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Niederlande

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Lage
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Flagge
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Kurzdaten
Hauptstadt: Amsterdam
Staatsform: Konstitutionelle Monarchie
Währung: Euro
Fläche: 41.500 km²
Bevölkerung: 16,3 Mio
Sprachen: Niederländisch, Friesisch
Religionen: Römisch-Katholisch 31 %, Protestantisch 21 %, Muslimisch 4,4 %
Telefonvorwahl: +31
Internet TLD: .nl
Zeitzone: UTC+1 (MEZ)
Sommerzeit: UTC+2 (MEZ+1)


Karte von Niederlande

Die Niederlande liegen hauptsächlich in Europa. Das Land grenzt im Osten an Deutschland und im Süden an Belgien. Die Nord- und Westseite grenzt an die Nordsee.

Daneben gibt es noch Sondergemeinde in der Karibik und Autonome Landesteile in der Karibik, mit eigenem Wikitravelartikel.

Das Land ist Gründungsmitglied der Europäischen Union.

Regionen

Die Niederlande sind in die folgenden Regionen (provincies) unterteilt:

Sondergemeinde in der Karibik

Autonome Landesteile in der Karibik mit eigener Regierung und Verfassung


Städte

  • Amsterdam - Hauptstadt der Niederlande
  • Amersfoort - schöne, alte Stadt nahe Utrecht, mit Zoo und KZ-Gedenkstätte
  • Alkmar- sehenswerte Stadt in Nord-Holland, mit dem bekannten Käsemarkt
  • Almere - Neue Großstadt in der Provinz Flevoland
  • Apeldoorn - Großdorf mit 150.000 Einwohnern an der Veluwe, mit ehem. kgl. Palais Het Loo
  • Arnheim (nl: 'Arnhem') - Hauptstadt der Provinz Gelderland, mit dem Nationalen Freilichtmuseum
  • Assen - Hauptstadt der Provinz Drenthe
  • Breda - viertgrößte Stadt in der Provinz Noord-Brabant (de: 'Nord-Brabant')
  • Delft - Universitätsstadt in der Provinz Zuid-Holland (de: 'Süd-Holland'); Familiengruft der kgl. Familie in der Neuen Kirche; Stad des Malers Vermeer.
  • Dordrecht - Malerische Hafenstadt südlich von Rotterdam
  • Eindhoven - Große IT-Technologie- und Universitätsstadt in der Provinz Noord-Brabant. Lebhaftes Nachtleben
  • Enschede - Universitätsstadt in Twente in der Provinz Overijssel, an der deutschen Grenze
  • Groningen - Lebhafte Universitätsstadt und Hauptstadt der Provinz Groningen
  • 's-Gravenhage/Den Haag (de: 'Den Haag') - Regierungssitz und Hauptstadt der Provinz Zuid-Holland (de: 'Süd-Holland'); drittgrößte Stadt des Landes, mit Seebad Scheveningen
  • Haarlem - Provinzhauptstadt von Noord-Holland (de: 'Nord-Holland'), Stadt des Malers Frans Hals
  • Helmond - fünftgrößte Stadt in der Provinz Noord-Brabant (de: 'Nord-Brabant')
  • 's-Hertogenbosch/Den Bosch (de: 'Herzogenbusch')- Hauptstadt der Provinz Noord-Brabant (de: 'Nord-Brabant')
  • Leeuwarden (Friesisch: Ljouwert) - Hauptstadt der Provinz Friesland
  • Leiden - älteste Universitätsstadt der Niederlande, mit vielen Museen, Geburtsort des Malers Rembrandt, liegt in der Provinz Zuid-Holland (de: 'Süd-Holland')
  • Lelystad - Hauptstadt der Provinz Flevoland
  • Maastricht - Seit kurzem Universitätsstadt, wirkt schick und etwas südeuropäisch, schon etwa 2000 Jahre alt, Hauptstadt der Provinz Limburg
  • Middelburg - Nach dem 2. Weltkrieg kunstvoll restaurierte Hauptstadt der Provinz Zeeland
  • Nijmegen - Große Universitätsstadt in der Provinz Gelderland und älteste Stadt der Niederlande
  • Rotterdam - wichtigster Überseehafen Europas und zweitgrößte Stadt der Niederlande und liegt in der Provinz Zuid-Holland (de: 'Süd-Holland')
  • Tilburg - Große Universitätsstadt in der Provinz Noord-Brabant (de: 'Nord-Brabant')
  • Utrecht - Hauptstadt der Provinz Utrecht, Haupteisenbahnknotenpunkt und viertgrößte Stadt der Niederlande, mit bedeutender Universität
  • Wageningen - kleine Universitätsstadt in der Provinz Gelderland
  • Venlo - zweitgrösste Stadt der Provinz Limburg
  • Zwolle - Hauptstadt der Provinz Overijssel

