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Jordanien

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Lage
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Flagge
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Kurzdaten
Hauptstadt: Amman
Staatsform: Konstitutionelle Monarchie
Währung: 1 Jordan-Dinar (JOD)
= 1.000 Fils
Fläche: 97.740 km²
Bevölkerung: 5,61 Mio
Sprachen: Arabisch (offiziell), Englisch wird mehrheitlich verstanden
Religionen: Sunniten 92 %, Christen 6 % (hauptsächlich Griechisch Orthodox)
Telefonvorwahl: +962
Internet TLD: .jo
Zeitzone: MEZ+1h


Karte von Jordanien

Jordanien ist ein Land im Mittleren Osten. Es ist fast vollständig von Landflächen umgeben (Ausnahme ist eine schmale Bucht des Roten Meeres und die Ostseite des Toten Meeres). Angrenzende Länder sind Israel und Palästina im Westen, Syrien im Norden, der Irak im Nordosten und Saudi-Arabien im Südosten.

Regionen

Jordanien lässt sich von West nach Ost in drei Großlandschaften einteilen:

Städte

  • Amman - Hauptstadt.
  • Aqaba - am Golf von Aqaba, mit Verbindungen zum Roten Meer und zum Sinai.
  • Irbid - größte Stadt im Norden.

Weitere Ziele

  • Jerash - eine der größten römischen Ruinen im Nahen Osten.
  • Kerak - alte Kreuzfahrerburg.
  • Madaba - bekannt für die Mosaikkarte von Jerusalem.
  • Petra - Hauptattraktion von Jordanien, aus dem Fels gehauene Stadt.
  • Totes Meer - Tiefster Punkt der Erde und ein Meer, in dem man nicht untergehen kann.
  • Wadi Rum - Granitklippen kontrastieren mit Wüstensand.

Hintergrund

Die meiste Zeit seit der Unabhängigkeit von der britischen Verwaltung 1946 wurde Jordanien von König Hussein (1953-99) regiert. Er war ein pragmatischer Staatsmann, der es verstand, ausgeübten Druck von den Großmächten (USA, UdSSR und Großbritannien), den arabischen Staaten, Israel und der palästinensischen Bevölkerung trotz verschiedenen Kriegen und Interventionsversuchen zu koordinieren. 1989 führte er Wahlen ein und erlaubte eine langsame politische Liberalisierung. 1994 wurde ein formeller Friedensvertrag mit Israel geschlossen. Abdullah II., der älteste Sohn von König Hussein und Prinzessin Muna, bestieg nach dem Tod seines Vaters 1999 den Thron. Seitdem hat er seine Macht gefestigt und den bisherigen Kurs fortgesetzt. Dazu gehört auch ein umfangreiches wirtschaftliches Reformprogramm. Im Januar 2000 trat Jordanien der Welthandelsorganisation bei und unterzeichnete noch im selben Jahr ein Freihandelsabkommen mit den USA sowie 2001 mit der EFTA.

Anreise

Bürger aus arabischen Staaten benötigen kein Visum zur Einreise. Alle anderen benötigen ein Visum, das bei der Einreise am Flughafen für 20 Jordanische Dinar erworben werden kann. Ein Wechselschalter ist direkt an der Visumsstelle vorhanden. Wer nicht mit dem Flugzeug anreist, muss das Visum vorher bei einer diplomatischen Vertretung von Jordanien beantragen. Es ist auch möglich ein Visum direkt an der Grenze (Dara, Syrien) zu bekommen, hierfür stellt man sich zunächst am Einreise Schalter und erhält einen Stempel. Damit geht man dann zur Kasse und entrichtet die Gebühr von 13 Dinar für die man eine Briefmarke bekommt. Diese klebt man in den Paß und stellt sich ein letztes mal am ersten Schalter an. Häufig wird ein Foto gemacht und der Fingerabdruck gespeichert (nicht immer). Bei der Ausreise werden unter Umständen noch einmal Fotos gemacht. Israelische Stempel im Pass führen zur Zurückweisung an den Grenzen zu den arabischen Nachbarländern Jordaniens, auch mit gültigen Visa.

Flugzeug

Jordanien hat eine eigene Linienfluggesellschaft, Royal Jordanian Airlines mit Verbindungen von Frankfurt und München nach Amman. Auch British Airways, Lufhansa, KLM und andere Gesellschaften fliegen Jordanien an.

Queen Alia International Airport ist der Hauptflughafen von Jordanien, 35 km südlich von Amman (an der Hauptstraße nach Aqaba). Ins Zentrum von Amman dauert es ca. 45 Minuten. Ein Taxi für diese Strecke kostet ca. 25 Dinar.

Alternativ gibt es auch einen Airport-Shuttlebus, welcher den Flughafen mit Amman (7th Circle) verbindet. Von da ab, sind die weiteren Ziele innerhalb Ammans, für 2 bis 3 Dinare mit dem Taxi zu erreichen. Der Bus fährt tagsüber im Stundentakt (Fahrtzeit etwa 60 Minuten) und nachts ebenfalls, jedoch in größeren Zeitabständen. Eine einfache Fahrt kostet 3 JOD (Stand: April 2010)

Es gibt zwei weitere internationale Flughäfen:

  • Marka International Airport im Osten von Amman, diesen erreicht man aus weiteren Staaten im Mittleren Osten und von Aqaba
  • King Hussein International Airport in Aqaba.

