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Deutschland: Unterschied zwischen den Versionen

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Mitteleuropa : Deutschland
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* als touristische Bonbons gelten '''[[Weimar]]''' als Stadt Goethes und Schillers, das romantische '''[[Heidelberg]]''' mit seinem Schloss und der Altstadt, '''[[Dresden]]''' mit dem Zwinger, das verträumte '''[[Freiburg im Breisgau]]''' mit dem Münster, die Main-(Wein)Metropole '''[[Würzburg]]''', das mittelalterliche '''[[Rothenburg ob der Tauber]]''' und die von den Römern gegründeten Städte '''[[Augsburg]]''' und '''[[Trier]]'''.
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* '''[[Schöningen]]''' hat in der archäologischen Fachwelt einen großen Namen. Die Speere und andere Holzgeräte machen die Fundstelle zu einem weltweit einzigartigen Ort, an dem man erfährt, wie der Homo heidelbergensis vor etwa 300.000 Jahren gelebt, gearbeitet und gejagt hat.
  
 
== Weitere Ziele ==
 
== Weitere Ziele ==

Version vom 23. März 2013, 14:29 Uhr

noframe
Lage
LocationGermany.png
Flagge
Gm-flag.png
Kurzdaten
Hauptstadt: Berlin
Staatsform: Parlamentarische Bundesrepublik
Währung: Euro (EUR, €)
Fläche: 357.021 qkm
Bevölkerung: 82,0 Mio.
Sprachen: Deutsch,
regional verschiedene anerkannte Minderheitensprachen
Religionen: 31% Katholiken, 30% Protestanten, 39% konfessionslos oder andere
Stromsystem: 230V/50Hz, Europäischer Stecker
Telefonvorwahl: +49
Internet TLD: .de
Zeitzone: UTC+1 (MEZ)
Sommerzeit: UTC+2 (MEZ+1)


Deutschland ist nach Einwohnern der größte Staat in Mitteleuropa mit der vollständigen Staatsbezeichnung Bundesrepublik Deutschland. Deutschland ist Mitgliedsstaat der Europäischen Union und gehört dem Schengener Abkommen an. Es grenzt im Westen an Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Niederlande; im Norden an die Nordsee, Dänemark und die Ostsee; im Osten an Polen und Tschechien; im Süden an Österreich und die Schweiz.

Karte von Deutschland


Deutschland ist Gründungsmitglied der Europäischen Union.


Inhaltsverzeichnis

Regionen

Bundesländer

Geschichtlich bedingt spielen die heutigen Regionen in Deutschland noch eine große Rolle. Die Vielfältigkeit Deutschlands spiegelt sich deutlich in der Vielzahl der Regionen mit ihren spezifischen Eigenarten wieder.

Die Bundesrepublik Deutschland ist in 16 Bundesländer gegliedert:

Norden:

Westen:

Mitte:

Osten:

Süden:

Bedeutende grenzüberschreitende Regionen

Andere bedeutende Regionen

von Nord nach Süd:


Vergleiche auch Liste deutscher Feriengebiete.

Städte

Skyline von Frankfurt am Main
  • Bundeshauptstadt ist Berlin, das von 1961 bis 1989 durch die Berliner Mauer geteilt war und heute ein kulturelles Zentrum Deutschlands darstellt. Sie ist auch von der Einwohner Zahl und der Größe her die bei weitem größte Stadt Deutschlands (Wirtschaftszentrum ist aber Frankfurt am Main).
  • Die Bundesstadt Bonn war bis 1990 Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland. Heute ist Bonn Sitz einiger Bundesministerien und internationaler Einrichtungen. Besonders das Haus der Geschichte erinnert an die Funktion als Bundeshauptstadt.
  • Weitere wichtige Städte sind die Hafenstadt Hamburg und die bayerische Landeshauptstadt München
  • Historische Messestandorte sind Leipzig mit dem Gewandhaus, Hannover und die Bankenstadt Frankfurt am Main (siehe Bild).
  • Karnevals- und Fastnachtshochburgen sind Köln mit dem bekannten Kölner Dom, Mainz sowie Düsseldorf mit der Einkaufsmeile Königsallee (auch als die Kö bekannt).
  • weiter bedeutend als Standorte für Industrie, Technologie und Kultur sind die Ruhrmetropolen Essen und Dortmund und weitere Städte im Ruhrgebiet sowie im Südwesten von Deutschland Stuttgart.
  • als touristische Bonbons gelten Weimar als Stadt Goethes und Schillers, das romantische Heidelberg mit seinem Schloss und der Altstadt, Dresden mit dem Zwinger, das verträumte Freiburg im Breisgau mit dem Münster, die Main-(Wein)Metropole Würzburg, das mittelalterliche Rothenburg ob der Tauber und die von den Römern gegründeten Städte Augsburg und Trier.
  • Schöningen hat in der archäologischen Fachwelt einen großen Namen. Die Speere und andere Holzgeräte machen die Fundstelle zu einem weltweit einzigartigen Ort, an dem man erfährt, wie der Homo heidelbergensis vor etwa 300.000 Jahren gelebt, gearbeitet und gejagt hat.

Weitere Ziele

UNESCO Welterbestätten in Deutschland

Neben den Inseln und der Küste an Nord- und Ostsee sind insbesondere die Mittelgebirge wie der Schwarzwald oder das Sauerland wichtige Urlaubsgebiete. Der Bodensee und der Bayerische Wald und die Weinregion Franken im Süden, der Harz in der Mitte, die Mecklenburgische Seenplatte im Nordosten, der Spreewald im Südosten sind nur weitere Beispiele für touristische Gegenden.

Für Radler und Reiter bietet sich das Münsterland mit seiner Parklandschaft an, welches der Kulturfreund angesichts seiner kulinarisch wie gesellschaftlich traditionell eher bukolischen Qualitäten sowie vor allem wegen eines der schlechtesten ÖPNV-Angebote Europas allerdings eher meiden sollte.

Das Ruhrgebiet bietet neben vielen musealisch aufbereiteten technischen Großanlagen des 19. und 20. Jahrhunderts die höchste Dichte verschiedener öffentlicher Trendsportanlagen in Deutschland.

