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Otavalo: Unterschied zwischen den Versionen

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Südamerika : Ecuador : Otavalo
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Otavalo ist eine der bekanntesten Andenstädte [[Südamerika|Südamerikas]] und ist fester Bestandteil aller klassischer Rundreisen durch Ecuador. Diese Bekanntheit ist vor Allem dem berühmten Handwerksmarkt im Stadtzentrum geschuldet, welcher als der größte in Südamerika gilt. Otavalo ist aufgrund seiner Lage in einem fruchtbaren Andental entlang der Haupt-Nordsüdachse zwischen zwei Andenkordilleren seit jeher eine wichtige Handelsstadt. Einen gewissen Reichtum erlangte die Stadt durch den Handel mit Webwaren und anderen Textilien, und in den letzten Jahrzehnten auch durch Tourismus. Viele der indigenen ''Otavalos'' bereisen die ganze Welt um ihre Waren auf Handwerksmärkten und in Fußgängerzonen zu verkaufen, während andere in Musikgruppen auf Welttournee gehen und mit Panflöten, Gitarren und Trommeln typische und folkloristische Andenmusik zum Besten geben. Otavalo ist insofern eine Besonderheit, weil viele der wohlhabendsten Bürger indigene Otavalos sind (dieser Wohlstand wird auch gerne v.a. durch riesige Pick-Up-Trucks zur Schau gestellt), und viele im direkten Gespräch von ihren vielen Reisen in Übersee erzählen. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass die Mehrheit der Otavalos, insbesondere in den ländlichen Gemeinden, in Folge von Jahrhunderten der Unterdrückung und Diskriminierung nach wie vor in relativer Armut lebt. Die Otavalos gelten aber seit jeher als stolzes Volk mit einer intakten kulturellen Identität, und sie lieferten schon den Inkas, später den spanischen ''Conquistatores'' heftigen Widerstand. Anders als andere indigene Ethnien konnten sie sich besser an neue Gegebenheiten anpassen und relativ gut in die neue Wirtschaftsordnung eingliedern, ohne ihre kulturelle Identität dabei aufzugeben. Der rezente wirtschaftliche Erfolg bestärkt diese Identität, und deshalb ist auch die typische Tracht der Otavalos (weiße Hose und dunkler Poncho für die Männer; dunkler Rock, weiße bunt bestickte Bluse mit farbigem gewebtem Gürtelband für die Frauen) allgegenwärtig, ebenso wie das lange Haar bei Männern und Frauen. Allerdings ist nicht zu übersehen, dass das hohe Touristenaufkommen, als auch die mehrjährigen Auslandsaufenthalte einiger Otavalos ihre kulturellen Spuren in der Region hinterlassen haben, und westliche Musik, Jeans mit T-Shirt, und Kurzhaarfrisur mit Haargel sind auch bei den Otavalos auf dem Vormarsch.
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Andere Kichua-Ethnien, die man recht häufig in Otavalo antrifft, sind die ''Kayambis'' und die ''Karankis'', die hauptsächlich am südlichen San Pablo See bzw. am Fuß des Imbabura–Vulkans heimisch sind. In der Stadt Otavalo dürfte der Indigenen-Anteil (Otavalos, Kayambis, Karankis und Andere) an der Gesamtbevölkerung etwa 50% betragen (der Rest sind hauptsächlich ''Mestizos''), während er im Umland je nach Entfernung von der Stadt 80% und mehr erreicht.
  
 
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* '''Wasserfall von Peguche (''Cascada de Peguche'')''': Der etwa 20m hoher Wasserfall gehört zu den beliebtesten und am leichtesten erreichbaren Ausflugszielen um Otavalo. Der Wasserfall wird von den indigenen Otavalos verehrt, und man kann regelmäβig Einheimische beim rituellen Bad beobachten. Man kommt nach Peguche per Taxi (ca. 2,50US$), per Bus (0,25 US$) oder zu Fuβ(ca. 30min). Den Wasserfall erreicht man nach 10min zu Fuβ auf einem gut ausgebauten Wanderweg durch einen schön angelegten Park mit groβen Eukalyptus-Bäumen. Auch das Dorf Peguche selbst ist sehenswert, insbesondere wegen seinen Webereien.  
 
