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Dublin
Dublin am Abend. Blick auf den Liffey und die Ha'Penny Bridge
Kurzdaten
Bevölkerung: 525.383 (2011)
Fläche: 115 km²
Höhe über NN: 20 m
Koordinaten: 53° 20' 33" N, 6° 15' 56" W 
Vorwahlnummer: (+353) 01
Website: offizielle Webseite von Dublin
Website: Tourismusseite
Im Notfall
Polizei: 112 oder 999
Feuerwehr: 112 oder 999




Dublin ist die Hauptstadt der Republik Irland. Sie ist für viele Irlandreisende der Beginn der Reise. Fast ein Drittel der Bevölkerung des Landes lebt in der näheren Umgebung von Dublin. Das Stadtzentrum ist jedoch klein und kann zu Fuß erkundet werden.

HintergrundBearbeiten

Der Name DublinBearbeiten

Der Name Dublin ist ein anglizierte Version von Dubh Linn (Irisch für "Schwarzer Tümpel"); obwohl diese Deutung nicht unumstritten ist. Früher, als die altirischen Schriftzeichen noch verwendet wurden, schrieb man das 'bh' mit einem Punkt über dem 'b', es war also Dub Linn or Dublinn zu lesen. Die Normannen, die ab dem Jahre 1169 auf die noch immer altirisch sprechende Insel kamen, waren sich dieser Tatsache nicht bewusst, was dazu führte, das sie Dublin so schrieben, wie es heute noch getan wird: als 'Dublin.'

Der neuirische Name der Stadt, Baile Átha Cliath, geht auf eine Siedlungsgründung des Hochkönigs Mael Sechnaill II aus dem Jahre 988 zurück und bedeutet Stadt der Furt an der Schilfhürde.

GeschichteBearbeiten

Die Siedlung Dubh Linn gab es wahrscheinlich schon im ersten Jahrhundert, Baile Átha Cliath oder einfach Áth Cliath wurde 988 direkt daneben gegründet. Die beiden Städte wuchsen dann auch rasch zusammen. Nach der normannischen Invasion ersetzte Dublin den Hügel von Tara als Hauptstadt Irlands. Seit dem 17. Jhd. wuchs Dublin sehr schnell mit der Hilfe der Wide Streets Commission, die die mittelalterliche Stadt grundlegend neu plante und ein Netz aus breiten und modernen Straßen anlegte. Das georgianische Dublin war zeitweise sogar die zweitgrößte Stadt des britischen Empires und ein Großteil der besten Architektur geht auf diese Zeit zurück. Der Osteraufstand vom 24. bis 30. April 1916 stürzte die Hauptstadt in Chaos und der Anglo-Irische und der Irische Bürgerkrieg brachte große Verwüstungen, in denen viele der schönsten Gebäude zerstört wurden. Der Irish Free State baute daraufhin viele Häuser wieder auf und verlegte das Parlament in das Leinster House. Nach dem Zweiten Weltkrieg, aus dem sich die Republik Irland größtenteils herausgehalten hatte, war Dublin als Stadt hoffnungslos veraltet. Die Modernisierung begann erst sehr zaghaft zu Beginn der 1960er Jahre. Erst in den letzten 10 Jahren wurde, mit großer finanzieller Hilfe der Europaischen Union, viel in die Infrastruktur investiert und Dublin erlebte einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung, der besonders von der IT-Branche getragen wurde.

AnreiseBearbeiten

FlugzeugBearbeiten

Der internationale Verkehrsflughafen der irischen Hauptstadt ist der Dublin International Airport (DUB) etwa 9 Kilometer nördlich der Innenstadt.

Der Flughafen besteht aus zwei Terminals: Dem älteren Terminal 1 mit den Bereichen A (Gates 301-313), B (Gates 201-220) und D (Gates 101-121) sowie dem neuen Terminal 2 (Gates 401-426). Beide Gebäude liegen nebeneinander und sind miteinander verbunden. Da sukzessive weitere Fluggesellschaften in das neue Terminal 2 umziehen werden, sollte man sich vor Abflug nochmals informieren.

