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Kreta

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Kreta (gr: Kríti) ist nach Sizilien, Sardinien, Zypern und Korsika die fünftgrößte Insel im Mittelmeer, gehört politisch zu Griechenland und ist dessen größte Insel.

Karte


Regionen

Die Insel lässt sich in verschiedene Regionen unterteilen, die jeweils eigene Charakteristika aufweisen.

  • Nordostküste - Die Haupt-Touristenregion (Stalis, Malia, Amoudara, Chersonissos, Gouves und Annissaras) der Insel mit den meisten Hotels, die äußerste Ostküste bei Istron und Palekastro ist wieder sehr ursprünglich.
  • die Südostküste - Die Lassithi Hochebene und die Südostküste mit der schönen Messara - Hochebene ist wenig erschlossen und bietet den Besuchern außer den Archelogischen Stätten: Faistos/Festos ( Minoische Ausgrabungsstätte) und Gortys ( hier steht die älteste Gesetzestafel!) schöne einsame Strände an.

An der Südostküste ist der größte Gemüseanbau. Das hier angebaute Gemüse wird nach ganz Europa exportiert.

  • Südwestküste - Viele sehr schöne unter Naturschutz stehende Sandstrände, und urige Dörfer wie Plakias, Paleochora, Frangokastello und Sfakia.
  • Nordwestküste - Die Nordwestküste ist die Grüne Lunge Kretas. An der Nordwestküste und der Südwestküste gibt es die meisten Naturschutzgebiete. Wie z.B. die Bucht von "Balos" die blaue Lagune an der äußersten Westküste Kretas, die Sarikari-Schlucht, die Agia Irini Schlucht, Pelekanos bei Paleochora, die Dünenstrände Elafonissi ( Südwest ), die Dünenstrände Falassarna (Nordwest), die Askifou-Hochebene, die Imbros - Schlucht, die Samaria - Schlucht. Es gibt auf Kreta viele endemische Pfanzen ( über 2000 Orchideenarten), die uns hoffentlich noch lange erhalten bleiben! Die schönsten Orte im Westen sind: Kastelli-Kissamos, Falassarna, das Fischerdorf Kolimbari (kleiner Hafen mit urigen Tavernen), Spilia (4 km von der Küste entfernt), Aptera( Bergdorf), Stalos, Almirida( kleiner Hafen mit Tavernen), Kalives direkt am Meer mit Tavernen und Vamos ( Bergdorf), Arkadi/Amnatos ( Bergdorf ).
  • Die Städte - Im Gegensatz zu anderen Mittelmeerinseln gibt es auf Kreta mehrere Großstädte: Chania ( die schönste im Westen, das "Juwel Kretas"), Rethymnon mit der charmanten venezianischen Altstadt, Agios Nikolaos mit dem Süßwassersee, die Hauptstadt Heraklion im Osten mit dem historischen Museum ( zählt zu den wichtigsten Museen Europas!), Sitia an der äußersten Ostküste, Ierapetra an der Südküste mit arabischen Charme und nicht zu vergessen Kastelli-Kissamos an der äußersten Nordwestküste Kretas. Jede anders und wunderschön.
  • das Landschaftsbild auf Kreta - Kreta ist sehr abwechslungsreich und für Wanderer ein Paradies. Der Europäische Wanderweg E4 verläuft quer über die ganze Insel. Umweltschutz scheint man jetzt ernster zu nehmen als vor ein paar Jahren, es gibt viele Solarparks und Windräder, und hoffentlich bald mehr davon.