* '''Wasserfall von Peguche (''Cascada de Peguche'')''': Der etwa 20m hoher Wasserfall gehört zu den beliebtesten und am leichtesten erreichbaren Ausflugszielen um Otavalo. Der Wasserfall wird von den indigenen Otavalos verehrt, und man kann regelmäβig Einheimische beim rituellen Bad beobachten. Man kommt nach Peguche per Taxi (ca. 2,50US$), per Bus (0,25 US$) oder zu Fuβ(ca. 30min). Den Wasserfall erreicht man nach 10min zu Fuβ auf einem gut ausgebauten Wanderweg durch einen schön angelegten Park mit groβen Eukalyptus-Bäumen. Auch das Dorf Peguche selbst ist sehenswert, insbesondere wegen seinen Webereien.  
  
*'''Lechero''':  Ein von der indigenen Bevölkerung verehrter Baum auf dem Hügel östlich von Otavalo. Der Baum ist eher unspektakulär, allerdings ist der Blick vom Lechero auf Otavalo mit dem Vulkan Cotacachi im Hintergrund auf der einen Seite, und dem San Pablo See mit dem Vulkan Imbabura im Hintergrund auf der anderen Seite, spektakulär. Die Wanderung zum Lechero dauert etwa 1 Stunde und ist gröβtenteils bergauf. Man kann den Lechero aber auch per Taxi erreichen (ca. 3 US$).
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*'''Lechero''':  Ein von der indigenen Bevölkerung verehrter Baum auf dem Hügel östlich von Otavalo. Der Baum ist eher unspektakulär, und von eingeritzten Liebesbekundungen gezeichnet. Allerdings ist der Blick vom Lechero auf Otavalo mit dem Vulkan Cotacachi im Hintergrund auf der einen Seite, und dem San Pablo See mit dem Vulkan Imbabura im Hintergrund auf der anderen Seite, spektakulär. Die Wanderung zum Lechero dauert etwa 1 Stunde und ist gröβtenteils bergauf. Man kann den Lechero aber auch per Taxi erreichen (ca. 3 US$).
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*'''Parque del Condor''': Etwa 30min Wanderung vom Lechero (s.o.), auch per Taxi zu erreichen (ca. 3 US$), befindet sich das Raubvogel-Gehege ''Parque del Condor''[http://www.parquecondor.org/]. Beschlagnahmte Greifvögel aus illegalem Handel oder Haustierhaltung werden hier gehalten, um gegebenenfalls wieder ausgewildert zu werden, was sich aber oft als unmöglich herausstellt, da die Tiere zu sehr an den Menschen gewöhnt sind. Außerdem wird versucht, Touristen und Einheimische über die Wichtigkeit und die Bedrohtheit vieler Greifvögel zu informieren, die auch heute noch vielerorts gejagt werden, weil sie angeblich den Nutztierbestand der Bauern drastisch reduzieren (ein völliger Irrglauben). Zweimal täglich (11:30, 16:30) werden Flugshows angeboten. Höhepunkt des Parks ist sicherlich der Andenkondor, wobei dieser in freier Wildbahn weitaus majestätischer wirkt, als in einem noch so großen Käfig.
