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Marokko

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Lage
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Flagge
Mo-flag.png
Kurzdaten
Hauptstadt: Rabat
Staatsform: Konstitutionelle Monarchie
Währung: Marokkanische Dirham (MAD)
Fläche: 447.000 km²
Bevölkerung: 31.167.783
Sprachen: Hocharabisch (offiziell), Darija, Berberdialekte, Französisch (verbreitet)
Religionen: Islam (offiziell) 98.7%, Christen 1.1%, Juden 0.2%
Stromsystem: 127-220V/50Hz (Europäischer Stecker)
Telefonvorwahl: +212
Internet TLD: .ma
Zeitzone: UTC (MEZ-1)


Karte von Marokko

Marokko ist ein Königreich im Nordwesten Afrikas. Nördlich liegt das Mittelmeer und westlich erstreckt sich der Nordatlantik. Landesgrenzen bestehen im Süden zu Mauretanien, im Osten zu Algerien und im Norden zu den spanischen Exklaven Ceuta und Melilla an der Mittelmeerküste. Durch die Straße von Gibraltar ist Marokko von Spanien und der britischen Kronkolonie Gibraltar getrennt.

Regionen

  • Atlas-Gebirge - im Sommer besuchenswert sowohl für eine Tageswanderung als auch für wochenlange Trekkingtouren.

Städte

  • Agadir ist für seine Strände bekannt. Die Stadt ist sehr modern und hat historisch nicht viel zu bieten. Es empfiehlt sich für ein paar Cent mit dem Bus ein paar Ortschaften nach Norden zu fahren, um die weniger überlaufenen und Bettlergesäumten Strände zu genießen.
  • Asni ist ein guter Ausgangspunkt für Touren ins Atlas-Gebirge.
  • Casablanca hat einen großen internationalen Flughafen und wird so für viele Touristen der Ausgangspunkt des Marokkourlaubs sein. Die historische Altstadt und die moderne Moschee, die die zweitgrößte der Welt ist, sind lohnenswerte Ziele für einen schönen Halbtagesausflug.
  • Chefchaouen liegt im Hinterland von Tanger. Gewundene Straßen, blaue Türen und alte Olivenbäume sorgen für eine malerische Atmosphäre und bieten eine willkommene Abwechslung zu Tanger.
  • Essaouira ist ein alter und historischer Küstenort, der vom Tourismus (wieder)entdeckt und von Tagestouristen geradezu überflutet wird. Die Straßen und Plätze der Stadt wurden in den letzten Jahren aufwendig erneuert.
  • Fès ist die ehemalige Hauptstadt von Marokko und eine der größten mittelalterlichen Städte der Welt. Sie besteht aus der alten Medina, einer Neustadt aus der Franzosenzeit und einer echten, wuchernden Neustadt der Gegenwart.
  • Ifrane ist eine der kleinsten Städte Marokkos und beliebter Erholungsort der Marokkaner. Im mittleren Atlas zwischen Meknes und Fès gelegen ist sie ein guter Zwischenstopp auf der Durchreise.
  • Marrakesch ist die perfekte Kombination aus altem und neuem Marokko und alleine eigentlich schon einen Besuch wert. Man sollte mehrere Tage einplanen, um die labyrinthartigen Souqs (Basare) und die Ruinen der Altstadt zu erkunden. Ein Tipp ist der Besuch auf dem großen Djeema El Fna zur Abenddämmerung.
  • Meknès moderne und entspannte Stadt, die ein ruhiges Ressort für tourismusgeplagte Besucher des nahegelegen Fès bietet.
  • Nador liegt 16km südlich von der spanischen Stadt Melilla. Nador hat einen guten Geschmack in Sache essen. Nador ist einen Ausflug wert.
  • Ouarzazate ist die "Hauptstadt" des Südens. In Ouarzazate hat man ein gutes Beispiel für die sanfte Integration des Tourismus in eine historische Stadt, ohne die Atmosphäre zu stark zu verändern. Quarzazate wird oft als Drehort für internationale Filmproduktionen benutzt. Die Hollywoodproduktion Gladiator ist hier entstanden.
  • Rabat ist die Hauptstadt Marokkos, die Stadt hat einen ruhigen und gepflegten Charakter.
  • Rissani ist eine kleine Oasenstadt nahe des Randes der Sahara.
  • Tanger ist für Touristen, die mit der Fähre von Spanien kommen, der Haupthafen.
  • Tétouan ist die wichtigste Stadt im Norden mit wunderschönen Stränden und guter Ausgangslage für Touren in die Rif-Berge und dem Flughafen Tetouan Sania Ramel.

Weitere Ziele

Das kleine Dorf Merzouga ist ein beliebtes Reiseziel am Rande der Sahara, vor allem bekannt wegen der beeindruckenden Sanddünen, die schon in vielen Filmen als Kulisse dienten.

Hintergrund

Marokko ist seit 1956 von den ehemaligen Protektoratsmächten Frankreich und Spanien unabhängig und ein souveräner Staat. Im selben Jahr wurde Tanger, das zuvor internationalen Status hatte, an Marokko zurückgegeben. In der zweiten Hälfte der 1970er Jahre hat Marokko die Westsahara annektiert und betrachtet diese bis heute als marokkanisches Staatsgebiet.

