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Japan

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Lage
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Flagge
Ja-flag.png
Kurzdaten
Hauptstadt: Tokyo
Staatsform: Konstitutionelle Monarchie
Währung: Yen (JPY) (¥)
Fläche: 378.000 km²
Bevölkerung: 127 Mio.
Sprachen: Japanisch
Religionen: 84% sowohl Shinto als auch Buddhismus, 16% andere (einschließlich 0,7% Christen)
Stromsystem: Ostjapan: 100V/50Hz
Westjapan: 100V/60Hz
(Nordamerikanischer Stecker)
Telefonvorwahl: +81
Internet TLD: .jp
Zeitzone: UTC+9 (MEZ+8)



Japan (jap.: 日本 Nihon oder Nippon) ist ein Inselstaat in Ostasien.

Regionen

Japans Regionen

Insgesamt setzt sich Japan aus über 3000 Inseln zusammen, von welchen die vier Hauptinseln Honshu, Hokkaido, Kyushu und Shikoku 97% der Landmasse ergeben. Weiterhin zählt die entlegene Ryukyu-Inselgruppe (Okinawa) noch zu den Bekannteren der japanischen Inseln. Die Hauptregionen und -prefekturen Japans sind:

  1. Hokkaido - die schneereiche Nordinsel
  2. Tohoku - Nordost-Honshu, bekannt für Skigebiete und heiße Quellen
  3. Kanto - die Küstenebene um Tokyo und Yokohama
  4. Chubu - gebirgiges Mittelland mit den Japanischen Alpen und Japans viertgrößter Stadt Nagoya
  5. Kansai - das alte Kultur- und Wirtschaftszentrum Japans, um Osaka, Kyoto, Nara und Kobe
  6. Chugoku - westlichster Teil Honshus, ländliche Region um Hiroshima
  7. Shikoku - die kleinste der vier Hauptinseln, bekannt durch die 88 Tempel-Wallfahrt
  8. Kyushu - Südinsel mit den Städten Fukuoka und Nagasaki
  9. Okinawa - subtropische Inselkette zwischen Japan und Taiwan

Städte

Karte von Japan

Die wichtigsten Städte Japans sind (der Größe nach):

  • Tokio - die Hauptstadt, modern und dicht besiedelt
  • Yokohama - Hafenstadt im Einzugsbereich von Tokio
  • Osaka - dynamische Business-Stadt in der Region Kansai
  • Nagoya - Industriestadt in der Region Chubu
  • Kobe - Hafenstadt in der Region Kansai
  • Kyoto - Japans ehemalige Hauptstadt, immer noch kulturelles Zentrum des Landes, viele Tempel und Gärten
  • Fukuoka - die größte Stadt auf Kyushu
  • Hiroshima - Hafenstadt, Ziel der ersten Atombombe 1945
  • Nagasaki - Hafenstadt auf Kyushu, ebenfalls Ziel einer Atombombe 1945
  • Nara - die erste Hauptstadt eines vereinigten Japan, berühmt für den großen Buddha im Todaiji
  • Sapporo - größte Stadt Hokkaidos, berühmt für das Schneefest
  • Sendai - größte Stadt der Region Tohoku, bekannt als Wald-Stadt
  • Shimonoseki — Südwestspitze Honshus, bekannt für die Delikatesse Kugelfisch
  • Kanazawa

Weitere Ziele

  • Nikko - Kleinstadt mit einigen der schönsten Schreine und Tempel in Japan
  • Izu-Halbinsel - bergige Halbinsel südlich von Tokio mit vielen naturbelassen Kliffen
  • Fuji-san - der höchste Berg und Wahrzeichen Japans, zusammen mit den fünf ihn umgebenen Seen ein beliebtes Reiseziel

Hintergrund

Im "Land der aufgehenden Sonne" trifft die Vergangenheit auf die Zukunft. Die japanische Kultur reicht einerseits Jahrtausende zurück, absorbiert und kreiert aber andererseits auch die neusten Trends.

Japan ist ein Paradebeispiel für Kontraste und Gegensätze. Viele japanische Firmen sind Vorreiter in ihren Bereichen, jedoch scheint Japan konstant vor dem Ruin zu stehen. Städte sind modern und hochtechnisiert, aber uralte Holzhütten überleben hier weiterhin neben Designerwohnungen. An einem normalen Tag kann man in der U-bahn auf Erwachsene treffen, die sich mit Kinderspielzeug oder Pornografie die Zeit vertreiben, manchmal mit beidem gleichzeitig. Japan besitzt eine Kollektion wundervoller Tempel, umgeben von grellen Anzeigen und hässlichen Gebäuden. In einem modernen Wolkenkratzer kann man plötzlich auf eine hölzerne Schiebetür treffen, hinter welcher eine traditionelle Teekammer mit Tatamifußboden und Kalligrafie an den Wänden liegt. Diese Gegensätze werden dafür sorgen, daß Ihr Japanurlaub kaum langweilig werden wird.

Geschichte

Kultur

Klima

Die Japaner pflegen zu sagen, dass sie alle vier Jahreszeiten "genießen". Das ist tatsächlich richtig, da sie einen sehr kalten Winter (mit Schneefall), einen sehr heißen Sommer (bis zu 40 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit), einen angenehmen Herbst und Frühling besitzen. Natürlich unterscheidet sich diese Darstellung zwischen den verschiedenen Regionen. Im Norden auf Hokkaido sind eher etwas kühlere Temperaturen anzutreffen und im Süden auf Kyushu etwas wärmere.

Auch wenn Breitengrade nicht unbedingt ausschlaggebend sind für das vorherrschende Klima, ist die Nord-Süd Erstreckung Japans doch mehr als erstaunlich. Im Breitengradvergleich liegt Sapporo, die Hauptstadt der Präfektur Hokkaido etwas südlicher als München, während eine der südlichsten Inseln, Miyakojima, auf dem selben Breitengrad wie Dubai liegt.

Ein Besuch Japans sollte am besten im Herbst (September, Oktober) erfolgen, da zu dieser Zeit angenehme Temperaturen vorherrschen und die für Japan berühmte rote Laubfärbung zu beobachten ist. Im Frühling ist der Anblick der Kirschblüte im April ebenfalls sehr reizvoll. Die Temperaturen sind dann ebenfalls sehr angenehm. Von einem Besuch im Sommer sei sehr abzuraten, denn trotz klimatisierter Züge und Gebäude, sind die schwülen Wetterverhältnisse sehr anstrengend und beeinträchtigen die erfolgreiche Erkundung Japans.

Anreise

Für Staatsbürger der Schweiz, Österreichs und Deutschlands ist es nicht notwenig ein Visum in ihrem Heimatland zu beantragen. Bei der Einreise muss man ein Einreisedokument ausfüllen (Name, Passnummer, Wohnort in Japan z.B. Hotel, Flugnummer u. ä.) Damit bekommt man ein Touristenvisum für einen Aufenthalt von max. 90 Tagen. Bei Bedarf kann das Touristenvisum um 3 Monate verlängert werden, man muss sich jedoch als "Alien Resident" bei den Behörden registrieren. Seit Oktober 2006 muss auch ein Zoll Einfuhr Dokument ausgefüllt werden. Die Einfuhr von frischen Lebensmitteln (Obst, Fleisch und Fisch) sowie Pflanzen und Blumen sind nur bedingt erlaubt. Diese müssen vor der Zollkontrolle dem Gesundheits-Inspektor vorgelegt werden.

Flugzeug

Die günstigste Anreisemöglichkeit stellt das Flugzeug dar. Die drei wichtigsten internationalen Flughäfen mit weltweiten Verbindungen sind der Narita Airport in Tokyo (NRT), der Kansai Airport in Osaka (KIX) und der Chubu Centrair Airport in Nagoya (NGO). Der Fukuoka Airport (FUK) verbindet die südliche Insel Kyushu mit anderen asiatischen Ländern. Weitere größere Flughäfen mit hauptsächlich regionalen bzw. innerasiatischen Verbindungen sind der Chitose Airport in Sapporo (CTS), der Naha Airport in Okinawa (OKA), der Haneda Airport in Tokyo (HND) und der Itami Airport in Osaka (ITM).

Schiff

Schiffsverbindungen bestehen nach China, Korea, Taiwan und Russland. Die wichtigsten Häfen sind Kobe, Osaka, Shimonoseki, Nagoya, Niigata, Hiroshima, Hakata, Tsushima, Fushiki, Naha in Okinawa und Wakkanai in Hokkaido.