Weitere Ziele

Tierparks, Gärten, Schlösser

Die größten Zoos sind in Emmen, Prov. Drenthe (Noorder Dierenpark), Arnheim (Burger's Zoo & Safaripark), Amsterdam (Artis) und Rotterdam (Blijdorp).

Kleiner, aber sehenswert sind u.a.: Safaripark Beekse Bergen bei Tilburg; Gaia Tierpark bei Kerkrade (Limburg, unweit von Aachen); Dierenpark Amersfoort; Vogelpark Avifauna in Alphen aan den Rijn (östlich von Den Haag); Affen-Zoo Apenheul in Apeldoorn.

Sehenswerte botanische Gärten gibt es in der Nähe der Universitäten von Groningen (in Haren, 4 km südlich der Stadt); Utrecht (4 km östlich der Stadt, in einem ehemaligen Fort); Leiden (in der Innenstadt); Amsterdam (in der Nähe des Zoos Artis), und Wageningen. Kommerzielle, sehenswerte Gartenanlagen gibt es u.a. in Arcen bei Venlo und Luttelgeest, Prov. Flevoland. Von einigen Schlössern, die innen nicht besichtigt werden können, sind die Gärten recht sehenswert, u.a. Twickel bei Delden, westlich von Hengelo, so wie Weldam bei Goor, beide in der Provinz Overijssel. In jedem Jahr mit Jahreszahl auf einer 2 gibt es die große, zehnjärige Gartenschau Floriade (2012 in Venlo).

Sehenswerte Schlösser und Herrenhäuser, meist mit Führung zu besichtigen, sind u.a.:

  • Huis Doorn, bei Doorn, Provinz Utrecht, Exilwohnsitz des deutschen Kaisers Wilhelm II.
  • Schloss Amerongen (18.Jhdt.), nicht sehr weit östlich von Haus Doorn; auch hier hat Kaiser Wilhelm II. kurze Zeit gewohnt
  • Loevestein bei Heusden (Grenze Südholland/Nordbrabant)
  • Muiderslot bei Muiden, 20 km östlich von Amsterdam
  • De Haar bei Haarzuilens, westlich von Utrecht (19. Jhdt.)
  • Stadtschloss Markiezenhof (Museum) in Bergen op Zoom, Nordbrabant
  • Jagdschloss St. Hubertus im Park Hoge Veluwe (Anfang 20. Jhdt.)
  • Doorwerth, bei Arnheim (Museum)
  • Nijenhuis , Heino, südöstlich von Zwolle (Kunstmuseum)
  • Cannenburgh, Vaassen, nördlich von Apeldoorn
  • Ehemaliger königlicher Palast Het Loo, Apeldoorn

Anreise

Flugzeug

Mit dem Flughafen Schiphol (IATA-Code: AMS, ICAO-Code: EHAM, international: Amsterdam Airport Schiphol) verfügt die Stadt Amsterdam über einen der größten Flughäfen Europas. Der Flughafen wird von allen größeren Fluggesellschaften angeflogen. Weitere Flughäfen gibts es in Eindhoven, Groningen (IATA-Code: GRQ, ICAO-Code: EHGG, international: Groningen Airport Eelde), Maastricht (IATA-Code: MST, ICAO-Code: EHBK, international: Maastricht Aachen Airport), Rotterdam (IATA-Code: RTM, ICAO-Code: EHRD, international: Rotterdam Airport).

