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Franken

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Die Region Franken liegt zum größten Teil im Norden von Bayern, ein kleiner Teil im nordöstlichen Baden-Württemberg und südlichen Thüringen.

Regionen

Zu Franken in Baden-Württemberg gehören die Landkreise Main-Tauber, Hohenlohe, Heilbronn und Hall. Im Norden und Osten grenzt das bayerische Franken an.

Die Region Franken in Bayern umfasst die Regierungsbezirke

Die 15 fränkischen Feriengebiete sind losgelöst von regierungspolitischen Grenzen und spiegeln die vielfältige und abwechslungsreiche fränkische Landschaft wieder. Im Norden Frankens entdeckt man das Spessart-Mainland, die Rhön, die Haßberge, das Obere Maintal-Coburger Land, den Frankenwald und das Fichtelgebirge. Im südlichen Franken liegen die Feriengebiete Liebliches Taubertal, Romantisches Franken, Fränkisches Seenland und Naturpark Altmühltal. Dazwischen wartet das Fränkische Weinland, der Steigerwald, die Fränkische Schweiz, die Frankenalb und die Städteregion Nürnberg auf.

Orte

Rathaus von Hof

Der Größe nach sortiert:

  1. Nürnberg (510.000) - das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum Frankens. Christkindlesmarkt, Kaiserburg, Altstadtkirchen, Handwerkerhof, Germanisches Nationalmuseum
  2. Würzburg (132.000) - Bischofssitz, überragt von der Festung Marienberg, Residenz als UNESCO-Welterbe, Spitzenweingüter, Alte Mainbrücke, Falkenhaus am Markt
  3. Fürth (113.000) - diese Stadt ist im Osten mit Nürnberg zusammengewachsen. Hat mit über 2.000 Baudenkmälern die höchste Denkmaldichte in Bayern. Highlights: Grüner Markt, Michaeliskirchweih, Fürther Stadtpark, Fürther Mare
  4. Erlangen (104.000) - barocke Planstadt, Markgrafentheater, Sommerresidenz mit Schlossgarten, Bergkirchweih, Hugenottenkirche
  5. Bayreuth (74.000) - Richard-Wagner-Festspiele, Markgräfliches Opernhaus, Neues Schloss und Eremitage
  6. Bamberg (71.000) - weltberühmter Dom, Altstadt als UNESCO-Welterbe, lebendige Bierkultur, Krippenstadt, Antiquitätenmeile
  7. Aschaffenburg (69.000) - Schloss Johannisburg und Pompejanum, Landschaftspark Schönbusch, Fachwerk-Altstadt, Stiftsbasilika
  8. Schweinfurt (54.000) - Kugellagerindustrie und Mainhafen, Renaissance-Rathaus, Frankenwein, Museum Georg Schäfer (Spitzweg-Sammlung, Kunsthalle Schweinfurt
  9. Coburg (41.000) - Herzogschlösser, Samba-Festival
  10. Ansbach (40.000) - Stadt des fränkischen Rokoko. Highlights: Markgräfliche Residenz, Orangerie, Markgrafen-Museum, Rokoko-Festspiele, Bachwoche
  11. Kulmbach (26.000) - "Heimliche Hauptstadt des Bieres", Kulmbacher Bierwoche, Bayerisches Brauereimuseum, Plassenburg, Armee- und Zinnfigurenmuseum
  12. Dinkelsbühl (11.000) - ehemalige Reichsstadt, Münster St. Georg, intakte mittelalterliche Altstadt, Haus der Geschichte Dinkelsbühl, Kinderzeche
  13. Rothenburg ob der Tauber (11.000) - mittelalterliches, romantisches Altstadtensemble, begehbare Stadtmauer, Reichsstadttage, Meistertrunk, St.-Jakobs-Kirche

Weitere Ziele

  • Fränkisches Seenland mit dem Großen Brombachsee, Altmühlsee, Kleiner Brombachsee, Rothsee, Igelsbachsee, Hahnenkammsee und Dennenloher See

