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Madrid: Unterschied zwischen den Versionen

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Der internationale Verkehrsflughafen der spanischen Hauptstadt ist der '''[http://www.aena.es/csee/Satellite?pagename=Estandar%2FPage%2FAeropuerto&c=Page&Language=EN_GB&MO=0&SMO=-1&recortar=0&nombreSelect=vaereo&SiteName=MAD%26cid%3D1049727006353 Aeropuerto de Madrid Barajas (MAD)]''' etwa 12 km nordöstlich des Zentrums. Er ist einer der größten und wichtigsten Flughäfen Europas und besteht aus den Terminals ''T1, T2'' und ''T3'' (gemeinsame Metrostation ''Aeropuerto T1-T2-T3'') sowie dem neuen Terminal ''T4'' (Schengen) und dessen Satelliten ''T4S'' (Non-Schengen) weiter nördlich (eigene Metrostation ''Aeropuerto T4'').
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Der internationale Verkehrsflughafen der spanischen Hauptstadt ist der '''[http://www.aena.es/csee/Satellite?pagename=Estandar%2FPage%2FAeropuerto&c=Page&Language=EN_GB&MO=0&SMO=-1&recortar=0&nombreSelect=vaereo&SiteName=MAD%26cid%3D1049727006353 Aeropuerto de Madrid Barajas (MAD)]''' etwa 12 km nordöstlich des Zentrums. Er ist einer der größten und wichtigsten Flughäfen Europas und besteht aus den Terminals ''T1, T2'' und ''T3'' (gemeinsame Metrostation ''Aeropuerto T1-T2-T3'') sowie dem neuen Terminal ''T4'' (Schengen) und dessen Satelliten ''T4S'' (Non-Schengen) weiter nördlich (eigene Metrostation ''Aeropuerto T4''). Folgende Fluggesellschaften fliegen Madrid-Barajas aus dem deutschsprachigen Raum direkt an:
  
Folgende Fluggesellschaften fliegen Madrid-Barajas aus dem deutschsprachigen Raum direkt an:
 
 
*[http://easyJet.com '''easyJet'''] aus Basel und Berlin-Schönefeld ''(Terminal T1)''
 
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*[http://ryanair.de '''Ryanair'''] aus Frankfurt-Hahn ''(endet Ende Oktober 2012)'' und Weeze ''(endet Ende Oktober 2012)'' ''(Terminal T1)''
 
 
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<small>* Madrid ist Zwischenstation auf der Strecke von Frankfurt am Main nach Santiago de Chile</small>
 
<small>* Madrid ist Zwischenstation auf der Strecke von Frankfurt am Main nach Santiago de Chile</small>

Version vom 27. Dezember 2012, 20:22 Uhr

Madrid
Plaza Mayor
Lage
Lage von Madrid
Madrid
Madrid
Kurzdaten
Bevölkerung: 3.265.000
Koordinaten: 40° 24' 59" N, 3° 42' 0" W 
Website: offizielle Website von Madrid




Madrid ist eine große Stadt, die wir in Stadtteilartikel aufgeteilt haben. Dort gibt es evtl. genauere Informationen und umfangreichere Listen!


Madrid ist die Hauptstadt von Spanien. Mit seinen knapp 3,3 Millionen Einwohnern ist Madrid die viertgrößte Metropole der Europäischen Union.

Inhaltsverzeichnis

Stadtteile

Madrid ist erst recht spät eine wirkliche Metropole und Großstadt geworden, weshalb es noch einen recht kleinen und beschaulichen Altstadtkern gibt, der früher einmal ein ganzes Königreich regierte. Dieses Altstadtgebiet - zweifellos das interessanteste in Madrid - lässt sich grob in sechs Stadtviertel aufteilen:

  • Huertas - Das ehemalige Literatenviertel. Heute vor allem abends und nachts um die Plaza de Santa Ana eine Reise wert.
  • La Latina - Klein, verschlafen - mediterran schön.
  • Malasaña - Um die Plaza del Dos de Mayo versammelt sich nachts die etwas alternativere Szene im Zentrum.
  • Chueca - Hier trifft sich vor allem die Homosexuellenszene.
  • Lavapiés - Das "Kreuzberg" von Madrid.
  • Moncloa - Stadtteil im nördlichen Zentrum, viele Studenten durch Nähe zum Unigelände

Hintergrund

Klima

Kontinental, trocken und bisweilen extrem. Im Sommer heiß und im Winter kalt. Gemäßigte Temperaturperioden wie die deutschen Jahreszeiten Frühjahr und Herbst gibt es hier nicht, sondern nur "sol o sombra" (Sonne oder Schatten). Gelegentlich regnet es, Schnee gibt es in der Stadt jedes Jahr.

Sprache

In Madrid wird das "richtige" Spanisch (Castellano) gesprochen - allerdings in einer Geschwindigkeit, die viele Ausländer überfordert. Fremdsprachenkenntnisse sind selbst unter jungen Leuten nicht weit verbreitet; hier zeigt sich, dass die Diktatur doch erst 30 Jahre vorbei ist. In den Touristenvierteln sprechen allerdings viele einige Brocken Englisch, so dass eine Verständigung soweit möglich ist, dass niemand verhungern muss - zumindest, wenn die in diesen Gebieten vorhandene englischsprachige Karte zu Hilfe genommen wird.

Die meisten Leute sind aber offen gegenüber Versuchen von Ausländern, Spanisch zu sprechen. Es ist sehr empfehlenswert, zumindest einige Grundlagen Spanisch zu können.

