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Indien: Unterschied zwischen den Versionen

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Südasien : Indien
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Die Länder-Vorwahl für Indien ist '''91'''. Überall in Indien, selbst in den kleinsten Dörfern, gibt es private Telefon-Zellen für lokale (STD), nationale (PCO) oder internationale (ISD) Gespräche. Die angegebenen Abkürzungen sind auf großen Schildern an der Straße entsprechend angebracht. Der Tarif für ein Gespräch nach Europa betrug Frühjahr 2004 nach 20 Uhr 10 Rs/min.
 
Die Länder-Vorwahl für Indien ist '''91'''. Überall in Indien, selbst in den kleinsten Dörfern, gibt es private Telefon-Zellen für lokale (STD), nationale (PCO) oder internationale (ISD) Gespräche. Die angegebenen Abkürzungen sind auf großen Schildern an der Straße entsprechend angebracht. Der Tarif für ein Gespräch nach Europa betrug Frühjahr 2004 nach 20 Uhr 10 Rs/min.
  
Bei einem längeren Aufenthalt lohnt sich evtl. der Kauf einer Prepaid-Karte fürs Handy (zB Idea ChitChat). Für ca. 60Rs erhält man eine SIM-Karte die über Handyläden aufgeladen werden kann. Je mehr Geld man bei einem Aufladevorgang investiert umso mehr Guthaben bekommt man gutgeschrieben. Eine Gesprächsminute nach Deutschland kostete 2010 mit dem Handy etwa 0,10 Euro, abhängig davon wie effektiv man vorher sein Guthaben aufgeladen hat. Bei der Auswahl des Netzanbieters ist zu beachten, dass dieser in allen Bundesstaaten verfügbar ist. Unabhängig davon fallen Roaminggebühren an wenn man mit einer Simkarte aus einem anderen Bundesstaat telefoniert. Diese betrugen Anfang 2010 etwa 0,5-1Rs/min. Zudem ist zu beachten, dass aus Angst, dass ausländische Terroristen sich mit SIM-Karten eindecken könnten, ein sehr hoher bürokratischer Akt mit dem Erwerb verbunden ist, man muß nicht nur zig Formulare ausfüllen, sondern auch ein Passbild, eine Kopie des Reisepasses und einen NOC-Letter beibringen in dem das Hotel bestätigt, daß man dort Gast ist. Dummerweise wird dies teils Tage nach dem Erwerb der Karte überprüft, ist man dann schon weitergezogen wird die SIM-Karte gesperrt und man muss alle Formulare neu ausfüllen, ein neues Passbild und einen neuen NOC-Letter beibringen. Das geht aber nur solange man im gleichen Bundesstaat ist, denn die Handy-Gesellschaften haben in jedem Staat Tochtergesellschaften die aber so voneinander unabhängig sind, dass man die Formulare nur im Bundesstaat einreichen kann wo man die Karte gekauft hat. Die einfachste aber wohl nicht ganz legale Methode ist natürlich einen Inder bitten einem eine Karte zu besorgen.
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Bei einem längeren Aufenthalt lohnt sich evtl. der Kauf einer Prepaid-Karte fürs Handy (zB Idea ChitChat). Für ca. 60Rs erhält man eine SIM-Karte die über Handyläden aufgeladen werden kann. Je mehr Geld man bei einem Aufladevorgang investiert umso mehr Guthaben bekommt man gutgeschrieben. Eine Gesprächsminute nach Deutschland kostete 2010 mit dem Handy etwa 0,10 Euro, abhängig davon wie effektiv man vorher sein Guthaben aufgeladen hat. Bei der Auswahl des Netzanbieters ist zu beachten, dass dieser in allen Bundesstaaten verfügbar ist. Unabhängig davon fallen Roaminggebühren an wenn man mit einer Simkarte aus einem anderen Bundesstaat telefoniert. Diese betrugen Anfang 2010 etwa 0,5-1Rs/min. Zudem ist zu beachten, dass aus Angst, dass ausländische Terroristen sich mit SIM-Karten eindecken könnten, ein sehr hoher bürokratischer Akt mit dem Erwerb verbunden ist. Man muss nicht nur zig Formulare ausfüllen, sondern auch ein Passbild, eine Kopie des Reisepasses und einen NOC-Letter beibringen in dem das Hotel bestätigt, dass man dort Gast ist. Dummerweise wird dies teils Tage nach dem Erwerb der Karte überprüft, ist man dann schon weitergezogen wird die SIM-Karte gesperrt und man muss alle Formulare neu ausfüllen, ein neues Passbild und einen neuen NOC-Letter beibringen. Das geht aber nur solange man im gleichen Bundesstaat ist, denn die Handy-Gesellschaften haben in jedem Staat Tochtergesellschaften die aber so voneinander unabhängig sind, dass man die Formulare nur im Bundesstaat einreichen kann wo man die Karte gekauft hat. Die einfachste - aber wohl nicht ganz legale - Methode ist es natürlich, einen Inder zu bitten einem eine Karte zu besorgen.
  
