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Ecuador: Unterschied zwischen den Versionen

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* [http://www.visitecuador.de Portal der Ecuadorianische Zentrale für Tourismus]
 
* [http://www.visitecuador.de Portal der Ecuadorianische Zentrale für Tourismus]
 
* [http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/01-Laender/Ecuador.html Länderinformationen des Auswärtigen Amtes zu Ecuador]
 
* [http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/01-Laender/Ecuador.html Länderinformationen des Auswärtigen Amtes zu Ecuador]

Version vom 21. Juli 2008, 16:21 Uhr


Lage
noframe
Flagge
Ec-flag.png
Kurzdaten
Hauptstadt: Quito
Staatsform: Präsidiale Republik
Währung: 1 US-Dollar (USD)
= 100 Cents
Fläche: 284.000 km²
Bevölkerung: 13,2 Mio
Sprachen: Spanisch (Amtssprache), Amerindische Sprachen (insbesondere Quechua)
Religionen: Römisch-Katholisch 85 %
Telefonvorwahl: +593
Internet TLD: .ec
Zeitzone: MEZ-6h


Karte von Ecuador

Ecuador ist ein Staat in Südamerika, mit Grenzen zu Kolumbien und Peru. Seine Landschaft lässt sich in vier Regionen einteilen: Costa Ecuador, Sierra Ecuador, Oriente Ecuador, Austro Ecuador

Inhaltsverzeichnis

Regionen

Galápagos-Inseln - Eine Inselgruppe im Pazifik, zu Ecuador gehörig, mit einer faszinierenden Tierwelt.

Sierra = Hochland - Das Hochland der Anden besteht aus zwei Cordillera Zügen, der Cordillera real und der Cordillera occidental, die vom interandinen Graben getrennt werden. Quito, die Hauptstadt des Landes befindet sich nur wenige Grad südlich des Äquators im interandinen Graben. In der Sierra befinden sich weltbekannte Vulkane, wie den Cotopaxi, Chimborazo, Altar, Cayambe.

Costa = Küste - Die Küste erstreckt sich über die Provinzen Esmeraldas, Manabí, Guayas, El Oro.

Oriente = Amazonasgebiet - Regenwaldgebiet, das an das Amazonasbecken angrenzt.

Städte

  • Quito - die Hauptstadt des Landes, touristisch interessant.
  • Guayaquil - die größte Stadt des Landes, industriell geprägt.
  • Cuenca - drittgrößte Stadt Ecuadors, Hauptstadt der Provinz Azuay in den südlichen Anden, UNESCO Weltkulturerbe
  • Baños - Stadt unterhalb des aktiven Vulkans Tungurahua.
  • Ambato - Stadt der Blumen. Bekannt für seine Faschingsumzüge.
  • Latacunga - Provinzhauptstadt von Cotopaxi. Berühmt für das "Mama-Negra-Fest" das im November stattfindet.
  • Otavalo - Stadt im Norden Quitos. Die Otavalenos sind weltberühmt für ihre Handwerksarbeiten (Textilien)
  • Bahía de Caraquez - Küstenstadt, die ihren besonderen Charm dadurch bekommt, dass man sie nur mit einer Fähre/ einem kleinen Boot erreichen kann.
  • Atacames - Küstenort in der Provinz Esmeraldas. Beliebtes Ausflugsziel für Quiteños. Ausgeprägtes Nachtleben.
  • Puerto López - Küstenort in der Provinz Manabí. Interessant wegen der Ausflüge zur Isla de la Plata und der Walbeobachtungen. Liegt in der Nähe des paradiesischen Strandes Los frailes

Weitere Ziele

Dschungel Lodges in der Nähe von Tena:

  • Amarongachi Lodge - am Flussufer des Alto Napo gelegen.
  • Shangrila Lodge - an einem Steilhang 100 m über dem Fluss Anzu gelegen, spektakuläre Aussicht über den Regenwald.

La ruta de sol Entlang der Küste Ecuadors:

  • Es gibt eine recht gut ausgebaute Strecke entlang der gesamten Küste Ecuadors. Besonders reizvoll ist dabei die Strecke zwischen Esmeraldas und Salinas.

