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Rio de Janeiro

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Rio de Janeiro
noframe
Kurzdaten
Bevölkerung: 6.136.652
Fläche: 1.182,3 km²
Höhe über NN: 31 m
Koordinaten: 22° 54' 29" S, 43° 11' 47" W 
Zeitzone: UTC-3
Sommerzeit: UTC-2
Website: offizielle Website von Rio de Janeiro




Erlöserstatue

Rio de Janeiro ist mit 13 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Brasiliens und gleichzeitig das bekannteste Reiseziel des Landes. Es liegt im Südosten des Landes im gleichnamigen Bundesstaat am Atlantik.

Stadtteile

Rio de Janeiro hat 159 Stadtviertel (Barrios). Die bekanntesten sind Barra da Tijuca, Catete, Cidade de Deus, Copacabana, Estácio, Flamengo, Gávea, Humaitá, Ipanema, Lapa, Leblon, Santa Teresa und Urca.

Hintergrund

Seine Bekanntheit verdankt die Stadt vor allem ihrer wunderschönen Lage zwischen von üppiger Vegetation bedeckten Küstengebirgen und dem Meer. Die Strände werden jährlich von Millionen Touristen besucht. Ein weiterer Anziehungspunkt ist der weltberühmte Karneval, bei dem Tausende Tänzer der Sambaschulen durch die Straßen ziehen, für die Hauptumzüge wurde sogar ein eigenes Stadion, der Sambódromo gebaut.

Die Stadt war lange Zeit Hauptstadt Brasiliens und auch ihr wirtschaftliches und kulturelles Zentrum, bis in den 50er Jahren die Retortenhauptstadt Brasília gebaut wurde. Gleichzeitig wurde Rio von der Bedeutung her von Sao Paulo überrundet, das heute die größte Stadt des Landes ist. Dennoch ist Rio de Janeiro nach wie vor ein wichtiges Zentrum der Wirtschaft Brasiliens mit viel Industrie; sein Pro-Kopf-Bruttosozialprodukt gehört zu den höchsten des Landes. Dennoch existiert auch in Rio ein großes Gefälle zwischen Arm und Reich, das wegen der hohen Bevölkerungsdichte auf einem nur schmalen bebauten Streifen hier besonders auffällt. Das beste Beispiel hierfür sind die Favelas, informelle Elendsviertel, die teils nur wenige hundert Meter von den Vierteln der Reichen entfernt liegen.

Heute ist Rio de Janeiro eine kosmopolitische Metropole mit Einflüssen aus fast allen Kontinenten. Die Mehrzahl der Einwohner stammt von Europäern ab, man findet jedoch auch viele Afro-Brasilianer, deren Einfluss sich vor allem im Samba wiederspiegelt, dem charakteristischsten Tanz dieser Region.

Das Klima ist mild, fast tropisch und feucht. Beste Reisezeit ist der Winter (Mai bis Oktober), in dem die Temperaturen tagsüber um 25-28 Grad liegen und es nur selten regnet. Selbst nachts fallen die Temperaturen kaum unter 20 Grad. Der Sommer ist schwülheiß und sehr feucht.

Anreise

Flugzeug

Der Flughafen Galeao auf einer nahen Insel wird von mehreren Ländern der Welt angeflogen und ist nach Sao Paulo die zweitgrößte Drehscheibe des internationalen Flugverkehrs in Brasilien. Daneben gibt es noch den innerstädtischen Flughafen Santos Dumont, von dem aus alle halbe Stunden Flugzeuge nach Sao Paulo fliegen.

Bahn

Bus

Busse fahren von Rio de Janeiro aus in praktisch alle Ecken Brasiliens. Es gibt auch Verbindungen in die Nachbarländer, insbesondere nach Argentinien und Uruguay.

Auto

Das Straßennetz in der Region um die Stadt ist gut ausgebaut. Mit dem relativ nahen Sao Paulo ist Rio über eine Autobahn verbunden.

Schiff

Mobilität

Es gibt eine U-Bahn in Rio de Janeiro, die allerdings nur zwei Linien hat. Deswegen wird der größte Teil des Stadtverkehrs von Bussen bewältigt. Es gibt auch eine Straßenbahnlinie: o bonde (vom Zentrum nach Santa Teresa). Auf den Zuckerhut (Pao de Azucar) fährt eine Seilbahn, während auf den Corcovado eine Bergbahn und ein Bus fährt. Nach Niterói verkehrt zudem eine Fähre.