Anreise

Flugzeug

Der internationale Verkehrsflughafen der spanischen Hauptstadt ist der Aeropuerto de Madrid Barajas (MAD) etwa 12 km nordöstlich des Zentrums. Er ist einer der größten und wichtigsten Flughäfen Europas und besteht aus den Terminals T1, T2 und T3 (gemeinsame Metrostation Aeropuerto T1-T2-T3) sowie dem neuen Terminal T4 (Schengen) und dessen Satelliten T4S (Non-Schengen) weiter nördlich (eigene Metrostation Aeropuerto T4). Folgende Fluggesellschaften fliegen Madrid-Barajas aus dem deutschsprachigen Raum direkt an:

  • easyJet aus Basel und Berlin-Schönefeld (Terminal T1)
  • Iberia aus Berlin-Tegel, Düsseldorf, Frankfurt am Main, München, Wien und Zürich (Terminal T4)
  • LAN Airlines aus Frankfurt am Main* (Terminal T4S)
  • Lufthansa aus Frankfurt am Main, München, Düsseldorf und Hamburg (Terminal T2)
  • NIKI aus Wien (Terminal T1)
  • SWISS aus Zürich (Terminal T2)

* Madrid ist Zwischenstation auf der Strecke von Frankfurt am Main nach Santiago de Chile

Der Flughafen ist mit der Linie 8 der Metro Madrid (ca. 30 Min.) sowie der Buslinie 200 (Terminal T1-T4) zu erreichen. Ebenfalls empfehlenswert ist die Busverbindung Exprés Aeropuerto, die im Viertelstunden-Takt zwischen den Terminals 1, 2 und 4 und dem Atocha-Bahnhof verkehrt.

Das Metroticket kostet vom Flughafen in die Innenstadt 5,00 € (Stand: November 2012). Man kann beliebig oft umsteigen. Vorsicht bei der Rückfahrt: Man muss ebenfalls ein 5,00 Euro Ticket kaufen (Einzelfahrt 2,00 € + 3,00 € Flughafen Zuschlag). Bei der Ankunft am Flughafen wird das Ticket wieder kontrolliert, sonst kommt man nicht durch das Drehkreuz. Also 5,00 €-Ticket kaufen und bis zum Flughafen aufheben. Besitzer einer Zehnerkarte müssen eine Zusatzkarte für 3,00 Euro erwerben.

Stadtplan, Metro-Plan, Telefonnummern von Hostels etc. bekommt man bei der Metro-Info in Terminal T4 im untersten Stockwerk.

Bahn

Natürlich existieren Verbindungen mit der Bahn nach Madrid. Die genauen Preise muss man in Deutschland aber an den Schaltern oder besser einem spezialisierten Reisebüro wie dem "Kopfbahnhof" erfragen, da sie weder im Internet noch an Automaten verfügbar sind.

Man kann auch bis Paris mit dem Nachtzug-Sonderangebot der Deutschen Bahn AG fahren (ab 29 Euro) und die Fahrkarte für den Nachtzug von Paris bis Madrid online bei der französischen SNCF kaufen (ca. 70 Euro). So kommt auch noch ein netter Tag in Paris bei raus.

Alternativ kann man auch tagsüber mit TGV, THALYS oder ICE nach Paris reisen und dann umsteigen. Günstige Preise sind online im Voraus verfügbar. Informationen zum Nachtzug Paris-Madrid gibt es hier [1].

Bus

Von Deutschland aus zum Beispiel mit Deutsche Touring (Tochter der Deutschen Bahn AG).

Auto

Madrid ist nicht nur das politische, das kulturelle und das geographische Zentrum von Spanien, sondern auch das verkehrstechnische. Es gibt ein fast spinnennetzförmig angelegtes Autobahnnetz in Spanien, dessen "Streben" sternförmig in Madrid zusammenlaufen. Um Madrid herum existieren Ringautobahnen (z.B. M30, M40), die es erleichtern an den gewünschten Ort innerhalb Madrids zu gelangen.

Dieses Netz ermöglicht es aus fast jeder Ecke Spaniens die Hauptstadt in wenigen Stunden zu erreichen. Da die Straßen Madrids aber fast immer verstopft sind und der Fahrstil der Madrilenen für manchen Deutschen gewöhnungsbedürftig ist, empfiehlt es sich, auf das Auto im Stadtverkehr zu verzichten.

Parken ist am Besten (wenn auch nicht immer am Billigsten) in Parkhäusern, zu denen oft gute Beschilderungen führen. Das Parken auf der Straße kann mitunter sehr teuer werden wenn man in einer Zona Verde parkt, einer zeitlich begrenzten Zone. Diese Zonen sind u.a. an der Parkstreifenbemalung zu erkennen: ist sie grün, darf man nur eine gewisse Zeit dort parken. Das Gleiche gilt auch für Behindertenparkplätze, die oft nur durch ein nicht sofort sichtbares Schild gekennzeichnet sind. Überschreitet man diese Parkzeit und hat das Pech von der Verkehrspolizei einen Strafzettel zu bekommen, sollte man sich auf Summen von bis zu 90 € gefasst machen. In den Zona Azules dagegen (blaue Parkstreifenbemalung) kann ohne Zeitlimit geparkt werden.

Mobilität

Madrid besitzt ein sehr gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz.

Man hat die Möglichkeit, mit der Metro, dem Bus, den unterirdischen Nahverkehrszügen (Cercanías) und dem Taxi zu fahren. In Madrid trifft man fast keine Fahrräder an.

Die touristisch interessanten Ziele sind meist zu Fuß zu erreichen - so sieht man etwas von der Stadt, und ohnehin gibt es zwischen Palacio Real im Westen und Retiro im Osten alle paar Meter etwas zu sehen.

Metro und Bus

Das enge Metronetz von Madrid kann man hier einsehen.

Busse fahren bis ca. 22.30 Uhr und die letzte Metro startet um 1.30 Uhr. Morgens beginnt der Verkehr wieder um ca. 6.00 Uhr. Nachts gibt es die Möglichkeit Nachtbusse zu nutzen. Eine Netzkarte findet man an der Rückseite jeder Bushaltestelle. Die Züge fahren alle 5 Minuten oder sogar in noch geringerem Takt.