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*'''San Pablo See''' (''Lago San Pablo'', ''Imbakucha'' in Kichua): Der größte See im Kanton Otavalo, die Ufer dicht besiedelt mit Indigenen-Gemeinden. Mit großen Beständen an Totora-Schilf (''Schoenoplectus californicus ssp. tatora''), welches in einigen Gemeinden, z.B. San Rafael, zu Matten und Kunsthandwerk verarbeitet wird. Der See ist ziemlich verschmutzt (Kläranlagen sind aber in Bau), und auch sonst etwas kalt zum baden. Allerdings stellt er ein beliebtes Ausflugsziel dar, es werden Bootsfahrten angeboten, und es gibt einige Hotels und See-Restaurants (z.B. das überteuerte ''Cabañas del Lago'' [http://www.cabanasdellago.com.ec/pages/index.php] direkt am See, mit toller Aussicht und der weltweit schwierigsten, aber sehr originellen  Minigolf-Anlage). Bootsfahrten auf dem See können von hier unternommen werden bzw. deutlich günstiger, wenn auch weniger professionell, vom nur 500m entfernten ''Parque Aquatico''. Der See ist einfach per Bus (0,25 US$) und Taxi (ca. 3 US$) zu erreichen, oder zu Fuß über den Lechero/Parque del Condor (s.o., ca. 2Std einfacher Weg).
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*'''Cuicocha See''': Einer der schönsten Seen in Ecuador und sehr einfach zu erreichen (von Otavalo fahren Busse nach Quiroga (0,25 US$), danach per Taxis oder ''camioneta'' zum See (4US$). Der Kratersee Cuicocha (gerne irrtümlich als "Meerschweinchen-See" übersetzt) liegt auf 3000m Höhe südlich des Vulkans Cotacachi (Gipfel leider oft in Wolken gehüllt). Im See ragen zwei Lava-Inseln aus dem Wasser, zwischen denen eine enger Kanal verläuft, der sogenannte ''Kanal der Träume''. Am See gibt es ein Hotel, ein Restaurant und einige Souveniershops. Dort werden auch Bootsfahrten auf dem See angeboten, ein Betreten der beiden Inseln ist aber nicht erlaubt. Empfehlenswert ist das Restaurant ''El Mirador'', etwa 10min einen steilen Trampelpfad vom Besucherparkplatz hinauf, mit tollem Ausblick und guten Forellen-Gerichten. Um den See führt ein 5-6stündiger Wanderweg mit tollen Ausblicken auf den See, und bei gutem Wetter auf den Vulkan Cotacachi. Man beahlt eine kleine Gebühr (ca. 1,0 US$ je nach Alter und Herkunft) als Eintritt zum See, denn der See bildet die südliche Grenze des Naturschutzgebiets ''Cotacachi-Cayapas''. Es gibt auch ein kleines, sehenswertes Besucherzentrum nahe beim Besucherparkplatz.
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*'''Mojanda''': Atemberaubende Paramo-Landschaft mit dem Kratersee ''Laguna Grande de Mojanda'' und zwei kleineren Seen (''Laguna Chiquita'' und ''Laguna Negra'') auf etwa 3700m Höhe, ca 15km südlich von Otavalo. Keine touristische Infrastruktur am See vorhanden, aber Campen ist möglich. Beliebt bei Anglern. Unbedingt warme Kleidung und Regenjacke mitnehmen. Ausgangspunkt für Wanderungen auf den Gipfel Fuya Fuya (4263m) mit sehr steilem Anstieg, aber der Ausblick lohnt (ca. 3-4Std). Es gibt auch einen Rundwanderweg (ca. 5-6 Std.) um die Laguna Grande, allerdings  führt er am nordöstlichen Ufer durch dichtes Gebüsch und mooriges Terrain, und der Weg ist in schlechtem Zustand und nicht ausgeschildert. Taxis zum See kosten ca. 10US$ (dem Fahrer Bescheid sagen, wann man abgeholt werden möchte). Man kann vom See auch nach Richtung Süden nach Tabacundo entlang der alten Straße von Otavalo nach Quito wandern (ca. 4Std), und von dort einen Bus zurück nach Otavalo nehmen.  
  