Anreise

EU-Bürger benötigen für Marokko einen Reisepass, ein Visum ist nicht erforderlich. Im Rahmen touristischer Pauschalreisen ist auch die Einreise mit Personalausweis möglich. Touristen erhalten bei der Einreise automatisch ein Aufenthaltsrecht für 90 Tage (ab Datum des Einreisestempels). Eine Verlängerung des Aufenthaltsrechts ist möglich, kann aber sehr aufwendig sein. Leichter ist es, in die spanischen Exklaven Ceuta oder Melilla auszureisen und wieder neu einzureisen.

Eine Einreise über die Landgrenze zu Algerien ist nicht möglich, da die Grenze geschlossen ist. Landesgrenzen sind die zu den spanischen Exklaven sowie zu Mauretanien (in der von Marokko annektierten Westsahara).

Flugzeug

Linienfluggesellschaften und deren Billigableger wie der der staatlichen Marokkanischen Fluggesellschaft: http://www.atlas-blue.com/destinations.php. Aber auch Charterflieger haben insb. die Urlaubsorte im Angebot.

Bahn

Eine Bahnverbindung gibt es von und nach Algerien, aber aufgrund von Streitigkeiten mit Algerien ist die Grenze zwischen Marokko und Algerien seit einigen Jahren geschlossen und kann nicht passiert werden. Man kommt per Bahn nur bis zur Grenze nach Oujda.

In Spanien gibt es zwar Züge, die bis nach Algeciras fahren, aber von dort aus muss man zum Fährhafen und per Fähre nach Tanger übersetzen. Von Tanger aus kann man dann in alle größeren Städe fahren, die ans Schienennetz angebunden sind. Diese sind u.a. Rabat, Casablanca, Fes und Marrakesch. Mit überfüllten Zügen ist vorallem im Sommer zu rechnen.

Vom Hafen in Tanger zum neuen Bahnhof ("Gare Tanger Ville") nimmt man am besten ein Taxi.

Bus

Bab Bou Jeloud, Tor zur Altstadt von Fès

Auto

Die Einreise über Algerien ist momentan (2010) nicht möglich. Man kann aber mit einer Autofähre, z. B. von Algeciras in Südspanien nach Tanger, Ceuta, Nador oder Melilla übersetzen. Eine Einreise aus Mauretanien ist mittlerweile problemlos möglich.

Bei der Einreise mit dem eigenen Auto muss dieses beim Zoll deklariert werden. Man kann dies direkt vor Ort machen oder im Internet unter http://www.douane.gov.ma/EDouane/DMCV/AT/Formulaire_AT.asp.

Es wird die grüne Versicherungskarte benötigt. Es muss darauf geachtet werden, dass MA für Marokko nicht durchgestrichen ist. Wenn man mit einem Fahrzeug einreist, das nicht auf den eigenen Namen zugelassen wurde, muss eine Vollmacht vom Fahrzeugbesitzer vorliegen. Am einfachsten bekommt man diese vom ADAC vor der Anreise.

Bei der Ausreise mit dem Auto kann es zu Schwierigkeiten kommen, wenn eine andere Person das Auto ausführt, als es eingeführt hat.

CB-Funkgeräte sind verboten. GPS-Geräte müssen am Zoll angemeldet werden.

Schiff

Vor allem von Spanien bestehen Schiffsverbindungen nach Marokko. Dabei werden hauptsächlich die Häfen von Tanger, Nador sowie die der spanischen Exklaven Ceuta und Melilla angesteuert. Fähren fahren ab Algeciras, Tarifa, Malaga und Almeria in Spanien, ab Sète bei Montpellier in Frankreich, ab Genua und Neapel in Italien. Zwischen Tanger und Algeciras verkehrt eine Expressfähre.

Fähr- oder Schiffsverbindungen auf die Kanaren sollte es ab Mitte 2007 zwischen Tarfaya und Fuerteventura über die spanische Rederei Naviera http://www.naviera-armas.com geben. Es wurden bereits entsprechende Verträge zwischen Marokko und Spanien unterzeichnet doch leider gibt es Probleme wegen des Schengener Abkommens, weil der Hafen auf Fuerteventura als neue EU-Außengrenze noch nicht alle Bedingungen erfüllt.

Die Preise für eine Überfahrt sind unterschiedlich. Z. B. kann man von Algeciras nach Tanger grob für einen normalen PKW mit 100 Euro und pro Erwachsenen mit 30-40 Euro für die einfache Fahrt rechnen. Bucht man gleich die Rückfahrt mit, so gibt es meist einen kleinen Rabatt von ca. 10%. Nicht alle Verbindungen sind das ganze Jahr über verfügbar, manche gibt es nur zur Hauptsaison im Sommer. In der Regel bucht man kein festes Schiff zu einer bestimmten Zeit sondern fährt einfach zum Hafen und reiht sich in die Schlange ein.

FRS http://www.frs.es/ verkehrt zwischen Tarifa, Algeciras und Gibraltar nach Tanger. Die Internetseite ist auch in Deutsch verfügbar und bietet eine Online-Buchungsmöglichkeit.

Trasmediterranea http://www.trasmediterranea.es fährt zwischen Algeciras und Tanger, Algeciras und Ceuta, Malaga und Melilla, Almeria und Melilla sowie Almeria und Nador. Seite ist in Deutsch verfügbar. Auf der Internetseite von Trasmediterranea findet man noch Pläne von allen Häfen und wo die entsprechenden Büros zu finden sind.

Euroferrys http://www.euroferrys.com, auch in Englisch verfügbar, verkehrt zwischen Algeciras und Ceuta, Algeciras und Tanger sowie zwischen Almeria und Nador.

FerriMaroc http://www.ferrimaroc.com verkehrt zwischen Almeria und Nador. Auch in Englisch verfügbar.