Sehenswerte Eisenbahnen in Deutschland

Bundesgolddörfer wurden beim alle drei Jahre stattfindenden Bundeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden - Unser Dorf hat Zunkunft" ausgezeichnet. Als Markenzeichen bieten diese ein gepflegtes Ortschaftsbild und viele Aktivitäten der Bevölkerung.

Deutschland ist weltweit das Land mit den meisten Ferienstraßen.

Hintergrund

Geschichte

Seit jeher spielte die Kleinstaaterei ("Deutscher Flickenteppich") in Deutschland eine große Rolle, der deutsche Nationalstaat wurde erst 1871 gegründet. (Man spricht bis 1870 vom Partikularismus, ab 1871 vom Föderalismus.) Der Kleinstaaterei ist allerdings auch ein von vielen Deutschen als besonders erachteter Kulturreichtum zu verdanken. Nach dem Ersten Weltkrieg (1914-1918) brach das zweite Kaiserreich zusammen, 1919 wurde die Weimarer Republik gegründet. 1933 kamen die Nationalsozialisten mit Adolf Hitler an die Macht und entfesselten den Zweiten Weltkrieg (1939-1945), in dem etwa 50 Millionen Menschen starben. Nach Ende des Krieges wurde Deutschland in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Während aus den drei westlichen, ehemals britischen, amerikanischen und französischen Besatzungszonen 1949 die sozial-marktwirtschaftlich (zunächst mit christlicher Prägung, später zunehmend wirtschaftsliberalistisch) orientierte Bundesrepublik entstand, wurde in der sowjetischen Besatzungszone die zunächst stalinistische, später marxistisch-leninistische Deutsche Demokratische Republik (DDR) gegründet. Als Folge des "Wirtschaftswunders" in den 1950er-Jahren in der Bundesrepublik - besonders der kommerziellen Fernsehwerbung der BRD (die in der DDR zwar nicht empfangen werden durfte, aber konnte), die ein krasses Gegenbild zur DDR-Plan(mangel)wirtschaft darstellte - zog es viele Ostdeutsche in den Westen. Diesem Verlust an gut Ausgebildeten setzte die DDR-Führung ein Ende, als mit dem Schießbefehl (1960) an der deutsch-deutschen Staatengrenze und dem Bau der Berliner Mauer (1961) die letzten Schlupflöcher in den Westen geschlossen wurden. Erst das Ende des Kalten Krieges leitete die Friedliche Revolution (1989) ein, die am 9. November 1989 zum Fall der Mauer und am 3. Oktober 1990 zur Eingliederung der DDR in die Bundesrepublik führte. Diese Eingliederung - unter Experten aufgrund der immensen Kosten höchst umstritten - führte zu einer wirtschaftlichen Schieflage: Massenarbeitslosigkeit trat in den Beitrittsländern als Folge der Abwicklung der DDR-Planwirtschaft ein; viele Menschen verloren ihre ehemals sicheren (sicher, da die DDR - anders als die BRD - ihren Bürgern das positive Recht auf Arbeit zugestand) Arbeitsplätze. Der Arbeitsmarkt sollte 2004 mit den Konzepten der Hartz-Kommission belebt werden, Renten- und Krankenversicherung werden immer neuen Reformen unterzogen, jedoch – angesichts der schieren Unmöglichkeit, ein dermaßen effizientes System wie das deutsche noch effizienter zu machen, kaum überraschend – mit zumeist fragwürdigen Folgen.

Kultur

Die deutsche Kultur hat sich über Jahrhunderte vor allem über die gemeinsame Sprache definiert, da Deutschland lange nicht als Nationalstaat existierte. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts, besonders nach 1871 mit Gründung des Deutsche Reiches, wurde das Nationalbewusstsein gestärkt. Aus dieser Zeit stammt der Begriff Land der Dichter und Denker. Deutschland war am Anfang des 20. Jahrhunderts die weltweit führende wissenschaftliche Nation, die auch kulturell viele Akzente setzte.

Die UNESCO führt über 30 deutsche Beiträge zum Weltkulturerbe auf, die auf fast alle Bundesländer verteilt sind. Es existieren mehr als 6000 Museen, zu den bekanntesten gehören das Deutsche Museum in München, das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg sowie die Museumsinsel in Berlin.

Die Goethe-Institute mit weltweit 128 Standorten fördern die Verbreitung der deutschen Sprache und Kultur in der Welt.

Es bestehen vergleichsweise umfangreiche rechtliche Ansprüche auf soziale Absicherung. Für Arbeitnehmer besteht eine Pflichtmitgliedschaft in der Krankenversicherung, Unfallversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung.

Deutschland ist eines der letzten Länder ohne generelles Tempolimit auf Autobahnen; Tierschutz ist im Gesetz fest verankert. Ein bei vielen Deutschen ausgeprägtes Kulturmerkmal ist ein starkes Preisbewusstsein.

Essen, zweitgrößte Stadt des Ruhrgebiets, ist im Jahr 2010 stellvertretend für das gesamte Ruhrgebiet Europäische Kulturhauptstadt. In diesem Zusammenhang finden unter dem Motto "RUHR.2010" über das Jahr verteilt viele kulturelle Aktionen statt.

Klima

Deutschland liegt in der warm gemäßigten Zone, Extremwerte treten nur selten auf. Im Westen ist das Klima ozeanisch, gekennzeichnet durch milde Winter und kühle Sommer. Die Durchschnittstemperatur im Winter liegt meist zwischen 1 und 3 C°, im Sommer bei 10-18 C°. Niederschläge fallen das ganze Jahr hindurch, im Westen mehr, im Osten weniger. Im Osten ist das Klima kontinental, gekennzeichnet durch kalte Winter und warme Sommer. Die Durchschnittstemperaturen bewegen sich im Winter zwischen -3 und 0 C°, im Sommer von 18-20 C°. Eine Besonderheit stellt der Oberrheingraben dar, er profitiert im Winter vom ozeanischem und im Sommer vom kontinentalem Klima. Somit ist die Region von Mainz - Mannheim/Ludwigshafen - Karlsruhe - Freiburg i. B. die wärmste Region Deutschlands. Der Sommer ist überdurchschnittlich schwül und es treten häufiger schwere Gewitter auf!


