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Pampa

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Die Pampa ist das wirtschaftliche Kernland Argentiniens. Sie liegt im zentralen Osten des Landes.

Regionen[Bearbeiten]

Die Region kann man in vier naturräumliche Regionen einteilen:

  • die Pampa Húmeda oder feuchte Pampa im Osten der Region. Dies ist die "typischste" der Pampa-Landschaften, eine feuchte Graslandschaft.
  • die Pampa Seca oder trockene Pampa im Westen, eine steppenhafte, dünn besiedelte Landschaft.
  • die Atlantikküste der Provinz Buenos Aires, das wichtigste touristische Zentrum der Region. Sie ist geprägt von weiten, von Dünen gesäumten Stränden und einer flachen Küstenlinie.
  • die Sierras Bonaerenses Australes, drei Mittelgebirgszüge im Süden der Provinz Buenos Aires.

Anteil an der Pampa haben die Provinz Buenos Aires, der Osten von La Pampa, der Süden von Santa Fe und der Südosten von Córdoba und San Luis.

Orte[Bearbeiten]

In der Pampa liegen viele der bedeutendsten Städte Argentiniens. Die Nähe zum Río de la Plata, wo die Hauptstadt und bedeutendste Hafenstadt Buenos Aires liegt, spielt dabei eine große Rolle.

Städte in der Pampa:

  • Buenos Aires (11.5 Mio. Einwohner), die Landeshauptstadt
  • Rosario (1,2 Mio. Einwohner), größte Stadt der Provinz Santa Fe
  • La Plata (600.000 Einwohner), Hauptstadt der Provinz Buenos Aires
  • Mar del Plata (550.000 Einwohner), größter Badeort Argentiniens
  • Bahía Blanca (300.000 Einwohner), bedeutende Hafen- und Industriestadt am Atlantik
  • Tandil (110.000 Einwohner), bedeutende Stadt in einer Hügellandschaft
  • Necochea (90.000 Einwohner), bedeutender Badeort und Hafenstadt
  • Santa Rosa de Toay (90.000 Einwohner), Hauptstadt der Provinz La Pampa
  • Villa Gesell (30.000 Einwohner), bedeutender Badeort mit jungem Publikum
  • Pinamar (25.000 Einwohner), exklusivster Badeort der argentinischen Küste

Die Städte Santa Fe (450.000 Einwohner) und Córdoba (1,5 Mio. Einwohner) liegen an der Grenze zwischen der Pampa und der Landschaft des argentinischen Chaco.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Sierra de la Ventana, ein Mittelgebirgszug im Süden der Provinz Buenos Aires mit kuriosen Bergformen.
  • Delta del Paraná im Norden der Provinz Buenos Aires, ein bewaldetes Delta mit vielfältigen Wassersportmöglichkeiten.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Pampa gilt als wirtschaftliche Kernregion Argentiniens. Sie ist von allen Gebieten am dichtesten besiedelt und konzentriert Industrie, Landwirtschaft und Viehzucht des Landes.

Besiedelt und urbanisiert wurde die Region mit Ausnahme von Buenos Aires und den nördlichen Gebieten erst relativ spät, da der gesamte Süden bis Ende des 19. Jahrhunderts von indigenen Völkern beherrscht war, die in der sogenannten "Wüstenkampagne" zwischen 1850 und 1880 grausam ausgerottet wurden. Damit stand der Weg für die Einwanderer aus Europa offen, die sich in Scharen insbesondere in der Hauptstadt Buenos Aires, aber auch in landschaftlichen Kolonien im Landesinneren ansiedelten.

Heute ist von der ursprünglichen Landschaft zwar kaum etwas übrig, die weiten Viehweiden strahlen aber immer noch den endlosen, weitläufigen Charakter aus, der diese Ebene auszeichnet, die durch viele Folklore-Lieder besungen wurde. Die Pampa ist das Land des Gauchos, einer Mischung aus Cowboy, Viehdieb und Musiker, der im 18. und frühen 19. Jahrhundert die Pampa unsicher machte. Die Gaucho-Traditionen finden sich heute in vielen Festen und Sportarten, in der Gastronomie, insbesondere im Asado, sowie in der Folklore-Musik der Region wieder.

Seit 1950 ist die Atlantikküste der Provinz Buenos Aires das beliebteste Ferienzentrum des Gebiets und heute die Region, in der die Bevölkerungszahl am schnellsten anwächst.