Öffentliche Verkehrsmittel

In den Niederlanden gibt es eine smart card für alle öffentlichen Verkehrsmittel, die OV-Chipkaart. Diese ermöglicht es den Reisenden, mit nur einer Karte Reisen per Bus, Bahn, U-Bahn (metro) und Straßenbahn (tram) zu bezahlen. Es gibt davon 2 Sorten: die persönliche (mit Passbild des Halters), nur für Bewohner einer Adresse in den Niederlanden zu haben, und die anonyme. Letztere kann in den Niederlanden gekauft werden. Tickets gegen Sonderpreise können damit nicht gezahlt werden. Mit der Bahn kann man bis Ende 2012 noch mit "papiernen" Fahrkarten reisen. Für Ausländer sind, beschränkt und gegen ziemlich hohen Tarifen, in Bus und Metro "lose" Fahrkarten erhältlich.

Ein guter Reiseplaner - ganz aktuell, es wird mit Unterbrechungen durch Schienenarbeiten usw. gerechnet - für Bus, Bahn usw., mit Links zu Landkarten ist: http://www.9292.nl (in Nl. und englischer Sprache).

Infos über die OV-Chipkarte (nur auf NL.): www.ovchipkaart.nl


Bahn

Die nationale Eisenbahngesellschaft der Niederlande heißt Nederlandse Spoorwegen (NS), deren gelb-blaue Züge ein dicht vertaktetes und zuverlässiges Netz zwischen den wichtigsten Städten des Landes bedienen - einige Regionalbahnen werden jedoch durch andere Anbieter wie Veolia oder Arriva betrieben. Tickets gelten meist für die Züge aller Betreiber. Anders als beispielsweise in Deutschland kosten InterCity-Verbindungen (IC) innerhalb des Landes keinen Aufschlag.

Von Deutschland aus gibt es vier regelmäßig bediente Fernverkehrsrouten in die Niederlande:

  • ICE von Frankfurt am Main über Köln nach Arnhem, Utrecht und Amsterdam (7x täglich)
  • IC von Berlin über Hannover nach Hengelo, Amersfoort und Amsterdam (5x täglich)
  • CityNightLine von München über Köln nach Arnhem, Utrecht und Amsterdam (1x täglich)
  • EuroNight von Berlin über Köln nach Arnhem, Utrecht und Amsterdam (1x täglich)

Im Regionalverkehr gibt es Verbindungen von Düren bzw. Stolberg-Altstadt (Zugvereinigung in Stolberg Hbf) über Aachen nach Heerlen (mit Anschluss nach Maastricht), zwischen Hamm – WuppertalDüsseldorf nach Venlo (mit Anschluss nach Eindhoven und Rotterdam – Den Haag); von Dortmund sowie Münster nach Enschede; von Leer nach Groningen und von Bad Bentheim nach Hengelo.

In Richtung Belgien und Frankreich verkehren von Amsterdam und Rotterdam aus die Hochgeschwindigkeitszüge Fyra und Thalys, die über Antwerpen nach Brüssel und teils weiter bis Paris fahren.

Bus

Hier fahren oft mehrere Busse direkt von Aachen Hauptbahnhof und Bushof direkt in die Niederlande. Angesteuert werden die direkten Orte Vaals, Heerlen und Maastricht.

Erstes kann man mit dem normalen Tarif des Aachener Verkehrsverbundes erreichen. Für Heerlen ist jedoch eine spezielle Streckenkarte erforderlich. Maastricht wird von Aachen aus nur mit einer niederländischen Busgesellschaft bedient. Hier gilt nicht der AVV Tarif sondern der niederländische, der jedoch günstig ist.

Auto

Mit dem Auto sind die Niederlande bequem zu erreichen, und das ist sicherlich auch der am häufigsten genutzte Anreiseweg. Man sollte jedoch beachten, dass insbesondere an Feiertagen und am Ferienanfang sich regelmäßig viele Deutsche auf den Weg ins Nachbarland machen, was lange Staus (Niederländisch: files) zur Folge haben kann. Und jeder Zweite ist ein Fahrradfahrer. Zu den Hauptverkehrsstunden ( NL: spits-uren) sollte man, wie in Deutschland, die Autobahnen in der Nähe der Großstädte lieber meiden. Aktuelle Verkehrshinweise, mit Landkarte, wo Staus in rot markiert sind: ANWB Verkeersinformatie (nl). Der ANWB ist das niederländische Gegenstück des ADAC.