Taxi

Taxis verkehren so gut wie ueberall in Rio de Janeiro. Die meisten Taxifahrer fahren mit einem Festpreis und weigern sich das Taximeter einzuschalten. Eine Fahrt vom Flughafen zur Copacabana oder Ipanema kostet 70 Real (80 wenn man direkt zum Taxi hingeht und nicht vorher in dem Ankunftsterminal eins reserviert). Eine Fahrt in der suedzone (Copacabana, Ipanema, Zuckerhut, etc.) kostet 15 Real. Man sollte sich auf keinen Fall von der Suedzone auf den Cocovado hochfahren lassen, dass kostet naemlich richtig. Auch wenn die Taxifahrer meinen sie wuerden nur 100 Real fuer Hin- und Rueckfahrt verlangen, dass sie auf einen warten wuerden und es egal waer wie lamge man braucht. In wirklichkeit berechnen sie die Wartezeit zum Festpreis hinzu.Lieber fuer 25 Real zur Zahnradstation fahren lassen, dann noch 36 Real fuer die Zugfahrt zahlen und eine wunderbare Aussicht geniessen! Tipp: Beim Aufstieg hat man die Beste Aussicht in Fahrtrichtung rechts.

Sehenswürdigkeiten

Die Sehenswürdigkeiten nehmen in Rio de Janeiro kein Ende. Phantastisch gelegen zwischen einem Tafelgebirge und dem Atlantischen Ozean bietet Rio ein breites Spektrum von Attraktionen.

Seilbahn zum Zuckerhut

Zu den berühmtesten gehören sicherlich der Zuckerhut und der Cristo Redentor, das Wahrzeichen der Stadt. Auf dem 710 m hohen Corcovado steht der Cristo auf dem höchsten Sockel der Welt und breitet seine Arme über die Stadt aus. Mit der Corcovado-Bahn (lange Wartezeiten in Kauf nehmen!) oder mit dem Taxi (grundsätzlich nur gegen "Sonderpreis", aber eine ideale Alternative zur Bahn) erreicht man den Gipfel, von dem aus man eine überwältigende Aussicht über die Stadt, die Guanabara-Bucht, das Meer und die Strände von Botafogo, Copacabana und Ipanema hat. Wachsender Beliebtheit erfreuen sich die allerdings teuren Helikopter-Rundflüge.

Von der Praia Vermelha im Stadtteil Urca gelangt man mit der Gondelbahn auf den Zuckerhut. Oben lohnt sich nicht nur der atemberaubende Ausblick, sondern auch ein Rundgang durch den kleinen Park. Besonders Eindrucksvoll ist bei klarer Sicht der Sonnenuntergang, nach dem man unter sich die Stadt zum Nachtleben erwachen sieht.
Im Zentrum bietet sich der Platz Largo da Carioca als Ausgangspunkt für viele Exkursionen an. Nur wenige hundert Meter von hier entfernt befindet sich die Confeitaria Colombo, Rios bekanntestes und wohl schönstes Café. Nur einige Minuten von hier entfernt befinden sich Saára, ein riesiger Basar, der sich durch viele Strassen und Hallen zieht, und der Park Campo de Santana, in dem man mitten in der Metropole ein wenig Ruhe unter herrlichen Baumriesen genießen kann.

Ebenfalls nahe des Platzes befindet sich Cinelândia, ein weiterer Platz, um den herum das Theater, das Museum der schönen Künste und die Nationalbibliothek angesiedelt sind. Läuft man von hier aus Richtung Ende des Platzes befindet man sich bereits ganz in der Nähe des Museums der modernen Kunst.
Vom Largo da Carioca-Platz aus sieht man bereits das kubisch geformt Gebäude der Petrobras, zu dessen Füßen sich die Haltestelle der Bondinho, der antiken Straßenbahn befindet. Eine Fahrt mit diesem Kleinod sollte man sich nicht entgehen lassen, denn für ein paar Cent führt sie durch das wunderschöne alte Villenviertel Santa Teresa, das heute von alternativen Leuten und Künstlern gerne bewohnt wird.

