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Rumänien

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Lage
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Flagge
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Kurzdaten
Hauptstadt: Bukarest
Staatsform: Republik
Währung: Lei (RON), (gültig bis 30.12.2006: ROL)
Fläche: 238.000 km²
Bevölkerung: 21,8 Mio.
Sprachen: Rumänisch (Amtssprache), Ungarisch, Deutsch
Religionen: Rumänisch-Orthodox 87%, Katholiken, Protestanten
Stromsystem: 220V/50Hz
Telefonvorwahl: +40
Internet TLD: .ro
Zeitzone: UTC+2


Karte von Rumänien

Rumänien ist ein Staat in Südosteuropa, der am Schwarzen Meer liegt. Rumänien grenzt an Bulgarien, Serbien, Ungarn, die Ukraine und Moldawien.

Seit der zweiten Osterweiterung zum 1. Januar 2007 ist das Land Mitgliedsstaat der Europäischen Union.

Regionen

Rumänien ist ähnlich wie Frankreich in viele kleine Verwaltungseinheiten (Judeţe) gegliedert. Reisende orientieren sich aber am besten an den historischen Regionen:

Städte

Weitere Ziele

Hintergrund

Anreise

Die Einreise ist für EU Bürger visafrei mit Reisepass oder Personalausweis möglich. Rumänien ist seit dem 1.1.2007 Mitglied der Europäischen Union.

Flugzeug

Rumänien hat folgende internationale Flughäfen:

Derzeit (August 2008) verkehrt mindestens eine Billigairline von Deutschland nach Bukarest-Baneasa:

  • Germanwings von Berlin aus
  • Wizz Air von Dortmund aus sowie
  • Carpatair ab Düsseldorf, Stuttgart und München (Stand: 04/2009)
  • BlueAir ab Köln/Bonn, Stuttgart

Bahn

Viele Züge verbinden internationale Städte wie Wien (13h, 80 Euro), Chisinau, Sofia mit Rumänien. Bahnfahren ist in Rumänien sehr günstig, aber auch nicht besonders schnell. Alle größeren Ortschaften sind ans Bahnnetz angeschlossen. Zwischen den Großstädten verkehren zahlreiche Schnellzüge. Die Kategorien sind:

  • Persoane. Sehr langsam, hält überall.
  • Accelerat. Der Eilzug.
  • Rapid. Der Schnellzug.
  • Expres (IC, EC). Empfehlenswert, da nicht nur relativ zügig, sondern auch mit modernen Waggons ausgestattet.

In Rumänien sind alle Züge (außer Personae) reservierungspflichtig. Die Reservierung kostet 2,4 RON.

Der EN "Ister" zwischen Budapest und Bukarest wird als Rapid behandelt.

Für Rumänien ist das InterRail-Ticket ein schlechter Kauf, da die Fahrkarten ohnehin so günstig sind. Interrail lohnt sich erst, wenn außer Rumänien noch weitere Länder besucht werden und/oder man sich das ständige Kaufen von Einzelfahrscheinen ersparen will. Alle schnelleren Züge sind aufpreispflichtig. Sollte man nur auf dem Balkan unterwegs sein ist der Balkan-Flexi-Pass eine deutlich günstigere Alternative.

Für alle Züge außer Persoane sind Platzkarten nötig. Diese kauft man in sogenannten "Agentie de Voiaj" (C.F.R.) oder am Bahnhof, allerdings bekommt man die Tickets dort erst eine Stunde vor Abfahrt. Meist ist nur ein bestimmtes Kontingent vorhanden, daher ist es ratsam die Tickets frühzeitig zu kaufen.

Wer des Rumänischen mächtig ist, findet nähere Informationen unter diesem Weblink.

Bus

Zwischen den größeren Städten und nach Westeuropa besteht mittlerweile ein dichtes Netz an Busverbindungen privater Anbieter.

Kleinere Ortschaften sind hingegen mit dem Bus oft sehr schwer zu erreichen.

Auto

Die Anreise mit dem PKW ist unproblematisch, viele Straßen befinden sich jedoch in einem miserablen Zustand. An der Grenze muss eine Strassenbenutzungsgebühr entrichtet werden ( 3 USD oder 1,80 Euro pro Woche ).