Es gibt auf Kreta drei Bergmassive: Im Osten die Dikti, in der Mitte der Psiloritis und in Westkreta die "Lefka Ori", die alle bis zum Frühjahr Schnee tragen. Mit über 2400 Meter ist der Psiloritis das höchste Bergmassiv. Im Osten bei Chersonissos, Stalis, Malia sind die meisten größeren Hotelanlagen, im Westen und Süden dagegen sieht man fast nur kleine Hotels, feine Luxushotels und wunderschöne Landhotels. Platanen,die kretische Eiche, Kastanienbäume, die Kretische Pinie, Zypressen und viele endemische Pflanzen prägen das Landschaftsbild in den Schluchten und Hochebenen. Auf Kreta gibt es die meisten Olivenbäume der Welt! Der älteste Olivenbaum, der über 2000 Jahre alt ist, ist in Vouves ( Westkreta). Da es auf der Insel so viel zu sehen gibt, ist eine Mietwagen-Rundreise für das erste Mal sehr zu empfehlen. Wer das urige sucht, der wird an der West-/Südwestküste das typische Kreta kennen lernen. Wer eher Wert auf einen guten all inclusive Urlaub legt, der wird an der Ostküste bestimmt das Hotel seiner Wahl finden. Kreta für alle!

Orte

Der venezianische Hafen in Réthymnon

Je nach Region bieten sich unterschiedlichste Ausflugsziele an:

Weitere Ziele

Stierhörner als Wahrzeichen im Palast von Knossós

Sowohl landschaftlich als auch kulturell ist auf und um Kreta viel zu entdecken:

Hintergrund

Geographie

Kreta ist in jeglicher Hinsicht überaus vielfältig, und eine tiefergehende Erkundung braucht Zeit, will man nicht nur an der Oberfläche kratzen. Auf der Insel, die mehr als doppelt so groß ist wie Mallorca, leben über 600.000 Menschen, und es braucht einen ganzen Tag, um vom einen Ende zum anderen zu gelangen, denn die 245 Kilometer Luftlinie zwischen West- und Ostküste werden zu 350 Kilometern abenteuerlicher Küstenstraße.

Die Insel ist geografisch gesehen ein Gebirge, dessen obere Bereiche aus dem Wasser ragen und das Libysche Meer von der griechischen Ägäis trennen. Die höchsten Gipfel ragen 2.456 Meter über das Meer und funkeln mit ihrem Schnee bis in den Mai hinein in der Sonne.

Geschichte

Die Geschichte Kretas ist geprägt durch die zahlreichen Eroberungsversuche unterschiedlichster Völker. So setzten sich die Kreter beständig gegen die Venezianer zur Wehr, die von 1204 bis 1645 die Insel als ihr Eigentum betrachteten. Dann kamen die Türken und eroberten Kreta, was allerdings von 1645 bis 1669 dauerte. Auch gegen diese erhoben sich die Inselbewohner immer wieder und konnten die türkische Herrschaft schließlich im Jahre 1898 beenden. Das letzte Mal kämpften die Kreter als Partisanen im zweiten Weltkrieg und verteidigten die Insel gegen die deutsche Wehrmacht, die am 20. Mai 1941 auf die Insel kam und bis Oktober 1944 blieb.

Ein wichtiger Teil der kretischen Identität ist die Orthodoxie, war sie doch in all den Jahren des Krieges und der Unterdrückung der Fels in der Brandung, der den Inselbewohnern das Nationalbewusstsein, die eigene Sprache und die Tradition erhielt. Ein anderer Teil ist die fast schon feindselige Einstellung zu den Türken. Als die Türken 1898 Kreta verlassen hatten, wurden viele türkische Bauwerke dem Erdboden gleichgemacht. Erst in den 1980er Jahren, als die Bedeutung für den Tourismus deutlich wurde, begann man mit der Restaurierung der verbliebenen Moscheen. 1974 überfielen türkische Truppen Zypern, und jedermann rechnete mit einem Krieg zwischen den beiden Nationen. Viele Kreter holten zu dieser Zeit aus eigenem Antrieb ihre Gewehre hervor und hielten an den Küsten nach türkischen Schiffen Ausschau.

Kretische Identität

Ebenso Ausdruck kretischer Identität ist das Gefühl, als Kreter ein besonderer Grieche zu sein. Die Insel ist reicher als viele andere Regionen des Landes, und Kretas Kultur ist älter als die des restlichen Griechenlands und Europas. Schließlich war die Insel Heimat der ersten europäischen Hochkultur überhaupt: der minoischen Kultur. Diese nach König Minos benannte Kultur lebte bereits vor über 3.500 Jahren auf Kreta und kontrollierte unter anderem den Seehandel im gesamten östlichen Mittelmeer. Nach dem Untergang der Minoer um 1450 v. Chr. folgte die erste Hochkultur auf dem Festland: die Mykener.

