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Glasgow
HintergrundGlasgow hat eine bewegte Geschichte hinter sich, die ihre Spuren hinterlassen hat. Durch seine Lage am schiffbaren Teil des River Clyde wurde Glasgow, die Second City of the Empire, durch den Schiffbau und den Handel mit der neuen Welt geprägt. Die Merchant City, das Stadtviertel der Tabakbarone, zeigt noch heute das aus der Neuen Welt übernommene Schachbrettmuster. Während der Weltkriege war Glasgow eine verrauchte Millionenstadt mit einer großen Konzentration an Schwerindustrie. Mit dem Niedergang der Schwerindustrie sank die Einwohnerzahl. In den 1990er Jahren fanden umfangreiche Stadterneuerungsarbeiten statt, so dass viele Teile der Innenstadt nun in neuem Glanz erstrahlen. 1990 wurde Glasgow zur European City of Culture, 1999 als UK City of Architecture and Design und 2003 als European City of Sport gewählt. In dieser Stadt voller Kontraste ist es jedoch ein Leichtes, auch Stellen zu finden, an denen diese Erneuerung spurlos vorrüber ging. AnreiseFlugzeugGlasgow verfügt über zwei internationale Verkehrsflughäfen: Glasgow International Airport (GLA)Glasgow International ist der größte und wichtigste Flughafen der Stadt und der zweitgrößte Schottlands. Er liegt etwa 10 km südwestlich des Stadtzentrums. Folgende Fluggesellschaften fliegen Glasgow International aus dem deutschsprachigen Raum direkt an:
Ein regelmäßiger Flughafenbus (Linie 905 und 950) verbindet diesen u.a. mit der Buchanan Bus Station im Zentrum der Stadt. Glasgow Prestwick Airport (PIK)Glasgow-Prestwick liegt etwa 56 km südlich von Glasgow und wird in erster Linie von Billigfluggesellschaften genutzt. Aus dem deutschsprachigen Raum wird Prestwick derzeit nicht angeflogen. Der Flughafen verfügt über eine direkte, in der Regel halbstündlich verkehrende Bahnverbindung mit Glasgow Central Station. Eine Alternative zu Direktflügen nach Glasgow ist der Edinburgh Airport (EDI), der größte Flughafen Schottlands etwa 60 km östlich von Glasgow bei Edinburgh. Er wird unter anderem von Lufthansa direkt angeflogen. Es besteht eine regelmässige Busverbindung (Airlink100, ca. 15-Minuten-Takt, Fahrzeit etwa 30 Minuten) zum Bahnhof Edinburgh Waverley, von wo man weiter nach Glasgow gelangen kann (z.B. mit First ScotRail in etwa 50 Minuten, ca. 30-Minuten-Takt) sowie eine unregelmässige direkte Busverbindung nach Glasgow. BahnGlasgows Central Station bildet das nördliche Ende der West Coast Main Line, auf der Virgin Trains regelmäßig zwischen London und Glasgow verkehrt. Die meisten Verbindungen von und zu anderen Teilen Schottlands verkehren ab Glasgows Queen Street Station. Von Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz aus ist Glasgow mit der Bahn zu erreichen. Die Reisezeit von Amsterdam, Köln und Aachen beträgt 10-11 Stunden mit Umstieg in Brüssel und London. Die Hochgeschwindigkeitszüge Thalys, Eurostar sowie National Express sind mit Vorlaufzeit zu angemessenen Preisen online [1] [2] [3] buchbar. Im günstigen Fall kann man mit einem Fahrpreis von ca. 65 EUR für die gesamte einfache Fahrt rechnen. Von Zürich und Stuttgart bestehen Reiseketten mit Umstieg in Paris und London, deren Distanz nach der Verbesserung des Hochgeschwindigkeitsangebots in ca. 13 Stunden zurückzulegen ist. Auch hier kann mit Vorbuchung für den TGV Zürich-Paris ein günstiger Preis erreicht werden [4]. BusGroßbritannien verfügt über ein weitläufiges und meist sehr preisgünstiges Busfernverkehrsnetzwerk. Fernbusse aus allen größeren Städten Großbritanniens fahren zur Buchanan Bus Station