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Hamburg/Harburg

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Hamburg : Harburg
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Harburg ist der Name eines Bezirks im Süden von Hamburg und eines Stadtteils.

[Bearbeiten] Stadtteile

Der Bezirk Harburg besteht aus 17 Stadtteilen:

  • Harburg mit dem Stadtteilen Eißendorf, Gut Moor, Harburg, Heimfeld, Langenbek, Marmstorf, Neuland, Rönneburg, Sinstorf und Wilstorf;
  • Süderelbe mit den Stadtteilen Altenwerder, Cranz, Francop, Hausbruch, Moorburg, Neuenfelde und Neugraben-Fischbek.

In Harburg gibt es eine Fußgängerzone mit vielen Geschäften.


[Bearbeiten] Anreise

Im Harburger Bahnhof halten stündlich die IC-, EC- bzw. ICE-Züge aus Richtung Köln, Ruhrgebiet und Bremen sowie aus München, Nürnberg, Kassel und Hannover. Einzelne Fernzüge erreichen Hamburg-Harburg aus Basel, Stuttgart, Frankfurt, Berlin und Wien.

Die Anreise mit der Eisenbahn aus Dänemark oder z.B. Berlin erfolgt in der Regel über den Hamburger Hauptbahnhof. Von dort fahren werktags im 5-Minuten-Abstand die S3 und S31 in 13 Minuten nach Harburg.

Für die Anreise mit dem Auto stehen die BAB-Abfahrten Hamburg-Harburg (A1), Hamburg-Marmstorf (A7) und Hamburg-Heimfeld (A7) zur Verfügung.

Vom Hamburger Flughafen ist Harburg mit der S1 (10-Minuten-Takt) und S3 am Besten erreichbar. Zum Umsteigen wird die S-Bahnstation Jungfernstieg empfohlen. Dort muss man nur einmal quer über den Bahnsteig. Dies dauert im Allgemeinen nicht länger als das Treppen steigen am Hauptbahnhof, ist aber gerade mit Gepäck bequemer.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Die Hauptsehenswürdigkeiten sind das Harburger Rathaus, das Helmsmuseum, die Lämmertwiete und der Binnenhafen. Landschaftlich reizvoll sind das Alte Land, die Fischbeker Heide und die Harburger Berge.

[Bearbeiten] Kirchen

Die großen traditionellen Stadtkirchen Harburgs, die evangelischen Dreifaltigkeitkirche und St. Johannis-Kirche sowie die katholische St. Marienkirche sind im 2. Weltkrieg zerstört worden. Sie wurden im Stile der Zeit wieder eröffnet:

  • St. Johannis (mit hohem Turm, Bremer Straße 9) 1954,
  • die Dreifaltigkeitskirche (Neue Straße) 1963 und
  • St. Marien (am Museumsplatz) 1969.

Am S-Bahnhof Heimfeld steht die evangelische St. Pauluskirche. Sie wurde 1907 eingeweiht.

Die katholische St.Franz-Joseph-Kirche (Winsener Straße 27) stammt aus dem Jahr 1913.

Die evangelische Sinstorfer Kirche (Sinstorfer Kirchweg) gilt als ältester Sakralbau Hamburgs. Erste Anfänge sind aus dem 9. Jahrhundert nachgewiesen. Die letzten Bauteile sind 1907 fertig geworden, die ältesten Bauteile sind die Nordwand und Teile der Ostwand.

[Bearbeiten] Schloss und Burgen

Das Harburger Schloss wurde etwa 1133 das erste Mal urkundlich erwähnt. Im 30-jährigen Krieg wurde das Residenzschloss zu einer Festung ausgebaut. Die 5-eckige Zitadellenform der Schlossinsel ist noch heute zu erahnen. Im Zuge der Industrialisierung Harburgs wurden die nicht mehr benötigten Schlossgräben zu Hafenbecken. Ein Werftbesitzer übernahm 1898 das Schloss als Büro und richtete Arbeiterwohnungen ein. 1972 wurde der Hauptteil abgerissen, der Wohnungsteil existiert bis heute (Bauhofstraße).

Die Stadtteilnamen Moorburg und Rönneburg deuten auf Burganlagen hin. In der Wikingerzeit errichteten die Einheimischen auf den Geesthügeln zwischen Rönneburg und Neugraben entlang der Elbmarsch mehrere Wallburgen. Außer in Rönneburg ist nichts wirklich mehr erkennbar. Abgehend von der Straßenkreuzung Küstersweg/ Am Burgberg (ca. 35 m nach Süden) führt ein Fußweg auf einen Berg (ca. 43 m über NN, Nordlichter definieren Berge anders als andere). Dort ist ein Ringwall erkennbar. Die Burganlagen selbst waren aus Holz und sind seit ca. 1.000 Jahren verrottet.

[Bearbeiten] Bauwerke

Das Harburger Rathaus, wurde 1892 am Harburger Rathausplatz als neugotischer Backsteinbau eröffnet. Das alte Rathaus am Sand (es ist nicht mehr existent) war wegen des starken Wachstums Harburgs zu klein geworden. Binnen 40 Jahren stieg die Einwohnerzahl von ca. 5.000 (1848) auf über 26.000 (1888). Das repräsentative Gebäude ist heute Sitz des Bezirkamtsleiter (Verwaltungschef des Bezirks Hamburg-Harburg) und der Harburger Bezirksversammlung (kommunale Parlamente im Stadtstaat Hamburg).

Die Technische Universität Hamburg-Harburg (TU HH) erstreckt sich zwischen der Eißendorfer Straße/ Kasernenstraße und Schwarzenbergstraße. Die Gebäude wurden bis 2005 neugebaut. Der modernste Teil liegt zwischen dem Campus an der Denickestraße und der Schwarzenbergstaße. Dort wird gerade eine alte Pionier-Kaserne (erbaut 1880) für die TU renoviert.