Sprache

Auf Kreta spricht man - wie kaum anders zu erwarten - griechisch. Wer dieser Sprache nicht mächtig und daher auf Übersetzungen mit lateinischen Buchstaben angewiesen ist, steht vor dem Problem, dass es keine einheitliche Schreibweise mit lateinischen Buchstaben für griechische Wörter gibt. Daher trifft man auf unterschiedlichste Schreibweisen des jeweils gleichen Namens, und noch schwieriger ist dann die korrekte Aussprache. Gute Reiseführer schreiben die Namen so, dass die Betonung eines Wortes stets auf der durch einen Akzent markierten Silbe liegt. So wird bspw. bei Chaniá das letzte a betont.

Siehe auch: Sprachführer Griechisch.

Anreise

Dem Kreta-Reisenden steht zur Wahl, ob er in drei Stunden die Insel mit dem Flugzeug erreichen will oder sich drei Tage für eine Fährüberfahrt aus Italien (Abfahrt von Venedig, Ancona oder Bari) Zeit nimmt.

Flugzeug

In den Sommermonaten verbinden Charterflüge nahezu jeden deutschsprachigen Flughafen mit der Inselhauptstadt Iráklion. Von manchen Flughäfen aus ist es auch möglich, direkt nach Chaniá zu fliegen. Über Athen erreicht man sowohl die alte als auch die neue Inselhauptstadt mehrmals täglich, Sitía mehrmals wöchentlich. Innergriechische Flugverbindungen existieren selbstverständlich ebenfalls und führen von Mykonos, Rhodos, Santorín und Thessaloniki nach Iráklion, von Thessaloniki nach Chaniá und von Kárpathos nach Sitía.

Links zu Fluggesellschaften, die Kreta das ganze Jahr über anfliegen:

  • Olympic Airways - [1]
  • Aegean Airways - [2]
  • Transavia - [3]

Schiff

Autofähren verkehren ganzjährig täglich zwischen Piräus und den kretischen Häfen Chaniá, Réthymnon und Iráklion, mehrmals wöchentlich zwischen Piräus, Àgios Nikólaos und Sitía. Für Reisende mit viel Zeit besteht die Möglichkeit, einmal pro Woche mit einer Autofähre, die unterwegs zahlreiche Häfen anläuft und daher sozusagen den "Bummelzug" durch das Mittelmeer darstellt, nach Kíssamos-Kastélli zu gelangen. Wichtige Fährgesellschaften sind beispielsweise ANEK, Minoan und Blue Star Ferries.

Mobilität

Ideales Fortbewegungsmittel für den Urlauber auf Kreta ist das Auto, denn nur mit dessen Hilfe ist es möglich, die Insel bequem und vollständig zu erkunden. Die Straßenverhältnisse schwanken zwar stark, sind mit jeweils angepasster Geschwindigkeit aber gut befahrbar. Allerdings sollte man immer ein Auge auf plötzlich auftauchende Schlaglöcher bzw. Schaf- und Ziegenherden haben.

Die Kreter selbst fahren eher Freistil und schneiden gerne Kurven, weshalb vor jeder unübersichtlichen Abbiegung Hupen und äußerstes Rechtsfahren empfehlenswert ist. Autovermietungen gibt es in praktisch jedem Urlaubsort, so dass ein Mietwagen kein Problem darstellt. Ein Jeep ist jedoch nicht unbedingt notwendig, auch wenn der Vermieter etwas anderes behauptet. Ganz anders sieht es bei der Straßenkarte aus, die im Maßstab 1:200 000 vorliegen sollte. Die Straßenschilder sind fast alle sowohl in griechischen als auch in lateinischen Buchstaben beschriftet, so dass die Orientierung wesentlich erleichtert wird.