Mobilität

In japanischen Städten nützt eine Adresse wenig um ein Ziel tatsächlich zu finden. Die meisten Ziele werden angegeben, indem man den Weg vom nächsten Bahnhof oder einem bekannten Punkt beschreibt. Visitenkarten haben oft kleine Karten auf der Rückseite um das Auffinden zu erleichtern (zumindest wenn man Japanisch kann). In vielen Bahnhöfen und an den Rändern der Stadtteile sind Pläne angebracht, die helfen nahe gelegene Ziele zu finden.

Bahn

Tokaido - Shinkansen (Typ: Hikari) im Bahnhof Tokyo.

Japans Eisenbahnen sind schnell und pünktlich und erschließen den größten Teil des Landes. Sie sind daher die erste Wahl für die meisten Besucher. Das zu erst verwirrendste am japanischen Eisenbahnsystem (besonders in Großstädten wie Tokyo) ist, dass sich die Bahnhoefe verschiedener privater Bahnen und der JR überschneiden, d.h. in einem Bahnhof z.B, sind drei verschiede Bahngesellschaften zu finden (z.B. in Osaka: Kintetsu Namba Station, Nankai Namba Station, JR Namba Station).

JR-Netz

Das JR-Netz ist so umfangreich wie man es von einem nationalen Eisenbahnsystem erwartet (auch wenn es jetzt von verschiedenen privaten Gesellschaften betrieben wird). Wenn man einen JR-Pass hat stellt man fest, dass es selbst in großen Städten wie Tokyo oder Osaka immer einen JR-Bahnhof in der Nähe eines Zieles gibt. In ländlichen Regionen betreibt die JR auch Busverkehre. Allerdings hat die JR kein Monopol und gerade in den großen Ballungsräumen gibt es andere, private Eisenbahnnetze.

Eine gute Möglichkeit seine Fahrten im JR-Netz inklusive Shinkansen im vornherein zu planen, bieten Hyperdia oder Kurage, besonders wenn man plant das Land mit dem Japan Rail Pass zu bereisen.

Japan Rail Pass - Das beste Angebot für Besucher, die viel reisen wollen, ist der Japan Rail Pass, der unbegrenzte Fahrten in fast allen JR-Zügen erlaubt, einschließlich dem Shinkansen. Er gilt ein, zwei oder drei Wochen. Eine einfache Fahrt von Tokyo Station nach Kyoto kostet mit Reservierung 13200 Yen, der 7-Tage-Rail-Pass nur ¥28.300, für 14 Tage zahlt man ¥45.100 und für 21 Tage ¥57.700.

Rail-Pässe können nur außerhalb Japans und frühestens 3 Monate vor Geltungsbeginn gekauft werden. Beim Kauf benötigt man den Reisepass und muss wissen, ab wann der Rail Pass gelten soll. Japaner können die Rail Pässe nur dann erwerben, wenn ihr ständiger Wohnsitz außerhalb Japans ist, oder sie mit einer Person ohne japanische Staatsangehörigkeit verheiratet sind. Man bekommt dann einen Gutschein, den man an den meisten größeren JR-Bahnhöfen in Japan (einschließlich aller Flughafenbahnhöfe) gegen den Rail-Pass eintauschen kann.

Wenn man mit der Bahn fährt, muss man den Rail-Pass an der besetzten Sperre vorzeigen. Manchmal muss man dabei etwas warten, da dort auch Fahrgäste nachzahlen (vor allem an Bahnhöfen in Tokyo).

Seishun 18-Kippu - Ursprünglich eine Fahrkarte für Studenten, da sie nur in den Ferienzeiten erhältlich und gültig ist. Sie kann aber auch von älteren Reisenden genutzt werden, ein Studentenausweis oder eine Altersangabe ist nicht erforderlich. Für 11.500 Yen bekommt man ein an fünf Tagen gültiges Ticket, an welchen fünf Tagen innerhalb der Gültigkeit von mehreren Wochen ist dabei egal. Man darf an diesen Tagen so oft und so weit fahren, wie man möchte. Shinkansen und Expresszüge dürfen allerdings nicht benutzt werden. Trotzdem ein lohnendes Angebot für Leute mit mehr Zeit und weniger Geld!

Eine Fahrkarte kaufen - Wenn man keinen JR-Pass hat, ist der Kauf einer Fahrkarte ziemlich kompliziert. An großen Bahnhöfen gibt es normalerweise Fahrkartenschalter, an denen man die Fahrkarte bei einem Bahnangestellten kaufen kann. Wenn der Schalterbeamte kein Englisch spricht, kann man sich meist mit Handzeichen verständigen. Oft hilft, seinen Reisewunsch aufzuschreiben, da viele Japaner besser Englisch lesen als sprechen können. Hier und da gibt es auch Vordrucke für diesen Zweck.

An kleinen Bahnhöfen (oder U-Bahn-Stationen) wird es schwieriger, hier muss man seine Fahrkarte an einem Automaten kaufen, der meist nur eine japanische Anleitung hat. In Tokyo selbst hingegen kann man bei den meisten U-Bahn-Stationen einen Fahrkartenautomat finden, bei dem ein (meist roter) Knopf zu einer englischen Anleitung führt. Diese Automaten akzeptieren keine Kreditkarten. Schaut man in so einem Fall einigermaßen hilflos, findet sich zum Glück fast immer ein netter Japaner, der seine Hilfe anbietet. Falls Du Pech hast, hier einige Hinweise:

Normalerweise ist über dem Automaten ein großer Plan, auf dem der Standort rot und evtl. mit den Zeichen 当駅 gekennzeichnet ist. Außenrum sind alle anderen Bahnhöfe zu denen man fahren kann. Darunter steht jeweils der Fahrpreis. Die näheren Bahnhöfe haben niedrigere Fahrpreise (die Fahrt kostet dann z.B. ¥140, für weitere Strecken steigt der Preis z.B. auf ¥2000). Wenn man seinen Zielbahnhof ausfindig gemacht hat, wirft man den zu zahlenden Betrag (oder mehr) in den Automaten. (Die meisten Automaten akzeptieren neben Münzen auch ¥1000 Scheine, einige sogar ¥5000 und ¥10000 Scheine). Dann leuchten Knöpfe mit den möglichen Fahrpreisen auf. Man drückt den Knopf mit dem gewünschten Betrag und nimmt Fahrschein und Wechselgeld. Wenn man den Preis nicht bestimmen kann, kauft man eine Fahrkarte mit dem minimalen Fahrpreis und zahlt am Ziel nach. (Dies gilt in Japan nicht als Schwarzfahren.) Nachzahlen kann man entweder an der besetzten Sperre oder einem Automaten.

Liniennetz des Shinkansen

Zugtypen - JR führte als erste Eisenbahn Hochgeschwindigkeitszüge ein, die berühmten Shinkansen (新幹線). Mit Geschwindigkeiten nahe 300 Kilometer pro Stunde sind sie nach wie vor der schnellste Weg durchs Land zu reisen. Auf der meist benutzten Strecke, der Tokaido-Linie die Tokyo, Nagoya, Kyoto und Osaka verbindet, gibt es drei Arten von Shinkansen:

  • Nozomi - die schnellsten und teuersten Shinkansen. Der Japan Rail Pass ist hier nicht gültig. 13 der 16 Wagen sind reservierungspflichtig.
  • Hikari - der zweitschnellste. Immer noch sehr schnell.
  • Kodama - hält öfter als die anderen beiden Arten und fährt oft nicht die gesamte Strecke.

Im Shinkansen kann man kaum großes Reisegepäck mitnehmen. Normalerweise wird dies mit einem extra Transport voraus geschickt. Die Züge selbst halten nur zwischen 1 und 3 Minuten auf den Bahnhöfen. Pünktliches Erscheinen und schnelles Einsteigen ist also Pflicht.

Auf anderen JR Linien, insbesondere den Vorortlinien, werden folgende Zugbezeichnungen verwendet:

  • Nahverkehrszug (普通 futsū oder 各駅 kakueki)) - hält an jedem Bahnhof.
  • Eilzug (快速 kaisoku) - hält an ungefähr jedem dritten Bahnhof. Nicht zuschlagpflichtig.
  • Schnellzug (急行 kyūkō) - hält an ungefähr jedem dritten Bahnhof. Zuschlagpflichtig.
  • Expresszug (特急 tokkyū) - hält an wenigen Bahnhöfen. Zuschlag- und teilweise reseverierungspflichtig.

In Schnell- und Expresszügen gibt es teilweise Grüne Wagen, die japanische Variante der ersten Klasse. Da man für fast 50% Zuschlag nur ein bisschen mehr Beinfreiheit bekommt, wählen die meisten Fahrgäste normale Plätze.

