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Peru: Unterschied zwischen den Versionen

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Der [[Manu Nationalpark]] ist Ziel vieler Touristen von Cuzco aus. Das Gebiet um die Stadt [[Pucallpa]] ist aber weitaus interessanter. Von hier aus gibt es zahlreiche Touren in die umliegenden Indiodörfer, die noch weitgehend naturbelassen das Leben der Indianer widerspiegeln. Touren, die mindestens drei Tagen dauern, bringen die Besucher weit in das Dschungelgebiet hinein und erlauben die Beobachtung zahlreicher Tiere und die Entdeckung der artenreichen Pflanzenwelt. Dabei stehen das Fischen von Piranhas und des nachts das Fangen von Krokodilen im Einbaum auf dem Programm. Unterwegs wird in den Dörfern von den Indianern Nahrung eingekauft und je nach Jahreszeit Früchte des Regenwaldes gepflückt.  Als einziges wird sauberes Wasser mitgebracht. Geschlafen wird in den einfachen tropischen Hütten oder auch mitten im Dschungel im Schutze eines Moskitonetzes. Tagelange Bootsfahrten auf Versorgungsfrachter den [[Rio Ucayali]] hinunter bis nach [[Iquitos]] unternehmen nur wenige, meist jugendliche, Touristen. Obwohl diese Fahrten recht lange dauern, sind sie immer ein Erlebnis.
 
Der [[Manu Nationalpark]] ist Ziel vieler Touristen von Cuzco aus. Das Gebiet um die Stadt [[Pucallpa]] ist aber weitaus interessanter. Von hier aus gibt es zahlreiche Touren in die umliegenden Indiodörfer, die noch weitgehend naturbelassen das Leben der Indianer widerspiegeln. Touren, die mindestens drei Tagen dauern, bringen die Besucher weit in das Dschungelgebiet hinein und erlauben die Beobachtung zahlreicher Tiere und die Entdeckung der artenreichen Pflanzenwelt. Dabei stehen das Fischen von Piranhas und des nachts das Fangen von Krokodilen im Einbaum auf dem Programm. Unterwegs wird in den Dörfern von den Indianern Nahrung eingekauft und je nach Jahreszeit Früchte des Regenwaldes gepflückt.  Als einziges wird sauberes Wasser mitgebracht. Geschlafen wird in den einfachen tropischen Hütten oder auch mitten im Dschungel im Schutze eines Moskitonetzes. Tagelange Bootsfahrten auf Versorgungsfrachter den [[Rio Ucayali]] hinunter bis nach [[Iquitos]] unternehmen nur wenige, meist jugendliche, Touristen. Obwohl diese Fahrten recht lange dauern, sind sie immer ein Erlebnis.
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===Inka-Pfad===
 
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Version vom 3. Dezember 2012, 17:26 Uhr


Lage
noframe
Flagge
Pe-flag.png
Kurzdaten
Hauptstadt: Lima
Staatsform: Semipräsidiale Republik
Währung: 1 Nuevo Sol (PEN) = 100 Céntimos
Fläche: 1,29 Mio km²
Bevölkerung: 27,5 Mio.
Sprachen: Spanisch (offiziell), Ketschua (offiziell), Aymará
Religionen: Römisch Katholisch 90 %
Stromsystem: 220V/60Hz
Telefonvorwahl: +51
Internet TLD: .pe
Zeitzone: UTC -5


Karte von Peru

Peru ist ein Anden-Staat in Südamerika. Im Westen grenzt das Land mit einem langen Küstenstreifen an den Pazifik und reicht östlich der Anden bis in das Becken des Amazonas hinein. Bedingt durch seine Lage, die geschichtliche Vergangenheit, die unberührte Natur im Amazonasbecken und die Berge jenseits der 4.000 m Höhe, bietet das Land eine Vielfalt für jede Art Tourismus. So zieht es genauso Bergsteiger aus allen Nationen in das Andengebiet, wie Wildwasserpaddler und kulturell Interessierte, die die Hinterlassenschaft der Inka und ihrer Vorgänger besuchen. Auch Liebhaber des tropischen Regenwaldes kommen bei Expeditionen durch den Amazonasdschungel auf ihre Kosten. Das ganze Land ist gut erschlossen und bietet daher Pauschaltouristen ähnlich aufregende Erlebnisse wie Extremsportlern und Leuten die die Einsamkeit suchen.

Inhaltsverzeichnis

Regionen

Klassische Rundreisen

Die wohl meist bereiste Route startet in Lima, mit ihren Kolonialbauten und Museen, führt dann nach Nazca zu den in den Boden gescharrten riesigen Figuren. Anschließend wird die Weiße Stadt Arequipa besucht. Die Stadt in der Stadt, das Kloster Santa Catalina, und Ausflüge ins Tal der Kondore (Cañon de Colca - zwei- bis dreitägige Wanderung) stehen hier auf dem Programm. Danach geht es weiter nach Puno am Titicacasee. Neben Stadtbesichtigung erfolgen Ausflüge auf dem Titicacasee zu den schwimmenden Inseln der Uros, nach Taquile und der Sonnen- und Mondinsel. Der Höhepunkt der Reise ist Cuzco, mit den zahlreichen Hinterlassenschaften der Inka, dem Archeosit Inka Llacta (www.inkallacta.com) und ein nicht ganz billiger Tagesausflug zum Machu Picchu. Falls noch genug Zeit und Geld übrig bleibt, beinhaltet die Rundreise auch einen kurzen Abstecher in den Urwald, wofür der Manu Nationalpark herhalten muss. Danach geht es meistens zum Ausgangspunkt Lima zurück. Diese Rundreise trägt den Spitznamen "Gringo Trail"(von der spanischen Bezeichnung gringo für einen weißen Ausländer).