im Stadtzentrum. AutoDie Anreise per Auto setzt in den meisten Fällen eine Fährverbindung voraus (siehe unten). Aus England erreicht man Glasgow in der Regel über die Autobahn M6, die hinter der schottischen Grenze zur M77 wird. Edinburgh und Glasgow sind durch die M8 miteinander verbunden. SchiffÜbernacht-Autofähren vom europäischen Kontinent verkehren zwischen Rosyth bei Edinburgh und dem belgischen Seebrügge sowie dem nordenglischen Newcastle und dem niederländischen IJmuiden bei Amsterdam. MobilitätGlasgow besitzt eine einzige, ringförmige U-Bahn-Linie, die das Stadtzentrum mit dem Westend, sowie einigen Teilen der South-Side verbindet. Achtung, der U-Bahn-Betrieb endet früh! Insbesondere schließt die U-Bahn bevor die Pubs schließen und am Sonntag sogar schon um 18:00 Uhr. Darüber hinaus besitzt Glasgow ein umfangreiches, aber eher undurchschaubares Bus-Netz. Ist man mit mehreren unterwegs, ist eines der zahlreichen Taxis oft günstiger. Die schwarzen Taxis sind frei, wenn das gelbe Licht auf dem Dach leuchtet und werden durch Heben des Arms gerufen. In vielen Fällen wird man jedoch am besten zu Fuß unterwegs sein, da die meisten Distanzen in der Innenstadt recht gering ausfallen. Eine sehr nützliche Seite für die Erkundung Glasgows zu Fuß ist walkit.com. Dort einfach Standpunkt und Ziel eingeben und es wird einem mit Karte erklärt, wie man in welcher Zeit am Ziel ankommt! Weiter außen liegende Stadtteile erreicht man am schnellsten mit der Bahn. Eine Übersicht über die verschiedenen Verkehrsmittel bietet der Strathclyde Partnership for Transport. SehenswürdigkeitenGlasgow hat insbesondere viel interessante Architektur zu bieten. Ein interessanter Mix aus historischen und modernen Gebäude prägt das Bild der Innenstadt. KirchenDie St. Mungo Cathedral ist die größte und wohl auch älteste Kirche Glasgows. Sie liegt, zusammen mit dem Museum of Religious Life & Art und der Necropolis im Nordosten des Stadtzentrums. Die Nekropolis ist ein Friedhof, dessen Grabmäler den vergangen Reichtum Glasgower Tabakhändler belegen. Der Reformator John Knox überblickt von seiner Säule am Hochpunkt der Necropolis aus den Innenstadtbereich. Glasgow wartet noch mit einer Vielzahl weiterer großer und kleiner Kirchen auf. So viele, dass einige von ihnen bereits umgenutzt wurden, beispielsweise als Kletterzentrum (Ibrox), als Veranstaltungsort (St. Andrews Square oder Óran Mór) oder gar als trendiges Restaurant und Bar (Westend). Burgen, Schlösser und PalästeAnders als Edinburgh blieb Glasgow weitgehend von Adeligen verschont, so dass man hier keine Schlösser oder Burgen antrifft. Die Glasgow City Chamber mit ihrem prunkvollen Marmorinneren diente aber zumindest im Film schon als Palastkulisse, beispielsweise als russischer Zarenpalast. BauwerkeGlasgow verfügt über sehr viele schöne Gebäude, modern wie alt. Häufigste Baustoffe sind roter und gelber Sandstein, der lokal abgebaut wird und oft kunstvoll behauen ist. Der Sandstein verleiht der Stadt trotz des vorherrschenden Regenwetters ein sehr warmes Aussehen, vor allem im Kontrast zu den dunklen Glasfassaden der Bürotürme. Der an sich schachbrettartige Innenstadtbereich ist so angelegt, dass man am Ende der meisten Strassen jeweils auf ein imposantes Gebäude blickt. Dies gilt insbesondere für die Merchant City, wo sich Prestige-Adressen mit verfallenen Gebäuden und Baulücken abwechseln. Mit dem Glasgow Millenium Project versucht die Stadt Glasgow wieder Leben in das imposante Stadtviertel zu bringen. Ein bekanntes Luxus-Warenhaus hat sich bereits einen Block gesichert.