 
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Version vom 26. Februar 2013, 17:35 Uhr


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Lage
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Flagge
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Kurzdaten
Hauptstadt: New Delhi
Staatsform: Parlamentarische Bundesrepublik
Währung: 1 Indische Rupie (iR)
= 100 Paise
Fläche: 3,29 Mio km²
Bevölkerung: 1.147.995.898
Sprachen: Hindi, im Süden drawidische Sprachen, English "assoziierte Sprache".
Religionen: Hindus 81,3 %, Muslime 12 %, Christen 2,3 %, Sikh 1,9 %, andere 0,6%
Telefonvorwahl: +91
Internet TLD: .in
Zeitzone: UTC+5,5 (MEZ+4,5)



Indien ist das größte Land in Südasien und nach China das bevölkerungsmäßig zweitgrößte Land der Welt. Indien rühmt sich, die größte Demokratie der Welt zu sein (an der Bevölkerungszahl gemessen). Angrenzende Länder sind Pakistan, China, Nepal, Bhutan, Bangladesch und Myanmar.

Inhaltsverzeichnis

Regionen

Regionen

Indien ist administrativ in 28 Bundesstaaten (States) und 7 Unionsterritorien (Union Territories) unterteilt. Die Staaten grenzen sich weitgehend durch sprachliche Linien ab. Ihre Größe variiert sehr; einige Bundesstaaten sind größer als manche Nationalstaaten in Europa. Die Unionsterritorien sind kleiner als die Bundesstaaten - manchmal umfassen sie nur eine einzige Stadt - und besitzen weniger Autonomie.

Diese Staaten und Unionsterritorien lassen sich in folgende Regionen zusammenfassen:

Himalaya - gebirgige, zauberhafte Landschaft. Bietet sowohl für den Abenteuerer als auch für den spirituell Veranlagten etwas. Hier befindet sich auch die umstrittene Region Kaschmir.
Zentralindien - das Herz Indiens mit der Hauptstadt Neu Delhi. Die Flüsse Ganges und Yamuna fließen durch das Gebiet. Außerdem fanden hier viele Ereignisse, die die Geschichte Indiens prägen, statt.
Westindien - Wüstengebiete und hübsche aber überfüllte Städte wie Jaipur, Jodhpur, Udaipur, Bikaner, Goa. Auch die größte Stadt, das lebhafte Bombay (heute als Mumbai bekannt), befindet sich hier; außerdem schöne Strände und Bollywood (indische Filmindustrie in Bombay).
Ostindien - die ländlichste Region Indiens; größte Stadt ist Kalkutta (heute als Kolkata bekannt); die Tempelstädte von Puri und Bhubaneswar, beide im Bundesstaat Orissa.
Nordostindien - abgelegen und empfindlich; wunderschöne Landschaften und die berühmten Teegärten.
Südindien - farbige Hindutempel, Tropenwälder, die Stauseen von Kerala, Strände, die Ghats von Karnataka und die Inselgruppen vor der Küste.

Städte

Weitere Ziele

Hintergrund

Karte von Indien

Obwohl das erste indische Großreich unter Kaiser Ashoka ins dritte Jahrhundert vor Christus datiert, ist die Geschichte Indiens weithin von Kleinstaaterei und kriegerischen Lokalfürsten bestimmt. Dem Hinduismus als sozialem System ist es immer wieder gelungen, sich an neue Herausforderungen anzupassen. So wurde der Ausbreitung des Buddhismus unter Ashoka einerseits mit einer Aufnahme buddhistischer Prinzipien (wie ahimsa – Gewaltlosigkeit) in den Hinduismus begegnet, andererseits entstand mit dem Jainismus eine Mischung aus beiden Religionen. In ähnlicher Weise entstand die Sikh-Religion, eine Mischung aus Hinduismus und Islam als Antwort auf die Angriffe durch moslemische Armeen seit dem 11. Jahrhundert.

Im 15.-16. Jahrhundert gelang es Babur, dem Begründer der (moslemischen) Mogul Dynastie, ein Großreich in Nordindien und dem heutigen Pakistan zu schaffen, die muslimische Herrschaft konnte allerdings nie in den Süden vordringen.

Ab 1803 gelang es der britischen East India Company durch geschickte Ausnutzung von Feindseligkeiten unter Lokalfürsten sowie der Schwäche der letzten Mogulkaiser nach und nach den größten Teil des heutigen Indiens, Pakistans und Bangladeschs unter ihre Vorherrschaft zu stellen. Nach dem gescheiterten Aufstand indischer Soldaten 1857 wurde die Herrschaft offiziell der britischen Krone übergeben und das Herrschaftszentrum das sich seit der Mogulzeit in der Umgebung von Delhi und Agra befunden hatte nach Kalkutta verlegt. Ausnahmen hiervon sind Goa (bis 1961 unter portugiesischer Herrschaft) und Puducherry (bis 1954 unter französischer Herrschaft).

Nach der Unabhängigkeit 1947 wurde der Regierungssitz erneut nach Delhi verlegt. Seit 1947 ist Indien die weltgrößte Demokratie, und im Gegensatz zu anderen Staaten der Region ist an dieser demokratischen Tradition ungebrochen festgehalten worden. Auf knapp 3,2 Millionen qkm (in etwa neunmal die Fläche Deutschlands) leben ca. 1,1 Milliarden Menschen (in etwa 14 mal die Bevölkerung Deutschlands).

In der Epoche des kalten Krieges zählte Indien, ebenso wie Jugoslawien und Ägypten zu den Wortführern der Bewegung der blockfreien Staaten, obwohl in Abgrenzung zum feindlichen Nachbarn und amerikanischen Verbündeten Pakistan traditionell stärkere Bindungen an die Sowjetunion bestanden. Mit dem Zerfall des Ostblocks 1989 ging auch eine wirtschaftliche Öffnung des (sozialistischen) Landes gegenüber dem Ausland einher.