Anreise

EU-Bürger können mit einem gültigen Identitätsausweis einreisen, für Bürger vieler anderer westlicher Staaten genügt ein Reisepass. Ansonsten ist ein Visum zu beantragen, welches auch für die anderen Schengen-Länder gültig ist.

Flugzeug

Die wichtigsten Flughäfen Deutschlands sind Frankfurt am Main (FRA) und München (MUC). Die Flughäfen Düsseldorf (DUS), Berlins (TXL und SXF, BER ab März 2013), Hamburg (HAM), Stuttgart (STR) sowie Köln-Bonn (CGN) sind darüber hinaus für internationale Flüge wichtig.

Weitere Flughäfen mit nationalen und internationalen Verbindungen sind Bremen (BRE), Leipzig/Halle (LEJ), Hannover (HAJ), Münster-Osnabrück (FMO), Nürnberg (NUE) und Dresden (DRS).

Billigfluggesellschaften wie Ryanair landen darüber hinaus auf kleineren Flughäfen wie Hahn (HHN) im Hunsrück, Karlsruhe/Baden-Baden (FKB), Dortmund (DTM), Paderborn (PAD), Lübeck (LBC), Weeze (Niederrhein-Airport) (NRN), Altenburg (AOC), Friedrichshafen (FDH), Memmingen im Allgäu (FMM) und Neubrandenburg (FNB). Von diesen Flugplätzen aus existieren meist Busverbindungen, ab Friedrichshafen sogar eine Bahnverbindung, in die nächsten großen Städte. Gegebenenfalls sind höhere Kosten für die Bus- bzw. Bahnfahrt einzurechnen.

Bahn

Deutschland verfügt über ein Bahnnetz von etwa 35.000 Kilometern Länge, das integraler Bestandteil des europäischen Hochgeschwindigkeitsbahnnetzes ist. Fernverkehr (Intercity-Express (ICE) und InterCity (IC / EC)), sowie Regionalverkehr (Interregio-Express (IRE), Regional-Express (RE), Regionalbahn (RB) und S-Bahnen (S)) fahren weitgehend nach einem Taktfahrplan. Grenzüberschreitenden Regionalverkehr gibt es kaum; die wenigen existierenden Verbindungen werden tendenziell eher noch zurückgebaut.

Bus

Busfahrten ins Ausland werden vornehmlich von der Deutschen Touring GmbH/Eurolines Germany angeboten.

Auto

Alle neun Nachbarländer (Dänemark, Polen, Tschechien, Österreich, Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Belgien und Niederlande) besitzen eine Autobahnanbindung von Deutschland.

Schiff

Nennenswerte Fährverbindungen existieren zwischen diversen Ostseestädten(z.B. Putgarden (D) nach Rödby (DK), Rostock (D) nach Trelleborg (S), Gedser (DK)), Klaipeda (LT) und Helsinki (FIN). Es verkehren regelmäßig Personenschiffe zwischen Wien und Passau sowie zwischen Děčín und Pirna.

Mobilität

Auf Internetseiten wie VerkehrsmittelVergleich.de können unterschiedliche Verkehrsmittel bezüglich Reisedauer und Kosten miteinander verglichen werden.

Flugzeug

Es gibt in Deutschland ein gut ausgebautes Linienflugnetz, selbst einige der kleinsten Flughäfen wie Uetersen (bei Hamburg) sind per Linienflug zu erreichen. Außerdem existieren Mitflugzentralen. Dabei ist allerdings zu beachten, dass die Regionalflughäfen in vielen Fällen sehr weit von den namensgebenden Städten entfernt liegen. So befindet sich der so genannte Flughafen „Frankfurt“-Hahn in einem völlig anderen Bundesland als die Stadt Frankfurt am Main.

Bahn

ICE

ICE ist die Abkürzung für die Zuggattung InterCityExpress der Deutschen Bahn. Es handelt sich dabei um Hochgeschwindigkeitszüge mit Höchstgeschwindigkeiten von 230 km/h (ICE T mit Neigetechnik = Baureihen 411 und 415), 280 km/h (ICE 1 = BR 401, das Original und ICE 2 = BR 402, halb so lang wie ICE 1) und 330 km/h (ICE 3, darf als einziger auf die Neubaustrecke FrankfurtKöln). Geschwindigkeiten über 200 km/h werden nur auf Neubaustrecken für den Hochgeschwindigkeitsverkehr (WürzburgFuldaKasselHannover, StuttgartMannheim, BerlinHannover und NürnbergIngolstadt) gefahren. Für die Benutzung der ICE benötigt man spezielle Fahrkarten, die etwas teurer sind als die normalen Fahrkarten für den Fernverkehr. Sie enthalten den Vermerk ICE und dahinter die Angabe des Streckenabschnitts mit ICE-Berechtigung.

Das deutsche Bahnsystem (Die Bahn) verbindet die Wirtschaftszentren und wichtigsten Ferienregionen in annehmbarer Zeit. Bahnfahren ist vor allem im Fernverkehr (ICE, IC, D) abgesehen von einigen Angeboten des Unternehmens relativ teuer (oft ist ein Billigflug günstiger als eine Langstreckenzugfahrt mit der Deutsche Bahn), da die Deutsche Bahn AG noch immer den deutschen Schienenverkehr dominiert. Deutschland gehört zur Interrail-Zone C. Für Langstreckenfahrer lohnt sich die Bahncard (50 oder 25% Ermäßigung) oder der Sparpreis bei Frühbuchung (mindestens 3 Tage vor Abfahrt, mit Zugbindung). Für Besucher aus dem Ausland kann auch das Angebot ´Euro-Domino´ interessant sein. Darüber hinaus können sehr preisbewusste Reisende am Wochenende das "Schönes Wochenende"-Ticket nutzen, mit dem bis zu fünf Erwachsene für einen Festpreis (40 € am Automat, 42 € mit Bedienung) an einem Tag des Wochenendes ohne Beschränkungen quer durch Deutschland mit Zügen des Regionalverkehrs (IRE, RE, RB, S sowie die meisten Privatbahnen) sowie einigen der übrigen Regionalverkehrsmitteln (U, Schwebebahn, Straßenbahn, Bus, Fähre) fahren können. Diese Reisemöglichkeit ist jedoch meist mit einer wesentlich längeren Reisezeit und eventuell mehrmaligem Umsteigen verbunden.