Sierra und Altiplano

Zu den landschaftlich schönsten Reisen in Peru zählt die Fahrt von Lima nach Cuzco auf dem Landweg. Gleich nach der auf 156 m über Meereshöhe liegenden Hauptstadt führt die Straße steil bergauf und erreicht nach 40 km den höchsten Punkt der Strecke mit 4.843 m über dem Meeresspiegel. Bei einem kurzen Halt, meist um die extreme Höhe auf Fotos zu dokumentieren, verhalten sich Touristen sehr schnell wie Einheimische. Sie bewegen sich langsam und etwas schleppend. Laufen oder schnelles Gehen führt zu Luftschnappen, manchmal auch zu Schwindelgefühlen oder leichten Flimmern vor den Augen. Kaum ist der Pass überquert und die Bergbaustadt La Oroya erreicht, bietet sich dem Betrachter eine durch die massive Bergbauindustrie massiv zerstörte Landschaft. Die nachfolgende Strecke über Huancayo bis nach Ayacucho entschädigt mit fantastischen Ausblicken und langgezogenen Tälern. Danach folgt der schönste Teil der Strecke bis nach Abancay. Die Straße pendelt hier zwischen 2.500 und 4.500 m über Meereshöhe und führt endlose Seitentäler entlang. Der Blickpunkt befindet sich fast ständig höher als die Gipfel der umliegenden Berge und erlaubt Ausblicke in gewaltige Canyons mit bis zu 2.000 m Tiefe. Mit etwas Glück können Vikunjas beobachtet werden. Das Leben in dieser Höhe, ständig der Kälte ausgesetzt zu sein und die Entbehrungen zeichnen auch die Gesichter der Dorfbewohner. Hier sind sie eher zurückhaltend und reserviert gegenüber Fremden. Nur auf den monatlich oder manchmal wöchentlich stattfindenden farbenfrohen Märkten sind sie zugänglicher. Schließlich reisen sie dazu meist von weit her in die größeren Städte. Erst im letzten Abschnitt, dem kurzen Stück von Abancay nach Cuzco, wird der Einfluss des Tourismus wieder merkbar.

Der Norden Perus

Das Gebiet nördlich von Lima ist es Wert einen Besuch abzustatten. Neben den präkolumbischen Stätten Caral und Sechin, etwa 200 km und 400 km von Lima entfernt, führt eine Abzweigung in die Andenstadt Huaraz auf etwa 3.000 m Höhe. Huaraz liegt in einem weiten Tal auf dessen östlichen Seite sich die schneebedeckten Gipfel der Cordillera Blanca erheben. Auf der westlichen Seite erheben sich die deutlich niedrigeren und schneefreien Felsgipfel der Cordillera Negra. Die Gegend wird auch als peruanische Schweiz bezeichnet. In Richtung Cordillera Blanca befindet sich neben Chavín de Huántar der Nationalpark Huascarán, in dem sich auch der höchste Berg Perus, der Nevado Huascarán, befindet. Von hier aus können auch Abstecher in den fantastischen Bergregenwald bis nach Tingo Maria durchgeführt werden. An der Küste etwas weiter nördlich liegt die Stadt Trujillo mit der Chimu-Stadt Chan Chan, die zweite große Sehenswürdigkeit des Landes. Weiter nordwärts zweigt eine Straße ab nach Cajamarca. Diese Stadt war Hauptstadt des Inkareiches unter Atahualpa und das Zimmer mit dem Lösegeld ist noch heute zu sehen. Von dort bzw. von der nördlichen Küste (kurz nach der Stadt Chiclayo), führen Straßen nach Chachapoyas, in dessen imposanter Umgebung ein gleichnamiges Volk von hochgewachsenen, blonden, hellhäutigen Menschen lebte, das bei der Ankunft der Spanier verschwand und die Festung Kuelap hinterließ. In der Stadt Lambayeque, nur etwa 10 Kilometer von Chiclayo entfernt, befasst sich das Museum "Señor de Sipán" mit dem großen Grabmahl beim Dorf Sipán und vermittelt eindrucksvoll einen Einblick in die Sipán-Kultur. Viele Grabbeigaben sind im Nationalmuseum in Lima zu sehen.

Ganz im Norden zwischen den Städten Piura und Tumbes an der ecuadorischen Grenze liegt schließlich das Badegebiet mit tropischem Klima.

Der Regenwald

Der Manu Nationalpark ist Ziel vieler Touristen von Cuzco aus. Das Gebiet um die Stadt Pucallpa ist aber weitaus interessanter. Von hier aus gibt es zahlreiche Touren in die umliegenden Indiodörfer, die noch weitgehend naturbelassen das Leben der Indianer widerspiegeln. Touren, die mindestens drei Tagen dauern, bringen die Besucher weit in das Dschungelgebiet hinein und erlauben die Beobachtung zahlreicher Tiere und die Entdeckung der artenreichen Pflanzenwelt. Dabei stehen das Fischen von Piranhas und des nachts das Fangen von Krokodilen im Einbaum auf dem Programm. Unterwegs wird in den Dörfern von den Indianern Nahrung eingekauft und je nach Jahreszeit Früchte des Regenwaldes gepflückt. Als einziges wird sauberes Wasser mitgebracht. Geschlafen wird in den einfachen tropischen Hütten oder auch mitten im Dschungel im Schutze eines Moskitonetzes. Tagelange Bootsfahrten auf Versorgungsfrachter den Rio Ucayali hinunter bis nach Iquitos unternehmen nur wenige, meist jugendliche, Touristen. Obwohl diese Fahrten recht lange dauern, sind sie immer ein Erlebnis.

Inka-Pfad

Die wohl bekannteste Wanderstrecke in Südamerika ist der Inka-Pfad, der von Cuzco nach Machu Picchu führt. Dieser Weg wurde 1942 von der schwedischen Viking-Expedition unter Führung des Amerikaners und früheren Filmregisseurs Paul Fejos wiederentdeckt und nach und nach freigelegt. Heute existieren verschieden lange Varianten, je nachdem wo der Einstieg in den Wanderweg erfolgt. Bis zum Jahr 2001 konnte der Inkatrail alleine oder in Gruppen begangen werden. Aufgrund der Umweltbelastung durch Abfall und der Zerstörung historischer Stätten durch Lagerfeuer werden heute nur noch geführte Touren zugelassen. Um den Nationalpark nicht zu schaden, wurde auch eine Beschränkung von 180 Personen pro Tag für den klassischen Inkatrail (500 Personen/Tag für alle Varianten zusammen) eingeführt. Diese Maßnahmen führten dazu, dass sich Wanderer etwa 2 bis 4 Monate im voraus anmelden müssen, um einen Platz zu ergattern. Aber auch kurzentschlossene Reisende können in Cuzco 2 bis 5-tägige Touren buchen, die sich zwar nicht am klassischen Inkatrail orientieren, aber dennoch durch dieselbe Bergwelt führen und das Ziel Machu Picchu haben. Für die Wanderung am Inkatrail ist eine normale körperliche Kondition notwendig. Wegen der großen Höhe sollten ein paar Tage Aufenthalt in Cuzco eingeplant werden. Dies sollte nicht schwerfallen, da Cuzco zahlreiche Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung bietet.