Indisches Kleid

Die Mehrheit der Inder (ca. 80%) sind Hindus; Moslems (ca. 13%), Christen (ca. 2,3%) und Sikhs (ca. 1,8%), stellen zahlenstarke Minderheiten. Der Buddhismus ist zwar in Indien entstanden, findet dort heutzutage aber kaum noch Anhänger. Weitere religiöse Minderheiten sind Jains und Parsen. Trotz der überwältigenden Mehrheit von Hindus ist Indien ein säkularer Staat. Der Hinduismus ist keine einheitliche Religion mit einem festgesetzten Bekenntnis sondern zerfällt in verschiedene Gruppierungen, philosophische und theologische Schulen, die sich allerdings auf eine gemeinsame Mythologie und eine beeindruckende Zahl religiöser und philosophischer Schriften stützt. Das Kastensystem ist sozusagen die soziale Ausprägung des Hinduismus, durchdringt jedoch teilweise auch religiöse Minderheiten wie Sikhs oder Christen. Die Kasten sind grob aufgeteilt in die vier varnas: brahmanas (Priester), kshatriyas (Krieger), vaishyas (Bauern und Händler) und shudras (Arbeiter). Diese varnas teilen sich erneut in Hunderte verschiedener jatis, oft lokal begrenzte Untergruppen der Kasten. Außer- und unterhalb des Kastensystems stehen die Dalits, die sogenannten Unberührbaren, offiziell Harijans (Kinder Gottes). Das Kastensystem ist mit der Unabhängigkeit offiziell abgeschafft und es gibt mittlerweile z.B. Quoten für Dalits in öffentlichen Ämtern. Es behält aber im Bewusstsein der Menschen nach wie vor zentrale Bedeutung, auch wenn sich diese in moderneren Gebieten auf die Wahl des Hochzeitspartners beschränkt. Seien Sie aber nicht überrascht, wenn Sie gelegentlich nach ihrer Kaste gefragt werden.

Heutzutage erlebt das Land einen wirtschaftlichen Aufschwung vor allem in der IT-Branche. Der damalige Premierminister Rajiv Gandhi hatte schon Anfang der neunziger ein Internet-Ministerium geschaffen, was sich auch an der Dichte der Internetcafes selbst in kleineren Dörfern zeigt. Der wirtschaftliche Aufschwung bringt in einigen Metropolen (z.B. Delhi, Bangalore, Bombay, Madras) auch kulturellen und gesellschaftlichen Wandel mit sich, wie beispielsweise die Entwicklung eines Nachtlebens oder von Jugendkultur. In entlegeneren Gebieten z.B. in Madhya Pradesh oder Bihar ist dagegen vom Aufschwung nicht viel zu spüren: Nach wie vor ist die überwiegende Mehrheit der indischen Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig.


Klima

Im wesentlichen teilt sich das Jahr in Sommer, Winter und Regenzeit, die regional unterschiedlich ausfallen. In den Sommermonaten April bis Juni ist die Hitze eigentlich nur in den Bergen zu ertragen. Die genaue Ausprägung reicht von der trockenen Brennofenhitze der Wüste Thar im Westen bis hin zur Dampfsauna Bengalens im Osten. Dem Reisenden, den das nicht schreckt, empfehle ich leichte (Baumwoll-)kleidung und eine Kopfbedeckung. Sonnencreme ist nur nötig, falls längere Fahrten mit Motorrad o.ä. anstehen, in der Regel ist es aber ohnehin zu heiß um sich in der Sonne aufzuhalten.

Von Juli bis August ist Regenzeit (Monsun). Genaugenommen ist dies eine Regenfront, die über dem indischen Ozean entsteht und einmal pro Jahr den Subkontinent überzieht, daher ist der genaue Beginn regional unterschiedlich. Schirm und/oder Regenkleidung sind hier empfehlenswert, schützen jedoch unzureichend gegen den ständigen, heftigen Regen und die alles durchdringende Nässe.

In den Wintermonaten Dezember bis Februar kann es im Norden nachts empfindlich kühl werden, da die meisten Häuser und Wohnungen nur unzureichend gegen Kälte geschützt sind. In dieser Zeit ist Übergangskleidung angebracht. Schals und Mützen schützen vor dem Fahrtwind auf Rikshafahrten, ein warmer Schlafsack vor der nächtlichen Kälte. Für 200-300 Rs. kann ein Heizstrahler mit dickem Glühdraht (rod heater) erworben werden. Generell ist jedoch der Winter für die meisten Gebiete klimatisch die angenehmste Reisezeit.

Anreise

Reisepass und Visum sind erforderlich für die Einreise. Der Reisepass muss mindestens noch für 6 Monate gültig sein. Visa können bei den indischen Konsulaten in Deutschland per Post bestellt oder direkt abgeholt werden, normalerweise dauert die Ausstellung per Post oder auch bei persönlichem Erscheinen, ca. eine Woche. Das wahrscheinlich gängigste Visum ist ein Touristenvisum für 6 Monate und 80,- Euro; die längste Visumfrist die ohne Begründung möglich ist, ist ein Einjahresvisum für 110,- Euro. Das Visum kann bei Bedarf in Indien verlängert werden, u.U. ist es dafür aber erforderlich zunächst in ein Nachbarland auszureisen. Beachtet, dass das Visum vom Tag der Ausstellung an gültig ist, nicht von dem der Einreise. Devisen im Wert von über 5.000 US$ müssen deklariert werden; um Probleme bei der Ausreise zu vermeiden, sollte man auch z.B. teure Kameraausrüstungen deklarieren.