DenkmälerHeroische Denkmäler als solche passen nicht besonders ins raue und bewegte Glasgower Stadtbild. Auf einigen Plätzen und in den Parks finden sich zwar die üblichen Standbilder schottischer Persönlichkeiten, diese üben aber keine Anziehungskraft aus. Die neueste Errungenschaft in dieser Beziehung ist eine Statue des kürzlich verstorbenen ersten schottischen Premierministers Donald Dewar. Trotz allgemeiner Hochachtung vor dem Vater der schottischen Unabhängigkeit wurde die Statue vor dem Buchanan Shopping Centre schon mehrfach beschädigt. MuseenDie Stadt Glasgow unterhält eine Vielzahl von attraktiven Museen, deren Eintritt kostenlos ist. Auch Fotografieren ist überall erlaubt, muffige Museumsluft sucht man vergebens. So bieten sich viele dieser Museen auch für einen Kurzbesuch auf dem Weg an, anstatt in einen Kunstmarathon zu verfallen, bei dem kein Exponat verpasst werden darf. Museen sind in Glasgow beliebte Ziele für Familienausflüge, besonders am Wochenende kann es schon recht voll werden.
Straßen und PlätzeDer George Square ist der zentrale Platz vor dem Rathaus. Für viele Reisende ist er außerdem der Startpunkt, weil an ihm sowohl die Queen Street Station liegt und auch der Flughafenbus hält. Er besticht insbesondere durch seinen roten Asphalt und seine Statuen. Bei gutem Wetter verbringen hier viele Glaswegians ihre Mittagspause. Auch für einige Veranstaltungen wird der Platz regelmässig genutzt. Etwa 200m südlich gelangt zum Royal Exchange Place mit der Gallery of Modern Art. Der Platz umfasst mehrere Cafés Kneipen und Nachtclubs. Von hier gelangt man auch zur Buchanan Street, die zusammen mit der Sauchiehall Street im Norden und der Argyle Street im Süden die z-förmige Fußgängerzone Glasgows darstellen. Im Glasgower Westend ziehen den Besucher eher die kleiner Gassen als große Plätze an. Startpunkt ist in der Regel Byres Road, die vom Botanischen Garten zum Partick Cross führt und an dem auch die U-Bahn-Station Hillhead liegt. Von dort gelangt man beispielsweise in die Ashton Lane, in der sich Einheimische und Touristen beim Bier treffen. ParksDer größte Park Glasgows ist das Glasgow Green im Südosten der Innenstadt. Der Park zieht sich von der Merchant City über mehrere Kilometer entlang des River Clyde nach Osten. In ihm liegen der Peoples Palace, sowie einige Denkmäler. Im Norden kann man Templetons Factory bewundern, der Beweis, dass auch eine Arbeitsstätte kunstvoll verziert sein darf. Landschaftlich deutlich schöner ist jedoch der Kelvingrove Park, der zwischen Innenstadt und Westend gelegen ist. Quer durch ihn fließt der River Kelvin. Bei schönem Wetter ist der Park sehr gut besucht, insbesondere auch von Studenten der nahegelegenen Glasgow University. Nachts sollte er freilich gemieden werden. Etwas weiter im Nordwesten liegt der Botanical Garden. Zwischen 2003 und 2006 sind die Gewächshäuser für 6.3 Mill. GBP umfangreichen Renovierungsmaßnahmen unterzogen worden. Insbesondere der imposante Kibble Palace, der die nationale Farnsammlung beherbergt, erstrahlt wieder in neuem Glanz. Der botanische Garten zieht Touristen wie Einheimische gleichermassen an. Im Sommer sind auch die Grünflächen eng belegt. Während des Westend Festivals dient der Botanical Garden auch als Bühne für Open Air Konzerte und Theater-Aufführungen. VerschiedenesEher für jüngere Besucher eignet sich das Glasgow Science Centre, in dem wissenschaftlich-technische Zusammenanhänge anschaulich demonstriert werden. Es liegt zusammen mit