Der EU-Führerschein ist Pflicht, eine grüne Versicherungskarte ist nur beim Fahren des eigenen Autos empfehlenswert. Tankstellen gibt es in ausreichender Zahl, von denen jedoch Sonntags die meisten geschlossen sind. Die vielen kleineren KFZ-Werkstätten verstehen sich ausgezeichnet auf Improvisation. Parkplätze hingegen sind selten.

Wer nicht selbst fahren möchte, der lässt sich per Linienbus [4] kutschieren. Das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel ist recht dicht, und so gut wie alle Städte sind direkt mit der Hauptstadt Iráklion verbunden. Die Busse fahren regelmäßig, Fahrpläne hängen auch in lateinischer Schrift aus. Fahrkarten kauft man entweder an den Busbahnhöfen oder unterwegs beim Fahrer.

Autovermietung-Firmen in Kreta:

Sehenswürdigkeiten

Blick in der Samariá-Schlucht
  • Samariá-Schlucht, 18 km Fußweg durch eine atemberaubende Landschaft
  • Chandrás-Hochebene, östlich der Straße von Sitía nach Ierápetra, viele Ruinen
  • Knossós, minoischer Palast, 5 km südlich von Iráklion
  • Kloster Arkádi, in den Bergen bei Réthimnon gelegenes Kloster, Nationalheiligtum Kretas
  • Kloster Moni Gonias in Kolimbari/Kolymbari
  • Askifou-Hochebene im Westen Kretas
  • Das venezianische Kastell von Frangokastello (Südwestkreta)
  • Gortys oder Gortyn der älteste Gesetzeskodex Europas in Südkreta (450 v.Chr.)
  • Phaistos (Palast von) in der Messarahochebene ( Südkreta), Minoische Ausgrabungsstätte
  • Matala (Südkreta), Bucht von Matala, bekannt durch seine Höhlen (alte Grabstätten)
  • Aradena Schlucht im Westen Kretas
  • Agia Irini Schlucht im Westen Kretas
  • Aptera bei Chania oberhalb der Souda Bucht. war ein Siedlungspunkt schon seit der Antike. Ruinen verschiedenster Epochen: Mykenen, Dorer, Hellenen bis zu den Byzantiener, alle haben Sie Ihre Spuren hier hinterlassen. Ausreichend Wasser, ein grandioser Blick in die Bucht von Souda und eine strategisch wichtige Lage, waren jeher ein wichtiger Punkt sich niederzulassen.

Aktivitäten

Kreta ist ein ideales Wandergebiet. Für Wanderer der Hinweis auf den europäischen Fernwanderweg Nr.4.[[5]]

Wer gut zu Fuß ist, der sollte bei Gelegenheit eine Wanderung durch die als Nationalpark geschützte Samariá-Schlucht machen. Dies ist allerdings nicht ganzjährig möglich: Von November bis April ist das Betreten der Schlucht aus Sicherheitsgründen behördlich untersagt.

Die Wanderung umfasst eine Wegstrecke von immerhin 14 Kilometern (also ca. 4-5 Stunden) und beginnt in 1.250 Metern Höhe an der Omalós-Hochebene bei Xilóskalo. Während des Wanderns lassen sich zunächst die mit Wäldern dicht bewachsenen Berge bewundern, später folgen steile Felswände zu beiden Seiten des Pfades. Nach dem ersten Wegdrittel bietet sich eine Rastmöglichkeit im verlassenen Dorf Samariá an, wo eine Quelle zum Auffüllen des Wasservorrats genutzt werden kann. Beeindruckend wirkt die Passage an der Eisernen Pforte, wo der Weg nur noch drei Meter breit ist, die Wände jedoch 350 Meter hoch zu beiden Seiten sehr steil ansteigen. Endpunkt der Wanderung ist Agía Rouméli.