Flugzeug

Der Luftverkehr in und nach Indien wird von der staatlichen Air India beherrscht, weitere große Gesellschaften sind Jet Airways und Kingfisher. Direktflüge aus Europa führen meist nach Delhi, Bombay, Bangalore, Pune oder Kalkutta und kommen in der Regel zwischen 00.00 und 04.00 nachts dort an.

Lufthansa fliegt von Frankfurt und München sowohl Delhi als auch Mumbai (Bombay) direkt an. Air India fliegt ebenfalls von Frankfurt nach Delhi, Condor von Frankfurt nach Goa. Austrian Airlines verbindet Mumbai auch direkt mit Wien. Swiss fliegt direkt von Zürich nach Delhi.

Bahn

Die einzige bestehende Bahnverbindung nach Indien führt von Khajuri in Nepal nach Jaynagar im Bundesstaat Bihar. Diese Linie wird von der nepalesischen Staatsbahn betrieben. Bis 2002 gab es außerdem eine Verbindung mit dem Namen Samjhauta Express von Lahore in Pakistan nach Attari bei Amritsar (Bundesstaat Punjab).

Bus

Eine Busreise ist in Indien immer ein Abenteuer, da man damit rechnen muss, dass es immer Zwischenfälle, wie z.B. mind. einen Platten pro Fahrt gibt. Die Busse im Süden sind grundsätzlich fensterlos (2003), was man bei empfindlichen Ohren unbedingt berücksichtigen muss.

Auto

Schiff

Mobilität

weite Strecken

Als dicht bevölkertes Land ist Indien verkehrsmäßig recht gut erschlossen und hat z.B. das zweitgrößte Eisenbahnnetze der Welt. Die Eisenbahn ist gemäß der komplexen Hierarchie der indischen Gesellschaft prinzipiell in vier Klassen unterteilt, die im Preis weit auseinander gehen, von klimatisierten und gepolsterten Einzelsitzen zum Preis eines Inlandsfluges bis zu vollgestopften Abteilen mit Holzsitzen für wenig mehr als ein leichtes Mittagessen. Empfehlenswert ist in der Regel der Mittelweg: second class sleeper, ein Abteil mit reservierbaren Sitzen, die nachts zu Liegen hochgeklappt werden. Die Sitze sollten - je nach Reiseziel und Zeit - im voraus reserviert werden, u.U. kann die Wartezeit recht lang werden. Für Ausländer gibt es Platzkontingente, die es ebenfalls Tage im Voraus zu buchen gilt.

Eine Alternative ist die Reise mit dem Bus, zumal auch nicht alle Ziele mit der Bahn erreichbar sind. Auch die Busse gibt es in verschiedenen Preis- und Qualitätsklassen, wegen der allgemein schlechten Qualität der Straßen und der damit verbundenen Abnutzung der Federungen sollte die Busreise allerdings Notfallplan bleiben. Klimatisierte Sleeper-Busse (werden häufig entsprechend des Herstellers als VOLVO A/C angeboten) erleichtert die Strapazen. Vorteil an der Reise mit dem Bus gegenüber einer Bahnreise ist allerdings, dass Tickets meist kurzfristiger und oft ohne sehr lange Wartezeiten erhältlich sind. Es stehen staatliche Busunternehmen und private Busagenturen zur Verfügung. Bei letzteren variieren Preis und Qualität für identische Strecken teilweise erheblich.

Mietautos und -motorräder sind erhältlich, wegen des chaotischen und gefährlichen Straßenverkehrs ist davon aber eher abzuraten. Besonders Mutige sollten an einen internationalen Führerschein denken.

Eine gute Möglichkeit weite Strecke zu bereisen, besteht darin, einen Fahrer mit Fahrzeug zu engagieren. Die Preise gestalten sich dabei unterschiedlich: einerseits werden tägliche Gebühren (ca. 1oo Rs.) zuzüglich Kraftstoff und Maut sowie einer bestimmten Kilometerpauschale (2 Rs./km) verlangt, andererseits kann man in Touristenbüros Reisen oder Tranfers zu Festpreisen buchen. Dies ist mitunter die angenehmste, sicherste und flexibelste Art zu reisen.

lokal

In der Regel stehen Fahrrad- und Auto-Rikschas in verschiedenen lokalen Variationen überall zur Verfügung. (Entgegen westlichen Klischees sind Fahrrad-Rikschas in einigen Teilen Indiens (z. B. Karnataka) aufgrund der großen körperlichen Anstrengung für die Fahrer verboten.) Neuerdings werden Auto-Rikschas zumindest in Delhi und Bangalore mit einem Taxameter ausgerüstet, üblich ist es allerdings eher, den Preis vorher auszuhandeln. Es ist empfehlenswert, sich bei indischen Passanten oder an Kiosken nach einem realistischen Preis zum gewählten Ort zu erkundigen bevor die Verhandlungen beginnen.) In kleineren oder touristisch weniger erschlossenen Orten gibt es oft etwas grössere Auto-Rikschas, die als Sammeltaxis fungieren und etwas billiger sind.