Bei Kilometer 88 der Eisenbahnverbindung Cuzco/Aguas Calientes beginnt der klassische Inkatrail. Er führt über drei Pässe, wobei der höchste Punkt 4.200 m erreicht. Inkaruinen und wunderbare Ausblicke auf die bergige Landschaft und des Regenwaldes machen diesen Wanderweg zum Erlebnis. Den Besucher erwarten wundervolle Orchideen, zahlreiche Kolibriarten und Wasservögel. Der Endpunkt wird nach vier Tagen erreicht und gipfelt in einem grandiosen Anblick: Machu Picchu liegt zu Füßen.

Wichtige touristische Orte

Städte

Arequipa

Arequipa, die "weiße Stadt" zu Füßen des Vulkans El Misti ist eine Millionenstadt in 2.350 m Höhe. Sehenswert sind der Kolonialstil der Stadt, die Kathedrale und das Kloster Santa Catalina. Von Arequipa sind Bergtouren auf die umliegenden Vulkane El Misti (5.822 m) und Chanchani (6.075 m) möglich oder Ausflüge in die spektakulären Canyons des Río Colca und des Río Cotahuasi. Für die Besteigung der beiden Berge sind netto zwei Tage eingeplant, wobei man am ersten Tag mit dem Jeep in provisorische Berg-Camps gebracht wird, um dann im Morgengrauen den Gipfelanstieg zu machen. Generell gelten diese Berge als am einfachsten zu besteigende (fast) 6000er der Welt. Preise sind pro Person ab 90US$ inklusive Fleece und Equipment. Es gilt allerdings zu beachten, dass Anstiege in solche Höhen auch für trainierte Reisende ohne Akklimatisierung gefährlich sein können und oft das Wetter einer Gipfelbesteigung einen Strich durch die Rechnung machen kann. Ein sicheres Erlebnis hingegen ist der Colca Canyon. Mit ein bisschen Glück lässt sich hier auch ein Kondor aus nächster Nähe beobachten.

Cajamarca

Cajamarca ist ein Ort voller Geschichte. Sie war eine wichtige Inkastadt an der andinen Straße, die Cusco und Quito verband. Hier war es, wo Pizarro den Inca Atahualpa einsperrte, erpresste und schließlich tötete. Die Altstadt bietet ein schönes koloniales Ambiente für leckeres andines Essen. Auf Touren in die Umgebung lässt sich die Ingenieurkunst der Inka entdecken, Höhlen mit Petroglyphen, historische Thermalbäder, wunderschöne Wasserfälle ...

Casma

Casma ist eine kleine Stadt ca. 370 km nördlich von Lima. Viel zu bieten hat die Stadt nicht. Aber es ist ein kleines Abenteuer mit einem Mototaxi, dessen Fahrer gleichzeitig als Guide fungiert, die Ruinen der Umgebung zu erkunden. Zu den Bekannteren zählen hierbei die sehr alten Tempelruinen von Sechín mit einem kleinen Museum, Sechín Alto, Caral, die zur Zeit älteste bekannte Stadt des amerikanischen Kontinentes (1500 v.Chr.), und ein kleiner Geheimtipp, das Fort Chanquillo.

Camisea

Chiclayo

Die nächste größere Küstenstadt nördlich von Trujillo ist Chiclayo. In der schnellgewachsenen modernen Stadt gibt es wenig historisch Sehenswertes, aber die Einwohner gelten als die freundlichsten in ganz Peru.

Die archäologische Sensation wurde ca. 30 km südöstlich der Stadt entdeckt: ein ungeplündertes königliches Grab der Moche-Kultur. In Lambayeque sind die wertvollsten Fundstücke des “Señor de Sipán” in einem Museum ausgestellt.

Es lohnt ein Abstecher in das 20 Kilometer entfernte Pimentel. Man nimmt als Rucksacktourist am besten von Chiclayo aus ein sogenanntes Colectivo. Dies sind alte amerikanische Straßenkreuzer, welche bis zu 6 Passagiere befördern. (Niemals vorne einsteigen, dort ist man schnell zwischen dem Fahrer und dem zweiten Passagier festgeklemmt!) Der Fahrer wartet immer, bis das Colectivo voll ist; daher sollte man versuchen, ein Colectivo zu finden, welches schon teilgefüllt ist. Die Haltestelle für Colectivos nach Pimentel befindet sich an der Plaza La Plazuela. Die Fahrt kostet aktuell 1 Sol pro Passagier und wird üblicherweise während der Fahrt entrichtet: Der Fahrer bittet um pasaje (sprich: pasache). Wichtig ist, nur passend zu geben, da der Fahrer bei Scheinen gerne mal ablehnt oder man sonst aufpassen muss, dass das Wechselgeld nicht falsch ist.

Man kann auch ein Taxi nehmen. Man sollte nur ein gelbes Taxi akzeptieren, da dies die registrierten Taxis sind. Der Fahrpreis wird wie überall in Peru vor der Fahrt mit dem Fahrer ausgehandelt. Er sollte nach Pimentel 10 Soles nicht übersteigen. Wenn der Fahrer eine gute Fahrt gemacht hat, kann man ihn (wenn man nur ca. 1/2 Stunde bleiben will) auch bitten, die Rückfahrt zu machen und zu warten. Dies wird in der Regel gerne angenommen, da der Fahrer ja in diesem Falle nicht Gefahr läuft, ohne Passagiere zurückfahren zu müssen. Die Hinfahrt wird dennoch schon direkt nach der Hinfahrt bezahlt.

Cusco

Die frühere Hauptstadt der Inkas. (Siehe Peru#Inka-Pfad)

Ica

Ica ist das Zentrum des peruanischen Weinanbaus. In dem milden Klima gedeihen verschiedene Sorten hervorragend. Ganz in der Nähe ist der kleine Ort Huacachina, eine kleine Oase umgeben von hohen Sanddünen. Bei einer Buggyfahrt geht es in halsbrecherischen Tempo die steilen Dünen hinauf und auf dem “Sandboard” in sanften Schwüngen wieder hinunter. Auf Grund des Erdbebens im August ist die Stadt fast vollständig zerstört worden.