 
==Aktivitäten==
 
==Aktivitäten==

Version vom 25. April 2011, 19:51 Uhr


Otavalo ist eine Kleinstadt mit ungefähr 50.000 Einwohnern in der nördlichen Andenregion Ecuadors. Die Stadt liegt auf etwa 2500m Höhe und ist umgeben von drei Vulkanen, dem Imbabura (4621m), dem Cotacachi (4935m) und dem zur Mojanda-Gruppe gehörenden Fuya Fuya (4263m). Otavalo ist die Hauptstadt des gleichnamigen Kantons, einer von sechs Kantonen in der Provinz Imbabura.


Inhaltsverzeichnis

Hintergrund

Otavalo ist eine der bekanntesten Andenstädte Südamerikas und ist fester Bestandteil aller klassischer Rundreisen durch Ecuador. Diese Bekanntheit ist vor Allem dem berühmten Handwerksmarkt im Stadtzentrum geschuldet, welcher als der größte in Südamerika gilt. Otavalo ist aufgrund seiner Lage in einem fruchtbaren Andental entlang der Haupt-Nordsüdachse zwischen zwei Andenkordilleren seit jeher eine wichtige Handelsstadt. Einen gewissen Reichtum erlangte die Stadt durch den Handel mit Webwaren und anderen Textilien, und in den letzten Jahrzehnten auch durch Tourismus. Viele der indigenen Otavalos bereisen die ganze Welt um ihre Waren auf Handwerksmärkten und in Fußgängerzonen zu verkaufen, während andere in Musikgruppen auf Welttournee gehen und mit Panflöten, Gitarren und Trommeln typische und folkloristische Andenmusik zum Besten geben. Otavalo ist insofern eine Besonderheit, weil viele der wohlhabendsten Bürger indigene Otavalos sind (dieser Wohlstand wird auch gerne v.a. durch riesige Pick-Up-Trucks zur Schau gestellt), und viele im direkten Gespräch von ihren vielen Reisen in Übersee erzählen. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass die Mehrheit der Otavalos, insbesondere in den ländlichen Gemeinden, in Folge von Jahrhunderten der Unterdrückung und Diskriminierung nach wie vor in relativer Armut lebt. Die Otavalos gelten aber seit jeher als stolzes Volk mit einer intakten kulturellen Identität, und sie lieferten schon den Inkas, später den spanischen Conquistatores heftigen Widerstand. Anders als andere indigene Ethnien konnten sie sich besser an neue Gegebenheiten anpassen und relativ gut in die neue Wirtschaftsordnung eingliedern, ohne ihre kulturelle Identität dabei aufzugeben. Der rezente wirtschaftliche Erfolg bestärkt diese Identität, und deshalb ist auch die typische Tracht der Otavalos (weiße Hose und dunkler Poncho für die Männer; dunkler Rock, weiße bunt bestickte Bluse mit farbigem gewebtem Gürtelband für die Frauen) allgegenwärtig, ebenso wie das lange Haar bei Männern und Frauen. Allerdings ist nicht zu übersehen, dass das hohe Touristenaufkommen, als auch die mehrjährigen Auslandsaufenthalte einiger Otavalos ihre kulturellen Spuren in der Region hinterlassen haben, und westliche Musik, Jeans mit T-Shirt, und Kurzhaarfrisur mit Haargel sind auch bei den Otavalos auf dem Vormarsch. Andere Kichua-Ethnien, die man recht häufig in Otavalo antrifft, sind die Kayambis und die Karankis, die hauptsächlich am südlichen San Pablo See bzw. am Fuß des Imbabura–Vulkans heimisch sind. In der Stadt Otavalo dürfte der Indigenen-Anteil (Otavalos, Kayambis, Karankis und Andere) an der Gesamtbevölkerung etwa 50% betragen (der Rest sind hauptsächlich Mestizos), während er im Umland je nach Entfernung von der Stadt 80% und mehr erreicht.