Reservieren - In Shinkansen und tokkyū-Zügen sind einige Wagen reservierungspflichtig (指定席 shiteiseki). In einem typischen Shinkansen mit 16 Wagen gibt es zum Beispiel nur drei bis fünf Wagen die man ohne Reservierung benutzen darf und nur zwei davon sind Nicht-Raucher. In einem vollen Zug garantiert eine Reservierung eine bequeme Reise.

Reservieren ist überraschend einfach und sehr zu empfehlen für gefragte Verbindungen (zum Beispiel am Freitagabend von Tokyo nach Kyoto oder für den Zug von Nagoya nach Takayama). Am Bahnhof muss man nach den JR Schaltern Ausschau halten, die ein kleines grünes Symbol haben, das eine auf einem Sitz ausruhende Person zeigt. Dort fragt man nach einer Reservierung wenn man die Fahrkarte kauft. Diese Schalter heißen "midori no madoguchi". Reservieren kann man schon einen Monat vorher oder auch noch wenige Minuten vor Abfahrt des Zuges.

Wenn man einen Japan Rail-Pass hat, geht man einfach zum JR-Schalter und zeigt seinen Rail-Pass, wenn man um eine Reservierung bittet. Der Fahrschein, den man dann bekommt, erlaubt jedoch nicht, die automatischen Sperren zu benutzen - man muss immer noch seinen Rail-Pass an der besetzten Sperre zeigen um zum Zug zu gelangen.

Privatbahnen

Wenn man mit ihnen die ganze Strecke zurücklegen kann, sind Privatbahnen manchmal billiger als die JR. Das stimmt aber nicht immer, da der Wechsel von einem Netz in das andere normalerweise den Preis erhöht. Die meisten Privatbahnen besitzen eine Kaufhauskette und Hotelkette mit demselben Namen (z.B. Tokyu in Tokyo) und füllen die Lücken des JR-Netzes in den Vororten der Großstädte hervorragend aus. Einige Privatbahnen klassifizieren ihre Züge anders als die JR, daher muss man für Schnellzüge nicht immer einen Zuschlag entrichten. Am sinnvollsten ist es sich die Netzpläne und Preise zu vergleichen und dann zu entscheiden, welches der beste Weg ist um von A nach B zu kommen. Leider setzt dies zu meist ein paar Sprachkentnisse voraus, um die Stationsnamen lesen zu können.

In Kobe, Kyoto, Nagoya, Osaka, Sapporo, Sendai, Tokyo und Yokohama gibt es außerdem U-Bahnen oder.

In Nagasaki, Hakodate, u.a. Staedten sind auch Strassenbahnen zu finden.

Weiterhin gibt es auch Monorails z.B. in Naha (Okinawa), Osaka, Tokyo, u.a. Städten.

Flugzeug

Auf das Flugzeug sollte man bei weiteren Strecken zurückgreifen, wie z.B. Tokyo - Okinawa, oder wenn dort kein Shinkansen fährt, wie z.B. nach Hokkaido. Dabei sollte man als Tourist allerdings nicht auf die normalen Inlandsflugtarife zurückgreifen, zumal diese auch sehr teuer sind. Stattdessen sollte man die zahlreichen Discountangebote (Discounttickets) für Touristen in Augenschein nehmen, da diese teilweise sehr günstig sind.

Bus

Fernverkehr

Die günstigste Möglichkeit, im Vergleich zu Flugzeug und Shinkansen, eine lange Strecke hinter sich zu bringen, stellen die (Nacht)Busse dar. So kann man z.B. die Strecke von Tokyo nach Hiroshima und zurück mit 12.000 Yen bewältigen. Man ist dabei natürlich 12 Stunden unterwegs, doch für Reisende, die im Auto gut schlafen können stellen sie eine gute Alternative dar: Die Nachtbusse sind geräumig ausgelegt, haben recht komfortable Sitze und lichtundurchlässige Vorhänge, sodass gewöhnlich alle Fahrgäste innerhalb einer Stunde nach Abfahrt schlafen. Busverbindungen gibt zwischen sehr vielen Städten Japans, Tickets erhält man in Reisebüros.

Nahverkehr

In den Großstädten muss man selten auf lokale Busse (線路バス senro basu) zurückgreifen. In kleinen Städten spielen sie dagegen eine wichtige Rolle und daher sollte das ungewöhnliche Tarifsystem erwähnt werden. In den meisten Bussen muss man beim Einsteigen (durch die Hintertür) einen kleinen Fahrschein mit einer Nummer aus einem Automaten ziehen. Vorne im Bus befindet sich über dem Fahrer eine elektronische Anzeigetafel, die Nummern und Preise zeigt, die im Laufe der Fahrt steigen. Wenn man aussteigt, drückt man die Haltewunschtaste und sucht auf der Anzeigetafel den aktuellen Preis für die Nummer auf dem Fahrschein. Diesen steckt man zusammen mit dem Geld in den Zahlautomaten beim Fahrer und steigt durch die Vordertür aus. In der Regel muss man dabei exakt zahlen, dafür gibt es dann Automaten, die 1000¥-Scheine in Münzen wechseln. Wenn man nicht genug Kleingeld hat, sollte man rechtzeitig wechseln.

Der Name der nächsten Haltestelle wird meistens im Bus angezeigt und durchgesagt — allerdings meist nur auf Japanisch. In der Regel kann man jedoch den Fahrer bitten, einen auf die Zielhaltestelle aufmerksam zu machen.

Auto

Auto fahren in Japan ist an sich sehr viel einfacher als man vermuten möchte, zumal da heutzutage die meisten Autos mit Navigationsgeräten ausgestattet sind. Auf dem Land bietet das Auto viele Vorteile und lässt einen nicht zuletzt in der heißen Jahreszeit das Land unvergleichlich mehr genießen. Vom Stadtverkehr in den Ballungsgebieten Kanto und Kansai ist Ausländern ohne Japan-/Japanischkenntnisse allerdings stark abzuraten, zumal die öffentlichen Verkehrsmittel hier hervorragend ausgebaut sind.

Auch auf dem Land sind viele Verkehrsschilder neben japanisch auch englisch beschriftet, in Japan herrscht Linksverkehr und meistens eine recht defensive, allerdings auch etwas unumsichtige Fahrweise. Autobahnen sind kostenpflichtig, Mietwagen erschwinglich (ab 5000 Yen), Benzinkosten niedriger als in Europa. Japan ist auch hier Bargeldland, die Mautgebühr kann nicht mit Kreditkarte bezahlt werden.

Achtung, Internationale Führerscheine sind in Japan normalerweise nicht gültig! Allerdings hat Japan mit Frankreich, Italien, Belgien, Deutschland, der Schweiz und Taiwan ein Abkommen geschlossen, welches die nationalen Fahrausweise dieser Länder in Japan zulässt. Man muss zusätzlich eine offizielle japanische Übersetzung mit sich führen, die z.B. für Deutsche von der deutschen Botschaft in Tokyo angefertigt wird. Man kann vorab eine Fotokopie an die deutsche Botschaft schicken um mehrtägige Bearbeitungszeiten zu vermeiden. Noch einfacher geht es bei der JAF (Japan Automobile Federation), wo man ohne Voranmeldung die Übersetzung innert 1-2 Stunden bekommt.

Japanische Tankstellen akzeptieren keine ausländischen Kreditkarten. Seit 2006 wird an vielen Stellen rigoros und prompt gegen Falschparker vorgegangen - anders als bei anderen Gelegenheiten hilft hier kein „Ausländerbonus“.

Motorrad-Verleih ist im Land des aufgehenden Motorradlächelns weniger üblich. Ein Beispiel ist Sashu in Kyoto.

Es gilt die Null Promille Grenze! Wer von der Polizei erwischt wird, bezahlt u.U. eine saftige Buße von mehreren tausend Euro. Neben dem Fahrer wird auch jeder Mitinsasse bestraft. Von Drogen gleich ganz die Finger lassen, ein Krümel Cannabis reicht schon für eine Verurteilung.

Sprache

Japanisch. Zwar lernen heute alle Japaner Englisch in der Schule, dennoch sind die praktischen Englischkenntnisse eher gering, da fast alle Schulen mehr Wert auf Grammatik als Konversation legen. Dank der großen Hilfsbereitschaft gegenüber Touristen ist eine Verständigung meist trotzdem nicht schwer.

Kaufen

Die japanische Währung ist der Japanische Yen, abgekürzt ¥ (oder JPY bei Wechselkursen). Im Japanischen wird das Zeichen 円 verwendet.