Kuelap

Kuelap ist eine äußerst eindrückliche Festung des Pre-Inka-Folkes der Kultur der Chachapoya. Kuelap befindet sich Südwestlich der Stadt Chachapoyas (Hauptstadt der Region Amazonas) auf 3000 m.ü.NN. erhebt. Die Festung ist ca. 800 Meter lang, ungefähr 50 Meter breit und beherbergt über 200 Häuser- und Tempelkonstruktionen. Gemäß Schätzungen, soll dreimal soviel Steinmaterial wie in der großen Pyramide von Giseh verbaut worden sein. Kuelap besticht durch seine überwucherten Gemäuer und lässt einen Hauch von Abenteuer- und Entdeckergeist aufkommen. Der Besuch ist sehr lohnenswert, in Chachapoyas kann man ein Taxi mieten, Führer gibt es in Chachapoyas und im Eingangsbereich der Festung. Man sagt, dass sich nirgends auf der Welt eine so hohe Dichte an unerforschten Ruinen findet wie in der Gegend um Chachapoyas (Peru).

Lima

Lima war 200 Jahre lang die Hauptstadt des spanischen Vizekönigreichs Peru. Heute ist Lima eine moderne Metropole direkt am Pazifik mit vielen Stränden.

Während die Innenstadt von weltlichen und religiösen Bauwerken der Kolonialzeit geprägt wird (besonders erwähnenswert die teilweise gut erhaltenen Holzbalkone, sowie die Plaza de Armas, das ehemalige Zentrum der spanischen Kolonialmacht), dominieren in den Stadtteilen Miraflores und San Isidro Einkaufs- und Unterhaltungszentren. Besuchenswert sind sicherlich auch das Nationalmuseum (Museo de la Nación) mit großen Sammlungen der alten peruanischen Kulturen und das Goldmuseum (Museo de Oro). Am südöstlichen Stadtrand befinden sich die Ruinen Pachacamac der gleichnamigen Kultur. Interessant dabei ist der nach deren Unterwerfung durch die Inkas errichtete Sonnentempel an höchster Stelle der Ruinenanlage.

Máncora

Máncora ist ein kleines Fischerdorf mit wunderschönen Stränden. Das ganze Jahr über ist es hier sonnig und in den Monaten November bis Februar ist der Ort der Tipp für Surfer.

Nazca

Etwa 500 km südlich von Lima im wüsten Küstenstreifen befindet sich die Stadt Nazca. Hier war das Zentrum einer preinkaischen Kultur, die noch vor den Inkas ihren Höhepunkt erreichte. Weltberühmte Zeugnisse der Nazca-Kultur sind, die in den Wüstenboden eingearbeiteten gigantischen Nazca-Linien. Erst aus der Luft sind die geometrische Formen (Dreiecke, Trapeze, Spiralen) und Figuren (Affe, Spinne, Vögel, Fische, Menschen) in ihrem ganzen Ausmaß zu erkennen. Die größte Figur erreicht eine Länge von 285 m. Die alten Nazca haben noch andere Zeugnisse ihres hohen Kulturstandes hinterlassen, z.B. die unterirdischen Wasserkanäle von Cantalloc, die Ruinen von Cahuachi.

Pimentel

Rund 20 km von Chiclayo entfernt liegt Pimentel, ein Fischerdorf. Der Strand war früher sehr verschmutzt, lädt aber inzwischen - zumindest während des Sommers (Dezember bis Februar) - wieder zum Baden ein. Wer einmal einen Blick auf die Caballitos del mar, die typischen, aus Schilf gefertigten Ein-Mann-Fischerboote werfen will, der kann dies mit einem Bummel über die ca. 1 km lange Strandpromenade verbinden.

Pisco

Der Geburtsort des peruanischen Nationalgetränkes Pisco Sour ist Pisco und hier schmeckt er auch am besten. Vom Nachbarort Paracas starten Boote zu den Islas Ballestas. Die bizarr geformten Felsinseln sind Teil des Nationalparks Paracas und ein Refugium für mehr als 200 Vogelarten, wie Blaufußtölpel und Kormorane. Mit ein bisschen Glück kann man auch Pinguine, Seelöwen, Delphine und Wale beobachten. Zurück an der Küste, nur vom Wasser sichtbar, ist der riesige "Candelaber", eine flach in den Sandstein eingearbeitete Figur. Bei dem Erdbeben im August 2007 ist die Stadt fast vollständig zerstört worden.

Piura

Piura ist eine 340.000 Einwohnerstadt im Norden Perus. Sie ist ein wichtiges landwirtschaftliches Zentrum mit Reis-, Baumwoll- und Bananenanbau. Leider wurde die Stadt immer wieder von Naturkatastrophen, wie Erdbeben und Überschwemmungen heimgesucht, so dass vom kolonialen Zentrum nicht viel übrig ist.

Puno

Die Stadt Puno liegt am Ufer des Titicacasee und ist ein idealer Ausgangspunkt für Reisen im Altiplano. In den seichten Gewässern der Bucht von Puno liegen die Uros, die sogenannten schwimmenden Schilf-Inseln, da sie seit präkolumbinanischer Zeit aus Schilfrohren und Schlamm künstlich erbaut wurden und noch heute bewohnt werden. Weiter im See befinden sich die Inseln Taquile und Amantaní. Im Landesinnern nahe Puno entdeckt man die ausgeprägten Chullpas der Inkas, hohe runde Gräberbauten aus Stein, besonders in der Gegend um Sillustani. Puno liegt ideal auf der Hauptverkehrsachse zwischen Cusco und La Paz (Bolivien), und kann per Bus, Zug oder Flugzeug (Flughafen von Juliaca) erreicht werden.

Trujillo

Folgt man der Panamericana Richtung Norden kommt man in die 660.000 Einwohner Stadt Trujillo. 1535 von Pizarro gegründet lädt das koloniale Zentrum der Stadt zum Verweilen ein. Unmittelbar vor der Stadtgrenze befinden sich die Ruinen der alten Chimu Hauptstadt Chan Chan. Die Besichtigung des Tschudi-Komplexes mit den relieffierten adoben Mauern und dem zugehörigen Museum sollte man sich keinesfalls entgehen lassen. Bei Lust auf noch mehr Ruinen laden die Tempelpyramiden in der Umgebung ein, die Größte ist La Huaca del Sol. Gut relaxen lässt es sich dann in Huanchaco beim Baden oder Wellenreiten mit Surfbrett oder “Caballito” (kleines Schilfboot, das schon die alten Moche zum Fischen nutzen).

