 4. Januar Feiertage (mit normalen Sonntagsöffnungszeiten für Geschäfte).

Alle weiteren Feiertage fallen grundsätzlich auf einen Montag. Diese sind regional und finden häufig selbst innerhalb einer Stadt nur unterschiedliche Beachtung. Man kann grob folgende Feiertage erwarten:

Termin Name Bedeutung
1. Montag im Mai May Day Maifeiertag
Letzter Montag im Mai Spring Bank Holiday / Victoria Day Der Geburtstag der Königin Victoria
1. Montag im August Summer Bank Holiday / Trade Holiday Lokaler Feiertag
Letzter Montag im September Trade Holiday Lokaler Feiertag

Kleine Geschäfte und Behörden haben an allen diesen Tagen geschlossen. Grössere Geschäfte haben fast immer auf mit Ausnahme des 25.12. und 1.1. an dem (fast) alles (inklusive öffentlichem Verkehr!) geschlossen ist. Auf den Inseln (insbesondere äußeren Hebriden) werden religiöse Feiertage und Sonntage sehr streng genommen. Man wird z. B. auf den äußeren Hebriden keine am Sonntag geöffnete Tankstelle finden.

Souvenirs

Das klassische Mitbringsel ist ein Kilt oder einfach alles mit einem Tartanmuster. Es ist zu beachten, dass ein richtiger Kilt £ 300-400 kostet und aus schweren Stoff gefertigt ist (so das man auch bei hohen Windstärken nichts offenbaren muss). Die meisten Souvenirläden verkaufen nur dünne, unauthentische Kilts.

Whisky ist ein weiteres klassisches Souvenir. Man kann ihn entweder in normalen Läden oder direkt in den Distillerien kaufen, die meist für Besucher geöffnet sind und ihre eigenen Shops haben. Er ist allerdings - wie alles andere - deutlich teurer als in Deutschland.

Weitere beliebte Mitbringsel sind Shortbread (ein Mürbeteiggebäck, das es in verschiedenen Formen in Geschenkverpackungen zu kaufen gibt), CDs mit schottischer Folkmusic, sowie Textilien (v.a. aus Schafswolle).

Küche

Haggis
  • Haggis — Schottlands Nationalgericht verschreckt viele Ausländer, sobald sie die Zutaten aufgezählt bekommen, aber es schmeckt viel besser als es klingt! Haggis besteht aus fein-gehacktem Herz, Leber und Lunge eines Schafes und wird im Schafsmagen gekocht. Man kann es in vielen Supermärkten kaufen, jedoch gibt es Haggis heutzutage überwiegend in Plastikmägen. Dazu serviert man zerstampfte Kartoffeln und gestampfte Rüben.
  • Porridge ist ein Hafergericht, das man zum Frühstück isst. Es wird jedoch seltener gegessen als man denkt. Man kann es entweder mit Salz oder Zucker essen, obwohl es mit Salz traditioneller ist.
  • Die Crisp Roll ist wohl eines der wunderlichsten Snacks, die man hier mancherorts finden kann. Man nehme eines dieser typisch-weichen Brötchen, beschmiere es mit Butter und lege zwischen die beiden Scheiben ein paar Kartoffelchips. Der Geschmack variiert logischerweise entsprechend dem Geschmack der Chips. Crisp Rolls kann man nicht kaufen.

Ausgehen

Die Bars und Pubs sind Orte der Zusammenkunft, in denen man schnell neue Leute kennenlernen kann. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern sind die Bars sehr lebhaft und die Schotten sehr gastfreundlich. Es ist nicht ungewöhnlich, ein Bier von jemanden ausgegeben zu bekommen, den man gerade erst kennen gelernt hat.

Seit März 2006 ist das Rauchen in allen öffentlichen geschlossenen Räumen (d. h. in allen Pubs und Gaststätten) verboten.

Man darf ab 18 Jahren legal Alkohol trinken, und auch der Aufenthalt in Bars und Pubs nach 20 Uhr ist nur Personen über 18 Jahren gestattet. Die Bars machen fast alle um Mitternacht zu, Freitag und Samstag um 1 Uhr. Clubs sind in der Regel bis um 2 bis 3 Uhr geöffnet.