  • Münzen: 1, 5, 10, 50, 100, 500¥. Es gibt zwei 500¥-Münzen: die alten sind silberfarben, die neuen goldfarben.
  • Scheine: 1000, 2000, 5000 und 10000¥. 2000¥-Scheine sind sehr selten. Im November 2004 wurden alle Scheine (außer dem 2000er) neu gestaltet, so dass jetzt zwei Versionen im Umlauf sind. Selbst bei kleinen Einkäufen wird kaum ein Händler die Annahme eines 10000¥-Scheins verweigern.

Japan ist Bargeldland. Zwar nehmen Hotels und Geschäfte die häufig ausländische Kunden haben, auch Kreditkarten an, in vielen kleinen Geschäften kann aber nur bar bezahlt werden. Selbst wenn man mit Kreditkarte zahlen kann, gilt dies meist erst ab einem Mindestbetrag und gegen eine geringe Gebühr. Es ist daher üblich, in kleineren Städten oder abgelegen Gegenden sogar notwendig größere Geldbeträge herumzutragen. Dank der geringen Kriminalität ist dies nicht gefährlich.

In den meisten größeren Banken kann man Geld wechseln. Die Kurse sind überall ungefähr gleich. Man sollte 15-30 Minuten Wartezeit einplanen. Im Gegensatz zu Euro, Dollar oder Pfund werden andere asiatische Währungen oft nicht angenommen. Wenn man groessere Geldbetraege wechseln will (z.B. mehr als 500 Euro) kann es zu Problemen kommen. Meist ist dies nur moeglich wenn man ein Konto bei der Bank hat.

Auch in vielen westlichen Hotels kann man Bargeld wechseln, allerdings mit einem Abschlag von 10 bis 20 %. In größeren Städten gibt es kleine Wechselstuben, die als solche häufig kaum zu erkennen sind. Meistens kann man in solchen Wechselstuben auch Fahrscheine und andere Tickets erwerben. Solche Wechselstuben nehmen Bargeld ohne Gebühren und wechseln fast zum Tageskurs. Zu beachten ist allerdings, dass die Geldscheinprüfautomaten gelegentlich nicht funktionieren und meist nur Japanisch gesprochen wird.

Die Geldautomaten der meisten japanischen Banken akzeptieren keine ausländischen Karten. Eine Ausnahme ist die japanische Postbank. Die Geldautomaten der japanischen Postämter haben neben japanischen auch englische Bedienungshinweise. Sie nehmen Karten des Cirrus und Maestro-Systems, sowie Mastercard, Visa, American Express und Diners Club Kreditkarten. Darüber hinaus kann man als Citibank-Kunde kostenfrei Geld abheben, was sich vor allem in den größeren Städten wie Tokyo anbietet, da es dort einige Filialen gibt. Unglaublich aber wahr: Die meisten Geldautomaten werden abends geschlossen (Wochentags: ca. 20.00-21.00 Uhr, Wochende 18.00 Uhr). In einigen Staedten gibt es Automaten die bis 23.00 Uhr aufhaben. Das bedeutet, dass selbst an den beliebtesten Orten keine Möglichkeit mehr besteht an Geld zu gelangen. Ausnahmen sind die Automaten in den Convenience Stores wie z.Bsp 7/Eleven, die meist 24 h geöffnet haben.

Automaten stehen in Japan an jeder Straßenecke und verkaufen eine große Vielfalt an Produkten. Am häufigsten sieht man dabei Getränkeautomaten. In der Regel nehmen sie 1000¥-Scheine. Einige akzeptieren auch größere Scheine, 1 und 5¥-Münzen hingegen nie. Aber selbst an den modernsten Automaten kann man nicht mit Kreditkarte zahlen.

In einigen Bereichen (zum Beispiel für Zugfahrten, Telefon, Supermärkte) gibt es in Japan Karten die mit einem bestimmten Geldbetrag aufgeladen sind.

Seit April 2004 müssen alle Preise die Mehrwertsteuer in Höhe von 5% beinhalten.

Trinkgelder sind unüblich. In einigen teuren Restaurants kommt zur Rechnung noch 10% Bediengeld.

Küche

Die japanische Küche hat die Welt erobert. Sushi(寿司) und Tempura(天ぷら) bekommt man heute an Orten wo man es nicht erwartet. Aber die japanische Küche hat viel mehr zu bieten: es gibt eine große Auswahl an Nudeln(麺 men) — raamen (ラーメン) dünne soba(そば) aus Buchweizen und dicke udon(うどん) aus Weizen — und eine ganze Reihe donburi (丼, "Reisschüssel")-Gerichte und auch Japans beliebtestes Gericht, der Curryreis(カレーライス karee raisu) schmeckt sehr japanisch. Darüber hinaus sollte man sich nicht den Genuss von Shabu-Shabu, einer Art Fondue mit Brühe, Nabe, bei der das Fleisch und das Gemüse in einer Brühe gegart wird, aber diese auch mitgegessen wird und auch Okonomiyaki, was leckere herzhafte Pfannkuchen sind, entgehen lassen.

Als Zwischenmahlzeit Essen Japaner Onigiri (お握り), Reisbällchen mit unterschiedlichen - meist salzigen - Füllungen, die an jeder Straßenecke zu bekommen sind.

Den Mutigen können Nattō (納豆) probieren, vergorene schleimige Sojabohnen. Auch nicht alle Japaner finden sie lecker, für manche aber gehören sie zum täglichen Frühstück.

Tischsitten

Japaner essen alle traditionellen Gerichte mit Stäbchen, die Hauptausnahmen sind Curryreis und gebratener Reis, die mit einem Löffel gegessen werden. Japaner begründen dies damit, dass der Reis mit der Sauce mit Stäbchen zu essen zu schwer sei. Mit Stäbchen zu essen ist im übrigen überraschend einfach zu lernen, man braucht aber eine Zeit lang ehe man es wirklich beherrscht (ein "Training" vor der Einreise sei somit angeraten). Auf ein Tabu sei noch hingewiesen: Stäbchen dürfen niemals senkrecht in eine Reisschale gesteckt werden, da der Reis damit zur Totenmahlzeit gewidmet wird. Außerdem sollte man etwas, das einem mit Stäbchen gereicht wird, nicht mit Stäbchen entgegennehmen, weil auch dies Teil des Bestattungsritus ist! Des weiteren schütten die Japaner niemals Sojasauce über den Reis. Sushi hingegen kann man in Sojasauce stippen. Die Japaner achten allerdings darauf, dass auch bei Sushi der Reis nicht in Berührung mit der Sojasauce kommt, da sich der Reis mit Sauce vollsaugt und der feine Fischgeschmack verloren geht. Einige heben bei Nigiri-Sushi den Fisch vom Reis ab, um ihn alleine in die Sauce zu tunken. Daraufhin wird der wieder auf den Reis gelegt und als ganzes Häppchen gegessen. Alternativ darf auch mit den Händen gegessen werden. Die Fischseite wird in die Sojasauce gedippt und kommt dann auf die Zunge zu liegen, da der Gaumen keine Geschmacksknospen hat. Der Ingwer dient zur Neutralisierung der Geschmacksnerven, deshalb nicht gleichzeitig mit dem Sushi essen.

Nudelsuppe schlürfen ist durchaus normal, aber keineswegs ein Muss. Es wird generell sehr heiss gegessen, da Speisen so weitaus besser schmecken.

Es sollte tunlichst darauf verzichtet werden, sich laut die Nase zu schneuzen, und schon gar nicht bei Tisch. Diese wird höchstens "abgetupft", oder aber man befreit sich schnell auf dem stillen Örtchen.

Vor dem Essen sagt man: "Itadakimasu", was oft mit "Guten Appetit" übersetzt wird, wörtlich "Ich empfange" heisst, aber auch mit "Ich fange jetzt an" übersetzt werden kann. Deshalb sagt man es auch nicht, wenn jemand anderes anfängt zu essen, sondern nur, wenn man selbst isst. Vermieden werden sollte übrigens gleich zu essen, wenn man mit einer Gruppe isst (z.B. Kantine, oder Uni-Mensa). In der Regel wird auf den letzten Teilnehmer gewartet, ehe man mit dem Essen beginnt. Wenn man fertig ist, sagt man: "Gochisou-sama deshita", was in etwa bedeutet "Es war sehr lecker!". Wenn man satt ist, heißt es: "Onaka ga ippai desu." ("Mein Bauch ist voll.")

