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Riobamba: Unterschied zwischen den Versionen

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Ecuador : Riobamba
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Version vom 20. März 2013, 21:24 Uhr


Riobamba
Banner Riobamba Ciudad Bonita.jpg
Kurzdaten
Bevölkerung: 124.807(2004)
Höhe über NN: 2750 m
Vorwahlnummer: 03
Zeitzone: UTC-5
Website: offizielle Website von Riobamba
Im Notfall
Polizei: 101
Feuerwehr: 102
Notarzt: 296 8064




Riobamba ist die Hauptstadt der Provinz Chimborazo und das Agrar- und Handelszentrum des Hochlands von Ecuador

Inhaltsverzeichnis

Stadtteile

Hintergrund

Riobamba liegt zentral im Hochland Ecuadors in Turi-Hochebene ist von namhaften Vulkanen umgeben: im Westen erhebt sich der eisgepanzerte Gipfel des Chimborazo (6.267 m), höchster Berg Ecuadors, im Nordwesten befindet sich der Carihuairazo (5.020 m), im Nordosten den regelmäßig aktive und gefährliche Tungurahua (5.016 m) und im Osten der Altar (5.319 m).

Die Stadtgründung als "San Pedro de Riobamba" unter den Spaniern wird in den Zeitraum um das Jahr 1534 datiert, Riobamba gilt als eine der ersten Stadtgründungen unter den Spaniern überhaupt. Wegen der günstigen Verhältnisse für die Landwirtschaft war aber die gesamte Region zuvor schon unter den Puruhá-Indianern als Siedlungsraum erschlossen gewesen und wurde damals von den Inkas kontrolliert. In den Anfängen der Stadt hatte Riobamba auch noch eine strategische Bedeutung und entwickelte sich später zum regionalen Zentrum. Das koloniale Riobamba war seinerzeit eine der reichsten Städte des Landes seine Bauwerke zählten zu den schönsten ganz Amerikas.

Im Jahre 1797 wurde das alte Riobamba durch ein schweres Erdbeben nahezu vollständig zerstört, mindesten 10.000 Menschen kamen ums Leben. Zwei Jahre später und in 15 Kilometer Entfernung wurde Ribamba völlig neu wieder aufgebaut. Es wird vermutet, das noch zahlreiche Ruinen des alten Riobamba unter einer bis zu 30 Meter dicken Erdschicht verschüttet sind.

Nach der Befreiung der damaligen spanischen Kolonien wurde Riobamba in den ersten Jahren der Unabhängigkeit Ecuadors ab 1830 für über drei Jahrzehnte lang die Landeshauptstadt, stand dabei aber immer im Schatten der heutigen Hauptstadt Quito. Bei den Einheimischen gilt Riobamba als die "Wiege der Nation", hier enstand die erste Verfassung des Landes.

Riobamba ist heute vor allem das Agrarzentrum der Sierra von Ecuador. Der Schwerpunkt liegt auf dem Anbau von Kartoffeln, Mais, Gerste, Weizen, und Gemüse. Es gibt auch eine Weide- und Milchwirtschaft.

Anreise

Flugzeug

Die nächsten internationalen Flughäfen sind die in Quito (ca. 240 km) und der Flughafen Guayaquil (210 km).

Bahn

Eine großräumige Anfahrt mit der Bahn ist nicht möglich.

Riobamba hat einen Bahnhof, von wo eine Bahnstrecke bis zur Teufelsnase (Nariz del Diablo) und bis Alausí führt. Dieses Teilstück gehörte zur historischen Bahnverbindung an die Küste, die aber derzeit unterbrochen ist. Auf der landschaftlich teilweise spektakulären Strecke verkehren Züge als Touristenattraktion.

Bus

Aus Riobamba verkehren täglich mehrfach Fernbussse in die wichtigsten Städte des Landes, u.A. Quito (3 h), Guayaquil (4 h) und Baños (1.5 h). Preis je Stunde Fahrzeit rund 1$.

Vom Zentralen Terminal aus (Av León Borja / Av de la Prensa), zwei Kilometer nordwestlich des Zentrums gelegen, verkehren die Busse in den Norden des Landes und in die Küstenregion.

Vom Oriente bus terminal (Ecke Espejo & Luz Elisa Borja) aus und im Osten der Stadt gelegen verkehren die Busse in die Amazonasregion im Osten des Landes.