Hintergrund

Sprache

Der fränkische Dialekt hat es nie geschafft, einen ähnlichen Stellenwert wie das Bayrische zu erreichen. Grund dafür ist seine Uneinheitlichkeit: Die Sprachgrenzen verlaufen zum Teil schon zwischen benachbarten Dörfern, und an den Grenzen Frankens machen sich bayrische bzw. schwäbische Einflüsse stark bemerkbar. So ist es z.B. umstritten, ob die Einwohner von Nürnberg bei ihrem Dialekt mehr von Franken oder mehr von der Oberpfalz beeinflusst sind. Typisch ist die etwas verwaschene Aussprache, die ausnahmslos weiche Betonung von Konsonanten und das bilabiale "L", bei dem die Zunge gegen die Lippen gepresst wird. Ein berühmtes Wort ist der überraschte Ausruf "Allmächt", der die Kurzform von "Allmächtiger" darstellt, sowie das Füllwort "fei", das meistens eingesetzt wird, um eine Aussage zu unterstreichen. Als typisch fränkischer Dialektsprecher war lange Zeit Lothar Matthäus bekannt bzw. berüchtigt, einer der bekanntesten fränkischen Humoristen war früher Herbert Hisel, in der jüngeren Zeit machen im Kabarett Erwin Pelzig und im Spaßmacher-Bereich Volker Heißmann und Martin Rassau auf sich aufmerksam.

Anreise

Straßenverkehr

Autofahrern, Motorradfahrern und Wohnmobilisten steht zur An- und Abreise, aber auch zur Weiterreise innerhalb Frankens, ein großes Autobahnnetz zur Verfügung (A3, A6, A7, A9, A70, A71, A73, A81).

Bahn

Für eine umweltschonende nach und in Franken können sehr gute ICE-, IC-, EC- und IR-Verbindungen genutzt werden. Angebote zu den Bahnreisen gibt es bei der Deutschen Bahn, der Bayerischen Eisenbahngesellschaft.

Flugzeug

Anbindung an den Flugverkehr über den Airport Nürnberg und dem Airport Hof.

Mobilität

Zur Weiterreise innerhalb Frankens kann das bereits unter "Anreise" beschriebene Straßennetz und Bahnnetz genutzt werden. Des Weiteren bietet der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) gute S-Bahn-Verbindungen und Freizeitlinien ab Nürnberg ins nähre Umland an.

Orte, die nicht über eine adäquate Bahnanbindung verfügen, sind zumeist mit dem Busverkehr an das nächstgrößere Zentrum angebunden.

Besonders gut lässt sich die fränkische Landschaft per Rad erkunden. Dafür sorgt ein dichtes Netz an Radwegen sowie die drei Qualitätsfernradwege "Main-Radweg" (5-Sterne-Radweg), "Liebliches Taubertal - Der Klassiker" (5-Sterne-Radweg) und "Vom Main zur Rhön" (4-Sterne-Radweg).

Wanderern stehen in Franken insgesamt 40.000 km Wanderwege zur Verfügung und 14 zertifizierte Fernwanderwege.

Sehenswürdigkeiten

Aktivitäten

Küche

Das Land des berühmten Frankenweins und des Bocksbeutels sowie der weltweit größten Brauereidichte bietet eine kulinarische Vielfalt. Die fränkische Traditionsküche und die moderne, leichte Regionalküche ergänzen sich dabei besonders gut und das zu vergleichsweise günstigen Preisen.

Bratwürste

Zu den bekanntesten Spezialitäten zählen die Bratwürste, die es − je nach Landstrich − in unterschiedlichsten Größen und verfeinert mit teils streng geheimen Würzmischungen gibt. Am bekanntesten sind die kleinen Nürnberger, die gerade mal 25 Gramm wiegen dürfen und so groß sind wie ein kleiner Finger. Ganz anders die „Fränkische Bratwurst“, die auf dem Land zuhause ist: Je länger und dicker, umso beliebter bei den Einheimischen. Sogar noch länger als die „Fränkische“, aber weniger dick, präsentiert sich die besonders würzige Coburger Bratwurst. Unter „Wurstkennern“ werden auch die Hofer und die Ansbacher Bratwürste hoch geschätzt. Einen besonderen Clou hat sich die Winzergemeinde Sulzfeld im Fränkischen Weinland einfallen lassen. Hier wird die Bratwurst nicht stückweise, sondern in Schneckenform „vom laufenden Meter“ verkauft. Doch nicht immer werden die Bratwürste tatsächlich gebraten: Auch als „Saure Zipfel“, gekocht in einem Sud aus Essig, Frankenwein und feinen Gewürzen, haben sie eine große Fangemeinde.