Restaurants

In Japan gibt es unglaublich viele Restaurants. Aus kulturellen und praktischen Gründen laden Japaner Gäste fast nie nach Hause ein. Wenn man sich trifft, geht man meist auch essen.

Viele japanische Restaurants bieten mittags teishoku(定食) oder Mittagsmenüs an. Diese beinhalten normalerweise Fleisch oder Fisch, eine Schale Misosuppe, eingelegtes Gemüse und Reis. So ein Gericht bekommt man oft schon für 600¥ und es stillt selbst den größten Hunger.

Japanische Fast Food Restaurants bieten ordentliche Qualität zu vernünftigen Preisen. Hier muss man manchmal Tickets aus einem Automaten ziehen, bevor man sich setzt. Einige Ketten sind (teilweise nicht überall zu finden):

  • Yoshinoya (吉野家), Matsuya (松屋), and Sukiya (すき家) sind auf das Rindfleischgericht gyuudon spezialisiert. Sie wurden von der BSE-Krise hart getroffen und haben einen Großteil ihres Angebots auf Schweinefleisch umgestellt.
  • Tenya (てんや), bietet gutes Tempura ab ¥500.
  • Mos Burger sieht wie eine weitere Schnellimbisskette aus, hat aber eine interessante Karte — wie wäre es mit einem "Hamburger" der aus gegrilltem Aal im Reisbrötchen besteht?
  • Ooto-ya (大戸屋) ist fast zu gut um es Fast Food zu nennen. Bestellen ist etwas verwirrend: In einigen Läden bestellt man am Schalter bevor man sich einen Tisch sucht, bei anderen kommt ein Kellner an den Tisch.
  • Meshiya-don (めしや丼) ist ähnlich billig und gut wie Ootoya.

Daneben gibt es überall Filialen der einschlägigen amerikanischen Fast-Food-Ketten.

Im Restaurant

Im Restaurant bekommt man nach dem Essen die Rechnung die man an der Kasse zahlt wenn man geht. Die Rechnung heißt auf Japanisch kanjoo,kaikei oder o-aiso.

Viele Restaurants haben im Schaufenster Kunststoffmodelle ihres Essens; das hat den Vorteil, dass man dem Kellner einfach zeigen kann, was man essen will.

Trinkgeld ist in Japan nicht üblich. In Gaststätten, die rund um die Uhr offen haben gibt es teilweise einen Nachtzuschlag von 10%.

Ausgehen

Ausgehen in Japan gestaltet sich etwas anders als in Europa, da jeweils andere Dinge für wichtig genommen werden. Beim Geld sollte man nicht allzu sehr knausern, da man in Japan für mehr Geld auch meistens einen spürbaren Mehrwert erhält. Vor allem beim Essen gilt: Je teurer, desto besser. Natürlich sollte man sich nicht gleich ein Luxus-Essen bestellen, wenn man den Unterschied gar nicht merkt.

Kneipen, Bars

In Deutschland reicht schon ein Bier und man gibt sich zufrieden. Japaner wollen aber nicht nur Alkohol trinken, sondern auch gut essen. Daher geht man in eine Izakaya genannte Kneipenart (z wie weiches s gesprochen), wo neben etlichen Alkohol-Sorten auch diverse Leckereien serviert werden. Für Europäer ist das normalerweise ein tolles Erlebnis, weil das Essen vielfältig ist und ziemlich gut schmeckt. Zudem erscheint die Inneneinrichtung sehr aufwändig, reicht von traditionell bis modern und ist meist auch sehr stilvoll. Ein Erlebnis. Die meisten Läden sind von nationalen Izakaya-Ketten, daneben gibts auch einge private Izakayas. Für einen schönen Abend sollte man schon 2000 Yen pro Person Minimum einplanen (ein Bier allein 500 Yen).

In den großen Metropolen gibt es "Themen-Izakayas". Wenn das Thema einer Izakaya z.B. Gefängnis ist, wird man bei Eintritt in Handschellen abgeführt und in eine Zelle mit Eisengitter gesteckt, wo man auf halbstündliche Geisterbahn-Einlagen wartet während man sichs gut gehen lässt. Weitere Themen sind z.B. Krankenhaus, Gothic, etc. etc. Das sollte man unbedingt mal ausprobieren, diese Izakayas sind allerdings schwer aufzufinden und meistens ein wenig teurer als normale Izakayas.

Auch sehr beliebt bei Japanern ist Nomi-hodai. In einer festgelegten Zeitspanne (meistens stundenweise) kann man hier in Izakaya-ähnlicher Atmosphäre soviel trinken wie man will(1500 bis 4000 Yen pro Stunde). Das Essen ist hier oft ein festgelegtes Menü ("course"), das nach und nach serviert wird. Bei billigen Läden ist hier jedoch das Essen manchmal nicht so toll. An dieser Stelle sollte noch Tabe-Hodai erwähnt werden (All you can eat), das in manchen Restaurants angeboten wird, oft in Verbindung mit Nomi-Hodai. Manchmal muss man alles aufessen was man bestellt hat sonst muss man extra bezahlen. Je nach Restaurant gibt es andere Bedingungen, was kompliziert erscheint, einen aber nicht davon abhalten sollte es mal auszuprobieren.

Nomi-Hodai ist auch beliebt in Verbindung mit Karaoke. Wenn man nur Karaoke machen will, ist das relativ billig (300 Yen / Stunde ?). Drinks und kleine Snacks können normalerweise bestellt werden. Man sollte Karaoke unbedingt mal ausprobieren. Man singt nicht vor versammelten Publikum, sondern bekommt mit seinen Freunden eine kleine Box, wo man sich austoben kann. Macht Spaß!

Wer lieber auf den europäischen Ausgeh-Stil Lust hat, ist wohl mit den Irish-Pubs oder den anderen europäischen Bars gut bedient. Dort trifft man auch die meisten Ausländer. Normalerweise gibts einige Biersorten und das gewohnte Angebot an fritiertem Knabberkram. In solchen Bars wird des öfteren Sportfernsehen gezeigt, wobei meistens Baseball zu sehen ist. Zu erwähnen ist hier die Kette Hub (http://www.pub-hub.com), die in Tokyo in fast jedem Stadtzentrum wie auch in Kyoto, Kobe, Nagoya und Osaka mindestens eine Filiale unterhält. Wen das Heimweh ganz arg quält der kann auch in eine der deutschen Bars gehen, wird aber wahrscheinlich von der Würstchen-Qualität enttäuscht sein.

Daneben gibt es noch die Alkohol-Bars die auch Japaner häufiger frequentieren. Dort werden Cocktails wie die ganze Palette von härteren Alkoholika serviert. Hier ist zu beachten, dass man dort pro Person häufig einen festgelegten Service-Betrag zahlen muss (ab ca. 400 Yen aufwärts), der nachher auf die Rechnung aufgeschlagen wird.

Eine Besonderheit in Japan sind Hostess-Bars, die es in verschiedensten Variationen gibt. Man erkennt die Gegenden von solchen Bars daran, dass an jeder Straßenseite an den Hochhäusern Türme von kleinformatigen Schildern mit kreativ-lustigen Namen hängen, oft mit weißer Schrift auf schwarzem Grund. Nachdem man per Aufzug bei der gewünschten Bar angekommen ist, bezahlt mal erstmal ein Eintrittsgeld (>3000 Yen?). Dann darf man sich mit den Hostessen unterhalten und ihnen teure Drinks spendieren. Natürlich gibt es auch Strip-Bars etc., aber oftmals geht es erstmal nur ums Reden mit Frauen. Man könnte Hostessen somit als eine Art moderne Geisha betrachten. Hostess-Bars stellen beliebte Beschäftigung für japanische Geschäftsleute dar, die abends nicht nach Hause wollen und Geld übrig haben.

Clubs

Die coolsten Clubs gibts natürlich in Tokyo. Bei Ausländern beliebt ist das Viertel Roppongi. Bei angesagten Clubs wie z.B. dem Womb-Club in Shibuya muss man schon mal mit einem happigen Eintrittsgeld von 4000 Yen rechnen. Drinks sind auch nicht billig. Allerdings bekommt man dafür meistens ein Club-Erlebnis der Extra-Klasse. International bekannte DJ-Künstler, super Sound- und Lichtanlagen. Kaukasisch aussehende Ausländer kommen oftmals ein bisschen billiger rein, weil sie die Attraktivität eines Clubs erhöhen (?). Bei manchen Club-Flyern sind sogar extra Ausländer-Rabatt-Coupons dabei. Besoffene Japaner lassen auch mal ihre Hemmungen fallen und man kann Leute kennenlernen. Es gibt aber auch speziell für Ausländer angelegte Clubs wie die Gaspanic-Serie. Dort muss man keinen Eintritt berappen, allerdings muss man ständig einen Drink in der Hand halten. Berüchtigt für Ausländer auf Japanerinnen-Jagd bzw. umgekehrt.