Im Regionalverkehr gibt es inzwischen flächendeckend Ländertickets, mit denen Montags-Freitags von 09:00 bis 03:00 Uhr des Folgetags (an Feiertagen und am Wochenende bereits ab 00:00h) 5 Erwachsene zu einem Pauschalpreis zwischen 29 € und 38 € alle Züge des Regionalverkehrs und häufig auch die Busse und Stadtbahnen in Verkehrsverbünden benutzen können. In mehreren Bundesländern gibt es auch eine Single-Version, die knapp 10 € günstiger ist. Bewegt man sich innerhalb eines Verkehrsverbundes lohnt sich meist ein Blick auf das Angebot an Tageskarten oder Zeitkarten mit Gültigkeit von 3-4 Tagen, 1 Woche oder einem Monat. Seit 2010 gibt es das Quer-durchs-Land-Ticket zum Preis für die 1. Person zu 42,- € und für die 2. bis 5. Person jeweils weitere 6,- € am DB-Automaten. Sie gilt montags - freitags von 9 Uhr bis 3 Uhr des Folgetages für beliebig viele Fahrten im gesamten Nahverkehr

Sehr nützlich ist die Fahrplanauskunft unter [1]: Klickt man auf ´erweitert´, lassen sich Verbindungen von Haustür zu Haustür ermitteln (Haltestellen- oder Adresseneingabe wählbar), inklusive Angabe von Fußweg (mit Zeit und Karte), den allermeisten Buslinien, sämtlichen U- und Straßenbahnen (einzelne Einsatzfahrten ausgenommen) sowie vielen europäischen Zügen (zahlreiche europäische Lokal-, die albanische Staats- und selbst einige deutsche Privatbahnen fehlen jedoch!). Besonders günstig kann man Tickets mind. 3 Tage vor Abfahrt buchen und so spart man bis zu 50%. Noch praktischer (sinnvoll vor und nach den Öffnungszeiten) ist es im Internet (http://www.bahn.de/) zu buchen. Das kosteneffiziente Bahn-Ticket zum Selbstausdrucken, kann man sich zum Beispiel im Hotel im Computerraum ausdrucken, ist eine geschützte Adobe PDF-Datei. Beachten muss man, dass man sich bei der Fahrkartenkontrolle dann mit dem selbstausgedruckten Ticket und der zum Bezahlen verwendeten Kreditkarte ausweisen muss.

Bus

  • In Gebieten ohne adäquate Bahnanbindung übernehmen Busnetze den Regionalverkehr. Im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Staaten gibt es kaum ein Angebot für innerdeutsche Fernbusfahrten; die meisten Fernbuslinien sind auf Berlin bzw. Polen ausgerichtet. Es ist prinzipiell möglich, sich in Deutschland nur per Bus fortzubewegen, jedoch sollte man beachten, dass dies mit extrem langen Reisezeiten und häufigen Umstiegen verbunden ist. Eine zentrale Auskunftsstelle existiert nicht; im Prinzip gibt zwar die Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn Auskunft über die meisten Regionalbuslinien und ermöglicht sogar, Busse als einzig zulässiges Verkehrsmittel auszuwählen, jedoch ist diese dann in der Regel bei größeren Entfernungen aufgrund der Komplexität der Verbindung überfordert. Wichtiger Hinweis für Umsteiger zur Bahn: Wenn der Name der potentiellen Umstiegshaltestelle einen Bahnhof vermuten lässt, stand an dieser Stelle zumindest einmal ein Bahnhof. Da ein beträchtlicher Teil des Bahnnetzes (ca. 24000 km) jedoch stillgelegt bzw. abgebaut wurde, besteht keine Garantie dafür, dass dort heute noch Zugverkehr stattfindet.
  • Das Problem bei den Busnetzen liegt in der unzureichenden Abstimmung von Tarifen und Fahrplänen zwischen den einzelnen Verkehrssystemen und -verbünden. Dies erschwert das Reisen besonders in solchen Regionen, die Randlagen meherer Bundesländer oder an Außengrenzen liegen, z.B. Eifel, Alpen, Westerwald. In Ballungszentren besteht häufig das Problem, dass Linien an den Stadtgrenzen enden.
  • Bei selten verkehrenden Buslinien in den ländlichen Regionen der Alten Bundesländer (also derjenigen, die bereits vor 1990 zur BRD gehörten) können die tatsächlich durchgeführten Fahrten z.T. nicht unerheblich von den im Fahrplan genannten abweichen. Beabsichtigt man, eine solche Linie zu nutzen, ist es daher dringend anzuraten, sich die betreffende Fahrt unter Angabe von Ein- und Ausstiegshaltestelle rechtzeitig (je nach Region min. ½ Stunde bis 1 Werktag vorher) vom Konzessionär bzw. ggf. unter einer zu diesem Zweck im Fahrplanbuch angegebenen Rufnummer rückbestätigen zu lassen. Bei den immmer häufiger anzutreffenden TaxiBus-Linien versteht sich dies von selbst.
  • Liste der Fernbusverbindungen in Deutschland und Österreich mit ausgewählten internationalen Anschlüssen

Mitfahrgelegenheiten

Als preisgünstige Alternative zur Bahn für Fahrten für längere Entfernungen sind in Deutschland bezahlte Mitfahrgelegenheiten populär. Diese werden heute zumeist über das Internet vermittelt. Vielbesuchte Webseiten sind Mitfahrgelegenheit.de, pamemazi.gr, Mitfahrzentrale.de und Mfz.de. Der Fahrpreis ist Verhandlungssache zwischen Fahrer und Mitfahrer, üblich sind aber 5-6 ct pro km. Bei längeren Distanzen ist in diesem Zusammenhang auch die Mitflugzentrale relevant.