dem 3D-Kino IMAX und dem Glasgow Tower am River Clyde. Der Glasgow Tower ist das höchste frei drehbare Gebäude der Welt, leidet jedoch an der Glasgow-typischen Macke, das sein Fundament sprichwörtlich in den Sand gesetzt wurde und nun langsam versinkt. AktivitätenBei Tag lockt ein Spaziergang durch das ehemalige Händlerviertel Merchant City im Südosten der Innenstadt. Hier sieht man den Reichtum der Tabakhändler im direkten Kontrast zum Verfall des postindustriellen Glasgows. Alternativ kann man auch einen der Sightseeing-Busse nehmen, die beispielsweise vom George Square abfahren. Kunstliebhaber werden insbesondere den Spuren Mackintoshs und seiner Art Noveau nachspüren wollen, z.B. in der Glasgow School of Art, den Willow Tea Rooms oder dem House for an Art Lover. Der SPT bietet eine Hand voll selbstorganisierter Touren ins Umland von Glasgow an, z.B. zu den Clyde-Fällen stromaufwärts, Gärten auf der Halbinsel Cowal oder zum Schloß auf der Isle of Arran. Die Preise enthalten Tickets für alle benötigten öffentlichen Verkehrsmittel und Eintrittskarten zu den jeweiligen Besucherattraktionen und können an allen bemannten Ticketschaltern erworben werden. Bei Nacht erwacht ein anderes Glasgow. Die Zahl der Restaurants, Pubs, Theater und Nachtclubs dürfte die meisten Besucher erschlagen. Aber für viele Glaswegians ist das Ausgehen zum Wochenende Hobby und Freizeitgestaltung Nummer Eins. Ein Abend bestehend aus Theaterbesuch, Essen & Trinken und anschließendem Nachtklub dauert leicht von 17 bis 4 Uhr morgens und kann ein knappes Reisebudget erheblich belasten. Für Kontinentaleuropäer etwas gewöhnungsbedürftig sind die relativ harten Grenzen: Um Punkt Mitternacht wird man aus den diversen Pubs gejagt und findet sich etwa eine halbe Stunde später in einem Nachtklub wieder zusammen. Dasselbe Spiel wiederholt sich um 3 Uhr nachts, wenn die Klubs schließen und sich alle verkatert auf den Heimweg oder ins nächste Fish&Chips-Restaurant aufmachen. Die schottische Landesregierung versucht gegenwärtig, das damit verbundene Kampftrinken zu entschärfen und hat die entsprechenden Gesetzes-Regelungen gelockert. EinkaufenGlasgow ist, nach London, die zweitbeste Stadt zum Einkaufen in Großbritannien. Die Haupteinkaufsgegend folgt dem z-förmigen Verlauf von Sauchiehall Street, Buchanan Street und Argyle Street. Entlang diesen findet man auch die drei größten Shopping-Center, die Buchanan Galleries, den noblen Princess Square und den modernen Glasbau des St. Enoch Centre. Sowohl entlang dieser Straßen als auch in den Einkaufszentren finden sich zumeist Filialen immer der selben Ketten. In der Argyle Arcade zwischen Buchanan Street und Argyle Street findet man Schmuck und Uhren bis zum Abwinken. Folgt man der Argyle Street weiter nach Osten Richtung Glasgow Cross, ändert sich das Bild. Entlang des Trongates werden die Läden kleiner und billiger. Etwa 500m östlich vom Glasgow Cross am Gallowgate erreicht man schließlich den Barras Market, einen am Wochenende geöffneten Trödelmarkt. Von verramschten Antiquitäten über raubkopierte DVDs und kitschige Touristenartikel bis zu unverzollten Zigaretten bekommt man hier alles. Die Qualität der teils auf mobilen Ständen und teils in festen Läden verkauften Waren ist eher zweifelhaft, aber das Einkaufen ist hier auf jeden Fall interessant. Das andere Extrem findet man im Italien Centre an der John Street. Hier verkaufen bekannte italienische Nobelmarken ihre Klamotten. Wer dafür nicht das nötige Kleingeld