Tumbes

Dicht an der ecuadorianischen Grenze liegt Tumbes. Die meisten Touristen kennen es nur von der Durchreise. In der Umgebung gibt es mehrere Naturschutzreservate, so zum Beispiel Santuario Nacional Los Manglares de Tumbes, das einzige Gebiet mit Mangroven in Peru. Ein Insektenschutzmittel ist hier überlebenswichtig!

Weitere Ziele

Huaraz

Huaraz ist das wichtigste Zentrum für Bergsteigen und Hochgebirgswandern in Peru, wenn nicht in Südamerika. Die Stadt liegt zwischen der Cordillera Negra und der Cordillera Blanca im Tal des Río Santa auf ca. 3.090 m Höhe. In dem schneebedeckten Gebirgszug der Cordillera Blanca gibt es mehr als 50 Gipfel, deren Höchster mit 6768m der höchste Berg Perus und der sechsthöchste des gesamten Kontinents ist, der Huascarán. Andere berühmte Berge sind zum Aushängeschild der Cordillera Blanca geworden: Der Alpamayo, einst zum schönsten Berg der Welt gekürt worden und der Artesonraju, der vielen Menschen durch das Paramount-Logo bekannt geworden ist. Neben mehrtägigen Trecks im Nationalpark Huascarán oder auf dem Llanganuco/Santa Cruz Trail kann man auf Tagestouren die Ruinen von Chavín de Huántar besuchen oder die gigantischen Puya Raimondii Pflanzen entdecken.

Machu Picchu

Heiligste Stätte der Inkas, die bis heute sehr gut erhalten ist.

Colca Canon

Der Colca Canon ist der zweittiefste Canyon der Welt. Stellenweise fallen die Wände bis zu 1500 Meter fast senkrecht ab. Hier bietet sich die Möglichkeit den größten Vogel Perus, den Kondor, zu beobachten. Zu diesem Zweck kann man sich per Bus oder privatem Fahrer zum Aussichtspunkt "Cruz del Condor" bringen lassen. Hier kann man dann in den Morgenstunden die Kondore beim Aufsteigen beobachten und mit etwas Glück auch recht nah vorbei fliegen sehen.

Titicaca-See

Der höchste schiffbare See der Welt, auf welchem sich die schwimmenden Inseln befinden. Hierbei handelt es sich um große, aus Schilf geflochtene Inseln, auf welchen ein Stamm von Ureinwohnern der Anden, die Uro Indianer, seit Beginn der Inkazeit lebt. Einige der Inseln können besucht werden, aber es gibt auch immernoch abgeschiedene Inseln, von denen die Touristen fern gehalten werden.

Es bietet sich auch die Möglichkeit eine Nacht autentisch bei Fischerfamilien zu übernachten und den Luxus der Zivilisation mal etwas hinter sich zu lassen. Diese Möglichkeit bietet sich unter anderem auf der Isla Llachon.

Nazca-Linien

In den Wüstensand gekratzte Zeichnungen, die Teilweise über 100 m groß sind. Sie wurden durch das Nasca Volk (Prä-Inkas) angefertigt und können nur aus der Luft oder von einem Aussichtsturm begutachtet werden. Der Zweck der Linien ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Es gibt Theorien die von Kunstwerken für die Götter über Kalender bis zu Landebahnen für Ausserirdische gehen. Die derzeit wahrscheinlichste Erklärung ist jedoch, dass es sich um rituelle Zeichnungen handelt. Dabei stellen die Linien eine Art Landkarte dar, die auf die Berge und Flüsse verweisen, von denen das für diese extremst trockene Gegend so wichtige Wasser kommt. Die Tierfiguren sind gemäß den aktuellen Theorien Prozessionswege, sie sind ohne Verzweigungen, aus einer durchgezogenen Linie gestaltet. Durch das Laufen dieser Wege sollen die rituellen Kräfte der dargestellten Tiere auf den Menschen übergehen und gleichzeitig die Götter milde gestimmt werden.

Huacachina

In der Nähe der Stadt Ica, 307 km südlich von Lima, liegt die Oase Huacachina umgeben von riesigen Sanddünen. Die Hotels der Stadt sind sowohl bei Rucksacktouristen als auch bei Peruanern sehr beliebt, ein guter Ort um einige Tage auszuspannen. Hauptaktivitäten für Touristen ist das Besteigen der Dünen, Sand-Boarding und Achterbahn-artige Wüstentouren auf Sand-Buggies.

Hintergrund

Anreise

Flugzeug

Peru wird von vielen großen Städten Europas, Amerikas und Asien angeflogen. Der wichtigste Flughafen des Landes ist der Jorge Chavez Airport in Lima. Weitere internationale Flughäfen gibt es in Arequipa, Cuzco, Chiclayo, Iquitos, Pisco, Pucallpa, Tacna und Trujillo. Derzeit wird außerhalb von Lima nur Arequipa von internationalen Flugzeugen (aus Arica/Chile) angefolgen.

Es gibt Flüge mit Stop-Over in Los Angeles. Wer keinen US-Pass hat, muss auch im Transfer bei der Immigrationsbehörde vorstellig werden, was ein bis zwei Stunden dauern kann. Man sollte daher auf entsprechend langen Zwischenaufenthalt achten.

Preisgünstig sind die Angebote von KLM über Amsterdam sowie von LAN Perú und Iberia über Madrid nach Lima. Da LAN und Iberia auf dieser Strecke Codeshare-Partner sind, führen sie ihre Flüge gemeinsam durch. Unabhängig davon, ob man über Iberia oder LAN gebucht hat und mit welchem Airline-Kürzel die Flugnummer beginnt (LA oder IB) kann man an den Check-In-Schaltern beider Fluggesellschaften einchecken. Die Ausstattung der Maschinen ist bei LAN generell etwas moderner und der Service besser als bei Iberia.