Auto

In Deutschland lassen sich größere Distanzen schnell mit dem Auto überwinden. Dafür sorgt das gut ausgebaute Straßennetz. Die Autobahnen ermöglichen hohe Reisegeschwindigkeiten, da es auf einigen Teilen keine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt. Baustellen verringern diese jedoch und sind gerade während der Sommerferien einzukalkulieren. Geschwindigkeitsbegrenzungen in Autobahnbaustellen werden häufig mit Radarkontrollen überwacht.

Es wird jedoch an die "Richtgeschwindigkeit 130 km/h" auf Autobahnen erinnert. Die Autobahnen sind zwar in diesem Falle für höhere Geschwindigkeiten ausgelegt, sollte es aber zu einem Unfall kommen, kann eine wesentlich höhere Geschwindigkeit als 130 km/h als grob fahrlässig ausgelegt werden und daher strafrechtliche Maßnahmen nach sich ziehen.

Weiterhin gilt in Deutschland das Rechtsfahrgebot, welches besagt, dass die Fahrbahn soweit rechts wie möglich befahren werden muss; dies gilt weder innerorts noch bei Staus.

Geschwindigkeitbegrenzungen:

PKW innerorts: 50 km/h, in Wohngebieten sehr häufig 30 km/h ("Zone 30"), in "Verkehrsberuhigten Bereichen" (rechteckiges blaues Schild mit Auto, Haus und spielenden Kindern): Schrittgeschwindigkeit (3 - 7 km/h).

PKW Landstraße: 100 km/h - Autobahn: wenn nichts anderes mit Schildern geregelt ist gilt kein generelles Tempolimit; es gilt aber eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h

PKW mit Anhänger Landstraße: 80 km/h - Autobahn und Kraftfahrstraße (quadratisches blaues Schild mit weißem Auto-Symbol): 80 km/h, 100 km/h nur unter bestimmten Voraussetzungen und entsprechender Genehmigung (gesiegelte "100"-Plakette am Anhänger)

Auf mehrspurigen Straßen gilt außerorts bei baulich getrennten Fahrbahnen die Richtgeschwindigkeit 130 km/h, ansonsten die Geschwindigkeitsbegrenzung der Landstraßen.

Autobahnen und Kraftfahrstraßen dürfen nur von Fahrzeugen befahren werden, die eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 60 km/h haben.

Schiff

Neben einigen Fähren, um z.B. die Nordseeinseln zu erreichen, den Bodensee zu überqueren, oder verschiedene Flüsse zu kreuzen, gibt es in Deutschland auf den großen Flüssen wie dem Rhein, Elbe und der Donau auch Ausflugs- und Kreuzfahrten. Der Rhein ist in Deutschland auf seiner gesamten Länge für die kommerzielle Schifffahrt befahrbar, wovon Kreuzfahrtreedereien auch regen Gebrauch machen.

Linien- und Ausflugsschiffe auf deutschen Flüssen und Kanälen (mit internationalen Anschlüssen)

Fahrrad

In ganz Deutschland gibt es ein Netz von relativ gut ausgeschilderten Radwanderwegen. Diese Fahrradwege haben überwiegend eine asphaltierte oder wassergebundene Oberfläche. Teilweise verlaufen sie auf wenig befahrenen Straßen. Viele Radwege führen entlang von Flüssen oder auf ehemaligen Bahnlinien, haben entsprechend geringe Steigungen und sind auch für Familien mit Kindern geeignet.

Sprache

Deutsch ist die Landessprache, man spricht es häufig in Dialekten. Viele – besonders jüngere – Menschen beherrschen als Fremdsprache Englisch, im Südwesten ist auch Französisch, im Osten ist noch – besonders unter der älteren Bevölkerung – Russisch verbreitet. In den Touristenzentren sind auch andere europäische Sprachen (insbesondere Französisch und Spanisch) verbreitet. Einwohner mit Migrationshintergrund sprechen regelmäßig auch die Sprachen ihrer Herkunftsländer; insbesondere Italienisch und Türkisch sind in Ballungsräumen daher mittlerweile gebräuchliche Sprachen. Friesisch (in Nordfriesland und im Saterland), Dänisch (in Südschleswig) und Sorbisch (in der Lausitz) sind offizielle Minderheitensprachen in Deutschland.

Einkaufen

Das Hauptzahlungsmittel ist Bargeld in der europäischen Gemeinschaftswährung Euro.

Der Großteil der Geschäfte akzeptiert EC-Karten (Maestro-Card). Da zu jedem Standard-Konto bei einer deutschen Bank auch automatisch eine EC- oder damit kompatible Karte gehört, ist dies auch die üblicherweise genutzte bargeldlose Zahlungsart. Kreditkarten sind seltener und können bei etwa 400.000 Akzeptanzstellen und ca. 50.000 Bankautomaten verwendet werden. Man kann sich aber behelfen, indem man Geld am Automaten abhebt und dann zahlt. Am weitesten sind Mastercard und VISA verbreitet. Akzeptanzstellen für American Express findet man etwas seltener. Inzwischen wird in Deutschland jeder zweite Betrag ab 50 € mit einer Karte bezahlt.

Schecks werden seit Jahren nicht mehr akzeptiert, einzige Ausnahme sind Banken, in denen in einigen Fällen auch Traveller Checks eingelöst werden können.

Die Bargeldversorgung wird durch das dichte Geldautomaten-Netz der deutschen Banken, Sparkassen und Postfilialen garantiert. Hier kann man problemlos mit EC- oder Kreditkarten, sowie allen Karten, die dem weltweiten Maestro-Verbund angehören, Geld abheben, wobei jedoch unter Umständen nicht unerhebliche Gebühren anfallen können. Nähere Informationen zu gebührenfreien Geldautomaten erteilt die kartenausgebende Bank bzw. Kreditkartenfirma.

Bei kleinen Beträgen wird Bargeld wegen der geringeren Kosten bevorzugt, dies gilt besonders für Cafés und Restaurants.

Öffnungszeiten

Die Ladenöffnungszeiten liegen im üblichen europäischen Rahmen.