Sie kann sowohl per Bus und mit dem Mietwagen zurückgelegt werden. Besondere Highlights - für alle die kleine Küstendörfer lieben sind dabei:

  • Mompiche - kleines Fischerdorf mit nur wenigen Touristen. Traumparadies!
  • Canoa - ein etwas größeres Fischerdorf, das in den letzten Jahren eine rasante touristische Entwicklung mitgemacht hat. Der weite Strand und die guten Wellen sind einzigartig.

Zugfahrt

  • von Riobamba zur Nariz del Diablo und zurück - eine Fahrt auf dem Dach des Güterzugs mit herrlichem Anden-Panorama. Der Zug fährt drei mal wöchentlich früh morgens ab Riobamba ein Teilstück der alten Strecke bis an die Küste.

Berg- und Vulkan-Touren, z.B. von Baños aus

Inseln

  • mehrtägige Touren zu den Galapagos-Inseln sind per Schiff oder per Inlandsflug ab Quito und Guayaquil ebenso möglich wie Tagesausflüge zur Isla de la Plata ab Puerto Lopez - im Sommer/Herbst mit der Möglichkeit zur Wal-Beobachtung

Hintergrund

Auf Grund kriegerischer Auseinandersetzungen hat Ecuador große Teile des Amazonasbeckens an Peru verloren. Das Verhältnis zu seinem südlichen Nachbar ist deshalb noch immer gespannt und viele Ecuadorianer sind nicht besonders gut auf Peru zu sprechen. Aus diesem Grund sollte man sich gut überlegen, ob man z.B. die peruanischen Inka-Ruinen überschenglich lobt.

Entspannter ist das Verhältnis zu Kolumbien, trotz bürgerkriegsartiger Zustände dort und gelegentlicher Übergriffe der Guerilla im ecuadorianischen Grenzgebiet.

Anreise

Flugzeug

Es gibt nicht allzu viele Flüge nach Ecuador, deshalb sollte man früh genug buchen! Es gibt zwei internationale Flughäfen: in Quito und in Guayaquil.

Aus der Schweiz: Mit Lufthansa über Frankfurt nach Caracas, Venezuela, ca. 6h Aufenthalt, von dort aus nach Quito mit kurzem Zwischenstopp in Bogotá. Auch mit Iberia über Madrid oder mit KLM über Amsterdam möglich.

Aus Deutschland:

  • mit Lufthansa nach Caracas, Venezuela, ca. 6h Aufenthalt, von dort aus nach Quito mit Zwischenstopp in Bogotá.
  • mit Continental z.B. ab Düsseldorf über New York und Bogotá nach Quito.
  • mit Iberia über Madrid nach Quito (tlw. mit kurzem Zwischenstopp von 1h in der Dom. Rep.).
  • mit KLM über Amsterdam nach Quito und Guayaquil (mit kurzem Zwischenstopp auf Bonaire)
  • mit British Airways über London nach Miami. Von dort bietet American Airlines Direktflüge nach Ecuador an. Oder mit Copa Airlines über Panama (1h Aufenthalt) oder über Bogotá oder Caracas mit diversen Airlines.
  • mit Air France über Paris und Bogotá nach Quito

Bus

Busverbindungen bestehen nach Peru und Kolumbien, zum Teil muss an der Grenze der Bus gewechselt werden. Einige Gesellschaften bieten auch längere Routen auf der Strecke von Chile bis Venezuela an. Die Preise sind günstiger als Flüge, die Fahrtzeit ist dafür um ein Vielfaches länger - bei niedrigerem Komfort und höherem Risiko (Unfälle, Diebstähle, Überfälle).

Auto

Ecuador ist sowohl von Peru als auch Kolumbien über die Panamericana erreichbar. Es ist allerdings nicht ratsam, als Mitteleuropäer in Südamerika Auto zu fahren.

Schiff

Mobilität

Es gibt Inlandsflüge zu allen größeren Städten von den Ecuadorianischen Airlines Aerogal, Icaro und Tame. Oktober 2004 kostete ein Flug etwa 50USD (one way).