Spielhallen

Japan ist berühmt für seine Spielhallen. Der westliche Besucher staunt zu allererst über die Pachinko-Hallen (Glücksspiel): Bei einem Mords-getöse spielen Japaner an gleichförmigen Automaten ein undurchsichtiges Spiel mit kleinen Silberkugeln, wobei es auf Geschicklichkeit und Glück ankommt. Daneben gibt es die Spielautomaten-Hallen für Jugendliche und jung Gebliebene (alle Japaner?). Hier gibts vom 3D-Ballerspiel bis zum Tanzgame alles was das Spielerherz begehrt. Da mittlerweile der technische Fortschritt der privaten Spielekonsolen Zuhause soweit fortgeschritten ist, dass sich der Gang in die Spielhalle nicht mehr unbedingt lohnt, befindet sich diese Branche im Umbruch. Beliebt sind heute computergestützte Multiplayer-Kartenspiele, die allerdings für Europäer etwas unverständlich erscheinen. Desweiteren gibt es Bowling, Billard, Manga-Cafes und noch einige verrückte andere Sachen, die man am besten selbst entdecken sollte...

Unterkunft

"Ein Kapselhotel"

Neben den üblichen Jugendherbergen und Hotels findet man verschiedene typisch japanische Herbergen: Ryokan, Minshuku, Koku minshukusha, shukuboo, Kapselhotels und Love Hotels.

Wenn man in Japan eine Unterkunft reserviert, sollte man bedenken, dass viel kleinere Betriebe ungern Ausländer aufnehmen, da sie Sprachschwierigkeiten und kulturelle Missverständnisse fürchten. Das ist zu einem gewissen Grad institutionalisiert: in den Datenbanken der Reisebüros ist vermerkt, welche Hotels Ausländer aufnehmen und wenn diese belegt sind, erhält man den Hinweis, alles sei ausgebucht. Wenn man nicht auf Englisch anruft, sondern einen japanischen Bekannten oder ein Fremdenverkehrsbüro bittet die Buchung zu erledigen hat man bessere Chancen.

Kurzfristige Buchungen vor Ort sind meist problemlos möglich, allerdings sind viele Hotels an Wochenenden sowie Feiertagen oft frühzeitig (d.h. mehrere Wochen voraus) ausgebucht.

Ryokan - Ryokan (旅館) sind traditionelle Japanische Gasthöfe und eine Übernachtung in einem ist der Höhepunkt vieler Japanreisen. Da man ein bisschen über japanische Sitten und Etikette wissen sollte, wenn man in einem Ryokan übernachtet, nehmen viele keine ausländischen Gäste auf (vor allem wenn sie kein Japanisch sprechen), andere sind hingegen auf solche Gäste ausgerichtet. Eine Nacht in einem Ryokan mit Abendessen und Frühstück kostet im günstigsten Fall 8000¥ pro Person. Nach oben gibt es keine Grenze.

In einem Ryokan gibt es meist einen ziemlich strengen Zeitplan und man muss bis 17 Uhr ankommen. An der Türschwelle (genkan) wechselt man die Straßenschuhe gegen die Hauspantoffeln. Nach der Anmeldung wird man in sein Zimmer geführt. Die Zimmer sind immer einfach aber elegant ausgestattet und mit Tatami-Matten ausgelegt. Die Tatami darf man nicht mit Schuhen oder Pantoffeln betreten. (Entweder barfuß oder in Strümpfen.)

Vor dem Abendessen kann man ein Bad nehmen; abhängig von der Größe des Ryokan gibt es Gemeinschafts- oder Einzelbäder, sie sind aber fast immer nach Geschlechtern getrennt. Vor dem Bad wechselt man in den Yukata-Bademantel. Im Bad zieht man sich aus, wäscht sich gründlich unter der Dusche. Erst wenn man völlig sauber ist, steigt man ins Badewasser.

Nach dem Bad wird das Abendessen serviert - meist wird es aufs Zimmer gebracht. In vielen Ryokan besteht das Essen aus hervorragend zubereiteten und präsentierten Gerichten der Saison. Wenn man nicht weiß, wie man ein Gericht isst, sollte man nachfragen.

Nach dem Essen kann man noch mal in die Stadt gehen; in Badeorten ist es ganz normal nur im Yukata und mit Geta-Pantoffeln herumzulaufen. Als Ausländer wird man damit aber für noch mehr Aufsehen sorgen als sonst. (Tipp: Unterwäsche drunter tragen.) Viele Ryokan haben eine Sperrstunde, man sollte also rechtzeitig zurückkommen.

Währenddessen wird ein Futon auf dem Tatami ausgerollt. Ein japanischer Futon ist einfach eine Matratze, nicht das flache Bett, das im Westen oft unter diesem Namen verkauft wird. Es ist zwar etwas härter als ein westliches Bett, wird aber dennoch von vielen als sehr angenehm empfunden.

Frühstück wird meist zu einer festen Uhrzeit im Speisesaal serviert.

Minshuku - Minshuku (民宿) sind die preiswerte Version des Ryokan: das Essen ist einfacher, man isst im Speisesaal zu Abend und die Gäste rollen ihr Futon selbst aus (obwohl man hier für Ausländer oft eine Ausnahme macht). Daher sind Minshuku billiger und man zahlt ungefähr ¥5000 (einschließlich zwei Mahlzeiten). Minshukus gibt es auf dem Land häufiger als in den Städten. Buchungen sind z.B. über eine Agentur (Minshuku) möglich, dessen Angestellte auch Englisch sprechen.

Kokuminshukusha -

Shukubo - Shukuboo (宿坊) sind Pilgerunterkünfte. Meist befinden sie sich auf dem Gelände eines buddhistischen Tempels oder eines Shintoschreins. Sie ähneln Ryokans, aber das Essen ist vegetarisch und man hat eventuell die Möglichkeit an Aktivitäten des Tempels teilzunehmen. Manche Shukuboos nehmen nur ungern Ausländer auf, in dem wichtigen buddhistischen Zentrum auf dem Berg Koya (in der Nähe von Osaka) ist dies jedoch kein Problem.

Kapselhotels - Kapselhotels sind die raumsparendste Schlafmöglichkeit die man sich vorstellen kann: gegen eine niedrige Gebühr (oft unter ¥2000) mietet man eine Kapsel, die etwa 2x1x1 Meter groß ist. In einem Raum befinden sich Dutzende, wenn nicht Hunderte solcher Kapseln in zwei Reihen übereinander. Kapselhotels sind immer nach Geschlechtern getrennt und nur wenige nehmen Frauen auf.

Wenn man das Kapselhotel betritt, zieht man die Schuhe aus, stellt sie in ein Schließfach und zieht Sandalen an. Oft muss man den Schlüssel diese Schließfaches am Check-In abgeben, damit man nicht verschwindet ohne zu zahlen! Beim Check-In wird einem ein weiteres Schließfach zugewiesen in das man sein Gepäck packen kann, denn in den Kapseln ist kein Platz dafür. Zudem haben sie oft keine Tür sondern nur einen Vorhang.

Viele Kapselhotels sind mit einem Bad verbunden das unterschiedlich luxuriös und/oder dubios sein kann. Oft zahlt man z.B. ¥2000 Eintritt fürs Bad, aber die Kapsel kostet dann nur ¥1000. In billigeren Kapselhotels muss man ¥100-Stücke einwerfen, damit die Dusche läuft. Wie in Japan nicht anders zu erwarten, gibt es Automaten, die Zahnpasta, Unterwäsche und so weiter verkaufen.

In der Kapsel findet man meist einige Schalter für das Licht, den Wecker und den immer eingebauten Fernseher.

Love Hotels - Love Hotel ist etwas euphemistisch, genauer wäre Sex Hotel. Es gibt sie in und bei Rotlichtbezirken, aber die meisten sind nicht in diesen Gebieten. Viele sind an Autobahnabfahrten oder an großen Bahnhöfen. Man kann ein Zimmer pro Nacht ("Stay") oder pro Stunde ("Rest") mieten.

