Neu bei Wikitravel? Bitte lies dir kurz unsere Einsteigertipps durch.

Leer

Aus Wikitravel
Wechseln zu: Navigation, Suche


Leer
Lage
Lage von Leer
Leer
Leer
Kurzdaten
Bevölkerung: 34.300 (Stand Dez. 2010)
Fläche: 70,30 km²
Höhe über NN: 3 m ü. NN
Koordinaten: 53° 13' 50" N, 7° 27' 17" O 
Vorwahlnummer: 0491
Postleitzahl: 26789
Website: offizielle Website von Leer




Leer (Ostfriesland) ist mit ihren 34.639 Einwohnern Sitz der Kreisverwaltung. Am Zusammenfluss von Ems und Leda, im Nordwesten des Bundeslandes Niedersachsen (Deutschland), ist das "Tor Ostfrieslands", wie Leer auch genannt wird, gelegen.

Neben der Kernstadt Leer besteht das Stadtgebiet aus den Ortsteilen/Ortschaften Leerort, Heisfelde, Loga, Logabirum, Nüttermoor, Hohegaste, Nettelburg und Bingum.


Leer unterhält Städtepartnerschaften mit dem britischen Trowbridge und mit dem polnischen Elblag (Elbing).

Hintergrund[Bearbeiten]

Leer wurde vor dem Jahr 800 n. Chr. gegründet. Der Name „Leer“ lässt sich wahrscheinlich von dem urgermanischen „hlér“ herleiten, was soviel wie Weideplatz bedeutet. Die erste Erwähnung fand Leer durch den Friesenapostel Liudger. Im Auftrage Karls des Großen missionierte er 792 die Region und errichtete in Leer eine Kirche (Kapelle).

Anfang des 15. Jahrhunderts herrschte Focko Ukena in Leer. Er baute sich eine Burg („Fockenburg“) und nannte sich Häuptling von Leer. Die anderen ostfriesischen Häuptlinge und Bauern fühlten sich von Focko Ukena bedroht und bildeten daher den „Bund der Freiheit“. Sie belagerten 1430 die Fockenburg und zerstörten sie. Focko Ukena gelang es, zu fliehen. Die Hamburger errichteten 1435 die Festung Leerort. Diese wurde 1453 von Ulrich Cirksena übernommen. Cirksena, der im Jahre 1464 von Kaiser Friedrich III. zum Grafen von Ostfriesland berufen wurde, und seine Nachfolger bauten die Festung Leerort zur mächtigsten des Landes aus.

1508 verlieh Edzard der Große Leer das Marktrecht. Der jährliche Termin des Marktes war der 16. Oktober. Dieser Tag wird auch Sankt-Gallus-Tag genannt, wonach der Gallimarkt benannt worden ist, der im Jahre 2008 sein 500-jähriges Bestehen feiert.

1522 begann in Leer die Reformation. Zunächst lebten Lutheraner und Reformierte in Leer nebeneinander, dann setzten sich die Reformierten durch. Die reformierte Gemeinde richtete 1525 die erste Volksschule ein und gründete unter dem reformierten Grafen Graf Johann 1584 eine Lateinschule in Leer. Von 1588 bis 1594 war Ubbo Emmius Rektor der Lateinschule.

Leer entwickelte sich zu einem anerkannten wirtschaftlichen Mittelpunkt, in dem das Handwerk immer mehr an Bedeutung gewann. Die Bedeutendsten waren die Leinenweber. Durch den Handel wuchs Leer und der Wohlstand spiegelte sich im Bau neuer imposanter Gebäude wieder. Als Beispiel soll hier die Fresenburg genannt werden, die heute den mittleren Teil der Haneburg darstellt. 1619 baute Jost Hane den Westflügel und erweiterte die bestehende Fresenburg. Die erste Leeraner Waage stand im Glockenturm der alten Probstei-Kirche. Im Jahr 1570 wurde die Waage an die Leda verlegt. 1714 wurde an dieser Stelle die neue geräumige Waage gebaut.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Leer von französischen Truppen, Verbündete des Grafen von Mansfeld, geplündert. Nachdem der letzte Fürst (Carl Edzard) gestorben war, fiel Ostfriesland an Preußen. Zwischen 1754 und 1760 wurde die Festung Leerort abgebrochen. Auch im Siebenjährigen Krieg (1756 bis 1766) wurde Leer stark beschädigt.