  • Bier — Bier, vor allem die Ales, werden in Pints gemessen. Ein Pint entspricht etwas über einem halben Liter (568ml).
  • Irn Bru — Dieses Getränk ist in Schottland einmalig. Es ist ein grell-oranger Softdrink mit Kaugummi-Geschmack, der allgemein als bestes Heilmittel gegen einen Kater anerkannt ist.
  • Whisky — Schottlands bekanntester Export.

Unterkunft

Jugendherbergen — Die SYHA (Scottish Youth Hostel Association) hat Hostels in ganz Schottland und ist mit die billigste Unterkunft beim Herumreisen. Reisende ohne Jugendherbergsausweis zahlen für die Übernachtungen jeweils ein Pfund mehr. Manche Hostel sind in beeindruckenden Gebäuden untergebracht, wie z.B. das Loch Lomond Hostel oder das Carbisdale Castle Hostel, einer echten Highlandburg. Diese, sowie die Jugendherberge in Edinburgh sind in der Hauptsaison jedoch oft auf Monate im voraus ausgebucht.

Als Alternative haben sich zahlreiche Betreiber unabhängiger Herbergen als Scottish Independent Hostels zusammengeschlossen. Der lose Interessensverband gibt den Blue Hostel Guide heraus, eine Karte mit den Adressen und Preisen sämtlicher Mitglieder-Herbergen, die in Touristeninformationen erhältlich ist.

Bed and Breakfast — B&B ist wohl die bekannteste und beliebteste Unterkunftsform in Schottland. Die Unterbringung erfolgt dabei in Privathaushalten in denen ein- oder mehrere Zimmer für Gäste bereitgestellt werden. Freie Plätze sind normalerweise leicht zu finden, nur in der Haupturlaubszeit (Juli/August) sowie in manchen Regionen(z.B. um Fort William) kann es dabei ratsam sein, vorher zu reservieren. Wer Wert auf ein eigenes Badezimmer legt, sollte bei den Schildern an der Straße auf den Zusatz "en-suite" achten.

Sehenswürdigkeiten

Die meisten historischen Anwesen werden entweder vom NTS (National Trust for Scotland) oder von Historic Scotland gepflegt. Es gibt Mitgliederpässe von ein paar Tagen bis zu lebenslänglich, mit denen man unter Umständen billiger wegkommt. Allein schon Edinburgh Castle, das von Historic Scotland unterhalten wird, kostet einen Erwachsenen £9!

Aktivitäten

  • Fahrrad fahren — Obwohl es weniger Fahrradwege als in England gibt, eignet sich Schottland auf Grund seiner einsamen Straßen und der wunderschönen Landschaften gut zum radeln. Es gibt den Great-Glen-Cycle-Way im Westen, welcher einem mehrere Hundert Kilometer bis in den Norden der Highlands bringt, ohne zu viele Berge im Weg zu haben.
  • Hillwalking — Dies ist wohl die bekannteste Freizeitaktivität in Schottland. Hillwalking ist ein Mix aus Wandern und Bergsteigen, aber da es in Schottland keine zu hohen Berge gibt, kann man das meiste unter Wandern abbuchen. Du kannst versuchen alle 284 Munros in Schottland (Berge die höher als 3000 Fuß / 914m sind) besteigen und ein Munroist werden, oder du kannst den bekannten West-Highland-Way entlang wandern, welcher ca. 153km (95 Meilen) lang ist.

Wichtig ist bei fast allen Routen, dass man des Navigierens fähig ist. Die Wanderwege in Schottland sind oft sehr spärlich ausgebaut und nicht selten nicht einmal als Wanderweg zu identifizieren. Für "normale" Routen eignen sich LandrangerMaps im Maßstab 1:50000. In gewissen Gegenden, wie z.B. den Cuillins auf Skye, wo das Wetter mehr als heimtückisch ist, sollte man am besten mit GPS losziehen hat man eine längere Tour geplant.

Lernen

In den größeren Städten kann man das Highland Dancing (Highland Tänze) gelehrt bekommen. Dudelsack kann man natürlich auch lernen, jedoch sollte man wissen das man ca. 1 Jahr täglichen Übens braucht bis man überhaupt das erste mal auf einem richtigen Dudelsack spielt! Es ist wirklich viel komplizierter als es aussieht, und die Meisten würden noch nicht mal ein Ton aus dem Dudelsack herausbekommen.