Einen guten Eindruck von der ältesten Harburger Straße erhält man in Höhe der Harburger Schlossstraße Hausnummer 5, 7, 9 und 13 (Bürgerhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert). Die Hausnummer 43 ist etwa 1848 als Wohn- und Kontorhaus für eine Spedition gebaut worden.

Der Harburger Binnenhafen liegt nördlich der Harburger Innenstadt an und reicht bis zur Elbe. Er ist der älteste Hafenteil in Hamburg und bietet eine interessante Mischung aus altem Hafenflair und moderner Architektur. Nach Eröffung des ersten Harburger Bahnhofs (am Schellerdamm, erhalten: ein Lokschuppen und eine Drehscheibe) 1847 wurden die Schlossgräben für den zunehmenden Schiffsverkehr zu Hafenanlagen und Kanälen ausgebaut sowie eine größere Schleuse zur Elbe in Betrieb genommen. Damit wird Harburg zu einem günstigen Standort für die Industrialisierung. Mit dem wirtschaftlichen Niedergang ab etwa 1970 fallen Flächen brach oder Gebäude stehen leer. Seit 1990 siedeln sich im Binnenhafen um die Harburger Schlossstraße u.a. Technologieunternehmen als Channel Harburg an. Es werden sowohl alte Gebäude renoviert, als auch Neubauten errichtet. Besonders sehenswert sind:

  • Fleethaus Harburg, Baujahr 1883 bis ca.1925 (Kornmühle mit Getreidesilo), Renovierung 2009 (Schellerdamm 2, nun Büronutzung, Kita, Parkhaus)
  • Kaispeicher, Baujahr 1928 bis 1960 (Getreidesilo), Renovierung und Neubau des Anbaus 2004 (Veritaskai 1, nun Büronutzung)
  • Silo, Baujahr 1936 (Getreidesilo), Renovierung und Neubau der Aufstockung 2004 (Schellerdamm 16, nun Büronutzung)
  • Channel-Tower, Baujahr 2002, 75 m hoch (Schellerdamm/ Karnapp, Büronutzung)

Einen schönen Einblick in das Gebiet bietet der Fußweg auf der Westseite entlang des westlichen Bahnhofskanal.

Die Alte Harburger Elbbrücke spannt sich seit 1899 über die Südelbe. Die 410 m lange Brücke war bis 1937 die einzige Straßenverbindung zwischen Harburg und Wilhelmsburg. Heute dürfen nur noch Fußgänger und Fahrräder die Brücke benutzen.

[Bearbeiten] Denkmäler

Der Harburger Kunstpfad verläuft mitten durch die Harburger Innenstadt auf öffentlichen Wegen. Er führt zu einer Reihe von Denkmälern und Kunstwerken. Die Bandbreite reicht vom Barockengel (Neue Straße vor Dreifaltigkeitskirche) bis einem Stück Land, dass niemandem gehört ("Niemandes Land", Bremer Straße/ gegenüber der Knoopstraße). Er ist gut erkennbar an den Tropfenförmigen Pfeilen auf den Fußwegen. Ein guter Startpunkt ist der Harburger Rathausplatz am Tubabläser (gegenüber vom Rathaus). Ebenfalls auf dem Kunstpfad liegt das Soldaten-Denkmal - errichtet 1932 - (Harburger Schnack: „Noch ein Schritt und er fällt runter!“) mit dem Anti-Kriegs-Mahnmal „Trauendes Kind“ - 1988 errichtet - gleich neben an (Bremer Straße/ Maretstraße).

[Bearbeiten] Aktivitäten

Hausbruch verbindet die Wälder der Harburger Berge mit dem Moor der Elbniederung. Die beiden Regionen sind durch viele autofreie Wege gut erschlossen und laden zu sportlichen Akivitäten ein: Wandern, Joggen, Radfahren, Mountanbiking. Wenn Schnee liegt, bietet Hamburgs höchste Erhebung, der Reiherberg, für Skifahrer und Rodler ein Paradies.

Das Wandern in den Harburger Bergen hat eine mindestens 100 Jahre alte Tradition, die durch die Eisenbahnverbindung und den ehemaligen Bahnhof Hausbruch gefördert wurde. Heute erreichen Touristen Hausbruch über die S-Bahn-Station Neuwiedenthal. Aussichtspunkte erlauben einen weiten Blick über das Elbtal bis nach Altona. Z. B. vom Opferberg, auf dem manche den Schatz des Störtebecker vermuten. Zu Fuß durch die Harburger Berge erreicht man u.a. den Wildpark Schwarze Berge und das Freilichtmuseum Kieckeberg.


Das Hausbrucher Moor ist ein Paradies zur Beobachtung der Vogelwelt. Der weite Blick über die Wiesen ermöglicht es, viele Vögel dieses Lebensraums kennen zu lernen. Auf und an den Gewässern tummeln sich z.T. exotische Entenarten, Schwäne und Reiher. Ein stark vergrößerndes Fernglas sollte man nicht vergessen. Im nördlichen Teil des Moors liegt ein Obstanbaugebiet, das zur Zeit der Blüte Anfang Mai und nach Nachtfrösten im Frühjahr besonders reizvoll ist. Zum Schutz der Blüten wird dann mit Beregnungsanlagen Wasser versprüht, das die Bäume komplett mit einem unwirtlich weissen Kleid überzieht. Der Zugang zum Moor ist etwas versteckt und liegt links vom Wasserwerk an der Neuwiedenthaler Strasse.





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