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Istrien

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Karte von Istrien

Istrien ist eine Halbinsel im Adriatischen Meer, die zum überwiegenden Teil in Kroatien, liegt. Ein Teil Istriens im Norden gehört zu Slowenien und die Region um Triest gehört zu Italien.

Istrien

Die Halbinsel Istrien liegt im nördlichen Teil von Kroatien und umfasst insgesamt 4.437 km². Die grüne Halbinsel verfügt über eine Küstenfläche von 1000 km mit einsamen Buchten, Felsen-, Kies- und Sandstränden. Die Wasserqualität ist außerordentlich gut und besonders geeignet zum Tauchen, Schwimmen und allen Wassersportarten. Ganz in der Nähe liegen die Inseln Krk, Cres, Lošinj und Rab. Der Süden Istrien zählt zu den schönsten Gegenden der gesamten Adria. Der Nordosten ist durch die mächtigen Bergmassive Ćićarija und Učka geprägt, die sich für ausgedehnte Wander-, Fahrrad und Mountainbike-Touren eignen. Die Währung in Kroatien ist Kuna. Der Umrechnungskurs ist etwa 7 Kuna = 1€.

Orte

Blick nach Norden in eine Allee in Groznjan

Besonders schöne Orte für den Sommer-Sonne-Wasser Urlaub sind Poreč, Vrsar, Rovinj und natürlich Pula und Umgebung. Unbedingt sehenswert sind Triest und das Castello Miramare im Norden, das hügelige Innenland, das an die Toskana erinnert.

Im Landesinneren der Halbinsel, in der Nähe von Motovun, befindet sich das malerische Künstlerdorf Groznjan. In verwinkelten Gassen finden sich immer neue schöne Aspekte und Orte, die zum Verweilen einladen. Es gibt Cafés, welche einen herrlichen Blick über die Terrassen-Hänge bieten sowie viele kleine Ateliers. Sehenswert ist auf jeden Fall auch der Friedhof von Groznjan.

Weitere Ziele

Das Highlight sind die Brioni-Inseln vor der Küste bei Pula und Fasana, ein Naturpark mit nur wenigen Hotels.

Die nahen Inseln Cres und Losinj sind eine Reise wert. Auch Lovran, das aristokratische alt-österreichischen Meerbad ist schön, wenngleich der Strand unter Jugoslawiens Herrschaft zubetoniert wurde (hat dadurch etwas Ost-Flair). Klasse ist aber auch die Aussicht vom Ucka-Monte Maggiore, vom Pass kann man ganz Istrien sehen und über die Kvarner Bucht die dalmatischen Inseln.

Das Kap Kamenjak (kroat.: Rt Kamenjak) ist der südlichste Punkt von Istrien und war zu der Zeit Jugoslawiens ein Naturpark. Die vielen Buchten bieten unzählige Bademöglichkeiten mit teils steilen Felsufern. Das befahren des Kaps mit dem Auto ist möglich, auch ratsam, allerdings kostenpflichtig.

Hintergrund

Die Städte und Dörfer an der Adriaküste Istriens sind beliebte Urlaubsziele zahlreicher italienischer, deutscher, polnischer und slowenischer Touristen. Aus diesem Grund kann man auch ohne kroatische Sprachkenntnisse ganz gut auskommen. Grundsätzliche Wörter und Sätze, wie "Bitte", "Danke", "Guten Tag" etc., sollte man allerdings schon aufgrund von Respekt und Höflichkeit können. Dies bringt einem auf jeden Fall, in ländlichen Gegenden insbesondere, weiter.

Geologisch unterteilt man Istrien von Ost nach West in drei Regionen:

  • Tschitschenkarstregion (abgeleitet von den rumänischsprachigen Bewohnern, den Tschitschen)
  • Grau-Istrien (graugefärbte Lehmböden)
  • Rot-Istrien (Kalksteinplateau mit Terra Rossa Böden)

Der Name Istrien geht auf die in der Antike dort lebenden Histri zurück, ein Stamm der Illyrer.