Sprache[Bearbeiten]

Das Spanisch der Pampa gilt als argentinisches "Standardspanisch". Sprecher indigener Sprachen gibt es in der Region nur vereinzelt, die Region gilt als besonders europäisch.

Anreise[Bearbeiten]

Der Ausgangspunkt für alle Touren, die Hauptstadt Buenos Aires, und viele andere Städte der Pampa sind von allen Regionen Argentiniens sowohl mit dem Bus als auch mit dem Flugzeug zu erreichen. Die Frequenzen insbesondere nach Buenos Aires sind sehr dicht. Buenos Aires und Rosario sowie zahlreiche Kleinstädte in der Pampa sind auch mit der Bahn anzufahren.

Für Autofahrer: Das Straßennetz Argentiniens ist auf Buenos Aires und damit auf die Pampa-Region ausgerichtet.

Mobilität[Bearbeiten]

Das Busnetz ist sehr gut, ebenso das Straßennetz. So gut wie alle Orte sind per Bus erreichbar, die Touristenorte am Atlantik auch per Bahn und Flugzeug.

Zu beachten ist, das im Sommer an der Atlantikküste Hochbetrieb herrscht und daher viele Busse und Flüge vorgebucht werden müssen. Dasselbe gilt für Fahrten und Flüge von und nach Buenos Aires an Weihnachten, Neujahr und an langen Wochenenden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

In der Pampa gibt es wegen des feuchten Klimas viele Flüsse und Seen, in denen hervorragend gebadet werden kann.

Dasselbe gilt natürlich auch für die Atlantikküste. Die Badeorte bieten oft eine Vielzahl von sportlichen Aktivitäten an, z.B. Wasserski, Bootstouren, Motorboot, Tauchen, Reiten und Quad-Fahren.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Die Küche der Pampa basiert auf dem Rindfleisch. Das "Asado" ist das typischste Essen der Region: Hierbei werden alle möglichen Schnitte und Innereien gegrillt. Beim auf dem Land besonders beliebten asado con cuero (Asado mit Haut) werden die Rinder in große Teile zerschnitten und dann an einem ca. 1 m hohen Spieß schräg über der Glut gebraten.

Ausgehen[Bearbeiten]

Besonders in Buenos Aires gibt es ein reichhaltiges Nachtleben, auch Rosario ist in dieser Hinsicht interessant. Die Atlantikküste wird im Sommer zum Schauplatz des Nachtlebens. Siehe die jeweiligen Städteartikel.

Sicherheit[Bearbeiten]

Es gibt keine besonderen Naturrisiken, gewarnt wird jedoch vom Baden im Río de la Plata, dessen Wasser stark verschmutzt ist. Zum Thema Kriminalität siehe die jeweiligen Städteartikel, auf dem Land ist diese jedoch kein Thema.

Klima[Bearbeiten]

Die Pampa hat ein gemäßigtes Klima mit Regen zu allen Jahreszeiten. Besonders im Norden ist der Sommer sehr warm und oft unangenehm schwül, insbesondere in Rosario und im Paraná-Delta, aber auch in Buenos Aires. Je weiter man ins Landesinnere gerät, desto mehr nimmt die Schwüle ab, im Westen (pampa seca) sind die Temperaturen zwar deutlich höher, aber die Hitze ist trocken und damit angenehmer. Der Winter ist in der gesamten Gegend kühl und oft windig, aber mit durchaus Chancen auf angenehme Sonnenperioden.

Im Sommer kann man mit Tagestemperaturen von 25°-35°C rechnen, im Winter etwa zwischen 10° und 20°C.

Beste Reisezeit sind für die Gegenden im Norden Frühling und Herbst, für die Atlantikküste der Sommer (Dezember bis Ende März). Die Stadt Buenos Aires kann man das ganze Jahr über problemlos besuchen, auch wenn der Sommer drückend schwül werden kann und der Winter frisch ist.

Weiter geht's[Bearbeiten]

Von der Pampa aus kann man alle Regionen Argentiniens gut erreichen. Dasselbe gilt für das benachbarte Uruguay; ein beliebter Trip ist etwa die Fahrt mit der Fähre von Buenos Aires nach Colonia del Sacramento oder Montevideo.

Weblinks[Bearbeiten]

Varianten

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