Die Preise sind moderat und für Bus und Metro gleich, man kann sie also in beiden Verkehrsmitteln benutzen.

  • Einzelfahrt Zone A: 1,50 € (5 Stationen), jede weitere Station kostet 0,10 € mehr maximal jedoch 2,- €
  • Gesamtnetz: 3,- €, Zuschlag für Linie zu Aeropuerto 3,- €
  • Zehnerkarte (10 viajes) Zone A: 12,20 €, Gesamtnetz: 18,30 € (Stand 2012)
  • Touristenabos (beliebig viele Fahrten im angegebenen Zeitraum, Kinder unter 11 zahlen die Hälfte), inklusive Zuschlag für Linie 8 zu Aeropuerto
    • 1 Tag: 8,- €
    • 2 Tage: 13,40 €
    • 3 Tage: 17,40 €
    • 5 Tage: 25.40 €
    • 7 Tage: 33,40 €

Kaufen kann man die Einzelkarten sowohl in den Metrostationen als auch in den Bussen. Zehnerkarten können an den Schaltern der Metro und bei den Estancos ("Tabaco-Läden") gekauft werden, während die Touristenabos nur gegen Vorlage eines Ausweises bei den Schaltern der Metro erworben werden können (Kauf ist auch am Automaten möglich - Ausweisnummer eintragen).

Für längere Aufenthalte sind die Monatskarten (Abono mensual) zu empfehlen, die man nur bei den Estancos gegen Vorlage des Ausweises und eines Lichtbildes erwerben kann. Die Jugendabos (Abono joven) können auch dort beantragt werden und werden per Post oder über den Estanco zugestellt. Dafür braucht man noch eine Kopie des Ausweises. Die Ausstellung dauert zwischen 2 Tagen und 3 Wochen.

Tipp: Nicht-Spanienkennern sei gesagt, dass die Busse nur halten, wenn man ihnen ein Handzeichen gibt. So ist es außerdem auch die Regel sich an großen Bushaltestellen schon beim Warten in einer Reihe aufzustellen.

Nachtbusse

Auf Spanisch: nocturnos. Die Linien verlaufen anders als die Taglinien und sind ebenfalls auf den Plänen der Bushaltestellen nachzulesen: Jede Nachtlinie hat ein N vor der Zahl geschrieben. Die Linien verlaufen sternförmig von der Plaza de Cibeles aus (westlich der der Puerta del Sol) und fahren an Wochenendabenden fast alle 10-15 Minuten ab, unter der Woche alle 30-45 Minuten. Sie verkehren die ganze Nacht und kosten nicht mehr als normale Busse oder die Metro. Seit 2006 fahren an den Wochenenden zusätzlich zu den normalen Nachtbussen alle 15 bis 20 Minuten "BuhoMetro"-Busse, deren Linienverlauf sich an den normalen Metro-Linien orientiert.

Cercanías

Es gibt wenige Cercanías-Bahnhöfe innerhalb Madrids (Atocha, Sol, Recoletos, Chamartín), dafür sind sie aber teilweise die einzige Möglichkeit um aus den Vorstädten in die Innenstadt zu kommen. Die Cercanías gehören zur nationalen Eisenbahn Renfe.

Taxi

Die offiziellen Taxis sind weiß mit einem roten Streifen an der Seite und dem Wappen der Stadt versehen. Die Taxipreise sind im Vergleich zu den Preisen in Deutschland äußerst günstig und betragen ca. ein Drittel der deutschen Preise. Hier sind einige Beispiele:

  • Barajas (Flughafen) - Puerta del Sol (Zentrum): ca. 30 € (15km)
  • Puerta del Sol - Goya: ca. 5,50 € (3km)

Sollte es Anlass zu einer Beschwerde geben, muss dem Fahrgast vom Taxifahrer ein Beschwerdezettel ausgehändigt und die Taxinummer mitgeteilt werden. Die Beschwerde kann dann im Ayuntamiento (Rathaus) eingereicht werden.

Fahrrad

Auf den ersten Blick mag es einem lebensgefährlich erscheinen in Madrid mit dem Rad unterwegs zu sein. Doch mit einem gewissen Überblick über kleine und ruhige Alternativstraßen lässt sich selbst Madrid sehr flott und sicher durchqueren. Sehr gute Karten dieser 'Calles tranquillas', einschließlich aller Radwege finden sich auf www.enbicipormadrid.es.

Sehenswürdigkeiten

Typischer Sonntag im Retiro Park
  • Jardines del Buen Retiro Madrids grüne Lunge. Schön und sehr unterschiedlich gestaltet. Zum Bootfahren entweder einige Stunden Wartezeit mitbringen oder an einem Wochentag kommen.

Bauwerke

  • Palacio Real Der Königspalast, am westlichen Ende der Innenstadt.
  • Puente de Segovia Schöne Brücke, etwas südlich des Palacio Real.
  • Teleferico Seilbahn in den Park Casa de Campo. Wunderbarer Blick auf die Stadt, u.a. mit dem Palacio Real, und in die Häuser neben dem Teleferico. Es empfiehlt sich, gleich Hin- und Rückfahrt (knapp 5 €) zu kaufen.
  • Plaza Mayor Muss man gesehen haben, auch wenn man sich über seine Schönheit streiten kann. Nette Blicke gibt es allerdings von seinen Ausgängen in einige der kleinen abgehenden Straßen.
  • Bahnhof Atocha Der moderne Teil des wichtigsten Bahnhofs Madrid ist von dem spanischen Architekten Rafael Moneo (Träger des Pritzker Architekturpreises 1996) 1992 erweitert worden. Die "Säulenhalle" ist ein spannendes Beispiel moderner spanischer Architektur. Dazu ist die sehr schöne historische Bahnhofshalle zu einem Botanischen Garten mit tropischen Pflanzen, Schildkröten-Teich und Cafés umgebaut. Der Besuch bei den Schildkröten (tortugas) lässt sich gut mit dem Besuch des Retiro-Parks und des Museo Reina Sofia verbinden.
  • Palacio de Cristal Kleiner Palast im Retiro-Park, besteht - abgesehen vom Eingang - nur aus Glas.