Auto

Riobamba liegt direkt an der Panamericana und rund 200 Kilometer südlich von Quito bei ca. drei Stunden Fahrzeit. Riobamba ist ein bedeutender regionaler Verkehrsknoten: Von der Panamericana zweigt eine Fernstraße nach Westen in den Küstenregion und nach Guayaquil ab. Über Baños führt eine Route nach Osten und weiter in die Amazonasregion.

Mobilität

Taxis in Riobamba sind günstig: tagsüber pro Stunde 1$. Abends etwas mehr, es empfiehlt sich, den Preis vorab auszuhandeln.

Sehenswürdigkeiten

Riobamba wurde im Jahre 1797 durch das Erdbeben nahezu vollständig zerstört und neu aufgebaut, es gibt daher keine echten historischen Gebäude im Stadtbild.

Eine gute Aussicht über die Stadt aus einer erhöhten Position hat man vom Hügel im Parque 21 de Abril, etwas nordwestlich vom Zentrum gelgen.

  • Kathedrale Santa Barbara: Die Kirche ist eine originalgetreue Rekonstruktion der bei dem Erdbeben zerstörten alten Kirche. Bei dem Wiederaufbau der barocken Fassade wurden umfangreich Trümmer der alten Kirche mitverwendet.
Besonders sehenswert im Inneren der Kirche ist ein Bild des Friedensnobelpreisträger Alfredo Pérez Esquivel aus dem Jahre 1986.
Die Capilla El Sagrario ist eine Seitenkapelle mit Tonkachel-Mosaike eines Kreuzwegs.
  • Basilika
  • Iglesia de San Antonio, im Nordwesten des Zentrums am Parque 21 de Abril. Die Kirche wurde 1951 geweiht und gehört zu den meistbesuchtesten der Stadt, im Innren sehenswert sind Bilder einheimischer und spanischer Künstler.
  • Olímpico de Riobamba (Sportstadion), 1926 eröffnet und Austragungsort der damals ersten Nationalen Olympiade der Provinzen von Ecuador untereinander. Seitdem mehrfach umgebaut und heute Leichtathletik- und Fußballstadion für den lokalen Sport. Außerdem war das Stadion auch mehrfach Spielstätte für internationale Jugend-Fussballturniere.
  • Colegio Maldonado Riobamba Das monumentale Baudenkmal entstand in den 1920'iger Jahren im neoklassischen Stil der italienischen Reniassance, im Gebäude ist ein naturkundliches Museum untergebracht.

Es gibt in der Stadt eine Anzahl ansehnlicher Parkanlagen mit den typischen Araukarien und Palmen:

  • Parque de la Libertad mit der runden Basilika, im Zentrum des Parks steht ein Monument zu Ehren des Jesuitenpaters Juan de Velasco, geistiger Mitbegründer der Republik Ecuador nach der Unabhängigkeit.
  • Parque Sucre, angelegt in der Form einer nautischen Rose. Im Zentrum befindet sich der Neptun-Brunnen, er stammt aus dem Jahr 1913.
  • Parque 21 de Abril (Vorlage:Coord, nordwestlich vom Zentrum), benannt nach dem Schicksalstag am 21. April 1822, als die Stadt und die Region nach einem Sieg über die spanischen Truppen vom Befreiungskämpfer Antonio José de Sucre für unabhängig erklärt wurde. In der Parkanlage gibt es einen Hügel mit Aussicht über der Stadt, ostseitig vom Park liegt die Iglesia de San Antonio.

Aktivitäten

Einkaufen

Im Zentrum von Riobamba gibt es eine große Auswahl an Geschäften und Einkaufsmöglichkeiten.

Zu beachten ist die Clusterbildung der Fachgeschäfte nach ihrer Auswahl: Blumengeschäfte, Kleidungsgeschäfte oder Touristenläden sind oft gemeinsam in einem Straßenzug direkt nebeneinander angeordnet: Wenn man einen passenden Laden gefunden hat, hat man gleich mehrere, dafür sucht man woanders vergebens.

  • Souvenirgeschäfte mit einer größeren Auswahl auch an einheimischen Kunsthandwerk befinden sich direkt südösttlich an den Hauptbahnhof anschließend.

Küche

Günstig

Mittel

Gehoben

Nachtleben

Günstig

Mittel

Gehoben

Unterkunft

Günstig

Mittel

Gehoben

Lernen

Riobamba hat zwei Universitäten, die allgemeinbildende National-Universität und die politechnische Hochschule.

Arbeiten

Sicherheit

Gesund bleiben

Klarkommen

Kommunizieren

Weiter geht's

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