Comanav http://www.comanav.ma/ferry nur in Französisch. Comanav fährt zwischen Sète und Tanger, Sète und Nador, Genua und Tanger, Algeciras und Tanger, Almeria und Nador sowie Almeria und Al-Hoceima.

Comarit http://www.comarit.com, Seite in Spanisch oder Französisch. Fähren fahren zwischen Algeciras und Tanger, Almeria und Nador sowie Sète und Tanger.

Mobilität

Hassan-II.-Moschee in Casablanca

Bahn

Die wichtigsten Städte wie Marrakesch, Meknès, Fès, Tanger, Rabat, Casablanca, usw. sind alle durch ein zuverlässiges Streckennetz, auf dem auch Hochgeschwindigkeitszüge fahren, verbunden. Obwohl Züge nicht in der Frequenz wie in Mitteleuropa fahren, gibt es in der Regel mehrere Zugverbindungen pro Tag zwischen diesen Städten.

Zugreisen ist in Marokko vergleichsweise günstig. Eine einfache Fahrt von Tanger nach Marrakesch kostet ungefähr 200 Dh in der zweiten Klasse, bzw. 300 Dh in der ersten Klasse.

Züge bieten eine gute Alternative zu den oft überfüllten Bussen, die erheblich länger für dieselbe Strecke brauchen. Natürlich verbinden Züge längst nicht alle Städte und Orte in Marokko. In der Regel sind die Marokkaner freundlich und aufgeschlossen in den Zügen, und Reisende werden oft in Gespräche über ihren Trip verwickelt. Dies ist oft eine gute Möglichkeit, noch weitere gute Tipps für die Reise zu bekommen.

Auskunft kann man über die Internetadresse der marokkanischen Eisenbahn bekommen.

Auto

Überall in den großen Städten findet man Autovermietungen. Wenn man bei den kleinen Firmen mietet, sollte man das Auto vorher gründlich untersuchen und beispielsweise überprüfen, ob ein Reserverad und Wagenheber an Bord ist. Beachten sollte man auch, ob im Vertrag die Nutzung unbefestigter Straßen erlaubt ist, vor allem wenn man in abgelegenere Gegenden fahren möchte.

Das Straßennetz ist in weiten Teilen in Ordnung. Die wichtigsten Städte sind durch mautpflichtige Autobahnen verbunden, die immer noch erweitert werden. Die A3 führt heute von Casablanca über Rabat, Kénitra, Asilah nach Tanger. Das letzte Stück nach Tanger ist mittlerweile fertig gestellt. Von Rabat nach Fès führt die A2. Von Casablanca Richtung Süden führt die A7 bis Marrakesch. Informationen über die Maut und die Einteilung der Fahrzeugklassen kann man hier finden Mauttarife.

Straßenschilder sind auf Arabisch und Französisch, und die Verkehrsregeln entsprechen im Großen und Ganzen denen in Europa. Es herrscht Rechtsverkehr. Polizeikontrollen gibt es auf den großen Straßen, und Geschwindigkeitsübertretungen werden vor allem innerorts geahndet. Hier ist die zulässige Höchstgeschwindigkeit, wenn nicht anders angegeben, 40 km/h. Grands Taxis, Busse und LKWs scheinen teilweise eigenen Vorfahrtsregeln zu folgen und man besteht besser nicht auf seinem Recht. Im Kreisverkehr gilt rechts vor links, es sei denn, es sind entsprechende Vorfahrt achten Schilder aufgestellt.

Die Spritversorgung ist im ganzen Land ausreichend. Man bekommt praktisch im ganzen Land Super bleifrei und Diesel, sowie Eurodiesel.

Bus

Eigentlich jeder Ort hat einen Busbahnhof, an dem man auch Fahrkarten kaufen kann. Oft hat man die Wahl, ob man die höherwertigen Busse mit Klimaanlage und Fernseher nehmen möchte, oder die wesentlich günstigeren und unkomfortableren Busse, die die meisten Einheimischen benutzen. Erstere werden beispielsweise von der staatlichen Gesellschaft CTM betrieben und sind etwas teurer, können die zahlreichen Polizeisperren bei Überlandfahren schneller passieren. In letzteren bekommt man mehr von Land und Leuten mit, und teilweise fahren die Busse auch andere Routen, abseits der Touristenstrecken. Es kann durchaus ein interessantes Abenteuer sein, mal mit den billigen Bussen zu fahren. Allerdings sollte man im Bezug auf den Preis aufpassen, da oft zwischen erster und zweiter Klasse "unterschieden" wird. Das bedeutet oft, dass die erste Klasse, bei sonst gleicher Leistung, einen erhöhten Touristenpreis (der sich an den CTM-Preisen orientiert) beinhaltet. Generell gehört einiges an Verhandlungsgeschick dazu, den bei den privaten Linien günstigeren Preis für die Einheimischen zu bekommen. Für die Mitnahme von Gepäck muss in den Bussen teilweise zusätzlich bezahlt werden, abhängig von der Busgesellschaft. Üblich sind 5 dh pauschal oder eine gewichtsabhängige Gebühr.