Taxis haben normalerweise Taxameter, je nach Region muss evtl. der doppelte Taxameterpreis, oder ein fester Aufschlag für Steuern bezahlt werden. Viele Taxifahrer werden diese Steuer spontan verdoppeln oder verdreifachen, daher vorher über die Preissituation informieren und Wechselgeld dabei haben.

Sprache

In Indien werden mehr als 1.600 Sprachen gesprochen. Neben den überregionalen Amtssprachen Hindi und Englisch gibt es folgende 21 regionale Amtssprachen: Assamesisch, Bengali, Bodo, Dogri, Gujarati, Kannada, Kashmiri, Konkani, Maithili, Malayalam, Manipuri, Marathi, Nepali, Oriya, Punjabi, Sanskrit, Santali, Sindhi, Tamil, Telugu und Urdu.

Von den 23 Verfassungssprachen gehören sechzehn der indoarischen, vier der dravidischen (Telugu, Tamil, Kannada und Malayalam), eine der austroasiatischen (Santali) und eine der tibetoburmesischen bzw. sinotibetischen Sprachfamilie (Manipuri) an. Erschwerend wirkt sich der Umstand aus, dass die meisten der Sprachen unterschiedliche Schriftsysteme aufweisen. Während Telugu, Tamil, Kannada, Malayalam, Gujarati, Oriya, Punjabi durch eine jeweils eigene Schrift charakterisiert sind, verwendet man für Hindi, Marathi, Nepali, Konkani und Sanskrit eine Schrift, für Bengali, Assami und Manipuri eine weitere sowie für Urdu, Kaschmiri und Sindhi eine dritte, wobei sich jedes der drei von verschiedenen Sprachen verwendeten Schriftsysteme durch ergänzende, sprachlich bedingte Sonderzeichen weiter unterscheidet. Indien ist damit das Land mit den weltweit meisten Amtssprachen.

Die Versuche der Zentralregierung Hindi als überregionale Verkehrssprache zu etablieren sind nur im Norden erfolgreich. Man kann ungefähr von Goa aus eine Linie über den Kontinent ziehen von der ab südlich die Menschen eher Tamil als Verkehrssprache verwenden. Dies führt dazu, dass Inder aus dem Süden mit Nordindern Englisch sprechen und umgekehrt. Bei offiziellen Anlässen gibt es daher keine Probleme mit Englisch. Der Bildungsstandard ist allerdings vielerorts sehr niedrig; gerade auf dem Land oder in weniger touristisch erschlossenen Städten kann die Kommunikation arge Probleme bereiten. In Geschäften, Restaurants, Rikshas und Taxis gibt es prinzipiell aber keine Probleme da die Englischkenntnisse meist zumindest für grundlegenden sachbezogenen Austausch reichen.


Kaufen

Indien bietet eine Fülle wunderschönster Textilien, Kunstgegenstände, Möbel, Schmuck und Unzähliges mehr. Es wird sowohl auf Bazaars als auch in festen Geschäften verkauft. Auf Märkten ist es generell üblich, zu handeln. Für Touristen, die die Preise nicht kennen, ist dies anfangs sicherlich schwierig, zumal Verkäufer Neulinge sofort erkennen und gerne den Preis erhöhen. Wer Zeit und Lust hat, sieht sich am besten bei mehreren Geschäften um und überlegt sich vorher, welchen Preis er maximal zu zahlen bereit ist (der Geübte nennt dann als Anfangsgebot etwa ein Drittel). Für die, die auf Feilschen lieber verzichten, gibt es Geschäfte mit festen Preisen ("Fixed Prices").

Typische Souvenirs werden auch von staatlich betriebenen Geschäften (governmental shops) angeboten, Handeln ist nicht nötig. Die Preise sind dort höher als auf Märkten, die Betrugsgefahr allerdings niedriger.

Viele Stadtrundfahrten enthalten die mehr oder weniger obligatorischen Besuche in Shops, die "very cheap and best quality" Waren anbieten - man kann davon ausgehen, dass man die Provision für den Stadtführer oder das Busunternehmen mitbezahlt.

Wer größere Ausgaben tätigen möchte, z. B. für Kunstgegenstände, hochwertige Textilien o.ä., sollte ein gewisses Wissen über das Gewünschte mitbringen, um die Qualität selbst beurteilen zu können. Auf die Beschwörungen der Verkäufer sollte man sich nicht verlassen.

Küche

Es gibt Restaurants in verschiedenen Preisklassen, indisches Essen ist aber in allen Klassen meist sehr gut und selbst teure Restaurants sind nach deutschen Maßstäben billig. „Vegetarian Restaurant“ bedeutet (offensichtlich) dass kein Fleisch verkauft wird, „Pure Vegetarian“ schließt auch Eier aus, manchmal auch Zwiebeln und Knoblauch. Mughal cuisine beinhaltet normalerweise auch Fleisch. Fleisch sollte nur in sehr guten, vertrauenswürdigen Restaurants gegessen werden, da die hierfür notwendige höhere Hygiene nicht in allen Etablissements gewährleistet ist. Mughal ist allerdings auf den Norden beschränkt. Im Süden ist man konservativer das Fleisch betreffend: Restaurants, die Fleisch servieren, müssen es hier zumindest in einer eigenen Küche kochen, in der Regel wird es auch in einem eigenen Speisesaal serviert.