Die Industrialisierung begann sich in Leer immer mehr auszubreiten. Mehr und mehr Fabriken siedelten sich an.

Die alte reformierte Kirche "St. Liudger" wurde 1785 abgebrochen. Lediglich die Krypta blieb bis in die heutige Zeit erhalten. Die Einweihung der neuen Kirche erfolgte am 16. September 1787.

Zwischen 1806 und 1813 war Leer von holländischen und französischen Truppen besetzt. 1810 erhält Leer den ersten Bürgermeister. Der erste Leeraner Bürgermeister war Willem Cramer von Baumgarten, der 1812 von der französischen Verwaltung eingesetzt wurde. Sein Stellvertreter war Abraham Ehrlenholtz, der 1814 das Amt von Cramer von Baumgarten übernahm. 1815 wurde Ostfriesland an Hannover abgetreten. Im Jahre 1823 erhielt Leer das Stadtrecht von König Georg IV zugesprochen. Im damaligen Stadthaus wurden nur drei Diensträume benötigt. Doch durch den technischen Fortschritt (z.B. Eisenbahnlinie Emden/Leer/Rheine wurde gebaut) musste die Zahl der Angestellten in der Verwaltung erhöht werden. Mittlerweile waren 21 Beamte und Angestellte, vier Hafenwächter und zwei Ausrufer für die Verwaltung tätig. Durch das Vermächtnis von Bernhard August Schelten standen 160.000 Goldmark für den Bau eines neuen Rathauses zur Verfügung. Im September 1890 begann der Bau und drei Jahre später, im Juni 1893, konnte die Verwaltung ihre neuen Amtsräume nutzen. Die offizielle Einweihungsfeier fand am 29. Oktober 1894 statt. Insgesamt kostete der Bau 387.646,08 Mark.

Durch die Abtrennung der Ledaschleife vom Fluss wird der Hafen Anfang des 20. Jahrhunderts tidefrei.

Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten hatten die Juden in Leer unter den Repressionen zu leiden. Fast 90 Prozent der jüdischen Leeraner wurden ermordet, die Synagoge wurde 1938 zerstört. Erst in den letzten Kriegstagen erlitt Leer bei der Stadtverteidigung große Schäden.

1950 wurde der Stadt Leer das heutige Wappen verliehen. Es ist von einem alten Siegel des Fleckens Leer (älteste Abbildung von 1659) abgeleitet. Auf blauem Grund befindet sich in der Mitte ein silbernes L. Links und rechts von dem senkrechten Schaft des L befinden sich zwei silberne Sterne und in der Mitte über dem L ein silbernes Röschen. 1955 wird Leer der Status einer selbstständigen Stadt zugesprochen. Erst nach einigen Gebietsreformen entstand das Stadtgebiet so, wie es heute bekannt ist.

Seit 1997 gibt es in Leer einen direkt gewählten Bürgermeister. Der erste hauptamtliche Bürgermeister war Günther Boekhoff, der zuvor bereits 24 Jahre nebenamtlich im Dienst war. Im Jahre 2001 wurde er von Wolfgang Kellner abgelöst, der im Jahr 2006 für weitere acht Jahre als Bürgermeister gewählt wurde.

Anreise[Bearbeiten]

Auto

  • Von Süden über die Autobahn A 31 aus Richtung Köln
  • Von Norden und Osten über die A 28 aus Richtung Bremen über Oldenburg

Bahn

Es gibt Direktverbindungen von Münster bzw. Köln, ferner von Berlin, Hannover über Bremen bis Leer.