Bahn

Es verkehren zweimal in der Woche (Montag und Donnerstag) auf der Bahnlinie zwischen Damaskus und Amman Züge. Sie erreichen die Hauptstadt am Knotenpunkt Mahatta, der sich nordöstlich der Innenstadt und in der Nähe des Flughafens Marka befindet. Es ist unkompliziert, von hier ein Taxi in die Innenstadt zu bekommen.

Die Fahrt dauert gemächliche 9 Stunden (wesentlich langsamer als Auto fahren) und es gibt sowohl 1.- als auch 2.-Klasse-Wagen.

Lt. verschiedenen Quellen (Internet, jord. Botschaft) wird diese Zugverbindung - zumindest auf syrischer Seite - seit Mitte 2004 nicht mehr bedient. Grund: Umbauarbeiten.

Bus

Es verkehren mehrere Fernbuslinien aus den umliegenden Ländern.

Auto

Wer viel Zeit hat, kann auch mit dem Auto nach Jordanien reisen. Bei Einfuhr eines PKW werden an der Grenze ein internationaler Führerschein sowie eine internationale Zulassung und Triptyk oder Carnet de Passages (Grenzübertrittsschein) verlangt. Alkohol am Steuer ist strikt verboten. Es gilt eine Null-Promille-Grenze. Auch bei unverschuldeten Verkehrsunfällen mit Personenschaden kann es zur Festnahme der Unfallbeteiligten durch die Polizei kommen. Die schnellste Reiseroute geht von Deutschland/Österreich aus über Ungarn, Serbien, Bulgarien, die Türkei und Syrien. Von Berlin aus sind es bis Amman ca. 3.900 km.

Schiff

Jordaniens einzige Hafenstadt ist Aqaba, die manchmal von Kreuzfahrtschiffen angelaufen wird. Es gibt Fährverbindungen aus Ägypten (Nuweiba, täglich) und aus Suez und Jeddah (wöchentlich).

Mobilität

Flugzeug

Die einzige Inlandsverbindung ist zwischen Amman und Aqaba.

Bus

Die JETT Busgesellschaft fährt von Amman nach Aqaba, Petra, Kairo und Damaskus. Die staatlichen rot-weissen (auch blau-weiss) Busse verkehren zwischen Amman, Irbid, Jerash, Kerak, Salt, Madaba, Petra und Aqaba. Minibusse verkehren zwischen kleineren Städten ohne Fahrplan, Abfahrt ist, wenn der Bus voll ist.

Sammeltaxi

Das Sammeltaxi stellt eine günstige Möglichkeit dar, von Amman nach Damaskus (Syrien) zu reisen. Eine einfache Fahrt (bei 4 Personen) ist für etwa 11 JOD (etwa 11 Euro) zu haben. Die Sammeltaxis fahren vom Abdali-Platz in Amman ab. Fahrzeit nach Damaskus: Etwa 3 Stunden (zuzüglich Zeit für Aus- und Einreise an der Grenze hinzurechnen).

Auto

Die Fernstraßen sind in gutem Zustand, aber das gilt nicht für die Fahrer und Fahrzeuge. Etliche Lastwagen und Busse fahren mit abgefahrenen Reifen oder kaputten Bremsen. In den südlicheren und ländlicheren Landesteilen meinen manche Fahrer, ohne Licht besser zu sehen. Am besten nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr ausserhalb der Hauptstadt Amman fahren.

Die Hauptroute ist der Desert Highway (Wüstenautobahn), von Aqaba über Ma'an, Amman bis nach Damaskus in Syrien.

Die andere für Touristen interessante Strecke ist der Kings Highway, eine kurvenreiche Landstrasse westlich der Wüstenautobahn. Der Kings Highway beginnt südlich von Amman und führt nach Kerak, Madaba, Wadi Mujib und Petra, bevor er südlich von Ma'an wieder auf die Wüstenautobahn trifft.

Sprache

Arabisch ist die Amtssprache in Jordanien. Viele Menschen sprechen etwas Englisch, manche auch Französisch oder Deutsch.

Kaufen

Für 50,00 € bekommt man (Stand Oktober 2009) ca. 40,00 Jordanischen Dinar (JD)(Hotelkurs September 2010). Der Flughafenkurs im März 2012 war 0,80, d.h für einen Euro hat man 0,80 JD bekommen. In Amman selber kann aber auch bessere Wechselkurs von bis zu 0,95 bekommen (Stand März 2012). Bargeld und Travellers Checks werden von Banken und offiziellen Wechselstuben getauscht, auch bieten manche Hotels diesen Service an (mit schlechterem Kurs). Achtung! Es wird verschiedentlich berichtet, dass sich das Umtauschen von Travellerchecks zunehmend schwieriger gestaltet. Wenn sie überhaupt noch genommen werden, dann meist nur zu einem sehr schlechten Kurs. Kreditkarten werden von einigen Hotels und Geschäften akzeptiert. Inzwischen kann mittels EC-Karte (nur Maestro, V-Pay ist nicht möglich) an vielen Automaten Geld abgehoben werden. Hier ist der Kurs meist besser, jedoch kommen Wechselgebühren hinzu. Es besteht keine Begrenzung für das Ausführen von ausländischen Währungen oder Jordanischen Dinar. Das Einführen Jordanischer Dinar ist auf maximal 50 JD begrenzt. Es ist äußerst unüblich, dass man an der Grenze gefragt wird, wieviel Bargeld man mit sich führt. Die Ausfuhr von Antiquitäten und Korallen ist verboten.

