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Rhön

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Rhönlandschaft bei Tann (im Juni) - Das Land der offenen Fernen

Die Rhön ist eine Mittelgebirgslandschaft in der Mitte Deutschlands, gelegen im Länderdreieck Hessen, Thüringen und Bayern.

Regionen

Verteilung nach Topographie

politische Verteilung nach Bundesländern

  • bayerische Rhön
  • hessische Rhön
  • thüringische Rhön

Nachbarregionen

Orte

fränkische Rhön

  • Bad Brückenau - Bayrisches Staatsbad mit Geschichte.
  • Bad Bocklet - Bayrisches Staatsbad im Tal der fränkischen Saale.
  • Bad Kissingen - Bayrisches Staatsbad und bekanntester Kurort Deutschlands.
  • Bad Neustadt an der Saale - Bayrisches Staatsbad am Fuss der Rhön.
  • Bischofsheim - Holzschnitzerstadt am Fuße des Kreuzbergs.
  • Fladungen - mittelalterlich romantisches Fachwerkstädtchen.
  • Hammelburg - älteste Weinstadt Frankens.
  • Mellrichstadt - Die „junge Stadt in alten Mauern“.
  • Münnerstadt - am Südrand des Naturparks Bayerische Rhön, prächtige Fachwerkbauten.
  • Oberelsbach - Marktgemeinde und staatl. anerkannter Erholungsort.
  • Ostheim - größten Kirchenburganlage Deutschlands.

hessische Rhön

thüringische Rhön

größere Städte in der Nähe

Weitere Ziele

Hintergrund

Sprache

Deutsch in eher fränkischer Ausprägung

Anreise

Flugverkehr

Flughäfen in Frankfurt, Nürnberg, Leipzig

Auto

Von Nord nach Süd verläuft die A7, die "Rhönautobahn", zwischen Fulda und Würzburg. Anschlussstellen sind hier Fulda-Süd /Eichenzell, Bad Brückenau, Oberthulba / Bad Kissingen und Hammelburg.

Seit Ende 2005 ist die A71, die "Thüringer Wald-Autobahn", durchgehend geöffnet und verbindet die Städte Schweinfurt und Erfurt. Anschlussstellen sind hier Münnerstadt, Bad Neustadt, Mellrichstadt, Meiningen und Zella-Mehlis / Suhl.

Bahn

Das regionale Rhöner Eisenbahnnetz wurde in den letzten Jahren ausgedünnt. Die Städte Bad Neustadt, Mellrichstadt und Meiningen sind an der Bahntrasse Schweinfurt - Erfurt gelegen. Die Städte Würzburg und Fulda sind an das ICE-Bahnnetz angeschlossen.

Mobilität

Sehenswürdigkeiten

Die Rhön ist eine faszinierende Landschaft, urwüchsig und romantisch. Seit 1991 ist sie zum UNESCO-Biosphärenreservat ernannt worden. Die Landschaft bietet eine Vielzahl an touristischen Attraktionen für Wanderer und Naturfreunde:

Berggipfel

  • Wasserkuppe – mit 950m Höhe höchster Rhöngipfel, Berg der Segelflieger mit der ältesten Segelflugschule der Welt, der Fuldaquelle und einer Sommerrodelbahn. Studenten aus Darmstadt entwickelten hier um das Jahr 1910 die Grundlagen für den modernen Segelflug.
  • Dammersfeld auch Dammersfeldkuppe – mit 928m Höhe zweithöchster Rhöngipfel, und den nördlich gelegenen Ottersteinen, drei mächtigen Basaltfelsen.
  • Kreuzberg – mit 928m Höhe höchster fränkischer Rhöngipfel mit jahrhundertealter Wallfahrttradition zum weithin bekannten Franziskanerkloster mit seiner Wallfahrtskirche und der eigenen Brauerei (seit 1731). Vom Kloster führt ein Kreuzweg auf das Gipfelplateau zur Station mit der dreifachen Kreuzgruppe, dem Gipfelkreuz und dem 208m hohe Sendemast der Sendeanlage des Bayrischen Rundfunks.
  • Heidelstein – höchster Berg (926m) in der „langen Rhön“ mit dem Ehrenmal des Rhönklubs und dem 218m hohen Sendemast (dt. Telekom).
  • Himmeldunkberg – 888m am südlichen Rand der langen Rhön.
  • Milseburg – sagenumwobener Basaltberg (835m) in der hessischen Kuppenrhön mit keltischer Ringwallanlage.
  • Rother Kuppe – Basaltkuppe (711m) mit Aussichtsturm und (bei entsprechenden Witterung) einer Rundumsicht von bis zu 80km nach Unterfranken und Thüringen.
  • Gangolfsberg – bewaldete Basaltkuppe (737m) nördlich von Oberelsbach am Rand der Langen Rhön mit einer prähistorischen Wallanlage und den wabenartigen Basaltsäulen in der Teufelswand und im Teufelskeller, der besterhaltenen Basaltprismenwand in der Rhön.
  • Rauschenberg – bewaldete Basaltkuppe östlich von Petersberg.