Folgende Fluggesellschaften fliegen von Deutschland aus direkt nach Dublin:

Am Montagmorgen sollte man sehr viel Zeit an diesem Flughafen miteinplanen da hier ab ca. 05:00 Uhr ziemlich viel los ist (An- bzw. Durchreiseverkehr) und man zum Teil sehr lange warten muß um seine Koffer aufgeben zu können das gleiche gilt für die Sicherheitskontrolle. Wer mit Ryanair fliegen will, sollte zudem noch einige Zeit haben, das Gate zu erreichen, denn der Terminalbereich D für Billigfluggesellschaften liegt etwa 10 - 15 Minuten Fußweg im Gebäude vom Zentralbereich entfernt.

Nicht weit von den Haltestellen der Airlink / Aircoach (aufm Weg zu den Autovermitern) ist z.T. versteckt die zentrale Haltestelle für den Bus-Shuttle zu den Flughafen-Hotels. Da dieser Weg auch überdacht ist, kann man diesen kaum verfehlen.

Vom Flughafen in die StadtBearbeiten

Aircoach

Die blauen Expressbusse des Aircoach fahren rund um Uhr im 10- bis 60-Minuten-Takt vom Flughafen in die Innenstadt (Halt z.B. in der O'Connell Street) und umgekehrt. Die Fahrt dauert je nach Verkehrslage etwa 30 Minuten, eine einfache Fahrt kostet 7,-€, Hin- und Rückfahrt zusammen 12,-€.

Dublin Bus AirLink 747

Die städtische Busgesellschaft Dublin Bus bietet mit dem AirLink 747 ebenfalls einen regelmäßigen Expressservice vom Flughafen in die Innenstadt (darunter O'Connell Street und der zentrale Busbahnhof BUSARAS) und zurück. Die dunkelgrünen Busse verkehren etwa in einem 15-Minuten-Takt, allerdings täglich nur von etwa 05:00 Uhr bis 23:30 Uhr. Eine einfache Fahrt kostet 6,-€, die Hin- und Rückfahrt 10,-€. Für die AirLink-Busse folgt man vom Terminal 1 aus der Beschilderung zum Busbahnhof, verlässt das Terminal, betritt aber entgegen der Beschilderung NICHT das nächste Gebäude gegenüber, hinter dem sich die meisten Bussteige befinden - der AirLink fährt VOR diesem Gebäude links von Bussteig 2 ab. Kommt man am Terminal 2 an, so kann man auch dort zusteigen. Die Busse halten direkt von dem Terminal (aus dem Terminal kommend die Überführung zur anderen Straßenseite nutzen).

Dublin Bus Linienbusse

Am Flughafen halten auch ganz normale Linienbusse (u.a. die Buslinien 16A und 41) die für 1,85€ ins Stadtzentrum fahren. Leider verkehren die nicht sehr oft und halten (eben als ganz normale Buslinie) an jeder Haltestelle, was die Fahrt je nach Verkehr leicht auf über eine Stunde verlängern kann. Wichtig: Sie nehmen nur passend an, es gibt kein Wechselgeld sondern nur einen Beleg was man zuviel gezahlt hat. Da die Busverbindungen außer aus dem Stadtzentrum nicht rund um die Uhr zur Verfügung stehen, ist für sehr frühe oder sehr späte Flüge ein Taxi oft das Transportmittel der Wahl.

Mit dem Mietwagen, Taxi etc.

Ein Taxi vom Flughafen ins Stadtzentrum kostet etwa 20-30€. Da es auch Kleinbusse gibt, kann es sich das durchaus lohnen, wenn man in einer kleinen Gruppe unterwegs ist und den Fahrpreis teilen kann.