Mobilität[Bearbeiten]

Leer ist eine fahrradfreundliche Stadt (2002 zur fahrradfreundlichsten Stadt Niedersachsens ausgezeichnet). Sollte kein eigenes Fahrrad zur Verfügung stehen, kann man sich ein Fahrrad ausleihen. (Adressen sind in der Tourist-Information erhältlich)

Bequem kann man im Stadtgebiet mit dem Rad fahren (z.T. auf speziellen Fahrradstraßen). Auf speziell ausgeschilderten Fahrradstrecken, der „Deutschen Fehnroute“, der „Dollardroute“ und dem „EmsRadweg“, kann die Umgebung von Leer erfahren werden.

Mit dem Stadtökologischen LEER-Pfad lässt sich Leer auf eine andere Art und Weise kennen lernen. Der Pfad verfügt über einen inneren und einen äußeren Ring. Der Innere ist 3,5 km lang und beschäftigt sich an den einzelnen Stationen mit den Themen Aufbruch, Bäume in der Stadt, Fassaden- und Dachbegrünung, Klimaschutz, Stadtsanierung und vieles mehr. Der äußere Ring ist 35 km lang und für Radfahrer geeignet. Hier wird verstärkt auf die Burgen und Parks, Wallhecken und die Flusslandschaft Wert gelegt.

Eine interessante Abwechslung zum reinen Fahrradfahren bietet die Aktion "Paddel und Pedal". Hierbei kann Ostfriesland mit Fahrrad und Kanu erkundet werden. An einem der zahlreichen Paddel- und Pedalstationen können Fahrräder und Kanus gemietet werden. Je nach Belieben kann zunächst mit einer Fahrrad- oder Kanustrecke begonnen werden. So kann man zunächst mit dem Fahrrad von einer Station zur nächsten fahren und dort auf Kanus umsteigen (oder umgekehrt). Die Räder werden dann zur Zielstation befördert.

In den Monaten Mai bis Oktober kann mit der Koralle von der Rathausbrücke ausgehend eine Hafenrundfahrt durchgeführt werden. Für weitere Fahrten stehen die MS Hafenmusik und die MS Warsteiner Admiral von der Germania Schifffahrtsgesellschaft mbH zur Verfügung. Die Fahrten führen auf der Ems, Leda und Jümme entlang und lassen Leer und Umgebung von einem anderen Blickwinkel betrachten.

Ausflüge[Bearbeiten]

Auch außerhalb von Leer gibt es sehr viel Schönes zu sehen. So sind folgende Städte nicht weiter als 80 km entfernt und mit dem Auto oder der Bahn zu erreichen.

  • Bad Zwischenahn (54 km) mit dem Zwischenahner Meer (526 ha)
  • Borkum ist die größte ostfriesische Insel (30 km bis zur Autofähre in Emden)
  • Emden (30 km) ist der viertgrößte Seehafen in Deutschland
  • Krummhörn – Greetsiel (47 km)
  • Oldenburg (63 km) ist Groß- und Universitätsstadt im Grünen
  • Papenburg (21 km) ist die älteste und längste Fehnkolonie Deutschlands
  • Wiesmoor (32 km) ist bekannt für ihre Blumenschau
  • Wilhelmshaven (78 km) mit dem einzigen Südstrand an der Nordseeküste
  • Bourtange (Niederlande – 50 km) mit einer wiederhergestellten Festung (ursprünglich 1580 erbaut)
  • Groningen (Niederlande – 70 km) mit Fischmarkt, Altstadt und Grachten
  • Winschoten (Niederlande – 35 km) besitzt ein Rosarium mit ca. 250 Rosenarten

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Kirche
LeerHouse.jpg
Hafen
LeerStreet.jpg

Das Wahrzeichen der Stadt Leer ist das Rathaus. Der Bau begann im Jahre 1890. Fünf Jahre später (1894) wurde das Rathaus im deutsch-niederländischen Renaissancestil offiziell eingeweiht. Auch im Inneren können wunderschöne Deckenmalereien und Mosaikfußböden bewundert werden. Gerade erst wurde im Ratssaal eine prächtige Wandverzierung wieder sichtbar gemacht. Mehr als 250 Paare aus Leer und Umgebung ließen sich 2007 im Standesamt des historischen Rathauses trauen. Eine Rathausführung mit anschließendem Blick vom Rathausturm auf die wunderschöne historische Altstadt von Leer ist in Absprache mit der Touristinformation möglich.