Eisenbahnen gibt es in Ecuador nur als Touristenattraktion. Von Riobamba fährt 2x wöchentlich ein Zug nach Alausi. Preis 11USD für 5h bedeindruckende Landschaft. Man sitzt auf den Dächern der Gepäckwagen, wobei man sich für 1USD ein Sitzkissen mieten kann. Entgleisungen der Lok am Steilhang durch lose Schiene sind keine Seltenheit. Das Zugpersonal hat alles griffbereit und den Zug binnen einer Stunde wieder in den Gleisen...

Der Bus ist DAS Fortbewegungsmittel in Ecuador, die Busse sind in gutem Zustand. Man kommt damit überall hin und es gibt sehr viele Verbindungen. Für längere Strecken von größeren Städten aus kauft man Tickets am Schalter, sonst direkt im Bus. Jede Busgesellschaft hat einen eigenen Schalter an den Busbahnhöfen (manchmal sogar pro Zielort einen Schalter). Die Tickets beinhalten zumeist nummerierte Platzkarten für den jeweiligen Bus. Wer ruhiger sitzen möchte, wählt beim Kauf niemals die vorderen Plätze, weil sich sowohl einheimische Kurzstrecken-Reisende als auch die zahlreichenden fliegenden Händler vor und zwischen diesen Sitzen drängeln - vorne haben die Busse die einzige Tür.

Die Busbahnhöfe sind recht groß und anfangs unübersichtlich, die Leute helfen aber gerne. Buspreise: ca. $1.00 für 1 Stunde Fahrt, inkl. Versicherung bei Unfällen.

Aufgrund der vielen schlechten Straßen, zahlreichen Kurven und der Überwindung großer Höhenunterschiede im Bus sollten empfindliche Naturen Reisetabletten mitnehmen. Verzögerungen, z.B. durch Reifenpannen, können bei Busreisen in Ecuador auftreten - Ursache sind ebenfalls die häufig schlechten Straßenverhältnisse.

Es wird empfohlen, nicht nachts mit den Bussen zu fahren, da es schön öfter zu Überfällen gekommen ist. Es gibt sichere Nachtbusse, bei denen man ein wenig mehr bezahlt, aber dafür sicher reisen soll, Informationen dazu vor Ort. Den Reisepass (Original) bei einer Busreise nicht vergessen, es kann Kontrollen geben.

Das Chauffieren eines Autos in Ecuador ist für Reisende kaum empfehlenswert. Zwar gibt es Autovermietungen an den Flughäfen und in den Städten, doch die Verkehrsverhältnisse sind, gelinde gesagt, schwierig. Fast alle Überlandstraßen sind über lange Strecken unasphaltiert und haben enorme Schlaglöcher, die bei unachtsamem Durchfahren ernsthafte Schäden am Fahrzeug verursachen können. Straßenmarkierungen, Leitplanken und ähnliche Sicherheitsmaßnahmen sind kaum verbreitet, so dass die Fahrt bei schlechten Sichtverhältnissen ein ernst zu nehmendes Abenteuer darstellt - besonders in den Anden, wo es neben der Straße durchaus tiefe Abhänge gibt. Zudem neigen die einheimischen Fahrer zu riskanten Überholmanövern auf kurvigen Strecken - Unfälle sind keine Seltenheit.

Für die Fahrt zu kleineren Orten sind Fahrzeuge mit Allradantrieb empfehlenswert, um die dort noch schlechteren Straßenverhältnisse sowie Steigungen und Flussdurchfahrten bewältigen zu können.

Den Risiken des Individualverkehrs stehen die überschaubaren Kosten für Busfahrten, Inlandsflüge oder Taxifahrten gegenüber. Diese Verkehrsmittel stellen normalerweise die entspanntere Form der Fortbewegung dar.

Für erfahrene und versierte Fahrer kann das Auto auf allen einigermaßen befahrbaren Straßen, z.B. in den Anden und im Oriente, allerdings durchaus eine Option darstellen.

Sprache

Die Amtssprache ist Spanisch, daneben gibt es noch Sprachen der indianischen Bevölkerung, vor allem Kichwa (eine Quechua-Variante).