Museen

  • Museo del Prado (es, en), Paseo del Prado - Der Prado, nicht nur Madrids bekanntestes Museum, sondern auch eines der größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt, bietet fast alles, was die Kunst bis 1850 zu bieten hatte. Geöffnet täglich von 9 - 20 Uhr. Montags geschlossen. Der Eintritt kostet 12 € (6 € ermäßigt). Es gibt sehr viele Ausnahmeregelungen für Studenten, Rentner etc. Das Museum wurde 2008 mit einer Neuerweiterung des spanischen Architekten Rafael Moneo erweitert. Ab 18:00 Uhr ist an jedem Öffnungstag der Eintritt in den Prado frei.
  • Museo Reina Sofía (es, en) (Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, MNCARS). Ein bedeutendes Museum der modernen Kunst, das 2005 um einen modernen Erweiterungsbau des französischen Architekten Jean Nouvel erweitert wurde. Geöffnet täglich außer dienstags von 10 bis 21 Uhr, sonntags bis 14.30 Uhr. Zahlen muss man 6 € pro Person, 3 € ermäßigt. Samstags ab 14.30 Uhr und den ganzen Sonntag ist freier Eintritt. Wichtigstes Werk ist hier Picassos "Guernica".
  • Museo Thyssen-Bornemisza (es, en), Paseo del Prado. Die Privatsammlung bietet zusammen mit der "Colección Carmen Thyssen-Bornemisza" eine Sammlung bedeutender Kunstwerke (ca. 800) quer durch die Jahrhunderte, die man täglich außer montags von 10 - 19 Uhr besichtigen kann. Der Eintritt kostet 9,00 € (ermäßigt 6,00 €) (Stand: November 2012).

Kultur

  • La Casa Encendida (es, en), eine von der caja madrid (Sparkasse Madrid) geförderte Kultureinrichtung mit Ausstellungen, Workshops, Konzerten, Theaterstücken und Video/Filmen.

Aktivitäten

Einkaufen

Für die tägliche Versorgung mit Wasser, Kaugummi und anderen Grundnahrungsmitteln sind im Zentrum vor allem die sogenannten Chinos zu empfehlen - kleine Geschäfte ("Alimentacion y frutos secos"), die, wie der Name schon sagt, meist von Chinesen betrieben werden und auch nachts geöffnet haben. Supermärkte dagegen gibt es in den Touristengegenden wenige, und zudem sind sie manchmal recht unaufdringlich und übersehbar gestaltet.

Zwei der beliebtesten und belebtesten Einkaufszonen der Innenstadt sind die von der Puerta del Sol ausgehende Calle Preciados mit fast allen Geschäften der gängigen Modeketten und vielen Cafes und Restaurants, sowie die Madrider Prachtstraße Calle Gran Vía, deren Einkaufsangebot von Geschäften der großen Modeketten über Sportmarken bis hin zu Läden der gehobenen Preisklasse sowie vielen Bars und Restaurants reicht. In diesen beiden Straßen ist es auch nicht ungewöhnlich das es abends ab 20.00 Uhr erst richtig mit dem Leben losgeht, da beide ebenfalls Treffpunkt vieler junger Leute als Ausgangspunkt fürs abendliche Ausgehen sind. Außerdem zu empfehlen ist die Calle de Goya, beginnend am Plaza Colón Richtung Westen, mit ihren vielen Geschäften rund ums Thema Mode, Einrichtung, Accesoires und Schmuck. Die Preise bewegen sich hier vom Mittelmaß bis zu höher angesiedelten Kategorien.

Für den Kunden mit großem Geldbeutel lohnt sich eine Einkaufstour in der Calle Ortega y Gasset mit ihren Luxusboutiquen der internationelen Topmarken wie z. B. Chanel, Louis Vuitton, Loewe, Gucci und Burberrys.

Die größte spanische Kaufhauskette ist El Corte Inglés, eine Filiale befindet sich beispielsweise am Plaza de la Puerta del Sol (Metro: Sol). Dort gibt es im Untergeschoss auch einen großen Supermarkt. Überhaupt sind Niederlassungen dieser Kaufhauskette an fast allen großen Einkaufszonen in Madrid und im Umland oder in Shoppingzentren zu finden. Sind auch die Innenausstattungen nicht immer die modernsten, bieten sie jedoch fast ausschließlich Waren des gehobenen Bedarfs an.

Wer ein bisschen aus dem direkten Innenstadtbereich herauskommt, findet viele günstige Mode- Accesoire- und Schuhgeschäfte. Zu empfehlen sind die Calle Francisco Silvela, die Calle de Alcalá sowie die Calle Juan Bravo.

Sehr schön, nicht nur durch seine opulente Gestaltung mit Malachitsäulen und einer großen Glaskuppel, ist das Einkaufszentrum Plaza Norte 2 in San Sebastián de los Reyes. Vertreten sind hier günstige bis mittelteure Läden, einige hippe Designergeschäfte, eine Filiale der Douglas-Parfümerie und eine große Zona de Comer, in der sich Restaurants, Cafes und Schnellimbisse befinden. In direkter Nachbarschaft befinden sich außerdem eine Filiale des Carrefour (eine französische Großmarktkette mit umfangreichem Sortiment), eine Filiale des Leroy Merlín (Baumarkt), mehrere Restaurants, eine spanische Filiale von IKEA, sowie diverse Möbel- und Einrichtungsgeschäfte.