Am Hafenufer, gegenüber vom Rathaus, ist die Waage gelegen. Sie wurde 1714 im norddeutschen Barock erbaut. Die bekrönten Waagschalen über den Eingängen weisen daraufhin, dass bis 1946 hier noch gewogen wurde. Heutzutage ist die Waage im Besitz des Heimatvereins. Eine Besichtigung ist nur von außen möglich.

An der Waage gelegen befindet sich der Museumshafen mit vielen historischen Schiffen, die einen Einblick in die frühere Schifffahrtsgeschichte bieten.

Unweit der Waage befindet sich das Heimatmuseum. Schwerpunkt der Ausstellung ist die ostfriesische Wohnkultur, historische Bekleidung, Bilder ostfriesischer Maler, Schifffahrt, Geschichte der Stadt Leer und die Vorgeschichte auf der Geest.

Ein Besuch des Teemuseums lohnt sich ebenfalls. Hier wird den Besuchern u.a. die Geschichte des Tees und die Teezeremonie nähergebracht.

Ebenfalls sehenswert ist das „Haus Samson“, in dem heutzutage ein Weinhandel untergebracht ist. Das Haus wurde 1643 gebaut und ist im Besitz der Familie Wolff, die in einem Museum im Obergeschoss einen Einblick in die Wohnkultur des 18. und 19. Jahrhunderts liefern.

Benannt nach dem Leeraner Künstler Karl-Ludwig Böke ist das Böke-Museum, in dem Werke von Böke sowie anderen Künstlern dargestellt werden. Auch dieses Museum befindet sich in unmittelbarer Nähe des Rathauses, und zwar in der Neuen Straße.

Der Plytenberg, um den sich viele Sagen drehen, ist neun Meter hoch und hat einen Durchmesser von ca. 64 Metern. Es wird vermutet, dass der Plytenberg einst als Ausguck für die Festung Leerort diente. Eine Sage berichtet jedoch von den „Erdmanntjes“, kleinen Kobolden, die dort gewohnt haben sollen.

Dort, wo die Jümme in die Leda fließt, gibt es - fast einziartig in Nordeuropa - eine von Hand gezogene Fähre. Die Pünte gibt es seit über 450 Jahren und sie befördert Personen, Fahrräder und auch Autos von einer Uferseite zur anderen. Sie ist in der Zeit von Mai bis September mit Ausnahme von Montag und Dienstag an allen Tagen im Betrieb. Die Eröffnung der Püntensaison am 01. Mai zieht jedes Jahr zahlreiche Fußgänger, Radfahrer, Motorradfahrer und Autofahrer an, um einmal mit den Pünte auf die andere Uferseite hinübergefahren zu werden oder um im dort ansässigen Restaurant eine Mahlzeit oder ein Getränk zu sich zu nehmen.

Zum Schutz des Hinterlandes vor Hochwasser ist das Leda-Sperrwerk 1954 erbaut worden. Es hat fünf Öffnungen, die mit Stahltoren geschlossen werden können.

Die Seeschleuse trennt den Handels- und Industriehafen von der Leda. Sie ist zwischen 1901 und 1903 zum Schutz der Stadt vor Sturmfluten erbaut worden. Durch den Bau der Seeschleuse wurde der Hafen zudem tideunabhängig. 1974 wurde sie grundlegend erneuert und erweitert.

Die Stadt Leer ist eine Handels- und Hafenstadt. Sie ist nach Hamburg der zweitgrößte Reedereistandort in Deutschland. Die Seefahrtschule, zwei Ausbildungsschiffe und ein Schiffssimulator zeigen den hohen maritimen Stellenwert.

Im Ortsteil Logabirum ist die Mühle Logabirum von 1895 gelegen. Sie ist die einzige noch erhaltene im Stadtgebiet.