Arbeiten

Einwohner der EU brauchen kein Visum um in Schottland arbeiten zu können. Besucher aus Ländern außerhalb der EU müssten ein Visum beantragen. In großen Städten wie Edinburgh und Glasgow sollte es nicht schwer sein einen Job zu finden, jedoch nur nicht sehr gut bezahlte. Ausländer haben immer recht gute Chancen in einem Hostel zu arbeiten.

Sicherheit

Schottland hat eine überraschend niedrige Verbrechensrate. Von Glasgow sagt man, dass es dort etwas rauher zugeht als in Edinburgh. In Glasgow sollte man sich vor den Orange Marches (Demonstrationen zur Unterstützung der Protestanten in Nordirland) in Acht nehmen, da es dort leicht zu Ausschreitungen mit den Katholiken kommen kann.

Gesund bleiben

Rauchen in Pubs und Gaststätten ist generell nicht erlaubt.

Man sollte zum Wandern immer einen Kompass (Achtung: funktioniert nicht in den bekannten Cuillin Hills auf der Insel Skye wegen des besonderen Gesteins) und detaillierte Landkarten mitnehmen. Gute Wanderschuhe sind auch wichtig. Schottland ist bekannt dafür, dass in den Bergen das Wetter schlagartig umschlägt und man plötzlich Sichtweiten von nur ein paar Metern hat. Niemals alleine wandern gehen!

Die so genannten Midges (kleine mückenähnliche Insekten) sind im Sommer sehr lästig. Sie haben eine Größe von 1 bis 2 Millimetern und ihre Stiche verursachen einen leichten, juckenden Ausschlag. Da sie eine Geschwindigkeit von nur knapp 3 km/h erreichen, wird man nur in Sitzpausen von ihnen befallen. Beim Wandern oder Radeln sind sie kaum wahrnehmbar. Um Stiche zu verhindern, ist z. B. Birkenteer wirkungsvoll, der auf die Haut aufgetragen wird, und in Outdoor-Shops erhältlich ist. Einheimische benutzen vor allen Dingen eine Bodylotion, deren abschreckende Wirkung auf Midges durch Zufall entdeckt wurde: Skin SoSoft der Firma Avon wirkt Wunder!

Die Notrufnummer lautet 999.

Klima

Das maritime Klima in Nord-Schottland unterscheidet sich erheblich von dem in Mitteleuropa und ist erklärungsbedürftig. "If you don`t like the weather, just wait a minute." (Wenn Sie das Wetter nicht mögen, warten Sie einfach eine Minute.) Dieser Spruch ist so wörtlich zu nehmen, wie er dort steht. Sie werden kaum einen Tag finden, an dem es nicht regnet. Oft gibt es starke Schauer, noch häufiger tröpfelt es nur ein bisschen. Das dauert aber meist nur wenige Minuten oder gar Augenblicke – und schon scheint wieder die Sonne. Diese Wechsel gibt es sicher zehn Mal am Tag, es können aber auch schon mal 20-30 Schauer oder Nieselregen sein. Wetterfeste Kleidung gehört also auch bei strahlendem Sonnenschein am Morgen dazu. Die Schotten sind das gewöhnt, wegen einem Schauer spannt hier kaum jemand einen Schirm auf – vom jungen Mädchen bis zum alten Mann. Wenn Sie sich vom Nieselregen stören lassen oder deshalb vielleicht noch nicht mal das Hotel verlassen, machen Sie sich lächerlich. Durch die Nähe zum Meer gibt es im Winter nur selten Temperaturen stark unter null, dafür im Sommer auch kaum welche über 20 Grad. Starke Winde sind die Regel.

Kommunizieren

  • Internet — In allen Bibliotheken gibt es kostenloses Internet. In Edinburgh muss man erst der Bibliothek beitreten bevor man es nutzen kann. Internet Cafés sieht man nur selten außerhalb großer Städte.
  • Post — Briefkästen sind rot. Die Poststellen eignen sich sehr gut um Geld ohne Zusatzgebühr umzutauschen.

Siehe auch den Artikel zum Vereinigten Königreich für mehr Information.

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