Geschäfte öffnen in Deutschland Montags bis Samstags von 6 bis 22 Uhr, in einigen Bundesländern auch darüber hinaus. In größeren Städten und generell bei großen Handelsketten wird zumindest in den Abendstunden diese Regelung voll ausgeschöpft. Kleinere Einzelhandelsgeschäfte haben jedoch meist nur bis 18 oder 19 Uhr geöffnet, Samstags wird bereits am späten Mittag geschlossen (Immer mehr Geschäfte, wie z.B. Lebensmittelketten haben aber auch hier bis 22 Uhr geöffnet). Friseursalons sind Montags meist geschlossen. Gänzlich vom Ladenschluss ausgenommen sind Friseurgeschäfte, Tankstellen sowie Geschäfte in Bahnhöfen, auf Flughäfen in Kurorten und Touristengebieten - hier ist allerdings mit deutlich höheren Preisen zu rechnen. Weiterhin bestimmte Waren (Blumen- und Pflanzen, Back- und Konditorwaren sowie landwirtschaftliche Produkte, obwohl sonst an die genannten Zeiten gebunden, Sonntags ihre Produkte verkaufen. Pro Stadt gibt es außerdem mehrere verkaufsoffene Sonntage pro Jahr. Mittlerweile nutzt jede deutsche Großstadt diese Art der Sonderöffnung, außer München.

Seit dem 01.12.2006 haben acht Bundesländer bereits eine völlige Freigabe der Zeiten (mit Ausnahme des Sonntags) gestattet, zum Beispiel in Berlin, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hamburg.

Restaurants, Kneipen, Cafés und dergleichen sind nicht an das Ladenschlussgesetz gebunden, die Öffnungszeiten werden von der Gemeinde geregelt und variieren dementsprechend. Der Montag gilt davon unabhängig in der Gastronomie traditionell als Ruhetag, ein Teil der Restaurants haben an diesem Tag geschlossen.

Banken und Postfilialen haben vergleichweise eingeschränkte Öffnungszeiten. Postfilialen sind meist Montags bis Freitags zwischen 9 und 18 Uhr geöffnet, Samstags bis 12 Uhr, häufig auch noch eine Stunde über Mittag. Dies kann bei kleineren Filialen (vorwiegend in ländlicher Gegend) erheblich reduziert sein. Banken schließen darüber hinausgehend in der Regel bereits um 16 Uhr und sind Samstags gänzlich geschlossen. Wenn man nur Geld benötigt kann man sich am Geldautomaten Euros ziehen. Bei allen Banken kann das Konto über Automaten geführt werden.

An vielen Bank- und Postfilialen befinden sich jedoch Geld- bzw. Briefmarkenautomaten (letztere geben kein Wechselgeld, sondern den Rest in Form von Briefmarken zurück), die rund um die Uhr zugänglich sind.

Küche

Eine spezifische deutsche Küche gibt es nicht, stattdessen existieren viele, insbesondere zwischen Nord- und Süddeutschland recht unterschiedliche Regionalküchen. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die deutsche Küche zudem durch die Besatzungsmächte signifikant beeinflusst - während im Osten heutzutage osteuropäische Gerichte (insbesondere Soljanka (Eintopf) in zahlreichen Variationen) üblich sind, hat sich im Westen (insbesondere Ruhrgebiet) eine schnelle, sättigende Küche durchgesetzt (Brathähnchen, Pommes frites, Frikadellen). Während die badische Küche - wahrscheinlich durch die Nähe zu Frankreich bedingt - durch ihre vergleichsweise hohe Qualität überzeugt, tut dies die friesische Küche (in Norddeutschland) vor allem durch ihre Originalität.

Nachtleben

Die klassischen Zeitpunkte zum Ausgehen in Deutschland sind die Abende des Freitags und des Samstags. Durch die dezentrale Struktur und das stark ausgeprägte Vereinsleben in Deutschland gibt es neben unzähligen Lokalen, Diskotheken, und großen kommerziellen Veranstaltungen auch zahlreiche kleine regionale Veranstaltungen. In Deutschland ist das Nachtleben sehr ausgeprägt; hier gibt es die größten Discos in Europa, langweilig wird es also nicht.

Leider gibt es keine vollständige Datenbank mit allen Veranstaltungen in Deutschland. Lokale Zeitungen sind meist die beste Quelle für die aktuellen Veranstaltungstipps. Die größte überregionale Datenbank mit Veranstaltungsinformationen in Deutschland ist unter www.eventax.de abzurufen.

Eine weitere deutschlandweite Möglichkeit Veranstaltungen zu finden bietet sich unter joinjack.de. Der Vorteil dieses Portals besteht darin, dass die Veranstaltungen direkt auf einer Karte dargestellt werden, sodass eine Umkreissuche für Touristen möglich ist.