Taxi

Es ist in Marokko üblich ein Taxi zu nehmen. Dabei wird zwischen den kleinen Taxis (petit taxi) für innerstädtische Fahrten und den großen Taxis (grand taxi) für längere Fahrten nach Auswärts unterschieden. Die Preise sind vergleichsweise günstig und per Gesetz ist festgelegt, dass die innerstädtischen Petits Taxis über ein Taxameter (compteur) verfügen. Das heißt aber nicht unbedingt, dass diese auch funktionieren (insbesondere in Marrakech funktionieren diese für Touristen nie). Es ist darum beim Einsteigen darauf zu achten, dass der Fahrer das Taxameter auch einschaltet. Wenn er sich weigert, nimmt man einfach das nächste Taxi, diese sind ja zahlreich vorhanden. In kleineren Städten wie Essaouira oder Mohammedia gilt für Petits Taxis ein Festpreis, der im Taxi angeschrieben ist.

Auf langen Strecken ist es üblich, dass das Taxi anhält und wie ein Bus weitere Passagiere mitnimmt. Der Preis richtet sich in der Regel nach der Anzahl der Passagiere, der Länge der Strecke und ob man auch wieder zurückfährt. Als Faustregel kann man 25 dh pro Person für ein vollbesetztes Taxi für 60km rechnen. Grands Taxis sind normalerweise große Mercedesse, bei denen viele Fahrer im Wettstreit zu liegen scheinen, wer am meisten Extras und Verzierungen an den Wagen bekommt. Ein schön aufgemachtes Auto läßt oft auf einen guten Fahrer schließen. Grands Taxis sind neben Omnibussen oft die günstigsten Verbindungen um von Ort zu Ort zu fahren. Zu bedenken ist jedoch, dass diese Grands Taxis erst losfahren, wenn sich insgesamt 6 Passagiere (2 auf dem Beifahrersitz und 4 auf der Rückbank) eingefunden haben, die alle in die selbe Stadt wollen. Man kann allerdings auch mehrere Sitze bezahlen um in den Genuss von etwas mehr Komfort zu kommen.

Sprache

Hauptumgangssprache und Muttersprache knapp der Hälfte der Bevölkerung in Marokko ist "Darija", eine Kreolsprache, die häufig auch als arabischer Dialekt angesehen wird, aber für Araber aus dem Nahen Osten unverständlich ist. Hocharabisch ist Amtssprache und wird in den Schulen gelehrt.

Etwa 50-70% der Marokkaner sprechen einen den drei Berberdialekte im Land als Muttersprache. Unter dem Namen "Tamazight" wird zur Zeit vom königlichen Institut IRCAM eine einheitliches Hochberberisch geprägt und zunehmend in den Schulen eingeführt. In Städten wie Agadir sieht man zunehmend Geschäftsnamen und Werbung auch in der Berberschrift Tifinagh.

Französisch ist in Marokko verbreitete Zweit- und Bildungsssprache, die spätestens ab der 3. Grundschulklasse für alle Schüler gelehrt wird. Viele Marokkaner sprechen sehr gut Französisch, Grundkenntnisse in dieser Sprache sind weit verbreitet. Muttersprache ist es allerdings nur für eine sehr kleine Oberschicht.

Für Touristen genügen Deutsch und Englisch nur in den Touristenzentren. Wer das Land besser kennenlernen will, sollte Französisch oder Arabisch beherrschen. Im Norden (Tanger, Tétouan, Nador) ist auch spanisch verbreitet, da diese Gebiete früher spanisches Protektorat waren, die spanischen Enklaven in unmittelbarer Nachbarschaft liegen und spanisches Fernsehen dort sehr beliebt ist.

Kaufen

Die marokkanische Währung heißt Dirham. Ein Dirham (Dh, internationales Kürzel MAD) wird unterteilt in 100 centimes (c). Münzen gibt es zu 5c, 10c, 20c, 50c, 1 Dh, 2 Dh, 5Dh und 10 Dh. Scheine sind gestückelt in 10 Dh, 20 Dh, 50 Dh, 100 Dh und 200 Dh. Der Wechselkurs November 2007 beträgt ungefähr 1 Euro = 11,25 Dirham. Man sollte immer ausreichend Kleingeld dabei haben, da Leute oft keine 100 oder 200 Dh Scheine wechseln können.

Bankomaten finden sich in der Regel nahe der Touristenhotels und in den modernen Stadtvierteln an den Bankfilialen und Postämtern. Auf Souqs und in den Altstätten sind die eher selten zu finden. Nicht alle Bankautomaten akzeptieren ausländische Karten, also sollte man nach dem entsprechenden Logo (Maestro, Cirrus, Plus) Ausschau halten. Oft wird der Umtausch von Bargeld durch Einheimische angeboten. Dabei sollte man sehr vorsichtig sein und niemals größere Summen tauschen. Sicherer ist immer der Umtausch bei einer Bank.

Man sollte möglichst alle Dirham ausgeben bevor man zurück reist. Dirham werden nur in Marokko verwendet und sollten nicht ausgeführt werden. Der Rücktausch ist im Ausland selten möglich, und wenn, dann zu schlechten Kursen, z.B.in Deutschland bei der Reisebank.