Nicht ganz so lang ist eine Wanderung durch die Imbros-Schlucht. Man beginnt im Dorf Imbros an einer Taverne. Dort ist auch der Eingang ausgeschildert und ein paar Parkplätze gibt es auch. Nach ca. 1 km kommt man zum Schluchteingang, wo man erstmal 2 EUR p.P. Schluchtgebühr bezahlen muss. Die Wanderung bis zum Schluchtausgang ist ca. 8 km lang und führt meist über ziemlich steinige Wege. Ab und an trifft man auf ein paar Ziegen. In der Mitte der Schlucht befindet sich eine kleine Hütte, an der erstaunlicherweise die Tickets kontrolliert und abgestempelt werden. Am Schluchtausgang gibt es dann auch eine kleine Bar und zwei Taxi-Stops, d.h. man kann sich gegen ca. 10 EUR Gebühr zu seinem Auto nach Imbros zurückfahren lassen. Typischerweise ist dem Durchschnittswanderer dieser Preis im Angesicht des schluchtaufwärtigen Rückwegs herzlich egal. :-)

Durch die noch unbekannte Schlucht "Agia Irini" im schönen ursprünglichen Westen Kretas ( nur 8 km lang), kann man das ganze Jahr über wandern. Diese Wanderung ist auch für Familien mit Kindern geeignet. Es ist eine leichte Wanderung, die man auch im Hochsommer gut machen kann.


Bootstouren:

Die Bootstour zur Lagune Balos ( Westkreta) mit türkisblauem Wasser ist für Kinder & Erwachsene ein Erlebnis. Diese Tour beginnt von Kastelli aus mit dem Boot "Gramvousa Express".

Von Kolimbari (Westkreta) vom kleinen Hafen aus zur Spitze der Gramvousa - Halbinsel zum Venezianischen Kastell.

Ein sehr schönes Ausflugsziel ist auch von Chora Sfakion (oder Sfakia im Südwesten Kretas) mit dem Boot oder öffentlichen Fähre zum autofreien Ort an der Südküste nach "LOUTRO".

Ein Tagesausflug mit der Fähre von Paleochora ( Südwestkreta) zur kleinen Insel "GAVDOS" ist auch für Kinder sehr spannend, ganz besonders wenn man das Glück hat unterwegs Delphine zu begegnen.

Von Plakias ( Südwestküste)mit dem Boot Zur Prevelli-Schlucht. Das ist eine Palmenumsäumte Schlucht, mit Wasserläufe,die man auch mit Kinder gut durchwandern kann.

Von Ierapetra ( Südostkreta) kann man Bootstouren machen zur vorgelagerten Isel "Chrissi Island".

Küche

Allgemeines

Wer noch nie in südlichen Ländern war und meint, er wüsste, wie Tomaten oder Gurken schmecken, der irrt. Als Reisender am Mittelmeer sollte man unbedingt die landestypischen Früchte und Gemüsesorten probieren, wenngleich auf die Gefahr hin, dass man, kaum wieder zu Hause, diese aus dem westlichen Teil Europas gar nicht mehr kaufen mag.

Kreta ist allerdings kein Reiseziel für selbsternannte Feinschmecker, denn die regionaltypische Küche soll vorwiegend sättigen und ist entsprechend einfach. Griechen mögen das Essen am liebsten lauwarm, und so bekommt man es dann auch in den Tavernen vorgesetzt. Allerdings bieten manche Hotels und Touristenlokale die Option auf ein wirklich heißes Gericht, das extra auf mitteleuropäische Temperatur gebracht wird. Die wenigen ausländischen, vorwiegend italienischen Restaurants halten generell nur heiße Gerichte bereit.

Frühstück

Sieht man von den Büfetts in einigen guten Hotels ab, so ist von einem "vorgefertigten" Frühstück eher abzuraten. Statt dessen sollte man nur die Übernachtung buchen und das Frühstück in Kafenía oder Restaurants einnehmen, wo man sich das Essen nach eigener Vorliebe zusammenstellen kann.