El Rastro

Der Rastro ist der "Flohmarkt" in Madrid, auch wenn er nur in einigen Teilen der Nebenstraßen den Namen Flohmarkt wirklich verdient. In weiten Bereichen ist er schlicht ein Markt, auf dem Händler alles Mögliche verkaufen. Er findet jeden Sonntag Vormittag statt. Empfehlenswert ist es, nicht viel später als 11 Uhr anzukommen, da es nach dieser Uhrzeit sehr voll werden kann.

Auf dem Rastro gilt noch viel mehr als ohnehin schon in Madrid: Hand aufs Geld! Rucksäcke vor dem Körper tragen, die Tasche stets mit der Hand zuhalten.

Calle Fuencarral

In dieser Geschäftsstraße, die von der Gran Vía Richtung Norden geht, finden sich viele eher exklusive Geschäfte. Ein Großteil der Straße wurde 2009 zur Fußgängerzone umgestaltet.

Küche

Nachtleben

Für Nichtmadrilenen etwas ungewohnt sind vielleicht die Ausgehzeiten: Das richtige Ausgehen beginnt frühestens um 22 Uhr, eher später, und dauert gerne bis morgens um 6 oder 7. Auch länger ist möglich. Bevor man richtig ausgeht setzt man sich am besten in eines der gemütlichen Straßencafés zum Beispiel auf der Plaza de Santa Ana. Gerade von diesem Platz aus lässt sich das Nachtleben des Viertels Huertas mit seinen zig Kneipen und Bars gut entdecken. Auf eine Karaffe Sangria sollte man auf jeden Fall auch im "Cuevas de Sesamo" vorbeischauen. In unregelmäßigen Abständen setzt sich dort ein Klavierspieler an das etwas wackelige Klavier in der Ecke und spielt gegen den ohnehin nicht geringen Lärmpegel in der Bar an.

Empfehlenswert ist eine Stippvisite in das Schwulenviertel Chueca und in die immervolle Bar "El tigre". Hier bekommt man bei einer Bestellung von mehreren Bieren einen ganzen Teller mit Tapitas dazu. Fußläufig kann man von dort weiter in Richtung Tribunal ziehen. Rundherum um die "Plaza del Dos de Mayo" finden sich alternative Bars und Clubs.

Wer gezielt nach Informationen und Veranstaltungstipps sucht und sich nicht gerne von den Massen durch die Straße schieben lässt, sollte in eine der großen Zeitungen schauen (El País, El Mundo, ABC). Diese bieten an bestimmten Tagen Freizeitbeilagen für Madrid. Eine weitere Quelle ist der "Guía del Ocio" (Freizeitführer). Das kleine Heft erscheint wöchentlich neu, ist immer von Freitag bis Donnerstag gültig und erhältlich an so ziemlich jedem Kiosk für 1,00 €. Vom Theaterprogramm bis zu Restauranttipps findet man dort alles.

Unterkunft

Es gibt eine Vielzahl von kleinen Unterkünften mit teilweise sehr günstigen Preisen. Doch leider ist die einzige Chance, diese alle zu finden, durch die Straßen zu gehen und zu schauen. Das ist ohnehin empfehlenswert, weil manche Unterkunft kaum deutschen Ansprüchen genügen wird. Das bringt allerdings das Risiko mit sich, gar keine günstige Unterkunft zu finden und auf ein teures Hotel ausweichen zu müssen - an einem öffentlichen Ort übernachten zu wollen ist absolut nicht zu empfehlen. Wer ein bisschen Risiko eingehen will, findet in der spanischen Ausgabe der Gelben Seiten (paginas amarillas) eine lange Liste von Hostals und Hotels, darunter viele, die über andere Wege nicht erreichbar sind.

Es gibt eine Liste von Budget-Unterkunft in (Depension). Zeigt mehr als 100 Hotels in Madrid für weniger als 50 €.

Wer länger in Madrid bleiben will, wird sich nach einer Wohnung umsehen - und dann schnell feststellen, dass der Geldbeutel allenfalls ein WG-Zimmer hergibt. Wohnen in Madrid ist extrem teuer, und erschwerend kommt hinzu, dass Wohnraum in Spanien in der Regel gekauft und nicht gemietet wird. Dafür sind Mietzimmer und -wohnungen in der Regel möbliert. Viele Angebote gibt es bei der spanischen "Zweiten Hand" (segundamano).

Lernen

Es gibt viele Sprachschulen in Madrid. Am besten und günstigsten ist es einen Platz in der offiziellen Sprachschule zu bekommen. Jedoch ist das aufgrund des hohen Andrangs nicht einfach. Außerdem muss man sich für mindestens 3 Monate einschreiben. Ansonsten gibt es noch Massen an privaten Schulen, die eigentlich alle möglichen Varianten an Unterrichtszeiten und Intensität anbieten. Die geläufigsten Modelle sind einerseits Wochenintensivkurse mit 4-5 Stunden pro Tag und - je nach Schule - Kulturprogramm oder länger dauernde Kurse mit 1-2 Stunden pro Tag. Allgemein sollte man darauf achten, dass die Schule das CEELE-Zertifikat erhalten hat. Zu empfehlen sind:

  • PopEnglish
    Bietet Sprachkurse in den folgenden Sprachen an: Englisch, Spanisch, Italienisch, Französisch, Deutsch und Schwedisch.
    Telefon: (+34) 625 712 386. eMail: info@popenglishmadrid.com
  • Babylon Idiomas Sprachschule Madrid ist direkt im Zentrum (Metro: Sol)
    Plaza Santa Ana, 1; 28012 Madrid. Telefon: (+34) 91 532 4480
    Bietet Intensivkurse für alle Niveaus an. Die Schule organisiert ein wöchentliches Kulturprogramm und internationale Abende für alle Studenten, sodass man schnell neue Leute kennenlernt.
  • CEE Idiomas (es, en, fr, it, de) direkt bei Sol (Metro: Sol)
    Calle Carmen, 6; 28013 Madrid. Telefon: (+34) 915 220 472, 915 313 856, 915 211 004. eMail: cee1@arrakis.es
    Die unschlagbar günstigste der Privatschulen, jedoch eher auch auf Massen ausgelegter Unterricht. Kein Kulturprogramm. Bietet vor allem Monatskurse zu ein (72 € pro Monat) und zwei (127 € pro Monat) Stunden pro Tag.
  • Estudio Sampere (es, de, fr, it, ...) nördlich des Retiro (Metro: Retiro)
    Calle Lagasca, 16; 28001 Madrid. Telefon: (+34) 914 314 366, Fax: (+34) 915 759 509. eMail: office@sampere.es
    Schule mit sehr guten und günstigen Kursen. Bietet verschiedene Kursmodelle und Unterkünfte zu erschwinglichen Preisen an. Kulturprogramm, internationales Publikum, freundliche Kursleiter. Diverse Zertifizierungen, u.a. IC, CEELE, ...
  • Tandem (es, de, en, it, pt) bei der Plaza de Cibeles (Metro: Banco de España)
    Calle Marqués de Cubas, 8; 28014 Madrid. Telefon: (+34) 915 322 715, Fax: (+34) 915 224 539. eMail: tandem@tandem-madrid.com
    Sehr gute und persönliche Schule. Gutes Kulturprogramm, dafür etwas teurer. Eher auf Intensivkurse spezialisiert. Sehr viel deutschsprachiges und hilfsbereites Personal.
  • Escuela Oficial de Idiomas de Madrid (es) bei der Metrostation Islas Filipinas
    Calle Jesús Maestro, s. n.; 28003 Madrid. Telefon: (+34) 915 335 802/ 803/ 804/ 805 (Zentrale), (+34) 915 544 492 (Spanischfachschaft). eMail: eoimadridjm@eoidiomas.com
    Die offizielle Schule der Communidad de Madrid. Sehr angesehen, sehr günstig: Ca. 90 € für 3 Monate mit 2 Stunden pro Tag.
  • Linguaschools Madrid
    Raimundo Lulio 7, Madrid. eMail: fragen@linguaschools.com (Schule mit verschiedenen Kursstufen).
  • Language4Students
    Calle San Mateo 15, 1a, 28004 Madrid. email: info@language4students.com. Telefon: +34 914453510 oder +34 656800754
    Sehr freundlich, kompetent; Kurse in Kleingruppen

Arbeiten

Voraussetzungen

EU-Bürger brauchen keine Arbeitserlaubnis. Nötig ist allerdings eine Steuernummer (N.I.E.) und die Sozialversicherungsnummer. Letztere ist problemlos und schnell in den vielen Niederlassungen der spanischen Seguridad Social zu erhalten, die N.I.E. in den sogenannten Extranjerías. Bei der N.I.E. reicht die Nummer, es ist für EU-Bürger keine Karte erforderlich. Die N.I.E. erhält man nur, wenn man länger als 3 Monate in Spanien bleibt. Daher sollte man sich gleich bei Ankunft um einen Termin (Cita previa) kümmern, welcher dann 3-6 Monate später ab Anruf stattfindet. Unter 3 Monate kann man mit der Reisepassnummer arbeiten, jedoch ist dies vielen Arbeitgebern nicht bewusst.

Verträge über nichtselbständige Tätigkeiten müssen vor der Arbeitsaufnahme von der Seguridad Social bestätigt werden, was durchaus etliche Monate in Anspruch nehmen kann - wohl ein wichtiger Grund, warum so viel schwarz gearbeitet wird.

Sozialversicherung

Bei abhängig Beschäftigten (Arbeitern/Angestellten) zahlt der Arbeitgeber einen Großteil der Sozialversicherungsbeiträge. Im Gegensatz zum deutschen Recht, nach dem Selbständige meist nicht in den Sozialversicherungen versichert sind, sind in Spanien auch Selbständige sozialversicherungspflichtig. Der monatliche (Mindest-?)Beitrag liegt bei rund 250 Euro.

Die Sozialversicherungspflicht für Selbständige wird von den Auftraggebern gerne verschwiegen oder gar negiert - verständlich, denn sonst würde sich kaum jemand auf Hunger-Honorare einlassen, die nach dem korrekten Abzug von Sozialversicherung und Steuern plötzlich negativ wären.

Job Sprachlehrer

Wer gut Englisch kann, z.B. ein Jahr während der Schulzeit in einem englischsprachigen Land war, und ein kleines bißchen pädagogische Fähigkeiten mitbringt, kann in Madrid schnell einen Job als Englisch-Lehrer finden - oder aber mehrere bei mehreren Sprachschulen. Zwar sind offiziell immer alle Lehrer native speakers, aber bei den typischerweise katastrophalen Sprachkenntnissen der Spanier fällt es kaum jemandem auf, wenn der Englisch-Lehrer eigentlich Deutscher ist.

Schwieriger wird es als Deutsch-Lehrer, weil der Bedarf viel geringer ist. Selbst ausgebildete Lehrer für Deutsch als Fremdsprache können (mindestens anfangs) Probleme haben, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Denn das Lohn- und Gehaltsniveau liegt um Dimensionen unter dem deutschen. In Verbindung mit den enorm hohen Mieten in Madrid wird es schwer, genug zu verdienen, um noch was zur Seite zu legen.