Anreise

Otavalo liegt an der Panamericana, der Hauptverkehrsader Ecuadors, und ist deshalb gut mit Busen zu erreichen. Busse von Quito fahren vom Busterminal Carcelen im Norden Quitos ab. Die Reise dauert je nach Verkehr etwa zwei Stunden und kostet 2,0 US$. Die Busunternehmen Otavalo und Los Lagos fahren das Busterminal von Otavalo im Zentrum der Stadt direkt an. Alternativ kann man auch Busse anderer Unternehmen nach Ibarra oder Tulcan im Norden Ecuadors nehmen. Diese Busse halten aber nur direkt an der Panamericana an, von wo aus man das Stadtzentrum nach ca. 10min zu Fuβ erreicht. Busse aus nördlicher Richtung fahren über Tulkan an der Kolumbianischen Grenze und Ibarra. Diese Busse machen meist nur Stop an der Panamericana. Es gibt Pläne, dass die alte Bahnlinie Otavalo-Ibarra wieder in Stand gesetzt wird, allerdings ist nicht absehbar, ob und wann dieses Projekt verwirklicht wird, und ob die Bahnlinie nur touristischen Ausflugsfahrten dienen wird, oder ob auch ein regelmäβiger Reiseverkehr stattfinden soll.


Mobilität

Das Stadtzentrum von Otavalo ist relativ klein, und man kann alle Sehenswürdigkeiten innerhalb der Stadt leicht zu Fuβ erreichen. Taxifahrten innerhalb der Stadt kosten 1 US$, und sind v.a. nachts zu empfehlen, obwohl die Stadt im Allgemeinen als sicher gilt. Auch die sogenannten taxis piratas - Privatpersonenn die in ihren Autos Taxi-Dienste anbieten - sind allgegenwärtig, allerdings sollte man sie aus Sicherheitsgründen meiden. Auβerdem gibt es ein Vielzahl von Bussen in die umliegenden Gemeinden und Staedte, wie z.B. Cotacachi und Cayambe, von denen die meisten vom zentralen Busterminal abfahren.

Sehenswürdigkeiten

Innerhalb der Stadt

  • Handwerksmarkt in der Plaza de Ponchos: Der Handwerksmarkt von Otavalo gilt als der gröβte seiner Art in ganz Südamerika. Zwar findet der Markt jeden Tag im Stadtzentrum statt, allerdings ist er samstags weitaus gröβer, umtriebiger und bunter als an den anderen Tagen. Hunderte von Verkäufern aus Otavalo und dem Umland verkaufen dort von etwa 8:00Uhr morgends bis 17:00Uhr abends Kunst und Krempel aus der Region, aber auch aus ganz Ecuador und den Nachbarländern Peru und Kolumbien. Otavalo ist v.a. für seine Webwaren aus Wolle bekannt, aber man findet ebensogut Silberschmuck, Holzschnitzereien, Gemälde, Panama-Hüte (welche ursprünglich eigentlich aus Ecuador kommen), Musikinstrumente und allen möglichen Schnickschnack aus Wolle, Holz, Stein und Plastik.
  • Andere Märkte: Otavalo ist seit jeher eine wichtige Handelsstadt aufgrund seiner geografischen Lage an alten Handelswegen zwischen den zwei Andenkordilleren. Im Laufe der Zeit haben sich regional bedeutende Märkte herausgebildet, wie z.B. der samstags stattfindende Tiermarkt (mercado de animales). Dort kommen frühmorgends Bauern aus dem Umland zusammen, um Nutz- und Haustiere zu (ver-)kaufen und zu tauschen. Der Trubel und das Geschrei ist nicht jedermanns Sache, schon gar nicht wenn man sehr sensibel in Bezug auf Haltungsbedingungen von Tieren ist. Allerdings werden nicht nur Tiere gehandelt, sondern es gibt auch einige Garküchen, und den einen oder anderen Auftritt eines Quacksalbers, der seine Wundermittelchen mit allen möglichen Tricks und viel Rhetorik an den Mann und die Frau bringen will. Um die vielen Früchte und Gemüsearten der Region kennenzulernen, besucht man am besten den tagtäglich stattfindenden Markt Mercado 24 de Mayo, nur zwei Straβenblöcke vom Hauptplatz Parque Bolivar entfernt. Dort gibt es auch eine Vielzahl von Garküchen, die typische Gerichte aus der Region anbieten. An Samstagen findet morgends auch die Feria Imbabio statt, wo hauptsaechlich Frauen aus dem Umland von Otavalo ihr frisch geerntetes Gemüse und Obst aus biologischem Anbau der Stadtbevölkerung anbieten.
  • Parque Bolivar ist neben der Plaza de Ponchos der zweite groβe Marktplatz im Stadtzentrum Otavalos. Am südlichen Ende steht das imposante Rathaus und in der Mitte des Platzes findet man ein Denkmal für den Inka-General Rumiñahui, welcher im 16. Jahrhundert eine Rebellion gegen die spanischen Eroberer anführte. Der Platz ist weitaus weniger hektisch als die Plaza de Ponchos, und insbesondere an sonnigen Tagen herrscht dort eine gemütliche Atmosphäre.