Bahn

Bus

Busunternehmen gibt es in Peru in nahezu jeder Stadt. In den mittelgrossen Städten fahren die meisten Busunternehmungen von einem zentralen Busbahnhof aus in die verschiedensten Regionen.

Der Komfort schwankt von Unernehmung zu Unternehmung enorm. Komfortable Busse mit Liegesitzen und Hostes-Service sind vorhanden, ebenso wie schlecht isolierte und dreckige Busse.

Die Bustickets sind generell günstig. Für mehr Komfort lohnt es sich mehr zu bezahlen, man sollte sich aber unbedingt versichern lassen, was für Busse eingesetzt werden. In grossen Busbahnhöfen gibt es Zwischenhändler, welche Tickets von Busunternehmen anbieten. Bei diesen kann um den Preis gefeilscht werden.

Auto

Durch das Land führt die Panamericana - ein Verbund von Schnellstraßen, der von Alaska bis Feuerland reicht. Die Straße führt im Norden von Ecuador kommend durch Tumbes und verlässt im Süden Peru Richtung Chile bei Tacna. Von Ecuador kann man auch über die Strecke Loja (Ecuador) - Piura einreisen. Von der bolivianischen Hauptstadt La Paz über Desaguadero Richtung Puno einreisen.

Schiff

Der wichtigste Hafen für Kreuzfahrtschiffe ist Callao (bei Lima), manche steuern auch die Häfen von Salaverry (Trujillo) und Chimbote (Ancash) im Norden, bzw. San Martin (Ica) und Matarani (Arequipa) im Süden des Landes an. Auf dem Titicaca See besteht eine Verbindung nach Bolivien. Private Fährdienste bieten eine Fahrt über den Amazonas von den Städten Leticia (Kolumbien) und Tabatinga (Brasilien) nach Iquitos an.

Mobilität

Allgemein

Die meisten Fernstraßen sind nicht asphaltiert und daher können Fahrzeuge selten mehr als durchschnittlich 15-50km/h fahren. Für Toursiten wichtigeste Ausnahmen sind die Küstenstraße (Panamericana), Lima-Ayacucho-Cusco und Cusco-Nasca-Lima. In Städten sind Straßen allermeistens gepflastert oder geteert. Wem Sicherheit wichtig ist, sollte tags fahren, da dann die häufigen Straßenschäden für Fahrer rechtzeitig erkennbar sind - wichtig bei exponierten Strecken in Bergregionen.

Fernstrecken werden üblicherweise mit Bussen oder per Flugzeug überbrückt. Nur eine der zwei Bahnstrecken von Lima aus ist in Betrieb und wird alle 14 Tage befahren.

Im Bus gibt es prinzipiell die drei Klassen Sitze / Halb-Liegesitze / Liegesessel (meist nur bis 190cm nutzbar), wobei die teuerste in der Regel von den Touristen und der peruanischen Oberschicht bevorzugt wird. Wer mit "Otto Normalverbraucher" ins Gespräch kommen will, sollte Spanisch können und die billigeren Klassen wählen und kann so unterwegs ewtas über "echtes" peruanisches Leben erfahren. Das Klo - sofern benutzbar und noch in akzeptabelem Zustand - ist meist nur fürs Urinieren gedacht. Alle 2-4 Stunden gibt es eine längere Pause. Nachtbusse halten einem den Tag für Besichtigungen frei und ersparen einem das Hotel, aber man schläft mäßig bis gar nicht. Meist gibt's kalte Zugluft von Klimaanlage bzw. offenen Fenstern, daher Tuch (bspw dünnes Wickelrock-Tuch) und dünnen Schal / Nickki-Tuch parat haben um sich nicht zu erkälten.

Zum Busfahrkarten-Kauf: Wenn für die gewünschte Verbindung angeblich keine Karten verkauft werden können - weil gar nicht möglich oder nur am Abfahrtort (einer anderen Stadt) möglich - nachfragen, ob für die Gesamtstrecke des Busses ein Ticket gekauft werden kann (nur wenig teurer als die tatsächlich gefahrene Teilstrecke).

Mittlere und kurze Distanzen (auch innerhalb der Städte) überbrückt man

  • mit Collectivo / Combi - der Kleinbus ("micro") oder das Auto ("carro") fährt eine bestimmte Strecke ab udn kann überall am Straßenrand angehalten werden. Die Fahrt beginnt erst, wenn genügend Personen drin sitzen oder für freie Plätze gezahlt wurde. Der Preis ist weitgehend fix und wir dem boy oder Fahrer während der Fahrt oder beim Aussteigen gegeben.
  • mit Taxi - etwas teurer, dafür komfortabler und keine Warterei bis ausreichend Personen an Bord sind. Innerhalb von Städten (ausgenommen Lima) kostet die Fahrt in der Regel 3 Sol, eine Stunde je nach Gegend rund 10 Sol, abends und nachts plus 25% bzw. 50% Zuschlag - den Preis immer vor Beginn der Fahrt ausmachen. Tip: Sollte jemand mehr als 6 Soles verlangen, so schüttelt den Kopf und macht Anstalten auf einen anderen Taxifahrer zu zugehen, der Taxifahrer wird euch dann umgehend den "echten" Preis sagen.
  • per Anhalter - etwas risikoreicher, in abgelegenen Regionen üblich weil kein Bus fährt. Auf LKW wird man gut staubig...

Bahn

  • El Macho So wird die Schmalspurbahn zwischen Huancayo und Huancavellica von den Einheimischen genannt, da er fährt wann er will. Ca. 2 € in der 3. Klasse.
  • Ferrocarril Central Lima - Huancayo. Fährt nur noch an Feiertagen für Touristen. Daher kostet er auch 60 €.

Sprache

Die Amtssprachen sind Spanisch und Quechua. Spanisch wird von ca. 70 Prozent der Bevölkerung gesprochen, Quechua von ungefähr 24 Prozent. Quechua ist wie das etwas weniger verbreitete Aymara eine Indianersprache. In nahezu allen für den Besucher bedeutenden Gegenden kann auf spanisch kommuniziert werden. Mit Englisch kommt man in der Regel in den Tourismuszentren durch.

Kaufen

Es ist üblich auf Märkten (nicht Lebensmittel) und in kleinen Läden zu handeln. Tut man dies nicht, zahlt man zusätzlich zum "Ausländerzuschlag" noch einen Betrag den die Händler aus verhandlungstaktischen Gründen dazu addiert haben.