Die großen Autovermietungen haben alle einen Schalter im zentralen Terminal. Sollten sie bei einer kleineren lokalen Gesellschaft gebucht haben, kann es sein, dass sie einen (kostenlosen) Shuttleservice zu deren Carpark in Anspruch nehmen müssen, der üblicherweise gleich beim Taxistand wartet.

BahnBearbeiten

Bahnfahren kommt in Irland eher selten vor. Dennoch gibt es in Dublin zwei große Bahnhöfe, Heuston, ganz im Westen der Stadt und Connolly im Stadtzentrum. Typischerweise werden sie eher von Connolly aus den Zug benutzen, wobei dieser Bahnhof auch als zentraler Anlaufpunkt für die Pendlerzüge dient, die jeden Tag mehr als eine halbe Million Menschen in die Stadt zur Arbeit bringen.

BusBearbeiten

Die einfachste Art aus anderen Städten nach Dublin (oder von Dublin aus in andere Städte) zu kommen, ist der Bus. Der größte Anbieter ist Bus Éireann, (weiße Busse mit roten und orangen Streifen) der alle wichtigen Strecken abdeckt und auch kleinere Orte bedient. Daneben gibt es Aircoach (hellblaue Busse), die nach Belfast, Cork und zum Dubliner Flughafen fahren. Alle Verbindungen von Bus Éireann haben als Zielpunkt den zentralen Busbahnhof BUSARAS, der sich nordwestlich der Innenstadt befindet. Aircoach stoppt an verschiedenen Punkten im Stadtzentrum.

AutoBearbeiten

Es ist prinzipiell möglich, entweder über England oder über Frankreich mit dem Auto auf einer Fähre einzureisen. Da man allerdings mindestens 250 € (in der Nebensaison etwa im Februar) einplanen muss, macht es einfach mehr Sinn, sich vor Ort einen Wagen zu mieten.

Das Autofahren selbst macht in der Innenstadt wenig Spaß. Die Straßen sind äußerst eng und in teilweise schlechtem Zustand. Rund um die Stadt führt ein Autobahnring, die M50, den Verkehr herum, ohne das Zentrum zu durchkreuzen. Lediglich für eine Brücke muss dabei eine Gebühr von 1,80 € entrichtet werden, ansonsten ist der Ring kostenlos. Diese Mautbrücke sorgt auch dafür, dass die M50 unter der Woche mehr einem Parkplatz denn einer Autobahn gleicht. Der Flughafen ist mit einem Zubringer direkt an diesen Ring angschlossen, wobei Staus an den Auf- und Abfahrten, das sind meist riesige Kreisverkehre, eher die Regel als die Ausnahme sind.

SchiffBearbeiten

Dublin ist mit regelmäßigen und leider auch sehr teuren Fährverbindungen via Liverpool oder Holyhead erreichbar. Tickets kann man hier oder hier buchen. Lohnend ist das ganze allerdings nur, wenn man mit dem eigenen Auto auf die grüne Insel reisen will.

MobilitätBearbeiten

NahverkehrBearbeiten

Das öffentliche Nahverkehrsnetz Dublins hat sich in den letzten Jahren stark verbessert, ist aber noch immer schwächer ausgebaut als in vielen anderen europäischen Großtädten. Hauptverkehrsmittel ist der Bus (DublinBus.ie), es gibt eine Straßenbahn (LUAS) mit zwei nicht miteinander verbundenen Linien, die Vororte entlang der Küste von Howth bis Bray werden von der DART, einer S-Bahn, verbunden.

Alle Tickets für Dublin Bus können bereits im Voraus über deren Website bestellt werden (Kreditkarte vorausgesetzt). Der Versand erfolgt zum normalen Ticketpreis ohne Versandkosten auch nach Deutschland.