Schiff

Theiss, Muresch, Siret, Pruth und Donau sind die schiffbaren Flüsse Rumäniens. Vor allem die Donau und der Donau-Schwarzmeer-Kanal werden vom Schiffsverkehr nach der Reparatur der serbischen Kriegsschäden wieder rege in Anspruch genommen. Schiffahrten auf der Donau und vor allem ins Donau-Delta sind beliebt.

Mobilität

Flugzeug

Angekommen auf dem Flughafen Bukarest-Otopeni, kann man im Landesinneren bequem und recht günstig mit der hiesigen Luftfahrtgesellschaft Tarom (knapp unter bzw. knapp über 100,-- € für Hin- und Rückflug incl. aller Zusatzkosten 04/2009, Buchung drei Monate im vorraus) in folgende Städte fast täglich mehrfach weiterreisen, Baia Mare, Bacau, Cluj, Constanta,Iasi, Satu Mare, Oradea, Sibiu, Suceava, Tirgu Mures und Timisoara.

Bahn

Viele Züge verbinden internationale Städte wie Wien (13h, 80 Euro), Chisinau, Sofia mit Rumänien. Bahnfahren ist in Rumänien sehr günstig, aber auch nicht besonders schnell. Alle größeren Ortschaften sind ans Bahnnetz angeschlossen. Zwischen den Großstädten verkehren zahlreiche Schnellzüge. Die Kategorien sind:

  • Persoane. Sehr langsam, hält überall.
  • Accelerat. Der Eilzug.
  • Rapid. Der Schnellzug.
  • Expres (IC, EC). Empfehlenswert, da nicht nur relativ zügig, sondern auch mit modernen Waggons ausgestattet. Der EN "Ister" zwischen Budapest und Bukarest wird als Rapid behandelt.

Für Rumänien ist das InterRail-Ticket ein schlechter Kauf, da die Fahrkarten ohnehin so günstig sind. Interrail lohnt sich erst, wenn außer Rumänien noch weitere Länder besucht werden und/oder man sich das ständige Kaufen von Einzelfahrscheinen ersparen will. Alle schnelleren Züge sind aufpreispflichtig. Informationen in rumänischer Sprache werden unter angeboten.

Bus

Hier sind besonders die Maxitaxis zu nennen. Eines der Verkehrsmittel, um innerhalb Rumäniens schnell und günstig große aber auch kleine Strecken zurückzulegen. Ein grober Richtwert ist dabei etwa 10 Lei (ca. 3 Euro) für 100km. Es gibt verschiedene Maxitaxi Unternehmen, die sich aber meistens einen gemeinsamen MaxiTaxi-"Bahnhof" teilen. Diese Abfahrtsstellen befinden sich meistens in der Nähe des normalen Bahnhofs. Es ist ratsam sich ein Ticket bereits am Vortag zu besorgen, da die Plätze begrenzt sind. Maxitaxis sind meistens Mercedes Sprinter. Die Fahrer kennen die Strecken sehr gut und fahren äußerst schnell. Die Fahrer sprechen selten Englisch. Es ist durchaus möglich sich auch irgendwo auf der Strecke absetzen zu lassen. Oft kann man unterwegs zusteigen, sollte das Maxitaxi noch Plätze frei haben und eine Haltebucht vorhanden ist. Im nördlichen Teil Rumäniens (Maramures) verkehren kleinere Fahrzeuge von der Größe eines VW-Bus' zwischen den Ortschaften. Die Preise sind hier gering. Die Fahrzeuge halten überall auf Handzeichen. Nachteil ist, dass die Fahrzeuge wenn irgend möglich bis auf den letzten Platz (und gerne auch darüber hinaus) mit Fahrgästen gefüllt werden. Das kann besonders Reisen im Sommer zu recht "anrüchigen Erlebnissen" werden lassen.

Trampen

Trampen ist in Rumänien nichts außergewöhnliches. In größeren Städten sind am Stadtausgang oft Haltebuchten, in denen einige einheimische Tramper stehen. Es ist üblich, dem Fahrer Spritgeld zu zahlen. Aber auch an jeder Landstraße lässt sich problemlos trampen. Pferdekutschen und LKWs nehmen einen gerne mit. Nach einem freundlichen Handzeichen einfach auf die Kutsche aufspringen (anhalten werden die eher selten). Selbst LKWs halten an, wenn man den Daumen raushält. Eine Karte sollte man dabei haben, um das eigene Ziel zeigen zu können. Fazit: Rumänien ist ein sehr tramperfreundliches Land.