Küche

Hassan-Turm in Rabat

Die marokkanische Küche hat international einen guten Ruf und ist für die unzähligen Gerichte, die arabische und koloniale Einflüsse verbinden, bekannt. Leider bieten die günstigen Restaurants oft nur eine kleinere Auswahl der reichhaltigen Küche, die überall ähnlich zu sein scheint. Es sollte als Europäer dringend auf die hygienischen Zustände geachtet werden. Siehe dazu auch weiter unter unter "Gesund bleiben"

Traditionelle Küche

  • Tajine ist wahrscheinlich das populärste marokkanische Gericht. Dabei handelt es sich um einen scharf gewürzten Fleischeintopf, der stundenlang in einem speziellen Tontopf geköchelt hat. Oft werden verschiedene Variationen angeboten, wie bspw. Hühnchen-Tangine mit Limonengras und Oliven oder Garnelen-Tagine mit einer scharfen Tomatensauce. In günstigen Restaurants kostet die Gerichte ungefähr 25 Dh.
  • Couscous ist ein in Nordafrika sehr verbreitetes Gericht.
  • Kaliya ist ein berbisches Gericht und besteht aus Lamm, Tomaten, Paprikas und Zwiebeln. Normalerweise wird Brot oder Couscous als Beilage serviert.
  • Pastilla (auch: B'stila) ist eine beliebte Delikatesse: zwischen dünnen Teigschichten wechseln sich Schichten aus süßem, gewürztem Fleisch (meist Lamm oder Huhn, besonders empfehlenswert ist Taube) und Schichten mit Mandelmasse ab. Der Teig wird auf Tellergröße zusammengelegt und nach dem Backen mit Puderzucker bestreut.
  • Harira, französisch soupe marocaine, ist eine leckere Suppe aus Linsen, Kichererbsen, Lamm, Tomaten und Gemüse. Dazu isst man gewöhnlich Datteln und Sesamkringel. Das Gericht kostet ungefähr 2,5-5 Dh.
  • Besara, auch Tamarakt genannt, ist eine traditionelle Suppe, die zum Frühstück serviert wird. Der Brei, der aus Brechbohnen und einem guten Schuss Olivenöl besteht, wird vormittags praktisch überall auf Märkten und in den Altstädten angeboten. Für 3-5 Dh bekommt man eine Schüssel Besara und etwas Brot.

In vielen Cafés und Restaurants bekommt man Frühstück (petit déjeuner) angeboten, das in der Regel aus einem Tee oder Kaffee, Orangensaft und einem Croissant oder Brot mit Marmelade besteht. Dafür sollte man ungefähr 10 Dh bezahlen.

Imbisse und Fastfood

Eine weitverbreitete Fastfoodkette in Marokko ist Rôtisserie chicken, wo man ein gebratenes viertel Huhn mit Pommes Frites und Salat schon für ungefähr 20 Dh bekommt. Dort bekommt man auch Sandwiches für ungefähr 10 Dh, die man aber auch an kleinen Ständen oft angeboten bekommt. Dabei handelt es sich um krosse Baguettes, die mit verschiedenen Füllungen zu haben sind: u.a. Tunfisch, Hühnchen und verschiedene Salate. Dazu kommen dann noch Pommes Frites in das Sandwich, und Mayonnaise oben drauf. Oft wird man auch von Straßenverkäufern angesprochen, die kleine Beutel mit Nüssen, dicke Bohnen oder Popcorn anbieten. Sehr beliebt ist auch das Schawarma, das man auch in Deutschland an libanesischen und marokkanischen Imbissständen bekommt. Die Pâtisseries(Konditoreien) bieten in der Regel ausgezeichnetes Gebäck, sowohl nach europäischer als auch nach marokkanischer Tradition.

Wer es nicht lassen kann, findet in allen großen Städten auch einen McDonalds, allerdings sind die Preise dort ähnlich wie in Europa. In Tanger gibt es auf dem Dach von McDonalds sogar romantische Candle-Light-Dinners.

Tee Marokko ist berühmt für seinen Atay (thé à la menthe), einen weißen Tee aufgebraut mit der besonderen marokkanischen Minze. Er gilt als belebend und dient vielen Marokkanern als Kaffeeersatz. Der Tee ist in Teehäusern ab 5 Dh zu haben.

Ausgehen

Marokko ist ein muslimisches Land, und so verzehrt die einheimische Bevölkerung mehrheitlich keinen Alkohol. In den modernen Vierteln der größeren Städte gibt es auch Bars die Alkohol ausschenken, allerdings oft zu überhöhten Preisen und teilweise in einer unangenehmen Atmosphäre: deutlicher Männerüberschuss und zwielichtiges Ambiente. Größere Supermärkte - vor allem die Kette Marjane hat sich einen Namen gemacht - haben einen speziellen Bereich, in dem man Alkoholika kaufen kann. Man wird dann gebeten, durch einen extra Ausgang den Laden zu verlassen. Touristen, die mit Alkohol die normalen Kassen benutzen, erregen immer wieder den Unmut der Mitarbeiter. Auf den Hauptverkehrsadern der größeren Städte finden sich teilweise auch spezielle Alkoholgeschäfte, z. B. in Meknès oder Tétouan.

Leichter hat man es da mit dem "Marokkanischen Whiskey", wie der Minztee (französisch thé de menthe, arabisch atay nanna) scherzhaft bei den Einheimischen heißt. Der Tee wird aus chinesischem Grünen Tee hergestellt, der mit einigen Minzblättern und unglaublich viel Zucker versetzt wird. Der Tee ist ein Nationalgetränk und wird von Einheimischen überall und zu jeder Tageszeit getrunken. Ein Glas kostet ungefähr 5 Dh.

Ein weiteres Nationalgetränk ist Kaffee, den man in jedem Café oder Restaurant bekommt. Der Kaffee wird meist mit viel Milch und Zucker serviert. Eine Tasse kostet ungefähr 5 Dh. Die französischen Kaffeebezeichnungen werden in der Regel verstanden: z.B. café au lait, café casse, usw.

Sehr weit verbreitet sind in Marokko auch Fruchtsaftstände, an denen man verschiedene frischgepresste Fruchtsäfte bekommt. Ein Glas frisch gepresster Orangensaft kostet ungefähr 2,50 Dh.

