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Houston

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Houston
Main Street Houston
Kurzdaten
Koordinaten: 29° 45' 46" N, 95° 22' 59" W 




Vorlage:PrintDistricts

Houston ist die größte Stadt in Texas und die viertgrößte der USA.[1] Die Stadt ist riesengroß und wirkt bisweilen wie eine menschenleere Betonwüste. Die Haupstadt des amerikanischen Ölgeschäfts hat inmitten der schillernden Hochhausfassaden einiges zu bieten und ist zweifelsohne einen Besuch wert. In Houston leben viele Menschen aus Asien, Lateinamerika und den arabischen Nationen. Inmitten einiger Fortune 500 Konzernzentralen gibt es sehr viel Kultur, z.B. eines der besten Symphonieorchester der USA und Bildung, z.B. Rice University.

Stadtteile

Die Stadt ist ursprünglich in sehr unterschiedliche Stadtteile oder "wards" unterteilt. Zahlreiche Umstrukturierungen führten jedoch dazu, dass die Stadtteile praktisch nicht mehr voneinander unterschieden werden können und ineinander übergehen. Die Namen der alten Stadtteile sind Downtown, Neartown, North Loop, South Loop, West Loop und Outside. Wesentlich hilfreicher ist die Unterteilung der Stadt in ihrer funktionalen Bezirke, die heute im allgemeinen Sprachgebrauch der Bevölkerung angekommen ist. Die Innenstadt besteht aus sieben Bereichen, die häufig nach ihren Funktionen benannt sind.

Museum District

Das Museum District schließt südlich direkt an Downtown an und ist durch die Metro mit dem Zentrum verbunden. Hier finden sich 18 Sehenswürdigkeiten, z.B. das Contemporary Arts Museum Houston oder der städtische Zoo. Eine sehr gute Übersicht liefert die städtische Website zum Museum District.

Medical Center

Das Medical Center liegt südlich des Museum District und ist wie eine Stadt die aus Krankenhäusern besteht. Es ist eines der größten und bedeutendsten medizinischen Zentren Amerikas.

Downtown

Downtown ist das Herz der Stadt und immernoch der Mittelpunkt des Öl- und Bankengeschäfts. Nach New York hat Houston die zweitmeisten Fortune 500 Firmenzentralen. Viele davon residieren in den Wolkenkratzern im Zentrum der Stadt. Downtown Houston hat aber auch das zweitgrößte Theaterviertel der USA in dem sich die Houston Symphony und das Houston Ballet befinden.

Galleria

Galleria ist die Gegend westlich von Downtown und ein kleines Stadtzentrum für sich genommen. Es hat eigene Wolkenkratzer und ist ohne Auto von der Innenstadt nur schwierig zu erreichen. Der Name leitet sich von dem dort angesiedelten Einkaufszentrum ab. Ein Besuch der Galleria, eines der größten Einkaufszentren der USA, lohnt sich. Nähere Informationen gibt es auf der Website der Galleria

Bayou Bend

Neben dem Theaterviertel schlängelt sich der Buffalo Bayou an der Innenstadt Houstons vorbei. Der Fluss macht dabei eine Kurve und umrahmt so die Innenstadt von Westen nach Norden. Der Bayou Bend endet in Allen's Landing Park, dem Gründungsort der Stadt Houston. Südlich an Allen's Landing schließt sich auch die Altstadt Houstons an, zu sehen gibt es dort jedoch wenig.

Rienzi

Dieser Teil der Innenstadt, historisch auch als River Oaks bezeichnet, schließt sich östlich an Bayou Bend an. Hier befindet sich unter anderem das Museum of Fine Arts Houston.

Reliant Park

Reliant Park ist die weit im Süden liegende Gegend in der die Houston Texans ihr Football Stadion haben. Reliant Stadium, Reliant Arena, Reliant Center und Reliant Astrodome bilden zusammen den gigantischen Stadionkomplex. Neben American Football gibt es hier aber auch Rodeos, Tierausstellungen, Fußballspiele und andere Events zu sehen.