Auto

Fahrzeuge (ausgenommen Motorräder), die das rumänische Nationalstraßennetz benutzen, müssen eine Straßenbenutzungsgebühr entrichten. Dazu ist der Kauf einer Vignette - der so genannten Rovinieta - notwendig. Sie kann u.a. an den Grenzübergängen (auch gegen Euro), diversen Tankstellen und online unter [1] erworben werden. Adressen der Stellen, die die Vignette zum Kauf anbieten, sind auch unter [2] einsehbar. Hinzu kommen Mautgebühren für das Befahren verschiedener großer Brücken, beispielsweise der Brücke bei Cernavoda (Strecke Bukarest – Konstanza/Constanta) sowie Giurgiu (Grenzübergang nach Bulgarien). Bei nicht vorhandener Rovinieta werden hohe Geldbußen verhängt.

Eine grüne Versicherungskarte ist seit 1. Januar 2007 nicht mehr erforderlich, sie kann aber im Fall eines Unfalls doch noch gute Dienste leisten (zum Beispiel als Versicherungsnachweis).

In Rumänien gilt im Straßenverkehr die 0,0 Promillegrenze. Die Geschwindigkeitsbegrenzung liegt innerhalb von Ortschaften bei 50 km/h; auf Autobahnen sind 130 km/h, auf Schnell- und Europastraßen 100 km/h sowie auf allen anderen außerstädtischen Straßen 90 km/h erlaubt (alle Angaben gelten für PKW). Auf Autobahnen, Schnellstraßen (Drumurile expres) und Europastraßen ist auch tagsüber mit Abblendlicht zu fahren. Im Vergleich der EU-Länder nimmt Rumänien bei der Anzahl der tödlichen Verkehrsunfälle einen der vorderen Plätze ein. Besondere Vorsicht wird empfohlen. Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit sollten vermieden werden, da mangelhaft gesicherte Baustellen und langsame Fuhrwerke, die zudem schlecht oder gar nicht beleuchtet sein können, eine zusätzliche Gefährdung darstellen.

Es gilt die Gurtpflicht

Der Fahrstil in Rumänien ist oft rücksichtslos und Verkehrsregeln werden, besonders in Bukarest, gerne ignoriert. Besonders die Fahrer neuer schneller westlicher Fahrzeuge zeigen gerne wieviel PS sie haben. Fahre daher vorsichtig und defensiv, zumal sehr viele Fahrzeuge in Rumänien nicht versichert sind.

Es wird sehr viel gehupt, man sollte das auch tun wenn man selbst fährt, denn viele rumänische Fahrer fahren sehr unkonzentriert, und sind eher froh, wenn sie durch Hupen auf Gefahren wie übersehene Fahrzeuge oder unbeabsichtigte Spurwechsel aufmerksam gemacht werden, als dass sie sich dadurch wie deutsche Fahrer beleidigt oder gestört fühlen.

Die Europastraßen sind mittlerweile in einem passablen Zustand, der Verkehr besonders auf den Transitstrecken ist groß. Die gilt besonders für die Strecke von Arad nach Sibiu, auf der sehr viel Schwerlastverkehr unterwegs ist. Das Autobahnnetz befindet sich erst im Aufbau, es gibt nur eine ca. 100 Kilometer lange Strecke westlich von Bukarest (etwa ab Pitesti), und eine Schnellstraße von Bukarest in Richtung Constanţa (schwarzes Meer). Nebenstraßen sind oft eine Zumutung, übersät von tiefen Schlaglöchern und notdürftigen Flickstellen, ganz zu schweigen von der Trassenführung (oft extrem kurvig).

Die Hauptverkehrsstraßen sind bezüglich Breite und Geradlinigkeit oft nicht mit deutschen Bundesstraßen, sondern eher mit Landstraßen vergleichbar. In bergigen Gebieten folgen die Straßen - wie früher auch Deutschland - dem Landschaftsverlauf und sind entsprechend kurvig. Schlaglöcher erhöhen noch den "Fahrspass". Das Vorankommen reduziert sich entsprechend auf Durchschnittsgeschwindigkeiten von maximal 50 km/h (ohne Pausen) Beispiel: Bukarest - Sibiu (Hermannstadt): 350 km, 8,5 h (inkl. Pausen) oder Arad - Bacau (650 km) 12 h.