Auβerhalb der Stadt

  • Wasserfall von Peguche (Cascada de Peguche): Der etwa 20m hoher Wasserfall gehört zu den beliebtesten und am leichtesten erreichbaren Ausflugszielen um Otavalo. Der Wasserfall wird von den indigenen Otavalos verehrt, und man kann regelmäβig Einheimische beim rituellen Bad beobachten. Man kommt nach Peguche per Taxi (ca. 2,50US$), per Bus (0,25 US$) oder zu Fuβ(ca. 30min). Den Wasserfall erreicht man nach 10min zu Fuβ auf einem gut ausgebauten Wanderweg durch einen schön angelegten Park mit groβen Eukalyptus-Bäumen. Auch das Dorf Peguche selbst ist sehenswert, insbesondere wegen seinen Webereien.
  • Lechero: Ein von der indigenen Bevölkerung verehrter Baum auf dem Hügel östlich von Otavalo. Der Baum ist eher unspektakulär, und von eingeritzten Liebesbekundungen gezeichnet. Allerdings ist der Blick vom Lechero auf Otavalo mit dem Vulkan Cotacachi im Hintergrund auf der einen Seite, und dem San Pablo See mit dem Vulkan Imbabura im Hintergrund auf der anderen Seite, spektakulär. Die Wanderung zum Lechero dauert etwa 1 Stunde und ist gröβtenteils bergauf. Man kann den Lechero aber auch per Taxi erreichen (ca. 3 US$).
  • Parque del Condor: Etwa 30min Wanderung vom Lechero (s.o.), auch per Taxi zu erreichen (ca. 3 US$), befindet sich das Raubvogel-Gehege Parque del Condor[1]. Beschlagnahmte Greifvögel aus illegalem Handel oder Haustierhaltung werden hier gehalten, um gegebenenfalls wieder ausgewildert zu werden, was sich aber oft als unmöglich herausstellt, da die Tiere zu sehr an den Menschen gewöhnt sind. Außerdem wird versucht, Touristen und Einheimische über die Wichtigkeit und die Bedrohtheit vieler Greifvögel zu informieren, die auch heute noch vielerorts gejagt werden, weil sie angeblich den Nutztierbestand der Bauern drastisch reduzieren (ein völliger Irrglauben). Zweimal täglich (11:30, 16:30) werden Flugshows angeboten. Höhepunkt des Parks ist sicherlich der Andenkondor, wobei dieser in freier Wildbahn weitaus majestätischer wirkt, als in einem noch so großen Käfig.
  • San Pablo See (Lago San Pablo, Imbakucha in Kichua): Der größte See im Kanton Otavalo, die Ufer dicht besiedelt mit Indigenen-Gemeinden. Mit großen Beständen an Totora-Schilf (Schoenoplectus californicus ssp. tatora), welches in einigen Gemeinden, z.B. San Rafael, zu Matten und Kunsthandwerk verarbeitet wird. Der See ist ziemlich verschmutzt (Kläranlagen sind aber in Bau), und auch sonst etwas kalt zum baden. Allerdings stellt er ein beliebtes Ausflugsziel dar, es werden Bootsfahrten angeboten, und es gibt einige Hotels und See-Restaurants (z.B. das überteuerte Cabañas del Lago [2] direkt am See, mit toller Aussicht und der weltweit schwierigsten, aber sehr originellen  Minigolf-Anlage). Bootsfahrten auf dem See können von hier unternommen werden bzw. deutlich günstiger, wenn auch weniger professionell, vom nur 500m entfernten Parque Aquatico. Der See ist einfach per Bus (0,25 US$) und Taxi (ca. 3 US$) zu erreichen, oder zu Fuß über den Lechero/Parque del Condor (s.o., ca. 2Std einfacher Weg).