Schiff

Es besteht auch die Möglichkeit auf dem Rhein Schifffahrten zu unternehmen, die bis in die Niederlande führen. Hierbei ist jedoch zumeist die Reise das Ziel und eine Flusskreuzfahrt steht im Mittelpunkt.

Mobilität

Auto

Geschwindigkeitbegrenzungen:

PKW Stadtstraße: 50 km/h (in vielen Ortschaften niedrigere Limits, auf entsprechende Schilder am Ortseingang achten!) - Landstraße: 80km/h - Kraftfahrstraße: 100 km/h - Autobahn: 130 km/h

PKW + Anhänger innerorts: 50 km/h (bzw. ortsspezifisches Limit) - außerorts: 80 km/h

Flugzeug

In den Niederlanden gibt es aufgrund der überschaubaren Distanzen keinen Inlandsflugverkehr mehr.

Bahn

Sämtliche größeren Städte sind per Bahn miteinander verbunden. Ein niederländischer InterCity ist qualitativ (Ausstattung und Haltefrequenz) zwischen deutschem RegionalExpress und D-Zug angesiedelt und sollte nicht mit dem deutschen InterCity, der in den Niederlanden als „Internationale Trein“ angezeigt wird, verwechselt werden. Wirklich schnelle Verbindungen bieten nur drei von Amsterdam verkehrende Linien: der ICE in Richtung Köln – Frankfurt, der deutsche IC in Richtung Rheine – Berlin sowie Thalys und Fyra in Richtung Antwerpen - Brüssel – Paris (bei letzteren besteht Reservierungspflicht!).

Bus

Die Niederlande verfügen über ein dichtes Regionalbusnetz, welches auch ausreichend häufig bedient wird. Reisen mit dem Regionalbus ist besonders günstig, jedoch in der Regel mit einer deutlich längeren Reisezeit als mit der Eisenbahn verbunden.

Sprache

Die Amtssprache ist Niederländisch, wovon es je nach Region verschiedene Dialekte gibt. Als Minderheitssprache ist Friesisch anerkannt, welches von einem kleinen Teil der Bevölkerung als Muttersprache gesprochen wird. Dazu spricht fast jeder Niederländer, vor allem die jüngere Generation, zusätzlich auch Deutsch und Englisch.

Einkaufen

In Maastricht, kurz hinter der Deutsch-Niederländischen Grenze kann man sehr gut einkaufen. MO-MI und FR-SA haben die Läden von 9-17h auf, DO von 9-21h. Jeden 1. Sonntag im Monat ist von 12-17h verkaufsoffener Sonntag. Hier gibt es fast das ganze Jahr über 'Sales', so dass man viele Dinge auch sehr günstig bekommt. Man findet hier Boutiquen mit Designerangeboten aller großen bekannten, aber auch New Yorker, H&M,Zara, Deichmann und Co für den kleineren Geldbeutel. Die Geschäfte liegen alle gut beieinander, so dass man alles leicht in der Altstadt zwischen Vrijthof und Maas findet.

Auch in Venlo und Enschede gibt es gute Einkaufmöglichkeiten. Venlo hat sogar mehrere Läden, die eigens auf deutsche Kunden eingerichtet sind. Der Warenmarkt am Samstag in Enschede zieht viele Deutsche heran. In nahezu allen niederländischen Städten gibt es samstags einen lebhaften Warenmarkt. In niederländischen Supermärkten sind viele Waren etwas preiswerter, Fleisch hingegen teurer als in deutschen.

