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Reisen mit dem Motorrad

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Auch im Winter kann man Fahren


Reisevorbereitung

Die Art und Länge der Vorbereitung hängt natürlich von vielen individuellen Gegebenheiten ab. Diese Aufstellung soll ein Anhaltspunkt sein. Nicht für jede Reise ist alles erforderlich. Bei Reisen ausserhalb der EU ist es sinnvoll, sich bei der jeweiligen Botschaft oder auch beim auswärtigen Amt nach den aktuellen Bestimmungen zu erkundigen.

Papiere

Unabhängig vom Reiseziel sollten folgende Papiere nicht fehlen:

  • Persönliche Ausweispapiere (Personalausweis und/oder Reisepaß)
  • Führerschein
  • Fahrzeugschein
  • Versicherungskarte (grüne Versicherungskarte)
  • Auslandskrankenversicherung (idealerweise mit Rücktransport)


Weitere sinnvolle Papiere:

  • Schutzbrief eines Automobilclubs oder Versicherers


Zusätzliche Papiere für Reisen außerhalb der EU:

  • Internationaler Führerschein
  • Internationaler Fahrzeugschein
  • Gültige Haftpflichtversicherung
  • Carnet de Passages

Ausrüstung

Gepäcktransport

Reisen mit dem Motorrad erfordert einige Zugeständnisse an den Gepäcktransport. Hier gilt die Devise, weniger ist mehr, denn schließlich soll der Fahrspaß nicht auf der Strecke bleiben. Dies gilt umso mehr, wenn man zu zweit auf einem Motorrad fährt. Bei Gespannen ist die Situation eventuell etwas entspannter, aber auch ein Gespann ist kein Sattelschlepper.

Die Möglichkeiten des Gepäcktransportes sind vielfältig. Nicht zuletzt hängt dieses vom Motorradtyp, der Länge der Reise, den persönlichen Ansprüchen und Vorlieben ab. Einige Grundsätze sind jedoch zu beachten. Der Schwerpunkt des Motorrades sollte durch das Gepäck nicht zu sehr verändert werden, d.h. Schweres gehört nach unten und so dicht wie möglich an den Schwerpunkt der Maschine. Die Breite des Motorrades sollte nicht übermässig zunehmen, um nicht hängen zu bleiben.

Im Folgenden sind verschieden Transportmöglichkeiten aufgeführt, die sich zum Teil miteinander kombinieren lassen.

  • Tankrucksack: Wahlweise mit Gurten oder Magneten zu befestigen. Bietet häufig auch ein Kartenfach. Wegen des hohen Schwerpunktes sollte man hier nicht zuviel und zu schwere Dinge verstauen.
  • Koffersysteme: Hier gibt es zahlreiche Systeme. Die Materialien Reichen von Kunststoff bis zu dickwandigem Aluminium. Die Beladung kann als Toploader oder von der Seite erfolgen. Beim Topcase erfolgt die Beladung immer von oben. Separate Innentaschen erleichtern das be- und entladen und helfen bei der Übersicht. Vorteil dieser Systeme ist die Abschließbarkeit und die feste Verbindung mit dem entsprechenden Träger. Nachteilig ist, das sie teilweise ziemlich in die Breite bauen.
  • Satteltaschen: Auch hier hat man die Qual der Wahl. Ledertaschen, Kunstfasertaschen mit aerodynamischer Formgebung und wasserdichte Rolltaschen sind einige Möglichkeiten. Das Packvolumen ist ebenfalls variabel. Vorteil, schmaler bauend als Koffer, schnell demontierbar, flexibler bei kleinen „Remplern“. Nachteilig ist die teilweise fehlende Wasserdichtigkeit, die schnelle Demontage kann zu Diebstählen verleiten, sie sind in der Regel nicht abschließbar.
  • Gepäckrollen und –taschen: Zum Transport auf dem Gepäckträger oder Soziussitz. Gepäckrollen und Rolltaschen sind in der Regel wasserdicht. Taschen lassen sich besser beladen, sie sind allerdings nicht schwimmdicht.

Sicherheits- und Pannenausrüstung

  • Verbandtasche: Hier gilt die DIN 13167.Sollte immer dabei sein. Für Motorräder ist sie z.B. in Österreich zwingend vorgeschrieben, wird kontrolliert und es ist mit empfindlichen Bußgeldern bei Nichtbeachtung zu rechnen.
  • Warnweste: Immer sinnvoll, vor allem bei Nacht. Vorgeschrieben in u.a. in Italien und Spanien. Hier gilt die DIN EN 471.
  • Warndreieck: Ein Warndreieck kann hilfreich sein. Hier gibt es falt- und rollbare Varianten, die wenig Platz beanspruchen.
  • Bordwerkzeug: Bei vielen Motorrädern ist das serienmässige Bordwerkzeug nur unzulänglich. Eine Ergänzung kann Frust vermeiden. Ein guter Schraubendreher, vorzugsweise umsteckbar auf Kreuzschlitz und Schlitz, eine Kombizange, eine Prüflampe, Kerzenschlüssel und Maul-/Gabelschlüssel für die wichtigen Schrauben (Hinterradachse, Vorderadachse u.ä.).