Unterkunft

In Marokko finden sich Hotels aller Preisklassen und Ansprüche. Internationale Hotelketten mit gehobenem Standard, wie bspw. Hyatt oder Sheraton, finden sich in den moderneren Vierteln der größeren Touristenstädte. In kleineren Städten finden sich oft exquisite Gasthäuser, meist palastartige Marokkanische Stadthäuser, (riads), die in Boutique-Hotels umgewandelt wurden.

Am anderen Ende der Preisskala befinden sich Jugendherbergen, die in allen größeren Städten vorhanden sind. Ein Bett im Schlafsaal kostet ungefähr 50 Dh. Die günstigsten Herbergen und Hostels bieten Einzelzimmer ab 65 Dh an, und sind oft in den alten und historischen Innenstädten. Diese Häuser können oft sehr einfach sein und haben teilweise keine Dusche oder heißes Wasser, manchmal muss man dafür auch extra bezahlen (ca 5-10 Dh). Wenn keine Dusche vorhanden ist, kann man oft auf ein nahegelegenes hamman (öffentliches Badehaus) ausweichen.

Neuerere, sauberere und etwas teurere Hostels und kleine Hotels finden sich meist außerhalb der historischen Stadtkerne. Ein Einzelzimmer gibt es hier ab 75 Dh. Zimmer mit eigener Dusche sind etwas teurer.

Die Hotels in den Medinas haben oft schöne Dachterassen, auf denen man auch schlafen kann. Dies bietet sich vorallem an, wenn es zu heiß in den unklimatisierten Zimmern wird. Wenn man kein Zimmer braucht, kann man für ungefähr 25 Dh eine Matratze auf dem Dach mieten.

Auch für Campingfreunde bietet Marokko in vielen Städten und Orten Alternativen zu Hotels und Herbergen an. Die Campingplätze haben sehr unterschiedlich Standards, sind oft mit Wasser und Strom versorgt und haben ein gelegentlich ein kleines Café. Allerdings benötigt man in der Regel ein eigenes Auto bzw. Taxi, um die An- und Abreise zu den Campingplätzen zu organisieren, da diese meist abgeschieden liegen. In ländlichen Gegenden haben die Einheimischen oft keine Einwände, wenn man auf ihrem Grund zeltet, man sollte aber in jedem Falle vorher um Erlaubnis fragen.

Lernen

Wer in Marokko studieren oder lernen möchte, wird sich in der Regel für einen arabischen oder französischen Sprachkurs interessieren. In allen großen Städten gibt es solche Kurse, und bei manchem Programmen hat man sogar die Möglichkeit, für einige Zeit bei einer arabischen Gastfamilie zu wohnen.

  • Das The Institute for Language Communication Studies in Rabat bietet Intensivkurse ab 3.000 Dh an. Adresse: 29 Oukaimeden Str., Agdal. Tel (37) 67 59 68, Fax (37) 67 59 65, Email ilcs.adm@ilcs.ac.ma, http://www.ilcs.ac.ma.
  • Am The Arabic Language Institute in Fès kann man verschiedene Kurse in marokkanischem Arabisch und modernem standardisiertem Arabisch belegen. Adresse: B.P. 2136, Fès 30000, Morocco. Tel (55) 62 48 50, Fax (55) 93 16 08, Email alifez@menara.ma.
  • Das Dar Loughat, (Web: www.cclc-morocco.org, email: info@cclc-morocco.org, tel: ++212 66 68 77 88) was übersetzt soviel wie Haus der Sprachen heißt, bietet Sprachkurse in Arabisch in netter und akademischer Atmosphäre. Die Schule liegt im Zentrum von Tetouan.
  • Die Al Akhawayn Universität (Web: www.aui.ma) in Ifrane bietet Austauschstudenten Kurs in 6 verschiedenen Arabisch-Leveln, sowie verschiedene Französischkurse, sowie einen Kurs in marokkanischen Dialekt Darija, der allerdings Grundkenntnisse in Wort und Schrift des modernen Hocharabisch voraussetzt. Auf dem Campus der Universität gibt es Studentenwohnungen.

Arbeiten

Klarkommen

In Marokko wird das metrische System für Gewichte und Distanzen verwendet. Neuere Gebäude haben 220V / 50 Hz Stromversorgung, ältere bieten teilweise nur 110V / 50 Hz Anschlüsse. Teilweise sind die Anschlüsse auch gemischt, so dass man bei Unsicherheit nachfragen sollte. Die Stecker entsprechen den französischen / tschechischen. Schmale Stecker und Notebooknetzteile aus Deutschland funktionieren in der Regel ohne Probleme.

Marokkanische Toiletten, sogar die in Restaurants oder Hotels, haben in der Regel kein Klopapier. Deswegen sollte man sich eine Toilettenrolle kaufen und immer Taschentücher dabei haben. Hotels haben meist keine Handtücher für die Gäste. Etwas vorsichtig sollte man beim Einkauf sein, und nicht allzu deutlich gestikulieren, wenn man kein Französisch oder Arabisch spricht.

Auch geringe Arabischkenntnisse werden von den Marokkanern mit mehr Offenheit belohnt. Wer die Zahlen kann, hat gute Chancen einen besseren Preis zu erzielen als mit Französisch oder anderen Sprachen.

Beim Einkaufen empfiehlt es sich, sich vorher zu informieren, was ein Gegenstand wert ist, andernfalls gestaltet sich das in Marokko obligatorische Feilschen um den Preis schwierig.