Es ist von großem Vorteil wenn man Spanisch kann, denn sogar in größeren Orten, an Flughäfen oder in Hotels können die Gesprächspartner häufig kein Englisch. Die Menschen freuen sich sehr, wenn man Spanisch spricht und man kommt schnell ins Gespräch. Aber auch mit wenigen Brocken Spanisch wird einem gerne weiter geholfen.

Siehe auch: Sprachführer Spanisch

Kaufen

Die offizielle Währung in Ecuador ist der US-Dollar. Das Land prägt eigene Cent-Münzen, die außerhalb Ecuadors nicht akzeptiert werden (die Dollar-Münzen mit dem eigenen Motiv - Indianerin mit Kind - dagegen schon). Bargeld am besten in gebrauchten kleinen Scheinen mitnehmen. Neue, bankfrische Scheine stoßen auf allgegenwärtiges Misstrauen, 20-, 50- und 100-Dollar-Scheine werden größtenteils nicht angenommen, Wechselgeld ist meist knapp. Bargeld kann man mit EC- oder Kreditkarte in allen größeren Städten an den Geldautomaten bekommen.

Küche

In Ecuador ist Reis mit Hühnchen (Sierra), bzw. Reis mit Fisch oder Meeresfrüchten (Costa) das am weitesten verbreiteste Gericht. Zudem sind Ecuatorianer Korianderfanatiker (Achtung!), der sämtliche Speisen von der Suppe über den Salat hin zu den traditionellen Speisen wie Ceviche (Meeresfrüchte in Zitronensosse) und Encocado ziert. Das in so gut wie jedem Reiseführer erwähnte Cuy (Meerschweinchen) sollte man, sofern man es denn probieren möchte, in einem spezialisierten Restaurant essen. Es wird normalerweise gegrillt und mit einer Erdnusssoße serviert. Das Fleisch ist sehr fettig und schmeckt eher nach Hühnchen als nach Kaninchen (wie man vermuten könnte). Unbedingt darauf achten, dass der Kopf noch dran ist, um sicher zu gehen, dass man wirklich ein Meerschweinchen serviert bekommt. Im Übrigen sind Zuchtmeerschweinchen im Vergleich zu unseren Haustieren riesig.

Die Auswahl der Früchte ist spektakulär, dementsprechend die Auswahl an der Saftbar. Allerdings kann man vielerorts in kleinen Restaurants abseits der großen Touristenorte nur exotisch anmutende überzuckerte Limonaden (z.B. Erdbeergeschmack), Cola oder Mineralwasser bestellen.

In den großen Städten Ecuadors sind auch die üblichen Restaurants und Schnellimbisse wie McDonalds, KFC, BurgerKing und Pizza Hut zu finden. Besonders exlusiv geht es auch in den Food Courts der Shopping Center zu. Ein beliebter einheimischer Snack sind neben dem bereits erwähnten Ceviche Fritadas, im eigenen Saft geschmorte Schweineteile, die man praktisch überall in kleinen (oder größeren) Fritaderias kaufen kann. Ebenfalls einheimisch sind Ketten wie Gus (ähnelt KFC) oder TropiBurger.

Wer einen nicht zu anfälligen Magen hat, kann sehr billig auf den Märkten essen. Ein almuerzo (Mittagessen) oder eine merienda (Abendessen) ist zwischen 1 - 3 USD zu haben, und beinhaltet Suppe, Hauptgericht und Getränk, manchmal auch einen kleinen Nachtisch.

Niemals Creme-Eis von der Straße kaufen! Lieber Eis in einer heladería kaufen. Neben Pingüino (ecuadorianischer Ableger von Langnese) können auch die Eisläden in der Av. Guaytambos in Ambato (gegenüber d. Colegio Santo Domingo) mit ihrem Frucht- und Mehr-Schichten-Eis empfohlen werden.