Unterkunft

  • Jugendherbergen / Herbergen - In vielen größeren Städten gibt es Jugendherbergen oder Hostels, die preisgünstig Unterkunft anbieten. Für Herbergen des DJH (Deutsches Jugendherbergswerk) ist eine Mitgliedschaft erforderlich, die man aber auch beim Einchecken erwerben kann. Der Standard ist im Vergleich zu anderen Ländern relativ hoch (z. T. besser als manches 2-Sterne-Hotel). Achtung: DJH-Herbergen bieten zwar meist Frühstück, manchmal auch Abendessen an, dafür sind sie nur selten mit Gäste-Küchen ausgestattet!
Für privat geführte Hostels ist keine Mitgliedschaft erforderlich und es gibt keine Altersbegrenzung. Die Preise liegen im Durchschnitt zwischen 12 und 20 Euro pro Nacht in 4- bis 12-Bett-Zimmern/Dorms. Diese unabhängig und individuell geführten Häuser sind erste Wahl für alle, die dem fast immer recht sterilen und/oder angestaubten DJH-Flair entfliehen wollen. Viele Backpacker Hostels sind in Deutschland dem Backpacker Network Germany angeschlossen. Bettwäsche kann normalerweise vor Ort ausgeliehen werden oder ist im Preis inbegriffen.
  • Hotels / Pensionen - Ansonsten gibt es Pensionen (ca. 20 - 40 € pro Person Ü+F) und natürlich Hotels aller Preislagen. Extrem billig sind die mittlerweile recht trickreich unter der Bezeichnung "Ibis Budget" firmierenden Etap-Hotels (einzelne Häuser in besonders schlechtem Zustand tragen die noch ältere Marke "Formule 1"), welche allerdings häufig außerorts an stark befahrenen Straßen mit schlechter Anbindung an den ÖPNV liegen; bei ähnlichen Preisen wesentlich besser sind Ibis-Hotels, meist in Bahnhofsnähe gelegen. Vor allem mittelgroße Hotelketten/Hotelkooperationen wie CPH Hotels, Ringhotels oder Romantik-Hotels bieten in der Regel ein verlässliches Preis-Leistungs-Verhältnis. Bedingt durch den fortschreitenden Fachkräftemangel muss insbesondere bei amerikanischen Hotelketten mit schlecht ausgebildetem Personal gerechnet werden.
  • Privatzimmer (auch Fremdenzimmer, Zimmer frei) bedeutet Unterkunft bei Privatpersonen mit 1-8 Betten. Sie sind in großen Städten mit internationalen Gästen oft unter dem moderner klingenden Namen "Bed and Breakfast" zu finden, sofern Frühstück mit angeboten wird. Das Frühstück wird in der Regel im Zimmer, in der Küche des Gastgebers oder (falls genügend Platz) in einem Gemeinschaftsraum angeboten. Die Zimmer befinden sich zumeist im Haus, im Anbau oder in der Wohnung des Gastgebers. Es gibt sie mit mit eigenem Bad und zur Badmitbenutzung. Da als Folge der flächendeckenden Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg viele Gebäude aus einer Zeit stammen, in der qualitativ hochwertiger Wohnraum nicht sonderlich stark nachgefragt wurde, sollte man bei dieser Unterbringungsart in Deutschland grundsätzlich keine allzu hohen Ansprüche an Komfort und Ambiente stellen.
  • Campingplätze - Es gibt in den meisten Gegenden einen oder mehrere Campingplätze. In Urlaubsregionen gibt es reichlich Campingplätze. Wikitravel hilft mit der Liste der Campingplätze bei der Suche nach Orten mit einem Campingplatz. Viele der Plätze sind fast das ganze Jahr (bis auf Dezember/Januar) oder sogar das ganze Jahr geöffnet (Dusch-/Waschräume geheizt). Preise (1 Nacht/2Personen/1 Zelt/1 Auto): ca. 13 bis 20 EUR (wobei die Preisspanne mit ca. 7 bis 40 EUR sehr groß ist) Die große Mehrheit der Plätze ist weitgehend belegt durch Dauercamper. Für Nicht-Dauercamper gibt es meist eine mehr oder weniger große Wiese. Für die Duschen müssen auf den meisten Plätzen Duschmarken gekauft werden.
  • Wild Campen - Wild campen ist offiziell verboten, und an einigen Stellen ist auch Lagern (d.h. im Schlafsack oder unter einer Decke übernachten) untersagt, insbesondere in Naturschutzgebieten. In der Realität ist wild campen auch in Deutschland möglich - vor allem in dünn besiedelten Gegenden z. B. neben wenig begangenen/befahrenen Waldwegen und in Schutzhütten, wenn man sich still verhält und sich Stellen aussucht, die nicht von Häusern einsehbar sind.
  • Ferienwohnungen sind häufig eine preislich sehr günstige Alternative. Kurzaufenthalte sind aufgrund des Reinigungsaufwandes teilweise mit Preisaufschlägen verbunden.

Lernen

Das deutsche Bildungssystem gilt im internationalen Vergleich als relativ gut, wenn es auch qualitativ hinter denen vieler anderer Dienstleistungsnationen zurückbleibt. Prinzipiell hat jeder Deutsche ein staatlich zugesichertes Recht auf Bildung. Jedoch muss er Hochschulbildung zum großen Teil selbst finanzieren (v.a. die zugehörige Literatur!), zum anderen gibt es bei staatlichen Fachhochschulen und Universitäten Zulassungsbeschränkungen. Generell vermitteln deutsche Schulen eher theoretisches als anwendungsorientiertes Wissen. Sofern vorhanden ist der Praxisanteil in der Regel vom Studium bzw. von der Schulausbildung getrennt. Lehrermangel stellt ein zunehmendes Problem dar.

Arbeiten

Die Stellenbörse der Bundesagentur für Arbeit bietet in vielen Fällen einen ersten Überblick über Arbeitsplatzangebote in Deutschland. Neben der Bundesagentur für Arbeit vermitteln auch private Arbeits- und Ausbildungsvermittlungen, die seit 2002 nicht mehr erlaubnispflichtig sind. Arbeitslosigkeit und Anforderungen sind hoch; daher ist ein Arbeitsaufenthalt in Deutschland nur bei entsprechender Qualifikation zu empfehlen. Im Frühjahr (Spargelzeit) und Herbst (Weinlese) sind Erntehelfer stets willkommen; die Bezahlung ist aber deutlich schlechter als z.B. in den Niederlanden.

Feiertage

Feiertage

Da die Feiertage teilweise von Bundesland zu Bundesland variieren, erfolgt eine Listung für die Flächenstaaten in den jeweiligen Länderartikeln:

Baden-Württemberg - Bayern - Brandenburg - Hessen - Mecklenburg-Vorpommern - Niedersachsen - Nordrhein-Westfalen - Rheinland-Pfalz - Saarland - Sachsen - Sachsen-Anhalt - Schleswig-Holstein - Thüringen

Für die drei Stadtstaaten ist die Auflistung links zu finden.

Feiertage für Berlin, Bremen und Hamburg:

Termin Name
1. Januar 2014 Neujahrstag
18. April 2014 Karfreitag
21. April 2014 Ostermontag
1. Mai 2014 Maifeiertag
29. Mai 2014 Christi Himmelfahrt
9. Juni 2014 Pfingstmontag
3. Oktober 2014 Tag der Deutschen Einheit
25. Dezember 2014 1. Weihnachtstag
26. Dezember 2014 2. Weihnachtstag

Sicherheit

Deutschland gilt prinzipiell als sicheres Reiseland. Rechtsextremismus ist - vor allem in den Neuen Bundesländern - vorhanden. Besonders abends könnte es an Bahnhöfen in Großstädten wie Berlin oder Frankfurt am Main zu erhöhter Kriminalität kommen.