Küche

Die Küche in Peru variiert von Region zu Region. In Küstenregionen ist Ceviche zu empfehlen (roher Fisch bzw. Meeresfrüchte) mit Limettensaft, roten Zwiebeln und Koriander mariniert (durch die Säure der Limetten wird der Fisch sozusagen gekocht). Serviert wird es mit Süßkartoffeln und Maiskolben. In den Bergregionen gibt es das dort einheimische Fleisch: Meerschweinchen und Alpaca. Es ist ein bißchen gewöhnungsbedürftig ein Meerschweinchen zu essen (vor allem wenn cuy al horno, also Meerschweinchen aus dem Ofen ist), da es als Ganzes, mit weit aufgerissenem Mund serviert wird und erst am Teller zerschnitten wird, aber es schmeckt sehr gut. Natürlich kann man in Peru auch "normales" Essen bekommen, das Rindfleisch ist sehr gut, saftig und meistens sehr schmackhaft zubereitet, auch Hühnerfleisch ist sehr verbreitet, z.B. aji de gallina, oder einfach pollo a la plancha (gebratetens Hühnerfilet). Reis und Kartoffeln zu einem klassisch peruanischen Essen sind Pflicht. Zum Fleisch werden oft kleingehackte rote Zwiebeln mit Limettensaft serviert, was sehr gut schmeckt. Die Vorspeisen bestehen auch oft aus Kartoffeln und sind ebenfalls sehr zu empfehlen: papa a la huancayina (gekochte Kartoffeln, Ei und Oliven mit einer Art Paprikasause übergossen), Causa (zermatschte Kartoffeln vermischt mit Limettensaft, gefüllt mit Thunfisch und Zwieblen), papa rellena (zermatschte Kartoffeln gefüllt mit Fleisch oder Thunfisch, im Ofen gebacken). Auch palta rellena (gefüllte Avocado mit Hühnerfleisch oder Shrimps und Gemüse), oder tallarines verdes (grüne Nudeln, mit einer Art Spinatsauce) findet man oft. Es gibt kaum richtige Butter, sondern nur Margarine, dafür kann man Weißbrot mit Olivenöl und Salz, oder Brot mit frischer Avocado (palta) sehr empfehlen.

Zu Trinken gibts hauptsächlich gaseosas, was man bei uns als Limonaden bezeichnen würde (also Cola, Fanta, etc.), Limonade gibts auch, das ist dann einfach ein Zitronensaft mit Wasser und Zucker. Eine besondere "gaseosa" ist Inca Kola, ein leuchtend gelbes ungewöhnliches Getränk. Milch zu trinken, ist nicht zu empfehlen, es gibt (zumindest in den Städten) nur haltbare Milch (H-Milch), teilweise sogar in Dosen (verdickte Milch die man mit Wasser verdünnen darf). Gesund sind die frischen Fruchtsäfte, die man vor allem auf Märkten bekommt. Wasser gibt es nur in Flaschen.

Obst gibt es in Hülle und Fülle, Erdbeeren findet man kaum, dafür Ananas, Chirimoyas, Papayas und sonstige Früchte.

Ausgehen

Peruaner gehen gern aus, vor allem tanzen! In den meisten Discos wird Salsa und Merengue getanzt, man findet auch manche, wo "normale" Musik gespielt wird. Getrunken wird meistens Bier (z.B. Cusquena).

In Lima ist das Viertel Barranco Miraflores zu empfehlen, dort gibt es unzählige Lokale und Discos, und man muss dort unbedingt über die puente de los suspiros gehen, der Wunsch den man hat, wenn man das erste Mal über diese Brücke geht, geht in Erfüllung!

Kinos gibt es nur in den großen Städten.

Die "Hauptstadt der Inka", Cusco, bietet zahlreiche kleine Diskotheken, in denen sich sowohl Einheimische als auch Touristen aus vielen verschiedenen Ländern (hauptsächlich Rucksack- und Individualtouristen, die meist mehrere Monate unterwegs sind) tummeln. Auch hier wird gerne Bier (z. B. Aguila) und das Nationalgetränk Pisco Sour (eine Art einfacher Cocktail) getrunken. Viele Diskotheken sind im ersten Stock größerer Häuser untergebracht, sodass oft mehrere Diskotheken im selben Haus sind. Der Eintritt ist meist frei. Vor diesen Häusern stehen oft Taxis bereit, um das müde Nachtvolk sicher ins Hotel zurück zu bringen. Die Musik in den Bars und Diskotheken umfasst eine bunte Mischung aus lateinamerikanischen Klängen, Pop und Jazz. In Cusco gibt es relativ häufig Erdbeben, die aber durch das "Getrampel" der Tanzenden auf den Holzfußböden manchmal garnicht bemerkt werden. Wenn man noch nicht lang vor Ort ist, sollte man jedoch am ersten Abend anstrengende Tätigkeiten wie tanzen vermeiden, um es seinem Körper zu ermöglichen, sich an die hohe Lage der Stadt zu gewöhnen. Es wird empfohlen, am ersten Abend früh zu Bett zu gehen und sich zu schonen.

Lernen

Wer in Peru Spanisch lernen oder bestehende Kenntnisse verbessern will, hat vor allem in den Größeren Städten eine reiche Auswahl an Schulen. Vor allem in Lima ist das Angebot alles andere als überschaubar. Wer einen längeren Aufenthalt plant, ist in einer Universität gut aufgehoben. Die Sprachkurse sind (meist) öffentlich zugänglich, das Lehrpersonal ist gut ausgebildet und die Preise sind moderat. Allerdings werden hier meist nur einfache Kurse mit bis zu 10 Wochenstunden angeboten. Intensivkurse gibt es gegen höhere Gebühren (um 170€/Woche, Stand 2010) in den Privatschulen. Es ist darauf zu achten, ob nicht weitere Kosten anfallen; häufig wird eine Materialpauschale für Bücher etc. aufgeschlagen. Insgesamt ist es empfehlenswert in der entsprechenden Stadt vor Ort Schulen zu besichtigen und dann zu entscheiden. Voranmeldungen sind zu 99% nicht nötig und die Kurse beginnen wöchentlich Montags.