Küche

Ein typisch niederländisches Frühstück besteht aus Ontbijtkoek (einem Honigkuchen), der in Scheiben geschnitten und mit Butter bestrichen gegessen wird. Das Brot in den Niederlanden ist für deutsche Verhältnisse sehr weich, ähnlich dem amerikanischem Sandwich. Es wird zum Frühstuck mit Hagelslag bestreut. Hagelslag gibt es in vielen Geschmacksrichtungen: Von Schokolade, über Anis, bis zu diversen Fruchtgeschmacksrichtungen. Auch 2-3 Sorten Käse sollten nicht fehlen. Dazu wird Kaffee oder Tee, für Kinder Milch, Kakao, oder Saft getrunken. Brötchen sind weitgehend unbekannt. Zum Mittag wird meist zwischen etwa 12.00 und 13.30 Uhr eine Brotmahlzeit eingenimmen. Gerne wir dazu auch ein Slatje (ähnlich einem ganz fein püriertn Kartoffelsalat), oder auch Ham (Schinken) und Käse gegessen diverse, herzhafte Brotaufstriche, ebefalls in pürierter Form, gehören auch dazu. Zur Kaffeezeit, zwischen 15 und 17 Uhr werden oft Kaffe und Pralienen, oder Kleingebäck gereicht. Torten und Kuchen sind eher unüblich. Warm gegessen wird zwischen 18 und 20 Uhr. Das Nationalgericht Stamppot (Eintopf) ist eine gestampfte Mischung aus Kartoffeln und Gemüse das gerne mit heißer Rauchwurst (rookworst) und angebratenen Zwiebeln gegessen wird. Diese Wurst wird auch häufig mit Sauerkraut (zuurkool) serviert. Snert ist eine dicke Erbsensuppe, die mit Wurst oder Speck gegessen wird. Ein beliebtes Gericht bei der Brotmahlzeit (lunch) ist der uitsmijter ( stramme Max). Sehr verbreitet sind auch die sogenannten Pannekoekhuis, die eine Vielzahl von Pfannekuchen anbieten. Diese können deftig-herzhaft, oder süß zubereitet sein. Ein Erbe jener Zeit, da Indonesien eine niederländische Kolonie war, ist die Vielzahl von chinesisch-indonesischen Restaurants. Die Gerichte sind da einigermaßen an den westeuropäischen Geschmack angepasst. In Fastfoodrestaurants erhält man Pommes frites (patat, auch frites oder frietjes) mit Frietsouce (einer pikant gewürzten Mayonnaise), Ketchup auch gemischt mit Zwiebeln oder Erdnusssoße, dazu Frikandel und in den Küstenorten Kibbeling, frittierte Scholle und diverse andere Fischgerichte. Nach dem Essen wurde früher von den Herren ein Genever getrunken. Ein typisch holländischer Nachtisch ist vla, ein dickflüssiger Pudding; in Restaurants wird dieser jedoch kaum serviert. Einige Städte, u.a. Maastricht, Den Haag und Amsterdam, aber auch manche entlegene Dörfer, haben überraschend gute (und teuere) Restaurants, sogar einige mit Michelin-Sternen, wo der Feinschmecker auf seine Kosten kommt. Man sollte ein Essen in einem solchen Haus aber vorher reservieren.

Nachtleben

Ein großer Festtag ist der sog. 'Königinnentag' (Koninginnedag), der am - und mancherorts auch bereits in der Nacht zum - 30. April begangen wird. Besonders in Amsterdam ist an diesem Tage Ausnahmezustand angesagt. Viele Leute tragen irgendwas orangefarbenes am Körper und feiern den ganzen Tag.

Ein reges Nachtleben findet sich vor allem in Amsterdam, und in den Universitätsstädten wie Rotterdam, Utrecht, Tilburg, Groningen; aber auch in Arnheim und Eindhoven. Vor allem in dem Sommer werden oft Dance Partys veranstaltet, die eine ganze Nacht dauern und in einem Stadion oder Festzelt oder einer verlassenen Fabrik stattfinden.

Das Verhalten beim Ausgehen unterscheidet sich manchmal von dem unseren. So wird oft nur ein oder zwei Getränke in einer Kneipe zu sich genommen und dann weitergezogen und nicht wie in Deutschland meistens der Abend an einem Fleck verbracht.

Ein Coffee-Shop ist kein Cafe, sondern ein Laden, wo man Marihuana, Haschisch usw. kauft.