Für Einsteiger ist ein Stundenlohn von 15 Euro - Vorbereitungs- und Fahrzeit nicht gesondert bezahlt - als gut anzusehen. Allerdings gibt es viele Ausbeuter-Sprachschulen, die bis runter zu acht Euro pro Stunde zahlen - und das als Honorar, das (ohne Freibeträge) selbst zu versteuern ist und von dem 250 Euro pro Monat an Sozialversicherung zu zahlen sind. Wer den Fehler macht, einen solchen Job anzunehmen, wird geradezu zur Schwarzarbeit gezwungen - was zumindest einigen der Sprachschulen auch bewußt zu sein scheint, schließlich verlangen sie keine ordnungsgemäße Rechnung usw. oder bieten gleich von sich aus Schwarzarbeit an. Es ist jedoch nicht empfehlenswert, solche Angebote anzunehmen: So gibt es (sehr selten) Kontrollen und es kann alles herauskommen, und bei Unfällen und ähnlichem besteht kein Versicherungsschutz. Im Streitfall oder speziell am Ende der Tätigkeit kann es faktisch unmöglich sein, an das einem zustehende Geld zu kommen - Schwarzgeld läßt sich weder einklagen, noch per Überweisung zahlen. Das größte Argument dürfte aber sein, daß solche Ausbeuter-Löhne den Markt kaputt machen und die vorhandenen seriösen Sprachschulen im Laufe der Zeit zwingen, selbst unseriös zu arbeiten.

Sicherheit

Madrid ist weniger gefährlich als oft der Eindruck erweckt wird. Allerdings gibt es außerhalb der Innenstadt einige Bereiche, in die man aus Sicherheitsgründen besser gar nicht gehen sollte und auch in der Innenstadt Gegenden, die eine Frau nachts besser nicht alleine betreten sollte, will sie nicht unschöne Szenen mit unschönen Typen riskieren. Was für alle gilt: Mit einem Notebook setzt man sich nicht nachts auf die Straße, um in einem ungesicherten WLAN zu surfen - denn wenn dann nur das Notebook weg ist, kann man noch froh sein.

Eine allgegenwärtige Plage ist allerdings der Taschen- und Trickdiebstahl. Eine Vielzahl vor allem rumänischer Kinder erleichtert täglich vor allem Touristen um viel Geld. Am besten man läßt sich nicht vom Schein armer und nett wirkender Kinder blenden, die angeblich für Wohltätigkeitsorganisationen sammeln, denn hier ist ebenfalls gekonntes Bestehlen von mitfühlenden Passanten am Werk. Auch wenn es dem einen oder anderen schwer fallen mag: am besten nicht auf Anspracheversuche reagieren und einfach weitergehen. Beliebt und eher in der Hand Älterer ist auch das Öffnen unvorsichtigerweise am Rücken getragener Rucksäcke in der Metro, auf den Rolltreppen oder in bestimmten Buslinien. Gerne genutzt wird auch die Unachtsamkeit, die etwa beim Telefonieren mit dem Handy entsteht.

Empfehlenswert sind Bauchtaschen oder Brustbeutel, unter dem T-Shirt getragen, mit wenig Inhalt. Geld besser verteilen, etwa auch auf die Hosentaschen oder in die Socken. Wer kein zweites Ausweisdokument (z.B. Reisepass) hat, sollte zumindest eine Kopie im Hotel aufbewahren - das erleichtert im Falle eines Falles die Wiederbeschaffung. Wer's modern mag, kann alles einscannen und auf einem passwortgeschützten (!) und möglichst verschlüsselt zugänglichen Bereich auf seiner Internet-Seite ablegen. Unbedingt vor der Abreise sicher notieren sollte man sich Kredit- und Bankkartennummern sowie die Sperr-Telefonnummern der jeweiligen Herausgeber. Nicht unbedingt notwendige Karten und Ausweise gleich in der Heimat lassen.

Gesund bleiben

Wer in Deutschland gesetzlich krankenversichert ist und schon eine der neuen EU-weit gültigen Krankenversicherungskarten hat, kann einfach zum nächstgelegenen öffentlichen Gesundheitszentrum (Centro de Salud) gehen und wird nach einem bißchen Papierkram wie ein Spanier behandelt. Spanischkenntnisse sind hier dringend empfehlenswert. Wer noch keine EU-weit gültige Krankenversicherungskarte hat, sollte sich vor der Abreise eine solche ausstellen lassen; dies geht meist innerhalb weniger Tage. Die Zuzahlung für Medikamente beträgt 40 Prozent. Dafür sind Medikamente in Spanien meist erheblich billiger als in Deutschland, und es sind auch Medikamente verschreibungsfähig, die in Deutschland privat bezahlt werden müssen.

Empfehlenswerter dürfte aber eine private (Auslands-)Krankenversicherung sein, die es für weniger als zehn Euro im Jahr gibt. Damit steht das - vom öffentlichen strikt getrennte - private Gesundheitssystem offen, was einerseits die Beschränkungen in der Verschreibungsfähigkeit von Medikamenten und die Zuzahlungen vermeidet (sofern der Vertrag dies vorsieht), andererseits teilweise erhebliche Wartezeiten in den öffentlichen Gesundheitszentren vermeidet. Nachteil: Es muss - mindestens teilweise - sofort in bar gezahlt werden. Vorher klären, ob die Versicherung Belege auf Spanisch akzeptiert und welche Angaben diese enthalten müssen!

Klarkommen

Botschaften

  • Österreichische Botschaft (Embajada de Austria), Paseo de la Castellana 91, +34 91 55 65 315 (fax: +34 91 59 73 579), [2].
  • Schweizer Botschaft (Embajada de Suiza), Calle Nuñez de Balboa 35-7°, +34 91 436 39 60 (fax: +34 91 436 39 80), [3].