BURGEN

Die Haneburg, nur wenige hundert Meter vom Rathaus entfernt, wurde 1570 erbaut. Seit der Erbauung gab es drei Erweiterungen (1621, 1671 und 1935) und eine umfassende Restaurierung (1975). Seit dieser Restaurierung ist die Haneburg im Besitz des Landkreises Leer und Sitz der Volkshochschule.

Ebenfalls in der Altstadt gelegen ist die Harderwykenburg. 1480 errichtet, gehört sie zu den ältesten noch erhaltenen Burgen in Ostfriesland. Sie ist immer noch im Privatbesitz.

Im Ortsteil Loga sind zwei weitere Burgen noch erhalten, die Philippsburg und die Evenburg. Die Phillipsburg wurde vom Freiherr Philipp von Wedel 1730 erbaut. Sie ist auch heute noch im Privatbesitz und, wie die anderen beiden zuvor genannten Burgen, nur von außen zu besichtigen.

Die Evenburg ist um 1650 vom Oberst Ehrentrieter von Hofrieth erbaut worden. 1861/1862 ist sie im neugotischen Stil umgebaut worden. Der Landkreis Leer, seit 1975 Eigentümer der Evenburg, hat sie bereits mehrfach restauriert. Sie ist in einem wunderschönen Park gelegen, der zu ausgiebigen Spaziergängen einlädt.

KIRCHEN

In Leer finden sich hauptsächlich lutherische und reformierte Kirchen. Aber auch eine Vielzahl anderer Gemeinden gibt es in Leer. So gibt es die Gemeinden der Baptisten, Mennoniten, Methodisten, Adventisten, Katholiken, der Neuapostolischen Kirche und der Mormonen.

Sieben lutherische Gemeinden sind im Stadtgebiet beheimatet.

  • Die Evangelisch-lutherische Lutherkirchengemeinde Leer von 1675 befindet sich in der Kirchstraße. Sie wurde mehrfach erweitert (zwischen 1706 und 1710 im Westen, 1738 im Norden, 1793 im Osten und 1882 im Süden), so dass sie schließlich eine Kreuzform erhielt. 1910 wurde die Kirche grundlegend restauriert. Unter anderem wurde sie mit einer die dem Barock nachempfundenen Deckenmalerei verziert. Im Jahre 2000 erhielt sie eine neue Orgel.
  • Die Kirche der Evangelisch-lutherischen Christuskirchengemeinde Leer ist an der Ecke Hoheellernweg/Reimersweg im Jahre 1900 erbaut worden. Den Namen erhielt sie erst 25 Jahre später. Ein Fenster des Chorraumes zeigt Christus mit einem roten Mantel. Aufgrund einer sehr angespannten Finanzlage wurde die Kirche ohne Orgel, Glocken und Turm gebaut. Schon 1901 wurde jedoch eine Orgel eingebaut. Durch den zweiten Weltkrieg wurden unter anderem die alten Fenster zerstört. Die Kirche wurde in den Folgejahren repariert und mit einer Glocke versehen. 1964 erfolgte eine weitere umfassende Restaurierung. Auch einen Glockenturm erhielt die Christusgemeinde. Doch dieser befindet sich nicht in der Kirche, sondern vor dem Eingang.
  • Die Kirche der Evangelisch-lutherischen Paulusgemeinde Heisfelde befindet sich in der Nähe der Kreuzung Logaer Weg/Heisfelder Straße und ist von beiden Straßen zu erreichen.
  • Evangelisch-lutherische Petruskirchengemeinde Loga
  • Eine weitere lutherische Kirche befindet sich bei der Hindenburgstraße. Die Friedenskirche in Loga wurde 1891 eingeweiht und ist im neugotischen Stil erbaut worden.
  • Evangelisch-lutherische Matthäikirchengemeinde Bingum: Die Matthäikirche in Bingum aus dem 13. Jahrhundert wurde erst im 18. Jahrhundert mit einem Glockenturm versehen. Im Innern der Kirche befindet sich ein achteckiges Taufbecken (15. Jahrhundert) sowie Schnitzereien aus dem 30-jährigen Krieg. Den Gefallenen der beiden Weltkriege wird am Eingang mit einem Werk des Leeraner Bildhauers Karl-Ludwig Böke („Trauernde Mutter“) gedacht.
  • Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Logabirum: Die Kirche in Logabirum wurde bereits im 12. Jahrhundert erbaut und war zunächst die Anlaufstelle für alle Lutheraner, bevor sie ihre eigenen Kirchen bekamen (1675 Lutherkirche und 1891 Friedenskirche). Die Kanzel ziert ein Gemälde der vier Apostel.