Sehenswürdigkeiten

Downtown und Tunnelsystem

Am besten beginnt man die Stadterkundung in Downtown. Vom Chase Tower (Ecke Milam und Capitol Street) kann man sich einen Überblich über die Stadt verschaffen. Dazu betritt man einfach das Gebäude und nimmt einen der vorderen Aufzüge. Mit diesen Aufzügen kann man neben dem Erdgeschoss nur eine weiter Etage erreichen, undzwar die Lobby im 60. Stock. Insgesamt hat das Gebäude 75 Etagen, für die Öffentlichkeit sind die lezten 15 Etagen jedoch gesperrt. Die Fahrt im Aufzug geht schnell und ist wie die meisten Attraktionen in Houston kostenlos. Der Ausblick ist leider nur durch eine Glasscheibe und nur Richtung Westen möglich. Ein kleines Fenster geht aber auch in Richtung Süden, wo man das Medical Center und die Rice University sehen kann.

Nach dem Chase Tower bietet sich der Besuch des Visitor Centers an. Es befindet sich im Erdgeschoss des Rathauses am Hermann Square (Ecke Smith und Walker). Dazu geht man vom Chase Tower zwei Blocks entlang der Milam Street nach Süden bis zur Walker Street und dann zwei weitere Blocks entlang der Walker Street Richtung Westen. Im Visitor Center erhält man neben Busfahrplänen und einem Stadtplan weitere nütliche Informationen. Beeindruckend ist die Masse an Texas und Houston Souvenirs die im Visitor Center verkauft wird. Es gibt praktisch jeden Artikel des täglichen Lebens mit einem Stern oder dem Umriss von Texas drauf.

Man verlässt das Visitor Center durch die Hintertür und geht auf die andere Straßenseite der Walkerstreet zum Hobby Center for the Performing Arts. Dort beginnt der Wanderweg entlang des kleinen Flusses Buffalo Bayou, der zu einer schönen Uferpromende ausgebaut wurde. Die Wanderung verläuft nach Norden, also wendet man sich von der Walker Street ausgehend nach rechts und geht zwischen Fluss und Center for the Performing Arts zum Ufer hinab. Direkt an dieser Stelle gibt es eine kleine Fußgängerbrücke, die man überquert und auf der anderen Seite nach rechts (Norden) dem Flussverlauf folgt. Der Weg führt unter der Interstate 45 immer am braun trüben Fluss entlang, in dem es aber eine rege Fauna gibt. Mit Glück kann man einige der Vögel beim Fischen beobachten.

Nach kurzem Weg kommt auf der linken Seite das Downtown Aquarium, das eher an einen Vergnügungspark erinnert.

Kurz vor der Preston Street Brücke nimmt man den linken Pfad und verlässt den Uferwanderweg. Nach Überquerung der Preston Street betritt man den Eingang des Sesquicentennial Park. Der Pfad links des großen Granitblocks am Eingang führt in einer Schlangenlinie hinauf zum George Bush Monument. Zweifelsohne für Liebhaber des Skurrilen. Die Verehrung des ehemaligen Präsidenten der USA durch die Houstoner Bevölkerung wird an diesem durch Adler und Flaggen geschmückten Platz sehr deutlich. Inschriften und Plastiken deuten an, das zum Lebenswerk George Bushs (Senior) nicht nur der Fall der Berliner Mauer (Bush neben Gorbatschow während Berliner im Vierziger Jahre Outfit ein Loch in die Mauer hämmern) sondern auch die Erhebung seines Sohnes ins Präsidentenamt gehörte.

Überquert man die Brücke der Preston Street in Richtung Downtown, kann man die kunstvolle Dekoration des Wortham Theater bewundern. Auf dem anderen Ufer steht eine weiter Statue, die von James Baker III, einem der bedeutendsten Söhne der Stadt und Ratgeber von George Bush.