Bei einem Stopp durch die Polizei sollte man immer freundlich bleiben. Bei einem Stopp durch die Polizei muss die Warnblinkanlage eingeschaltet werden! Denn ein Aufenthalt im Revier, auch bei einer einfachen Unfallaufnahme, kostet locker den ganzen Tag. Man sollte des weiteren immer ein paar kleine Euronoten dabei haben, denn oftmals lässt sich ein Strafzettel schneller mit Euro begleichen als das mühselige in Lei umrechnen. In der Regel sind die Polizisten sehr korrekt, viele sprechen Englisch oder Deutsch, und wenn man einsichtig und freundlich ist, sind sie oft auch bereit, gegenüber Touristen mal "ein Auge zuzudrücken".

Bei einem Unfall mit Personenschaden muss die Polizei (Notrufnummer 112) zum Unfallort gerufen werden. Ist lediglich Blechschaden entstanden, so ist der Unfall binnen 24 Stunden der für den Unfallort zuständigen Polizeistelle anzuzeigen. Auch kleinere Verkehrsverstöße können schnell zu einem Entzug des Führerscheins und zur Verhängung eines Fahrverbotes, welches allerdings nur in Rumänien gilt, führen. Bei Personenschäden kann ein Ausreiseverbot bis zur Klärung des Falles (Prozess) verhängt werden, was im Extremfall bis zu einem Jahr dauern kann.

Die meisten Straßenschilder sind nicht wie in Deutschland aus einem reflektierendem Material.

Zusätzlich sollte man wissen, dass es noch viele Kutschen und Eselsgespanne gibt. Dieses ist am Tage ein recht urtümlicher Anblick, doch nachts eine Gefahr, weil diese selten oder nie über eine Lichtanlage verfügen. Dies hat sich leider bis jetzt (04/2009)sich nicht wirklich geändert, bis auf den Umstand, dass inzwischen die meisten Kutscher eine Warnweste mit Reflektorstreifen tragen.

Es gibt wie in Mitteleuropa Super, bleifreies Normalbenzin ("fara plumb") und Diesel. Getankt wird, wie es in Deutschland in den 50ern Brauch war. Man wird in der Regel betankt. Nur zum Zahlen muss man aussteigen. Der Tankwart ist in der Regel ein sehr hilfsbereiter Mensch. In der Zeit, wo man bezahlt, putzt dieser die Autoscheiben, und wenn man freundlich auf die Reifen zeigt, macht er auch den Luftdruck. Man sollte aber daran denken, dass man ihm oder ihr eine Kleinigkeit zusteckt. Taktisch sollte dazu geraten werden, das vor dem Verlassen des Fahrzeuges zu tun. Schließen sie ihr Fahrzeug dann aber auch unbedingt ab, selbst wenn sie nur wenige Sekunden weg sind.

Taxifahren ist wesentlich billiger als in Deutschland (je nach Stadt, Tarife sind je Bezirk unterschiedlich, so um knapp ca. 2,-- RON/km am Tag (--,48 €/km, Stand 09.04.2009). Es wird geraten nur offizielle Taxis zu benutzen. Taxibetriebe müssen ihre Tarife aussen am Fahrzeug anbringen, man kann also schon vor Fahrtantritt sehen, wieviel der km kostet. Bei Taxis kann man evtl. etwas sparen, wenn man in Euro bezahlt, man sollte aber in jedem Falle das Taxameter im Auge haben. Es ist auch durchaus üblich, vor Fahrtantritt einen Pauschalpreis zu vereinbaren, dazu sind allerdings Ortskenntnisse erforderlich. Viele Taxifahrer fahren oft zu schnell und riskant.

Schiff

Im Donaudelta: Von Tulcea fahren täglich Fähren nach Sulina. Es gibt schnelle und langsame. Die langsame fährt gegen 14 Uhr von Tulcea nach Sulina. Karten vorher besorgen. Das Donaudelta selbst kann man mit dem Fischerboot erkunden. Dazu einfach Fischer fragen. Allerdings ist das nicht unbedingt billig, deshalb möglichst Gruppen von mindestens 4 Leuten bilden. Das Donaudelta lässt sich auch zu Fuß recht gut erkunden. Dazu sind allerdings Karten notwendig, die eher schwer zu bekommen sind.