Hauptmahlzeiten

Auch für den großen Hunger findet sich auf Kreta praktisch immer eine Taverne. Normale Restaurants sind einfach eingerichtet, aber es gibt auch teurere Varianten und natürlich die Hotels. Die meisten Gerichte kennt der Urlauber bereits vom "Griechen" in der Heimatstadt, wie etwa überbackene Auberginen, griechischen Salat oder (selten) Gyros. Experimentierfreudige Reisende kommen ebenfalls auf ihre Kosten und probieren z.B. kokorédsi (in Darm gewickelte und am Spieß gegrillte Innereien).

Der Ablauf

Die Bestellung an sich sollte unproblematisch sein. Fast immer liegen Speisekarten aus, die zumeist sowohl in englisch als auch in griechisch verfasst sind und so auch Nicht-Griechen die Auswahl erleichtern. Die Rechnung enthält immer Mehrwertsteuer und Bedienung, dennoch sind 10% Trinkgeld üblich.

Wohin zum Essen?

Verbreitet finden sich Restaurants (Estiatório) und Tavernen (Tavérna), die prinzipiell alle Arten von Speisen bieten. Daneben gibt es bescheidene Lokale (Inomajiríon), die Wein vom Faß ausschenken und einfache Speisen in kleiner Auswahl bieten, Kaffeehäuser (Kafenía), die alle Arten von Getränken offerieren, Schnellrestaurants (Pizzería), die in Folie verpackte Pizza im Mikrowellenherd erhitzen, auf Fischgerichte spezialisierte Restaurants (Psárotavérna) und Konditoreien (Sácharoplastíon), die Gebäck, Kaffee und Kuchen bereithalten.

Getränke

Nationalgetränk ist eisgekühltes Leitungswasser, das man in den Städten problemlos trinken kann. Bestellt man Kaffee, muss man sich zwischen Instant und griechischem Kaffee entscheiden. Wählt man Letzteres, so muss bei der Bestellung der gewünschte Süße- und Stärkegrad angegeben werden. Immer richtig liegt man, wenn man den griechischen Kaffee "métrio" = "mittelsüß und mittelstark" wählt. Tee kommt hingegen aus profanen Teebeuteln. Erfrischungsgetränke erhält man überall, und das besonders in Deutschland so beliebte Bier ist auch auf Kreta verbreitet. So haben mehrere Brauereien Zweigstellen auf der Insel, unter anderem Löwenbräu, Henninger und Amstel. Zu empfehlen ist auch das griechische "Mythos", hergestellt in Regie des Weinvertriebs "Boutári". In den Städten und Touristenzentren erhält man sogar Bier vom Faß. Wein wird auf Kreta grundsätzlich nur zum Essen getrunken. Wenn man schon einmal vor Ort ist, sollte man die auf der Insel angebauten Weine wie Láto oder Minós probieren. Als Spirituose ist der Oúzo bekannt, kretischer Nationalschnaps ist der Ráki (aus Weintrester), nicht zu verwechseln mit dem türkischen Raki, der ein Anisschnaps ist und deshalb eher dem Oúzo ähnelt.

Ausgehen

Offizielle Anlässe: Nationale Feiertage auf Kreta sind der 25. März, der 28. Oktober und der 9. November, wo jeweils in den Städten prachtvolle Paraden stattfinden. Ansonsten werden hauptsächlich in den Sommermonaten in vielen Orten der Insel traditionelle und kulturelle Feiern organisiert, die unter anderem über Plakate angekündigt werden. Weitere Feiertage sind:

  • 1. Januar - Neujahrstag
  • 6. Januar - Epifánia = Erscheinungstag (Heilige Drei Könige)
  • 7. Januar - Fest für Johannes den Täufer
  • 23. Februar - Katharí Devthéra
  • Ostersonntag
  • 15. August - Mariä Himmelfahrt
  • 25. & 26. Dezember - Weihnachten

Das wird außerdem gefeiert:

  • Rosenmontag: Dieser Tag wird überall auf Kreta mit Kostümen und Karnevalsumzügen gefeiert.
  • Internationales Festival von Kreta: Jedes Jahr treffen sich Ende Mai in Chaniá griechische und ausländische Tanz- und Folkloregruppen.
  • Renaissance-Festival: Im Juli findet in Réthymnon dieses überaus sehenswerte Festival statt.