In nahezu allen größeren Städten der Niederlande gibt es semi-legale Bordelle, die eine Betriebsgenehmigung haben und deren Prostituierten normal Steuern zahlen. Hier ist das Risiko von Geschlechtskrankheiten durchaus geringer als in illegalen Sex-Häusern. Auch das per Auto Mitnehmen von Prostituierten in "Strich-Zonen" (tippelzones) ist z.T. legalisiert. Die Prostituierten dort werden, wie jene im Bordell, manchmal von Sozialarbeitern betreut. Beachten Sie, dass auch in den Niederlanden nachts Drogensüchtige und andere Straßenräuber aktiver sind als tagsüber! Vor allem Frauen sollten nachts in den Städten oder auf waldreichen Straßen nicht ohne männliche Begleitung verkehren.

Unterkunft

Es gibt viele Übernachtungsmöglichkeiten in verschiedenen Preisklassen in den Niederlanden.

  • Wanderhütten
  • Camping
Wikitravel hilft mit der Liste der Campingplätze bei der Suche nach Orten mit einem Campingplatz.
Für Radtouren über mehrere Tage abseits der Touristenpfade ist Vrienden op de fiets (= Fahrradfreunde) http://www.vriendenopdefiets.nl/ eine Möglichkeit: Ein Verein, der von Freiwilligen getragen wird und seine Wurzeln im alternativen Holland der Siebziger hat. Mit der Mitgliedschaft (aktuell 10€ im Jahr) erhält man ein Booklet mit Adressen von über 3500 Familien, bei denen Radfahrer oder Wanderer als Übernachtungsgäste für einen günstigen Preis (19€ mit Frühstück pro Person und Nacht) willkommen sind.
  • Hotels

Lernen

Arbeiten

Feiertage

Es gibt 8 gesetzliche Feiertage:

Termin Name Bedeutung
------------------------------ ------------------------------ ----------------------------------
1. Januar Nieuwjaarsdag Neujahr
20. April 2014

21. April 2014

Pasen Ostern/Ostermontag
30. April Koninginnedag Geburtstag der Königin (tatsächlich der früheren Königin Juliane!)
5. Mai Bevrijdingsdag Tag der Befreiung (nur jede 5 Jahre ein offizieller Feiertag, bei Jahreszahlen auf 0 oder 5)
29. Mai 2014 Hemelvaart Christi Himmelfahrt, 40 Tage nach Ostern. Am darauf folgenden Freitag sind viele Betriebe einen Tag geschlossen!
8. Juni 2014

9. Juni 2014

Pinksteren Pfingsten/Pfingstmontag, 50 Tage nach Ostern
25. Dezember 1e Kerstdag 1. Weihnachtstag
26. Dezember 2e Kerstdag 2. Weihnachtstag

Dazu wird vor allem in Teilen von Overijssel und Gelderland, und in Nordbrabant und Limburg Karneval gefeiert. Die größten Umzüge (Maastricht, Den Bosch) finden im Wochenende statt.

Der Nikolaus, der schon Mitte November per Dampfer aus Spanien in irgendeine Hafenstadt eintrifft, kommt jedes Jahr am Abend des 5. Dezember ( Sinterklaasavond, Pakjesavond) und beschert Kindern wie Erwachsenen mit Geschenken und Leckereien wie Spekulatius oder Buchstaben aus Schokolade. Am 5.12 sind Geschäfte und Büros daher etwas früher geschlossen. Manche Familien jedoch folgen dem amerikanischen Muster und lassen stattdessen zu Weihnachten den Weihnachtsmann vorbeikommen.

Am 4. Mai wird der Opfer des 2. Weltkrieges und späterer Kriege gedacht. In Amsterdam findet dann in Anwesenheit des Staatsoberhauptes eine - im Fernsehen live übertragene - feierliche Kranzniederlegung statt. Das Fernsehen zeigt fast nur Kriegsfilme und -dokumentationen. Von 20.00 bis 20.02 herrscht aus Respekt für die Toten zwei Minuten absolute Stille, die man streng beachten sollte!

Mariä Himmelfahrt (15. August) wird nur in katholischen Kirchen mit einer Sondermesse am darauf folgenden Sonntag gefeiert.

