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Peenemünde: Unterschied zwischen den Versionen

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Vorpommern : Usedom : Peenemünde
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'''Peenemünde''' ist eine kleine Gemeinde an der Nordwest-Spitze der Ostsee-Insel [[Usedom]] in [[Mecklenburg-Vorpommern]] und gilt als die Wiege der Raumfahrt. Zwischen 1936 (Baubeginn) und 1945 war der unbedeutende Fischerort Schauplatz eines selbst für die damalige Zeit einzigartigen Waffenentwicklungsprojektes. Auf nahezu dem gesamten Peenemünder Haken entstand eine industrielle Infrastruktur, von der nach mehreren gründlichen Zerstörungsmaßnahmen nur noch Ruinen zu finden sind.
'''Peenemünde''' ist eine kleine Gemeinde an der Nordwest-Spitze der Ostsee-Insel [[Usedom]] in [[Mecklenburg-Vorpommern]] und gilt als die Wiege der Raumfahrt.
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Peenemünde selbst besitzt keinen Ostseestrand; bedingt durch das Sperrgebiet der ehemaligen Erprobungsstelle Peenemünde-Ost ist der Zutritt zur Ostseeküste nicht möglich. Die Landschaft am Peenestrom, sofern diese betreten werden darf, ist jedoch durchaus sehenswert.
  
 
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Peenemünde ist Heimathafen der ''Adler Mönchgut'', einem Passagierschiff der Reederei ''Adler-Schiffe'' die im Sommer im Liniendienst zwischen den Inseln Rügen und Usedom verkehrt.
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Peenemünde ist Heimathafen der ''Adler Mönchgut'', einem Passagierschiff der Reederei ''Adler-Schiffe'' die im Sommer im Liniendienst zwischen den Inseln Rügen und Usedom verkehrt. Weitere kleine Reedereien bieten Schiffsfahrten - etwa auf die Inseln Ruden und Greifswalder Oie - an.
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Mit der tagsüber ewta stündlich verkehrenden Bäderbahn wird [[Zinnowitz]] erreicht. Von hier aus steht das häufiger befahrene Netz der UBB zwischen Wolgast und Swinemünde zur Verfügung.
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Auf der L264 wird nach [[Karlshagen]] und [[Trassenheide]] bei [[Bannemin/Mölschow]] die B111 erreicht. Somit ist Peenemünde auf kurzem Wege an das Bundesstraßennetz angebunden.
  
 
== Sehenswürdigkeiten ==
 
== Sehenswürdigkeiten ==
Sehenswert ist das [http://www.peenemuende.de/ '''Historisch-Technische Informationszentrum'''], ein Museum für Raketentechnik. Empfehlenswert ist eine Bustour über den Flugplatz zu den einstigen Startstellen der V1. Der Besuch der Ruine der einstigen Abschussrampe der A4-Rakete, des sogenannten Prüfstands VII, ist legal nicht möglich. Auch dürfte ein Besuch der Ruine des Sauerstoffwerks verboten sein.
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Sehenswert ist das [http://www.peenemuende.de/ '''Historisch-Technisches Museum'''], ein Museum für Raketentechnik. Empfehlenswert ist eine Bustour über den Flugplatz zu den einstigen Startstellen der V1. Der Besuch der Ruine der einstigen Abschussrampe der A4-Rakete, des sogenannten Prüfstands VII, ist legal nicht möglich. Die Ruine des Sauerstoffwerks kann besichtigt werden. Der Zutritt ist jedoch wegen der herrschenden Einsturzgefahr verboten.
  
Gleichwohl gehören die Reste und Ruinen der beiden ehemaligen Erprobungsstellen von Heer und Luftwaffe zu einem einzigartigen Flächendenkmal auf dem Peenemünder Haken. Eine eindrucksvolle [http://www.urlaubs-insel-usedom.de/ferienwohnungen-insel-peenemuende-ballonflug.htm Ortssammlung], die in Google Earth auch als virtueller Rundflug genutzt werden kann, gibt zahlreiche Hintergrundinformationen zu den häufig versteckt liegenden historischen Orten.  
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Gleichwohl gehören die Reste und Ruinen der beiden ehemaligen Erprobungsstellen von Heer und Luftwaffe zu einem einzigartigen Flächendenkmal auf dem Peenemünder Haken. Eine eindrucksvolle Ortssammlung, die in Google Earth auch als virtueller Rundflug genutzt werden kann, gibt zahlreiche Hintergrundinformationen zu den häufig versteckt liegenden historischen Orten.  
  
 
Erwähnt sei ferner, dass sowohl die nahegelegene Insel Ruden als auch die weiter entfernte Insel Greifswalder Oie zu der Erprobungsstelle des Heeres Peenemünde-Ost gehörten. Auf dem Ruden steht auch heute noch der viereckige Messturm; auf der Oie sind Ruinen der Prüfstände des A5 und des A4 zu finden. Zu beiden Inseln können Schifffahrten unternommen werden.
 
Erwähnt sei ferner, dass sowohl die nahegelegene Insel Ruden als auch die weiter entfernte Insel Greifswalder Oie zu der Erprobungsstelle des Heeres Peenemünde-Ost gehörten. Auf dem Ruden steht auch heute noch der viereckige Messturm; auf der Oie sind Ruinen der Prüfstände des A5 und des A4 zu finden. Zu beiden Inseln können Schifffahrten unternommen werden.
  
