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Reisen mit dem Motorrad: Unterschied zwischen den Versionen
Version vom 29. Oktober 2009, 17:29 Uhr
ReisevorbereitungDie Art und Länge der Vorbereitung hängt natürlich von vielen individuellen Gegebenheiten ab. Diese Aufstellung soll ein Anhaltspunkt sein. Nicht für jede Reise ist alles erforderlich. Bei Reisen ausserhalb der EU ist es sinnvoll, sich bei der jeweiligen Botschaft oder auch beim auswärtigen Amt nach den aktuellen Bestimmungen zu erkundigen. PapiereUnabhängig vom Reiseziel sollten folgende Papiere nicht fehlen:
AusrüstungGepäcktransportReisen mit dem Motorrad erfordert einige Zugeständnisse an den Gepäcktransport. Hier gilt die Devise, weniger ist mehr, denn schließlich soll der Fahrspaß nicht auf der Strecke bleiben. Dies gilt umso mehr, wenn man zu zweit auf einem Motorrad fährt. Bei Gespannen ist die Situation eventuell etwas entspannter, aber auch ein Gespann ist kein Sattelschlepper. Die Möglichkeiten des Gepäcktransportes sind vielfältig. Nicht zuletzt hängt dieses vom Motorradtyp, der Länge der Reise, den persönlichen Ansprüchen und Vorlieben ab. Einige Grundsätze sind jedoch zu beachten. Der Schwerpunkt des Motorrades sollte durch das Gepäck nicht zu sehr verändert werden, d.h. Schweres gehört nach unten und so dicht wie möglich an den Schwerpunkt der Maschine. Die Breite des Motorrades sollte nicht übermässig zunehmen, um nicht hängen zu bleiben. Im Folgenden sind verschieden Transportmöglichkeiten aufgeführt, die sich zum Teil miteinander kombinieren lassen.
Sicherheits- und Pannenausrüstung
KleidungBeim Reisen mit dem Motorrad kommt der Kleidung eine höhere Bedeutung zu als bei alltägichen Fahrten. Da man oft mehrere Stunden täglich fährt, ist es umso wichtiger, daß man nicht durchnässt, durchfroren oder durchgeschwitzt ist, da all dieses dazu führt, daß die Konzentration sinkt und damit die Sturz- und Unfallgefahr steigt. Sicherheitsbekleidung mit entsprechender Protektorenausrüstung sollte als selbstverständlich angesehen werden. Zusätzlich geht es eigentlich nicht ohne Regenschutz, was auch Schutz für Stiefel und wasserdichte Handschuhe beinhaltet. Bei Fahrten in Gebirgen gehören wegen dem schnellen Wechsel des Wetters durch Höhe und Witterung sowohl Sommer- wie auch Winterkleidung ins Gepäck. Je nach Jahreszeit, Route und/oder Länge der Reise ist das Mitnehmen von warmer Unterbekleidung sinnvoll. Multifunktionskleidung wie Textilkleidung mit Membran und herausnehmbaren Thermofutter haben sich hier trotz Abstrichen in der Sicherheit hervorragend bewährt. UnterwegsVerpflegungHier gibt es eigentlich nur einen Punkt zu beachten: Genug zu trinken mitnehmen! Erfahrungsgemäß verbraucht man beim Motorradfahren mehr Flüssigkeit als man bemerkt. Durch die Konzentration beim Fahren wird das Durstgefühl oft nicht bemerkt, was dann schnell zu gefährlichen Ermüdungserscheinungen oder Konzentrationsfehler durch Dehydrierung führen kann. Ebenso gehört eine Art "Notration" ins Gepäck. Es kann vorkommen, daß man sich bei längerem Fahren verausgabt und "unterzuckert". Ob es sich dabei tatsächlich um eine Hypoglykämie handelt ist nicht bekannt. Die Symptome sind jedoch ähnlich: Frösteln, Zittrigkeit, kalte Gliedmassen, Mattigkeit. Hier empfiehlt sich dann etwas Schokolade mit Keks oder Studentenfutter als kurzfristiger "Zuckernachschub". OrientierungWenn man nicht gerade eine "geführte Tour" gebucht hat, dann gibt es verschiedene Möglichkeiten sich zu orientieren bzw. die Tour täglich zu planen. Welche der Möglichkeiten man bevorzugt, hängt von persönlichen Vorlieben, dem Geldbeutel, den bevorzugten Strassen und dem Reiseziel ab. Nicht zuletzt spielen dabei die Kosten für die notwendigen Hilfsmittel eine Rolle. - Kartenmaterial Für die schnelle Anreise in ein "Zielgebiet" für Touren reicht in der regel eine Karte im Maßstab 1:750 000. Für die Tourenplanung bei Wandertouren auf Strassen und guten Feld- und Wirtschaftswegen empfehlen sich Karten im Maßstab 1:200 000 (Generlstabskarten) Für Enduristen dürfen es auch topographische Karten mit kleineren Maßstäben sein. - Kartenmaterial mit Navigationssystem - Kartenmaterial mit GPS Es empfiehlt sich Teile der Tour auf der Karte zu planen und dann einen "Waschzettel" zu schreiben, der wichtige Wegpunkte und Richtungsangaben enthält. Karte lesen während der Fahrt ist sehr gefährlich, ein Blick auf den "Waschzettel" ist jedoch nicht gefährlicher als ein Blick auf den Tacho.