Ausländisches (d.h. europäisches oder chinesisches) Essen ist in vielen Restaurants erhältlich, reicht in Qualität allerdings in der Regel nicht an das heran was man gewohnt ist. Indische Küche ist sehr vielseitig und es lohnt sich in dieser Hinsicht offen zu sein. Bei Beachtung der genannten Vorsichtsmaßnahmen bezüglich des Essens kann prinzipiell alles bedenkenlos gegessen werden. Auf spezielle Anfrage können die meisten Restaurants die Speisen auch weniger scharf („not spicy“) zubereiten.

In Indien ist ausgehen gar nicht so einfach. Es gibt ein paar gute Bars in denen sich die Jugend trifft. Möchte man tanzen gehen, sollte man sich bei den Luxushotels umschauen. Die haben oftmals Diskotheken mit dabei und die sind sogar richtig gut! Allerdings ziemlich teuer. Aber es lohnt sich. Wenn die Inder feiern und tanzen ist das eine völlig andere Stimmung als hier bei uns!

Unterkunft

Von fünf Sterne Luxushotel bis zum einfachen Guesthouse mit kalter Dusche gibt es Hotels für jedes Bedürfnis und für (fast) jeden Geldbeutel. In einfacheren Hotels ist es meist erforderlich ein eigenes Vorhängeschloss mitzubringen. Für die Wintersaison gibt es in billigeren Hotels ohne fliessend heißes Wasser meist einen Service für Eimer mit heißem Wasser (bucket hot water), in den anderen Jahreszeiten wünscht man sich kein heißes Wasser.

In Touristen-Hotspots wird man normalerweise direkt nach der Ankunft von Touts, Rikshafahrern oder Riksha fahrenden Touts umlagert, die einem ein Zimmer aufschwatzen möchten. Die Provision die diese von den Hotelbesitzern bekommen wird dann direkt auf den Zimmerpreis aufgeschlagen, daher sollte man die mehr oder minder freundlichen Angebote ausschlagen und keinem Tout etwas über Preise in anderen Hotels oder deren Brandschutzbestimmungen glauben. Da die Touts jedoch unermüdlich Tag und Nacht auf Kunden warten, geben sie einem unter Umständen auch eine wertvolle Möglichkeit ein Zimmer inmitten finsterer Nacht zu finden, oder noch ein Hotelzimmer in einer ausgebuchten Stadt zu bekommen.

Generell ist es dringend zu empfehlen, sich das gewünschte Zimmer zuerst anzusehen, einen Preis auszuhandeln und dann erst zu mieten. In einfacheren Hotels und in der Nebensaison kann es sich durchaus lohnen zu handeln.

Lernen

Arbeiten

Feiertage

Als Nationalfeiertage werden der Republic Day (Tag der Republik) am 26. Januar, dem Tag des Inkrafttretens der Verfassung im Jahre 1950, und der Independence Day (Tag der Unabhängigkeit) am 15. August, der an das Ende der britischen Kolonialherrschaft 1947 erinnert, begangen. Letzterer wird jedoch nicht so aufwändig zelebriert wie der Tag der Republik, an dem in Delhi eine große Parade stattfindet, die vom Staatspräsidenten abgenommen wird. Auch der Geburtstag des Führers der Unabhängigkeitsbewegung Mohandas Karamchand („Mahatma“) Gandhi am 2. Oktober sowie mehrere religiöse Feste sind landesweite gesetzliche Feiertage. Religiöse Festtage nehmen in Indien einen außerordentlich hohen Stellenwert ein. Zu den wichtigsten hinduistischen Feierlichkeiten gehören das Lichterfest Diwali, Dussehra (der Tag des Sieges von Rama über den Dämonen Ravana), die Frühlingsfeste Holi und Vasant Panchami, Ganesh-Chaturthi zu Ehren Ganeshas, Raksha Bandhan (Fest der „Schützenden Verbindung“ zwischen Geschwistern) sowie viele weitere Pujas zu Ehren einzelner Gottheiten. Muslime feiern etwa das Opferfest (Id al-Adha) zum Höhepunkt der Pilgerfahrt (Haddsch) nach Mekka und Id al-Fitr zum Ende des Fastenmonats Ramadan. Der wichtigste Feiertag der Sikhs, Buddhisten und Jainas ist der Geburtstag ihres jeweiligen Glaubensstifters (Guru Nanak bzw. Buddha bzw. Mahavira). Christen feiern vor allem Ostern und Weihnachten.

Daneben existiert eine unüberschaubare Vielzahl regionaler Feste. In der Erntezeit feiert man in ländlichen Gegenden Erntedankfeste wie das tamilische Pongal oder Lohri im Punjab, während die Menschen in anderen Landesteilen am selben Tag Makar Sankranti feiern .

Sicherheit

Zwischen dem 26. und 29. November 2008 forderten terroristische Angriffe u.a. auf mehrere Hotels und Restaurants in Mumbai über 180 Todesopfer sowie rd. 300 Verletzte. Die Terroranschläge richteten sich erstmals gezielt auch gegen Ausländer.

Indien war schon wiederholt Ziel terroristischer Anschläge. Ort und Zeitpunkt sind nicht vorauszusagen, Anschläge können überall stattfinden.