Sprache

Anders als bei den meist slawischen Sprachen der umliegenden Länder handelt es sich beim Rumänischen um eine romanische Sprache, verwandt mit dem Italienischen, Spanischen und Französischen, die Bedeutung einfacher Sätze oder einzelner Begriffe lässt sich so für Sprachkundige oft erraten. Das Rumänische hat sich eigenständig aus dem Lateinischen der römischen Besatzer entwickelt, wurde aber stark von anderen Sprachen beeinflusst. So finden sich heute im Rumänischen Wörter aus dem Russisch-Slawischen Sprachraum (wie "cucuruz", "halat", oder "otrava") ebenso wie türkische (z.B. "hamsii" oder "bairam"), deutsche (z.B. "blitz" oder "schmirgel", und als Krönung "aptsibild" (einfach so aussprechen wie man es schreibt)) und französische (z.B "sutien" oder "chiloti") ohnehin.

Wie in jedem Land, empfiehlt sich der Erwerb einiger grundlegender Vokabeln, wie übeall reagieren die Einheimischen darauf sehr erfreut. Wenigstens "Guten Tag" ("buna ziua", unter Jugendlichen auch nur "Buna"), "Auf Wiedersehen" ("la revedere", unter Jugendlichen auch nur "pa"), "Bitte" ("va rog")und "Danke" ("multumesc") sollte man können.

Bei den Zahlen kann es anfänglich zum Problem werden, dass Verkäufer in Läden und auf Märkten, oft verkürzte "Slang"-wörter für die Zehnerzahlen verwenden, die in keinem Sprachführer auftauchen:

  • 11 = "unsprezece" wird verkürzt zu "unspe"
  • 12 = "doisprezece" wird verkürzt zu "doispe"
  • 13 = "treisprezece" wird verkürzt zu "treispe"
  • 14 = "paisprezece" wird verkürzt zu "paispe"
  • 15 = "cincisprezece" wird verkürzt zu "cinspe"
  • 16 = "saisprezece" wird verkürzt zu "saispe"
  • 17 = "saptesprezece" wird verkürzt zu "saspe"
  • 18 = "optsprezece" wird verkürzt zu "optspe"
  • 19 = "nouasprezece" wird verkürzt zu "nouspe"

Im Norden Rumäniens, in Siebenbürgen, finden sich gelegentlich deutsche Sprachinseln. Man bezeichnet die deutschen Einwohner als "Sasii" oder "Sachsen". Daher kann die Frage einem immer begegnen, ob man Sachse ist. (Historischer Hinweis: Die deutschen Einwanderer in Siebenbürgen waren keine Sachsen, sondern Rheinländer, Hessen und Schwaben. Im Rumänischen werden die Deutschen Siebenbürgens als "Sachsen" und die Deutschen im Banat als "Schwaben" bezeichnet.

Durch die ortsansässigen Minderheiten gibt es im Lande noch weitere Sprachen. So wird in manchen Dörfern im Westen ungarich gesprochen, und vielerorts (besonders im Südwesten) finden sich Gemeinden mit Roma Bevölkerungsmehrheit, deren Angehörige ebenfalls ihre eigenen Sprachen sprechen.

Was Fremdsprachen angeht, sind allgemein Englischkenntnisse insbesondere bei jüngeren Leuten vorhanden. Andere Fremdsprachenkenntnisse wie Italienisch (eng verwandt mit dem Rumänischen), Spanisch, Portugiesisch, Französisch oder Russisch sind durchaus verbreitet.

Kaufen

Das Preisniveau in Rumänien ist niedrig für im Lande hergestellte landwirtschaftliche Produkte, Obst und Gemüse, Tiere, Wein und Dienstleistungen. Es gibt starke Preisunterschiede zwischen Stadt und Land. Beispielsweise kostet im Dorfcafe ein Espresso etwa 50 cent (Stand Juli 2005).