  • Cuicocha See: Einer der schönsten Seen in Ecuador und sehr einfach zu erreichen (von Otavalo fahren Busse nach Quiroga (0,25 US$), danach per Taxis oder camioneta zum See (4US$). Der Kratersee Cuicocha (gerne irrtümlich als "Meerschweinchen-See" übersetzt) liegt auf 3000m Höhe südlich des Vulkans Cotacachi (Gipfel leider oft in Wolken gehüllt). Im See ragen zwei Lava-Inseln aus dem Wasser, zwischen denen eine enger Kanal verläuft, der sogenannte Kanal der Träume. Am See gibt es ein Hotel, ein Restaurant und einige Souveniershops. Dort werden auch Bootsfahrten auf dem See angeboten, ein Betreten der beiden Inseln ist aber nicht erlaubt. Empfehlenswert ist das Restaurant El Mirador, etwa 10min einen steilen Trampelpfad vom Besucherparkplatz hinauf, mit tollem Ausblick und guten Forellen-Gerichten. Um den See führt ein 5-6stündiger Wanderweg mit tollen Ausblicken auf den See, und bei gutem Wetter auf den Vulkan Cotacachi. Man beahlt eine kleine Gebühr (ca. 1,0 US$ je nach Alter und Herkunft) als Eintritt zum See, denn der See bildet die südliche Grenze des Naturschutzgebiets Cotacachi-Cayapas. Es gibt auch ein kleines, sehenswertes Besucherzentrum nahe beim Besucherparkplatz.
  • Mojanda: Atemberaubende Paramo-Landschaft mit dem Kratersee Laguna Grande de Mojanda und zwei kleineren Seen (Laguna Chiquita und Laguna Negra) auf etwa 3700m Höhe, ca 15km südlich von Otavalo. Keine touristische Infrastruktur am See vorhanden, aber Campen ist möglich. Beliebt bei Anglern. Unbedingt warme Kleidung und Regenjacke mitnehmen. Ausgangspunkt für Wanderungen auf den Gipfel Fuya Fuya (4263m) mit sehr steilem Anstieg, aber der Ausblick lohnt (ca. 3-4Std). Es gibt auch einen Rundwanderweg (ca. 5-6 Std.) um die Laguna Grande, allerdings führt er am nordöstlichen Ufer durch dichtes Gebüsch und mooriges Terrain, und der Weg ist in schlechtem Zustand und nicht ausgeschildert. Taxis zum See kosten ca. 10US$ (dem Fahrer Bescheid sagen, wann man abgeholt werden möchte). Man kann vom See auch nach Richtung Süden nach Tabacundo entlang der alten Straße von Otavalo nach Quito wandern (ca. 4Std), und von dort einen Bus zurück nach Otavalo nehmen.

Aktivitäten

Einkaufen

Küche

Nachtleben

Unterkunft

Weiter geht's

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