Allgemeine HinweiseBearbeiten

EinzelfahrtenBearbeiten

Zu beachten ist, dass ein Ticket für den Bus in der Straßenbahn und den S-Bahnen nicht gültig ist. In den Bussen zahlt man direkt beim Einsteigen beim Fahrer, und zwar passend, Wechselgeld gibt es nicht direkt im Bus. Auf dem Fahrschein wird der zu viel gezahlte Betrag aufgedruckt und auf O'Connell Street bekommt man gegen Vorlage der Fahrscheine diesen Betrag im Büro der Busgesellschaft in der O'Connell Street erstattet. Die Preise richten sich nach der Entfernung, gemessen in Bushaltestellen:


Stand Juli 2015

Angesichts des unübersichtlichen Netzes und der Tatsache, das viele, auch die Einheimischen, nicht wissen, wie viele Bushaltestellen zwischen dem gewünschten Start und Ziel liegen, bietet sich ein grobes Schätzen durchaus an.

Leap Visitor CardBearbeiten

Wer sich einige Zeit in der Stadt aufhalten und viel herumfahren möchte, sollte über den Kauf einer Leap-Card nachdenken. Das sind einzelne oder mehrfache Tagestickets, die unbegrenzt für das ganze Busnetz gelten. Es ist eine gute Idee, direkt bei Ankunft am Flughafen am Schalter des Tourist Office oder im Spar Shop in der Ankunftshalle eine Leap-Card zu erwerben, weil die auch für den AirLink (nicht aber für den Aircoach!) gilt.

Die Karte gilt für Linienbusse, Airlink, DART im Umkreis von Dublin (=S-Bahn) und LUAS (=Straßenbahn).

Nach dem Kauf kann die Karte für zusätzliche Zeiträume (1 Tag, 3 Tage oder 7 Tage) zu den obigen Preisen in jeder Payzone-Vertriebsstelle für die Leap Card in Dublin aufgeladen werden (maximal jedoch 5 Mal).

Zur Nutzung der Leap Visitor Card wird die Karte an das Fahrscheinkontrollgerät gehalten. Es ertönt dann ein Signal, das die Kontrolle bestätigt. (Mehr Infos: www.leapcard.ie)

Stand: November 2016

MietwagenBearbeiten

Mietwagen sind unter Individualreisenden ein beliebtes Fortbewegungsmittel und eignen sich ideal, um die Insel zu erkunden. Generell empfiehlt es sich, eher bei kleineren lokalen Gesellschaften zu mieten, als bei den großen der Branche, weil man so gut 30-40% sparen kann.

Es gilt in Irland generell Linksverkehr. Bedenken sie bitte bei der Wahl des Mietwagens auch, dass sie mit Links schalten müssen. Unter Umständen ist es also ratsam auf einen Wagen mit Automatikgetriebe zurückzugreifen.

Verkehrsregeln

Die Vorfahrt ist meist eindeutig ausgeschildert, bei gleichberechtigten Straßen hat in der Regel der von rechts kommende Vorfahrt. Seit Januar 2005 gilt das metrische System in der Republik Irland, d.h., Entfernungsangaben und Geschwindigkeiten werden in km oder km/h angegeben.

Erlaubte Geschwindigkeiten (Republik Irland):

Halten/Parken:

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Blick auf die Ha'Penny Bridge

VergünstigungenBearbeiten

Grundsätzlich sollte man als Student oder Schüler entweder einen Schülerausweis oder einen internationalen Studentenausweis dabei haben. Viele Eintrittspreise lassen sich damit um einige Euro drücken. So kostet die Jameson Distillery statt 9 Euro für Studenten noch 7 Euro, die Christ Church Cathedral kostet für Studenten 2,50 Euro, die "Hop-on Hopp-off"-Bustickets und sogar das Guinness-Storehouse bieten ebenfalls satte Vergünstigungen an.