Viele andere Produkte sind teilweise teurer als in Westeuropa. Bei Einkäufen, besonders in Supermärkten, sollte man darauf achten, dass die Verpackung der Ware unbeschädigt ist. Das gilt auch für Lebensmittelverpackungen. Am 1. Juli 2005 wurde die Landeswährung ROL durch die neue Währung RON ersetzt. Dabei wurden vier Nullen gestrichen. Aus 4.250.300 Lei (ROL) wurden bspw. 425,03 Lei (RON). ROL wird auch als leu (Löwe) und RON als leu greu (schwerer Löwe) bezeichnet. Seit dem 1. März 2005 sind die Preise in beiden Währungen angegeben. Die alte Währung ROL verlor am 31. Dezember 2006 ihre Gültigkeit, d.h. die alten Geldscheine sind nicht mehr gültig. Die neuen Geldscheine sehen genauso aus wie die alten, sind jedoch etwas kleiner. Es befinden sich faktisch keine alten Geldscheine mehr im Umlauf. Sollte man trotzdem einen bekommen, sollte man ihn freundlich ablehnen und auf einem neuen Schein bestehen. Außerdem sollte man die Geldscheine beim Erhalt auf Risse überprüfen. Ansonsten darf man sie ohne Probleme zurückweisen.

Für die Rumänen sind die Preise verglichen mit ihren Gehältern sehr hoch, man sollte also nicht unbedingt mit seinem Reichtum prahlen.

Küche

Die rumänische Küche ist zugleich traditionsreich und voller Einflüsse aus der bewegten Geschichte des Landes: Mit Ungarn hat man den Gulasch (heißt in Rumänien "tocanà") und die gefüllten Paprika gemein, mit Griechenland die Weinblätterröllchen (sarmale), das Auberginenmus ("zacuscà") und die Schafskäsegerichte, mit der Türkei die sauren Suppen ("ciorbe") und die auf Honig basierenden Süßspeisen wie "baclava" und "sarailie".

Anmerkung: Tocana würde in Ungarn als "Pörkölt" bezeichnet werden, in Ungarn ist ein Gulyas eine Art Gulasch-Suppe! Sarmale werden meist aus (im Winter: milchsauer eingelegten) Weisskraut-Blättern gewickelt! Zacusca ist ein aus Auberginen, Paprika und Zwiebeln hergestellter Brotaufstrich, wird auch oft aus anderen Gemüsen hergestellt! Auberginenmus ist auch als "salate de vinete" bekannt und sehr beliebt.

Zu den meisten rumänischen Gerichten passen die vielfältigen Weine, die im Land wachsen und von den Abertausenden von Kleinproduzenten vor allem im Herbst und Winter sehr günstig zu erwerben sind.

Die im Land gebrauten Biere sind durchweg gut, da diese sehr weitgehend nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut werden. Was dem heimischen Biertrinker etwas überraschen wird sind die Bierflaschen. Hier gibt es nicht nur die in Deutschland gekannten 0,5l Flaschen sondern auch 2L Flaschen.

Beliebtester Likör ist die "visinatà" auf Sauerkirsch-Basis, berühmtester Schnaps die "tuicà" (gesprochen: zuika) oder "palincà" aus Pflaumen oder Treber. Die beiden letztgenannten werden oft von der ländlichen Bevölkerung in Eigenregie hergestellt und sind nicht für jeden verträglich.

Gerade bei der älteren Landbevölkerung ist es Brauch ein Gläschen zur Mahlzeit zu nehmen. Lassen sich sich ruhig darauf ein, gerade die "tuicà" ist eine Wohltat. Aber nicht zu viel, da in Rumänien die 0,0-Promillegrenze gilt.

In Lokalen ist darauf zu achten, dass es meist nicht üblich ist getrennt zu bezahlen. Abgerechnet wir pro Tisch, daher muss man besonders daruaf hinweisen, wenn man separat zahlen will. Das nennt sich interessanterweise "plateasca neamtasca" (deutsche Bezahlung). Junge Rumänen unter sich bezahlen oft auch einzeln, aber das wird dann nach der Begleichung des Gesamtbetrages an den Kellner untereinander (üblicherweise auf grosszügige Weise) ausgemacht.

Man sollte sich im Übrigen darauf einstellen, dass man mehr als eine Bedienung hat. Oft werden Bestellung und Bedienung von unterschiedlichen Personen gemacht. Das Nachordern sollte daher nur bei der Bedienung gemacht werden, bei der vorher schon bestellt wurde. Außerdem sollte man die Gesamtsumme des Verzehrten im Auge behalten, denn gerne wird mal eine Cola zu viel angerechnet oder die Preise auf der Rechnung einfach teurer angegeben als auf der Speisekarte - also: Nachrechnen!