Sicherstes Verkehrsmittel ist die Bahn, von langen Reisen auf der Straße ist abzusehen - Indien hat jährlich über 100.000 Verkehrstote. Die Straßen sind in schlechten Zustand und das fahrerische Können vieler Inder ist auf niedrigstem Niveau. Zudem sind sehr viele Fahrzeuge kaum noch fahrtauglich. Verkehrsvergehen werden meist mit Bestechung abgegolten.

Bei Festivitäten wird oft Alkohol getrunken, was die Aggressivität vieler Teilnehmer noch erhöht.

Raubüberfälle sind, selbst in Hotelzimmern, nichts außergewöhnliches. Vergewaltigungen von Touristinnen und sogenannte "Gangrapes" kommen gerade in Feriengebieten wie Goa häufig vor, teilweise in Verbindung mit K.O.-Tropfen, wobei die Täter auch vor minderjährigen Mädchen nicht zurückschrecken.

Gesund bleiben

Leitungswasser, ungeschältes Obst, frisch gepresste Fruchtsäfte und rohes Gemüse (Salat) sowie Speiseeis und Eiswürfel sollten vermieden werden. Gefiltertes Wasser, das in Hotelzimmern in Krügen oder Flaschen bereitgestellt wird, kann getrunken werden. Die Filter werden allerdings nicht immer ordnungsgemäss gewartet und können daher auch defekt sein. Wer also kein Risiko eingehen will, sollte immer versiegeltes Wasser (mineral water) bestellen und auf die Originalversiegelung achten. Moskitos sind nicht nur lästig sondern auch Überträger von Krankheiten wie Malaria und Dengue Fieber. Schutz gegen Mücken ist daher sehr wichtig. Indische Moskitos stören sich jedoch nicht an westlichen Mückenabwehrmitteln, empfehlenswert ist es daher eher vor Ort Moskitoabwehrmittel (moskito repellent) zu kaufen (z.B. Odomos). Ein Moskitonetz schützt vor Mückenstichen während des Schlafs, sollte aber sicherheitshalber von zu Hause mitgebracht werden und ist in Indien nicht einfach erhältlich. Man sollte bei europäischen Netzen allerdings darauf achten dass die Maschen nicht so fein sind, dass sie die Ventilatorluft abhalten. Eine gute Alternative ist ein Moskitoabwehrstecker für die Steckdose (z.B. AllOut), in Apotheken und General Stores erhältlich.

Bei der Einreise aus Europa oder Nordamerika gibt es keine Pflichtimpfungen. Ratsam ist es in jedem Fall darauf zu achten, dass der Standardimpfschutz (Polio, Diphterie, Tetanus) noch besteht. Außerdem ist eine Hepatitis A/B Impfung empfehlenswert. Hierzu gibt es eine Kombiimpfung die jedoch nach 3 Monaten aufgefrischt werden muss um wirksam zu werden. Bei längerem Aufenthalt ist eine Typhusimpfung ratsam, falls viel Kontakt zu Tieren bestehen wird sollte über eine Tollwutimpfung nachgedacht werden.

Malariaprophylaxe kann je nach Reisegebiet notwendig werden. Diesbezüglich und zu den Impfungen ist es ratsam das jeweilige Landesgesundheitsamt (keinen praktischen Arzt!) in Deutschland zu konsultieren.

Aktuelle Empfehlungen zur Malariaprophylaxe und Impfungen findet man auf Tropeninstitut.de.

Insektenschutzmittel (s.o.) kann vor Ort gekauft werden. Medikamente gegen Durchfall (z.B. Imodium) und Erbrechen (z.B. Vomex) sowie spezielle Arznei sollten sicherheitshalber mitgeführt werden. Asthmatiker sollten sich auf starke Luftverschmutzung in Großstädten einstellen.

Ebenfalls ist auf japanische Enzephalitis und Thyphus geachtet werden, sowie auf Cholera. Impfungen und Geshundheit in Indien Es ist äußerst ratsam sich vor einer Indienreise mit seinem Hausarzt und seiner Krankenkasse zu besprechen.

Respekt

Die rechte Hand wird zum Essen benutzt, die linke für die Toilette. Aufgrunddessen sollte man generell darauf achten, die rechte Hand zu benutzen, um Dinge zu übergeben oder entgegenzunehmen. Gegessen wird traditionell mit der Hand, Besteck ist aber erhältlich. In Tempeln und Moscheen darf weder geraucht, noch dürfen Schuhe getragen werden. In Tempeln gilt es außerdem als Beleidigung, sich mit dem Rücken zur Gottheit zu stellen oder zu setzen.

Die Füße gelten als unreiner Körperteil, daher gilt es als Beleidigung, jemanden mit den Füßen zu berühren oder mit den Fußsohlen auf jemanden zu zeigen. In der Öffentlichkeit Zärtlichkeiten auszutauschen ist absolut tabu. Die westliche Kultur ist in Indien bekannt, dennoch sollte man sich dezent kleiden. Auf kurze Hosen, schulterfreie oder tief ausgeschnittene Oberteile sowie kurze Röcke sollte verzichtet werden. Für Räume mit Klimaanlage sollte man einen dünnen Pullover mitnehmen.