Schäufele

Eine der bekanntesten fränkischen Spezialitäten der eher deftigen Art ist das Schäufele, ein knusprig braun gebratenes, saftiges Schulterstück vom Schwein, serviert mit rohen Kartoffelklößen und einer würzigen Natursoße.

Kartoffelspeisen

Die Klöße, wichtigste Beilage zu allen Braten und vielen weiteren typischen Gerichten, werden in vielen Varianten aus Kartoffeln hergestellt − als „rohe”, „gekochte” oder „halbseidene”. Verschiedene Kartoffelspeisen bringen die nötige Abwechslung in den Speisezettel: „Bauchstechala” zum Beispiel oder „Backers”. Für eine ganz besondere Knolle ist die Gegend rund um Bamberg berühmt: Die „Bamberger Hörnla” sind eine überaus wohl schmeckende, länglich-schmale Kartoffelsorte, die nur noch hier angebaut und auf den Märkten frisch vom Feld verkauft wird.

Fischgerichte

Eine besondere Rolle auf Frankens Speisekarten spielen Fische, insbesondere Karpfen, wie z.B. der Aischgründer Karpfen. In den Monaten mit „r” − also von September bis April − wird der Karpfen fangfrisch serviert. Nicht nur zu den „Karpfenschmeckerwochen” im Oktober wird der „Aischgründer Karpfen” in vielerlei Variationen serviert. Eine echt fränkische Köstlichkeit sind auch Waller und Schleien oder die bachfrischen Forellen aus der Fränkischen Schweiz oder der Rhön.

Spargel

Ab Anfang Mai bis zum Johannistag am 24. Juni ist der frische Spargel von der Volkacher Mainschleife oder aus dem Nürnberger Knoblauchsland eine besondere Delikatesse. Morgens gestochen und mittags frisch serviert, ist er auch häufig feiner Begleiter von Bratwürsten, saftigem Schinken oder eines kurz gebratenen Stücks vom Schweine-, Kalbs- und Rinderfilet. Genauso gut macht er sich natürlich zusammen mit Flusskrebsen, Scampis oder Lachs.

Lamm

Im Naturpark Altmühltal, aber auch in der Rhön, im Oberen Maintal-Coburger Land, in der Frankenalb oder im Romantischen Franken wachsen auf kräuterreichen Weiden Junglämmer heran. Durch Initiativen wie „Altmühltaler Lamm” oder „Frankenhöhe-Lamm” wird der heimische Speisezettel um eine typische Spezialität aus der Region bereichert. Strenge Produktionskriterien garantieren tiergerechte Haltung und Fütterung sowie kurze und schonende Transportwege.

Brotzeit

Nicht immer wird in Franken warm gegessen – großer Beliebtheit erfreut sich nach wie vor die fränkische Brotzeit, oftmals auch „Vesper“ genannt. „Presssack“, „Gelegter” und Griebenwurst sind typische Beigaben dafür, aber auch die geräucherte Bratwurst und roher Schinken. Und natürlich dürfen bei der fränkischen Brotzeit hausgemachte Käsespezialitäten wie „Zieberleskäs”, „Gerupfter” oder „Angemachter” nicht fehlen. Dazu gibt es Rettich und vor allem das frisch gebackene, deftige Bauernbrot.

Süßes

Süße Köstlichkeiten sind zum Beispiel die berühmten Nürnberger Lebkuchen und das Hutzelbrot, aber auch Pralinen aus dem Frankenwald, Bamberger Hörnchen, gebackene Apfelküchle mit Vanilleeis, Bernecker Pfeffernüsse, Cadolzburger Adventssterne und Rothenburger Schneebälle.

Wild

Wildschwein, Reh, Hirsch, Hasen. Was auch immer die Natur beschert, findet man bei Jägern. In Ihren Tiefkühltruhen sind leckere günstige Keulen, Rücken und Innereien zum selberkochen vorrätig. Die Franken kennen Ihre Jäger. Egal wo Sie sind, ein Jäger ist nicht weit.

Ausgehen

Erlanger Bergkirchweih – Einmal im Jahr, immer um Pfingsten herum, treffen sich alle Volksfestbegeisterten, Reisenden und natürlich die Erlanger selbst zur fast schon fünften Erlanger Jahreszeit.

Sicherheit

Klima

Weiter geht's

Weblinks

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