Ausgehen

Die Musik wird wie die Küche sehr von vielen unterschiedlichen Einflüssen beherscht. Als deutschprachiger Tourist wird man sich wundern, wie populär Rammstein ist. Gerade die Jüngeren werden oft nach Übersetzungen fragen.

Sehr beliebt ist "Manele", rumänische Popmusik, die meist von Roma ("Tigani") gespielt wird und häufig orientalische Einflüsse aufweist. Oft werden von den Musikern auch ausländische Titel übernommen und auf "manele-Art" interpretiert, häufig sind dies arabische Songs. Da die Texte sehr simpel sind, und meist nur von Mädchen und/oder alkoholische Exzessen handeln, ist diese Art Musik bei rumänischen Intellektuellen jedoch stark verhasst. Man kann also die rumänische Jugend in zwei Lager einteilen, die "Manelisti" und die Gegner dieser Musik, die sich recht unversöhnlich gegenüber stehen.

In Diskotheken oder anderen Lokalen wird einem sehr schnell auffallen, daß die Rumänen wissen wie man feiert. Es gibt selten solch ausgelasse Stimmung wie in den Beachclubs in Constanta oder den Clubs in Bukarest. Allerdings findet man auch entsprechend viele Opfer übertriebenen Alkholgenusses.

Für Punks oder Gothics sei anzumerken, dass es davon in Rumänien recht wenige gibt. Zumindest wird dort nicht der gleiche Modekult betrieben wie in Deutschland.

Tipp: Alkohol aus Rumänien ist gut und preiswert. Der Rest meist sehr teuer. Taxifahren ist im übrigen deutlich billiger als in Deutschland. Man sollte sich aber eine Karte des Hotels mitnehmen, da der Fahrer dann besser wei0 wohin man möchte.

Unterkunft

In jeder größeren Stadt gibt es Hotels in allen Preisklassen. Im Rest des Landes findet sich mittlerweile ein dichtes Netz kleiner und größerer Pensionen und Unterkünfte bei Privatpersonen. Freies Campen ist problemlos möglich. Zwischen den größeren Städen befindet sich alle paar Kilometer ein Hotel/Motel. Die Preise liegen auf westeuropäischem Niveau, die Qualität der Räumlichkeiten und der Service oft nicht.

Bei längeren Aufenthalten (ab etwa 4 Wochen) bietet sich das Mieten einer Wohnung an. In Rumänien ist Untervermietung weit verbreitet, auch viele junge Rumänen leben als Untermieter in einem Zimmer bei einer Familie bzw. einer Einzelperson, da sie sich die Meite für eine Wohnung nicht leisten können. Man findet deshalb sehr viele Angebote zur Miete ("chirie") in Anzeigenblättern. Natürlich kann für einen Westeuropäer das Leben zur Untermiete in einer rumänichen Familie recht ungewohnt sein, die Rumänen selbst habe da normalerweise wenig Berührungsängste.

Es gibt natürlich auch Makler ("agencia imobiliara"), aber diese verlangen wie auch in Deutschland eine Courtage in beträchtlicher Höhe, so dass es sich empfiehlt, bei den Anzeigen auf den Zusatz "pf" (persoana fisica = Privatperson) zu achten. Die Preise sind oft moderat, Wohnungen sind häufig möbliert und die Nebenkosten (Heizung, Strom, Wasser) sind in der Regel im Preis schon inbegriffen.

Lernen

Die meisten Rumänen erwerben nach 12 Jahren die Hochschulreife, und sehr viele von ihnen studieren auch. Bukarest, Klausenburg, Temeschwar und Iasi verfügen über Universitäten, die auch Bachelor- und Master-Studiengänge anbieten. Ausländische Studierende müssen in der Regel Studiengebühren zahlen, die allerdings zum Glück nicht mit denen angelsächsischer Länder vergleichbar sind.

Arbeiten

Das Durchschnittsgehalt liegt in Rumänien bei unter 500 Euro/Monat. Rumänien ist nach Bulgarien das ärmste Land der Europäischen Union

Feiertage

Offizielle Feiertage in Rumänien sind:

Termin Name
1. Januar Neujahrstag
2. Januar Neujahr
8. März Frauentag
18. April 2014 Karfreitag
20. April 2014 Ostern
21. April 2014 Ostermontag
1. Mai Maifeiertag
1. Dezember Nationalfeiertag
25. Dezember 1. Weihnachtstag
26. Dezember 2. Weihnachtstag

Sicherheit

Vor Taschendieben und Trickbetrügern, die sich unter Umständen als Polizeibeamte in Zivil ausgeben, wird gewarnt. In jüngster Zeit wurden öfter Bankautomaten manipuliert, bei deren Benutzung daher erhöhte Aufmerksamkeit geboten ist. Die Wahrscheinlichkeit, in Rumänien Opfer einer Straftat zu werden, ist nicht höher als in Westeuropa. Das Land kann als sicheres und gastfreundliches Reiseland bezeichnet werden. Wer der Landessprache nicht mächtig ist, wird des öfteren übers Ohr gehauen.