Normalerweise sind sie sauber, sicher und sehr diskret. Einige haben Fantasiethemen wie Burgen, Disney, Sport, etc. Als Reisender kann man nicht einchecken, die Koffer abstellen und ausgehen. Wenn man geht, geht man; daher sind Love Hotels nicht so praktisch wie richtige Hotels. "Stay"-Preise gelten oft erst ab 22 Uhr und wenn man zu lange bleibt, muss man zusätzlich teure "Rest"-Preise zahlen. Beliebte Love Hotels in den Städten sind am Wochenende oft ausgebucht.

Warum gibt es sie überall? Japan litt lange Zeit an Wohnungsnot und man lebte immer noch in Großfamilien. Wenn man 28 ist und immer noch bei den Eltern wohnt, will man wirklich seine Freundin nach Hause mitbringen? Oder wenn mal als verheiratetes Paar mit zwei Kindern im Schulalter in einer 40 Quadratmeter Wohnung mit hellhörigen Wänden lebt, will man es wirklich zu Hause machen? Daher gibt es die Love Hotels.

'Westliche Hotels - Normale Hotels sind sehr teuer. In "Business Hotels" zahlt man ungefähr ¥10.000 pro Nacht, sie sind praktisch gelegen (oft nahe großen Bahnhöfen), aber die Zimmer sind ziemlich klein. Luxushotels dagegen versuchen allen Wünsche des Reisenden zu erfüllen, aber die Zimmerpreise beginnen oft erst ab ¥20.000.

Jugendherbergen - Jugendherbergen (ユースホステル yuusu hosteru oder einfach yuusu, abgekürzt "YH") sind vergleichsweise teuer in Japan, insbesondere wenn man dort auch zu Abend isst und frühstückt und nicht HI-Mitglied ist; der Preis kann dann über ¥5000 für eine Nacht liegen. Wie überall sind einige Jugendherbergen Betonklötze die wie Besserungsanstalten geführt werden, andere dagegen wunderbare Häuser in schöner Landschaft. Es gibt sogar einige Tempel, die nebenbei eine Herberge betreiben. Bevor man sich für eine Herberge entscheidet, sollte man sich auf der Seite Japan Youth Hostel umschauen. Die meisten Jugendherbergen haben eine Sperrstunde.

Camping - Vereinzelt sind auch Campinplätze in Japan vorzufinden, die in idyllischen Naturlandschaft gelegen sind, und mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer errichbar sind. Als Übernachtungsmöglichkeit bieten sich gepflegte Hütten an, die gegen eine geringe Gebühr mit Futon-Betten und Bettzeug angemietet werden können. Auch können dabei Geschirr für einen gemeinsamen Grillabend erworben werden.

Lernen

Arbeiten

Die Einreise nach Japan ist generell mit einem Touristenvisum von 90 Tagen möglich, wobei dieses für touristische als auch für berufliche Zwecke, wie z.B. Praktikum, gilt. Deutsche und Schweizer Staatsbürger können eine Verlängerung von weiteren 90 Tagen beantragen, so dass insgesamt eine Aufenthaltszeit von 180 Tagen bzw. 6 Monaten möglich ist. Erst muss beim lokalen Bezirksamt (市役所, das Bezirksamt welches für den Wohnsitz zuständig ist) eine "Alien Registration Card" beantragt werden. Daraufhin erhält man ein Bestätigungsschreiben in den Pass geheftet, mit welchem man bei der Immigrationsbehörde (nur eine pro Präfektur) die Verlängerung beantragen kann. Es können 2-3 Wochen vergehen bis man die Aufforderung zugeschickt bekommt, wieder vorbeizukommen um sich die Verlängerung in den Pass stempeln zu lassen.

Deutsche Staatsbürger bis 25 Jahre (in Ausnahmefällen bis 30) können einmalig ein Working Holiday Visa für 12 Monate beantragen.

Für längere Arbeitsaufenthalte sollte man sich im vornherein bei der japanischen Botschaft im Heimatland erkundigen, welche Auskünfte zum benötigten Visum gibt und dieses auch, nach Einreichen der geforderten Unterlagen, ausstellt.

Feiertage

Japan hat im Jahr 15 gesetzliche Feiertage (休日 kyūjitsu oder 祝日 shukujitsu), an denen öffentliche Ämter, Post, Schulen und Banken (auch Geldautomaten) geschlossen bleiben. Viele Büros machen dicht, Geschäfte und Supermärkte bleiben ohne Einschränkung geöffnet. Viele Bahnen fahren nach anderen Fahrplänen (die oft mit den Sonntagsfahrplänen identisch sind). Fällt ein Feiertag auf einen Sonntag, ist der darauf folgende Montag ebenfalls Feiertag. Wegen ihres sparsamen Jahresurlaubs nutzen Japaner die Feiertage intensiv zum Reisen im eigenen Land, Hochsaison mit entsprechenden Preisanstiegen und frühzeitig ausgebuchten Unterkünften sind Neujahr und die so genannte Goldene Woche vom 29. April bis 5. Mai, wo kurz hintereinander vier Feiertage folgen.

  • 1. Januar: Neujahr (正月 shougatsu)
  • zweiter Montag im Januar: Tag der Volljährigkeit (成人の日 seijin no hi)
  • 11. Februar: Staatsgründungsgedenktag (建国記念日 kenkoku kinenbi)
  • 21. März: Frühlingsanfang (春分の日 shunbun no hi)
  • 29. April: Tag des Grüns (みどりの日 midori no hi), ab 2007 showa no hi
  • 3. Mai: Verfassungsgedenktag (憲法記念日 kenpō kinen-bi)
  • 4. Mai: Tag der Nation (国民の休日 kokumin no kyūjitsu), ab 2007 midori no hi
  • 5. Mai: Kindertag (こどもの日 kodomo no hi)
  • dritter Montag im Juli: Tag des Meeres (海の日 umi no hi)
  • dritter Montag im September: Tag der Achtung vor dem Alter (敬老の日 'keirō no hi')
  • 23. September: Herbstanfang (秋分の日 'shūbun no hi')
  • zweiter Montag im Oktober: Tag des Sports (体育の日 'taiiku no hi')
  • 3. November: Kulturtag (文化の日 bunka no hi)
  • 23. November: Tag der Arbeit (勤労感謝の日 kinro kansha no hi)
  • 23. Dezember: Geburtstag des Kaisers (天皇誕生日 tennō no tanjōbi)

Sicherheit

Japan gehört mit zu den sichersten Ländern der Welt. Es gibt nur eine geringe Kriminalitätsquote und man kann nachts ohne Bedenken durch die dunkelsten Gassen gehen. Man kann alleine verreisen und auch abends die Züge benutzen. Dies alles gilt auch für Frauen. Es gibt zwar Kriminalität, meistens ausgeübt durch die Yakuza, aber davon bekommt man als, vor allem westlicher, Tourist nichts mit. Dennoch gilt, wie eigentlich überall, in großen Menschenansammlungen alles direkt am Körper tragen (wie z.B. Portmonee etc.)!!! Darüber hinaus ist die Polizei sehr präsent, die Polizeihäuschen (=Koban) trifft man häufig auch in kleineren Orten an. Diese sind an den außen angebrachten roten Sirenen zu erkennen. Allerdings kann es hier zu Sprachproblemen kommen, da die meisten Polizisten kein Englisch sprechen. Da Hilfsbereitschaft aber eigentlich immer vorhanden ist, findet man in den meisten Fällen einen Weg, mit ihnen zu kommunizieren. Übrigens helfen diese Polizisten auch weiter, wenn man sich irgendwo verlaufen hat und erklären den Weg zum nächsten Fixpunkt, wie z.B. einem Bahnhof. Dies ist vor allem in Städten hilfreich, da hier jedes Viertel eine Polizeistation besitzt.