Weitere Sehenswürdigkeiten der Natur

  • Rotes Moor - ein insgesamt 315ha großes renaturiertes Naturschutzgebiet mit einem Rundwanderweg und Naturlehrpfad durch das ca. 50ha große Hochmoor. Ausgangspunkt der Wanderwege ist der Parkplatz Moordorf an der B278 zwischen Bischofsheim und Ehrenberg (Wüstensachsen).
  • Schwarzes Moor - weitestgehend naturbelassenes Hochmoor mit entsprechender Natur. Ein behindertengerechter Bohlenpfad (ca. 3 km, 1 Std.) mit Informationstafeln führt vorbei an Wollgras, Beersträucher, Karpatenbirken, Sonnentau und Moorauge. Hier befindet sich auch das letzte Rückzugsgebiet für Birkhuhn und Bekassine nördlich der Alpen. Ausgangspunkt des Lehrpfades ist der Parkplatz am Dreiländerecke aus Bayern, Hessen und Thüringen an der Hochrhönstraße westlich von Fladungen.
  • Steinwand - eine fast 1 km lange und bis zu 25 m hohe Wand aus Phonolitgestein, ungefähr 3 km nördlich von Poppenhausen (Wasserkuppe) gelegen.


Burgen und Ruinen

(in alphabetischer Reihenfolge)

  • Henneburg - Burgruine und Stammburg des Adelsgeschlechts der Henneberger.
  • Lichtenburg bei Ostheim - Höhenburg mit einem mächtigen Bergfried über dem Städtchen. Entstanden vermutlich im elften Jahrhundert, nach mehrfachen Besitzerwechsel im Bauernkrieg fast vollständig zerstört und abgerissen, danach wieder aufgebaut. Ab 1816 im Privatbesitz und als Steinbruch missbraucht. Seit 1843 sorgt sich der Lichtenburgverein um den Erhalt der Ruine. Rittersaal und Gaststube bewirtschaftet.
  • Osterburg - bereits im 15. Jahrhundert zerstörte und bis ins Jahr 1897 "vergessene" Burgruine auf dem Gipfel des gleichnamigen Berges bei Bischofsheim (Rhön).
  • Schloss Saaleck Burg über der Stadt Hammelburg, 1228 erstmals erwähnt, Bergfried vermutlich aus dem zwölften Jahrhundert, Hotel-Restaurant;
  • Salzburg bei Bad Neustadt - eine der mächtigsten Burganlagen Deutschlands, talbeherrschend auf einem Höhenzug über dem Saaletal.
  • Trimburg alte Bezeichnung "Leuchtenburg"; wildromantische Burgruine mit wechselhafter Geschichte über dem Saaletal bei Markt Elfershausen; 1525 im Bauernkrieg zerstört; Bugfeste und Theaterspiele;

Aktivitäten

Flugsport

Wandern

Die Rhön ist das „Land der offenen Fernen“, eine Wanderwelt mit mehr als 6.000 Kilometer markierter Wanderwege über baumlose Basaltkuppen, vorbei an Hochmooren, Blumenwiesen mit einer Vielzahl einheimischer Orchideen, durch Flusstäler mit Laub- und Mischwäldern, und zahlreichen Hütten, die zur Rast einladen. Große Teile der Langen Rhön stehen unter Naturschutz mit strengem Wegegebot. Wanderungen sind hier nur auf den markierten Wegen und auf den von Parkplätzen ausgehenden markierten Rundwegen möglich. Der Rhön-Club ein länderübergreifender Heimat- und Wanderverein mit zahlreichen Zweigvereinen betreut neben Häusern und Hütten ein riesiges Wegenetz und bietet vielfältige Veranstaltungen rund ums Wandern.

Mountainbiken

Radwandern

Wintersport

Skialpin

Küche

Nachtleben

Sicherheit

Klima

eher kalt und schneereich, auch in der Vorsaison (November)

Die Rhön ist Wetterscheide. Die von Norden heranziehenden Tiefdruckgebiete stauen sich auf der hessichen Seite der Rhön, mit den entsprechenden Niederschlägen. Im Gegensatz hierzu gilt die Südseite (Landkreis Rhön Grabfeld) im Windschatten der Rhön als die "Sahel-Zone" Bayerns im eh schon trockenen Franken.

Auf den Hochflächen der Rhön weht ein ständiger Wind, ein Sturm kann hier wegen der fehlenden Bewaldung ungehindert die ungeschützten Einzelgehölze voll angreifen, sodass große frei stehende Bäume sehr selten sind, und dann mit den durchlebten Windschäden im Laufe der Zeit auch eine entsprechend knorrige Gestalt ausbilden. Durch Schnee und Reif im Winter bedingter Holzbruch tut ein übriges.

In schattigen Senken hält sich der Schnee auf den Hochflächen manchmal bis in den Mai, im Sommer bietet die Rhön eine luftige Abkühlung von der Hitze im Flachland, und im Spätherbst, wenn die höchsten Gipfel den Hochnebel überragen, prächtige Stimmungen und Fernblicke. Die Gewitter und Unwetter der Rhön sind wegen ihrer Intensität gefürchtet. Einige Male im Jahr gibt es bei Nord-Staulage auch richtigen Föhn mit "Wolkenwalze" über den Bergen und der entsprechend klaren warmen Luft auf der Rhön-Südseite.

Das Klima in der Rhön (800-900m) ist insgesamt durchaus mit dem alpinen Klima in den Höhenregionen von ca. 1400m Höhe vergleichbar und sollte bei der Wahl der Kleidung entsprechend berücksichtigt werden. Richtig sommerlich warm ist es auf der hohen Rhön nur an ganz wenigen Tagen.

Ausflüge

Literatur

Weblinks



Varianten

Aktionen

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