hat, kann im Innenhof oder auf der kurzen Fußgängerzone davor an einem Cappuccino nippen, bevorzugt unter einer italienischen Designer-Sonnenbrille. Im Westend wird man dagegen eher in Richtung Kunsthandwerk fündig. Auf und abseits der Byres Road liegen die meisten Geschäfte. KücheGlasgow bietet dem Besucher eine Vielzahl interessanter Restaurants. Das Preisniveau liegt landestypisch deutlich über dem, was in Deutschland bezahlt wird. In fast allen Restaurants sollte man reservieren, insbesondere am Wochenende. Bessere Restaurants verweisen einen ohne Reservierung oft selbst dann der Tür, wenn noch Tische frei sind. Das Reservieren gehört hier ebenso wie das Anweisen der Plätze zur Esskultur. Das Web-Portal 5PM bietet eine Übersicht über sehr viele Restaurant in Glasgow. Die meisten Restaurants bieten spezielle Sonderangebote an, die man hier online buchen kann. Der Name leitet sich aus der Uhrzeit ab, zu der man oft günstigeres Essen, sogenannte Pre-Theatre Dinners bekommt. Günstig
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Gehoben
AusgehenGlasgow rangiert regelmässig auf einem der Top-Plätze Großbritanniens, was das Nachtleben angeht. Insbesondere bei Studenten ist die Stadt daher sehr beliebt, so dass man diese recht zahlreich in Pubs und Clubs antreffen kann. Über 50 Nachtklubs buhlen um die zahlreiche Kundschaft, viele der größeren an 7 Tagen (oder besser Nächten) der Woche. Wer Schlangen und überhöhte Preise vermeiden will, kann also bedenkenlos am Sonntag oder Montag ausgehen, ohne alleine an der Bar zu stehen. Kunst und Kultur
Pubs
Clubs
UnterkunftBei der Wahl der Unterkunft sollte man bedenken, dass es nachts unter Umständen schwierig (oder teuer) sein kann in außengelegene Stadtteile zu kommen, da die meisten öffentlichen Verkehrsmittel spätestens um Mitternacht den Betrieb einstellen. Dafür wird man dort eher eine ruhige Nacht verbringen als im recht nachtaktiven Stadtzentrum. Günstig
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LernenGlasgow besitzt drei Universitäten und zahlreiche Colleges. Insbesondere die Universitäten ziehen eine Vielzahl internationaler Studenten an, vorwiegend aus China, Griechenland, Malaysia, Deutschland, Frankreich und Norwegen.
ArbeitenBürger der Europäischen Union dürfen in Großbritannien uneingeschränkt arbeiten. Für Reisende und Studenten bieten sich die üblichen Jobs in Hostels und Bars an. Allerdings sollte man natürlich in der Lage sein, den recht rauhen Glasgower Akzent zu verstehen. Eine weitere Beschäftigungsmöglichkeit stellen die zahlreichen Call Center dar. Aufgrund der niedrigen Lohnnebenkosten haben viele europäische Firmen ihren Telefonservice nach Glasgow ausgelagert. Direktversicherungen und ähnliche Firmen suchen daher regelmässig muttersprachliche Mitarbeiter, auch deutschsprachige. SicherheitDer etwas verwegene Charakter und schlechte Ruf Glasgows sollte einen nicht sorgen. Zwar gibt es in der Tat eine verhältnismäßig hohe Zahl an Gewalttaten, diese beschränkt sich in der Regel jedoch auf Einheimische. Eine Einladung zu einer Schlägerei kann und sollte man freundlich aber nachdrücklich ausschlagen. In der Innenstadt ist seit einigen Jahren durch erhöhte Polizeipräsenz die Rate von nächtlichen Gewalttaten und kriminellen Delikten zurückgegangen. Trotzallem sollte von einem nächtlichen Besuch der früher als 'the Gorbals' bekannten Armenvierteln und heutigen sozialen Brennpunkten der Stadt zur eigenen Sicherheit abgesehen werden. Gefährlich wird es