Sicherheit

In den niederländischen Städten und Gemeinden lebt es sich vergleichbar sicher wie z.B. in deutschen Städten mit ähnlichen Bevölkerungsstrukturen.

Gesund bleiben

Klima

Das Klima ist sehr feucht, wie auch in England oder im Westen und Norden Deutschlands. Im Südwesten (Zeeland) ist es am sonnigsten und in der Provinz Limburg am wärmsten. Der niederländische Wetterdienst KNMI hat seinen Sitz in De Bilt bei Utrecht. Nützliche Wetterinformation, auch nur für die nächsten Stunden, findet sich auf www.buienradar.nl ( buien = Schauern) (nl)

Respekt

Die Niederlande ist das einzige Land der Welt, in welchem Cannabis-Konsum unter bestimmten Bedingungen toleriert wird. Jedoch darf man nur in sogenannten Coffee-Shops und Privateigentum konsumieren. Voraussichtlich ab Herbst 2011 haben jedoch nur noch niederländische Staatsbürger Zugang zu den Coffee-Shops, da die Regierung den Drogentourismus unterbinden möchte. [1]

Es wird sehr viel Rücksicht auf behinderte und ältere Menschen genommen. Kinder sind in Geschäften oder Restaurants häufig überall willkommen. Der allgemeine Umgangston ist stets höflich und sehr gelassen. Früher war es sogar üblich, dass die Kinder ihre Eltern siezten. Viele Freizeitangebote und öffentliche Atraktionen, haben Eintrittspreise für Familien, oder für Großeltern, die mit ihren Enkelkinder kommen.

Wenn Sie sich in den Niederlanden aufhalten, legen Sie bitte kein großspuriges, arrogantes Verhalten an den Tag. Das wird gar nicht gerne gesehen. Falls Sie ins Gespräch mit jemanden kommen sollten, merken Sie schnell, dass die Niederländer hilfsbereit und offen sind. Verwickeln Sie die Niederländer aber nicht in stumpfsinnigen Diskussionen, über den 2. Weltkrieg, oder über die Größe ihres Landes. Wenn möglich, halten Sie sich auch mit Kritik am niederländischen Köninghaus zurück. Die überwiegende Mehrheit, verehrt ihre Königen. So ein Verhalten würde zur Folge haben, dass Sie rasch gemieden werden.

Kommunizieren

Die Niederländer sind zwar ein relativ kleines Volk, jedoch nicht minder stolz auf ihre Kultur und Sprache als andere. Unterstellen Sie bitte nicht jedem Niederländer, er könne Deutsch sprechen und reden Sie munter drauf los. Von sehr konservertiven Niederländern könnten Sie dann einfach ignoriert werden. Wenn Sie sich mit dem niederländischen unsicher sind, sprechen Sie Englisch. Auch wenn man höflich nach den Fremdsprachenkenntnissen fragt, kann man sogar schnell Kontakt knüpfen, denn eigentlich sind die Niederländer eher zugänglich und tolerant. Genau wie bei uns, hört man gerne ein "Danke schön" (dank u wel) und "Bitte" (alstublieft). Sprachgewandt sind sie ebenso. Mit Englisch wird man überall weiterkommen, und meistens auch mit Deutsch. In Amsterdam gilt es sogar als schick, wenn man Englisch anstatt Niederländisch spricht. Einige Einheimische freuen sich sogar, wenn sie ihre Fremdsprachenkenntnisse in der Praxis üben können.

In den Umgangsformen ist mancher (aber nicht jeder!!) Niederländer "direkter" als man von den Nachbarländern gewöhnt ist. Bei dem Zusammentreffen mit einem Geschäftspartner z.B., wird nicht viel von "Small-talk" gehalten, sondern stellt sofort die Fragen, um welche es geht.

Der niederländische Humor ist hingegen für manche Außenstehende eher gewönungsbedürftig. Unterhaltungssendungen im Fernsehen wirken auf Ausländer deswegen teilweise sehr grob und abfällig. Flüche oder derbe Scherze, über was man auf der Toilette macht, Sex, Religion, Politik usw. sind unzensiert zu hören.

Weblinks





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