KirchenBearbeiten

Burgen, Schlösser und PalästeBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

Im Innenhof des Trinity College

DenkmälerBearbeiten

MuseenBearbeiten

Straßen und PlätzeBearbeiten

ParksBearbeiten

VerschiedenesBearbeiten

AktivitätenBearbeiten

EinkaufenBearbeiten

Dublins größte Einkaufsstraße ist die Grafton Street zwischen St. Stephen's Green und Trinity College. Sie ist eine Fußgängerzone. Nassau Street ist eine weitere, mehr auf Touristen ausgerichtete, Einkaufsstraße.

Das Powerscourt Centre ist ein Shoppingzentrum in Dublins Mitte; das Gebäude stammt aus dem 18. Jahrhundert. Zu den Antiquariaten sei angemerkt, dass sich Preisverhandlungen auszahlen.

KücheBearbeiten

In Dublin kann man mittlerweile hervorragend essen, leider oft auch zu hervorragenden Preisen. Hauptgerichte beginnen typischerweise bei 10€ und gehen hinauf bis 40€, der Durchschnitt dürfte etwa bei 25€ liegen. Was für das Essen gilt, gilt für Weine umsomehr. Obwohl schon in den Supermärkten enorm teuer, wird in Restaurants der Preis für eine gute Flasche Wein gern nocheinmal verdoppelt oder verdreifacht.

Ein guter Tipp, neben den Mittagsmenüs (z.T. zwischen 12-15 Uhr), sind die vielen exzellenten indischen Restaurants in der Gegend rund um die South William Street, parallel zur Grafton Street. Dort werden oft so genannte 'early bird' Menus offeriert (ca. 17:30 - 19:00Uhr) wobei es dann drei Gänge für etwa 15-18€ gibt. Die Qualität ist meist sehr gut, besonders empfehlenswert sind das Khyber Tandoori --> existiert nicht! auf der South William Street und das Shalimar auf der South Great Georges Street.

In einigen Restaurants ist es üblich Leitungswasser mit den Speisen zu reichen. Allerdings ist das recht chlorhaltige Wasser nicht jedermanns Sache.

GünstigBearbeiten

Wer wirklich günstig essen will, muss sich meist mit Snacks oder Fastfood begnügen. Neben den üblichen großen Ketten gibt es hier auch lokale Alternativen: Ein gutes und vor allem frisches Sandwich bekommt man bei einer Kette namens O'Briens Sandwich Bars, die wirklich auf jeder Straße zu finden ist. In einer ähnlichen Preislage befindet sich auch die Burger & Fries Kette Eddie Rocket's City Diner, welche mittlerweile an mehreren Stellen in ganz Dublin Restaurants im typischen Diner-Stil betreibt. Rockfans sollten unbedingt das Captain America, im 1.Stock am südlichen Ende der Grafton Street besuchen. Jeder Rockstar der Irland besucht, verewigt sich dort.

MittelBearbeiten

Talbot 101 in der Talbot Street. Vorzügliche Fusion-Küche und gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Plätze reservieren, da ständig voll besetzt. Nur ab 17 Uhr geöffnet.

Gerade im mittleren Preisniveau lohnt es sich auch abseits der Einkaufsstrasse einen Blick auf Restaurants zu werfen. Oft sind hier Preisunterschiede von 5 bis 10 Euro zu vergleichbaren Restaurants in den Touristengegenden zu finden.

GehobenBearbeiten

AusgehenBearbeiten

Kein Besuch in Dublin wäre perfekt ohne nicht mindestens ein Pint (oder mehrere) in einem Pub (oder mehreren) getrunken zu haben. Pubs gibt es praktisch wie Sand am Meer, egal ob du im Stadtzentrum unterwegs bist oder etwas außerhalb. Die Chancen binnen weniger als 5 Minuten eine Kneipe zu finden stehen mehr als nur gut. Leider ist auch das kein günstiges Vergnügen. Für ein Pint (0,586l) musst du im Moment zwischen 4,50 und 7 € einkalkulieren.