Küche

Die jordanische Küche ist der der Nachbarländer ähnlich. Fladenbrot (genannt khobez) wird für wenig Geld in Bäckereien verkauft, es ist frisch sehr lecker, verliert jedoch durch Austrocknung an Geschmack.

Zum Frühstück isst der durchschnittliche Jordanier Falafel und Humus. Neuerdings bieten immer mehr Restaurants Frühstück nach westlicher Art an.

Mezze (sehr viele kleine Gerichte) bekommt man in Libanesischen Restaurants, ebenso sind die internationalen Ketten wie McDonalds, Pizza Hut und Burger King vertreten. Lokale Ketten sind:

  • Abu Jbarah: berühmt für seine Falafel
  • Al-Daya'a: Sandwiches und Gerichte mit shawerma(arabischer Döner).
  • Jabri: Von warmen traditonellen Gerichten bis zu süßen Nachspeisen (sehr gute `Knafe´ = warmer Käse mit gerösteten Glasnudeln und Zuckersriup drüber))

Restaurants mit westlicher Küche sind nicht schwer zu finden. Die besten und teuersten sind in Hotels der Luxuskategorie. Italienische Restaurants und Pizzerien sind im Amman, Madaba und Aqaba zuhauf vertreten.

Ausgehen

Obwohl Jordanien ein islamischer Staat ist, gibt es lokal hergestelltes Bier der Marke Amstel in den besseren Restaurants. Guinness und Heineken werden in westlichen Lokalen ausgeschenkt. Der jordanische Wein ist ebenfalls sehr gut. In den westlichen Stadtteilen von Amman und in von Christen bewohnten Gebieten kann man auch härtere Alkoholika bekommen. Zudem gibt es Läden die Alkohol verkaufen diese sind durch das Amstel (Bier) Logo leicht zu erkennen. Sehr geschäftig geht es, vor allem abends, in Ammans Fußgängerzone - der Wakalat Street, zu.

Lernen

Arbeiten

Feiertage

Termin Name Bedeutung
30. Januar ? Geburtstag Königs Abdullah II.
01. Mai ? Tag der Arbeit
25. Mai ? Unabhängigkeitstag
14. November ? Gedenktag König Hussein
16. November ? El Issra' Wall-Mi'raj
25. Dezember Weihnachten

Des Weiteren die üblichen islamischen Feiertage.

Sicherheit

Sicherheitshinweise für Jordanien finden sich auf der Website des Auswärtigen Amtes.

Gesund bleiben

Eines der größten Gesundheitsrisiken ist, in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden. Sei vorsichtig, prüfe den Zustand des Fahrzeuges und vermeide es, im Dunkeln zu fahren.

Andere Gesundheitsrisiken:

  • Leitungswasser oder Eiswürfel aus Leitungswasser (auch zum Zähneputzen Wasser aus Flaschen nehmen)
  • Salat und Kräuter - diese sind schwierig zu waschen und können zu Magenverstimmung führen. Jordanische Gerichte wie Tabbouleh sind lecker und nahrhaft, aber man sollte in vernünftigen Lokalen essen und sich langsam an die fremde Kost gewöhnen.

Klima

Den größten Teil des Jahres ist es warm bis heiß. Einzig in den Monaten Januar bis März kann es in den höher gelegenen Gegenden (z. B. Amman) auch einmal schneien. In den Wintermonaten (etwa November bis März) muss im Übrigen mit zum Teil heftigen Regenfällen gerechnet werden, die aber in den letzten Jahren weitgehend ausblieben, was schwerwiegende Konsequenzen für die ohnehin schwierige Wasserversorgung des Landes hat. Den Rest des Jahres über ist es trocken.

Respekt

Kommunizieren

Das GSM Mobilfunknetz wird durch drei Betreiber abgedeckt: Jordan Mobile Telephone Services (JMTS) (Fastlink) und Petra Jordanian Mobile Telecommunications Company (MobileCom) bieten GSM 900 an, Umniah Mobile Company offeriert GSM 1800. Prepaidkarten werden für alle Netze verkauft. Weitere Infos zur Netzabdeckung und Roamingpartnern findet man unter GSM-World.

Für längeren Aufenthalt bzw. für Wüstentouren empfiehlt sich ein Satellitentelefon der Thuraya Satellite Telecommunications Co. Geräte können in fast allen europäischen Ländern geliehen werden.







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