Sprache

Auf Grund der Dreiteilung Istriens und der sich im Laufe der Geschichte sehr oft verschiebenden Grenzziehung entspricht die Sprache zwar den jeweiligen Landessprachen Kroatisch, Slowenisch und Italienisch, vor allem im kroatischen Teil fließen sehr viele Brocken Slowenisch und vor allem Italienisch in die Sprache ein. Die lokale Sprache der Bevölkerung ist an der Küste Venezianisch oder Istriotisch, ein alter römischer Dialekt (Vulgärlatein), den man sonst nirgendwo mehr in Europa findet. Im Inland spricht man Venezianisch und eine Mischsprache genannt Ponas. Sie besteht aus Slwisch-Dalmatinischen Dialekten, mit venezianischen und einigen deutschen Einflüssen. In manchen Orten wird ein Istro-rumänisch gesprochen von Nachfahren der eingewanderten rumänischen Hirten (Walachen). In Pula kann man ruhig deutsch sprechen, da die Polesaner sich durchaus noch als Teil der österreichischen Kultur empfinden und viele Polesaner eine österreichischen Großmutter o.ä. haben.

Anreise

Mit dem Auto

Die Anreise von Deutschland bzw. Österreich mit dem Auto erfolgt am günstigsten über Salzburg, Villach und durch den Karawanken-Tunnel nach Slowenien. Dort die Autobahn weiter über Kranj, Ljubljana und Postojna nach Koper. Je nach Reiseziel kann man von da aus dann Richtung Umag, Pula oder Buzet weiterfahren. Die Autobahnen in Österreich sowie in Slowenien (dort auch viele Schnellstraßen) sind vignettenpflichtig. Für Autobahnen in Kroatien wird eine streckenabhängige Maut erhoben.

Mit dem Zug

Es fahren auch Busse vom Triester Bahnhof zu jeder Stadt nach Istrien. Mit dem Zug sollte daher nicht über Triest gefahren werden, da das Umsteigen in Divaca und die Grenzaufenthalte Stunden in Anspruch nehmen. Sollte dennoch ein Zug genommen werden, dann über Ljubljana umsteigen. Es gibt auch Fähren von Ancona aus und von Venedig, allerdings lohnen sich auch hier nur die Tragflächenboote. Die Anreise mit der Bahn erfolgt am Besten über München und Ljubljana im Nachtzug. Die Fahrkarte von Deutschland nach Rijeka kostete 2009 ab 29 EUR (EuropaSpezial ohne Liege-/Schlafwagenzuschlag). Die Fahrt von Ljubljana nach Pula kostet 19 EUR.

Mit dem Flugzeug

In Pula gibt es einen Flughafen, welcher im Sommer von Charterflügen angeflogen wird.

Mobilität

Mit dem Auto/Motorrad kommt man aufgrund des verzweigten Straßennetzes überall hin. Von Nord nach Süd verläuft die Autobahn A9 und verbindet die Slowenische Grenze mit Pula. In West-Ost-Richtung zweigt die A8 ab und verbindet die A9 mit Rijeka. Die Autobahnen sind mautpflichtig und eignen sich nur bedingt zum schnellen Vorankommen, da ein vierspuriger Ausbau erst Mitte 2008 angefangen wurde. Angenehmer lässt es sich auf den Küstenstraßen reisen, welche zum größten Teil parallel zur Küste verlaufen.

Ortsunkundige Motorradfahrer sollten besonders in kurvenreichen Gegenden Vorsicht walten lassen, da dort der Straßenbelag oftmals aufgefräst ist und ein unangenehmes Fahrgefühl verursacht. Die Qualität sonstiger Landstraßen ist gut und durchaus mit der in Deutschland vergleichbar. Leitplanken in den bergigen Küstenregionen um Rabac - Lovran - Opatija sind selten, Sicherheitsleitplanken gibt es gar nicht.

Sehenswürdigkeiten

Aktivitäten

Küche

Im Innern des Landes empfiehlt es sich Motovun und Labin aufzusuchen. Beide sehr hübsche venezianische Städtchen wo man auch gut essen kann. Gut essen kann man auch in den Dörfern wie Hum, Roc und Buzet.

Ausgehen

Sicherheit

Die Sicherheitsfrage im Urlaub ist kein Problem. Wie überall sollte man nichts unachtsam herumliegenlassen. Spazieren kann man überall, ausgehen kann man nachts auch alleine, insgesamt überwiegt ein eher mitteleuropäisches Sicherheitsklima. Die Polizei ist wachsam. Bestimmten Gruppen geht man einfach aus dem Weg.

Klima

Die Sommer sind heiß, insbesondere Juli-August, aber durch den Wind an der Küste gut auszuhalten. Der Winter (Dezember-März) kann durchaus sehr kalt werden und Minusgrade sind keine Seltenheit. Die schönste Zeit sind Mai-Juni, wo noach alles blüht und grün ist. Und im September, wenn es noch warm genug ist zum Baden.

Weiter geht's

Wikitravel hilft bei der Suche eines Campingplatzes in dieser Region mit der Liste der Campingplätze.

Weblinks



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