Leer ist Sitz der Evangelisch-reformierten Kirche – Synode evangelisch-reformierter Kirchen in Bayern und Nordwestdeutschland. Das Stadtgebiet ist in drei reformierte Gemeinden eingeteilt, wobei eine wiederum in zwei Gemeindebezirke unterteilt ist.

  • Evangelisch-Reformierte Gemeinde Nüttermoor: Aus dem 12. Jahrhundert stammt die Reformierte Kirche in Nüttermoor. Sie wurde von den Mönchen des Klosters Thedinga erbaut. Die Kanzel stammt aus dem Jahre 1837 und der Abendmahltisch aus dem 17. Jahrhundert.
  • Evangelisch-Reformierte Gemeinde Leer (mit den Gemeindebezirken „Große Kirche“ und „Heisfelde“): Bis vor wenigen Jahren gab es noch einen dritten Gemeindebezirk, den Gemeindebezirk Hoheellern. Nach dem Weggang des zuständigen Pastors findet in diesem Bezirk nur noch einmal im Monat ein Gottesdienst statt, und zwar nicht mehr im ursprünglichen Gotteshaus, sondern in einem Bürgertreff. Die große reformierte Kirche wurde zwischen 1785 und 1787 in Form eines griechischen Kreuzes gebaut. Die Vorgängerin dieser Kirche befand sich in der Nähe des Plytenberges. An dieser Stelle steht nur noch die Krypta, die seit 1955 eine Gedenkstätte für die Opfer der beiden Weltkriege ist. Im Inneren der Großen Kirche erkennt man die typischen Merkmale für eine reformierte Kirche. Es gibt keinen Altar und kein Kreuz. Die Reformierten halten sich stets an das Bilderverbot. Der Taufstein aus Sandstein von etwa 1200 stammt vermutlich aus der Vorgängerkirche. Die Orgel ist im Barockstil erbaut.
  • Die Kirche der Evangelisch-Reformierten Kirchengemeinde Loga befindet sich in der Nähe der Evenburg und wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Der Turm der Kirche ist etwa zur Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut worden. Des Weiteren befindet sich ein Taufstein aus gelblichen Sandstein in der Kirche. Dieses Becken (Durchmesser 70 cm) wurde vor dem zweiten Weltkrieg aufgrund der Größe ausrangiert. Daraufhin wurde das Becken von einem Logaer Schmied als Kühlbecken benutzt, bevor es nach dem zweiten Weltkrieg wieder seinen Platz in der Kirche fand. Ebenfalls schön anzuschauen ist die Kanzel mit dem sechseckigen Predigtstuhl und dem sechseckigen Schalldeckel.

Katholische Kirchen

  • Wie die Lutherkirche befindet sich auch die katholische Kirche St. Michael in der Kirchstraße. Sie wurde 1795 erbaut. Den Namen der Kirche verdankt sie dem Erzengel Michael.
  • Die katholische Kirche St. Marien Leer-Loga wurde Mitte der 50er-Jahre erbaut und steht an der Ecke Saarstraße/Bavinkstraße. Da der Bau im Jahre 1954, dem Marianischen Jahr, begann, erhielt die Kirche den Namen St. Marien.

Die Kirche der Baptistengemeinde befindet sich zu Anfang der Ubbo-Emmius-Straße, direkt neben dem Ubbo-Emmius-Gymnasium.

Die Mennonitengemeinde Leer gibt es seit 1540. Ihre Kirche in der Faldernstraße wurde 1825 nach einem Entwurf des Architekten Jan Berend Kröger (Weener) erbaut.