Inder sind sehr gesellig und kontaktfreudig. Normalerweise reicht es aus sich fünf Minuten an einem belebten Ort (d.h. einem beliebigen Ort in Indien) aufzuhalten, um mit jemandem ins Gespräch zu kommen. Das kann unter Umständen stören, da kein Signal dafür, dass eine Unterhaltung unerwünscht ist, zur Kenntnis genommen wird. Es hilft, sich in solchen Situationen vor Augen zu halten, dass die Menschen an unkomplizierteren gesellschaftlichen Umgang gewohnt sind und daher solche Signale normalerweise nicht einordnen oder verstehen.

Kommunizieren

Telefon

Die Länder-Vorwahl für Indien ist 91. Überall in Indien, selbst in den kleinsten Dörfern, gibt es private Telefon-Zellen für lokale (STD), nationale (PCO) oder internationale (ISD) Gespräche. Die angegebenen Abkürzungen sind auf großen Schildern an der Straße entsprechend angebracht. Der Tarif für ein Gespräch nach Europa betrug Frühjahr 2004 nach 20 Uhr 10 Rs/min.

Bei einem längeren Aufenthalt lohnt sich evtl. der Kauf einer Prepaid-Karte fürs Handy (zB Idea ChitChat). Für ca. 60Rs erhält man eine SIM-Karte die über Handyläden aufgeladen werden kann. Je mehr Geld man bei einem Aufladevorgang investiert umso mehr Guthaben bekommt man gutgeschrieben. Eine Gesprächsminute nach Deutschland kostete 2010 mit dem Handy etwa 0,10 Euro, abhängig davon wie effektiv man vorher sein Guthaben aufgeladen hat. Bei der Auswahl des Netzanbieters ist zu beachten, dass dieser in allen Bundesstaaten verfügbar ist. Unabhängig davon fallen Roaminggebühren an wenn man mit einer Simkarte aus einem anderen Bundesstaat telefoniert. Diese betrugen Anfang 2010 etwa 0,5-1Rs/min. Zudem ist zu beachten, dass aus Angst, dass ausländische Terroristen sich mit SIM-Karten eindecken könnten, ein sehr hoher bürokratischer Akt mit dem Erwerb verbunden ist. Man muss nicht nur zig Formulare ausfüllen, sondern auch ein Passbild, eine Kopie des Reisepasses und einen NOC-Letter beibringen in dem das Hotel bestätigt, dass man dort Gast ist. Dummerweise wird dies teils Tage nach dem Erwerb der Karte überprüft, ist man dann schon weitergezogen wird die SIM-Karte gesperrt und man muss alle Formulare neu ausfüllen, ein neues Passbild und einen neuen NOC-Letter beibringen. Das geht aber nur solange man im gleichen Bundesstaat ist, denn die Handy-Gesellschaften haben in jedem Staat Tochtergesellschaften die aber so voneinander unabhängig sind, dass man die Formulare nur im Bundesstaat einreichen kann wo man die Karte gekauft hat. Die einfachste - aber wohl nicht ganz legale - Methode ist es natürlich, einen Inder zu bitten einem eine Karte zu besorgen.

Post

Briefe abschicken: Aerogramme und Postkarten kosten 8,5 Rs, Luftpostbriefe kosten 15 Rs. Beim aufgeben der Briefe darauf achten, dass die Briefmarken abgestempelt werden, sonst Diebstahl der Briefmarken.

Briefe empfangen: Briefe nach Indien sollten wie folgt adressiert sein: To Mr. TEST Theo, Poste Restante, GPO, city name, state name, INDIA. Poste Restante Briefe werden ca. 1 Monat aufbewahrt, danach zurück an den Absender geschickt (nicht immer).

Internet

Die Dichte an Internetcafes ist extrem hoch, normalerweise gibt es auch in kleineren Örtchen irgendwo ein Geschäft mit einem Modem. Der Preis für die Nutzung beträgt in der Regel ca. 15 Rs./Stunde. In vielen dieser Cafes können auch CDs gebrannt werden. Es ist angebracht in Internetcafes ohne Notstromversorgung umfangreiche eMails erst offline zu schreiben und sie auf der Festplatte oder eigenem USB-stick hin und wieder zwischen zu speichern und den Text am Ende in die Mail zu kopieren, denn Stromausfälle sind häufig und es ist ärgerlich, die ganze Mail noch einmal schreiben zu müssen.

Stromnetz

Die Stromversorgung in Indien ist mit 220-240 Volt und 50 Hz in etwa identisch mit der deutschen. Die indischen Steckdosen haben drei dicke Stifte, von denen einer die Erdung darstellt. Hotels und gemietete Zimmer haben allerdings oft universale Steckdosen, in die auch europäische oder amerikanische Stecker passen; Schutzkontaktstecker haben dann allerdings keinen Erdungskontakt. Es gibt relativ häufig Stromausfälle, daher empfiehlt es sich, vor Ort Kerzen zu kaufen. Laptops oder andere empfindliche elektronische Geräte sollten nicht direkt am Netz betrieben werden, da bei Stromausfällen Spannungsspitzen auftreten können, die elektronische Geräte beschädigen könnten. Ein spezielles Gerät zum Schutz vor Spannungsspitzen (Spike Buster/Surge Protector) kann vor Ort in Elektronikläden für 300 Rs. erstanden werden. Dieses Gerät hat auch Universalsteckdosen, so dass der Kauf von Adaptern überflüssig wird. USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung), die im Fall eines Stromausfalls für einige Zeit weiter Energie liefern, kann ebenfalls gekauft werden.







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