Cocktails werden zwar manchmal angeboten, sind aber oft völlig überteuert und schmecken nicht. Irland ist eben eine Biertrinkernation. In einem Pub bestellt man Guinness, Smithwicks, Kilkenny oder ein anderes lokales Bier. Alternativ kann man auch verschiedene europäische oder amerikanische Biere haben. Mittlerweile sind auch deutsche Biere sehr populär, so dass es in vielen Pubs auch Pils oder Weizenbier vom Fass gibt, wobei deutsches Flaschenbier schon fast zum Standard gehört. Ein Radler heisst übrigens Shandy und wird mit der gewünschten Biersorte bestellt. "One Heineken Shandy, please." Gerne getrunken wird auch Cider, das wie Bier vom Fass gezapft wird.

Traditionelle PubsBearbeiten

Ein typischer Pub in der Temple Bar.

Moderne KneipenBearbeiten

BrauereienBearbeiten

MusikBearbeiten

Iren sind ein sehr musikalisches Volk, und nach dem internationalen Erfolg Irischer Musiker bietet Dublin eine lebendige Musik-Szene, in die man als Tourist leicht eintauchen kann. Neben der "traditionellen" Irischen Musik, die in vielen Pubs leider zunehmend nur für Touristen gespielt wird, bietet es sich an, am Abend Nachwuchs-Rock-Bands anzusehen. Hierfür empfiehlt es sich, eine Ausgabe der Publikation "The event guide" zu besorgen, die gratis z.B. in Schallplattengeschäften ausliegt. Als locations sind interessant

UnterkunftBearbeiten

Wikitravel hilft mit der Liste der Campingplätze bei der Suche eines Campingplatzes.

Bed & Breakfast ist neben normalen Hotels eine der besten Möglichkeiten eine gute und (vergleichsweise preiswerte) Unterkunft zu finden. Dabei handelt es sich meist um private Einfamilienhäuser, in denen eine Hand voll Räume inklusive Frühstück vermietet werden. Die B&B-Schilder finden sich vor allem an typischen Einfallsstraßen und werden im Stadtzentrum eher seltener. Es ist durchaus üblich, einfach an der Tür zu klopfen und nach einem Zimmer zu fragen. In der Hauptsaison im Juli und August kann es jedoch manchmal etwas dauern, ein freies Zimmer zu finden. In Dublin selbst zahlt man etwa 35 € pro Person und Nacht. Auch wenn es wenig üblich ist, kann etwas Verhandlungsgeschick den Preis drücken, zumal man eher selten eine geschriebene Rechnung bekommt.

Fáilte Ireland, das Irische Touristenbüro, hat eine gute online-Unterkunfts-Suchmaschine.

GünstigBearbeiten

Mit Hostels sollte man etwas vorsichtig sein. Selbst für Jugendherbergen sind die gebotenen Standards vergleichweise niedrig. Unter Hostels.com kann man Preise gut vergleichen und die Erfahrungen früherer Gäste in die eigene Entscheidung mit einbeziehen.


MittelBearbeiten

GehobenBearbeiten

In der mittleren bis gehobenen Preisklasse gibt es im Stadtgebiet insgesamt zehn Jurys Doyle Hotels. Am günstigsten sind die Unterkünfte am Custom House und in Parnell St., in denen man schon ab ca. 80 EUR unterkommt. In anderen Häusern der Kette ist aber bei 300 EUR nach oben hin noch nicht Schluss.

Das Wohl teuerste Hotel in Dublin ist The Clarence Hotel, welches direkt an der Ha'Penny-Bridge im Viertel TempelBar zu finden ist. Es gehört Paul David Hewson und David Howell Evans, die auch als Bono und The Edge aus der irischen Rockgruppe U2 bekannt sind. Das Hotel genießt einen Kultstatus. Eine Übernachtung kostet ab 200 EUR aufwärts.