Normale Magnetkompasse sind wegen der Menge an Eisen die ein Motorrad darstellt, ziemlich unbrauchbar. Digitale Kompasse können da eine Hilfe sein. Die meisten Tourenfahrer orientieren sich allerdings mit der Uhrzeit am Sonnenstand, die Richtungsbestimmung ist zwar relativ ungenau, reicht aber in der Regel um eine Richtung grob zu halten. GeschwindigkeitsbegrenzungenIm Folgenden findet sich eine tabellarische Übersicht. Die Begrenzungen könne sich aber ändern. Sie dienen daher nur als Anhaltspunkt und sind ohne Gewähr. Europa
Hinweise
Unterkunft
MotorradtransportDiese Option sein Reiseziel zu erreichen ist vor allem bei weiter Entfernung und wenig Zeit interessant. Die Transportmöglichkeiten reichen vom Autoreisezug, Speditionen bis hin zu Luft- und Seefracht. Da die Preise zum Teil stark variieren ist eine frühzeitige Planung und ein genauer Preisvergleich sinnvoll. Transport innerhalb Europas
Motorrad mietenMietmotorräder sind an zahlreichen Urlaubsorten verfügbar. Diese Art der Motorradreise ist dann sinnvoll, wenn die Transportkosten der eigenen Maschine in keinem Verhältnis zur Urlaubsdauer stehen. Insbesondere sind so Motorradkurzurlaube in Übersee unkompliziert möglich. Am Besten nimmt man bereits im Vorfeld Verbindung mit einem entsprechenden Unternehmen auf. Vor Ort sollten die Maschinen genau inspiziert und probegefahren werden. Motorradfahren mit KindernAuf Solomaschinen in Österreich erst ab dem 13. Lebensjahr als Mitfahrer gestattet. In Gespannen kein Problem. Das früheste Alter ab dem man Kinder mitnehmen kann ist individuell verschieden. Am besten testet man das erst in Ruhe auf kleineren Touren bevor man eine grosse Reise plant und diese dann in Stress ausartet. Helme wiegen zwischen 950 bis 1500 Gramm und sind damit für einen Kinderhals verhältnismässig schwer. Man sollte Kinder erst als Sozius/Sozia einsetzen, wenn sie mit den Füssen auf die Rasten kommen und der Hals stark genug ist den schweren Helm auch für längere Zeit zu tragen. Bei Kleinkindern bietet es sich an, die Zeit des Mittagsschlafes zu nutzen. Eine Pause mehr schadet sicherlich nicht, damit der Spaß nicht zur Qual wird. Man sollte beachten, daß Kinder weniger Körpermasse haben und darum nicht temperaturangepasste Kleidung sich stärker auswirkt als bei Erwachsenen. Es wird oft berichtet, daß Kinder, die noch nicht über die Schulter des Fahrers blicken können, das Fahren als langweilig empfinden und dann oft einfach einschlafen. Gegensprechanlagen haben sich hier zur Abhilfe sehr bewährt. Motorradfahren in besonderen RegionenAfrika
AsienAustralien und OzeanienEuropaNordamerikaMittelamerikaSüdamerikasiehe auch
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