Sicherheit

Wie bei jeder Reise sollte man immer nach gesundem Menschenverstand handeln:

  • Dunkle Gassen vermeiden
  • Wann immer möglich in Gruppen reisen, wenn man wenig Reiseerfahrung hat
  • Geld und den Ausweis in einer gesicherten Innentasche oder im Hotelsafe aufbewahren
  • Rucksäcke und Taschen immer mit sich führen. Immer sicherstellen, dass nichts Wichtiges in den Außentaschen ist.

Frauen, die alleine unterwegs sind, sehen sich häufig Belästigungen ausgesetzt. Normalerweise beschränkt sich das auf Hinterherpfeifen und unfreundliches Zischen. Nicht selten wird aber auch penetrant versucht, ausländische Frauen in Gespräche zu verwickeln. Man sollte sich nicht genötigt sehen, freundlich zu bleiben. Eine marokkanische Frau würde niemals ein solches Verhalten dulden. Dunkle Sonnenbrillen machen es einfacher, Augenkontakt zu vermeiden. Möchte jemand partout nicht mehr von der Seite weichen, sollte man nach Familien, vollen Geschäften Ausschau halten oder zur Not eine einheimische Frau um Hilfe bitten. Wenn man es irgendwie vermeiden kann, sollten Frauen nicht alleine durch Marokko reisen. Wenn man möchte, kann man ein Kopftuch tragen, generell ist dies aber nicht nötig. Auch viele marokkanische Frauen, besonders in Städten wie z.B. Marrakech, tragen kein Kopftuch. Frauen sollten aber mehr als Männer auf eine konservative und geschlossene Kleidung achten. Darüber hinaus werden Frauen, die alleine ins Nachtleben und die Bars gehen, von den Einheimischen oft für Prostituierte gehalten, die Kunden suchen.

Schusswechsel zwischen Regierungstruppen und der Polisario Front in der Westsahara kommen weniger häufig als früher, aber immer noch vor. Man sollte dort nicht zu weit von den Touristenrouten abweichen und stets in Erinnerung behalten, dass in der Region unzählige Minen vergraben wurden.

In den Städten rund um das Rif-Gebirge, besonders in Tétouan und Chefchaouen, wird Reisenden oft kif (Marihuana) angeboten. Manche der Dealer verkaufen die Droge nur, um hinterher den Touristen bei der Polizei verpfeifen. Dafür werden sie an der Baksheesh-Zahlung, mit der man sich bei der Polizei wieder freikauft, beteiligt. Ein anderer beliebter Trick ist es, erst die Kundschaft in Rausch zu versetzen und dann Heu in Plastikbeutelchen zu verkaufen.

Unangenehm ist ein Trick, den Fahrscheinkontrolleure anwenden, um etwas Geld nebenher zu verdienen. Dem Touristen wird erklärt, sein Ticket sei ungültig oder irgendetwas stimme damit nicht. Vor Fahrtbeginn sollte man sich also vergewissern ein ordentliches Ticket erworben zu haben. Im Falle, dass man Probleme mit dem Schaffner bekommt, sollte man darauf bestehen, die Angelegenheit mit dem Stationsleiter des Zielbahnhofs zu besprechen.

In touristischen Gebieten finden sich auch unzählige falscher Tourguides, die Rundgänge durch die Altstadt, den Weg zu "günstigen" Handwerksläden oder sogar zu einem Drogendealer anbieten. Oft sind diese Männer harmlos, aber selbstverständlich sollte man nie Drogen oder andere Produkte akzeptieren. Man sollte klar machen, dass man an ihren Diensten nicht interessiert ist. Wenn sie zu aufdringlich werden, sollte man nach einem Taxi Ausschau halten, ein Teegeschäft oder irgendeinen Laden betreten - dann verscheucht der Besitzer meist den Guide. Wenn man einen solchen Guide für eine Führung anheuert - oft sind sie günstiger als die offiziellen Führer - sollte man den Preis in jedem Falle vorher fest vereinbaren und aufschreiben. Daneben sollte man deutlich machen, dass man kein Interesse an Shopping hat.

Gesund bleiben

Es werden keine speziellen Impfungen für Marokko benötigt, aber man sollte sich trotzdem vor der Abreise erkundigen, ob es zu Krankheitsausbrüchen gekommen ist, die eine Impfung erforderlich machen. Generell schadet eine Tetanus Impfung nicht, und wer plant, außerhalb von Restaurants zu essen, sollte über eine Hepatitis A Impfung nachdenken.

Beim Verzehr von Essen und Getränken sollte man einige Dinge beachten: Früchte, oder Gemüse, welches nicht gepellt wurde, sollte man nicht roh essen. Essen, das nicht frisch zubereitet wird (z. B. Buffet), sollte man meiden. Selbst gekochtes oder gebratenes Essen ist aber dennoch häufig ein Problem, daher sollte darauf geachtet werden, dass es zumindest sehr gut durchgegart ist. Wasser nur aus Flaschen und nicht vom Wasserhahn trinken und auf Eiswürfel verzichten.

Als Schuhwerk empfehlen sich offene Schuhe, da bei Temperaturen von über 40C in den Sommermonaten geschlossene Schuhe unerträglich sind.

Im Norden an der Küste besteht vereinzelt die Gefahr von Malaria. Man sollte sich hier gegen Mückenstiche schützen. Es empfiehlt sich eventuell vor Abreise mit einem Tropenarzt bezüglich des Malariaproblems zu sprechen.