Kommunizieren

Mobilfunk

International Roaming ist weit verbreitet, das heißt, dass man mit einem deutschen Mobilfunkgerät und deutscher SIM-Karte sich einfach in eine spanisches Netz einloggt und unter der deutschen Nummer erreichbar ist. Dank der Regulierung durch die EU sind die Preise sowohl für ausgehende als auch für ankommende Verbindungen stark gesunken, der Versand von SMS ist oft günstiger als in Deutschland selbst. Vor der Abreise sollte man sich bei seinem Provider genau über die Konditionen beim Roaming informieren. Bei der Einwahl in ein spanisches Netz erhält man jedoch von seinem Provider auch eine SMS, in der die wichtigsten Kosten aufgeführt sind.

Vor allem, wenn man etwas länger in Madrid bleibt und in Kontakt mit Einheimischen treten möchte, sollte man sich überlegen eine spanische SIM-Karte (auf Guthabenbasis) zu kaufen, auf Spanisch tarjeta prepago genannt. Die Karten gibt es für ungefähr 25 € und man kann sie ohne Ausweis in fast jedem Mobilfunkgeschäft besorgen. Je nach Anbieter bekommt man von den Anschaffungskosten mehr oder weniger sofort oder nach Angabe der Adressdaten als Guthaben. (Beispiel: Movistar-Karte: 25 € Kaufpreis, die 19 € Sofortguthaben beinhalten. Die restlichen 6 € bekommt man nach dem Einsenden der/ einer spanischen Adresse.)

In Spanien gibt es drei Mobilfunkanbieter:

Festnetz

Allgemein muss man sagen, dass das Telefonieren im Festnetz in Spanien recht teuer ist. Telefónica (die "spanische Telekom") berechnet für einen Anruf nach Deutschland 0,139 € Einwahlgebühr und weitere 0,139 € pro Minute. Billiger kommt man jedoch in Call-Shops (Locutorio) weg oder mit Calling Cards hin (in Supermärkten und Call-Shops zu finden). Ein System der Billigvorwahlen gibt es nicht, jedenfalls nicht im Wettbewerb.

Für internationale Gespräche gibt es aber die Möglichkeit zuerst die 902 999 007, dann nach der Ansage eine "1" und anschließend die internationale Nummer zu wählen. Die Kosten liegen deutlich unter denen der Telefónica, jedoch trotzdem immer über 4 Cent pro Minute. Weitere Informationen dazu gibt es hier (es, en, nl, de, fr).

Internet

Internet-Cafes sind recht häufig zu finden, oft in Verbindung mit Locutorios, von denen aus man günstig telefonieren kann - noch häufiger sind allerdings die Viren auf den spanischen Rechnern. Internet-Banking ist also absolut tabu, und auch bei e-Mails sollte man mindestens nach der Rückkehr alle Passwörter ändern. Besser wäre die Einrichtung eines gesonderten Urlaubs-Accounts, an den alle oder nur wichtige Mails weitergeleitet werden können. Die Preise für eine Stunde Internet liegen meist bei einem bis zwei Euro, eine Druckseite gibt's in der Regel für 15 Cent.

Am Flughafen und anderen Orten gibt es auch kostenpflichtiges WLAN. Ob es sich lohnt, sich mit dem Notebook auf die Straße zu setzen und eines der vielen ungesicherten WLANs zu nutzen, darf angesichts des damit je nach Ort und Tageszeit möglicherweise verbundenen Risikos für Leib, Leben und Eigentum bezweifelt werden. Am besten legt man sich vor der Reise ein USB-Modem zu und kauft sich eine örtliche SIM-Karte und kann dann mit DSL-Geschwindigkeit ins Internet gehen.

Skype

Die günstigste Variante ins Ausland zu telefonieren ist über Skype. Skype ist ein Anbieter von Internetanrufen, jedoch bietet Skype auch weitere Funktionen. Man kann sich auf der Homepage kostenlos und schnell registrieren lassen. Anschließend lädt man entweder einen bestimmten Betrag an Guthaben auf sein Skype-Konto oder abonniert ein Package. Zur Verfügung stehen verschieden Länder-Packages, z.B. das Deutschland-Package oder das Europa-Package. Bei ersterem kann man mit dem bezahlten monatlichen Betrag und unter Beachtung der Konditionen (viele Packages gelten z.B. nur für Festnetzanrufe, nicht aber für Mobilfunkgespräche) so viel wie man möchte auf das deutsche Festnetz telefonieren wie, bei letzterem gilt das Angebot für ganz Europa. Die Abonnements kosten nur wenige Euro pro Monat und lassen sich für beliebige Zeiträume abschließen. Man kann z.B. auch nur ein Package für 1 Monat oder 3 Monate kaufen. Noch günstiger bzw. kostenlos sind Telefonate von Skype- zu Skype-Nutzern. Daher ist es empfehlenswert, dass sich auch Familie und Freunde bei Skype anmelden.

Weiter geht's

Von Madrid aus erreicht man schnell sehr schöne und lohnenswerte Städtchen im Umkreis. Unter anderem sollte man folgende gesehen haben:

Tipp: Für die Fahrt verwendet man am billigsten Überlandbusse, die an verschiedenen Busbahnhöfen innerhalb Madrids abfahren. Eine Busfahrkarte nach Toledo (70km) z.B. kostet für eine einfache Fahrt etwa 4 €! Den Nachteil des Reisens per Bus oder Auto kann man allerdings jeden Abend in den Nachrichten sehen: Es gibt täglich schwere Unfälle. Wer einmal in Spanien Bus oder Auto gefahren ist, weiß auch, warum. Sicherer und bequemer, aber auch ein wenig teurer (nicht immer!) und im Fernverkehr extrem unflexibel ist die Bahn - nach El Escorial oder Segovia fahren etwa die Nahverkehrszüge Cercanías, nach Toledo der Hochgeschwindigkeitszug AVE (alle 1-2 Stunden, Fahrzeit 30 Minuten, Hin- und Rückfahrt 17,80 € Stand: März 2010, zu bestimmten Zeiten aber ausgebucht, daher früh Ticket kaufen).





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