Man folgt der Preston Street von hier zwei Blocks Richtung Osten bis zum Market Square Park. Dieser kleine Park hat ein Cafe und eine Station des öffentlichen rent-a-bike Systems, dem Houston B-Cycle. Auf der Milam Street geht man fünf Blocks nach Süden und erreicht an der Ecke Milam und Walker, direkt vor dem Esperson Building eine Haltestelle des Houston Greenlink. Dieser kostenlose Bus fährt auf einem Rundkurs durch Downtown. Leider sind die Fenster stark getönt und behindern die Aussicht auf die umliegenden Gebäude. Auffallend ist jedoch wie leer die Innenstadt Houstons ist. Man sieht in der Regel kaum Menschen auf der Straße. Dies liegt vor allem an der großen Hitze im Sommer, weshalb das gesamte Straßenleben unter Tage in ein die gesamte Innenstadt durchziehndes Tunnelsystem verschafft wurde. Mit dem Greenlink Bus fährt man bis zum George R. Brown Convention Center und steigt dort aus. Von hier sieht man den Minute Maid Park (Baseball) im Norden und hinter dem Hilton Hotel im Süden das Toyota Center (Basketball). Der Discovery Green Park im Westen bietet die Möglichkeit zu einer kleinen Erholung. Im Winter kann man hier sogar bei sommerlichen Temperaturen Schlittschuhlaufen. Am westlichen Ende des Discovery Green Parks befindet sich der One Park Place. Dieses Gebäude gilt es zu umrunden um zu The Shops at Houston Center zu gelangen. Dieses kleine Einkaufszentrum bietet nur wenige Geschäfte, bietet aber zahlreiche Restaurants und Cafes für die Mittagspause. Im ersten Stock des Gebäudes befindet sich der Eingang zum Tunnelsystem, das an dieser Stelle überirdisch als sogenannter Skywalk beginnt. Inmitten des Food Court folgt man den Schildern in Richtung Fulbright Tower. Man überquert die Straße und erreicht das auf der anderen Straßenseite liegende Bürogebäude im ersten Stock. Schräg links geht man an einer Bankfiliale vorbei und wendet sich im nächsten Skywalk Abschnitt nach Westen. Es folgen aufeinander der Lyondellbasell Tower und das 2 Houston Center. Der Skywalk befindet sich zwischen diesen Gebäuden im zweiten Stock. Am Ende des 2 Houston Center nimmt man die Rolltreppe runter zum Tunnelsystem, an dieser Stelle der E. McKinney Tunnel. Im Tunnelsystem warten zahlreiche Restaurants, Geschäfte und Cafes auf Kundschaft. Wirklich ein skurriler Ort. Karten an den Tunnelwänden helfen bei der Orientierung. Aber Vorsicht, die Karten sind nicht immer genordet. Einzelne Tunnelabschnitte sind mit iheren Namen ausgeschildert und haben unterschiedliche Farben, das hilft bei der Orientierung. Eine Erkundung des Skywalks/Tunnels lohnt sich bis hinunter zur Jefferson Garage (Ecke Smith und Garage).

Interessante Ausgänge sind ebenfalls der zum Tranquility Park oder zum Main Street Square, wo die Metro hält. Mit der Metro gelangt man schnell und günstig ($1,25 pro Einzelfahrt) zum Museum District und der Rice University.

NASA - Johnson Space Center

Sicherlich die größte Sehenswürdigkeit in der näheren Umgebung von Houston ist das Johnson Space Center mit dem berühmten Mission Control (Houston wir haben ein Problem...) Zum Space Center kann man von der Innenstadt Tagestouren buchen, diese starten meist ab den größeren Hotels. Einfacher und wesentlich günstiger ist es aber mit dem öffentlichen Bus zu erreichen. Die Linien 146 outbound und 149 outbound fahren direkt von Downtown zum Space Center. Die Fahrt dauert ca. eine Stunde. Da man für das Space Center mindestens 4 Stunden braucht (unter der Woche bei wenig Andrang) lohnt es sich früh hinzufahren. Das Space Center öffnet seine Pforten um 10:00 Uhr morgens. Im Visitor Center downtown kann man Gutscheine für einen ermäßigten Eintritt abholen. Damit kostet der Zutritt zum Space Center mit Audio Guide (sehr empfehlenswert) 28 USD. Neben einer Tour durch das Mission Control und zur Trainingshalle mit einem kompletten Nachbau der ISS kann man unter anderem eine erhaltene nie abgefeuerte Saturn V Rakete bestaunen. Diverse Raumfahrzeuge sind ausgestellt, so kann man z.B. auch an Board eines echten Shuttles gehen. Ein weiteres Highlight ist die große Mondsteinausstellung mit der Möglichkeit, einen echten Mondstein der in einem Tresor mit kleiner Öffnung aufbewahrt wird, anzufassen. In diversen Filmvorführungen und Shows werden viele Aspekte der Geschichte der Raumfahrt und aktueller Missionen erklärt.






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