LernenBearbeiten

ArbeitenBearbeiten

Durch einen immer noch anhaltenden Wirtschaftsboom ist es vergleichsweise einfach, einen Job in Dublin zu finden. In quasi jedem Hostel gibt es ein schwarzes Brett, an dem Backpacker kurzfristig meist dürftig bezahlte Angebote finden können. Die lebhafte Pubszene braucht immer frische Arbeitskräfte, wobei man jedoch davon ausgehen kann, sogut wie nie einen Platz hinter der Theke zu bekommen. Schlechtbezahltes Fässerschleppen oder trinkgeldloses Putzen ist für Hilfskräfte in Pubs leider eher die Regel als die Ausnahme.

Ein besonders starker Markt sind CallCenter. Da es in diesem Bereich eine enorm hohe Fluktutation gibt, selten arbeiten die Leute länger als ein Jahr bei derselben Firma, finden sich immer Angebote auch für deutschsprechende Bewerber.

Eine ganze Reihe von privaten Agenturen kümmert sich um den normalen Arbeitsmarkt.

Auch deutsche Jobbörsen und Zeitarbeitsfirmen vermitteln nach Irland. Wer in Deutschland arbeitslos gemeldet ist, dem sponsert die Arbeitsagentur Flug und 3-monatige Arbeitssuche in Irland. Ein Gespräch mit dem zuständigen Berater hilft hier weiter.

RechtlichesBearbeiten

Deutsche Staatsangehörige brauchen als Bürger der Europäischen Union keine Arbeitserlaubnis. Die Behördengänge sind wie in jedem Land unvermeidlich, halten sich aber etwa im Vergleich zu Deutschland in Grenzen.

WohnungssucheBearbeiten

Wer sich bei seiner Ankunft in Dublin in einem Hostel einquartiert hat, will bald schnell wieder raus. Da die Mieten schwindelerregend hoch sind, gibt es tausende von Angeboten, wo man ein Zimmer zur Untermiete oder in einer WG bekommen kann. Ein erträglich großes Zimmer in einem einigermaßen ordentlichen Haus kostet im Moment zwischen 300 und 400 € zuzüglich etwa 100 € Nebenkosten.

SicherheitBearbeiten

Dublin gilt generell als vergleichsweise sicheres Reiseziel. Dennoch ist es eine Großstadt mit den üblichen Problemen. Wer meint, nachts um drei unter einer einsamen Straßenlaterne sein Geld zählen zu müssen, dem wird sicher gern geholfen. Ein wenig gesunder Menschenverstand vorausgesetzt, ist es nicht gefährlicher als in jeder deutschen Großstadt.

Gesund bleibenBearbeiten

Für Irland sind keine Impfungen notwendig, besondere Krankheiten sind auch nicht zu befürchten. Das Leitungswasser kann man problemlos trinken, auch wenn es ziemlich hart ist und viel Kalk enthält. Auch im Sommer ist immer eine leichte Regenjacke oder ein Schirm empfehlenswert, weil es täglich regnen kann, egal wie gut der Tag am Morgen aussieht. Die Regenschauer sind aber in den warmen Monaten nicht kalt oder störend sondern eher wie ein sanfter leichter Niederschlag Irish Mist eben.

KlarkommenBearbeiten

Es ist in Dublin generell kein Problem klar zu kommen wenn man sich genau so offen und freundlich wie die Dubliner verhält. Hat man einmal ein Problem mit dem Stadtplan oder dem öffentlichen Nahverkehr, kann man getrost ein paar Passanten ansprechen oder wird bei offensichtlicher Hilflosigkeit auch gleich angesprochen. Das eher relaxte Miteinander trägt eben einen nicht unwesentlichen Teil zur Atmosphäre der Stadt bei.