Arbeiten

Feiertage

Termin Name Bedeutung
1. Januar Neujahr
Februar/März Carneval jeden Sonntag
20. April 2014 Ostern (Jueves Santo) bis Ostersonntag)
1. Mai Tag der Arbeit Dia de los Trabajadores
19. Juni 2014 Fronleichnam Dia del Corpus
14. Juni Tag der Bauern Dia de los Campesinos
29. Juni Peter und Paul El Día de San Pedro y San Pablo
28. Juli Unabhängigkeitstag Diverse Aktivitäten, in Lima auf Plätzen Stände mit Folklore und Kultur (auch kulinarisch)
29. Juli Nationalfeiertag
15. August Mariä Himmelfahrt Virgen de la Asunción
30. August Tag der Heiligen Rosa von Lima Santa Rosa de Lima
8. Oktober Tag der Marine
9. Oktober Tag der Nationalen Würde Dia de la Dignidad Nacional
1./2. November Allerheiligen
8. Dezember Fest der Unbefleckten Empfängnis Virgen de la Concepción
25. Dezember Weihnachten
31. Dezember Silvester Noche de San Silvestre

Sicherheit

Wie in jedem anderen Land, das von Touristen besucht wird, findet die Kriminalität auch in Peru einen Nährboden, der durch Unachtsamkeit und Leichtsinn der Besucher gefördert wird. In den meisten Fällen sind es Trickbetrüger, die dabei zum Zug kommen. Bei großen Menschenansammlungen auf Märkten, bei Fiestas und auf Bahnhöfen droht deshalb Gefahr. Ein Nickerchen während einer Busfahrt, ein unaufmerksamer Augenblick während des Fotografierens oder Einkaufens kann jemanden von mitgeführtem Gepäck erlösen. Daher empfiehlt es sich auch, keine Gepäckstücke im Auto liegen zu lassen, auch wenn es für eine noch so kurze Dauer ist. Ablenkung und Gedränge sind, wie bei uns auch, noch immer die gefährlichsten Situationen. In manchen Städten, wie in Cuzco, gibt es eine eigene Touristenpolizei, die des nachts das Zentrum überwacht und für Schutz sorgt.

Gesund bleiben

Impfungen

In vielen Fällen wird über das Thema Gesundheit in Zusammenhang mit Peru mancherlei Unsinn verbreitet. Fundierte Auskünfte erhält jeder in den Tropenmedizinischen Instituten. Diese wissen auch Bescheid in welchem Zeitrahmen bzw. Zeitabständen die Impfungen verabreicht werden dürfen und erstellen einen individuellen Impfplan. Zwei bis drei Monate vor der Einreise sind notwendig, um die Impfungen wirksam durchführen zu können.

Gegen Gelbfieber sollte sich jeder impfen lassen, der einen Abstecher in die betroffenen Urwaldgebiete plant. Auskünfte erteilen die Gesundheitsämter und die jeweiligen Tropenmedizinischen Institute. Bei der Einreise wird diese Impfung manchmal kontrolliert (Gelbfieberimpfung darf nur in bestimmten Instituten durchgeführt werden und wird in einem eigenen Impfpass bestätigt). Allerdings ist diese Impfung auch rund um die Uhr auf dem Flughafen in Lima erhältlich und zudem billiger als bei uns. Gegen Wundstarrkrampf (Tetanus) sollte auch in unseren Breiten jeder geimpft sein. Kleine Verletzungen sind schnell passiert. Das gleiche trifft für Kinderlähmung (Polio), Hepatitis A und Hepatitis B zu. Empfehlenswert ist auch eine Impfung gegen Typhus. Individualreisende, die entlegene Dörfer aufsuchen oder im Dschungel unterwegs sind, sollten sich zusätzlich gegen Tollwut impfen lassen. Einige dieser Impfungen sind in einem Kombi-Serum vereinigt.

Höhenkrankheit

Die dünne Luft oberhalb von 3.000 bis 4.000 m kann einem Menschen schwer zusetzen. Kopfschmerzen, Schlappheit und Müdigkeit sind Zeichen mangelnder Akklimatisation und vergehen nach ein paar Tagen. Hingegen sind schwere Kopfschmerzen, Atemnot, Herzklopfen, Übelkeit, Appetit- und Schlaflosigkeit Warnzeichen einer drohenden Höhenkrankheit. Dann hilft nur mehr Beatmung mit Sauerstoff und rascher Abtransport in tiefer gelegene Gebiete. Die Empfehlung Einheimischer Kokablätter zu kauen, nutzt bei starker Höhenkrankheit nur wenig. Dagegen helfen sog. Soroche Pills, die in vielen Apotheken (z. B. Inka Farma) erhältlich sind.

Wichtig ist ausreichende Flüssigkeitszufuhr von über 2 bis 3 Liter am Tag, bei Schwitzen und hohen Temperaturen jedoch auch mehr. Weiterhin sollten keine allzu großen und schweren Mahlzeiten zu sich genommen werden. Bei schwachen Anzeichen der Höhenkrankheit hilft dann oft das Trinken von Koka Tee, "Mate de Coca", bzw. auch das Kauen von Blättern. Es ist mithin unabdingbar nötig, auf die Signale des eigenen Körpers zu hören, Touren vorausschauend zu planen, und bei Durchführung von aufsteigenden Touren Bedacht walten zu lassen.

Bei starker körperlicher Belastung oder beeinträchtigter Gesundheit kann schon eine Höhe von wenig über 2.000 m die Grenzen der Leistungsfähigkeit aufzeigen. Auch nach einer Akklimatisation können anstrengende Tätigkeiten auf einer Höhe über 3.000 m belastend sein.

Grundsätzlich bewegt man sich auf großer Höhe nur langsam und mit Bedacht, d.h. der eigenen Leistungsfähigkeit angepasst. Wichtig ist, dass man für die gesamte Zeit in der Höhe ausreichend auf Getränke zurückgreifen kann.

Klima

Küste: Entgegen der Tatsache, dass Peru nahe dem Äquator ist, herrscht dort ganzjährig ein sehr angenehmes Klima. Es wird äußerst selten sehr heiß aber auch nicht kalt. Im Gebirge kann es ganzjährig Frost geben, der Sommer ist je nach Höhenlage mild bis kalt. Im Nordosten (Amazonas-Gebiet) ist es Ganzjährig schwül-heiß mit häufigen Gewittern. Nie ohne Wasservoräte in dieser Region rumreisen!

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