In den letzten Jahren ist seitens des HTIZ und des Vereins vieles unternommen worden, um neben dem Museum auch Teile des Flächendenkmals für Besucher zugänglich und informativ zu machen. Beispiele sind die alte Hauptwache und das KZ-Arbeitslager Karlshagen - beides am Flughafenring. Auf anderer Initiative basiert die kleine Ausstellung von Fluzeugen und Lenkflugkörpern auf dem Vorplatz des Flugplatzes Peenemünde.
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In den letzten Jahren ist seitens des HTM und des Vereins vieles unternommen worden, um neben dem Museum auch Teile des Flächendenkmals für Besucher zugänglich und informativ zu machen. Beispiele sind die alte Hauptwache und das KZ-Arbeitslager Karlshagen - beides am Flughafenring. Auf anderer Initiative basiert die kleine Ausstellung von Flugzeugen und Lenkflugkörpern auf dem Vorplatz des Flugplatzes Peenemünde.
  
 
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* [[Karlshagen]]
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* [[Zinnowitz]]
*[http://www.insel-usedom-wollin.de/peenemuende/peenemuende.html Peenemünde Bilder]
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* [[Wolgast]]
  
 
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Version vom 29. März 2012, 17:50 Uhr

Peenemünde ist eine kleine Gemeinde an der Nordwest-Spitze der Ostsee-Insel Usedom in Mecklenburg-Vorpommern und gilt als die Wiege der Raumfahrt. Zwischen 1936 (Baubeginn) und 1945 war der unbedeutende Fischerort Schauplatz eines selbst für die damalige Zeit einzigartigen Waffenentwicklungsprojektes. Auf nahezu dem gesamten Peenemünder Haken entstand eine industrielle Infrastruktur, von der nach mehreren gründlichen Zerstörungsmaßnahmen nur noch Ruinen zu finden sind.

Peenemünde selbst besitzt keinen Ostseestrand; bedingt durch das Sperrgebiet der ehemaligen Erprobungsstelle Peenemünde-Ost ist der Zutritt zur Ostseeküste nicht möglich. Die Landschaft am Peenestrom, sofern diese betreten werden darf, ist jedoch durchaus sehenswert.

Inhaltsverzeichnis

Anreise

Die Anreise ist mit der Usedomer Bäderbahn möglich oder mit dem Auto

A4-Modell HTI Peenemünde

Mobilität

Peenemünde ist Heimathafen der Adler Mönchgut, einem Passagierschiff der Reederei Adler-Schiffe die im Sommer im Liniendienst zwischen den Inseln Rügen und Usedom verkehrt. Weitere kleine Reedereien bieten Schiffsfahrten - etwa auf die Inseln Ruden und Greifswalder Oie - an.

Mit der tagsüber ewta stündlich verkehrenden Bäderbahn wird Zinnowitz erreicht. Von hier aus steht das häufiger befahrene Netz der UBB zwischen Wolgast und Swinemünde zur Verfügung.

Auf der L264 wird nach Karlshagen und Trassenheide bei Bannemin/Mölschow die B111 erreicht. Somit ist Peenemünde auf kurzem Wege an das Bundesstraßennetz angebunden.

Sehenswürdigkeiten

Sehenswert ist das Historisch-Technisches Museum, ein Museum für Raketentechnik. Empfehlenswert ist eine Bustour über den Flugplatz zu den einstigen Startstellen der V1. Der Besuch der Ruine der einstigen Abschussrampe der A4-Rakete, des sogenannten Prüfstands VII, ist legal nicht möglich. Die Ruine des Sauerstoffwerks kann besichtigt werden. Der Zutritt ist jedoch wegen der herrschenden Einsturzgefahr verboten.

Gleichwohl gehören die Reste und Ruinen der beiden ehemaligen Erprobungsstellen von Heer und Luftwaffe zu einem einzigartigen Flächendenkmal auf dem Peenemünder Haken. Eine eindrucksvolle Ortssammlung, die in Google Earth auch als virtueller Rundflug genutzt werden kann, gibt zahlreiche Hintergrundinformationen zu den häufig versteckt liegenden historischen Orten.

Erwähnt sei ferner, dass sowohl die nahegelegene Insel Ruden als auch die weiter entfernte Insel Greifswalder Oie zu der Erprobungsstelle des Heeres Peenemünde-Ost gehörten. Auf dem Ruden steht auch heute noch der viereckige Messturm; auf der Oie sind Ruinen der Prüfstände des A5 und des A4 zu finden. Zu beiden Inseln können Schifffahrten unternommen werden.

In den letzten Jahren ist seitens des HTM und des Vereins vieles unternommen worden, um neben dem Museum auch Teile des Flächendenkmals für Besucher zugänglich und informativ zu machen. Beispiele sind die alte Hauptwache und das KZ-Arbeitslager Karlshagen - beides am Flughafenring. Auf anderer Initiative basiert die kleine Ausstellung von Flugzeugen und Lenkflugkörpern auf dem Vorplatz des Flugplatzes Peenemünde.

Aktivitäten

Einkaufen

Bücher über die Geschichte Peenemündes und die Raketenforschung sind z.B. im Andenkenladen des Informationszentrums erhältlich. Modellraketen kann man dort ebenfalls erwerben.

Küche

Ausgehen

Unterkunft

  • Schullandheim Camp Peenemünde, Feldstr. 20, Tel.: 038371 21720, Fax: 038371-21063, E-Mail, [1].

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