Weitere Gemeinden

  • Methodistische Kirche von 1895 in der Friesenstraße
  • Siebenten-Tags-Adventisten in der Bergmannstraße
  • Neuapostolische Kirche von 1957 in der Jahnstraße
  • Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (auch als Mormonen bekannt) in der Heisfelder Straße
  • Freie Christengemeinde Leer in der Heisfelder Straße

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Sport besitzt in Leer einen sehr hohen Stellenwert. Es gibt über 40 Sportvereine, von denen VfL Germania Leer, Frisia Loga und VfR Heisfelde die größten sind, in denen jede Menge Sportarten (Fußball, Tennis, Rudern, Kampfsportarten, Reiten etc.) betrieben werden können. Informationen zu den einzelnen Vereinen sind unter der Rubrik „Freizeit&Kultur->Vereine“ auf der Homepage der Stadt Leer zu finden.

Leer verfügt über ein beheiztes Hallen- und Freibad im Burfehner Weg. Mit integriert sind eine Sauna, Aqua-Fitness und ein Gastronomiebereich.

Auch Anglerfreunde kommen auf ihre Kosten. Die Leda und die Jümme sind an hier beheimatete Angel- und Sportfischervereine verpachtet worden, die Gästen für ihre Pachtgewässer Gastkarten ausstellen.

Wer die ostfriesische Sportart Boßeln ausprobieren möchte, kann sich im Bürgerbüro der Stadt entsprechende Utensilien gegen Gebühr ausleihen. Der Boßelsport wird im Freien ausgeübt. Dabei wird eine Holz- oder Gummikugel soweit wie möglich gerollt. Am besten eignen sich die weitestgehend PKW-freien Gebiete im Hammrich zum Boßeln. Wer lieber im Warmen eine Kugel schieben möchte, ist auf den Kegel- und Bowlingbahnen genau richtig.

In der Freizeit- und Erholungsanlage Ems-Marina-Bingum steht neben einem Segel- und Motorboothafen, einem Campingplatz, einem Bade- und Surfsee auch eine Minigolfanlage zur Verfügung.

Im Jahr 2008 findet der 27. Ossiloop statt. Er beginnt im Leeraner Julianenpark und endet nach sechs Etappen und 68 km in Bensersiel (Nordseeküste).

Am ersten Septembersonntag findet jährlich – im Jahr 2008 zum 16. Mal – der Citylauf Leer der Polizeiinspektion Leer/Emden statt. Informationen zu dem Citylauf finden sie auf der Homepage der Polizei Leer (unter Aktuelles).

Weitere Möglichkeiten der Freizeitgestaltung:

  • Die Stadtbibliothek - nahe am Hafen gelegen - mit zahlreichen Büchern, Zeitschriften, DVD’s und weiteren Medien.
  • Das Kino-Center von Leer liegt zentral in der Fußgängerzone.
  • Im ehemaligen Zollhaus befindet sich ein vielfältiges Angebot für Musik-, Theater-, Kunst- und andere Kulturbegeisterte. Einen Veranstaltungskalender und weitere Informationen kann man auf der Homepage erhalten.
  • Leer – in der Aula der Emsschule – ist Spielort der Landesbühne Nord (Theater)
  • Der Kulturspeicher mit einem Veranstaltungsraum von ca. 200 m² befindet sich im Wilhelminengang unweit des Rathauses

Verschiedene weitere Veranstaltungen laden immer wieder Gäste von nah und fern ein. Hierzu gehören „Schlemmen und Shoppen“ am ersten April-Wochenende, der Bauernmarkt am letzten Juni Samstag, der Töpfermarkt am ersten Juli-Wochenende, „LEER-MARITIM“ am letzten Juli-Wochenende, ein Weinfest Ende August im Innenhof des Rathauses und das Fest der Kulturen am ersten Samstag im September.