eigentlich nur, wenn Fans der verfeindeten Glasgow Rangers (blau-weiss) und des Celtic FC (grün) aufeinandertreffen, sei es nach einem Spiel oder in einschlägig vorbelasteten Bars und Nachtklubs. In diesem Zusammenhang sei insbesondere vor Nachtklubs im östlichen Teil der Sauchiehall Street gewarnt. Gesund bleibenEin Besuch in Glasgow erfordert keine besondere Vorbereitung, da es dort keine ungewöhlichen Krankheiten oder Krankheitserreger gibt. Leitungswasser kann man bedenkenlos trinken. Insbesondere bei ausgedehnten Trinkgelagen in einem der zahlreichen Pubs empfiehlt es sich, ab und an nach einem kostenlosen Glas 'Tap water' zu fragen, um der Dehydration entgegenzuwirken. Um in Glasgow gesund zu bleiben, empfiehlt es sich den üblichen Regeln zu folgen. Dem meisten Ärger kann man aus dem Weg gehen, wenn man im Nachtleben einen halbwegs klaren Kopf behält. Für sexuell übertragene Krankheiten und Drogengebrauch gelten dieselben Vorsichtsmaßnahmen wie in jeder anderen Großstadt. Das älteste Gewerbe der Welt ist hauptsächlich entlang des Rivers Clyde aktiv. Dementsprechend sind nächtliche Spaziergänge insbesondere für weibliche Besucher hier nicht empfehlenswert. KlarkommenGlasgow ist bekannt für seine gleichsam freundliche und für den Ortsfremden unverständliche Bevölkerung. Man braucht als deutschsprachiger Tourist hier nicht an seinen Englischkenntnissen zu zweifeln, wenn man zunächst rein gar nichts versteht. Denn auch Amerikaner, Australier und oft sogar Engländer verstehen hier oft nur Bahnhof. Mit am schlimmsten sind die Taxi- und Busfahrer, was das Umherkommen nicht gerade erleichtert. Aber keine Angst, Glaswegians sind zur handfesten Hilfe bereit. Kann man einer Wegbeschreibung überhaupt nicht folgen, wird man einfach unter den Arm genommen und ans Ziel gebracht. KommunizierenPostämter und Briefkästen sind an der roten Farbe der Royal Mail zu erkennen. Die größeren Postämter, z.b. in der St. Vincent Street und der Hope Street haben die meisten gängigen Devisen vorrätig und tauschen kostenlos um. Der Kurs an einem der zahllosen Geldautomaten dürfte jedoch in den meisten Fällen günstiger sein. Postkarten und Briefe kosten dasselbe Porto, für Sendungen nach Kontinentaleuropa gibt es besondere blaue Briefmarken mit einem aufgedrucktem 'E' anstelle des Wertes. Telefonzellen sind zumindest in der Innenstadt noch flächendeckend verfügbar, allerdings werden es eher weniger. Diese funktionieren entweder mit Münzgeld, Telefonkarten oder Kreditkarten. Moderne Telefonzellen erlauben auch das Versenden von SMS und e-mail-Nachrichten. Für längere Auslandsgespräche empfehlen sich besondere vorausbezahlte Telefonkarten, die bei vielen Newsagents erwerben kann. Aber Achtung, beim Einsatz von einer öffentlichen Telefonzelle werden oft Zusatzgebühren berechnet. Wie im restlichen vereinigten Königreich telefonieren die Schotten praktisch ausnahmslos per Handy. Dementsprechend gut ist die Netzabdeckung. In Glasgow gibt es jeweils mehrere D- und E-Netzanbieter (GSM 900 & 1800). Zugang zum Internet findet man entweder über eines der Internetcafés, z.B. in der St. Vincent Street, oder über eine wachsende Zahl von speziellen Zugangsterminals, die oft in Jugendherbergen und anderen Übernachtungsgelegenheiten mit vornehmlich jüngerer Kundschaft installiert sind. Weiter geht'sWer von Glasgows urbanen Dschungel genug hat, sollte sich aufmachen die etwas ruhigeren Seiten Schottlands kennenzulernen.
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