Wieder am Largo da Carioca-Platz, bringt einen die Metro schnell nach Maracaná, dem sagenumwobenen Fussballstadion. In direkter Nachbarschaft liegt der Zoo, der viele tropische Tiere beheimatet. Ferner empfiehlt sich ein Besuch des botanischen Gartens, der viele Blumen und Bäume präsentiert, aber auch ein Stück Atlantischen Regenwald, in dem man Affen, Schmetterlinge und kleine Echsen entdecken kann.

Und natürlich ist kein Besuch vollständig ohne die berühmten Strände Copacabana und Ipanema. Die Strände sind unterteilt durch die Nummerierung der Lebensretter-Posten, und verschiedene Gruppen verabreden sich an unterschiedlichen "Postos". So ist zum Beispiel der Posto 8 ein Muß für alle homosexuellen Rio-Reisenden, und wer sich dem jungen alternativen Volk anschließen möchte, der ist am "Posto 9 1/2" bestens aufgehoben.

Aktivitäten

Einkaufen

Küche

Ausgehen

Lapa

Vor 10 Jahren standen hier nur Transvestiten an den Straßenrändern. Das Viertel hat es durch einen aktiven Kulturkampf geschafft, dass heute selbst Playboys von Copacabana und Ipanema an den Straßenrändern stehen und Caipirinha oder Cerveja trinken. Avenida Mem de Sá reiht einen NightClub nach dem anderen auf. Unter den Arcos da Lapa herrscht buntes Leben. Wenn Ihr in der Masse bleibt, ist es auch ungefährlich (selbst für Gringos; Taschendiebe gibt es natürlich überall). Circo Voador ist der kulturelle Aktivkern von damals, der mittlerweile auch schon ein Club mit Eintritt ist, aber immerhin ein richtig gutes und abwechslungsreiches Programm bietet.

Santa Teresa

Gleich oberhalb von Lapa, wo man mit dem Bondinho hinkommt (letzter oft schon um 21Uhr). Dort kann man gut essen. Dienstag bietet Jasmin Manga Poesie. Mittwochs gibt es im Simplesmente Samba, wo alle auf der Straße stehen. Es beginnt zwar schon um 22Uhr, aber richtig viele Leute gibt es ab Mitternacht. Die gute Stimmung bleibt bis 4 oder 5 Uhr. Marcô hat auch oft Live-Musik.

Unterkunft

CabanaCopa Hostel at Travessa Guimarães Natal, 12 Copacabana - +5521.39889912 e-mail: ().

Lernen

Arbeiten

Sicherheit

Besonders wegen seiner touristischen Beliebtheit gibt es in Rio de Janeiro eine große Anzahl von Taschendieben, auch "Nepp" von Touristen ist leider immer wieder anzutreffen. An den Stränden sollte man auf sein Hab und Gut immer aufpassen, da besonders Banden kleiner Jungen versuchen, Touristen abzulenken und sich dann mit ihren Sachen aus dem Staub machen. Wie in anderen brasilianischen Großstädten besteht auch hier die Gefahr von Raubüberfällen bewaffneter Banden, wegen der großen Polizeipräsenz ist die Stadt jedoch insbesondere im Zentrum und den touristischen Gegenden wie der Copacabana sicherer als etwa Sao Paulo. Immer wieder abgeraten wird vom Besteigen des Corcovado, wenn man alleine ist, oder nach Einbruch der Dunkelheit. Die Favelas (Elendsviertel) und andere ärmere Außenbezirke sollte man nur in Begleitung von Einheimischen betreten.

Gesund bleiben

Klarkommen

Kommunizieren

Musik ist das Kommunikationsmittel schlechthin in Brasilien. Aber Brasilien ist -eigentlich- die Kulturhauptstadt Südamerikas. Angefangen hat alles mit Samba. Der erste Umzug von Blocos de Samba war 1928, der zuerst verboten wurde. Die meist Schwarzen widersetzten sich aber. Heute ist der Karneval zum Zwigespräch zwischen Volk und Politikern, Cariocas und Touristen, Arm und Reich geworden.

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