Ausgehen

In Quito gibt es das legendäre Party-Viertel El Mariscal, wegen seines hohen Touristenanteils auch Gringolandia genannt (Gringos sind eigentlich nur die Nordamerikaner, aber in diesem Fall sind alle Touristen gemeint). Es gibt im Mariscal viele Bars und Discos und es ist immer was los. Deswegen ist es auch relativ sicher sich dort nachts aufzuhalten. Nur das nötigste Bargeld mitnehmen und nach Hause immer mit dem Taxi fahren. Angst muss man aber auf gar keinen Fall haben. Als Mädchen höchstens vor nervenden Verehrern, die man abwimmeln muss (diese werden aber auch nie über-aufdinglich, sie können super tanzen und werden in der Regel nicht "handgreiflich").

Unterkunft

Wunderschön in Quito und direkt im Mariscal gelegen: Posada del Maple

In Salango (Nachbardorf von Puerto Lopez), mit super Aussicht auf das Meer und die Wale, welche dort durchschwimmen: Hosteria Isla Mar

Lernen

In Quito gibt es unzählige Sprachschulen. Es lässt sich schnell was geeignetes finden. Preis: ca. 5 Dollar die Einzelstunde.

Arbeiten

Es werden ständig Freiwillige gesucht. Auf Aushänge im Mariscal oder in einem der unzähligen Internet-Cafes achten. Arbeitein ist mit Touristen-Visum an sich nicht gestattet, dennoch sind Atätigkeiten, zum Beispiel in Lodges in den Nationalparks gegen Kost&Logis üblich.

Feiertage

Datum Name
1. Januar Neujahr
Februar Karneval
17. April 2014 Gründonnerstag
18. April 2014 Karfreitag
1. Mai Tag der Arbeit
24. Mai Schlacht am Pichincha (1822)
25. Juli Gründung Guayaquils
10. August Erster Schrei nach Unabhängigkeit
9. Oktober Unabhängigkeit Guayaquils
2. November Allerseelen
3. November Unabhängigkeit von Cuenca
6. Dezember Spanische (Neu)Gründung Quitos
25. Dezember Weihnachten
31. Dezember Silvester

Sicherheit

Da ein Großteil der Bevölkerung wesentlich ärmer ist als der durchschnittliche Tourist, der Ecuador besucht, ist Kriminalität ein ernstzunehmendes Thema. Taschendiebstähle in Märkten oder den überfüllten öffentlichen Bussen sind an der Tagesordnung. Die oft jugendlichen Täter sind durchaus auch gewaltbereit. Vor allem in den größeren Küstenstädten kommen öfters bewaffnete Überfälle auf ganze Busse vor.

Einige besonders gefährdete Bereiche wurden inzwischen durch die Polizei oder private Initiativen "befriedet", beispielsweise der Malecon (Uferpromenade) in Guayaquil oder der Panecillo (kleiner Hügel im Zentrum von Quito).

Mit gesundem Menschenverstand, Vorsicht und etwas Zurückhaltung kann man aber auch als Alleinreisende(r) durch das ganze Land reisen. Schmuck sollte nicht, wenigstens nicht sichtbar, getragen werden, billige Plastik-Uhren, keine Kameras vor der Brust hängen oder am Handgelenk baumeln lassen, Rucksack im Gedränge vor die Brust nehmen, Bargeld wenn möglich an mehreren Stellen am Körper verteilen (Holster, Brustbeutel, Geldkatze, Socken, Kleingeld in die Hosentasche), ebenso den Pass. Den teuren Rucksack bei Bus-Touren in die landestypischen gewebten Plastik-Säcke stopfen, die man für weniger als einen Dollar auf jedem Markt bekommt - schützt vor Schmutz und Langfingern.

Drogen-Kriminalität wird sehr ernst genommen, also niemals Päckchen oder ähnliches für andere transportieren, auch nicht auf Inlands-Busfahrten. Es könnte sich auch um eine Falle handeln, mit der sich (korrupte) Polizisten an einer der nächsten Polizeikontrollen ein Zubrot verdienen wollen.