Jedes Jahr am zweiten Mittwoch im Oktober beginnt der Gallimarkt. Fünf Tage Karussells und Ess- und Getränkebuden sorgen dafür, dass etwa 500.000 Menschen den Markt besuchen. Im Jahr 2008 wurde das 500-jährige Bestehen des Gallimarktes gefeiert. Direkt verbunden mit dem Gallimarkt ist der Galliviehmarkt. Auf diesem Viehmarkt - veranstaltet an zwei Tagen - wird ein Kauf wie in alten Zeiten per Handschlag getätigt.

Alle zwei Jahre – in jedem geraden Kalenderjahr – findet die Ostfrieslandschau statt. Im Jahr 2010 (25. September bis 3. Oktober) wird die Verbraucherausstellung zum 33. Mal durchgeführt.

Zur Weihnachtszeit findet an den Adventssonntagen, neben dem Weihnachtsmarkt in der Fußgängerzone, ein „Wiehnachtsmarkt achter’d Waag“ statt. Dieser historische Markt befindet sich auf dem Waageplatz gegenüber vom Rathaus.

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

In der Fußgängerzone, die vom Bahnhof bis in die Altstadt reicht, gibt es zahlreiche Geschäfte, die zum Bummeln und Verweilen einladen. Weiterhin gibt es zahlreiche Einkaufszentren in Leer und Umgebung.

Auf dem Wochenmarkt, der zweimal in der Woche (Mittwoch und Samstag Vormittag) auf dem Ernst-Reuter-Platz stattfindet, werden eine Vielzahl von frischen Waren angeboten.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

In Ostfriesland gibt es eine bestimmte Teezeremonie. In die mit ostfriesischen Rosen verzierten Teetassen wird ein Kluntje gelegt. Danach wird der Tee, der mindestens fünf Minuten gezogen haben muss, eingeschenkt. Die Tasse darf maximal halb voll sein. Die Spitze des Kluntje muss noch herausragen, so dass mit dem Sahnelöffel um die Kluntjespitze eine dicke Sahnewolke gelegt werden kann. Der Tee darf schließlich nicht umgerührt werden. Der Teelöffel ist nur zum Signalisieren da, dass kein Tee mehr gewünscht wird. Dazu wird der Löffel nach der dritten Tasse Tee („Dree is Oostfresen Recht“) einfach in die Tasse gestellt.

Diejenigen, die sich mit der Teezeremonie näher beschäftigen möchten, können in dem Teemuseum in der Brunnenstraße in einer Teestunde in die Zeremonie eingeweiht werden. In dem 2001 geschaffenen Museum mit einem Teeladen im historischen Ambiente wird die Geschichte des „schwarzen Goldes“, wie der Tee genannt wird, dargestellt.

Nachtleben[Bearbeiten]

Zahlreiche Bars, Cafès und Kneipen in der Fußgängerzone laden abends zum Verweilen ein.

Leer verfügt über zwei Diskotheken, die Fetenscheune am Windelkampsweg und das Karussell im Ortsteil Logabirum.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

In der Altstadt, nur wenige hundert Meter vom Rathaus entfernt, befindet sich die Jugendherberge mit 94 Betten.

In Leer stehen Besuchern zur Zeit acht Hotels mit 592 Betten, 17 Privatquartiere mit 89 Betten und 51 Ferienhäusern bzw. Ferienwohnungen mit 192 Betten zur Verfügung. Nähere Informationen erhalten sie bei der Tourist-Information.

Wer seinen Urlaub auf einem Campingplatz verbringen möchte, ist auf dem Campingplatz „Ems-Marina-Bingum“ genau richtig. Sofern jemand nicht über einen eigenen Wohnwagen verfügt, kann er einen Wohnwagen oder ein Chalet mieten.

Weiterhin gibt es in Leer drei kostenfreie Reisemobilstellplätze für bis zu drei Nächten Aufenthalt. Die zentrale Ver- und Entsorgungsstation befindet sich auf dem Stellplatz „Große Bleiche“ ebenso befindet sich hier auch eine Stromversorgung.

Weiter geht's[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]



Varianten

Aktionen

Insider für dieses Reiseziel:

In anderen Sprachen

andere seiten