Kleidung

Sicherheitsbekleidung mit entsprechender Protektorenausrüstung. Zusätzlich Regenschutz mitführen. Je nach Jahreszeit, Route und/oder Länge der Reise ist das Mitnehmen von warmer Unterbekleidung sinnvoll. Multifunktionsmaterialien sind bei beengten Platzverhältnissen sicherlich praktischer als reine Woll- oder Baumwollbekleidung.

Unterwegs

Orientierung

Geschwindigkeitsbegrenzungen

Im Folgenden findet sich eine tabellarische Übersicht. Die Begrenzungen könne sich aber ändern. Sie dienen daher nur als Anhaltspunkt und sind ohne Gewähr.

Europa

Land Motorräder Stand 07/2005
Ortsgebiet Landstrasse/Schnellstraße Autobahn
Belgien 50 90 120
Bosnien und Herzegowina 50 80 120
Bulgarien 50 90 100
Dänemark 50 80 130
Deutschland 50 100/∞
Estland 50 90 90
Finnland 50 80/100 120
Frankreich 50 90/110 110/130
Griechenland 40 70 90
Großbritannien 45 96/112 112
Irland 50 80/100 120
Isle of Man -
Italien 50 90/110 130/150 (extra ausgewieses auf dreispurigen AB)
Kroatien 50 80/100 130
Lettland 50 90 90
Litauen 60 90 110
Luxemburg 50 90/110 120
Malta 50 80  
Mazedonien 50 80 120
Niederlande 50 80/100 120
Norwegen 50 80 90
Österreich 50 100 130
Polen 50/60 90 130
Portugal 50 90/100 120
Rumänien 50 90/100 130
Russland 60 90 100
Serbien und Montenegro 60 80 120
Slowakei 60 90 130
Slowenien 50 90 130
Spanien 50 90/100 120
Schweden 50 70/90 110
Schweiz 50 80 120
Tschechien 50 90/130 130
Türkei 50 90/80 80
Ungarn 50 90/110 130
Zypern 50 80 110

Hinweise

  • In Russland gilt für Fahranfänger (bis zwei Jahre ein Tempolimit von 70 km/h), in Frankreich gilt im gleichen Fall 80 auf Landstrassen und 110 auf Autobahnen. In Portugal gilt hier Tempo 90 auf Landstrassen und Autobahnen bis 1 Jahr nach Führerscheinerwerb.
  • In Tschechien und der Slowakei gilt vor Bahnübergängen grundsätzlich Tempo 30 km/h fahren, in Ungarn gilt vor Bahnübergängen in Ortschaften 30 km/h und außerorts 40 km/h, wobei die Bahnübergänge nur mit einer Geschwindigkeit von 5 km/h überquert werden dürfen.
  • In Österreich gilt nachts von 22:00 bis 05:00 Uhr auf Autobahnen ein Tempolimit von 110 km/h. Ausnahmen sind die A1 Salzburg - Wien und die A2 Wien - Villach.

Unterkunft

  • Bed and Bike

Motorradtransport

Diese Option sein Reiseziel zu erreichen ist vor allem bei weiter Entfernung und wenig Zeit interessant. Die Transportmöglichkeiten reichen vom Autoreisezug, Speditionen bis hin zu Luft- und Seefracht. Da die Preise zum Teil stark variieren ist eine frühzeitige Planung und ein genauer Preisvergleich sinnvoll.

Transport innerhalb Europas

  • Autoreisezug der Deutschen Bahn AG
  • Shuttle Service Unternehmen die Reisende und Motorräder an den Zielort bringen

Motorrad mieten

Mietmotorräder sind an zahlreichen Urlaubsorten verfügbar. Diese Art der Motorradreise ist dann sinnvoll, wenn die Transportkosten der eigenen Maschine in keinem Verhältnis zur Urlaubsdauer stehen. Insbesondere sind so Motorradkurzurlaube in Übersee unkompliziert möglich. Am Besten nimmt man bereits im Vorfeld Verbindung mit einem entsprechenden Unternehmen auf. Vor Ort sollten die Maschinen genau inspiziert und probegefahren werden.

Motorradfahren mit Kindern

Gespann mit Kindern

Auf Solomaschinen in Österreich erst ab dem 13. Lebensjahr als Mitfahrer gestattet. In Gespannen kein Problem. Das früheste Alter ab dem man Kinder mitnehmen kann ist individuell verschieden. Am besten testet man das erst in Ruhe auf kleineren Touren bevor man eine grosse Reise plant und diese dann in Stress ausartet. Bei Kleinkindern bietet es sich an die Zeit des Mittagsschlafes zu nutzen. Eine Pause mehr schadet sicherlich nicht, damit der Spaß nicht zur Qual wird.

Motorradfahren in besonderen Regionen

Afrika

Asien

Australien und Ozeanien

Europa

Nordamerika

Mittelamerika

Südamerika

siehe auch


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