Gesund bleiben

Die medizinische Versorgung ist flächendeckend gewährleistet; ihre Qualität wird allgemein im europäischen Durchschnitt angesiedelt. Die Ärztedichte ist insgesamt noch eher hoch, nimmt aber im Osten und in strukturschwächeren Gebieten langsam ab. In der Regel entsprechen die Versorgungsmöglichkeiten den internationalen Standards, allerdings werden diese als Folge von Budgetrestriktionen nicht immer voll ausgeschöpft. Es existiert ein Krankenhaussektor, der überwiegend die stationäre Versorgung der Patienten und den größten Teil der Notfallversorgung übernimmt, sowie ein Bereich mit niedergelassenen Ärzten (Allgemeinmediziner und Fachärzte), die in erster Linie für die ambulante Versorgung der Bevölkerung zuständig sind. Obwohl die Ärztedichte hoch ist, kommt es doch häufig zu langen Wartezeiten bei Terminen (bis mehrere Wochen oder sogar Monate bei vielen Fachärzten). Vergleichbar dicht, wie die Versorgung mit Haus- und Fachärzten ist die Verbreitung von Zahnärzten, die überwiegend in eigener Praxis tätig sind. Es gibt sowohl einen ärztlichen Notdienst, wie auch Apotheken, die nachts besetzt sind, die Adressen sind häufig über regionale oder überregionale Hotlines zu erfahren.

Das Versicherungssystem ist zweigeteilt. Es existieren staatliche und private Krankenversicherungen. Privat sind etwa 10% der Bevölkerung versichert, die Übrigen 90% in der gesetzlichen Versicherung; auch wenn der Standard weitgehend gleich ist, so wird man als Versicherter der PKV oft in der Praxis bevorzugt, dafür ist bei der GKV die Abrechnung im Regelfall unkomplizierter.

Vor der Einreise nach Deutschland sollten sich ausländische Staatsbürger bei Ihrer Krankenversicherung wegen der Kostenübernahme im Krankheitsfall erkundigen. Die Rechnungsstellung erfolgt sonst in der Regel auf private Rechnung. In Einzelfällen können die Kosten erheblich sein, insbesondere bei stationären Aufenthalten und im Falle von Operationen.

Das Leitungswasser hat Lebensmittelqualität und kann überall ohne Bedenken getrunken werden (Ausnahme: ein Schild Kein Trinkwasser!) Die Badegewässer sind von unterschiedlicher Qualität. Die Wasserqualität wird überwacht. Gewässer in denen nicht gebadet werden darf sind mit Schildern gekennzeichnet. Nähere Auskünfte können bei den örtlichen Gemeinden eingeholt werden.

In der Südhälfte herrscht Gefahr von FSME(Frühsommer-Meningoenzephalitis), (Verbreitungskarte) die durch Zeckenbiss übertragen wird. Bei Naturausflügen in diesem Gebiet wird eine Schutzimpfung empfohlen.

Respekt

Obwohl die Deutschen im Allgemeinen offen und direkt sind, sollte man mit Äußerungen bezüglich Nationalsozialismus vorsichtig sein. Nazisymbole einschließlich des Hitlergrußes sind verboten und werden zum Teil mit hohen Haftstrafen geahndet. Wer dennoch dieses heikle Thema anspricht, sollte sich gut mit der Gesetzeslage und dem politischen Weltbild seines Gesprächspartners auskennen, da bei Deutschen mit einer "Blockwartmentalität" (Denunziantentum) stets zu rechnen ist. Klassischer Rechts- und Linksextremismus sind vorhanden, verlieren aber im Verhältnis zu anderen radikalen Ideologien zunehmend an Bedeutung.

Fußball ist deutscher Nationalsport; hier sollte nur mitreden, wer weiß, was er sagt und sich sicher ist, niemanden mit seinen Äußerungen zu verärgern. Beim Fußball verstehen einige Deutsche keinen Spaß.

Trotz in gewisser Hinsicht bereits weltmeisterlicher Effizienz sind viele Deutsche von dem starken Willen beseelt, sich selbst noch weiter zu perfektionieren. Dementsprechend betrachten sie ihre aus Sicht kulturerfahrener südeuropäischer Völker bisweilen recht bukolisch anmutende Lebensweise tendenziell als ineffizient, mitunter gar als von Verschwendung geprägt, was der tatsächlichen Lebensweise dieser emsigen, mit einer weltweit einzigartigen Regelmäßigkeit auch ehrenamtlich engagierten Menschen natürlich in keinster Weise gerecht wird. Negative Kritik wird angesichts dessen von empfindlichen Deutschen trotz oftmaliger gegenteiliger Beteuerungen mitunter nicht nur als störend, sondern womöglich gar als Beleidigung empfunden; wird um Rückmeldung über die Qualität z.B. von Mahlzeiten gebeten, wird nicht selten überschwänglich übertrieben.

Kommunizieren

Das gesamte Land ist mit Festnetz- und ISDN-Telefonanschlüssen abgedeckt.

Die deutschen Mobilfunknetze sind sehr gut ausgebaut und bieten auch in ländlichen Gegenden meist gute Verbindungen. GPRS ist nahezu flächendeckend verfügbar. UMTS/HSDPA findet man dagegen meistens nur in Ballungszentren.

Es gibt zahlreiche Internetcafés mit meist guten Preisen. Der Ausbau von W-Lan Hotspots in größeren Städten wird schnell vorangetrieben, vor allem in öffentlichen Gebäuden, auf öffentlichen Plätzen, in Hotels und vereinzelten Cafés sind vielfach Hotspots entstanden, die meist gekennzeichnet sind. Jedoch ist die Benutzung dieser Hotspots meistens kostenpflichtig.

Die Deutsche Post (DHL) ist der größte Logistikkonzern weltweit. Innerhalb Deutschlands werden Briefe und Pakete meist in 1 - 2 Werktagen zugestellt. Es gibt inzwischen zahlreiche private Dienstleister für Briefe und Pakete.

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