Reisende sollten die gleiche Vorsicht walten lassen wie auch in anderen Ländern. Besonders in Grosstädten sollte man niemals Wertsachen sichtbar im Auto lassen, auch kein Autoradio. Es gibt organisierte Banden, die gezielt Autos aufbrechen und ausrauben. Das Anfertigen eines Protokolls auf der Wache nimmt in der Regel Stunden in Anspruch, und bringt auch bei genauer Beschreibung der gestohlenen gegenstände inklusive Seriennummern etc. kein Resultat. Fazit: wenn man das Protokoll nicht für die heimische Versicherung braucht, kann man sich den Aufwand getrost sparen.

Grundsätzlich gilt, wie anderswo auch: Vertraue besser keinen Fremden, wenn dieser dich von sich aus anspricht und sich als "Freunde" oder "Reiseführer" anbieten. Das sind oft Leute, die sich darauf spezialisiert haben, unbedarfte Touristen "abzuzocken". Wenn man hingegen selbst einen Passanten oder Anwohner anspricht, nach dem Weg fragt oder sonstwie um Hilfe bittet, wird man die Erfahrung machen, dass die Menschen sehr freundlich, hilfsbereit und auch gastlich sind.

Sehr häufig wird man von der einheimischen Bevölkerung vor "Zigeunern" ("Tzigani") gewarnt, allerdings mag das auch mit den weitverbreiteten Ressentiments gegen diese Bevölkerungsgruppe zu tun haben.

Gesund bleiben

Für Rumänien sind Impfungen gegen Tetanus, Diphterie und Hepatitis A empfohlen, aber nicht zwingend. In Städten sollte man vom Genuss großer Mengen Leitungswasser absehen. Vorsicht bei Eis im Strassenverkauf.

Medikamente sind in der Regel recht preiswert, und viele Dinge sind frei in Apotheken erhältlich, die bei uns rezeptpflichtig sind. Auch bei eigentlich rezeptpflichtigen Artikeln wird manchmal für Touristen eine Ausnahme gemacht.

Die Ärzte sind überwiegend gut ausgebildet und arbeiten oft mit Geräten aus der ehemaligen DDR. Viele sprechen deutsch oder andere Fremdsprachen sehr gut, weil sie im Ausland studiert haben.

Klima

In Rumänien herrscht ein gemäßigtes Kontinentalklima. Die Sommer sind in der Regel sehr heiss, teilweise bis 40 Grad Celsius. Die Winter meist sehr kalt mit Temperaturen bis zu 25 Grad unter Null.

Respekt

Kommunizieren

Die rumänische Bevölkerung ist normalerweise Reisenden gegenüber sehr hilfsbereit und freundlich. Ein Rumänisch-Wörterbuch kann recht hilfreich sein. Deutsch sprechen versuchen kann nicht schaden, viele Rumänen sprechen ein paar Worte. Besonders im Banat und Siebenbürgen, wo manche Orte sogar nur deutsche Namen haben (Nitschdorf, Liebling usw.)

Internetcafes sind mittlerweilen auch in kleinen Orten anzutreffen und kosten pro Stunde ab 2 RON.

Für Benützer eines Mobiltelefones kann sich das erstatten einer neuen SIM-Karte eines rumänische Telecomanbieters rasch lohnen, da die Roaming Gebühren oft ein mehrfaches ausmachen (betrifft vorallem schweizerische Mobilanbieter). Vorausgesetzt das eigene Handy ist SIM-lock-frei. Für 17 RON erhält man eine neue SIM-Karte mit bis zu ca. 50 Gesprächsminuten auf das gesamte nationale Fest- und Mobilnetz. Eine Registrierung der Personalien wird noch nicht verlangt (Stand November 2008).

Varianten

Aktionen

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