Gesund bleiben

Unbedingt das Essen von der Strasse meiden, wenn man einen empfindlichen Magen hat und nie das Wasser aus dem Hahn trinken. Ebenfalls Salate und nicht-desinfiziertes, rohes Gemüse (Parasiten und Bakterien!) meiden. Vorsicht auch bei den Jugos (Säfte), diese sind oft mit nicht abgekochtem Leitungswasser verdünnt. Dann sollte es gutgehen. Trotzdem unbedingt Tabletten gegen Durchfall mitnehmen! Empfehlenswert ist es auch, sich ein kleines Fläschchen Desinfektionsmittel in den Daypack zu stecken, um sich bei Bedarf die Hände säubern zu können - nicht immer sind die sanitären Verhältnisse so vertrauenserweckend wie man es aus Mitteleuropa gewohnt ist.

In den Anden (Quito liegt schon auf ca. 2800 Metern ü.N.N.) machen sich leicht Sympthome der Höhenkrankheit (Atemnot, Kopfschmerzen) bemerkbar, wenn man noch nicht akklimatisiert ist. Ruhig angehen, dem Körper Zeit zum Anpassen geben und viel Trinken. Durch die Höhenlage ist die UV-Strahlung intensiver, so dass man einen ausreichenden Sonnenschutz nicht vergessen sollte.

Im Tiefland (Küste und Oriente) können Moskitos Krankheiten übertragen (Malaria, Gelbfieber). Hier ist ein brauchbarer Schutz (Cremes, Spay, Moskitonetze) vor allem in der Dämmerung und Nachts empfehlenswert.

Klima

Klimatabelle Porto Viejo
Monat                   JAN  FEB  MÄR  APR  MAI  JUN  JUL  AUG  SEP  OKT  NOV  DEZ  Jahr
----------------------------------------------------------------------------------------
Niederschlag (mm)       84   103  99   58   36   22   2    2    4    2    4    17   434
Ø Tagestemperatur (°C)  25,8 26,0 26,1 26,1 25,5 24,5 23,8 23,8 24,0 24,3 24,4 25,2 24,9

Respekt

Wie fast überall so gilt auch hier - wer die Land und Leuten mit Respekt gegenübertritt, den wird man auch überall respektieren. Vor allem wenn man als Tourist nicht überheblich auftritt und sich bemüht, wenigstens ansatzweise auf Spanisch zu kommunizieren.

Dennoch gilt es, gerade in Taxis, aufzupassen, dass man nicht übers Ohr gehauen wird. Am Besten über den Fahrpreis vor der Fahrt verhandeln; solange der Taxifahrer einschlägt, ist der Preis gerecht. Hat man am Ende dennoch das Gefühl, den Gegenüber zu übervorteilen, kann man lieber ein Trinkgeld geben. In Quito ist es tagsüber für die Taxifahrer Pflicht, das Taximeter zu verwenden. Der Betrag wird am Ende meist aufgerundet.

Die Ecuadorianer sind generell sehr aufgeschlossen und hilfsbereit. So ist es auch kein Problem, Auskünfte oder Hilfe zu bekommen oder z.B. auf einem der weit verbreiteten privaten Pick-ups mitgenommen zu werden. Durch die Fußballbegeisterung im ganzen Land und die WM in Deutschland findet sich auch ohne Probleme ein Ansatzpunkt für stundenlange Konversationen, zum Beispiel auf Überlandfahrten mit dem Bus.

Korruption ist leider weit verbreitet. Man sollte dennoch vorsichtig sein, Poizisten und Beamte könnten sich angegriffen fühlen, wenn man ohne weiteres davon ausgeht, dass sie "käuflich" sind. Das kann nicht nur viel Ärger bringen, sondern auch den "Preis" in die Höhe treiben. Also bitte nicht von selbst aus aktiv werden sondern warten, bis einem der Gegenüber zu Verstehen gibt, ob und was er erwartet. Vor allem wer der Sprache nicht ausreichend mächtig ist sollte sich nicht auf ein derartiges Minenfeld begeben. Die meisten Situationen lassen sich auch lösen, ohne Geld in die Hand zu nehmen. Und wenn man doch meint, nicht weiter zu kommen, dann ist es meist besser, jemanden um Hilfe und Vermittlung zu bitten und diesem zu sagen, dass man bereit sei, auch etwas zu zahlen.

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