Respekt

Insbesondere Frauen, aber auch generell sollte man sich konservativ und geschlossen kleiden. Knappe Kleidung sollte man abseits des Strands vermeiden. Die Achseln und die Knie sollten bedeckt sein. Aufgrund der Hitze empfiehlt es sich sowieso, lange Ärmel und luftige weite Hosen zu tragen.

Zur Begrüßung küsst man sich unter Freunden und in der Familie zweimal auf die Wange. Wenn man das Gegenüber lange nicht gesehen hat, küsst man sich viermal auf die Wange. Das gilt allerdings nur für das gleiche Geschlecht! Ansonsten gibt man sich die Hand. Wer Respekt und Herzlichkeit ausdrücken möchte, führt nach dem Handschlag die rechte Hand zum Mund oder zum Herzen. Die gleichen Regeln gelten für die Verabschiedung. In Geschäften und Cafes wird bei gemischtgeschlechtlichen Touristengruppen nahezu nur der Mann vom Personal beachtet, während der Frau maximal eine untergeordnete Rolle zukommt. Bestellungen werden daher stets vom Mann erwartet.

Die linke Hand wird in der islamischen Religion als unrein betrachtet. Deshalb sollte man alle Tätigkeiten möglichst mit der rechten Hand durchführen, sogar wenn man Linkshänder ist. Insbesondere Geld mit der linken Hand zu reichen gilt als beleidigend.

Obwohl man sich in Marokko uneins ist über den König und seine Herrschaft, wird in Marokko in der Öffentlichkeit Loyalität und eine devote Haltung gegenüber dem Königshaus erwartet. Überall trifft man auf Fotos und Abbildungen des Königs, sei es im öffentlichen Leben oder im seltener auch privaten Bereich. Majestätsbeleidigung ist ein Verbrechen, das mit Gefängnisstrafe geahndet wird. Man sollte also seine eventuellen Ressentiments gegenüber der marokkanischen Monarchie oder Monarchie im Allgemeinen für nach der Reise aufheben.

Kommunizieren

Telefon

Öffentliche Fernsprecher finden sich in den Innenstädten. Daneben gibt es häufig private Telefongeschäfte (auch teleboutiques oder telekiosques genannt), von denen man telefonieren kann. Für Verbindungen ins Ausland muss man 00 wählen, gefolgt vom Ländercode. Internationale Gespräche sind sehr teuer. Unter Umständen kann es sich schon lohnen in die spanischen Exklaven zu gehen, wenn man viele Auslandsgespräche zu tätigen hat. Oder man holt sich z.B. die Prepaid Karte von Mobile IAM, genannt "Carte Jawal", diese ist für 20-30 DH mit 10 DH Guthaben in den meisten Geschäft mit Maroc Telecom Logo ohne Vorlage eines Ausweises zu haben. Damit kann man in ganz Marokko quasi umsonst angerufen werden und dann unter einer marokkanischen Handynummer erreichbar und nur der Anrufer bezahlt Gebühren. Ein Handygespräch im Inland kostet ca. 4 DH. Eine SMS 1 DH. GPRS ist nur mit Mobilfunkverträgen nach einer Freischaltung möglich.

Wichtige Telefonnummern in Marokko sind: Polizei: 19. Feuerwehr: 15. Straßennotruf: 177. Information: 160. Internationale Information: 120. Telegramme und Telefon: 140. Intercity: 100.

Das GSM Handynetz in Marokko wird durch zwei Betreiber abgedeckt: Meditel und Mobile IAM. Prepaidkarten werden für beide Netze angeboten. Weitere Infos zur Netzabdeckung und Roamingpartnern findet man unter GSM-World. GPRS ist mittlerweile auch möglich. UMTS soll ab 2007 möglich sein. Über EDGE gibt es momentan noch keine Infos.

Für längeren Aufenthalt bzw. für Wüstentouren empfiehlt sich ein Satellitentelefon der Thuraya Satellite Telecommunications Co. Geräte können in fast allen europäischen Ländern geliehen werden.

Post

Grundsätzlich gilt die marokkanische Post als zuverlässig. Sendungen nach Europa brauchen aber teilweise mehrere Wochen. In größeren Städten besteht die Möglichkeit, gegen eine kleine Gebühr postlagernde Sendungen zu empfangen. Für das Abholen der Post wird dann ein Ausweis benötigt.

Pakete und Frachtsendungen werden am Postschalter erst untersucht, bevor man eine Sendung abschicken kann. Erst nach dem Check sollte man das Paket zu kleben.

Email und Internet

Internetcafés sind in den Städten und Touristenorten weit verbreitet. Die Internetcafés haben in der Regel lange am Abend geöffnet. Eine Stunde kostet in Wohnvierteln 3-5 dh, in Innenstädten sind auch bis zu 8 dh akzeptabel. Oft sind sie neben einem Telekiosque gelegen. Häufig sind sie auch am Schild Cybercafé zu erkennen. Im Norden sind die Cafés allgemein besser ausgestattet und warten mit größeren Verbindungsgeschwindigkeiten auf als in den ländlichen Gegenden. In den meisten Internetcafés kann man auch drucken oder CDs brennen.

Seit 2004 gibt es in allen größeren Städten ADSL mit bis zu 1024KBit/s Downloadgeschwindigkeit. Ebenso wurden Ende 2004 WLANs zugelassen. ADSL Geschwindigkeiten mit bis zu 4096KBit/s sind seit Ende 2005 möglich. Die Zahl der ADSL Anschlüsse zu diesem Zeitpunkt betrug ca. 220000 mit einer Zunahme von über 13000 Einheiten pro Monat.

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