KlimaBearbeiten

Dublin Jahresklima

Das einzig beständige am Wetter ist, dass es sich ändern wird. Ein Ire würde sich wahrscheinlich über das langweilige Wetter in Deutschland nur ärgern, dort ist es schließlich sechs Monate warm und dann sechs Monate kalt. In Dublin ist das da schon wesentlich spannender. Der normale Tourist wird das Klima als eher kühl empfinden. Wirklich heiße Tage mit über 30°C gibt es eigentlich nicht, wirklich kalte mit lang anhaltendem Frost aber dafür auch nicht. Das Wetter wechselt sehr häufig und ein sonniger Morgen ist alles andere als ein Garant für einen schönen Tag. Es empfiehlt sich eigentlich immer einen Schirm oder eine Regenjacke dabei zu haben. In den kühleren Monaten von Oktober bis April sollte die Kleidung auch auf den recht unangenehmen Wind vorbereitet sein.

KommunizierenBearbeiten

Erste Amtssprache in Irland, und das ist per Verfassung vorgeschrieben, ist Gälisch. Diese Sprache wird jedoch nur noch von wenigen Leuten besonders im Westen der Insel als erste Sprache gesprochen. Dennoch hat jeder Schüler Gälischunterricht und alle Verkehrsschilder, öffentlichen Bekanntmachungungen etc. sind zweisprachig verfasst. Im Englischen heißt die Sprache "Irish", allerdings wird auch manchmal "Gaelic" genannt, weil das Wort Ausländer oft durcheinanderbringt, weil sie glauben, dass "Irish" das Englisch ist, welches in Irland gesprochen wird. Das Englische der Iren heißt Hiberno-Englisch. Englisch ist selbstverständlich die Umgangs -und Verkehrssprache Nummer 1.


Touristen und Besucher, die das erste mal in Irland sind, lassen sich gleich bei Ankunft durch den herben Akzent und die schnelle Sprechweise einschüchtern. Die Iren sind jedoch generell ein sehr freundlicher Menschenschlag und haben kein Problem damit etwas langsam und deutlich zu wiederholen, wenn es zu schnell war. Dennoch sollte man immer die Ohren aufsperrern, wenn Iren miteinander reden, um sich an die lokale Aussprache zu gewöhnen. Im übrigen ist der in Dublin gesprochene Dialekt keineswegs der schlimmste, da kann es in Cork wesentlich unverständlicher werden.

Weiter geht'sBearbeiten

Nördlich der Stadt bietet sich die Halbinsel Howth für einen Spaziergang auf den Klippen an. Man kann sie leicht mit dem Bus oder dem Zug (DART) erreichen. Es gibt vier verschiedene lange und gut ausgeschilderte Wanderwege. Um an den gemeinsamen Startpunkt zu gelangen, den Bahnhof Howth linker Hand verlassen und der Straße immer geradeaus in Richtung der Klippen folgen. Alle vier Wege enden wieder gleichermaßen am Bahnhof. Die ausgewiesenen Zeitangaben setzen recht zügiges Wandern voraus.

Wicklow, südlich von Dublin gelegen, ist der sogenannte "Garten Irlands" und bietet eine sehr schöne Landschaft. Die Gärten und Wasserfälle von Powerscourt sind ein beliebtes Reiseziel. Sie befinden sich nahe der Stadt Enniskerry, 20 km südlich von Dublin.

In der Stadt Glendalough kann man eine Klosterruine besichtigen.

Es gibt "politische" Ausflüge nach Belfast. Während der Busfahrt erfährt man einiges über Irlands Geschichte mit besonderem Augenmerk auf Belfast. Der Trip kostet 30 bis 40 Euro und findet mittwochs, samstags und sonntags statt. Diese Ausflüge werden organisiert, es stehen übrigens auch eine ganze Reihe anderer von Paddy Wagon Tours, Kennedy & Carr Tours und Dublin Bus Tours zur Verfügung. Das Angebot richtet sich speziell an junge und jung gebliebene Leute. Wer auf eigene Faust nach Belfast fahren möchte, der kommt am günstigsten mit Flughafenbus dorthin (8-12 EUR für die einfache Fahrt).







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