Eine höhere Wahrscheinlichkeit als einem Kriminalverbrechen ausgesetzt zu sein, stellen die zahlreichen Naturphänomene Japans dar. Japan ist gezeichnet von Erdbeben, Tsunamis, Taifune und auch Vulkane. Am häufigsten treten dabei Erdbeben auf, spürbare Erdbeben kommen durchschnittlich einmal pro Monat vor. Dennoch ist die Gefahr relativ gering, da die Japaner ihre Gebäude, Schienenverkehr u. ä. sehr gut an dieses Ereignis angepasst haben, so dass die Japaner diese als alltägliches Vorkommnis sehen. Eine Gefahr geht nur von sehr starken Beben aus, die gleichzeitig auch Tsunamis verursachen können. Aber auch für diese haben die Japaner bereits vorgesorgt, als dass sie das weltweit effektivste Frühwarnsystem besitzen (Tsunamis werden schon ab einer Höhe von 50 cm angezeigt) und ihre Hafenstädte durch Wälle u.ä. effizient geschützt haben. Es gibt allerdings auch noch aktive Vulkane in Japan, so ist der Fuji geologisch gesehen immer noch ein aktiver Vulkan, obwohl er schon seit Jahrzehnten nicht mehr ausgebrochen ist. Aber auch hier besitzen die Japaner ein Frühwarnsystem. Die letzte Gefahr geht von den Taifunen aus, die in den Monaten von Juni bis November häufig auftreten. In den Städten zeigen sich diese meist nur als sintflutartige Regenfälle, aber in den Küstenstädten können diese schon stärkere Schäden anrichten. Trotzdem sind diese nicht mit den auftretenden Hurrikans in den USA zu vergleichen. Vor diesen wird allerdings auch in einem großen zeitlichen Abstand vor allem im Fernsehen gewarnt, so dass jeder die Möglichkeit haben sollte, seinen Aufenthaltsort zu wechseln.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass von diesen Naturereignissen sicherlich eine gewisse Gefahr für Touristen ausgeht. Andererseits sollt man jedoch nicht vergessen, dass man als Tourist nur in einem begrenzten Zeitraum das Land besucht und dadurch schon die Wahrscheinlichkeit für eines dieser Ereignisse stark sinkt. Darüber hinaus sollte man bedenken, dass die Japaner ihr ganzes Leben mit diesem Gefahrpotenzial leben müssen und trotzdem ihren Lebensmut und Lebenswillen nicht verlieren. Somit sollte man diesen Punkt nicht überbewerten.

Gesund bleiben

Das Leitungswasser in Japan ist im Allgemeinen genieß- und trinkbar. Dennoch sollte man nicht allzu viel davon trinken, da es ziemlich stark mit Chlor versetzt ist.

Impfungen vor einem Japanbesuch sind nicht notwendig. Man sollte allerdings eine Auslandskrankenversicherung abschließen, da das Gesundheitssystem Japans einerseits sehr gut, aber andererseits auch sehr teuer ist.

Die hygienischen Bedingungen Japans sind hervorragend, wenn nicht sogar besser als in Europa. Allerdings sollte man sich, wenn man im Erdgeschoss unterkommt, Insektenspray geben lassen, da bei den wärmeren Temperaturen auch manches Getier seinen Weg in diese Unterkunft findet, allerdings ist keines davon besonders giftig oder abstoßend, sondern eigentlich nur lästig.

Der Kauf von Arzneimitteln ist in Japan problemlos möglich und Apotheken sind vor allem in den Städten sehr einfach zu finden. Allerdings kann es aufgrund der Sprachschwierigkeiten manchmal schwierig sein, die gewünschte Medizin zu bekommen. Deshalb sollte man sich die wichtigsten Worte, wie z.B. Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Schnupfen, vorher auf Japanisch einprägen und im Laden fragen. Die Angestellten werden daraufhin gerne die Medizin für die jeweilige Situation aushändigen.

Auch gegenüber den japanischen Ärzten oder Zahnärzten sollte man keine Vorurteile hegen. Manche behaupten sogar, sie seien fähiger als die deutschen! Manche Ärzte sprechen ein wenig Deutsch, viele können zumindest ein Rezept auf Deutsch schreiben. Auf Japanisch heisst Krankenhaus Byōin (nicht Biyōin, das wäre der Frisiersalon). Die japanischen "Krankenhäuser" sind dann aber auch oft eher größere Arztpraxen. Natürlich gibt es auch große Allgemein-Kliniken wie in Deutschland.

Notrufnummern:

  • Polizei: 110 (kostenfrei)
  • Krankenwagen: 119 (kostenfrei)

Respekt

Zwar ist Japan das Land der Höflichkeit, aber glücklicherweise wird von Ausländern normalerweise nicht verlangt, mit diesen Formen und Floskeln vertraut zu sein (Es gibt allein drei verschiedene Höflichkeitsstufen in der Sprache!). Wenn man also versucht, sich ein bisschen Mühe zu geben, wird einem so ziemlich alles verziehen, man ist ja "nur" Ausländer, und Ausländer benehmen sich nun mal wie Ausländer. Man sollte als Tourist aber lieber nicht versuchen, sich zu verbeugen, da dies sehr genau und hierarchisch geregelt ist (Wer verbeugt sich vor wem um wie viel Grad...), besser einfach mit dem Kopf nicken und höflich lächeln! Körperkontakt wird in Japan als etwas sehr Intimes angesehen, also mit Händeschütteln, Schulterklopfen oder Umarmungen lieber zurückhaltend sein und abwarten wie sich der Gegenüber verhält. Außerdem ist es ein absoluter Faux-pas, an den eigenen Namen ein "san" (die Endung für Herr/Frau/Fräulein) anzuhängen! Man spricht nur die Anderen so an (z.B. Tanaka-san = Herr/Frau Tanaka), oder wenn es besonders höflich sein soll (z.B. gegenüber einem Professor, Arzt, etc.), mit "sama" (z.B. Tanaka-sama = sehr geehrter Herr Tanaka). Wenn man jemanden zum ersten Mal trifft bzw. vorgestellt wird, sagt man: "Hajimemashite. Watashi wa XY to mōshimasu. Dozo yoroshiku onegai shimasu." (etwa: "Sehr erfreut Sie kennenzulernen. Mein Name ist XY. Bitte seien Sie mir gewogen."). Zum guten Ton gehört es auch, Gastgeschenke zu machen. Wenn man ein solches Geschenk überreicht, sagt man: "Tsumaranai mono desu ga... Dozo." (etwa: "Es ist nur eine Kleinigkeit, aber bitte nehmen Sie es an." Wörtlich: "Es is ist eine langweiliges Ding (Sache, Objekt, etc), aber bitte nehmen Sie es an."). Erhält man ein Geschenk, bedankt man sich folgendermaßen: "Domo arigatou gozaimasu."

Kommunizieren

Mobiltelefone - Die meisten europäischen Mobiltelefone funktionieren in Japan nicht, da es in Japan kein GSM-Netz gibt! Deshalb kann man sein Gerät am besten gleich zuhause lassen. Eine Ausnahme bilden neuerdings die so genannten Mobiltelefone der 3. Generation (Stichwort "UMTS"), wobei man die hohen "Roaming"-Gebühren berücksichtigen sollte. Bei einem längeren Aufenthalt kann ein UMTS-fähiges Handy mit einer japanischen Prepaid Sim-Karte ausgestattet werden. Diese wird allerdings bei einem Aufenthalt von mindestens drei Monaten ausgegeben. Als Nachweis muss hierfür eine "Residents Card" vorgelegt werden. Für alle, die nur kurz im Land sind und auf ein Mobiltelefon nicht verzichten können, besteht die Möglichkeit bereits am Flughafen ein Gerät zu mieten, allerdings zu astronomischen Preisen. Wenn man länger unterwegs ist, kann man z.B. über den Erwerb eines Prepaid-Gerätes nachdenken, wobei man dafür oft eine "Alien Registration Card" vorweisen muss.

Telefon - Telefonzellen sind in den großen Städten sehr häufig anzutreffen, aber auch in kleineren Orten findet man solche vor. Telefonanrufe nach Deutschland sind aber ziemlich teuer (ca. 200 Yen pro Minute). Deshalb sollte man sich alsbald eine Telefonkarte zulegen. Empfehlenswert ist z.B. die MCI Global Card, die in den Preislagen von 3000 oder 5000 Yen erhältlich ist (Tarif ins deutsche Festnetz ca. 24 Yen pro Minute). Die einfachste Möglichkeit ist, in einen solchen Laden zu gehen und eine Telefonkarte zum Telefonieren nach Deutschland zu verlangen. Der Händler sucht dann die günstigste Telefonkarte aus seinem Angebot heraus. Auf japanischen Telefonzellen kann man nicht angerufen werden, d.h. das Prinzip anklingeln und dann von Deutschland per Call-by-Call-Nummer zurück gerufen werden, funktioniert in Japan nicht!

Internetcafe - Internetcafes sind in Japan mittlerweile rar, man sollte am besten an der Touristeninformation nachfragen: Diese suchen dann die Adresse eines Cafes heraus und weisen den Weg. Manche Jugendherbergen bieten einen kostengünstigen Internetanschluss an. Internetbenutzung ist allerdings in vielen öffentlichen Gebäuden und in fast allen Manga-Cafes("Manga-Kissa") möglich, die sehr verbreitet sind. Diese sind oft so günstig (5 Stunden 1000 Yen), dass man dort auch mal entspannt die Rest-Nacht in einem Massage-Stuhl verbringen kann, wenn man die letzte Bahn verpasst hat.

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