Nachtleben: Je nachdem, in welcher Stadt man sich gerade auf Kreta befindet, sehen die Möglichkeiten für Nachtschwärmer recht unterschiedlich aus. Während in den größeren Städten durchaus der eine oder andere Diskotempel zu finden ist (insbesondere in Iráklion), zieht es besonders die Jugend am Abend in die diversen Tavernen und Lokale, wo aktuelle Pop-Musik läuft.

Klima

Kreta kommt zu Gute, dass die Insel sehr weit südlich im Mittelmeer liegt. Mit über 300 Sonnentagen im Jahr weist sie mit Sizilien und Zypern die höchste Sonneneinstrahlung auf. Der Sommer ist auf Kreta heiß und trocken, wobei insbesondere an der Südküste sehr hohe Temperaturen erzielt werden. Die Winterzeit fällt in der Regel recht milde aus mit viel Regen auf den Hochebenen und Schnee in den Bergen.

Auf Kreta gibt es verschiedene Klimazonen, die sehr unterschiedliches Urlaubswetter bringen können. Dies zu wissen, ist aber auch eine Chance, je nach Jahreszeit den passenden Urlaubsort auf Kreta aus- und aufzusuchen, bzw. noch innerhalb des Urlaubs zu wechseln oder zumindest Ausflüge in eine andere Klimazone zu machen. Grob unterteilt scheidet sich das Wetter auf Kreta in Nord und Süd, bedingt durch die west-östlich verlaufende Gebirgskette. Im Norden hat die europäische Wetterlage größeren Einfluss auf die Temperaturen. Die Folge ist, dass es dort mehr regnet und ca. 3-6 Grad Celsius kälter ist, als im Süden, der von warmen Winden aus Afrika verwöhnt wird. Dazwischen liegen in beiden Zonen viele Mikroklimata, entstanden durch geschützte Bucht- und/oder Wind abgewandte Lagen.

Die Durchschnittswerte aus Iráklion:

Monat Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Maximal 16 °C 17 °C 19 °C 23 °C 28 °C 33 °C 35 °C 37 °C 31 °C 26 °C 22 °C 18 °C
Durchschnittl. Tagestemp. 15 °C 16 °C 17 °C 21 °C 27 °C 28 °C 32 °C 32 °C 28 °C 23 °C 19 °C 16 °C
Wassertemp. 16 °C 15 °C 16 °C 17 °C 20 °C 24 °C 27 °C 28 °C 26 °C 24 °C 21 °C 18 °C
Regentage 9 8 6 4 2 1 0 0 2 4 7 9

Weiter geht's

Wikitravel hilft bei der Suche eines Campingplatzes auf Griechenland. Hier finden Sie alle aktive Campingplätze auf Kreta.

Hat man auf dem Festland so gut wie alles gesehen, empfehlen sich die vielerorts angebotenen Bootstouren. So kann man einen Ausflug von Réthymnon nach Balí unternehmen oder mit einem Linienschiff von Ágios Nikólaos nach Sitía fahren und später mit dem Bus zurück.

An der Südküste bietet sich ein Schiffsausflug von Paleochóra über Soúgia, Agía Rouméli und Loutró nach Chóra Sfakíon an, wo man allerdings entweder übernachten oder mit dem Bus weiter nach Chaniá fahren muss.

Im Sommerhalbjahr kann man außerdem zu den Kretischen Inseln übersetzen. So erreicht man Gávdos von Paleochóra und Chóra Sfakíon aus, die Inseln Chrissí und Koufoníssi (wo zum Beispiel ein Amphitheater zu bewundern ist) werden von den Städten Ierápetra bzw. Makrigialós mit Schiffen zugänglich gemacht.

Schließlich sollte man die Gelegenheit nutzen und einen Tagesausflug zur Vulkaninsel Santorín unternehmen, die je nach Abfahrtsort und Schiffstyp zwischen zwei und vier Stunden von Kreta entfernt liegt.

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